Dennis Lehanes „Shutter Island“ in Christian De Metters grandioser Comic-Version

Mai 27, 2012

Inzwischen müsste die Geschichte von „Shutter Island“ bekannt sein. Immerhin wurde Dennis Lehanes fantastischer Kriminalroman von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle verfilmt. Der Kassenhit erntete 2010 von den Kritikern Lobeshymnen. Ich empfand ihn als ziemlich langweilig und frage mich immer noch, warum sie den Trailer so schneiden mussten, dass die Lösung offensichtlich ist. Aber das ist Hollywood-Marketing.

Schon bevor Martin Scorsese sich mit Lehanes Geschichte beschäftigte, schrieb und zeichnete der Franzose Christian De Metter eine Graphic Novel, die dem Roman genau folgt und oft wie das Storyboard für die Verfilmung wirkt.

Auf der titelgebenden Insel Shutter Island leitet Dr. Jeremiah Naehring, der bereits für die Nazis Menschenversuche machte, 1954 eine Irrenanstalt, in der besonders gefährliche, geisteskranke Verbrecher eingesperrt werden. Die US Marshals Teddy Daniels und Chuck Aule sollen dort die spurlos verschwundene Insassin Rachel Solando suchen. Als sich ein Sturm der Insel nähert, müssen Daniels und Aule länger als geplant auf der Insel bleiben.

Daniels verfolgt allerdings auch noch zwei geheime Missionen. Er will herausfinden, was mit Andrew Laeddis, dem Mann, der seine Frau umbrachte, geschah und er glaubt, dass Dr. Naehring und Dr. Cawley, der als leitender Arzt ihr Ansprechpartner ist und bereits für mehrere Geheimdienste arbeitete, im Auftrag der Regierung geheime Versuche mit Menschen machen. Deshalb will er auch wissen, was mit dem Patienten Nummer 67, der in den Akten der Anstalt nicht auftaucht, geschah.

Als Dennis Lehane vor zehn Jahren „Shutter Island“ schrieb, war er bei Krimifans als Autor der Patrick-Kenzie/Angela-Gennaro-Privatdetektivkrimis bereits ein bekannter Name und mit seinem ersten Einzelwerk „Mystic River“ festigte er seinen Ruf als exzellenter Krimiautor. Er hätte also locker ein zweites „Mystic River“ schreiben können. Aber er machte eine Kehrtwende und schrieb einen leicht pulpigen, in den fünfziger Jahren spielenden Thriller, der unbekümmert Verschwörungstheorien mit Fünfziger-Jahre-Paranoia und Horroratmosphäre mischt und einen wirklich überraschenden Schluss hat.

Christian De Metter folgte Lehanes Geschichte genau bis zur überraschenden Pointe; – jedenfalls wenn man noch nicht den Roman gelesen oder die Verfilmung gesehen hat. Beim Lesen seiner fast vollständig in Schwarz-Weiß-Zeichnungen gehaltenen Graphic Novel fällt auf, wie präzise Lehane falsche Spuren legte und, wenn man sie richtig deutete, Hinweise auf die Lösung gab. In der Verfilmung wird dagegen mit dem Holzhammer gearbeitet.

Insofern lohnt sich De Metters Version von „Shutter Island“ für die Lehane-Fans als werktreue, aber auch eigenständige Interpretation des Romans. Und wer zuerst den Comic gelesen hat, sollte trotzdem auch den Roman lesen.

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Christian De Metter/Dennis Lehane: Shutter Island

(übersetzt von Resel Rebiersch)

Schreiber und Leser, 2010

128 Seiten

17,80 Euro

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Originalausgabe

Shutter Island

Casterman/Payot & Rivages, 2008

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Vorlage

Dennis Lehane: Shutter Island

William Morrow, 2003

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Deutsche Ausgabe unter dem gleichen Titel.

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Hinweise

Wikipedia über Christian De Metter (englisch, französisch)

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung der Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Dennis Lehane in der Kriminalakte


Dennis Lehane schickt Patrick Kenzie und Angie Gennaro auf die „Moonlight Mile“

September 5, 2011

Nach elf Jahren legt Dennis Lehane wieder einen Krimi mit den Privatdetektiven Patrick Kenzie und Anie Gennaro vor. Aber in den vergangenen Jahren änderte sich einiges. Die beiden haben geheiratet und eine vierjährige Tochter. Angie studiert und steht kurz vor ihrer Soziologie-Abschlussprüfung. Patrick bemüht sich um eine Festanstellung in einer großen Detektei, deren Kundschaft aus sehr reichen Kunden besteht. Patricks Gerechtigkeitssinn und sein renitentes Verhalten sind da natürlich ein großes Problem. Und Patrick fragt sich inzwischen immer öfter, ob ihm der Job immer noch gefällt.

Da bittet ihn Beatrice McCready ihre inzwischen sechzehnjährige Nichte Amanda zu suchen. Patrick und Angie hatten, wie wir aus dem auch grandios verfilmten „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ wissen, Amanda bereits vor zwölf Jahren gesucht, gefunden und zurück zu ihrer Mutter gebracht.

Schon damals fragte Patrick sich, ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte, indem er Amanda aus einer funktionierenden, Amanda liebenden Familie herausriss und zurück zu ihrer Mutter, einer Alkoholikerin, brachten. Jetzt wird er mit den Konsequenzen seiner Entscheidung konfrontiert. Und er begegnet der fast erwachsenen Amanda, die in verschiedene Verbrechen verwickelt ist und von der Russenmafia gesucht wird.

Und genau diese Frage, ob Patrick sich damals richtig entschied, hat wahrscheinlich auch Dennis Lehane angetrieben, nach über zehn Jahren, in denen er mit Einzelwerken, wie „Mystic River“, „Shutter Island“ und „Im Aufruhr jener Tage“, sehr erfolgreich verschiedene Genrevarianten ausprobierte, wieder eine Geschichte mit den beiden, bei Krimifans beliebten Privatdetektiven zu schreiben, die eine interessante Weiterentwicklung von Robert B. Parkers Privatdetektiv Spenser sind. „Moonlight Mile“ liest sich dann, vor allem auf den ersten Seiten, mit Patrick als Spenser, Bubba als Hawk und Angie als Susan Silverman als Spenser-Pastiche. Dazu tragen auch die vielen Gespräche über Patricks Arbeitsethos, über seine damalige Entscheidung, ob er sie jetzt, mit einem eigenen Kind, wieder so treffen würde, über das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern und umgekehrt, bei. Auch der wenig überraschende Plot, in dem die einzelnen Charaktere sich endlos Geschichten erzählen, erinnert an Parkers Spenser-Romane. Aber während Spenser sich mit Susan über sein Machotum unterhält, unterhalten Patrick und Angie sich bevorzugt über die Erziehung ihrer Tochter.

Das liest sich dann oft wie ein Erziehungsratgeber, angereichert mit etwas elterlichem Stolz auf die eigenen Kinder, dem ein Krimiplot beigegeben wurde, der den Helden eher auf die Zuschauerbank verbannt. Auch am Ende.

Die wichtigsten Erkenntnisse am Ende von „Moonlight Mile“ dürften sein, dass Patrick Kenzie und Anie Gennaro älter, ruhiger und vernünftiger geworden sind und dass die Abstiegsängste des Mittelstandes jetzt auch im Privatdetektivroman angekommen sind.

Um nicht falsch verstanden zu werden: „Moonlight Mile“ ist ein flott zu lesender, schnörkellos geschriebener Krimi und eine willkommenes Wiedersehen mit Patrick Kenzie und Angie Gennaro. Ich hätte mir (immerhin habe ich keine Kinder) nur eine bessere Geschichte dafür gewünscht.

Dennis Lehane: Moonlight Mile

(übersetzt von Andrea Fischer)

Ullstein, 2011

384 Seiten

9,99 Euro

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Originalausgabe

Moonlight Mile

William Morrow and Company, 2010

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Die Fälle von Patrick Kenzie und Angela Gennaro

Streng vertraulich (A Drink before the War, 1994)

Absender unbekannt (Darkness, take my Hand, 1996)

In tiefer Trauer (Sacred, 1997)

Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (Gone, Baby, Gone, 1998)

Regenzauber (Prayers for Rain, 1999)

Moonlight Mile (Moonlight Mile, 2010)

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Hinweise

Homepage von Dennis Lehane

Thrilling Detective über Patrick Kenzie und Angela Gennaro

ShotsMag spricht mit Dennis Lehane über „Moonlight Mile“

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Dennis Lehane in der Kriminalakte

 


Dennis Lehane über “Im Aufruhr jener Tage” (The given day)

April 12, 2010

Der neue Roman von “Shutter Island”-Autor Dennis Lehane, “Im Aufruhr jener Tage” (The given day, 2008), ist jetzt bei Ullstein erschienen. Aber 768 engbedruckte Zeilen zu lesen dauert einige Tage. Auch wenn es über den Streik der Bostoner Polizei nach dem Ersten Weltkrieg und die Geschichte einer Freundschaft in schwierigen Zeiten geht.

Vor oder begleitend zur Lektüre können wir uns anhören, was Dennis Lehane über “Im Aufruhr jener Tage” sagt:

Er nimmt uns mit auf einen Spaziergang zu einigen für den Roman wichtigen Orten:

Zusammen mit Tess Gerritsen stellt er seinen neuen Roman vor:


Arte über Dennis Lehane

August 9, 2009

Schnell, schnell. Dürfte nur einige Tage online sein. Die Reportage über Dennis Lehane bei dem Sender unseres Vertrauens.

(Kurze Vorfreudemeldung: Arte zeigt am Montag, den 17. August erstmals den Jean-Pierre-Melville-Klassiker “Der zweite Atem” in der ungekürzten Version. 25 Minuten mehr Melville.)

Update – wenige Stunden später: Ist wohl schon offline.


Ian Rankin redet, Theakstons Crime Novel of the Year, Dennis Lehanes neues Buch

Juli 23, 2008

Bei “In For Questining” ist ein Interview mit Ian Rankin online. Schon etwas älter sind die Gespräche mit Stuart MacBride und dem noch nicht ins Deutsche übersetzten Ray Banks (noch ein Schotte).

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Es hat einige Tage gedauert, aber jetzt steht die Gewinnerin des diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year auch auf der offiziellen Homepage. Es ist Stef Penny mit The Tenderness of Wolves. Dort finden Sie auch die Shortlist; die Longlist gibt es hier.

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In den USA erscheint am 23. September das lange angekündigte historische Epos “The given day” (720 Seiten!) über den Streik der Polizei von Boston 1919 von Krimi-Autor Dennis Lehane (unter anderem “Gone, Baby, Gone”, “Mystic River” und “Shutter Island”). In der Seattle Times erschien jetzt ein informativer Artikel über Lehane und sein neuestes Buch. Eine deutsche Veröffentlichung ist noch nicht angekündigt.


Die Edgar-Gewinner 2013

Mai 6, 2013

 

Die Mystery Writers of America haben den diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preis an folgende Werke verliehen:

Best Novel

Live by Night, von Dennis Lehane (Morrow)

nominiert

The Lost Ones, von Ace Atkins (Putnam)

The Gods of Gotham, von Lyndsay Faye (Putnam)

Gone Girl, von Gillian Flynn (Crown)

Potboiler, von Jesse Kellerman (Putnam)

Sunset, von Al Lamanda (Five Star)

All I Did Was Shoot My Man, von Walter Mosley (Riverhead)

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Best First Novel by an American Author

The Expats, von Chris Pavone (Crown)

nominiert

The Map of Lost Memories, von Kim Fay (Ballantine)

Don’t Ever Get Old, von Daniel Friedman (Minotaur/Thomas Dunne)

Mr. Churchill’s Secretary, von Susan Elia MacNeal (Bantam)

The 500, von Matthew Quirk (Reagan Arthur)

Black Fridays, von Michael Sears (Putnam)

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Best Paperback Original

The Last Policeman, von Ben H. Winters (Quirk)

nominiert

Complication, von Isaac Adamson (Soft Skull Press)

Whiplash River, von Lou Berney (Morrow)

Bloodland, von Alan Glynn (Picador)

Blessed Are the Dead, von Malla Nunn (Emily Bestler)

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Best Fact Crime

Midnight in Peking: How the Murder of a Young Englishwoman Haunted the Last Days of Old China, von Paul French (Penguin)

nominiert

Devil in the Grove: Thurgood Marshall, the Groveland Boys, and the Dawn of a New America, von Gilbert King (Harper)

More Forensics and Fiction: Crime Writers’ Morbidly Curious Questions Expertly Answered, von D.P. Lyle (Medallion)

Double Cross: The True Story of the D-Day Spies, von Ben Macintyre (Crown)

The People Who Eat Darkness: The True Story of a Young Woman Who Vanished from the Streets of Tokyo–and the Evil that Swallowed Her Up, von Richard Lloyd Parry (Farrar Straus & Giroux)

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Best Critical/Biographical

The Scientific Sherlock Holmes: Cracking the Case with Science and Forensics, von James O’Brien (Oxford University Press)

nominiert

Raymond Chandler’s Philip Marlowe: The Hard-boiled Detective Transformed, von John Paul Athanasourelis (McFarland & Company)

Books to Die For: The World’s Greatest Mystery Writers on the World’s Greatest Mystery Novels, herausgegeben von John Connolly und Declan Burke (Emily Bestler)

In Pursuit of Spenser: Mystery Writers on Robert B. Parker and the Creation of an American Hero, herausgegeben von Otto Penzler (Smart Pop)

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Best Short Story

The Unremarkable Heart, von Karin Slaughter (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance)

nominiert

Iphigenia in Aulis, von Mike Carey (in An Apple for the Creature, herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L. P. Kelner; Ace)

Hot Sugar Blues, von Steve Liskow (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance, herausgegeben von Lee Child; Mulholland)

The Void It Often Brings With It, von Tom Piccirilli (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], November 2012)

Still Life No. 41, von Teresa Solana (EQMM, March/April 2012)

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Best Juvenile

The Quick Fix, von Jack D. Ferraiolo (Amulet)

nominiert

Fake Mustache: Or, How Jodie O’Rodeo and Her Wonder Horse (and Some Nerdy Kid) Saved the U.S. Presidential Election from a Mad Genius Criminal Mastermind, von Tom Angleberger (Amulet)

13 Hangmen, von Art Corriveau (Amulet)

Spy School, von Stuart Gibbs (Simon & Schuster Books for Young Readers)

Three Times Lucky, von Sheila Turnage (Dial Books for Young Readers)

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Best Young Adult

Code Name Verity, von Elizabeth Wein (Hyperion)

nominiert

Emily’s Dress and Other Missing Things, von Kathryn Burak (Roaring Brook Press)

The Edge of Nowhere, von Elizabeth George (Viking)

Crusher, von Niall Leonard (Delacorte BFYR)

Amelia Anne Is Dead and Gone, von Kat Rosenfield (Dutton Children’s Books)

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Best Television Episode Teleplay

A Scandal in Belgravia,” Sherlock, Drehbuch von Steven Moffat (BBC/Masterpiece)

nominiert

Pilot, ” Longmire, Drehbuch von Hunt Baldwin und John Coveny (A&E)

Child Predator,” Elementary, Drehbuch von Peter Blake (CBS)

Slaughterhouse,” Justified, Drehbuch von Fred Golan (Sony/FX)

New Car Smell,” Homeland, Drehbuch von Meredith Stiehm (Showtime/Fox21)

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Robert L. Fish Memorial Award

When They Are Done With Us, von Patricia Smith (in Staten Island Noir, herausgegeben von Patricia Smith; Akashic Books)

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Grand Master

Ken Follett

Margaret Maron

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Raven Awards

Oline Cogdill und Mysterious Galaxy Bookstore, San Diego und Redondo Beach, California

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Ellery Queen Award

Johnny Temple, Akashic Books

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The Simon & Schuster-Mary Higgins Clark Award

The Other Woman, von Hank Phillippi Ryan (Forge)

nominiert

Dead Scared, von S.J. Bolton (Minotaur)

A City of Broken Glass, von Rebecca Cantrell (Forge)

The Reckoning, von Jane Casey (Minotaur)

Sleepwalker, von Wendy Corsi Staub (Harper)

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Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

Einen Gesamtlesetipp an alle Kriminalakte-Leser: ich empfehle, bis zum Beweis des Gegenteils, auch ohne sie gelesen zu haben, alle nominierten und prämierten Bücher und Kurzgeschichten.

Und natürlich hoffe ich auf viele, viele, viele Übersetzungen.

(via The Rap Sheet)


Die Nominierungen für den Thriller Award 2013

April 1, 2013

Die Autorenvereinigung International Thriller Writers (ITW) hat die Nominierungen für den diesjährigen Thriller Award verkündet:

BEST HARDCOVER NOVEL

Sean Chercover – THE TRINITY GAME (Thomas & Mercer)
Brian Freeman – SPILLED BLOOD (SilverOak)
Lisa Gardner – CATCH ME (Dutton Books)
Gregg Hurwitz – THE SURVIVOR (St. Martin’s Press)
William Landay – DEFENDING JACOB (Delacorte Press)

BEST FIRST NOVEL

Daniel Friedman – DON’T EVER GET OLD (Minotaur Books)
Owen Laukkanen – THE PROFESSIONALS (Putnam Adult)
Chris Pavone – THE EXPATS (Crown)
Matthew Quirk – THE 500 (Reagan Arthur Books)
Michael Sears – BLACK FRIDAYS (Putnam Adult)

BEST PAPERBACK ORIGINAL NOVEL

Blake Crouch – PINES (Thomas & Mercer)
Sean Doolittle – LAKE COUNTRY (Bantam)
Alison Gaylin – AND SHE WAS (Harper)
Alex Marwood – THE WICKED GIRLS (Penguin Books)
Michael W. Sherer – NIGHT BLIND (Thomas & Mercer)

BEST SHORT STORY

David Edgerley Gates – “The Devil to Pay” (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine)
Clark Howard – “The Street Ends at the Cemetery” (Ellery Queen’s Mystery Magazine)
Dennis Lehane – “The Consumers” (Mulholland Books)
Gordon McEachern – “The History Lesson” (Ellery Queen’s Mystery Magazine)
John Rector – “Lost Things” (Thomas & Mercer)

BEST YOUNG ADULT NOVEL

Michelle Gagnon – DON’T TURN AROUND (HarperCollins)
Andrew Klavan – IF WE SURVIVE (Thomas Nelson)
Dan Krokos – FALSE MEMORY (Hyperion Books CH)
Niall Leonard – CRUSHER (Delacorte Books for Young Readers)
William Richter – DARK EYES (Razorbill)

BEST E-BOOK ORIGINAL NOVEL

Jon Land – PANDORA’S TEMPLE (Open Road E-riginal)
CJ Lyons – BLIND FAITH (CJ Lyons)
Alexandra Sokoloff – HUNTRESS MOON (Alexandra Sokoloff)
Allen Wyler – DEAD END DEAL (Astor + Blue Editions)
Allen Wyler – DEAD WRONG (Astor + Blue Editions)

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Die Preisverleihung ist am 13. Juli 2013 im Grand Hyatt Hotel in New York während des Thriller Fest.


Die Edgar-Allan-Poe-Nominierungen 2013

Januar 18, 2013

Die Mystery Writers of America (MWA) haben die Nominierungen für den diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preis, einer der renommiertesten und wichtigsten Krimipreise, veröffentlicht:

BEST NOVEL

The Lost Ones von Ace Atkins (Penguin Group USA – G.P. Putnam’s Sons)

The Gods of Gotham von Lyndsay Faye (Penguin Group USA – Amy Einhorn Books/G.P. Putnam’s Sons)

Gone Girl: A Novel von Gillian Flynn (Crown Publishers)

Potboiler von Jesse Kellerman (Penguin Group USA – G.P. Putnam’s Sons)

Sunset von Al Lamanda (Gale Cengage Learning – Five Star)

Live von Night von Dennis Lehane (HarperCollins Publishers – William Morrow)

All I Did Was Shoot My Man von Walter Mosley (Penguin Group USA – Riverhead Books)

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BEST FIRST NOVEL

The Map of Lost Memories von Kim Fay (Random House Publishing– Ballantine)

Don’t Ever Get Old von Daniel Friedman (Minotaur Books – Thomas Dunne Books)

Mr. Churchill’s Secretary von Susan Elia MacNeal (Random House Publishing– Bantam Books)

The Expats von Chris Pavone (Crown Publishers)

The 500 von Matthew Quirk (Hachette Book Group – Little, Brown and Company – Reagan Arthur)

Black Fridays von Michael Sears (Penguin Group USA – G.P. Putnam’s Sons)

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BEST PAPERBACK ORIGINAL

Complication von Isaac Adamson (Soft Skull Press)

Whiplash River von Lou Berney (HarperCollins Publishers – William Morrow Paperbacks)

Bloodland von Alan Glynn (Picador)

Blessed are the Dead von Malla Nunn (Simon & Schuster – Atria Books – Emily Bestler Books)

The Last Policeman: A Novel von Ben H. Winters (Quirk Books)

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BEST FACT CRIME

Midnight in Peking: How the Murder of a Young Englishwoman Haunted the Last Days of Old China von Paul French (Penguin Group USA – Penguin Books)

Devil in the Grove: Thurgood Marshall, the Groveland Boys, and the Dawn of a New America von Gilbert King (HarperCollins Publishers – Harper)

More Forensics and Fiction: Crime Writers’ Morbidly Curious Questions Expertly Answered von D.P. Lyle, MD (Medallion Press)

Double Cross: The True Story of the D-Day Spies von Ben Macintyre (Crown Publishers)

The People Who Eat Darkness: The True Story of a Young Woman Who Vanished from

the Streets of Tokyo – and the Evil that Swallowed Her Up von Richard Lloyd Parry (Farrar Straus & Giroux Originals)

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BEST CRITICAL/BIOGRAPHICAL

Raymond Chandler’s Philip Marlowe: The Hard-Boiled Detective Transformed von John Paul Athanasourelis (McFarland and Company)

Books to Die For: The World’s Greatest Mystery Writers on the World’s Greatest Mystery Novels herausgegeben von John Connolly und Declan Burke (Simon & Schuster – Atria Books – Emily Bestler Books)

The Scientific Sherlock Holmes: Cracking the Case with Science and Forensics von James O’Brien (Oxford University Press)

In Pursuit of Spenser: Mystery Writers on Robert B. Parker and the Creation of an American Hero, herausgegeben von Otto Penzler (Smart Pop)

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BEST SHORT STORY

“Iphigenia in Aulis” in An Apple for the Creature von Mike Carey (Penguin Group USA – Ace Books)

“Hot Sugar Blues” in Mystery Writers of America Presents: Vengeance von Steve Liskow (Hachette Book Group – Little, Brown and Company – Mulholland Books)

“The Void it Often Brings With It” in Ellery Queen Mystery Magazine von Tom Piccirilli (Dell Magazines)

“The Unremarkable Heart” in Mystery Writers of America Presents: Vengeance von Karin Slaughter (Hachette Book Group – Little, Brown and Company – Mulholland Books)

“Still Life No. 41″ in Ellery Queen Mystery Magazine von Teresa Solana (Dell Magazines)

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BEST JUVENILE

Fake Mustache: Or, How Jodie O’Rodeo and Her Wonder Horse (and Some Nerdy Kid) Saved the U.S. Presidential Election from a Mad Genius Criminal Mastermind von Tom Angleberger (Abrams – Amulet Books)

13 Hangmen von Art Corriveau (Abrams – Amulet Books)

The Quick Fix von Jack D. Ferraiolo (Abrams – Amulet Books)

Spy School von Stuart Gibbs (Simon & Schuster Books for Young Readers)

Three Times Lucky von Sheila Turnage (Penguin Young Readers Group – Dial Books for Young Readers)

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BEST YOUNG ADULT

Emily’s Dress and Other Missing Things von Kathryn Burak (Macmillan Children’s Publishing Group – Roaring Brook Press)

The Edge of Nowhere von Elizabeth George (Penguin Young Readers Group – Viking)

Crusher von Niall Leonard (Random House Children’s Books – Delacorte BFYR)

Amelia Anne is Dead and Gone von Kat Rosenfield (Penguin Young Readers Group – Dutton Children’s Books)

Code Name Verity von Elizabeth Wein (Disney Publishing Worldwide – Hyperion)

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BEST TELEVISION EPISODE TELEPLAY

Pilot” – Longmire, Teleplay von Hunt Baldwin & John Coveny (A&E/Warner Horizon Television)

Child Predator” – elemeNtarY, Teleplay von Peter Blake (CBS Productions)

Slaughterhouse” – Justified, Teleplay von Fred Golan (Sony Pictures Television/FX Productions)

A Scandal in Belgravia” – Sherlock, Teleplay von Steven Moffat (BBC/Masterpiece)

New Car Smell” – Homeland, Teleplay von Meredith Stiehm (Showtime/Fox21)

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ROBERT L. FISH MEMORIAL AWARD

“When They Are Done With Us” – Staten Island Noir von Patricia Smith (Akashic Books)

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GRAND MASTER

Ken Follett

Margaret Maron

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RAVEN AWARDS

Oline Cogdill

Mysterious Galaxy Bookstore, San Diego & Redondo Beach, CA

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ELLERY QUEEN AWARD

Akashic Books

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THE SIMON & SCHUSTER – MARY HIGGINS CLARK AWARD (verliehen auf der MWA’s Agents & Editors Party am 1. Mai 2013)

Dead Scared von S.J. Bolton (Minotaur Books)

A City of Broken Glass von Rebecca Cantrell (Forge Books)

The Reckoning von Jane Casey (Minotaur Books)

The Other Woman von Hank Phillippi Ryan (Forge Books)

Sleepwalker von Wendy Corsi Staub (HarperCollins Publishers – Harper)

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Die Edgar-Preisverleihung ist während des 67th Gala Banquet am 2. Mai im Grand Hyatt Hotel, New York City.


TV-Tipp für den 5. Januar: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel

Januar 5, 2013

Pro7, 22.55

Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (USA 2007, R.: Ben Affleck)

Drehbuch: Ben Affleck, Aaron Stockard

LV: Dennis Lehane: Gone, Baby, Gone, 1998 (Kein Kinderspiel; später, aufgrund des Films „Gone Baby Gone“)

In Boston suchen die Privatdetektive Patrick Kenzie und Angela Gennaro die spurlos verschwundene vierjährige Amanda.

Tolle Verfilmung eines tollen Privatdetektivkrimis. Alles weitere in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Ed Harris, John Ashton, Amy Ryan

Hinweise

Metacritic über “Gone Baby Gone”

Rotten Tomatoes über “Gone Baby Gone”

Wikipedia über “Gone Baby Gone” (deutsch, englisch)

Homepage von Dennis Lehane

Thrilling Detective über Patrick Kenzie und Angela Gennaro

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung der Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Christian De Metters Comicversion von Dennis Lehanes “Shutter Island” (Shutter Island, 2008 [Comic])

Dennis Lehane in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Ben Afflecks “Argo” (Argo, USA 2012)


TV-Tipp für den 25. Dezember: Shutter Island

Dezember 24, 2012

ARD, 23.10

Shutter Island (USA 2009, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Laeta Kalogridis

LV: Dennis Lehane: Shutter Island, 2003 (Shutter Island)

Shutter Island, 1954: U. S. Marshall Teddy Daniels und sein neuer Partner Chuck Aule sollen auf Shutter Island herausfinden, wie die Mehrfachmörderin und Patientin Rachel Solando aus dem streng abgesicherten Hospital entkommen konnte. Schnell ist Daniels einer größeren Verschwörung auf der Spur. Aber kann er seinen Sinnen noch trauen?

Und was kann bei dem Team Scorsese/DiCaprio schon schief gehen? Vor allem wenn sie als Spielmaterial einen spannenden Thriller von Dennis Lehane haben.

Nun, entgegen der allgemeinen Euphorie fand ich „Shutter Island“ todsterbenslangweilig und ungefähr so subtil wie Scorseses John-D.-MacDonald-Verfilmung „Kap der Angst“ (Cape Fear, USA 1991). Lehanes Roman ist dagegen grandios.

Mit Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley, Mark Ruffalo, Max von Sydow, Michelle Williams, Emily Mortimer, Patricia Clarkson, Jackie Earle Haley, Ted Levine, John Carroll Lynch, Elias Koteas

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Shutter Island“

Metacritic über “Shutter Island”

Rotten Tomatoes über “Shutter Island”

Wikipedia über “Shutter Island” (deutsch, englisch)

Drehbuch „Shutter Island“ von Laeta Kalogridis

The Boston Globe: Interview mit Dennis Lehane über “Shutter Island” (14. Februar 2010)

Kriminalakte über den Film „Shutter Island“

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung der Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Christian De Metter/Dennis Lehanes Comic „Shutter Island“ (Shutter Island, 2008)

Dennis Lehane in der Kriminalakte

 


Über die fein gezeichnete Version von „Scarface“

Juli 18, 2012

Wenn man heute von „Scarface“ redet, dürften die Meisten an Brian De Palmas gleichnamigen Gangsterfilm von 1983 mit Al Pacino in der Hauptrolle denken. Dabei ist der Film, je nach Blickwinkel ein Remake oder ein zeitgemäßes Update von Howard Hawks Klassiker „Scarface – Shame of the Nation“ (tja, den Zensoren, die viele Probleme mit dem Film hatten, musste man im Untertitel genau sagen, was von dem Gangster zu halten ist) von 1932 und dem sich etwas altertümlich lesendem Roman von Armitage Trail. In „Scarface“ erzählten sie, wie viele andere Autoren und Regisseure, von dem damals in den USA tobendem Gangsterkrieg. Das reale Vorbild für „Scarface“ war Al Capone, dessen Spitzname sogar „Scarface“ war. Der Roman und die Verfilmung begründeten, zusammen mit „Little Caesar“ (nach einem Roman von W. R. Burnett) und „The Public Enemy“, den Mythos des modernen Gangsters und seinen Wandel im öffentlichen Bewusstsein zur Popikone. Erzählt wird die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Mannes, der aus kleinen Verhältnissen kommt und zum mächtigen Gangsterboss wird.

Christian De Metter, der auch von Dennis Lehanes „Shutter Island“ eine grandiose Comicversion erschuf, nahm sich jetzt Armitage Trails Roman vor. Deshalb sehen wir auch nicht das legendäre Filmende, in dem Scarface schwer verwundet auf die Straße taumelt, zusammenbricht, stirbt und die Kamera nach oben zur Leuchtreklame „The World is yours“ schwenkt. De Metter erzählt die Geschichte von Tony Camonte in kurzen, knalligen, fast schon atemlosen Szenen von seiner Jugend über die ersten Jahre als Kleingangster, wie er im 1. Weltkrieg im Gefecht die Narbe erhielt, die ihm den Spitznamen „Scarface“ (Narbengesicht) verpasste, wie er nach dem Krieg erfahren muss, dass sein alter Boss tot ist und er unter neuem Namen zum die Stadt beherrschenden Gangsterboss aufsteigt. Doch schon während des Aufstiegs legt er das Fundament für sein Ende, das nur ein Tod im Kugelhagel der Polizei sein kann.

Als Gegengewicht zu Camontes unstetem Leben, was in einer sehr episodischen Erzählweise mündet, hat Christian De Metter die Panels streng, fast wie in einem der damals populären Comicstrips, bis auf drei Ausnahmen, immer mit drei Bildzeilen pro Seite, angeordnet.

Ein feiner Comic.

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Christian De Metter/Armitage Trail: Scarface

(übersetzt von Resel Rebiersch)

Schreiber & Leser, 2012

112 Seiten

21,80 Euro

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Originalausgabe

Scarface

Casterman/Payot & Rivages, 2011

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Vorlage

Armitage Trail: Scarface

Clode, 1930

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Deutsche Erstausgabe

Scarface

DuMont Noir 14, 1999

(nur noch antiquarisch erhältlich)

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Verfilmung

Scarface (Scarface – Shame of the Nation, USA 1932)

Regie: Howard Hawks

Drehbuch: Ben Hecht

mit Paul Muni, Ann Dvorak, Karen Morley, Osgood Perkins, George Raft, Boris Karloff

Deutscher Kinostart: 14. Februar 1981

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Hinweise

Wikipedia über “Scarface” (USA 1932) (deutsch, englisch)

Filmsite über “Scarface” (USA 1932)

Martin Compart über “Scarface”

Wikipedia über Christian De Metter (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Christian De Metter/Dennis Lehanes „Shutter Island“

 


Eine Hitzewelle mit NYPD-Detective Nikki Heat

Mai 4, 2012

Seit Jahren dürfen wir in der TV-Serie „Castle“ den Krimi-Bestsellerautor Richard Castle bei seinen Recherchen für seine Nikki-Heat-Romane begleiten. Das Vorbild für Nikki Heat ist die New Yorker Polizistin Kate Beckett, die er bei einem Mordfall kennen lernte. Der Herzensbrecher war sofort von der taffen Polizistin fasziniert und, nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister, durfte er sie und ihr Team bei ihren Ermittlungen begleiten.

Der erste Nikki-Heat-Thriller „Heat Wave“ war in den USA auch ein großer Erfolg, stand mehrere Wochen auf der „New York Times“-Bestsellerliste und liegt jetzt endlich auf Deutsch vor. Dabei ist Richard Castle, wie die Zuschauer von „Castle“ wissen, bei seinen Schriftstellerkollegen und Pokerkumpels James Patterson, Michael Connelly, Dennis Lehane und dem 2010 verstorbenen Stephen C. Cannell (der vor allem für seine TV-Serien, wie das „A-Team“ und „21 Jump Street“, bekannt ist) ein hoch geschätzter Kollege, der schon, wie Michael Crichton, während dem College seinen ersten Roman „In a Hail of Bullets“ veröffentlichte und dafür den selten verliehenen und entsprechend begehrten Tom-Straw-Preis der Nom-DePlume-Gesellschaft erhielt. Ein Preis, den Donald E. Westlake sicher gerne erhalten hätte, aber nie erhielt. Naja, Westlake sagte auch über J. Morgan Cunninghams „Comfort Station“: „I wish I had written this book.“

Vor allem mit seinen Derrick-Storm-Thrillern, die bislang nicht ins Deutsche übersetzt wurden, wurde Richard Castle dann zu einem Bestsellerautor.

Mit „Heat Wave – Hitzewelle“ startet er, nachdem er Derrick Storm spektakulär sterben ließ, eine neue Serie und es ist nicht sein stärkster Roman.

Dabei ist der Mordfall gar nicht so schlecht. Immobilienmogul Matthew Starr stürzt aus dem sechsten Stock des noblen Apartmenthauses The Guilford. Bei ihren Ermittlungen stoßen Detective Nikki Heat, ihre Kollegen Ochoa und Raley, begleitet von dem vorlauten Journalisten Jameson Rook, schnell auf einige Menschen, die alle ein verdammt gutes Mordmotiv und ein noch besseres Alibi haben.

Aber die von Richard Castle erfundenen Charaktere sind zu nah an den echten Polizisten Kate Beckett, Javier Esposito und Kevin Ryan, und dass er sich als Journalist und Pulitzer-Preisträger Jameson Rook als Möchtegernpolizist und Begleiter von Nikki Heat in das Buch hineinschreibt (und dabei ein Ego hat, das locker mit dem von G. M. Ford erfundenem True-Crime-Journalisten Frank Corso konkurrieren kann) zeugt von einer mangelnden Distanz Richard Castles zu seiner Muse und ihrem Team.

Ich habe keine Ahnung, ob es die normalen Anlaufschwierigkeiten bei einer neuen Serie sind oder eine verunglückte Übersetzung ist, aber der zweite Nikki-Heat-Roman „Naked Heat – In der Hitze der Nacht“ erscheint demnächst und der soll besser sein.

Richard Castle: Heat Wave – Hitzewelle

(übersetzt von Anika Klüver)

Cross Cult 2012

288 Seiten

11,80 Euro

-

Originalausgabe

Heat Wave

Hyperion, 2009

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Hinweise

Homepage von Richard Castle

Wikipedia über Richad Castle

ABC-Seite über „Castle“

Kabel-1-Seite über “Castle”

Wikipedia über „Castle“ (deutsch, englisch)

The Futon Critic interviewt Andrew W. Marlowe (21. November 2009)

„Castle“-Fanseite

Richard Castle in der Kriminalakte (eins, zwei, drei , vier und beim Paley Fest)


TV-Tipp für den 21. April: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel

April 21, 2012

Pro7, 20.15

Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (USA 2007, R.: Ben Affleck)

Drehbuch: Ben Affleck, Aaron Stockard

LV: Dennis Lehane: Gone, Baby, Gone, 1998 (Kein Kinderspiel; später, aufgrund des Films „Gone Baby Gone“)

In Boston suchen die Privatdetektive Patrick Kenzie und Angela Gennaro die spurlos verschwundene vierjährige Amanda.

Tolle Verfilmung eines tollen Privatdetektivkrimis. Alles weitere in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Ed Harris, John Ashton, Amy Ryan

Hinweise

Wikipedia über “Gone Baby Gone” (deutsch, englisch)

Homepage von Dennis Lehane

Thrilling Detective über Patrick Kenzie und Angela Gennaro

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung von „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Dennis Lehane in der Kriminalakte



DVD-Kritik: die tolle Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone“

November 7, 2011

Als Ben Affleck sagte, dass er Dennis Lehanes hochgelobten Privatdetektivroman „Gone Baby Gone“ mit den Privatdetektivpaar Patrick Kenzie und Angela Gennaro verfilmen wollte, war die Skepsis groß. Gut, er hatte mit Matt Damon das Oscar-nominierte Drehbuch für „Good Will Hunting“ geschrieben, aber das war 1997. Danach spielte er in „Armageddon – Das jüngste Gericht“, „Pearl Habor“, „Der Anschlag“, „Daredevil“ und „Paycheck – Die Abrechnung“ mit, er sammelte Razzie-Nominierungen und erhielt Razzies, wie andere Rubbellose sammeln. Von einem intellektuellem Anspruch war bei diesen Filmen nichts zu spüren.

Dass er dann auch noch die Hauptrolle mit seinem jüngeren Bruder Casey Affleck besetzte, bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Ein Milchbubi, der bislang nur als unauffälliger Sidekick in den Ocean’s-Filmen bei denen halb Hollywood mitspielte und vernachlässigbaren Filmen wie „American Pie 2“ auftrat, sollte einen Hardboiled-Privatdetektiv spielen. Undenkbar.

Da sah man vor seinem geistigen Auge schon eine vermurkste Bestsellerverfilmung, bei der man überall erklären musste, dass das Buch viel besser sei. Dass Lehane eine tolle Geschichte geschrieben habe; eine in der es um das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern, um Verantwortung gegenüber den eigenen und fremden Kindern, über Werte und auch um die Frage, was man, wenn Recht, die eigene Moral und das offensichtlich beste für ein Kind diametral gegenüber stehen, tun soll. Ernste Themen, die Lehane in seinem Roman in einer fein komponierten Geschichte auf über fünfhundert Seiten kurzweilig erzählte und die so dicht und detailreich ist, dass man sich schon fragte, wie der Drehbuchautor die fünfhundert Seiten in zwei Filmstunden pressen wollte. Doch auch dann würde noch ein Genrefilm entstehen, der eher an Howard Hawks’ Raymond-Chandler-Verfilmung „Tote schlafen fest“ (mit Humphrey Bogart) als an einen Blockbuster-Actionfilm erinnern würde.

Dann kam der Film in die Kinos – und die Kritiker und Krimifans waren begeistert. Denn Ben Affleck hatte einen richtig guten Privatdetektiv-Krimi mit grandiosen Schauspielern (Morgan Freeman, Ed Harris, die Oscar-nominierte Amy Ryan; um nur die bekanntesten zu nennen) und, dank des Drehs vor Ort mit lokalen Schauspielern und Laien, einem tiefen Gefühl für Boston und die Besonderheiten der Stadt gedreht. Dass die Geschichte dafür etwas entschlackt wurde, war zu verschmerzen. Es wird zwar nicht mehr die Komplexität des Romans erreicht, aber ob Patrick Kenzie am Ende die richtige Entscheidung getroffen hat, bleibt im Film genau so offen, wie im Buch. Affleck vertraute hier, genau wie Dennis Lehane (der 2010 in „Moonlight Mile“ Patrick Kenzie und Angela Gennaro wieder mit dem Fall und den Folgen konfrontierte), auf den mündigen Zuschauer.

Die beiden Privatdetektive sollen, beauftragt von der Schwiegermutter die verschwundene vierjährige Amanda McCready suchen. Die Mutter Helene taugt nur als schlechte Beispiel und alle befürchten das Schlimmste. Denn obwohl die Polizei, unterstützt von den Medien und halb Boston Amanda sucht, gibt es keine Spur.

Im Film, wie im Buch (da noch deutlicher), begeben sich Kenzie und Gennaro in das Herz der Finsternis. Denn weil es keine Lösegeldforderung gibt, befürchten sie, dass Amanda entweder in den Händen von Kinderschändern ist und vielleicht schon tot ist.

Als sie Amanda am Ende entdecken, stehen sie vor der Frage, ob sie Amanda aus den Händen der Entführer befreien und sie, entsprechend ihrem Auftrag, zur Mutter, die sich in der Vergangenheit einen Scheiß um ihre Tochter kümmerte, zurückbringen oder sie bei der sie liebenden Familie lassen sollen.

Gennaro möchte das Kind bei der Familie lassen. Kenzie entscheidet sich dagegen. Er bringt Amanda zurück, stürzt damit mehrere Familien und Polizisten ins Verderben und im letzten Bild lässt Regisseur Affleck uns mit der Frage, ob Patrick Kenzie richtig gehandelt hat, zurück. Denn Helene kümmert sich immer noch nicht um ihre Tochter.

Gone Baby Gone“ ist ein klassischer Privatdetektiv-Krimi, der fest in der Tradition verwurzelt ist, sich deutlich am New-Hollywood-Kino der siebziger Jahre orientiert und seine Geschichte als spannenden Vorwand nimmt, um moralische Fragen vielschichtig zu behandeln und den Zuschauer am Ende ohne eine einfache Antwort zurücklässt. Da ähnelt er sehr Clint Eastwoods ebenso gelungener Dennis-Lehane-Verfilmung „Mystic River“. Gleichzeitig fällt auf, wie sehr Ben Affleck auch mit vielen Außenaufnahmen, einheimischen Schauspielern und Laien, ein Bild von seiner Heimatstadt zeichnet.

Und Casey Affleck erscheint jetzt als die einzig mögliche Besetzung für Patrick Kenzie, den er als einen jugendlichen (31 Jahre!), von der Aufgabe scheinbar überforderten (normalerweise sucht er mit seiner Partnerin untergetauchte Erwachsene), bauernschlauen, furchtlosen und auch hartnäckig-starrköpfigen Mann spielt, dessen resignierte Traurigkeit schon von der ersten Minute erahnen lässt, wie schlecht die Geschichte ausgeht. Nach „Gone Baby Gone“ spielte Casey Affleck in „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ den Bösewicht und er war das Beste an diesem bedeutungsschwanger-langatmigen Western. In der zu texttreuen und daher durchwachsenen Jim-Thompson-Verfilmung „The Killer inside me“ war er der Antiheld Lou Ford und gerade sein harmloses Aussehen machte Lou Ford noch bedrohlicher. Beide Male zeigte Casey Affleck was er kann und auch in der jetzt im Kino laufenden Einbrecherkomödie „Aushilfsgangster“ spielt er wieder einen Charakter, der sich, aufgrund seiner Wertvorstellungen, gegen seine Freunde stellen muss.

Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ ist, auch beim wiederholten Sehen, ein guter Film, der mit der Zeit sogar besser wird. 2007 war er, als er im Kino lief, einer meiner Lieblingsfilme – und vier Jahre später hat sich an meiner Meinung nichts geändert. Im Gegenteil.

Und wenn ich irgendwann eigene Kinder habe…

 

Das Bonusmaterial

 

Das Bonusmaterial ist auf den ersten Blick nicht besonders umfangreich, aber sehenswert. Besonders die informativen Audiokommentare zum Film und den „Geschnittenen Szenen“ (wobei sie hier wenig sagen) von Regisseur und Drehbuchautor Ben Affleck und Drehbuchautor Aaron Stockard beeindrucken durch ihre nüchterne, analytische Schärfe, die man eher bei einem Audiokommentar, der Jahre nach der Fertigstellung des Films aufgenommen wurde, vermutet hätte. Bei den „Geschnittenen Szenen“ nimmt der anders geschnittene Anfang, in dem Patrick Kenzie und Angela Gennaro bei der Arbeit und in ihrer Wohnung gezeigt werden, die Hälfte der 17 Minuten in Anspruch. Affleck hatte die Szenen dann aus Zeitgründen weggelassen.

Die beiden Featurettes sind okay, aber etwas kurz und arg hektisch geschnitten.

Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (Gone Baby Gone, USA 2007)

Regie: Ben Affleck

Drehbuch: Ben Affleck, Aaron Stockard

LV: Dennis Lehane: Gone, Baby, Gone, 1998 (Kein Kinderspiel; später, aufgrund des Films „Gone Baby Gone“)

mit Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Ed Harris, John Ashton, Amy Ryan

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DVD

Studio Canal

Bild: 1,85:1 (anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (5.1 DD)

Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: 6 zusätzliche Szenen und alternatives Ende; Audiokommentar von Autor und Regisseur Ben Affleck und Co-Autor Aaron Stockard; Authentizität einfangen: Die Besetzung von „Gone Baby Gone“; Heimkehr: Hinter den Kulissen mit Ben Affleck; Trailer; Wendecover

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Wikipedia über “Gone Baby Gone” (deutsch, englisch)

Homepage von Dennis Lehane

Thrilling Detective über Patrick Kenzie und Angela Gennaro

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Dennis Lehane in der Kriminalakte


Daniel Depp und die „Nächte in Babylon“

Oktober 12, 2011

In seinem zweiten Auftritt „Nächte in Babylon“ muss der von Daniel Depp erfundene Privatdetektiv David Spandau den alternden Hollywood-Star Anna Mayhew (Sie ist schon über Vierzig!) beschützen. Ein Stalker zerschnitt ihr, ohne dass sie es bemerkte, auf offener Straße mit einem Rasiermesser ihren Schal. Beim nächsten Mal könnte er sich nicht mit dem Schal begnügen und Anna Mayhew umbringen. Nach einem schwierigem Start ernennt Mayhew Spandau zu ihrem persönlichem Bodyguard und er soll sie nach Cannes begleiten, wo sie in der Jury des Filmfestivals sitzt. Mayhews Verehrer mit den Rasierklingen, der Friseur Vincent Perec, der die Schauspielerin umbringen will, und der nette Zuhälter und Opernliebhaber Special, der von Perec wieder gut 150.000 Dollar, die er ihm gestohlen hat, zurückhaben will, machen sich auch auf den Weg nach Cannes.

Das klingt jetzt nach einem zünftigem Privatdetektiv-Krimi mit einer deftigen Portion Hollywood-Klatsch und Cannes-Impressionen, bei der neben dem Aufmarsch von Myriaden von Hollywood-Stars und Sternchen auch unbekannte Hintergrundinformationen zum Filmmarkt in Cannes geliefert werden. Denn bei all dem schönen Schein geht es während des Filmfestivals vielleicht sogar in erster Linie ums Geschäft.

Aber solche Insider-Informationen gibt es nicht. Stattdessen könnte die zweite Hälfte des Romans auch zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort spielen. Über das Filmfestival erfahren wir, außer dass die Juroren auswählen können, welche Vorstellung des Films sie sich ansehen, nichts, was nicht auch in einem einminütigem „Tagesschau“-Beitrag untergebracht werden könnte.

Das reichlich langatmige Katz-und-Maus-Spiel zwischen Spandau und dem Killer unter südfranzösischer Sonne ist ungefähr so originell wie ein mittelmäßiger TV-Krimi. Und das ist „Nächte in Babylon“ dann auch.

Denn obwohl Depp gerade in der ersten Hälfte seine Charaktere in epischer Breite einführt (Müssen wir wirklich alles über Spandaus persönliche Probleme erfahren? Muss er mit seinem Partner Komasaufen?) und er mit dem durchgeknallten Fan (der als Muttersöhnchen immer noch bei seiner Mutter lebt und eine erzreaktionär-christliche Erziehung genießt), dem auf Rache sinnendem Zuhälter und dem Hollywood-Star, der sich mehrere Ampulle mit einem besonders tödlichem Gift besorgt hat, das Personal für einen Highspeed-Thriller aufstellt, macht er nichts daraus. „Nächte in Babylon“ liest sich eher wie ein Thriller, der nicht thrillen will. Die Giftampullen sind letztendlich sogar nicht mehr als ein ärgerlicher Red Herring.

Da liest man besser noch einmal Robert B. Parkers Spenser-Fälle, in denen der Privatdetektiv, manchmal auch in Hollywood, als Bodyguard arbeitete, wie „Bodyguard für eine Bombe“ (Looking for Rachel Wallace, 1980), „Licht für Dunkelmänner“ (A savage place, 1981) und „Starallüren“ (Stardust, 1990). Oder einen Krimi mit den Privatdetektiven Patrick Kenzie und Angela Gennaro von Dennis Lehane. Sogar der schwache letzte Kenzie/Gennaro-Roman „Moonlight Mile“ ist tausendmal besser als die doch arg formelhaften „Nächte in Babylon“.

-

Daniel Depp: Nächte in Babylon

(übersetzt von Regina Rawlonson)

Carl’s Books, 2011

352 Seiten

14,99 Euro

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Originalausgabe

Babylon Nights

Simon & Schuster, London, 2010

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Hinweise

Carl’s Books: Special zu Daniel Depp

Süddeutsche Zeitung: Interview mit Daniel Depp (22. Februar 2010)

The Scotsman: Interview mit Daniel Depp (25. März 2009)

Meine Besprechung von Johnny Depps Regiedebüt “The Brave” (Daniel Depp ist einer der Drehbuchautoren)

 


Preisregen auf der Bouchercon 2011: Shamus Awards, Crimespree Awards, Barry Awards, Macavity Awards

September 17, 2011

Wie jedes Jahr, werden auf dem Krimifestival Bouchercon, das dieses Jahr in St. Louis stattfindet, etliche wichtige Krimipreise verliehen.

 

Shamus Awards

 

Die Private Eye Writers of America (PWA) hat den Shamus Award an folgende Werke verliehen:

Best Hardcover P.I. Novel

No Mercy, von Lori Armstrong (Touchstone)

nominiert

The First Rule, von Robert Crais (Putnam)

Voyeur, von Daniel Judson (Minotaur)

If the Dead Rise Not, von Philip Kerr (Putnam)

Naked Moon, von Domenic Stansberry (Minotaur)

-

Best First P.I. Novel

In Search of Mercy, von Michael Ayoob (Minotaur)

nominiert

One Man’s Paradise, von Douglas Corleone (Minotaur)

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Forge)

Random Violence, von Jassy MacKenzie (Soho)

City of Dragons, von Kelli Stanley (Minotaur)

-

Best Paperback Original P.I. Novel

Asia Hand, von Christopher G. Moore (Grove/Atlantic) (das im Original bereits 1993 erschien, aber halt noch nicht in den USA – und, obwohl einige der tollen Calvino-Krimis ins Deutsche übersetzt sind, noch nicht bei uns erschien)

nominiert

Hostage Zero, von John Gilstrap (Kensington)

Nightshade, von Tom Henighan (Dundurn Press)

Mister X, von John Lutz (Pinnacle)

The Panic Zone, von Rick Mofina (Mira)

The Little Death, von P.J. Parrish (Pocket Star)

-

Best P.I. Short Story

The Lamb Was Sure to Go, von Gar Anthony Haywood (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, November 2010)

nominiert

The God of Right and Wrong, von Steven Gore (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, January/February 2010)

The Girl in the Golden Gown, von Robert S. Levinson (Ellery Queen Mystery Magazine, March/April 2010)

Phelan’s First Case. von Lisa Sandlin (Lone Star Noir, herausgegeben von Bobby Byrd und Johnny Byrd; Akashic Books)

A Long Time Dead, von Mickey Spillane und Max Allan Collins (The Strand Magazine, June-Sept. 2010)

-

The Hammer Award (Best P.I. Series Character)

Sara Paretsky für V.I. Warshawski

-

The EYE (Lifetime Achievement Award)

Ed Gorman

-

Crimespree Awards

 

Die Crimespree Awards gingen an

Best First Novel

Damage Done, von Hilary Davidson (Forge)

-

Favorite Book of the Year

Expiration Date, von Duane Swierczynski (Minotaur) (Die deutsche Ausgabe „Alte Feinde“ erschien noch unter seinem Pseudonym Duane Louis)

-

Barry Awards

 

Die Barry Awards gingen an

Best Novel

The Lock Artist, von Steve Hamilton (Minotaur Books)

nominiert

Nowhere to Run, von C. J. Box (Putnam)

Crooked Letter, Crooked Letter, von Tom Franklin (Morrow)

Moonlight Mile, von Dennis Lehane (Morrow)

Bury Your Dead, von Louise Penny (Minotaur)

Savages, von Don Winslow (Simon & Schuster)

-

Best First Novel

The Poacher’s Son, von Paul Doiron (Minotaur Books)

nominiert

Gutshot Straight, von Lou Berney (Morrow)

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Forge)

Sherlockian, von Graham Moore (Twelve)

The Holy Thief, von William Ryan (Minotaur)

Once A Spy, von Keith Thomson (Doubleday)

-

Best British Novel

The Woodcutter von Reginald Hill (HarperCollins)

nominiert

Started Early, Took My Dog, von Kate Atkinson (Doubleday)

Blood Harvest, von S. J. Bolton (Bantam Press)

The Whispers, von John Connolly (Hodder & Stoughton)

Three Seconds, von Roslund & Hellstrom (Quercus)

Fourth Day, von Zoe Sharp (Allison & Busvon)

-

Best Paperback Original

Fever at the Bone von Val McDermid (Harper)

nominiert

The Hanging Tree, von Bryan Gruley (Touchstone)

The Dead Lie Down; von Sophie Hannah (Penguin)

Eggsecutive Orders, von Julie Hyzy (Berkley)

The Rhetoric of Death, von Judith Rock (Berkley)

A Small Death in the Great Glen, von A.D. Scott (Atria)

-

Best Thriller

13 Hours, von Deon Meyer (Grove Atlantic)

nominiert

American Assassin, von Vince Flynn (Atria)

The Bricklayer, von Noah Boyd (Morrow)

Bolt Action, von Charles Charters (Hodder U.K.)

On Target, von Mark Greaney (Jove)

The Rembrandt Affair, von Daniel Silva (Putnam)

-

Best Short Story

The List, von Loren D. Estleman (Ellery Queen Mystery Magazine, May 2010)

nominiert

Requiem for Antlers, von Mitch Alderman (AHMM Jan.-Feb. 2010)

Family Values, von Robert Barnard (EQMM Feb. 2010)

The Body in the Dunes, von Caroline Benton (EQMM Jan. 2010)

The Seven Sorrows, von Terence Faherty (EQMM Mar.-Apr. 2010)

When the Apricots Bloom, von Ellen Larson (AHMM July-Aug. 2010)

-

Macavity Awards

 

Die Macavity Awards gingen an

 

Best Mystery Novel

Bury Your Dead, von Louise Penny (Minotaur)

nominiert

The Glass Rainbow, von James Lee Burke (Simon & Schuster)

Faithful Place, von Tana French (Viking)

The Queen of Patpong, von Timothy Hallinan (Morrow)

Thirteen Hours, von Deon Meyer (Grove Atlantic)

The Scent of Rain and Lightning, von Nancy Pickard (Ballantine)

-

Best First Mystery Novel

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Forge)

nominiert

The Damage Done, von Hilary Davidson (Forge)

The Poacher’s Son, von Paul Doiron (Minotaur)

Full Mortality, von Sasscer Hill (Wildside)

A Thousand Cuts, von Simon Lelic (Viking)

-

Best Mystery-Related Non-Fiction

Agatha Christie’s Secret Notebooks: Fifty Years of Mysteries in the Making, von John Curran (HarperCollins)

nominiert

The Poisoner’s Handbook: Murder and the Birth of Forensic Medicine in Jazz Age New York, von Deborah Blum (Penguin)

Following the Detectives: Real Locations in Crime Fiction, herausgegeben von Maxim Jakubowski (New Holland)

Charlie Chan: The Untold Story of the Honorable Detective and His Rendezvous with American History, von Yunte Huang (Norton)

Thrillers: 100 Must Reads, herausgegeben von David Morrell und Hank W. Wagner (Oceanview Publishing)

-

Best Mystery Short Story

Swing Shift, von Dana Cameron (aus „Crimes by Moonlight“, herausgegeben von Charlaine Harris; Berkley)

nominiert

The Scent of Lilacs, von Doug Allyn (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], September/October 2010)

Devil’s Pocket, von Keith Gilman (aus „Philadelphia Noir“, herausgegeben von Carlin Romano; Akashic)

The Gods for Vengeance Cry, von Richard Helms (EQMM, November 2010)

Bookworm, von G.M. Malliet (aus „Chesapeake Crimes: They Had It Comin’“, herausgegeben von Donna Andrews, Barb Goffman, und Marcia Talley; Wildside)

-

Sue Feder Memorial Historical Mystery

City of Dragons, von Kelli Stanley (Minotaur)

nominiert

A Marked Man, von Barbara Hamilton (Berkley)

The Thousand Autumns of Jacob de Zoet, von David Mitchell (Random House)

The Red Door, von Charles Todd (Morrow)

The Fifth Servant, von Kenneth Wishnia (HarperCollins)

(via The Rap Sheet)


Die Shamus-Nominierungen 2011

August 21, 2011

Die Private Eye Writers of America (PWA) haben die Nominierungen für den diesjährigen Shamus-Preis veröffentlicht:

Best Hardcover P.I. Novel

No Mercy, von Lori Armstrong (Touchstone)

The First Rule, von Robert Crais (Putnam)

Voyeur, von Daniel Judson (Minotaur)

If the Dead Rise Not, von Philip Kerr (Putnam)

Naked Moon, von Domenic Stansberry (Minotaur)

-

Best First P.I. Novel

In Search of Mercy, von Michael Ayoob (Minotaur)

One Man’s Paradise, von Douglas Corleone (Minotaur)

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Forge)

Random Violence, von Jassy MacKenzie (Soho)

City of Dragons, von Kelli Stanley (Minotaur)

-

Best Paperback Original P.I. Novel

Hostage Zero, von John Gilstrap (Kensington)

Nightshade, von Tom Henighan (Dundurn Press)

Mister X, von John Lutz (Pinnacle)

The Panic Zone, von Rick Mofina (Mira)

Asia Hand, von Christopher G. Moore (Grove/Atlantic)

The Little Death, von P.J. Parrish (Pocket Star)

-

Best P.I. Short Story

The God of Right and Wrong, von Steven Gore (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, January/February 2010)

The Lamb Was Sure to Go, von Gar Anthony Haywood (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, November 2010)

The Girl in the Golden Gown, von Robert S. Levinson (Ellery Queen Mystery Magazine, March/April 2010)

Phelan’s First Case. von Lisa Sandlin (Lone Star Noir, herausgegeben von Bobby Byrd und Johnny Byrd; Akashic Books)

A Long Time Dead, von Mickey Spillane und Max Allan Collins (The Strand Magazine, June-Sept. 2010)

-

Die Preisverleihung ist am Freitag, den 16. September, auf der Bouchercon in St. Louis (15. – 18. September).

-

Da sind ja einige altbekannte Namen dabei, die, wie Robert Crais, John Lutz, Dominic Stansberry, Gar Anthony Haywood, Mickey Spillane und Max Allan Collins, schon lange nicht mehr übersetzt werden, aber zu meinen Lieblingen gehören. Immerhin bin ich ein Fan von Privatdetektivkrimis und im Moment von den neuen Kenzie/Gennaro-Krimi „Moonlight Mile“ von Dennis Lehane sehr angetan.

(via The Rap Sheet)

 


Die diesjährigen Barry-Nominierungen

Februar 15, 2011

Die Nominierungen für den Barry Award 2010, vergeben von den Lesern des Krimimagazins Deadly Pleasures Mystery Magazine sind draußen:

Best Novel

Nowhere to Run, von C.J. Box (Putnam)

Crooked Letter, Crooked Letter, von Tom Franklin (Morrow)

The Lock Artist, von Steve Hamilton (Minotaur)

Moonlight Mile, von Dennis Lehane (Morrow)

Bury Your Dead, von Louise Penny (Minotaur)

Savages, von Don Winslow (Simon & Schuster)

-

Best First Novel

Gutshot Straight, von Lou Berney (Morrow)

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Forge)

The Poacher’s Son, von Paul Doiron (Minotaur)

The Sherlockian, von Graham Moore (Twelve)

The Holy Thief, von William Ryan (Minotaur)

Once a Spy, von Keith Thomson (Doubleday)

-

Best British Novel

Started Early, Took My Dog, von Kate Atkinson (Doubleday)

Blood Harvest, von S.J. Bolton (Bantam Press)

The Whisperers, von John Connolly (Hodder & Stoughton)

The Woodcutter, von Reginald Hill (HarperCollins)

Three Seconds, von Anders Roslund and Börge Hellström (Quercus)

Fourth Day, von Zoë Sharp (Allison & Busvon)

-

Best Paperback Original

The Hanging Tree, von Bryan Gruley (Touchstone)

The Dead Lie Down, von Sophie Hannah (Penguin)

Eggsecutive Orders, von Julie Hyzy (Berkley)

Fever at the Bone, von Val McDermid (Harper)

The Rhetoric of Death, von Judith Rock (Berkley)

A Small Death in the Great Glen, von A.D. Scott (Atria)

-

Best Thriller

13 Hours, von Deon Meyer (Grove Atlantic)

American Assassin, von Vince Flynn (Atria)

The Bricklayer, von Noah Boyd (Harper)

Bolt Action, von Charles Charters (Hodder UK)

On Target, von Mark Greaney (Jove)

The Rembrandt Affair, von Daniel Silva (Putnam)

-

Best Short Story

• “Requiem for Antlers,” von Mitch Alderman (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], January-February 2010)

• “Family Values,” von Robert Barnard (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], February 2010)

• “The Body in the Dunes,” von Caroline Benton (EQMM, January 2010)

• “The List,” von Loren D. Estleman (EQMM, May 2010)

• “The Seven Sorrows,” von Terence Faherty (EQMM, March-April 2010)

• “When the Apricots Bloom,” von Ellen Larson (AHMM, July-August 2010)

-

Ab jetzt darf abgestimmt werden. Die Preisverleihung ist auf der Bouchercon in St. Louis.

 


Lest die Oscar-nominierten Drehbücher!

Februar 2, 2011

Die Oscar-Nominierungen sind draußen. Und, wie in den vergangenen Jahren, sind auch viele der nominierten Drehbücher online:

Best Original Screenplay

Another Year (undatiert), von Mike Leigh

The Fighter, von Paul Tarmasi und Eric Johnson

Inception (undatiert), von Christopher Nolen

The Kids Are All Right (Fassung vom 3. August 2009), von Lisa Cholodenko & Stuart Blumberg

The King’s Speech (undatiert), von David Seidler

-

Best Adapted Screenplay

127 Hours (undatiert), von Danny Boyle und Simon Beaufoy (basierend auf dem Buch „Between a Rock and a Hard Place” von Aron Ralston)

The Social Network (undatiert), von Aaron Sorkin (basierend auf dem Buch „The Accidental Billionaires“ von Ben Mezrich)

Toy Story 3 (undatiert), von Michael Arndt (Geschichte von John Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich)

True Grit, von Joel & Ethan Coen (basierend auf dem Roman “True Grit”/”Die mutige Mattie” von Charles Portis)

Winter’s Bone (undatiert), von Debra Granik und Anne Rosellini (basierend auf dem Buch „Winter’s Bone“ von Daniel Woodrell)

(via Simply Scripts)

-

Und wo wir gerade bei Drehbüchern sind:

Black Swan, von Mark Heyman, Andres Heinz und John McLaughlin

Shutter Island (Fassung vom 3. October 2007), von Laeta Kalogridis (basierend auf dem Roman „Shutter Island“ von Dennis Lehane)

The American, von Rowan Joffe (basierend auf dem Roman “A very private gentleman” von Martin Booth)

Somewhere, von Sofia Coppola

Greenberg, von Noah Baumbach

It’s a kind of a funny story, von Ryan Fleck und Anna Boden (basierend auf dem Roman von Ned Vizzini)

Napoleon, von Stanley Kubrick (Fassung vom 29. September 1969; ein wegen der immensen Kosten gescheitertes Projekt von Kubrick)

Hereafter – Das Leben danach (Fassung vom 1. Mai 2008), von Peter Morgan

The Town, von Peter Craig (Fassung vom 18. August 2009, basierend auf dem Roman “Prince of Thieves”/”Endspiel” von Chuck Hogan)

Stone, von Angus MacLachlan (Krimi mit Robert de Niro und Edwart Norton, der am 15. März auf DVD erscheint)

Bullitt, von Alan Trustman und Harry Kleiner (basierend auf dem Roman “Mute Witness”/”Bullitt” von Robert L. Pike)

Payback, von Brian Helgeland (basierend auf dem Roman “The Hunter” von Richard Stark)

The Tourist, von Julian Fellowes (oder: eine Fassung des Buches, bevor Florian Henckel von Donnersmarck Hand anlegte)

 


Die Dily-Nominierungen

Januar 27, 2011

Die Nominierungen für den diesjährigen Dily Award, vergeben von der IMBA (Independent Mystery Booksellers Association) sind draußen. Er wird an den Kriminalroman vergeben, den die Buchhändler am liebsten verkauften.

Nominiert sind:

Love Songs from a Shallow Grave, von Colin Cotterill (Soho Crime)

The Lock Artist, von Steve Hamilton (Minotaur Books)

Moonlight Mile, von Dennis Lehane (William Morrow)

Bury Your Dead, von Louise Penny (Minotaur Books)

Once a Spy, von Keith Thomson (Doubleday)

Savages, von Don Winslow (Simon & Schuster)

Die Preisverleihung ist während der Left Coast Crime Convention in Santa Fe, New Mexico, die vom 24. – 27. März stattfindet.

(via The Rap Sheet)


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