Tokio-Trilogie, die Zweite: David Peace und „Tokio, besetzte Stadt“

Mai 13, 2011

Tokio, besetzte Stadt“, der zweite Band von David Peaces Tokio-Trilogie, spielt 1948 und wieder basiert der Roman auf einem wahren Verbrechen; nämlich dem Fall Hirasawa Sadamichi, der 1950 trotzt dünner Beweislage zum Tode verurteilt wurde, 1987 in der Todeszelle starb und dessen Fall immer wieder, auch noch nach seinem Tod, in zahlreichen Berufungsverfahren immer wieder neu verhandelt wurde.

Hirasawa Sadamichi war des mehrfachen Giftmordes und Diebstahls (man will ja nichts unterschlagen) angeklagt. Er sollte sich in einer Bank als Seuchenexperte ausgegeben und die anwesenden Angestellten und Kunden vergiftet haben, indem er ihnen sagte, sie müssten ein Gegengift trinken und es ihnen verabreichte. Zwölf Menschen starben, vier weitere kamen schwer vergiftet ins Krankenhaus.

Dieser Massengiftmord ist für David Peace nur der Auftakt, um ein eindrucksvolles Bild der von der Kriegsniederlage zutiefst zerrütteten japanischen Gesellschaft zu zeichnen. Dabei interessiert ihn, wie bei „Tokio im Jahr Null“, dem ersten Band der Tokio-Trilogie, nicht die Aufklärung des Verbrechens oder eine rein faktengetreue Nacherzählung der Ermittlungen. In „Tokio im Jahr Null“ war der Mörder ziemlich schnell bekannt und wir begleiteten Inspektor Minami auf der Suche nach weiteren Beweisen und in seine Psyche; naja, die Suche nach den Beweisen war für Peace der Vorwand, ganz tief in Minamis Psyche und seinen zunehmenden Wirklichkeitsverlust einzudringen.

In „Tokio, besetzte Stadt“ ist, dank zielstrebiger und wenig aufregender Ermittlungsarbeit, die vor allem nach dem Ausschlussprinzip vonstatten geht, ziemlich schnell klar, wer für die Tat in Frage kommt und, auch wenn die Beweise dünn sind, für die Morde büßen soll. Aber die Giftmorde in der Bank sind für David Peace, der selbst einige Jahre in Tokio lebte, nur die Camouflage um sich den japanischen Experimenten mit B- und C-Waffen, den Versuchen der Amerikaner nach Kriegsende in den Besitz dieser Forschungen zu kommen und wie die Japaner versuchten, dies zu verhindern, zu widmen. Hier versucht er eine Erklärung dafür zu finden, wie jemand einen solchen Massenmord begehen kann und was diese Morde für die damalige Gesellschaft bedeuteten. Gleichzeitig deutet er einen Zusammenhang zwischen dem Massengiftmord an japanischen Zivilisten in einer Bank mit entsprechenden militärischen Forschungen während des zweiten Weltkriegs an.

Das erzählt Peace, indem er die Ereignisse von zwölf verschiedenen Personen (die als „Kerzen“ einem Schriftsteller ihre Geschichte erzählen) erzählen lässt. Langsam vervollständigt sich ein Bild, das nichts mit der offiziellen Erklärung gemeinsam hat, aber trotzdem skizzenhaft und so für verschiedene Interpretationen offen bleibt.

Die Wiederholungen in den verschiedenen Geschichten sind eine Folge der gewählten Struktur, die Peace zwingt, einige Ereignisse mehrmals, aber aus verschiedenen Perspektiven, zu erzählen und weil jede Person eine andere Stimme hat, sind die einzelnen Monologe auch verschieden gut lesbar. Einige, vor allem die späteren Kerzen, sind in ihrem halluzinatorischem Ton, sogar fast unlesbar.

Aber insgesamt ist „Tokio, besetzte Stadt“ ein verstörender Einblick in die Seele eines zerrissenen Landes und, wie immer bei David Peace, ziemlich weit weg von allen Krimikonventionen.

Peter Torberg übersetzte den Roman, wie auch die anderen Romane von David Peace, kongenial. Ihm gelingt das scheinbar Unmögliche, die rhythmische Prosa von David Peace, die, was vor allem beim Vorlesen des Originals auffällt, näher am Rap als an geschriebener Prosa ist, in ein ebenso rhythmisches Deutsch zu übersetzten.


David Peace: Tokio, besetzte Stadt

(übersetzt von Peter Torberg)

Liebeskind, 2010

352 Seiten

22 Euro

-

Originalausgabe

Occupied City

Faber & Faber, London, 2009

-

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

David Peace in der Kriminalakte

Spiegel über Hirasawa Sadamachi (Heft 21/1985)

Wikipedia über Hirasawa Sadamachi


DVD-Kritik: David Peaces „Red Riding Trilogy“

April 23, 2010

To the North – where we do what we want!

(Auf den Norden – wo wir machen, was wir wollen!)

Das faszinierendste an dem aus den Krimis „1974“, „1977“, „1980“ und „1983“ bestehendem Red-Riding-Quartett von David Peace ist die Sprache. Es ist eine Sprache, die zu einer Hörbuchfassung einlädt, und die in direkter Opposition zu einer Verfilmung, die sich auf den Plot und die Bilder konzentriert, steht. Aber der werbefinanzierte Sender Chanel 4 hat es trotzdem gewagt und es entstand, nach den Drehbüchern von Tony Grisoni (Angst und Schrecken in Las Vegas, In this World, Tideland), eine überzeugende und eigenständige Interpretation der Romane „1974“, „1980“ und „1983“.

In „1974“ versucht der junge, ehrgeizige Journalist Edward Dunford (Andrew Garfield) herauszufinden, was in Yorkshire mit drei verschwundenen Mädchen geschah.

In „1980“ soll Peter Hunter (Paddy Considine) die Ermittlungen seiner Kollegen im Fall des Yorkshire-Rippers überprüfen.

In „1983“ soll der Anwalt John Piggott (Mark Addy) den unschuldig verurteilten, psychisch kranken Kindermörder Michael Myshkin (Daniel Mays) frei bekommen. Gleichzeitig hadert der Polizist Maurice Jobson (David Morrissey) mit seinem Gewissen. Denn er ist tief in die schmutzigen Geschäfte und verbrecherischen Ermittlungsmethoden der Yorkshire-Polizei verwickelt. Und wieder ist ein Mädchen verschwunden.

Anhand der Geschichten dieser Männer, von denen nur – neben einigen Nebencharakteren – der Polizist Maurice Jobson in allen drei Filmen auftritt, wird Yorkshire als eine Gegend porträtiert, in der die Polizei, Verbrecher und die geistlichen und weltlichen Honoratioren wie Könige herrschen und sich nur an ihre eigenen Gesetze halten. Sie tun alles, damit keine Fremden, wie Dunford und Hunter, ihre Kreise stören. Aber auch Jobson und Pigott verfangen sich in dem Netz.

Umgesetzt wurden die Geschichten von Julian Jarrold, James Marsh und Anand Tucker in ruhigen, fast schon träumerischen Bildern, die wie ein Alptraum einen Sog entwickeln und mit wenigen Aufnahmen und Accessoires ein stimmiges Porträt der Jahre 1974, 1980 und 1983 heraufbeschwören.

1974“ orientiert sich dabei vor allem am traditionellen Noir und den Paranoia-Thrillern der Siebziger, in denen Journalisten (öfters) und Detektive (seltener) eine Verschwörung aufdeckten und und den Abspann oft nicht überlebten.

1980“ ist dagegen, vor allem weil die Ermittlungen von Detective Peter Hunter und die Streitigkeiten innerhalb der Polizei im Mittelpunkt stehen, ein Polizeifilm. Selbstverständlich mit einer satten Portion Noir.

1983“ beginnt wie ein klassischer italienischer Mafiafilm und wird schnell zu einer sehr düsteren und bedrückenden Fantasie, die durch das ständige Wechseln zwischen den verschiedenen Erzählsträngen und zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu einer Allegorie auf die Zeitlosigkeit von Macht wird. Über die Jahre werden verschiedene Menschen von der Polizei mit den immergleichen Worten und Ritualen gefoltert. Die Hintergründe der Ereignisse aus den vorherigen Filmen „1974“ und „1980“ werden enthüllt. Drehbuchautor Tony Grisoni und Regisseur Anand Tucker springen, wie schon David Peace in seinem Roman, bruchlos zwischen den verschiedenen Ebenen hin und her. Die „1974“ in einen schon korrupten Boden gelegte Saat geht in „1983“ endgültig auf.

Am Ende des Noir ist das Kind gerettet und viel näher an ein konventionelles Happy End kommt der düstere Kosmos von David Peace und seinem genauem Adapteur Tony Grisoni nicht.

Die aus drei kinotauglichen Filmen bestehende „Red Riding Trilogy“ zeigt wieder einmal, auf welch hohem Standard das englische Fernsehen Geschichten erzählt. Es sind Filme für ein denkendes Publikum, das das Einschalten des Fernseher nicht als eine bedingungslose Aufforderung zum Abschalten des Gehirns verstehe.

Die Filme sind, wie die Romane von David Peace, nicht jedermanns Sache. Denn obwohl die Männer in den Verfilmungen positiver als in den Büchern gezeichnet werden, ist Yorkshire für die Männer und Frauen eine Vorhölle, aus der sie lebend nicht entkommen können. Die klaustrophisch-meditativen Interpretationen der Romane sind in jeder Hinsicht exzellent.

Das kann von dem spärlichen Bonusmaterial nicht behauptet werden. Es gibt einige geschnittene Szenen und kurze, großzügig auf „1980“ und „1983“ verteilte, weitgehend überflüssige Making-of-Interviewschnipsel. Interessant sind nur die Bemerkungen von Drehbuchautor Tony Grisoni und Regisseur Julian Jarrold.

Red Riding Trilogy (GB 2009)

Regie: Julian Jarrold, James Marsh, Anand Tucker

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: 1974, 1980, 1983

mit Andrew Garfield (Eddie Dunford), Paddy Considine (Peter Hunter), David Morrissey (Maurice Jobson), Mark Addy (John Piggott), Sean Bean (John Dawson), Jim Carter (Harold Angus), Warren Clarke (Bill Molloy), Anthony Flanagan (Barry Gannon), Rebecca Hall (Paula Garland), Sean Harris (Bob Craven), Gerard Kearns (Leonard Cole), Eddie Marsan (Jack Whitehead), Peter Mullan (Martin Laws), Maxine Peake (Helen Marshall)

Robert Sheehan (BJ), Daniel Mays (Michael Myshkin)

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DVD

Kinowelt

Bild: 1,85:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial:

DVD 1: Interview mit Julian Jarrold, Trailer, Geschnittene Szenen

DVD 2: Making of 1980, Trailer, Geschnittene Szenen

DVD 3: Hinter den Kulissen, Trailer, Geschnittene Szenen

Laufzeit: 102 Minuten (1974), 93 Minuten (1980), 100 Minuten (1983)

FSK: ab 16 Jahre

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Die Red-Riding-Trilogie

1974 (Red Riding: In the Year of Our Lord 1974, GB 2009)

Regie: Julian Jarrold

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: Nineteen Seventy-Four, 1999 (1974)

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1980 (Red Riding: In the Year of Our Lord 1980, GB 2009)

Regie: James Marsh

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: Nineteen Eighty, 2001 (1980)

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1983 (Red Reding: In the Year of Our Lord 1983, GB 2009)

Regie: Anand Tucker

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peacy: Nineteen Eighty-Three, 2002 (1983)

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Hinweise

Channel 4 über die „Red Riding Trilogy“

Wikipedia über die „Red Riding Trilogy“ (deutsch, englisch)

Times Online/The Sunday Times: Benji Wilson über die “Red Riding Trilogy” (22. Februar 2009)

Independent: Gerard Gilbert über die “Red Riding Trilogy” (4. März 2009)

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Kriminalakte über David Peace



David Peace besucht Deutschland

August 21, 2009

Terminkalender zücken.

David Peace (1974, 1977, 1980, 1983) besucht im November mit seinem neuen Buch „Tokio im Jahr Null“ (jedenfalls bei uns; denn die Originalausgabe von „Tokyo Year Zero“ erschien bereits 2007) im Gepäck Deutschland und Österreich:

Donnerstag, 5. November: Krimifestival Hamburg

Freitag, 6. November: English Theatre, Berlin

Samstag, 7. November: Posthof, Linz

Montag, 9. November: Krimibuchhandlung Glatteis, München

Mittwoch, 11. November: Literaturhaus Salzburg

Zu „Tokio im Jahr Null“ schreibt der Verlag:

Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Vor der Nachkriegskulisse Tokios, zwischen Häuserruinen und zerbombten Straßenzügen, jagt ein Polizist von zweifelhafter Identität einen eiskalten Serienmörder. Der spektakuläre Auftakt zu David Peaces lang erwarteter Tokio-Trilogie.

Tokio, 1946: die Hölle auf Erden. Die Stadt liegt in Trümmern, ebenso wie die Seelen ihrer Bewohner. Es herrschen Angst und Korruption, niemand ist der, der er zu sein vorgibt. Inmitten der Schuttberge geht ein brutaler Serienmörder um, der junge Frauen missbraucht und erdrosselt. Die Polizei verhaftet schnell einen Verdächtigen, der aber nur einen der Morde gesteht. Inspektor Minami ist gezwungen, ältere Fälle neu aufzurollen, um den Täter zur Strecke zu bringen. Doch dabei verstrickt er sich in einem Netz aus Lügen und nackter Gewalt. Die Machenschaften des organisierten Verbrechens werden für ihn zur tödlichen Gefahr, genau wie die Intrigen innerhalb des Polizeiapparats. Langsam zerfließen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, und die Taten der Vergangenheit kommen ans Tageslicht. Denn auch auf Minamis Schultern lastet eine schwere Schuld …


Besprechung David Peace “1983″ online

Mai 11, 2008

Meine Besprechng von David Peaces “1983″ (Nineteen Eighty Three, 2002) ist online in der Berliner Literaturkritik. Die ersten drei Bände des Red Riding Quartetts habe ich in der Spurensuche abgefeiert.

Wer mehr über David Peace wissen möchte (der Gute hat immer noch keine Homepage), sollte The Rap Sheet besuchen. Ali Karim hat dort heute einen längeren Text (mit einem älteren Interview) veröffentlicht. Der Anlass war dieser Artikel über David Peace im Guardian. Dort sagt Peace über James Ellroy: John Williams’s book about noir writers, Into the Badlands, was my guide, and I discovered James Ellroy. His novel White Jazz was the Sex Pistols for me. It reinvented crime writing and I realised that, if you want to write the best crime book, then you have to write better than Ellroy. Und darüber, dass er Krimiautor genannt wird: Ian Rankin has written a modern history of Edinburgh that has been a huge achievement and a fantastic body of work. If people are put off by him being called a crime writer, that is their loss. But, considering his sales, not many seem to be put off. I suppose I don’t really have that great an imagination, and there is so much from the real world that I just don’t understand. Some of that involves crime of whatever scale or form, and in that case I don’t see the point of making something up. The novel seems the perfect form to examine what has happened in real life, the things that have deeply affected ordinary people and reflected the times they lived in.


TV-Tipp für den 22. Oktober: Yorkshire Killer 1983

Oktober 22, 2012

Arte, 21.30

Red Riding – Yorkshire Killer: 1983 (GB 2009, R.: Anand Tucker)

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peacy: Nineteen Eighty-Three, 2002 (1983)

Anwalt John Piggott soll den unschuldig verurteilten, psychisch kranken Kindermörder Michael Myshkin frei bekommen. Gleichzeitig hadert der Polizist Maurice Jobson mit seinem Gewissen. Denn er ist tief in die schmutzigen Geschäfte und verbrecherischen Ermittlungsmethoden der Yorkshire-Polizei verwickelt. Und wieder ist ein Mädchen verschwunden.

Grandioser Abschluss der Verfilmung von David Peaces Red-Riding-Romanen.

Mit Mark Addy, Daniel Mays, David Morrissey, Lisa Howard, Chris Walker, Shaun Dooley, Jim Carter, Warren Clarke, Sean Bean

Wiederholung: Samstag, 27. Oktober, 02.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio, besetzte Stadt“ (Occupied City, 2009)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

David Peace in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 14. März: Yorkshire Killer 1974

März 14, 2012

SWR, 23.00

Red Riding: Yorkshire Killer 1974 (GB 2009, R.: Julian Jarrold)

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: Nineteen Seventy-Four, 1999 (1974)

Yorkshire, 1974: Der ehrgeizige Lokaljournalist Eddie Dunford recherchiert im Fall eines verschwundenen Mädchens. Er entdeckt Parallelen zu ähnlichen Fällen.

Auftakt der grandiosen, aus drei Filmen bestehenden Verfilmung der Red-Riding-Romane von David Peace. Den zweiten Film, “1980″, zeigt der SWR in einer Woche um 23.00 Uhr und den Abschluss, “1983″, gibt es in zwei Wochen.

Mit Andrew Garfield, Eddie Marsan, John Henshaw, Sean Bean

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung von David Peaces “Tokio, besetzte Stadt” (Occupied City, 2009)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

David Peace in der Kriminalakte


Kleinkram: Scribe Award verliehen, “Skandalfilme” und Interviews

Juli 24, 2011

Auf der Comic-Con in San Diego wurden die diesjährigen Scribe Awards der International Association of Media Tie-In Writers (IAMTV; also der Autoren, die “Das Buch zum Film” oder neue Geschichten mit bekannten Film- und Seriencharakteren schreiben) verliehen. Lee Goldberg (der Autor der tollen “Monk”-Romane) kennt die Gewinner:

Author Peter David was honored as this year’s Grandmaster, and engaged in a lively discussion about his career, and tie-in writing, at the ceremony, which was hosted by Max Allan Colins and drew a packed house.

Nancy Holder won the award for best original novel in the general fiction category for Saving Grace: Tough Love.  The honors for best original novel in speculative fiction went to Nathan Long for Warhammer: Bloodborn: Ulrika the Vampire. This is the second time Long has won a Scribe for his work in the Warhammer franchise.

The Wolfman by Jonathan Maberry snagged the Best Adaptation/Novelization award while  Nathan Meyer won for Best Novel, Original or Adapted, in the Young Adult category with Dungeons and Dragons: Aldwyns Academy. 

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Bei Heise gibt es ein Interview mit Stefan Volk über sein Buch “Skandalfilme”.

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Der Africa Book Club unterhält sich mit Roger Smith (und ich sollte mal sein neuestes Werk “Staubige Hölle” lesen. Sein Debüt “Kap der Finsternis” hat mir ja gefallen.)

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Matt Hilton beantwortet in den “Mean Streets” einige Fragen. Seine Bücher erscheinen bei Heyne.

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Und “Crime Always Pays” stellt David Peace (zuletzt “Tokio, besetzte Stadt”)einige Fragen.


TV-Tipp für den 30. Mai: Red Riding – Yorkshire Killer: 1983

Mai 30, 2011

HR, 23.30

Red Riding – Yorkshire Killer: 1983 (GB 2009, R.: Anand Tucker)

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peacy: Nineteen Eighty-Three, 2002 (1983)

Anwalt John Piggott soll den unschuldig verurteilten, psychisch kranken Kindermörder Michael Myshkin frei bekommen. Gleichzeitig hadert der Polizist Maurice Jobson mit seinem Gewissen. Denn er ist tief in die schmutzigen Geschäfte und verbrecherischen Ermittlungsmethoden der Yorkshire-Polizei verwickelt. Und wieder ist ein Mädchen verschwunden.

Grandioser Abschluss der Verfilmung von David Peaces Red-Riding-Romanen.

Mit Mark Addy, Daniel Mays, David Morrissey, Lisa Howard, Chris Walker, Shaun Dooley, Jim Carter, Warren Clarke, Sean Bean

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio, besetzte Stadt“ (Occupied City, 2009)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

David Peace in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 16. Mai: Red Riding: Yorkshire Killer 1974

Mai 16, 2011

HR, 23.30

Red Riding: Yorkshire Killer 1974 (GB 2009, R.: Julian Jarrold)

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: Nineteen Seventy-Four, 1999 (1974)

Yorkshire, 1974: Der ehrgeizige Lokaljournalist Eddie Dunford recherchiert im Fall eines verschwundenen Mädchens. Er entdeckt Parallelen zu ähnlichen Fällen.

Auftakt der grandiosen, aus drei Filmen bestehenden Verfilmung der Red-Riding-Romane von David Peace. Den zweiten Film, “1980″, zeigt der HR in einer Woche um 23.30 Uhr und den Abschluss, “1983″, gibt es in zwei Wochen um 23.30 Uhr.

Mit Andrew Garfield, Eddie Marsan, John Henshaw, Sean Bean

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung von David Peaces “Tokio, besetzte Stadt” (Occupied City, 2009)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

David Peace in der Kriminalakte


Die zehn besten Krimis von 2010?

Januar 29, 2011

Die Jahresbestenliste 2010 der KrimiWelt-Juroren bietet, weil die besten Krimis des Jahres aus den Krimis ausgewählt werden, die bereits auf einer der monatlichen Bestenlisten waren, keine großen Überraschungen:

1 Don Winslow: Tage der Toten

2 Richard Price: Cash

3 Dominique Manotti: Letzte Schicht

4 Pete Dexter: God’s Pocket

5 James Ellroy: Blut will fließen

6 Josh Bazell: Schneller als der Tod

7 David Peace: Tokio, besetzte Stadt

8 Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers

9 Roger Smith: Blutiges Erwachen

10 Thomas Willmann: Das finstere Tal

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Hm, das erinnert mich daran, dass einige Bücher noch auf meinem Zu-lesen-Stapel liegen – und ich meine Abendplanung (weniger Filme, weniger Außer-Haus-Termine, mehr Couch- und Lesesesselsitzungen bei abgestelltem Telefon) dringend überdenken sollte.


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Januar 19, 2011

Selbstverständlich sind meine TV-Krimi-Buch-Tipps schon einige Tage online bei den Alligatorpapieren:

Patrica-Highsmith-Fans dürfen sich auf mehrere Verfilmungen ihrer Werke freuen: nämlich Claude Chabrols “Der Schrei der Eule”, Roger Spottiswoodes “Mr. Ripley und die Kunst des Tötens”, Michel Devilles “Stille Wasser”, René Clements “Nur die Sonne war Zeuge”, Jamie Thraves’ “Der Schrei der Eule” (als TV-Premiere) und Claude Autant-Laras “Der Mörder”. Da fehlt nur noch der Fremde im Zug.
Außerdem sehenswert sind Raoul Walshs W.-R.-Burnett-Verfilmung “Vogelfrei”, Martin Scorseses Nicholas-Pileggi-Verfilmung “GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia”, Jean-Luc Godards “Lemmy Caution gegen Alpha 60″, Alfred Hitchcocks Francis-Iles-Verfilmung “Verdacht”, Lars Beckers “Nachtschicht: Ein Mord zu viel” (als TV-Premiere) und “Nachtschicht: Wir sind die Polizei”, Michael Whytes Lynda-La-Plante-Verfilmung “Der Preis des Verbrechens: Vorm Abgrund”, Claude Millers John-Wainwright-Verfilmung “Das Verhör”, Jules Dassins Auguste-le-Breton-Verfilmung “Rififi” und Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung “Die Verurteilten”.
Und dann gibt es noch, jeweils als TV-Premiere, “Yorkshire Killer 1983″, den grandiosen Abschluss der auf den Romanen von David Peace basierenden Red-Riding-Verfilmungen, und den ersten Teil der TV-Version von Stieg Larssons “Verblendung”.


TV-Tipp für den 9. Januar: Yorkshire Killer 1980 (Red Riding 1980)

Januar 9, 2011

ARD, 23.30

Yorkshire Killer 1980 (GB 2009, R.: James Marsh)

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: Nineteen Eighty, 2001 (1980)

Yorkshire, 1980: Der Yorkshire Killer ist immer noch nicht geschnappt. Jetzt soll der von außen kommende Sonderermittler Peter Hunter sich noch einmal die Akten ansehen und den Ermittlungen einen neuen Drive verpassen. Dummerweise ist Hunter kein Blödkopf und er entdeckt einige Fehler in den Akten.

Der Mittelteil der grandiosen Red-Riding-Trilogie ist ein noirischer Polizeifilm. Grisoni gelang in seinen Büchern für die TV-Miniserie (Yep, die Filme entstanden für das Fernsehen.) die beim Lesen unverfilmbar erscheinenden Bücher kongenial in ein anderes Medium zu übertragen.

Mit Paddy Considine, Warren Clarke, James Fox, David Calder, David Morrissey

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

Kriminalakte über David Peace


TV-Tipp für den 2. Januar: Yorkshire Killer 1974

Januar 2, 2011

ARD, 23.30

Yorkshire Killer 1974 (GB 2009, R.: Julian Jarrold)

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: David Peace: Nineteen Seventy-Four, 1999 (1974)

Yorkshire, 1974: Der ehrgeizige Lokaljournalist Eddie Dunford recherchiert im Fall eines verschwundenen Mädchens. Er entdeckt Parallelen zu ähnlichen Fällen.

Auftakt der grandiosen, aus drei Filmen bestehenden Verfilmung der Red-Riding-Romane von David Peace, die vom Ersten zu einer beschissenen Zeit ausgestrahlt wird. Aber direkt nach dem “Tatort” wäre das Gefälle zwischen den beiden Krimis wohl zu augenfällig gewesen.

Mit Andrew Garfield, Eddie Marsan, John Henshaw, Sean Bean

Hinweise

Meine Besprechung von David Peaces „1974“ (Nineteen Seventy-Four, 1999)

Meine Besprechung von David Peaces „1977“ (Nineteen Seventy-Seven, 2000)

Meine Besprechung von David Peaces „1980“ (Nineteen Eighty, 2001)

Meine Besprechung von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty-Three, 2002)

Meine Besprechung von David Peaces „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007)

Meine Besprechung der „Red Riding Trilogy“ (der Verfilmung der entsprechenden Bücher)

Kriminalakte über David Peace


Die KrimiWelt-Bestenliste Dezember 2010

November 27, 2010

Die vorweihnachtliche Bestenliste der KrimiWelt:

1 (-) John le Carré: Verräter wie wir

2 (1) Don Winslow: Tage der Toten

3 (3) David Peace: Tokio, besetzte Stadt

4 (-) Åke Edwardson: Der letzte Winter

5 (2) Zoran Drvenkar: DU

6 (-) Solange Fasquelle: Trio infernal

7 (9) Oliver Bottini: Das verborgene Netz

8 (-) Joe R. Lansdale: Kahlschlag

9 (-) Håkan Nesser: Die Perspektive des Gärtners

10 (5) Heinrich Steinfest: Batmans Schönheit

-

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

-

Auch die Dezemberliste besteht zur Hälfte aus Neueinsteigern. Dass John le Carré, nachdem er einhellig abgefeiert wird (jedenfalls habe ich noch keinen Verriss entdeckt), auch einen Platz auf der Liste erhält, werwundert nicht. Trotzdem hat mir „Verräter wie wir“ nicht gefallen. Mehr dazu demnächst. Dass Zoran Drvenkar, nachdem die Besprechungen für „DU“ bestenfalls gemischt waren, wieder auf der Liste ist, verwundert dagegen schon etwas. Und schön, dass Joe R. Lansdale einen „Kahlschlag“ liefert.


Och, nö, Herr Jessen

November 5, 2010

Es ist toll, dass „Die Zeit“ dem Kriminalroman fast eine ganze Beilage der „Zeit Literatur“ widmet.

Dass ich für mich nicht viel neues entdecke, ist okay.

Aber dass Redaktionsleiter Jens Jessen den Einleitungstext „Wann ist ein Krimi ein Krimi?“ (noch nicht online) schreiben musste ist nicht okay. Er hätte den Platz besser für den Kollegen Tobias Gohlis und dessen sich im Heft unmittelbar anschließenden Text „Auf Leben und Tod“ räumen sollen.

So müssen wir aber, wieder einmal einen Text lesen, in dem der Kriminalroman zum Detektivroman verkürzt wird, sich episch über das Rätsel und die Auflösung ausgelassen wird und die üblichen Verdächtigen (Eric Ambler [ein Brite und kein Ami], Agatha Christie, Raymond Chandler, Patricia Highsmith und die Hohe Literatur mit Fjodor Dostojewskij [Schuld und Sühne], Joseph Conrad [Chance], Johann Wolfgang von Goethe [Wahlverwandschaften], Friedrich Schiller [Der Geisterseher]) aufgefahren werden.

Der Text hätte so auch schon vor dreißig Jahren erscheinen können und war bereits vor fünfzig Jahren veraltet.

Dabei ist der Kriminalroman viel mehr als der Detektivroman.

In einem Kriminalroman steht ein Verbrechen und die verschiedenen Reaktionen der Charaktere darauf im Mittelpunkt. Das Verbrechen kann der Anfang oder das Ende der Geschichte sein. Es kann sich um Mord handeln. Oder um ein anderes Verbrechen, wie Raub oder Verrat.

Das geschieht so James Ellroy, David Peace, George Pelecanos, Elmore Leonard, James Sallis, Carl Hiaasen – und ich höre jetzt auf. Denn die Namen stehen ja alle in der rechten Spalte.

Außerdem ist ein Kriminalroman immer eine moralische Erzählung.


Die KrimiWelt-Bestenliste November 2010

Oktober 30, 2010

Die Bestenliste der KrimiWelt für den ungemütlichen November:

1 (1) Don Winslow: Tage der Toten

2 (-) Zoran Drvenkar: DU

3 (5) David Peace: Tokio, besetzte Stadt

4 (4) Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers

5 (-) Heinrich Steinfest: Batmans Schönheit

6 (9) Thomas Willmann: Das finstere Tal

7 (-) Anne Holt: Gotteszahl

8 (3) Jenny Siler: Verschärftes Verhör

9 (-) Oliver Bottini: Das verborgene Netz

10 (-) Martin Booth: The American

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In ( ) ist die Platzierung des Vormonats.

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Also wieder fünf Neueinsteiger. Richard Price, Frank Göhre und Garry Disher sind draußen, aber immer noch lesenswert. Bei den Neueinsteigern ist Zoran Drvenkar sicher einen Blick wert und Martin Booth hat es dank der gleichnamigen Verfilmung (mit George Clooney als Killer) in die deutschen Buchhandlungen und auf die Liste geschafft.


For your eyes only: Das Leben der danach

Oktober 6, 2010

Das ist der deutsche Trailer für den neuen Film “Hereafter – Das Leben danach” von Clint Eastwood. Der deutsche Start ist für den 27. Januar 2011 geplant.

Hmpf, sieht nach einem ziemlich enttäuschendem Mystery-Drama (Thriller wohl eher nicht) mit einem übernatürlichem Touch aus. Auch die Story klingt mau:

In „Hereafter“ geht es um drei Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit ihrer Sterblichkeit konfrontiert werden. Matt Damon spielt den amerikanischen Arbeiter George, der eine besondere Verbindung zum Jenseits entwickelt. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird die französische Journalistin Marie (Cécile de France) durch ein Nahtoderlebnis traumatisiert. Und als der Londoner Schuljunge Marcus (Frankie/George McLaren) den Menschen verliert, der ihm am nächsten steht, lässt ihn das Unerklärliche fast verzweifeln. Alle drei sind auf der Suche nach der Wahrheit, und als sich ihre Wege kreuzen, machen sie kraft ihres Glaubens an ein Leben nach dem Tod fundamentale Erfahrungen.

Aber das Drehbuch ist von Peter Morgan, der auch die Bücher für “The Damned United” (nach dem Roman von David Peace) und “Frost/NIxon” schrieb, und Clint Eastwood hat noch keinen wirklich schlechten Film gemacht.

Daher ist der Film wahrscheinlich besser als der Trailer und die Inhaltsangabe. Ende Januar wissen wir es.


KrimiWelt-Bestenliste Oktober 2010

September 25, 2010

Die Bestenliste der KrimiWelt für den Oktober sieht so aus:

1 (-) Don Winslow: Tage der Toten

2 (1) Richard Price: Cash

3 (3) Jenny Siler: Verschärftes Verhör

4 (-) Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers

5 (-) David Peace: Tokio, besetzte Stadt

6 (9) Frank Göhre: Der Auserwählte

7 (8) Derek Nikitas: Scheiterhaufen

8 (5) Garry Disher: Rostmond

9 (-) Thomas Willmann: Das finstere Tal

10 (5) Jo Nesbø: Headhunter

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Nachdem im letzten Monat sechs Romane neu auf die Liste kamen, geht’s diesen Monat mit vier Neueinsteigern vergleichsweise gemütlich zu. Aber Don Winslows „Tage der Toten“ und David Peaces „Tokio, besetzte Stadt“ sind ziemlich wuchtige Bücher.


Independent Filmfestival im “Filmkunst 66″ (Berlin)

Juli 22, 2010

Einmal im Jahr präsentiert Franz Stadler, der Betreiber des „Filmkunst 66“ (Berlin-Charlottenburg, Nähe S-Bahnhof Savignyplatz), das „Independent Filmfestival – Festival des unabhängigen Films“. Die meisten Filme sind bei uns, trotz bekannter Namen, nur auf DVD erschienen. Jetzt gibt es eine der ganz seltenen Gelegenheiten, diese Filme im Kino zu sehen. Dieses Jahr sind unter anderem dabei:

Nichts als die Wahrheit: ein auf einem wahren Fall basierender Politthriller über eine US-Journalistin, die, um den Namen ihres Informanten zu verraten, in Beugehaft genommen wird. Regie führte Rod Lurie (Die letzte Festung, Rufmord). Kate Beckinsale, Matt Dillon und Alan Alda spielen mit.

Synecdoche, New York: das mit zwei Independent Spirit Awards ausgezeichnete Regiedebüt von Charlie Kaufmann. Er schrieb die Drehbücher für „Being John Malkovich“, „Adaptation“, „Human Nature – Die Krone der Schöpfung“, „Vergiss mein nicht“, „Geständnisse – Confessions of a dangerous mind“. Philip Seymour Hoffman, Catherine Keeler, Emily Watson, Jennifer Jason-Leigh spielen mit.

Jeder stirbt – The Unscarred: ein zehn Jahre alter Film von Buddy Giovinazzo mit James Russo, Heino Ferch und Ornella Muti, der damals wegen der Pleite des Produzenten im Archiv verschwand.

Gangster

36 – Quai des Orfevres

MR 73: die Polizeifilm-Trilogie von Olivier Marchal, den Zitty den „Nachfolger von Jean-Pierre Melville“ nennt. Die drei Noirs erschienen bei uns nur auf DVD. Auch „Diamond 13“, für das Marchal das Drehbuch schrieb und eine Hauptrolle übernahm, erschien bei uns nur auf DVD.

1974

1980

1983: die grandiose Verfilmung der Red-Riding-Romane von David Peace. Es ist zwar eine Fernsehproduktion, aber die Bilder schreien nach der großen Leinwand.

Insgesamt laufen im „Filmkunst 66“ vom Donnerstag, den 22. Juli, bis zum Mittwoch, den 4. August, 24 Filmpremieren von unabhängigen Filmen, die nicht nur Futter für die Augen, sondern auch für die kleinen grauen Zellen liefern.


Kleinkram

Februar 21, 2010

Torsten Dewi erklärt seine Sicht zu den Plagiatsvorwürfen gegen den von ihm geschriebenen TV-Zweiteiler “Dr. Hope”:

Historische Fakten sind nicht schützbar, ein Sachbuch ist kein Roman, und „Dr. Hope“ ist weder die Adaption noch die Verfilmung eines Sachbuches (oder einer anderen Quelle).

Die Klage ähnelt der zu Andrea Maria Schenkels “Tannöd”.

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Bei “Soko 5113″ wird der Vertrag von Hartmut Schreier (seit 18 Jahren spielt er Manne Brand) nicht verlängert. Irgendwie wollte ihn das ZDF nicht mehr haben.

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Hans Schmid hat ein sehr ausführliches Porträt über (Western-)Regisseur Budd Boetticher geschrieben. (Hier ist der zweite Teil.)

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Die Briten wollen drei Romane mit Michael Dibdins Ermittler Aurelio Zen verfilmen. Rufus Sewell wird den italienischen Polizisten spielen.

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Die Franzosen wollen den Myron-Bolitar-Roman “Long Lost” von Harlan Coben verfilmen.

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Kinowelt veröffentlicht Mitte April die anscheinend verdammt gute Verfilmung der “Red Riding”-Romane von David Peace. Die “Red Riding Trilogy” enthält “1974″, “1980″ und “1983″.

Yep, ein Buch wurde nicht verfilmt.

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Und das sieht nach einigen Stunden Lesezeit aus: Classic Movies Digest. Zum Beispiel über “The Maltese Falcon” oder “The Public Enemy” oder “Meet John Doe” (Hier ist John Doe; ein unbekannterer Film von Frank Capra mit Gary Cooper, der an den Erfolg von “Mr. Deeds goes to Town” anknüpfen sollte).

“Meet John Doe” kann hier angesehen werden.


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