Sehr Noir: Mit Daniel Woodrell „Im Süden“

November 22, 2012

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: „Im Süden“, das neue Buch von Daniel Woodrell, enthält keine neuen Zeilen von ihm.

Und jetzt die gute Nachricht: Nachdem seine drei ersten Romane „Cajun Blues“ (Under the bright Lights, 1986), „Zoff für den Boss“ (Muscle for the Wing, 1988; jetzt „Der Boss“) und „John X“ (The Ones you do, 1992), die alle in der fiktiven Louisiana-Gemeinde St. Bruno spielen und den Kriminalpolizisten Rene Shade zum Protagonisten haben, seit Ewigkeiten nur noch antiquarisch erhältlich waren und teils zu astronomischen Preisen angeboten werden, kann man sich jetzt die Bayou-Trilogie (sozusagen, nach Rene-Shade-Serie und St.-Bruno-Bücher, die dritte Sammelbezeichnung für die drei Noirs) in einem Buch, ergänzt um ein sechsseitiges Vorwort von Frank Göhre, zu einem normalen Preis besorgen und entdecken, dass Daniel Woodrell schon seit seinem ersten Roman mit den Genreregeln spielte und sich um die düsteren Seiten der amerikanischen Wirklichkeit kümmerte. Denn St. Bruno ist eine dieser hochkorrupten Südstaatengemeinden, in denen das Verbrechen prächtig gedeiht und die Polizei hauptsächlich den Verkehr regeln soll, manchmal darf sie auch etwas störenden Schmutz beseitigen.

In „Cajun Blues“ untersucht Rene Shade den Mord an einem afroamerikanischen Lokalpolitiker. Weil er nicht glaubt, dass der Redneck Jewell Cobb der alleinige Täter ist, ermittelt er weiter und stolpert in einen Korruptionsskandal.

In „Der Boss“ wollen drei aus dem Gefängnis entlassene Mitglieder der weißen Gefängnisbruderschaft „The Wing“ die Macht in St. Bruno übernehmen. Nachdem sie bei ihrem ersten Überfall einen Polizisten töten, soll Rene Shade sie finden. Und wenn die Polizistenmörder dabei sterben, ist es, so die Stadtväter, auch nicht schlimm. Dabei hilft ihm sein Jugendfreund Shuggie. Ein Gangster.

Und in „John X“ hat Rene Shade nur noch eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt steht sein Vater John X. Shade, der plötzlich mit seiner Tochter auftaucht und einfach wieder seinen Platz als Herr des Hauses beansprucht. Dabei ist er vor allem nach St. Bruno zurückgekehrt, weil er mächtig Ärger hat.

In diesen drei Noirs folgt Daniel Woodrell rudimentär den Konventionen des Polizeiromans, indem er einen Polizisten zum Helden nimmt und die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei höhlt er die Genrekonventionen immer mehr, zugunsten von prägnant geschriebenen Szenen aus. Denn die Romane wirken zunehmend wie miteinander verknüpfte, herrlich lakonisch erzählte Kurzgeschichten voller absurder und grotesker Szenen.

Später wurde Daniel Woodrell mit Verbrechergeschichten, in der die Ich-Erzähler für ein Familientreffen eine Pistole einstecken und Kinder viel zu früh erwachsen werden müssen, zum Chronisten der Ozarks.

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Daniel Woodrell: Im Süden – Die Bayou-Trilogie

Heyne, 2012

656 Seiten

10,99 Euro

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Originalausgabe“

The Bayou Trilogy

Mulholland Books, 2011

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enthält

Under the bright lights

1986

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Deutsche Erstausgabe

Cajun Blues

(übersetzt von Christine Strüh und Adelheid Zöfel)

Heyne, 1994

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Muscle for the Wing

1988

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Deutsche Erstausgabe

Zoff für den Boss

(übersetzt von Christine Strüh und Adelheid Zöfel)

Heyne, 1995

(jetzt „Der Boss“)

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The Ones you do

1992

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Deutsche Erstausgabe

John X

(übersetzt von Teja Schwaner)

Rowohlt, 1999

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Hinweise

Kaliber.38 über Daniel Woodrell

Mordlust über Daniel Woodrell

Wikipedia über Daniel Woodrell

The Independent: John Williams über Daniel Woodrell (16. Juni 2006)

The Southeast Review interviewt Daniel Woodrell (1. April 2009)

River Cities’ Reader über Daniel Woodrell (8. April 2010)

The Wall Street Journal/Speakeasy (Steven Kurutz) unterhält sich mit Daniel Woodrell über “Winter’s Bone” (27. Februar 2011)

Daniel Woodrell bei Mulholand Books

Meine Besprechung von Daniel Woodrells „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006)

Meine Besprechung von Daniel Woodrells „Der Tod von Sweet Mister“ (The Death of Sweet Mister, 2001)

Daniel Woodrell in der Kriminalakte

 


„Sweet Mister“ Daniel Woodrell besucht Berlin

September 8, 2012

Country-Noir-Autor Daniel Woodrell, der mit dem erfolgreich verfilmten „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006) endlich auch ein breiteres Publikum erreichte, besucht am Donnerstag, den 13. September, Berlin. Im „F 40 – English Theatre Berlin“ (Fidicinstraße 40, Berlin-Kreuzberg, Nähe U-Bahnhof „Platz der Luftbrücke“) liest er um 20 Uhr aus seinem neuen Roman „Der Tod von Sweet Mister“ (The Death of Sweet Mister, 2001 [also neu für Deutschland]).

Adam Nümm liest die deutschen Textstellen, Peter Twiehaus moderiert und veranstaltet wird das alles von unserer liebsten Krimibuchhandlung „Hammett“. Dort könnt ihr auch Karten für den Abend kaufen.

Der Tod von Sweet Mister“ ist – ach, lest doch einfach alles in meiner kurzen Lobhuddelei auf dieses Werk, das trotz eines jugendlichen Protagonisten nicht unbedingt in Kinderhände gehört.

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Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister

(übersetzt von Peter Torberg)

Liebeskind, 2012

192 Seiten

16,90 Euro

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Originalausgabe

The Death of Sweet Mister

Marian Wood Books/G. P. Putnam’s Son, 2001

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Hinweise

Kaliber.38 über Daniel Woodrell

Mordlust über Daniel Woodrell

Wikipedia über Daniel Woodrell

The Independent: John Williams über Daniel Woodrell (16. Juni 2006)

The Southeast Review interviewt Daniel Woodrell (1. April 2009)

River Cities’ Reader über Daniel Woodrell (8. April 2010)

The Wall Street Journal/Speakeasy (Steven Kurutz) unterhält sich mit Daniel Woodrell über “Winter’s Bone” (27. Februar 2011)

Daniel Woodrell bei Mulholand Books

Meine Besprechung von Daniel Woodrells „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006)

Daniel Woodrell in der Kriminalakte


Kurze Lobhuddelei auf Daniel Woodrells „Der Tod von Sweet Mister“

Juli 11, 2012

Der übergewichtige Shug ‘Shuggie’ Akins ist erst dreizehn Jahre alt. Trotzdem muss er schon den halben Haushalt schmeißen. Seine Mutter Glenda, die ihn liebevoll „Sweet Mister“ nennt, ist eine Trinkerin mit wechselnden Liebhabern. Die jüngste Eroberung der Schönheit ist Red, der als wahres Vorbild Shuggie in die Feinheiten des kleinkriminellen Lebens einführt und nebenbei Glenda verprügelt.

Als Jimmy Vin Pearce in seinem Ford Thunderbird auftaucht, ist er, allein schon durch sein Auto, für Glenda die Verheißung auf ein besseres Leben und als die Konflikte eskalieren, sieht Shuggie seine Chance gekommen.

Mit „Der Tod von Sweet Mister“, das im Original bereits vor über zehn Jahren erschien, erzählte Daniel Woodrell seine in den Ozarks spielende Geschichte erstmals aus der Perspektive eines Jugendlichen. In seinem nächsten Roman „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006), der auch erfolgreich verfilmt wurde, war eine Jugendliche, die, um ihr heruntergekommenes Haus vor einer Pfändung zu bewahren, ihren verschwundenen Vater finden musste, die Protagonistin.

Dennoch sind diese beiden Country-Noirs keine Kinder- oder Jugendbücher. Dafür müssen Shuggie und Ree Dolly, die immerhin schon Sechzehn ist, viel zu früh Verantwortung für sich und ihre Familie übernehmen. Immerhin spielen Woodrells Geschichten, bis auf seinen Western „Zum Leben verdammt“ (Woe to live on, 1987, später wegen der Verfilmung „Ride with the Devil“), in der Gegenwart in den Ozarks, einem Waldgebiet in Missouri, das, jedenfalls in den grandiosen Büchern von Daniel Woodrell, eine Hochburg der Hinterwäldler und des White Trashs ist, und wo sich Armut und kriminelle Aktivitäten glänzend verstehen.

Daniel Woodrell, der in West Plains,Missouri, lebt, beschreibt deren Leben, ohne etwas zu beschönigen, aber mit deutlicher Sympathie, in wenigen, präzise gewählten Worten und Bildern. Allein schon der Anfang von „Der Tod von Sweet Mister“ sagt so unglaublich viel über den Erzähler Shuggie, Red, deren Leben und die kommenden Ereignisse: „Als wir die Staatsgrenze überquert hatten, sagte Red, ich solle aussteigen und den Pick-up in eine andere Farbe umlackieren. Seine Stimme schien für mich immer voll von diesen Würmern zu sein, die einen fressen, wenn man tot ist. Seine Stimme wollte mich diesen wartenden Würmern vorstellen.“

In knappen Szenen und dem Mut zur klug gesetzten Lücke, die vom Leser ausgefüllt werden muss, treibt Daniel Woodrell seine Geschichten voran. So bleiben seine Bücher angenehm schlank. Gleichzeitig lenkt nichts von seiner düsteren Weltsicht ab.

Insofern ist auch „Der Tod von Sweet Mister“ eine Mogelpackung. Denn anstatt einer schnellen und entsprechend schnell vergessenen Lektüre für einen lauen Sommerabend gibt es eine Geschichte, die einen noch lange danach beschäftigt.

Hinweis 1: Neue Daniel-Woodrell-Fans dürfen sich auf die Wiederveröffentlichung seiner drei René-Shade-Romane, die im November, bei Heyne als Sammelband „Im Süden: Die Bayou-Trilogie“ erscheinen, freuen. Die drei Romane waren seit Ewigkeiten nicht mehr erhältlich.

Hinweis 2: Daniel Woodrell ist, pünktlich zur Taschenbuchausgabe von „Winters Knochen“ (ebenfalls bei Heyne), vom 12. bis 18. September in Deutschland auf Lesereise. Die genauen Daten demnächst.

Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister

(übersetzt von Peter Torberg)

Liebeskind, 2012

192 Seiten

16,90 Euro

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Originalausgabe

The Death of Sweet Mister

Marian Wood Books/G. P. Putnam’s Son, 2001

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Hinweise

Kaliber.38 über Daniel Woodrell

Mordlust über Daniel Woodrell

Wikipedia über Daniel Woodrell

The Independent: John Williams über Daniel Woodrell (16. Juni 2006)

The Southeast Review interviewt Daniel Woodrell (1. April 2009)

River Cities’ Reader über Daniel Woodrell (8. April 2010)

The Wall Street Journal/Speakeasy (Steven Kurutz) unterhält sich mit Daniel Woodrell über “Winter’s Bone” (27. Februar 2011)

Daniel Woodrell bei Mulholand Books

Meine Besprechung von Daniel Woodrells „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006)

Daniel Woodrell in der Kriminalakte


Ozark-Poet Daniel Woodrell, Ree Dolly und „Winters Knochen“

April 27, 2011

Obwohl Ree Dolly erst sechzehn (Buch)/siebzehn (Film) Jahre ist, ist Daniel Woodrells Country Noir „Winters Knochen“ kein Kinderbuch und auch kein wirkliches All-Ager-Buch (so nennen die Verlagsfuzzis inzwischen Jugendbücher, die auch Erwachsene ohne Schamesröte und epische Erklärungen lesen dürfen). Denn dafür erzählt Woodrell viel zu illusionslos die Geschichte eines tapferen Mädchens in einer, nun, schrecklichen Welt. Denn Ree lebt in den Ozarks. Sie muss ihre beiden jüngeren Geschwister großziehen und ihre Mutter ist nur ein weiterer Pflegefall, um den sie sich kümmern muss. Ihr Vater Jessup verdient mit dem Kochen von Crystal Meth Geld; – wenn er nicht gerade wieder Ärger mit dem Gesetz hat. So auch jetzt. Er ist seit Wochen verschwunden und wenn er nicht in wenigen Tagen vor Gericht erscheint, müssen die Dollys Haus und Hof verlassen. Denn das war die Sicherheit für die Kaution.

Ree beginnt ihren Vater zu suchen. Nicht weil sie ihn irgendwie vermisst, sondern weil sie nur so das Haus behalten kann. Entsprechend egal ist ihr, ob sie Jessup tot oder lebendig findet. Bei dieser Suche ist ihre Verwandtschaft, die alle ebenfalls Kriminelle sind und etwas mit dem Verschwinden von Jessup zu tun haben, keine große Hilfe.

Daniel Woodrell erhielt für sein bisheriges, nur aus acht schmalen Romanen und einigen Kurzgeschichten bestehendes Werk mehrere wichtige Preise (wie den PEN West Award for Fiction) und Nominierungen (wie den Edgar). Sein Western „Zum Leben verdammt“ (Woe to live on, 1987), der den amerikanischen Bürgerkrieg aus der Sicht eines Mitglieds einer irregulären Südstaaten-Einheit erzählte, wurde 1999 von „Brokeback Mountain“-Regisseur Ang Lee hochkarätig besetzt als „Ride with the Devil“ verfilmt und flopte. Woodrell selbst nannte seine Geschichten über die Ozarks und die dort lebenden Menschen, die meist mit Verbrechen ihr ärmliches Leben fristen, „Country Noir“. Und auch der bereits vor sechs Jahren erschienene, jetzt endlich fabelhaft übersetzte Roman „Winters Knochen“ gehört in diese Kategorie.

In seinen früheren Romanen, vor allem den drei Krimis mit René Shade, lotete Daniel Woodrell die Genregrenzen aus. In dem noch nicht übersetzten „The Death of Sweet Mister“ erzählte er erstmals seine Geschichte aus der Sicht eines dreizehnjährigem Jungen und steuerte zielsicher auf ein düsteres Ende zu. Dagegen endet „Winters Knochen“, einer fast schon traditionellen Entwicklungsgeschichte, sehr hoffnungsvoll. Jedenfalls für Woodrellsche Verhältnisse.

Hollywood (Nicht das Michael-Bay-Blockbuster-Hollywood, sondern das andere Hollywood) schnappte sich das Buch und die Verfilmung von „Winter’s Bone“ wurde, im Gegensatz zum ungeliebten „Ride with the Devil“, sofort allgemein abgefeiert. Der Independent-Film von Debra Granik erhielt bis jetzt 26 Preise (unter anderem auf dem Sundance Filmfestival, wo der Siegeszug des Films begann, und auf der Berlinale) und war für vier Oscars, unter anderem als bester Film des Jahres, nominiert.

Graniks Film folgt Woodrells Roman bis in die Dialoge. Sie drehte vor Ort in Missouri mit vielen unverbrauchten Gesichtern, die erstmals vor der Kamera standen, und, sagen wir mal, ungeschminkten Hollywood-Schauspielern (die sich eher in Serien und Independent-Filmen tummeln; also nicht die ganz großen Namen sind, aber an deren Gesichter man sich erinnert). All das trägt zum dokumentarischen New-Hollywood-Feeling, wie wir es aus den siebziger Jahren kennen, bei.

Und hier zeigt sich der größte Unterschied zwischen Buch und Film. Während in Woodrells Roman die Armut immer noch ein poetisches Anlitz hat, sehen wir im Film eine deprimierend ärmliche Landschaft, die eher an ein Dritte-Welt-Land erinnert. Auf den Höfen und in den Wohnungen stapelt sich Müll, der vergessen wurde, endgültig zu entsorgen. Die Menschen verdienen ihr Geld mit kriminellen Aktivitäten. Heute Meth und andere Drogen; während der Prohibition als Schnapsbrenner. Sie halten immer noch den alten Frontier-Mythos hoch. Aber es zeigt sich, auch, wo die Cowboy-Ideologie des Wilden Westens endete. Insofern ist die gelungene Verfilmung eines fantastischen Buches düsterer und am Ende sogar hoffnungsloser als die noirische Vorlage.

Obwohl; – für Daniel Woodrell ist „Winters Knochen“ kein Noir. Für ihn muss ein Noir ein tragisches Ende haben.

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Daniel Woodrell: Winters Knochen

(übersetzt von Peter Torberg)

Liebeskind, 2011

224 Seiten

18,90 Euro

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Originalausgabe

Winter’s Bone

Little, Brown and Company, New York, 2006

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Verfilmung

Winter’s Bone (Winter’s Bone, USA 2010)

Regie: Debra Granik

Drehbuch: Debra Granik, Anne Rosellini

mit Jennifer Lawrence, Isaiah Stone, Ashlee Thompson, Valerie Richards, Shelley Waggener, Garret Dillahunt, William White, Ramona Blair

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Die Romane von Daniel Woodrell

Cajun-Blues – Eiin René-Shade-Thriller (Under the bright Lights, 1986)

Zum Leben verdammt (Woe to live on; Ride with the Devil, 1987)

Zoff für die Bosse – Ein René-Shade-Thriller (Muscle for the Wing, 1988)

John X – Ein René-Shade-Thriller (The Ones you do, 1992)

Stoff ohne Ende (Give us a Kiss, 1996)

Tomato Red (Tomato Red, 1998)

The Death of Sweet Mister, 2001

Winters Knochen (Winter’s Bone, 2006)

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Hinweise

Kaliber.38 über Daniel Woodrell

Mordlust über Daniel Woodrell

Wikipedia über Daniel Woodrell

The Independent: John Williams über Daniel Woodrell (16. Juni 2006)

The Southeast Review interviewt Daniel Woodrell (1. April 2009)

River Cities’ Reader über Daniel Woodrell (8. April 2010)

The Wall Street Journal/Speakeasy (Steven Kurutz) unterhält sich mit Daniel Woodrell über “Winter’s Bone” (27. Februar 2011)

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Winter’s Bone“

Daniel Woodrell in der Kriminalakte


Die KrimiZeit-Bestenliste November 2012

November 1, 2012

Wie schon die Oktober-Bestenliste erscheint auch die November-KrimiZeit-Bestenliste etwas früher als gewohnt, weil „Die Zeit“ nicht heute (also am 1. November), sondern schon gestern erschien und es als Beilage ein „Zeit Literatur: Krimi-Special“-Heft gibt. Auf 32 Seiten gibt es unter anderem Texte über Sara Gran, Giancarlo De Cataldo (die auf seinem gleichnamigen Roman basierende TV-Serie „Romanzo Criminale“ feiere ich demnächst ab), Robert Littell, Daniel Woodrell, Jim Thompson und Neal Stephenson (Aargh, die über 1000 engbedruckten Seiten seines neuen Cyber-Thriller „Error“ müssen erst mal gelesen werden.) und eine Kurzgeschichte von Friedrich Ani.

Oh, und die KrimiZeit-Bestenliste, die die Leseempfehlungen von 18 Krimikritikern zusammenfasst, gibt es auch:

1 (-) Merle Kröger: Grenzfall

2 (7) Robert Littell: Philby. Porträt des Spions als junger Mann

3 (4) Carl Nixon: Rocking Horse Road

4 (8) James Sallis: Driver 2

5 (1) Helon Habila: Öl auf Wasser

6 (-) Petros Markaris: Zahltag

7 (-) Roberto Costantini: Du bist das Böse

8 (-) Don Winslow: Kings of Cool

9 (-) Johan Theorin: So bitterkalt

10 (-) Anila Wilms: Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Jetzt frage ich mich, ob ich mich am Wochenende mehr mit der Vergangenheit (Robert Littell über Kim Philby und die Cambridge-Boys) oder der Zukunft (Neal Stephenson über ein millionenschweres Computerspielunternehmen und einen infizierten Computer) beschäftige. Spannend dürfte beides sein.

 

 


Die KrimiZeit-Bestenliste September 2012

September 6, 2012

Für den September empfehlen die Krimikritiker in ihrer kollektiv erstellten KrimiZeit-Bestenliste:

1 (9) Helon Habila: Öl auf Wasser

2 (-) Dominique Manotti/DOA: Die ehrenwerte Gesellschaft

3 (1) Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister

4 (2) Sara Gran: Die Stadt der Toten

5 (-) Jim Thompson: In die finstere Nacht

6 (8) Howard Linskey: Crime Machine

7 (7) Ian Levison: Hoffnung ist Gift

8 (-) Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster

9 (-) Dominique Manotti: Das schwarze Korps

10 (4) Tana French: Schattenstill

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Woodrell gut, Thompson und Linskey liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel und Sara Grans „Die Stadt der Toten“ lese ich gerade. Ein merkwürdiges Buch, mit dem ich nicht richtig warm werde. Aber es wird überall abgefeiert.

 


Die KrimiZeit-Bestenliste August 2012

August 2, 2012

Die KrimiZeit-Bestenliste für den August ist draußen:

1 (1) Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister

2 (3) Sara Gran: Die Stadt der Toten

3 (2) Peter Temple: Tage des Bösen

4 (5) Tana French: Schattenstill

5 (6) Michael Robotham: Der Insider

6 (4) Don Winslow: Die Sprache des Feuers

7 (-) Ian Levison: Hoffnung ist Gift

8 (-) Howard Linskey: Crime Machine

9 (-) Helon Habila: Öl auf Wasser

10 (-) Anne Goldmann: Triangel

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Woodrell, Temple, Winslow: gut. Linskey dürfte mir auch gefallen und Gran liegt jetzt auch bei mir rum. Denn Sara Grans „Stadt der Toten“ wird ja überall abgefeiert und hat es auch schon auf etliche Nominierungslisten geschafft.


Guter Kleinkram von Frank Göhre in „I and I“

Juli 26, 2012

Als ich die Tage vor die Haustür ging, steckte ich „I and I“, den, nach „Seelenlandschaften“, in dem er vor allem deutsche Krimiautoren porträtierte, zweiten Sammelband mit Essays und Reportagen von Frank Göhre ein.

Einige Stunden später hatte ich das bunte Potpourri aus alten und neuen Texten gelesen. Der älteste Text ist die Kurzgeschichte „Wenn Atze kommt“ (eigentlich eher eine sechsseitige Skizze), die 1975 in „Prämierte Texte des Internationalen Kurzgeschichten-Kolloquiums in Ansberg“ erschien. Der neueste ist der hier erstmals veröffentlichte Text „Welcome in Frogtown“, über die Bayou-Trilogie von Daniel Woodrell, die demnächst von Heyne als Sammelband veröffentlicht wird. Mehrere Texte erschienen zuerst im „CrimeMag“ im Netz und sind hier erstmals in gedruckter Form erhältlich.

Frank Göhre schreibt über eine Reise nach Jamaika vor über dreißig Jahren („I and I – Ein Jamaika Trip“) und einen Besuch in Amsterdam, auf den Spuren von Van-der-Valk-Erfinder Nicolas Freeling und Janwillem van de Wetering, zwei wichtigen Krimiautoren, die in den Siebzigern und Achtzigern sehr populär waren und inzwischen fast vergessen sind („Amsterdam. Was für eine Stadt, nichts als Gestank. Trotzdem herrlich“). Er schreibt über Victor Headley, einen Jamaikaner, der eine grandiose, harte englische Gangstertrilogie schrieb, die man am besten im slangdurchtränkten Original genießt („Yardie – Ein jamaikanischer Drogenkurier in London“), über Ernest Tidyman, den Erfinder von John Shaft und Drehbuchautor von „The French Connection“ („Ein tödlicher Job – Der Drehbuchautor Ernest Tidyman“), über James Crumley, den von US-Krimiautoren und Lesern kultisch verehrten Privatdetektiv-Krimiautor („Voll auf Rock’n'Roll geschaltet – Mit James Crumley on the Road“), über David Osborn, dessen Klassiker„Jagdzeit“ letztes Jahr bei Pendragon wiederveröffentlicht wurde („Jagdzeit – Die vier Karrieren des David Osborn“) und über den 1986 verstorbenen Hubert Fichte, der bei seiner Rückkehr feststellt, wie sehr Hamburg sich veränderte („Wenn das Befragen ein Ende hat – Hubert Fichte kommt nach Hamburg zurück“).

Er schreibt über den Michael-Mann-Film „Heat“, den Martin-Scorsese-Film „GoodFellas“, über Jean-Pierre Melville („Champs-Élysées – Die Nächte des Jean-Pierre Melville“) und über „Liane, das Mädchen aus dem Urwald“, einen deutschen Spielfilm von 1956, der damals wegen der Bekleidung der Hauptdarstellerin, ein Kassenhit war („Schlussakkord – oder: Ich weiß, was mit Liane, dem Mädchen aus dem Urwald geschah“).

Und es gibt zwei Abrechnungen mit dem deutschen Fernsehen. In „Ein letzter Satz“ verrät Frank Göhre in einem kleinen Rant, warum er keine Drehbücher mehr schreibt. In „Ein BR Fernsehtag – Das Programm“ schneidet er kommentarlos Zitate aus einem Gespräch mit BR-Intendant Ulrich Wilhelm über das qualitativ hochwertige Programm („Fernsehen muss klug machen.“) in einen Abriss über das BR-Programm vom 7. September 2011, das mit Panoramabildern beginnt und mit „Planet Erde“ endet. Immerhin gibt es auch eine halbe Stunde „Kontrovers – das Politmagazin“ und, weil „Sehr viele Menschen wollen anspruchsvolle Inhalte“ (Wilhelm), neunzig Minuten „Eine Liebe in Venedig“.

Ein feine Textcollage.

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Frank Göhre: I and I – Stories und Reportagen

Pendragon, 2012

200 Seiten

10,95 Euro

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Hinweise

Homepage von Frank Göhre

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der letzte Freier“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Zappas letzter Hit“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ (2007, überarbeitete Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „An einem heißen Sommertag“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Abwärts“ (2009, Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ (2009)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der Auserwählte“ (2010)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Die Kiez-Trilogie” (2011)

Frank Göhre in der Kriminalakte


Die KrimiZeit-Bestenliste Juli 2013

Juli 5, 2012

Ohne große Worte: Die von Krimikritikern erstellte KrimiZeit-Bestenliste mit Kriminalromanen, denen sie viele Leser wünschen, für den Monat Juli:

1 (-) Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister

2 (2) Peter Temple: Tage des Bösen

3 (-) Sara Gran: Die Stadt der Toten

4 (4) Don Winslow: Die Sprache des Feuers

5 (-) Tana French: Schattenstill

6 (9) Michael Robotham: Der Insider

7 (1) Fred Vargas: Die Nacht des Zorns

8 (-) George Pelecanos: Ein schmutziges Geschäft

9 (7) David Ignatius: Der Deal

10 (3) Matthew Stokoe: High Life

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Woodrell, Temple, Winslow, Pelecanos, Ignatius, Stokoe – passt.


Die KrimiZeit-Jahresbestenliste 2011

Dezember 29, 2011

Zum Jahresende präsentiert die KrimiZeit eine Jahresbestenliste, für die die KrimiZeit-Kritiker aus den Krimis, die auf einer der monatlichen Bestenlisten erschienen, zehn Krimis auswählen durften, denen sie möglichst viele Leser wünschen:

1 Dominique Manotti: Roter Glamour

2 Friedrich Ani: Süden

3 Kate Atkinson: Das vergessene Kind

4 Peter Temple: Wahrheit

5 Daniel Woodrell: Winters Knochen

6 Deon Meyer: Rote Spur

7 Giancarlo de Cataldo: Schmutzige Hände

8 James Sallis: Der Killer stirbt

9 Norbert Horst: Splitter im Auge

10 Jan Costin Wagner: Das Licht in einem dunklen Haus

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Große Überraschungen gibt es bei dem Verfahren natürlich nicht. Ani, Woodrell und Sallis dürften auch auf meiner Jahresbestenliste (wenn ich denn eine erstelle) landen. Temple hab ich leider immer noch nicht gelesen und einige Krimis auf dieser Liste will ich gar nicht lesen.

 


Kleinkram

August 27, 2011

Bei Spinetingler schreibt der Nerd of Noir über die Ken-Bruen-Verfilmung “Blitz” mit Jason Statham in der Hauptrolle.

Vern hat den Film ebenfalls gesehen und beiden hat er gefallen.

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Bei Mulholland Books hat Brian Lindenmuth eine Liste der zehn besten Noirs der letzten zehn Jahre (oder so) zusammengestellt. Daniel Woodrell und Rick DeMarinis sind dabei.

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Bei CrimeMag schreibt Roland Osswald, anläßlich der deutschen Veröffentlichung von Jim-Thompson-Debüt “Jetzt und auf Erden”, über Jim Thompson und das Buch.

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Dort gibt es auch ein Interview mit Thriller-Autor Jeremy Robinson.

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Mal sehen, wann es dieses Q&A über “Scarface” (das Remake) auch auf YouTube gibt. Bis dahin kann man es Crimespree Magazine ansehen.

Hier die Infos:

On Tuesday, August 23, 2011 at 8:15pm PT/11:15pm ET, Universal Studios Home Entertainment reunites the cast and filmmakers of the iconic underworld epic, SCARFACE in a special Q&A live from Los Angeles via Livestream. Stars Al Pacino, Steven Bauer, Robert Loggia, F. Murray Abraham and producer Martin Bregman will come together to celebrate the upcoming Blu-ray launch and legacy of the film that redefined the gangster genre forever and became a cultural touchstone for an entire generation.

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Bei IndieWire hat man sich Gedanken über das derzeitige Action-Kino gemacht: Chaos Cinema.

Sehenswert!

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Und hier gibt es eine kleine Sammlung von Filmenden, die so vom Studio gewünscht waren.

Mich hat bei der Sammlung überrascht, wie viele alte Filme aufgenommen wurden.

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In der taz denkt Thomas Groh über Science-Fiction-Filme als Stimmungsbarometer nach.

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Der Science-Fiction-Preis “Hugo” ist verliehen. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Fan Artist

Presented by Stu Shiffman

  • Winner: Brad W. Foster
  • Randall Munroe
  • Maurine Starkey
  • Steve Stiles
  • Taral Wayne

Best Fanzine
Presented by David Cake

  • Winner: The Drink Tank, edited by Christopher J. Garcia and James Bacon
  • Banana Wings, edited by Claire Brialey and Mark Plummer
  • Challenger, edited by Guy H. Lillian III
  • File 770, edited by Mike Glyer
  • StarShipSofa, edited by Tony C. Smith

Best Fan Writer
Presented by John Coxon

  • Winner: Claire Brialey
  • James Bacon
  • Christopher J. Garcia
  • James Nicoll
  • Steven H. Silver

Best Semiprozine
Presented by David G. Hartwell

  • Winner: Clarkesworld, edited by Neil Clarke, Cheryl Morgan, Sean Wallace; podcast directed by Kate Baker
  • Interzone, edited by Andy Cox
  • Lightspeed, edited by John Joseph Adams
  • Locus, edited by Liza Groen Trombi and Kirsten Gong-Wong
  • Weird Tales, edited by Ann VanderMeer and Stephen H. Segal

Best Professional Artist
Presented by Boris Vallejo

  • Winner: Shaun Tan
  • Daniel Dos Santos
  • Bob Eggleton
  • Stephan Martiniere
  • John Picacio

Best Editor, Short Form
Presented by Ellen Datlow

  • Winner: Sheila Williams
  • John Joseph Adams
  • Stanley Schmidt
  • Jonathan Strahan
  • Gordon Van Gelder

Best Editor, Long Form
Presented by Ellen Asher

  • Winner: Lou Anders
  • Ginjer Buchanan
  • Moshe Feder
  • Liz Gorinsky
  • Nick Mamatas
  • Beth Meacham
  • Juliet Ulman

Best Dramatic Presentation, Short Form
Presented by George R. R. Martin

  • Winner: Doctor Who: “The Pandorica Opens/The Big Bang,” written by Steven Moffat; directed by Toby Haynes (BBC Wales)
  • Doctor Who: “A Christmas Carol,” written by Steven Moffat; directed by Toby Haynes (BBC Wales)
  • Doctor Who: “Vincent and the Doctor,” written by Richard Curtis; directed by Jonny Campbell (BBC Wales)
  • Fuck Me, Ray Bradbury, written by Rachel Bloom; directed by Paul Briganti
  • The Lost Thing, written by Shaun Tan; directed by Andrew Ruhemann and Shaun Tan (Passion Pictures)

Best Dramatic Presentation, Long Form
Presented by Bill Willingham

  • Winner: Inception, written and directed by Christopher Nolan (Warner)
  • Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 1, screenplay by Steve Kloves; directed by David Yates (Warner)
  • How to Train Your Dragon, screenplay by William Davies, Dean DeBlois & Chris Sanders; directed by Dean DeBlois & Chris Sanders (DreamWorks)
  • Scott Pilgrim vs. the World, screenplay by Michael Bacall & Edgar Wright; directed by Edgar Wright (Universal)
  • Toy Story 3, screenplay by Michael Arndt; story by John Lasseter, Andrew Stanton & Lee Unkrich; directed by Lee Unkrich (Pixar/Disney)

Best Graphic Story
Presented by Trixe Pixie: Alexander James Adams, Betsy Tinney, S. J. Tucker

  • Winner: Girl Genius, Volume 10: Agatha Heterodyne and the Guardian Muse, written by Phil and Kaja Foglio; art by Phil Foglio; colors by Cheyenne Wright (Airship Entertainment)
  • Fables: Witches, written by Bill Willingham; illustrated by Mark Buckingham (Vertigo)
  • Grandville Mon Amour, by Bryan Talbot (Dark Horse)
  • Schlock Mercenary: Massively Parallel, written and illustrated by Howard Tayler; colors by Howard Tayler and Travis Walton (Hypernode)
  • The Unwritten, Volume 2: Inside Man, written by Mike Carey; illustrated by Peter Gross (Vertigo)

Best Related Book
Presented by Farah Mendlesohn

  • Winner: Chicks Dig Time Lords: A Celebration of Doctor Who by the Women Who Love It, edited by Lynne M. Thomas and Tara O’Shea (Mad Norwegian)
  • Bearings: Reviews 1997-2001, by Gary K. Wolfe (Beccon)
  • The Business of Science Fiction: Two Insiders Discuss Writing and Publishing, by Mike Resnick and Barry N. Malzberg (McFarland)
  • Robert A. Heinlein: In Dialogue with His Century, Volume 1: (1907–1948): Learning Curve, by William H. Patterson, Jr. (Tor)
  • Writing Excuses, Season 4, by Brandon Sanderson, Jordan Sanderson, Howard Tayler, Dan Wells

Best Short Story
Presented by David D. Levine

  • Winner: “For Want of a Nail” by Mary Robinette Kowal (Asimov’s, September 2010)
  • “Amaryllis” by Carrie Vaughn (Lightspeed, June 2010)
  • “Ponies” by Kij Johnson (Tor.com, November 17, 2010)
  • “The Things” by Peter Watts (Clarkesworld, January 2010)

Best Novelette
Presented by Nancy Kress

  • Winner: “The Emperor of Mars” by Allen M. Steele (Asimov’s, June 2010)
  • “Eight Miles” by Sean McMullen (Analog, September 2010)
  • “The Jaguar House, in Shadow” by Aliette de Bodard (Asimov’s, July 2010)
  • “Plus or Minus” by James Patrick Kelly (Asimov’s, December 2010)
  • “That Leviathan, Whom Thou Hast Made” by Eric James Stone (Analog, September 2010)

Best Novella
Presented by Robert Silverberg

  • Winner: “The Lifecycle of Software Objects” by Ted Chiang (Subterranean)
  • “The Lady Who Plucked Red Flowers beneath the Queen’s Window” by Rachel Swirsky (Subterranean Magazine, Summer 2010)
  • “The Maiden Flight of McCauley’s Bellerophon” by Elizabeth Hand (Stories: All New Tales, William Morrow)
  • “The Sultan of the Clouds” by Geoffrey A. Landis (Asimov’s, September 2010)
  • “Troika” by Alastair Reynolds (Godlike Machines, Science Fiction Book Club)

Best Novel
Presented by TimPowers

  • Winner: Blackout/All Clear by Connie Willis (Ballantine Spectra)
  • Cryoburn by Lois McMaster Bujold (Baen)
  • The Dervish House by Ian McDonald (Gollancz; Pyr)
  • Feed by Mira Grant (Orbit)
  • The Hundred Thousand Kingdoms by N.K. Jemisin (Orbit)

The John W. Campbell Award for Best New Writer
Presented by Stanley Schimdt and Seana McGuire

Award for the best new professional science fiction or fantasy writer of 2009 or 2010, sponsored by Dell Magazines (not a Hugo Award).

  • Winner: Lev Grossman
  • Saladin Ahmed
  • Lauren Beukes
  • Larry Correia
  • Dan Wells

Die KrimiZeit-Bestenliste Juni 2011

Juni 1, 2011

Pünktlich zum Monatsbeginn gibt es auch die neue Bestenliste der KrimiZeit:

1 (1) Friedrich Ani: Süden

2 (-) James Sallis: Der Killer stirbt

3 (2) Peter Temple: Wahrheit

4 (6) Dominique Manotti: Roter Glamour

5 (-) Giancarlo de Cataldo: Schmutzige Hände

6 (10) Reginald Hill: Der Tod und der Dicke

7 (-) Leif GW Persson: Der sterbende Detektiv

8 (3) Daniel Woodrell: Winters Knochen

9 (-) Malla Nunn: Lass die Toten ruhen

10 (5) Patrick Pécherot: Belleville-Barcelona

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In ( ) ist die Platzierung des Vormonats.

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Ach, den Peter Temple muss ich noch lesen. Aber jetzt ist erst mal der neue Roman von Thor Kunkel, „SUBS“, dran. Denn Kunkel präsentiert am kommenden Montag um 20.00 Uhr in Berlin im Grünen Salon (Rosa-Luxemburg-Platz 2, Nähe Alexanderplatz) seinen Roman und ich will die Lesung mit einer kleinen Buchkritik ankündigen. Der neue James Sallis ist noch in den Klauen des Postboten. Friedrich Ani und Daniel Woodrell hab ich ja schon abgefeiert. Don Winslows neuer grandioser Roman „Satori“ ist wohl zu unterhaltsam für die Liste.


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2011

Mai 5, 2011

Die KrimiZeit-Bestenliste für den Wonnemonat Mai:

1 (2) Friedrich Ani: Süden

2 (1) Peter Temple: Wahrheit

3 (3) Daniel Woodrell: Winters Knochen

4 (8) Arne Dahl: Opferzahl

5 (-) Patrick Pécherot: Belleville-Barcelona

6 (-) Dominique Manotti: Roter Glamour

7 (10) Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten

8 (-) Adrian McKinty: Der schnelle Tod

9 (9) Didier Decoin: Der Tod der Kitty Genovese

10 (-) Reginald Hill: Der Tod und der Dicke

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In ( ) ist die Platzierung des Vormonats

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Ani und Woodrell: gut. Temple, Pécherot, McKinty und Decoin liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel, aber jetzt wird erst einmal der neue Don Winslow gelesen.


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2011

April 8, 2011

Die KrimiZeit-Bestenliste (Ex-KrimiWelt-Bestenliste) für den Ostermonat April:

1 (-) Peter Temple: Wahrheit

2 (-) Friedrich Ani: Süden

3 (3) Daniel Woodrell: Winters Knochen

4 (-) Linus Reichlin: Er

5 (1) Elmore Leonard: Road Dogs

6 (7) Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen

7 (5) Richard Stark: Sein letzter Trumpf

8 (-) Arne Dahl: Opferzahl

9 (-) Didier Decoin: Der Tod der Kitty Genovese

10 (-) Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat

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Sechs Neueinsteiger. Dabei kann gegen Friedrich Ani (tolles Buch), Peter Temple (will ich noch lesen), Didier Decoin (dito) nichts gesagt werden. Daniel Woodrell und Richard Stark sind ebenfalls fantastisch. Nur von Elmore Leonads „Road Dogs“ war ich enttäuscht.

 


Die KrimiWelt-Bestenliste für den März 2011 ist die KrimiZeit-Bestenliste

März 4, 2011

Nach fast sechs Jahren wechselt die KrimiWelt zur Wochenzeitung „Die Zeit“ und heißt daher ab sofort, wegen des neuen Kooperationspartners, KrimiZeit.

(Irgendwann könnte noch zum „Spiegel“ gewechselt werden. Dann wäre es die KrimiSpiegel-Bestenliste. Bei den anderen Zeitungen klappt das Wortspiel dann nicht mehr.)

Außer dem Namen hat sich, wie ein Blick auf die sehr männerlastige März-Bestenliste zeigt, aber nichts geändert:

1 (1) Elmore Leonard: Road Dogs

2 (8) Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke

3 (-) Daniel Woodrell: Winters Knochen

4 (10) Michael Koryta: Blutige Schuld

5 (-) Richard Stark: Sein letzter Trumpf

6 (-) Romain Slocombe: Das Tamtam der Angst

7 (-) Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen

8 (-) Michael Connelly: Sein letzter Auftrag

9 (2) Ken Bruen: London Boulevard

10 (9) Martin Suter: Allmen und die Libellen

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Fünf Neueinsteiger, aber wer will schon etwas gegen Daniel Woodrell (vielleicht kein reinrassiger Krimi), Richard Stark und Michael Connelly sagen? Ken Bruen ist auch immer akzeptiert. Von Elmore Leonards „Road Dogs“ war ich dagegen ziemlich enttäuscht, aber sein neuester Roman „Djibouti“ ist noch schlechter.

 


Lest die Oscar-nominierten Drehbücher!

Februar 2, 2011

Die Oscar-Nominierungen sind draußen. Und, wie in den vergangenen Jahren, sind auch viele der nominierten Drehbücher online:

Best Original Screenplay

Another Year (undatiert), von Mike Leigh

The Fighter, von Paul Tarmasi und Eric Johnson

Inception (undatiert), von Christopher Nolen

The Kids Are All Right (Fassung vom 3. August 2009), von Lisa Cholodenko & Stuart Blumberg

The King’s Speech (undatiert), von David Seidler

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Best Adapted Screenplay

127 Hours (undatiert), von Danny Boyle und Simon Beaufoy (basierend auf dem Buch „Between a Rock and a Hard Place” von Aron Ralston)

The Social Network (undatiert), von Aaron Sorkin (basierend auf dem Buch „The Accidental Billionaires“ von Ben Mezrich)

Toy Story 3 (undatiert), von Michael Arndt (Geschichte von John Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich)

True Grit, von Joel & Ethan Coen (basierend auf dem Roman “True Grit”/”Die mutige Mattie” von Charles Portis)

Winter’s Bone (undatiert), von Debra Granik und Anne Rosellini (basierend auf dem Buch „Winter’s Bone“ von Daniel Woodrell)

(via Simply Scripts)

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Und wo wir gerade bei Drehbüchern sind:

Black Swan, von Mark Heyman, Andres Heinz und John McLaughlin

Shutter Island (Fassung vom 3. October 2007), von Laeta Kalogridis (basierend auf dem Roman „Shutter Island“ von Dennis Lehane)

The American, von Rowan Joffe (basierend auf dem Roman “A very private gentleman” von Martin Booth)

Somewhere, von Sofia Coppola

Greenberg, von Noah Baumbach

It’s a kind of a funny story, von Ryan Fleck und Anna Boden (basierend auf dem Roman von Ned Vizzini)

Napoleon, von Stanley Kubrick (Fassung vom 29. September 1969; ein wegen der immensen Kosten gescheitertes Projekt von Kubrick)

Hereafter – Das Leben danach (Fassung vom 1. Mai 2008), von Peter Morgan

The Town, von Peter Craig (Fassung vom 18. August 2009, basierend auf dem Roman “Prince of Thieves”/”Endspiel” von Chuck Hogan)

Stone, von Angus MacLachlan (Krimi mit Robert de Niro und Edwart Norton, der am 15. März auf DVD erscheint)

Bullitt, von Alan Trustman und Harry Kleiner (basierend auf dem Roman “Mute Witness”/”Bullitt” von Robert L. Pike)

Payback, von Brian Helgeland (basierend auf dem Roman “The Hunter” von Richard Stark)

The Tourist, von Julian Fellowes (oder: eine Fassung des Buches, bevor Florian Henckel von Donnersmarck Hand anlegte)

 


Kleinkram, vollkommen unsortiert

Dezember 1, 2010

Für den ” Telegraph” hat David Gritten sich mit Elmore Leonard unterhalten. Der Grund war die DVD-Veröffentlichung der ersten Staffel der TV-Serie “Justified” mit Timothy Olyphant als dem von Elmore Leonard erfundenem Charakter US Marshal Raylan Givens in der Hauptrolle.

In dem Interview erfahren wir auch, was “W W E D” bedeutet.

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Für die “taz” hat Ilka Kreutzträger sich mit Frank Göhre unterhalten:

Ich weiß bei meinen Geschichten, auf welche inhaltliche Lösung ich hinauswill, aber wenn mich meine Frau abends fragt, wie es weitergehen soll, kann ich keine Auskunft geben.

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Für Collider hat Steve Weintraub sich mit William Monahan über seine Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (die deutsche Ausgabe ist jetzt bei Suhrkamp erschienen [Unbedingt kaufen!]) unterhalten.

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Daniel Woodrell fragt sich “How much Ozarks is in me?”

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Joe R. Lansdale meint “Walmart I can’t quit you”.

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R.J. Ellory fragt “Why does an Englischman write American Fiction?”.

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Lawrence Block erinnert sich an den Krimiautor Henry Kane (Sie kennen ihn nicht? Im nächsten Antiquariat müssten Sie eines seiner Werke finden.).

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Darren Aronofsky

- spricht über seinen letzten Film “Black Swan” (deutscher Kinostart ist 20. Januar 2011). Hauptdarstellerin Natalie Portman war auch dabei.

- spricht über seinen nächsten Film “The Wolverine” (yep, X-Men-Universum):

I think, for the first time in my life—you know, every single film that I’ve done so far I’ve been the only person in the room who wants to make the movie. And, I kinda am excited about doin’ a film where actually everyone wants to make it. And, just to see what the experience is like and to see if I can do what I do in that world.

Ich gehe mal davon aus, dass die Produzenten wissen, dass Darren Aronofsky nicht gerade der klassische Mainstream-Regisseur ist und sie keinen 08/15-Blockbuster wollen. Sonst könnte es zu ernsthaften “kreativen Differenzen” kommen.

-

Der enorm produktive Kevin J. Anderson gibt in seinem Blog tolle Schreibtipps.

Anderson schrieb – wenn Sie sich gerade fragen, woher sie den Namen kennen -  zahlreiche “Star Wars”- und “Akte X”-Romane.


TV-Tipp für den 7. Mai: Wer mit dem Teufel reitet

Mai 7, 2010

RBB, 01.00

Wer mit dem Teufel reitet (USA 1999, R.: Ang Lee)

Drehbuch: James Schamus

LV: Daniel Woodrell: Woe to live on, 1987 (Zum Leben verdammt)

USA, 1860: Jake Roedel und Jack Bull ziehen auf Seiten der Südstaaten in den Krieg. In einer Guerillagruppe beteiligen sie sich an einem zunehmend sinnlosen Vernichtungsfeldzug bei dem keine Gefangenen gemacht werden.

Wie so oft: aus einem hochgelobten Buch wurde ein – nun – mittelmäßiger Film.

Martin Compart halt Woodrells zweiten Roman “Woe to live on” für einen der besten Bürgerkriegs-Romane: “Mit jedem zündenden Satz verbrennt Woodrell die Hollywoodklischees über den Sezessionskrieg. Der Roman folgt dem jungen Ich-Erzähler auf seiner blutigen Spur an der Seite der Freischärler unter dem berüchtigten Quantrill. In den West Plains tobte ein brutaler Partisanenkrieg, der noch Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges Opfer forderte…Die Sprache des Romans ist filmisch und hypnotisch.“

Woodrell zu seinem Buch: „Die Amerikaner haben sich über das Buch zu Tode erschreckt, weil es vom Standpunkt der Südstaaten geschrieben ist. Ich bekam keine Rezension nördlich der Dixon-Linie. Keiner wollte wissen, was hier wirklich los war. Es war wie in Bosnien.“ Die Erstausgabe war ein Flop – und ist heute ziemlich teuer.

Woodrell zur Verfilmung: „I was merely the writer of the novel. That is, the one who created the story, characters, dialogue and structure from scratch. Once the movie started I was more or less blotted from the scene. I did enjoy watching actors mouth my words and so on, and did learn plenty from that experience. As to the process of making the film, all I can say is, if it happens again, I won’t make nice so much. I deferred to their arguments (I had no power to do anything) since I thought maybe they know more about narrative for film than I-and they don’t. Everything is clouded by,”If we show this scene in a truthful manner we think twelve people will walk out in Encino, so we will substitute a phony as shit scene we got from a can of old movies we found sitting open back in the vault.” And so on.“

Der Film war kein Kassenerfolg; was hier allerdings – im Gegensatz zum Buch – an der Qualität des Werkes liegt: „Eine Enttäuschung“ (Zitty), „Der Film wirkt mitunter so langatmig, als würde man den Bürgerkrieg in Echtzeit miterleben.“ (Berliner Zeitung). Und, was sicher auch zu seiner Unbeliebtheit beigetragen hat: „Ride with the Devil“ ist ein Film „über Männer, die für die falsche Sache auf der falschen Seite in einem schrecklichen Krieg kämpfen…Man könnte auch behaupten, dass dieser Film eine Feldstudie über galoppierende Dummheit ist.“ (Berliner Zeitung)

Eine der wenigen positiven Stimmen: “Ang Lee’s film, Ride with the Devil, is the best western since Clint Eastwood’s Unforgiven (1992)… Ride with the Devil displays a care and intelligence increasingly rare in mainstream American cinema. While there are suitably memorable images of violence there is also a lot of memorable talk. Wonderful cinematography from Frederick Elmes, excellent performances from its (then mostly) young, up-and-coming cast of actors, and the acting debut of pop star Jewel should have brought new, younger viewers to this old genre. The film deserved a better commercial fate because it is as “stone brilliant” as the writing from which it is derived, and making such a fine film also “required some genius”.” (Noel King, Senses of Cinema – eine sehr informative Web-Seite)

Mit Skeet Ulrich, Tobey Maguire, Jewel Kilcher, Jonathan Rhys, James Caviezel

Kinotitel: „Ride with the Devil“

Hinweise

Meine Besprechung von Daniel Woodrells “Winter’s Bone”

Kaliber.38 über Daniel Woodrell

Mordlust über Daniel Woodrell

Wikipedia über Daniel Woodrell

The Richmond Review interviewt Daniel Woodrell zum Film

The Southeast Review interviewt Daniel Woodrell (1. April 2009)

River Cities’ Reader über Daniel Woodrell (8. April 2010)

Daniel Woodrell in der Kriminalakte

Bonus

Seit einigen Tagen ist der neue Trailer für die neue, hochgelobte und mehrfach ausgezeichnete Daniel-Woodrell-Verfilmung “Winter’s Bone” online

Sieht toll aus. Jetzt muss sich nur noch ein deutscher Verleiher finden und dann steht dem Kinobesuch nichts mehr im Weg.


Kleinkram

Januar 28, 2010

BSC hat sich mit Charlie Huston unterhalten (Teil 1, Teil 2).

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Die erste Ausgabe von Crime Factory ist online. 108 Seiten mit Texten von Ken Bruen, Scott Phillips, Adrian McKinty, Dave White und vielen Besprechungen.

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Auf dem Sundance Festival wurde die Verfilmung von Daniel Woodrells “Winters Bone” gezeigt und die ersten Kritiken (zum Beispiel von Filmdrunk) sind euphorisch. Bei Crimespree Cinema gibt es auch etwas für’s Auge.

Der Film läuft demnächst auf der Berlinale im Forum.

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Das Programm der Berlinale ist langsam komplett. Im Wettbewerb laufen unter anderem:

Submarino (Dänemark) von Thomas Vinterberg (nach dem Roman von Jonas T. Bengtsson)
The Killer Inside Me (USA/Großbritannien) von Michael Winterbottom (nach dem Roman von Jim Thompson)
Im Forum unter anderem

Winter’s Bone von Debra Granik (nach dem Roman von Daniel Woodrell)

Im Angesicht des Verbrechens von Dominik Graf

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Im Rap Sheet gibt es zwei Nachschläge zu Robert B. Parker: Autoren und Kritiker sagen, was Parker für sie bedeutete (eins, zwei).

Robert Crais: There has always been a “Big Three” in American detective fiction–Chandler, Hammett, and Macdonald. Now there is a “Big Four,” and deservedly so. Robert B. Parker influenced a generation of writers. His contributions will continue to influence the coming generations. A tragic and terrible loss.

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Vintage Hardboiled Reads ist nach einer langen Pause wieder zurück.


Kurzmeldungen: The Hunter, Lee Goldberg, Bora Dagtekin, Dr. No, Humphrey Bogart

Juli 24, 2009

Geoff Boucher hat einen schönen langen Text über Darwyn Cookes (The Spirit) gezeichnete Version von Richard Starks erstem Parker-Roman “The Hunter” geschrieben. Der Comic wird in den USA derzeit abgefeiert. So meint zum Beispiel Ed Brubaker: “Darwyn’s best work and the best version of ‘Parker’ outside of the novels.”

Besser als “Point Blank”? Ich bin auf die Übersetzung gespannt.

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Lee Goldberg (Monk-Romane) beantwortet im No Name Cafe einige Fragen von Lorie Ham. Zum Beispiel nach seinen Lieblingsserien und Lieblingsautoren:

I love mysteries, thrillers, general fiction, westerns … some of my favorite authors are Larry McMurtry, John Irving, Daniel Woodrell, Elmer Kelton, Frederick Manfred, A.B. Guthrie, Charles Willeford, Elmore Leonard, Robert B. Parker, Harry Whittington, Dan Marlowe, Richard S. Prather, Ed McBain.

Und warum im Krimis so gut gefallen:

I think what I liked about mysteries was the strong central conflict and the relentless, forward motion of the stories. There’s always a lot at stake for the characters, always something to discover. Then again, I believe all the best stories are mysteries…whether they are called mysteries or not.

Dort gibt es auch Interviews mit Jan Burke und Lee Child.

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Bleiben wir bei Interviews. “Doctor’s Diary” ist eine RTL-Krankenhausserie, die am Montag, den 3. August, in die zweite Runde geht. Also nichts für Krimifans. Aber weil in Deutschland die Männer hinter einer Serie so selten zu Wort kommen, weise ich gerne auf ein Interview mit Drehbuchautor Bora Dagtekin hin.

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Und jetzt gibt es noch etwas für’s Auge: “Dr. No” im Wandel der Zeit und Humphrey Bogart auf verschiedenen Filmplakaten für “Der Tiger” (The Enforcer).


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