Elmore Leonard ist “Goppa” – und “Freaky Deaky”

September 26, 2012

Dieses schöne Video, das schon seit November 2010 online ist habe ich eben erst entdeckt.

Was soll ich sagen: viele O-Töne von Elmore Leonard himself, viele O-Töne von seiner großen Familie und viele alte Fotos.

Alles weitere steht ja auch bei  YouTube:

GOPPA is a glimpse into the life of famed crime novelist Elmore Leonard as told by his family. Produced by grandson Tim Leonard, the film was premiered at the first annual Elmore Leonard Literary Arts and Film Festival held in Birmingham, Michigan in November 2010. Zerosun assisted in post-production of the film and attended the event.

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Und es gibt einige Bilder aus der neuen Elmore-Leonard-Verfilmung “Freaky Deaky

Sieht vielversprechend aus.


Übersetzen? Elmore Leonard: Raylan

September 17, 2012

Raylan Givens ist ein Charakter von Elmore Leonard, der in den beiden in Florida spielenden Romanen „Jede Wette“ (Pronto, 1993) und „Volles Risiko“ (Riding the Rap, 1995) und der Novelle „Fire in the Hole“ (2001) auftrat.

Raylan Givens ist der Held der grandiosen US-Krimiserie „Justified“, die in den USA demnächst in die vierte Staffel geht, während bei uns derzeit bei Kabel 1 die zweite Staffel so wenige Zuschauer hat, dass ich nicht auf eine vollständige Ausstrahlung der zweiten Staffel wetten würde.

Raylan“ heißt der neue Roman von Elmore Leonard, in dem U. S. Marshal Raylan Givens in Harlan County, Kentucky, Bösewichter jagt. Dabei liest sich „Raylan“ weniger wie ein Roman, sondern wie drei Episoden für „Justified“: eine sehr gelungene Einzelepisode und eine sehr locker miteinander verknüpfte, durchwachsene Doppelfolge. Leonard selbst sagt in Interviews, er habe „Raylan“ geschrieben, um den Machern der TV-Serie einige Ideen zu liefern, aus denen sie dann machen könnten, was sie wollten. Die echten „Justified“-Fans werden auch einige Verbindungen zwischen Leonards Roman und der Serie entdecken.

Dass man beim Lesen immer das „Justified“-Ensemble und die Optik der TV-Serie vor seinem geistigen Auge hat, ist kein Nachteil. Immerhin treten etliche aus der TV-Serie bekannte Charaktere auf und Raylan Givens muss sich mit mehr oder weniger sympathischen weiblichen Bösewichter herumschlagen. Es sind eine Krankenschwester, die mit dem Herausoperieren von Nieren außerhalb des OP-Raums und ohne Einverständnis des Spenders ein lukratives, aber auch sehr illegales Geschäftsmodell entdeckte (das ist die erste und auch beste Geschichte); eine Vertreterin einer Minenfirma, die auch mal gerne eine Pistole in die Hand nimmt und jemand erschießt; und eine Pokerspielerin mit den falschen Freunden.

Elmore Leonard sorgt also für viel Spaß in Harlan County und Raylan Givens, der, nicht nur wegen seines Hutes, wie ein Überbleibsel aus dem Wilden Westen wirkt, darf auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. Wenn Worte nicht helfen. Denn zuerst redet er.

Raylan“ ist ein oft skizzenhafter, episodenhafter Roman von Elmore Leonard, der nach der ersten Geschichte auch etwas vor sich hin plätschert. Aber nach dem enttäuschenden „Road Dogs“ und dem komplett vermurksten „Djibouti“ ist „Raylan“ wieder ein Elmore-Leonard-Werk, das eben jene Elemente hat, für die ihn seine Fans lieben: eindrucksvolle Charaktere und grandiose Dialoge. Dass dabei der Plot, mal wieder, vernachlässigt wird, ist für langjährige Elmore-Leonard-Fans keine Neuigkeit.

Die deutsche Übersetzung ist für Januar 2013 bei Suhrkamp angekündigt.

Elmore Leonard: Raylan

William Morrow, New York 2012

272 Seiten

26,99 US-Dollar (derzeit bei Amazon 20,90 Euro)

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Hinweise

Homepage zur Serie

Kabel 1 über “Justified”

Wikipedia über „Justified“ (deutsch, englisch)

Meine Ankündigung von “Justified” (Staffel 2)

Christian Science Monitor: Interview mit Elmore Leonard (18. Januar 2012)

Wall Street Journal: Interview mit Elmore Leonard über “Raylan” und “Justified” (13. Januar 2012)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte


“Sparks” – ein Kurzfilm nach einer Geschichte von Elmore Leonard

Juni 6, 2012

Sparks“ (USA 2009) ist ein von Schauspieler Joseph Gordon-Levitt (Killshot, Inception, 50/50) geschriebener und gedrehter Kurzfilm mit Carla Gugino, Eric Stoltz und Xander Berkeley. Gordon-Levitts Regiedebüt basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Elmore Leonard, die zuerst in dem von Otto Penzler herausgeben Sammelband „Murder and Obsession“ (1999) und später in „When the Women come out to dance“ (2002), einem Sammelband mit neun Elmore-Leonard-Kurzgeschichten in dem auch „Fire in the Hole“, die Geschichte, die die tolle TV-Serie „Justified“ mit Timothy Olyphant als US Marshal Raylan Givens inspirierte, erschien.

Obwohl Gordon-Levitt die Dialoge (so meine Erinnerung, die ich schnell mit einem Blick in die Kurzgeschichte überprüfte) getreulich von Elmore Leonard übernahm, funktioniert der Kurzfilm besser als leicht experimentelles Experiment.


Elmore Leonard langweilt in „Dschibuti“

Oktober 9, 2011

Als eine seiner vielleicht letzten Taten hat der insolvente Eichborn-Verlag (denn der Insolvenzantrag soll eine Sanierung ermöglichen) jetzt die Übersetzung von Elmore Leonards Roman „Dschibuti“ ausgeliefert und von der Covergestaltung erinnert Leonards neuester Krimi „Dschibuti“ an seinen vorherigen „Road Dogs“. Inhaltlich leider auch. „Road Dogs“ war eine mehr als durchwachsene Wiederbegegnung mit dem charmanten Bankräuber Jack Foley, den die meisten inzwischen sicher aus Steven Soderberghs fantastischer Thrillerkomödie „Out of Sight“ mit George Clooney in der Hauptrolle kennen. „Dschibuti“ liest sich wie eine ganz schlechte Elmore-Leonard-Parodie.

Die erste Hälfte ist fast unlesbar, weil Leonard, der schon immer seine Charaktere gerne über ihre Taten reden ließ, auf die bescheuerte Idee verfiel, die Dokumentarfilmerin Dara Barr und ihren Freund Xavier LeBo in einem Hotelzimmer einzusperren. Dort sichten sie die von ihnen in den vergangenen Wochen gemachten Aufnahmen für eine Reportage über die derzeitige Piraterie am Golf von Aden und dem Horn von Afrika. Dabei reden sie über die Ereignisse, die sie sich gerade ansehen und ob sie das Material als Dokumentarfilm schneiden oder als Filmidee an Hollywood verkaufen sollen. Das kann mit viel Wohlwollen als zähe Meditation über die Realität in den Medien und über die Prinzipien des filmischen Erzählens gelesen werden.

In der zweiten Hälfte ist ein zum Islamismus und Terrorismus konvertierten Amerikaner, der jeden, der seinen echten Namen kennt, umbringt, und außerdem ein Attentat plant, die die Geschichte bestimmende Kraft. Diese Jagd nach einem Serienmörder sorgt dann für etwas Krimispannung, ohne das Buch zu retten. Denn die zweite Hälfte hat mit der ersten eigentlich nichts zu tun und der Terrorist ist wahrscheinlich Elmore Leonards langweiligster Charakter. Das mag auch daran liegen, dass Elmore Leonard kein Interesse an einer Serienkiller- oder einer Post-9/11-Terroristenjagd hatte. Denn seine Krimis sind mehr oder weniger gut getarnte Western, in denen Gangster und Polizisten gegeneinander antreten und es, für einen Hardboiled-Kriminalroman, oft erstaunlich wenige Leichen gibt. Diese Verbrecherwelt hat aber nichts mit Serienkillern und Terroristen zu tun.

In den USA ist für Ende Januar 2012 bereits ein neuer Roman von Elmore Leonard angekündigt. „Raylan“ heißt er, Deputy US Marshal Raylan Givens ist der Held und anscheinend besteht das Buch aus drei neuen, kürzeren Geschichten, in denen Raylan Givens Ärger mit drei verschiedenen Frauen hat. Beim amerikanischem Publikum ist Raylan Givens inzwischen auch wegen der erfolgreichen TV-Serie „Justified“ (Uh, wann läuft die endlich bei uns an?) bekannt.

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Elmore Leonard: Dschibuti

(übersetzt von Conny Lösch)

Eichborn, 2011

320 Seiten

19,95 Euro

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Originalausgabe

Djibouti

William Morrow, New York, 2010

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Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte


Elmore Leonard liest “Freaky Deaky”

März 25, 2011

Elmore Leonard liest am 5. Dezember 2010 den Anfang seines 1988er Romans “Freaky Deaky” vor.


Hat Elmore Leonard seinen Touch verloren?

März 24, 2011

Road Dogs“, Elmore Leonards vorletzter Roman, liest sich über weite Strecken wie das Werk eines Nachahmers: da werden etliche Charaktere aus Leonards grandioser Florida-Phase (als er im Sunshine State lebte und endlich allgemein anerkannt wurde) reanimiert. Mal nur in einem Nebensatz, mal als Hauptcharaktere. Für die Nicht-Leonard-Hardcore-Fans ist dabei Jack Foley, der sympathische Bankräuber aus „Out of sight“ (verkörpert in der gleichnamigen Verfilmung von George Clooney und, so Leonard in einem Interview, auch das Vorbild für den „Road Dogs“-Foley), der bekannteste Charakter. Cundo Rey aus „La Brava“ und Dawn Navarro aus „Riding the Rap“ (Volles Risiko) sind unbekannter.

Aber im Gegensatz zu den früheren Büchern von Elmore Leonard bleiben dieses Mal alle Charaktere blass. Es gibt kaum Situationen, in denen sich ihr Charakter wirklich zeigt und auch die Dialoge sind langweilig. Da ist nichts mehr zu spüren von der typischen Leonard-Brillanz und Coolness.

So fällt – denn Leonard konnte mit seinen knochentrockenen Dialogen über alle Plotlöcher hinwegtäuschen – der absolut vorhersehbare und altbackene Plot von „Road Dogs“ umso mehr auf und der geht so:

Im Knast befreunden sich Foley und der stinkreiche kubanische Gangster Cundo Rey. Rey engagiert eine Anwältin und der gelingt es, Foleys Strafe drastisch zu reduzieren. Draußen soll Foley sich um Reys Freundin Dawn Navarro kümmern. Die ist, als Femme Fatale, gar nicht so brav wie ihr Göttergatte meint und springt auch gleich mit Foley ins Bett und macht ihm das wenig überraschende Angebot, mit der Kohle von Rey abzuhauen. Foley zögert. Immerhin gibt es doch so etwas wie Ganovenehre.

Außerdem wird er von dem FBI-Agenten Lou Adams beobachtet. Der will den Serienbankräuber jetzt endgültig in den Knast bringen. Aber er ist, im Vergleich zu den anderen Leonard-Polizisten einfach nur ein rechthaberischer, geltungssüchtiger Winzling, der gottseidank ziemlich schnell zu einem Teil der vernachlässigbaren Kulisse wird.

Die einzige Überraschung bei diesem Liebesdreieck ist, dass Foley sich mit Dawn Navarro als Hellseher versucht und er sich gleich in seine erste Kundin, die Hollywood-Schauspielerin Danialle Karmanos, verliebt. Die verfällt dem supersympathischen Bankräuber ebenfalls sofort und so plätschert „Road Dogs“ auf sein ziemlich vorhersehbares Ende hin.

Wer jetzt glaubt, dass „Road Dogs“ ein Fehltritt war, wird durch „Djibouti“ eines besseren belehrt. Denn sein neuester Roman liest sich wie eine ganz schlechte Elmore-Leonard-Parodie.

Die erste Hälfte ist fast unlesbar, weil Leonard auf die bescheuerte Idee verfiel, die Dokumentarfilmerin Dara Barr und ihren Freund Xavier LeBo in einem Hotelzimmer einzusperren. Dort sichten sie die von ihnen in den vergangenen Wochen gemachten Aufnahmen für eine Reportage über die derzeitige Piraterie am Golf von Aden und dem Horn von Afrika. Dabei reden sie über die Ereignisse, die sie sich gerade ansehen und ob sie das Material als Dokumentarfilm schneiden oder als Filmidee an Hollywood verkaufen sollen. Das kann mit viel Wohlwollen als Meditation über die Realität in den Medien und über die Prinzipien des filmischen Erzählens gelesen werden.

In der zweiten Hälfte ist ein zum Islamismus und Terrorismus konvertierten Amerikaner, der jeden, der seinen echten Namen kennt, umbringt, und außerdem ein Attentat plant, die die Geschichte bestimmende Kraft. Diese Jagd nach einem Serienmörder sorgt dann für etwas Krimispannung, ohne das Buch zu retten. Denn die zweite Hälfte hat mit der ersten eigentlich nichts zu tun und der Terrorist ist wahrscheinlich der langweiligste Leonard-Charakter. Das mag auch daran liegen, dass Elmore Leonard kein Interesse an einer Serienkillerjagd oder einer Post-9/11-Terroristenjagd hatte. Denn seine Krimis sind mehr oder weniger gut getarnte Western, in denen Gangster und Polizisten gegeneinander antreten und es oft, für einen Hardboiled-Kriminalroman, erstaunlich wenige Leichen gibt.

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Elmore Leonard: Road Dogs

(übersetzt von Conny Lösch und Kirsten Riesselmann)

Eichborn, 2011

304 Seiten

19,95 Euro

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Originalausgabe

Road Dogs

William Morrow, 2009

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Elmore Leonard: Djibouti

William Morrow, 2010

288 Seiten

19 Euro (bei Amazon)

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Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte

Eichborn: Karsten Kredel, Programmleiter Literatur bei Eichborn, über „Road Dogs“

Frankfurter Rundschau: Interview mit Elmore Leonard (5. Dezember 2010)


Elmore Leonard liest “When the Women come out to dance” vor

März 23, 2011

Elmore Leonard las am 5. Dezember 2010 seine Kurzgeschichte “When the Women come out to dance” an der Butler University, Indianapolis, vor. Sie erschien 2002 in dem gleichnamigem, bislang nicht übersetztem Kurzgeschichtensammelband.


Zehn Fragen an Elmore Leonard

März 12, 2011

Elmore Leonard beantwortet zehn Fragen von Time-Lesern.


Elmore Leonard über seinen neuen Roman

Oktober 5, 2010

In den USA erscheint demnächst “Djibouti”, der neue Roman von Elmore Leonard. Alle weiteren sachdienlichen Informationen in diesem Clip:


Kleinkram mit Elmore Leonard, Lawrence Block, Lee Child, Agatha Christie, John Wayne – und drei Drehbücher

Juni 10, 2009

Bei Barnes & Noble gibt es ein langes Interview mit Elmore Leonard über seine Anfänge, das Schreiben, sein neues Buch “Doad Dogs”, das Buch, das er gerade schreibt (wieder mit Karen Sisco), über andere Autoren und warum es kein weiteres Buch mit Ernest Stickley gibt:

I couldn’t bring back one of my favorite characters, Stick, because Burt Reynolds played him, and if I think of Burt Reynolds as Stick, it won’t work. [LAUGHS]

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Pulp International präsentiert die Covers der von Lawrence Block als Sheldon Lord geschriebenen Sex-Novellen.

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Hm, die japanischen Poster für den ersten James-Bond-Film “Dr. No” sind auch nicht schlecht.

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Doch zurück zu Lawrence Block. Ein Fan hat bei GoogleMaps die für Matt Scudder wichtigen Orte eingetragen. Ist etwas für den nächsten Manhattan-Besuch.

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Bleiben wir in New York:  Lee Child schreibt über einen Mann, der eine Bar betritt…

(Die deutsche Ausgabe von “The hard way” erscheint unter dem sehr deutschen Titel “Way out” am 24. August bei Blanvalet. Jack Reachers zehntes Abenteuer beginnt in einem Café in NYC.)

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Hier gibt’s einige Infos zu den zwei neuen Hercule-Poirot-Geschichten von Agatha Christie. Die Geschichten werden in England am 3. September in dem Band “Secret Notebooks: Fifty Years of Mysteries in the Making” veröffentlicht.

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Bei The Tainted Archive gibt es einen Podcast über John Wayne. Der nächste soll über die Western von und mit Clint Eastwood sein.

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Und bei Scribd (Jaha, Anmeldung erforderlich) gibt es die Drehbücher zu drei Klassikern aus den Sechzigern:

Walon Green, Sam Peckinpah: The Wild Bunch (Fassung vom 12. Februar 1968 – Na, zu diesem Western muss ich wohl nichts sagen.)

Larry Marcus: Petulia (FAssung vom 30. März 1967 – Düsteres Drama und Gesellschaftsporträt der USA in den Sechzigern von Richard Lester mit Julie Christie und George C. Scott)

William Gibson: The Miracle Worker (Fassung vom 8. Mai 1961 – Arthur Penn verfilmte das Buch 1962. Der deutsche Titel ist “Licht im Dunkel”.)


Kleinkram: Interviews mit Andreas Steinhöfel, Elmore Leonard und Harlan Coben, Neuigkeiten zu “Killshot”, Filmbesprechungen von “Das Fenster zum Hof” und “Gewagtes Alibi”

Mai 18, 2009

Bei Planet Interview beantwortet Jugendkrimibuchautor Andreas Steinhöfel viele Fragen:

Nur aus Konflikten entsteht eine Bewegung, sowohl im Kopf als auch nach außen. Entwicklung findet immer unter Gegensätzen, die aufeinander prallen, statt. Nichts passiert von allein.

Warum er Krimis schreibt:

Mit Kriminalgeschichten hält man Kinder mit am besten bei der Stange. Es ist ein probates Mittel, um Inhalte zu transportieren, sozusagen die ideale Art, Unterhaltung mit Anspruch zu paaren. (…) Wenn am Schluss nur die Unterhaltung für den kindlichen Leser übrig bleibt, ist das in Ordnung für mich. Wenn die sagen: Das war eine spannende Abenteuergeschichte, ein cooler Krimi, super. Aber es sind dann immer welche da, die tiefer sehen, die erkennen, dass Rico nicht der gängige Held aus dem Kinderbuch ist.

Und was er selbst liest:

Wenn ich dann wirklich Zeit zu lesen habe, dann sind es letztendlich immer die Engländer oder Amerikaner, die ich lese. Ich mag, wie sie Unterhaltung mit Anspruch kombinieren. Deutsche Literatur ist mir fast immer zu kopflastig.

Ach, lest das ganze Interview.

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In den USA ist Elmore Leonards neuer Roman “Road Dogs” erschienen.  Bei Amazon.com gibt’s ein Interview. Duane Swierczynski hat ihn getroffen und er hat auch gleich noch ein schon etwas älteres Interview gepostet:

I’m always making it up as I go along. The first 100 pages seem to work, because I’m introducing characters, and we find out what their angle is. But then from 100–and I always think of it that way, in three parts—but from 100 to 200 is when I have to do a little plotting. And I don’t want the plot to be obvious. I want the reader to wonder what’s going to happen and be surprised at what develops. Because now in that second act some of the secondary characters will get into action. And then, of course, the third act, in the past my manuscripts all run around 350-360 pages, around in there. So once I approach page 300, I have to start thinking of the ending. And there are always several different ways you can end it. I choose one that I like and just go for it.

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Bleiben wir bei Elmore Leonard. In den USA erscheint die, nach den Kritiken durchaus gelungene, hochkarätig besetzte Leonard-Verfilmung “Killshot” jetzt Ende Mai direkt auf DVD. Hier eine DVD-Kritik, hier die Besprechung der New York Times:

‘Killshot’’ is a tough, uncompromising picture that has much more in common with the no-hope noirs of the ‘40s and ‘50s than with the test-marketed pap no one is ashamed to release today. Hossein Amini’s screenplay misses Mr. Leonard’s dark humor, but that’s a small price to pay for preserving his hardnosed tone. Caleb Deschanel’s photography puts a wintry sheen on the frozen industrial Midwest. And Mr. Madden, whose career has stumbled since ‘‘Shakespeare in Love,’’ directs with tight control and an obvious love for actors.

Die da wären: Diane Lane, Mickey Rourke, Thomas Jane, Hal Holbrook, Rosario Dawson, Joseph Gordon-Levitt.

Eigentlich sollte “Killshot” bereits 2007 starten und es war auch ein deutscher Kinostart geplant. In der IMDB steht, dass “Killshot” am 16. Juli in Deutschland starten soll. Dann hoffe ich mal, dass das stimmt. Ansonsten wird sich die DVD besorgt.

Vor einigen Tagen erschien bei Bertz + Fischer das knapp achtstündige Hörbuch “Killshot”. Rider Strong (Das Leben und ich, Cbin Fever) liest das gesamte Buch ungekürzt vor.

Die Übersetzung von “Killshot” erschien vor Jahren bei Heyne als “Beruf: Killer” und wenn Sie es in einem Antiquariat finden, schlagen sie zu.

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Harlan Coben hat einen neuen Myron-Bolitar-Roman veröffentlicht. The Rap Sheet fragt ihn zu “Long Lost“, der Verfilmung von “Tell no one” (Kein Sterbenswort), seiner Beziehung zu Frankreich und dem ganzen Rest:

I’m not a big researcher; most of the stuff I already knew about, or I made up. One of the things I’ve always said is that “Hey, I don’t need to do much research, as I don’t write the big international thrillers, with big conspiracies.” But now I’ve done it! Again, it’s about trying to do new things. You see, for Long Lost I had this idea: a small-scale tragedy with one of Myron’s old girlfriends, Terese Collins, whose story I never finished anyway; and then [in Long Lost] I watched it blossom into something much bigger.

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Drehbuchautor William Martell schreibt über seinen Lieblingsfilm “Rear Window” (Das Fenster zum Hof, USA 1954, Regie: Alfred Hitchcock, Drehbuch: John Michael Hayes, nach einer Kurzgeschichte von Cornell Woolrich) eine ausführlich, kundige Analyse.

Ach, da krieg ich doch glatt  Lust, den Film wieder zu sehen.

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Und der Noir of the Week ist “Criss Cross” (Gewagtes Alibi, USA 1948). Regie führte Robert Siodmak. Das Drehbuch ist von Daniel Fuchs und basiert auf dem Roman von Don Tracy. Burt Lancaster, Yvonne De Carlo und Dan Duryea spielen mit.

Auch ein sehr sehenswerter Film (ich habe ihn erst vor kurzem gesehen), der seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief. Aber die DVD ist günstig erhältich.


Kleinkram: Edward Bunker, The Spirit, Elmore Leonard, Slumdog Millionaire, Noir of the Week, Blutiger Valentinstag

Februar 16, 2009

Frank Göhre schreibt über Edward Bunker (Ex-Knacki, Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler). Bunkers bekanntester Roman ist „Wilder als ein Tier“ (No Beast So Fierce/Straight Time, 1973). Er wurde mit Dustin Hoffman verfilmt. Seine bekannteste Rolle war Mr. Blue in Reservoir Dogs

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Bei Evolver beantwortet „The Spirit“ einige Fragen zu seinen ersten Auftritten und Frank Millers Verfilmung, die ihm nicht gefällt.

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Elmore Leonard erhält den diesjährigen Owen Wister Award für seine lebenslange Leistung für das Western-Genre.

Dieser Preis der Western Writers of America wird ihm am 20. Juni im National Cowboy and Western Heritage Museum in Oklahoma überreicht.

(Dank an The Rap Sheet für diese Meldung.)

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Simon Beaufoys Drehbuch zu dem hochgelobten und bereits mehrfach ausgezeichnetem neuen Danny-Boyle-Film „Slumdog Millionaire” (Fassung vom 15. August 2007, basierend auf dem Roman von Vikas Swarup) ist online.

Der deutsche Kinostart ist am 19. März.

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Der Noir of the Week ist “Die Menschenfalle” (Trapped, USA 1949). Regie führte Richard Fleischer. Das Drehbuch ist von Earl Felton und George Zuckerman.

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Und wenn Sie am Valentinstag „Blutiger Valentinstag“ (dieses Mal haben sogar die in den Film eingefügten Kalenderdaten kalendarisch gestimmt) gesehen haben, dürfen Sie bei The Terror Trap ein sehr ausführliches Interview mit Regisseur George Mihalka und eine umfangreiche Bildergalerie genießen.


Kleinkram mit Elmore Leonard – und anderen

November 4, 2007

The Rap Sheet hat die vergangenen Tage das Erscheinen von „Elmore Leonard’s 10 Rules of Writing“ mit mehreren Artikeln und einem Wettbewerb begleitet. Sehr interessant ist das Interview mit Elmore Leonard über das Schreiben.

Eine ältere und kürzere Fassung seiner zehn Schreibregeln kann bei der New York Times gelesen werden. Für das kurze Buch (96 illustrierte Seiten) hat Leonard seine für einen Vortrag schnell hingeschriebenen Regeln noch einmal überarbeitet und erweitert. Wer kein Englisch kann, die Regeln aber trotzdem kennen möchte:

1. Beginne ein Buch niemals mit dem Wetter.

2. Vermeide Prologe.

3. Benutze niemals ein anderes Verb als “sagte” um einen Dialog voranzubringen.

4. Benutze niemals ein Adverb um “sagte” zu verändern.

5. Benutze keine Ausrufezeichen.

6. Benutze niemals die Worte “plötzlich” und “die Hölle brach los”.

7. Benutze Dialekte sparsam.

8. Vermeide genaue Beschreibungen von Personen.

9. Beschreibe Plätze und Gegenstände nicht zu detailliert.

10. Versuche die Teile wegzulassen, die der Leser überlesen wird.

Ohne eine längere Erklärung klingen diese Regeln etwas harsch, aber ich halte sie für zutreffende Regeln. Denn meistens ist ein Buch, das mit einer ausführlichen Beschreibung des Wetters oder einem Prolog beginnt einfach langweilig. Denn das Wetter hat nichts mit der Geschichte zu tun (jedenfalls meistens) und mit einem Prolog sagt uns der Autor, dass er noch nicht mit seiner Geschichte beginnen will (bei „Lolita“ sind die Vorworte allerdings ein Teil der Geschichte). Die meisten anderen Regeln fordern Autoren auf, etwas mit wenigen und einfachen Worten zu sagen. Denn alles andere lenkt von der Geschichte ab. Das gleiche gilt für den Hinweis, möglichst keine Personen, Orte und Gegenstände zu beschreiben. Denn auch diese Teile haben normalerweise nichts mit der Geschichte zu tun und, wenn der Roman in der Gegenwart spielt, weiß der Leser, wie ein Mercedes aussieht.

 

Krimiautor John Rickards macht sich seine Gedanken über das Genre: Our Genre has no clothes.

 

David Geffner schreibt im Hollywood Magazine über Jim Thompson in Hollywood.

 

Regisseur Joe Carnahan ließ es zuletzt mit „Smokin’ Aces“ mächtig krachen. Seine nächsten Projekte „Killing Pablo“ und „White Jazz“ gehen dagegen wieder in Richtung seines Debüts „Narc“, einem düster-realistischen Polizeifilm. Schon vor dem Drehbeginn sind die Drehbücher online. „Killing Pablo“ basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch-Bestseller von Mark Bowden. Er erzählt die Geschichte von Pablo Escobar. „White Jazz“, das er zusammen mit seinem Bruder Matthew Michael Carnahan („Operation: Kingdom“, „Von Löwen und Lämmern“) schrieb, ist die seit langem erwartete James Ellroy-Verfilmung. In seinem Blog sagt Carnahan, dass er mit einem baldigen Drehbeginn rechnet.

 

Die aktuellen Informationen zum WGA-Streik gibt es hier – und hier gibt es einen Artikel von Pat Sierchio über die Anfänge der WGA (hmhm, im kapitalistischen Amerika haben die Autoren eine Gewerkschaft, im sozialdemokratischen Deutschland…)

 

Und mit „Tatort Krimi“ gibt es einen weiteren Blog, der sich der einzig wahren Literatur widmet (neben all den anderen).


Mit Elmore Leonard in die Dreißiger

Oktober 4, 2007

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Der in den Dreißigern in Oklahoma spielende Krimi “Gangsterbraut” ist einer von Elmore Leonards besten Romanen. Nach einigen schwächeren Werken begab er sich mit „Gangsterbraut“ in die Zeit, als Gangster wie John Dillinger, Machine Gun Kelly, Pretty Boy Floyd, Ma Baker, Bonnie Parker und Clyde Barrow und ihre staatlichen Verfolger die Schlagzeilen beherrschten. Mit dem Prohibitionswestern „Schwarzer Schnaps und blaue Bohnen“ (The moonshine war, 1969) hatte Leonard bereits einmal einen Roman in dieser Ära spielen gelassen. Bekannter ist er für seine frühen, kaum ins Deutsche übersetzten Western und seine in der Gegenwart spielenden Kriminalromane, die vieles von der Mythologie des Western übernommen haben.

Der charismatische Held seines neuesten auf Deutsch erschienenen Romans ist Carlos Huntington Webster, oder kurz Carl Webster. Mit fünfzehn Jahren erschießt er, auf einem Pferd sitzend, auf 200 Meter Distanz einen Viehdieb. Zu seinem Vater sagt er: „Ich hab mich gefragt, warum er nicht glaubte, dass ich schießen würde.“ Einige Jahre später ist er „The Hot Kid“ (so der Originaltitel) des U. S. Marshals Service in Tulsa, Oklahoma. Für sein Alter ist er sehr erwachsen, ein glänzender Schütze und ehrgeizig. Er will die Bösen fangen. Lebendig oder auch tot.

Sein Gegner ist Jack Belmont. Der Sohn eines Ölmoguls will seinem Vater beweisen, dass er auf eigenen Füßen stehen kann. Er raubt Banken aus mit dem Ziel Staatsfeind Nummer 1 zu werden.

Zwischen den beiden Männern steht Louly Brown, die aller Welt erzählt, sie sei die Freundin von Pretty Boy Floyd. Jetzt ist sie mit Carl Webster liiert.

„True Detective“-Reporter Tony Antonelli zeichnet den Kampf zwischen den beiden Männern mit den normalen Übertreibungen der Sensationspresse auf. Und es gibt für ihn viel zu schreiben über den Kampf zwischen Polizisten und Verbrechern auf staubigen Landstraßen und abgelegenen Berghütten.

In seinem entspannt-lakonischen Tonfall erzählt Elmore Leonard in dem episodischen Roman „Gangsterbraut“ von dieser legendenumwobenen Zeit. Wie immer gelingt es Leonard in seinen trockenen Dialogen die Personen mit wenigen Worten zu charakterisieren. Der 1925 Geborene lässt so die Zeit seiner frühesten Erinnerungen glanzvoll wiederauferstehen.

Der Titel ist, wie bei „Callgirls“ seltsam unzutreffend, weil wieder ohne Not die Hauptfigur geändert wird. So wurde aus „Mr. Paradise“ in Deutschland „Callgirls“ und aus „The Hot Kid“ wird „Gangsterbraut“. Dabei geht es in dem historischen Kriminalroman nur um „Hot Kid“ Webster. Leonard, der seine Charaktere fast immer nur in einem Roman benutzt, gefiel der U. S. Marshall so gut, dass er mit dem „New York Times“-Fortsetzungsroman „Comfort to the Enemy“ und „Up in Honey’s Room“ zwei weitere Carl-Webster-Abenteuer folgen ließ.

 

 

Elmore Leonard: Gansterbraut

(übersetzt von Jochen Stremmel)

Goldmann, 2007

384 Seiten

7,95 Euro

 

Originalausgabe:

Elmore Leonard: The Hot Kid

Morrow, Mai 2005

320 Seiten

 

Hinweise:

Homepage von Elmore Leonard:

http://www.elmoreleonard.com/

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007) in der Spurensuche:

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-vierzig.html  

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004) in der Spurensuche:

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-dreissig-sechs.html

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“:

http://www.nordpark-verlag.de/krimikritiksieben-jahrbuch-2006.html

 


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2013

Mai 3, 2013

 

Die Bestenliste der KrimiZeit für den Wonnemonat Mai ist draußen:

1 (3) Sara Gran: Das Ende der Welt

2 (4) Giancarlo de Cataldo: Der König von Rom

3 (-) Robert Hültner: Am Ende des Tages

4 (-) Olen Steinhauer: Die Spinne

5 (-) Matthias Wittekindt: Marmormänner

6 (2) Elmore Leonard: Raylan

7 (-) Daniel Suarez: Kill Decision

8 (1) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

9 (6) Cathi Unsworth: Opfer

10 (7) Ian Rankin: Mädchengrab

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Hültner, Unsworth und Rankin liegen auch ganz oben auf meinem Zu-lesen-Stapel, aber zuerst ist noch der neue Jeffery Deaver („Die Angebetete“) dran.


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2013

April 4, 2013

Weil die arktischen Temperaturen nicht zum Biergartenbesuch einladen, kann man ja einigen Anregungen der KrimiZeit-Kritiker von ihrer April-Bestenliste genauer studieren:

1 (2) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

2 (3) Elmore Leonard: Raylan

3 (-) Sara Gran: Das Ende der Welt

4 (-) Giancarlo de Cataldo: Der König von Rom

5 (-) Derek Nikitas: Brüche

6 (-) Cathi Unsworth: Opfer

7 (-) Ian Rankin: Mädchengrab

8 (5) Madison Smartt Bell: Die Farbe der Nacht

9 (9) Paolo Roversi: Milano Criminale

10 (-) P.D.James: Der Tod kommt nach Pemberley

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Also sechs Neueinsteiger. Lansdale ist grandios (seine eben erschienene „Straße der Toten“ ebenfalls, aber das ist ein Horror-Western, oder so ähnlich), Leonard und Bell dito. „Mädchengrab“ von Ian Rankin ist ein neuer Rebus-Roman; – muss ich noch mehr sagen?


TV-Tipp für den 27. März: Todeszug nach Yuma

März 27, 2013

Kabel 1, 20.15

Todeszug nach Yuma (USA 2007, R.: James Mangold)

Drehbuch: Halsted Welles, Michael Brandt, Derek Haas
LV: Elmore Leonard: Three-Ten to Yuma, 1953 (Die Kurzgeschichte erschien zuerst in Dime Western, später in den Sammlungen „The Tonto Woman and other Western stories“ und „Complete Western stories“)

Der arme, integere Farmer Dan Evans erklärt sich bereit, den charismatischen und skrupellosen Banditen Ben Wade durch die Prärie zum Zug nach Yuma zu bringen. Wades Bande will das verhindern.

Das Remake von „Zähl bis drei und bete“ (USA 1957) ist in jeder Beziehung größer als das kammerspielartige Original. Sogar der Zug hat Verspätung.

Trotzdem ein schöner Western, eine gute Leonard-Verfilmung (bei Western war die Trefferquote sowieso schon immer höher), mit einem leicht vermurksten Schluss.

„Todeszug nach Yuma“ erhielt den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards als bester Western des Jahres.

Mit Russell Crowe, Christian Bale, Peter Fonda, Gretchen Mol, Ben Foster, Dallas Roberts

Wiederholung: Freitag, 29. März, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Todeszug nach Yuma“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Todeszug nach Yuma“

Metacritic über “Todeszug nach Yuma”

Rotten Tomatoes über “Todeszug nach Yuma”

Christian Science Monitor: Interview mit Elmore Leonard (18. Januar 2012)

Wall Street Journal: Interview mit Elmore Leonard über “Raylan” und “Justified” (13. Januar 2012)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte


Die KrimiZeit-Bestenliste März 2013

März 8, 2013

Nach einigen Tagen Sonnenschein soll es am Wochenende ja wieder so richtig kalt werden und weil man dann seine warme Wohnung nicht verlassen will, kann man ja die März-Bestenliste der KrimiZeit als Inspiration nehmen:

1 (1) Reginald Hill: Rache verjährt nicht

2 (-) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

3 (-) Elmore Leonard: Raylan

4 (8) Håkan Nesser: Am Abend des Mordes

5 (-) Madison Smartt Bell: Die Farbe der Nacht

6 (-) Steve Hamilton: Der Mann aus dem Safe

7 (4) Åsa Larsson: Denn die Gier wird euch verderben

8 (10) Nicci French: Eisiger Dienstag

9 (-) Paolo Roversi: Milano Criminale

10 (3) Mike Nicol: Killer Country

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Gegen Joe R. Lansdale (demnächst in Deutschland), Elmore Leonard und Madison Smartt Bell (seine älteren Werke sind im Antiquariat ihres Vertrauens) kann nichts gesagt werde.

Oh, und: keine deutschen Autoren auf der Liste.


„Raylan“ räumt jetzt auch in der deutschen Übersetzung auf

Januar 21, 2013

Leonard - Raylan - Suhrkamp

Anstatt für die deutsche Ausgabe liebevoll auf altem Sütterlinpapier, hergestellt von Jungfrauen in einer Vollmondnacht, eine neue Besprechung zu schreiben, poste ich einfach, leicht aktualisiert und ohne die YouTube-Videos, meine Rezension zur Originalausgabe von Elmore Leonard neuestem Roman „Raylan“ wieder:

Raylan Givens ist ein Charakter von Elmore Leonard, der in den beiden in Florida spielenden Romanen „Jede Wette“ (Pronto, 1993) und „Volles Risiko“ (Riding the Rap, 1995) und der Novelle „Fire in the Hole“ (2001) auftrat.

Raylan Givens ist der Held der grandiosen US-Krimiserie „Justified“, die in den USA demnächst in die vierte Staffel geht, während bei uns im Herbst bei Kabel 1 die zweite Staffel so wenige Zuschauer hatte, dass die zweite Staffel zwar vollständig, aber in Doppelfolgen, ausgestrahlt wurde.

Raylan“ heißt der neue Roman von Elmore Leonard, in dem U. S. Marshal Raylan Givens in Harlan County, Kentucky, Bösewichter jagt. Dabei liest sich „Raylan“ weniger wie ein Roman, sondern wie drei Episoden für „Justified“: eine sehr gelungene Einzelepisode und eine sehr locker miteinander verknüpfte, durchwachsene Doppelfolge. Leonard selbst sagt in Interviews, er habe „Raylan“ geschrieben, um den Machern der TV-Serie einige Ideen zu liefern, aus denen sie dann machen könnten, was sie wollten. Die echten „Justified“-Fans werden auch einige Verbindungen zwischen Leonards Roman und der Serie entdecken.

Dass man beim Lesen immer das „Justified“-Ensemble und die Optik der TV-Serie vor seinem geistigen Auge hat, ist kein Nachteil. Immerhin treten etliche aus der TV-Serie bekannte Charaktere auf und Raylan Givens muss sich mit mehr oder weniger sympathischen weiblichen Bösewichtern herumschlagen. Es sind eine Krankenschwester, die mit dem Herausoperieren von Nieren außerhalb des OP-Raums und ohne Einverständnis des Spenders ein lukratives, aber auch sehr illegales Geschäftsmodell entdeckte (das ist die erste und auch beste Geschichte); eine Vertreterin einer Minenfirma, die auch mal gerne eine Pistole in die Hand nimmt und jemanden erschießt; und eine Pokerspielerin mit den falschen Freunden.

Elmore Leonard sorgt also für viel Spaß in Harlan County und Raylan Givens, der, nicht nur wegen seines Hutes, wie ein Überbleibsel aus dem Wilden Westen wirkt, darf auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. Wenn Worte nicht helfen. Denn zuerst redet er.

Raylan“ ist ein oft skizzenhafter, episodenhafter Roman von Elmore Leonard, der nach der ersten Geschichte auch etwas vor sich hin plätschert. Aber nach dem enttäuschenden „Road Dogs“ und dem komplett vermurksten „Djibouti“ ist „Raylan“ wieder ein Elmore-Leonard-Werk, das eben jene Elemente hat, für die ihn seine Fans lieben: eindrucksvolle Charaktere und grandiose Dialoge. Dass dabei der Plot, mal wieder, vernachlässigt wird, ist für langjährige Elmore-Leonard-Fans keine Neuigkeit.

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Haue noch einen Nachtrag ran: Für November ist mit „Blue Dreams“ ein neuer Roman von Elmore Leonard angekündigt.

Und frage mich, wo die deutsche DVD-Ausgabe der zweiten Staffel von „Justified“ bleibt. Immerhin liefen die Folgen schon vor einigen Wochen im TV.

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Elmore Leonard: Raylan

(übersetzt von Kirsten Riesselmann)

Suhrkamp, 2013

312 Seiten

19,95 Euro

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Originalausgabe

Raylan

William Morrow, New York 2012

 

Hinweise

Homepage zur Serie

Kabel 1 über “Justified”

Wikipedia über „Justified“ (deutsch, englisch)

Meine Ankündigung von “Justified” (Staffel 2)

Christian Science Monitor: Interview mit Elmore Leonard (18. Januar 2012)

Wall Street Journal: Interview mit Elmore Leonard über “Raylan” und “Justified” (13. Januar 2012)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte

 

 


Nicht nett: Mit „Nur zu deinem Schutz“ soll der Harlan-Coben-Virus jetzt auch Jugendliche infizieren

Januar 9, 2013

Coben - Nur zu deinem Schutz

Carl Hiaasen hat es getan. Mehrmals und auch sehr erfolgreich.

Elmore Leonard hat es einmal getan.

Robert B. Parker hat es ebenfalls einmal getan – und bislang wurden ihre Jugendbücher nicht übersetzt.

Harlan Coben hat es jetzt getan. Der Jugendkrimi „Nur zu deinem Schutz“ schließt unmittelbar an den Myron-Bolitar-Thriller „Sein letzter Wille“ an. Aber jetzt wird die Geschichte nicht aus Myrons Bolitars Sicht, sondern von dem fünfzehnjährigen Mickey Bolitar erzählt, der inzwischen von Myron quasi adoptiert wurde, in Myrons Kinderzimmer einzog und auf die dortige, vor New York gelegene, Kleinstadt-Highschool geht.

Mickey ist der Sohn von Myrons Bruder Brad, der vor kurzem in Los Angeles bei einem Autounfall ums Leben kam. Die beiden Brüder hatten sich zerstritten und aus den Augen verloren. Mickeys drogensüchtige Mutter ist derzeit in einer Entzugsklinik und Mickey hasst Myron.

Das ist für langjährige Leser der Myron-Bolitar-Thriller ein interessanter Perspektivwechsel: der bewunderte Held als, nun, Bösewicht. Allerdings, das muss auch gesagt werden: auf die Dauer ist das keine gute Idee. Denn schon bei „Nur zu deinem Schutz“ fragt der langjährige Myron-Bolitar-Fan sich spätestens in der Mitte des Buches, was für ein Trottel Mickey ist. Denn er beginnt auf eigene Faust seine spurlos verschwundene Mitschülerin und Freundin Ashley zu suchen.

Dabei, Pubertät hin, Pubertät her, wäre es viel vernünftiger gewesen, wenn er Mickey davon erzählt hätte. Dann hätte er und sein Freund Win, die in den letzten Jahren in mehreren lesenswert-kurzweiligen Thrillern vielen Menschen geholfen haben, sich auf die Suche nach Ashley gemacht.

Denn, auch wenn Myron nicht mit seinen Heldentaten protzt, hätte Mickey über Myrons Eltern, die er mag, oder den Dorfklatsch davon erfahren müssen. Immerhin wird Mickey an der Schule immer wieder auf Myrons lange zurückliegende und sehr kurze Basketball-Karriere angesprochen.

Abgesehen von diesem Glaubwürdigkeitsproblem (das natürlich nur Myron-Bolitar-Fans haben), ist „Nur zu deinem Schutz“ ein flotter Thriller, der sich an ein jugendliches Publikum („empfohlen ab 13 Jahre“) richtet. Mit einer entsprechend überschaubaren Handlung. Denn eigentlich geht es auf den über dreihundert Seiten nur um Schulprobleme, seine beginnende Freundschaft zu den Schulaußenseitern Ema und Löffel und der Suche nach einer verschwundenen Mitschülerin, die sich unter einer falschen Adresse an der Schule anmeldete und auch von einem tätowierten Mann gesucht wird. Die Spur führt Mickey, Ema und Löffel rasch in einen schäbigen Stripclub in Newark.

Und, während Harlan Cobens andere Romane unabhängig voneinander und in jeder beliebigen Reihenfolge gelesen werden können, beginnt er in „Nur zu deinem Schutz“ einen größeren Handlungsfaden, der sich in diesem Roman noch im Aufwerfen von Rätseln erschöpft und der mit der Historie (Nazi-Verbrechen, Judenverfolgung, Hippietum) zu kämpfen hat. Denn Mickey erfährt bei seiner Suche nach Ashley auch Dinge über seinen Vater, warum er seine Jugend in den verschiedensten exotischen Ländern verbrachte und es gibt am Ende einen merkwürdigen Hinweis auf den Mörder seines Vaters; – falls er überhaupt wirklich tot ist.

Diese Geschichte wird in dem zweiten Mickey-Bolitar-Roman „Seconds Away“, der in den USA im September 2012 erschien, fortgeführt.

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Harlan Coben: Nur zu deinem Schutz

(übersetzt von Anja Galic)

cbt, 2012

352 Seiten

14,99 Euro

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Originalausgabe

Shelter

G. P. Putnam’s Sons, 2011

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Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Mein Gespräch mit Harlan Coben über Myron Bolitar und seine Arbeit

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (F 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Harlan Coben in der Kriminalakte


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