Stranger than Paradise (USA/D 1984, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
Musik: John Lurie
Willie, Eva und Eddie fahren von New York nach Florida.
Das „Kleine Fernsehspiel“ des ZDF als Talentförderer. Das echte Spielfilmdebüt (sein Abschlussfilm „Permanent Vacation“ ist, trotz seiner Länger, wohl doch eher als Talentprobe zu sehen.) von Jim Jarmusch gewann unter anderem den Special Jury Price in Sundance und die Goldene Kamera in Cannes und er war der Liebling der Filmkritiker und der Jugendlichen (jedenfalls wenn ihnen Punk, No Wave und die damalige New-Yorker-Kunstszene imponierten). Danach drehte Jarmusch „Down by Law“ (mit Tom Waits, John Lurie und Roberto Benigni), „Mystery Train“, „Dead Man“ und „Ghost Dog“.
„Damals, Mitte der 80er, haben wir das Öde, Strenge, Hermetische gemocht. ‘Stranger than Paradise’ war ein Film, der als cool galt, ein Film, an dem man sich gegenseitig erkennen konnte. Wer ihn bloß langweilig fand, hatte nichts verstanden. Wir mochten ihn, weil er von etwas erzählte, genauer: etwas der Erzählung voraussetzte, das wir kannten: einen diffusen Hunger nach Erfahrung, gepaart mit dem Misstrauen, vielleicht der Unfähigkeit, daraus Worte zu machen. Wir (das waren wohl vor allem Jungs) waren fasziniert von der Reduktion, von der Weigerung, eine Geschichte auf eine elaborierte Art zu erzählen, von der Coolness der Figuren.“ (Stefan Reinecke: Stranger than Paradise, in Rolf Aurich/Stefan Reinecke, Hrsg.: Jim Jarmusch, 2001)
mit John Lurie, Eszter Balint, Richard Edson, Cecillia Stark Danny Rosen, Rammellzee, Tom DiCillo
Broken Flowers – Blumen für die Ex (USA/Frankreich 2005, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch (inspiriert von einer Idee von Bill Raden und Sara Driver)
Don Johnston (Stoneface Bill Murray) lungert nur noch in seiner Wohnung herum und träumt von seinen früheren Frauen. Eines Tages erhält er einen anonymen Brief, in dem steht, dass er einen 19-jährigen Sohn habe. Don, der bislang von seinem Vaterglück nichts wusste, macht sich auf den Weg quer durch die USA zu seinen alten Freundinnen, die er seit Ewigkeiten nicht gesehen hat und von denen eine die Mutter sein muss.
Jim Jarmusch erhielt für sein lakonisches Road-Movie über verpasste Chancen den Großen Preis der Jury in Cannes, einige weitere Preise, viel Kritikerlob – und an der Kinokasse lief der Film auch gut.
Mit Bill Murray, Julie Delpy, Jeffrey Wright, Sharon Stone, Frances Conroy, Chloë Sevigny, Jessica Lange, Tilda Swinton
Es dauert zwar noch einige Monate, bis 2013 beginnt (wenn sich vorher nicht die Prophezeiung vom diesjährigen Weltuntergang bewahrheitet), aber die ersten Kalender sind bereits erhältlich. So auch der vom Schüren-Verlag herausgegebene „Filmkalender 2013“, der gut in jede Hosentasche passt. Für jede Woche gibt es eine Doppelseite. Täglich werden die Geburtstage und Todestage von wichtigen Filmschaffenden genannt. Die IMDB-Geburtstagsliste ist zwar umfangreicher, aber letztendlich, weil jeder Geburtstag gelistet wird, auch zu umfangreich. Jim Jarmusch, Constantin Costa-Gavras, Quentin Tarantino, Jean-Paul Belmondo, Coverboy Johnny Depp, Andreas Dresen, Nanni Moretti, Randy Newman, Yasujiro Ozu und Hanna Schygulla, die alle einen runden Geburtstag haben, werden auf zwei bis sechs Seiten ausführlicher porträtiert. Es gibt informativeTexte über Hollywoodstars im Zweiten Weltkrieg, Dinosaurier in Digital (über „Jurassic Park“, der als Blockbuster 1993 zeigte, was digital alles möglich ist), Federico Fellini schreibt über seinen Film „Achteinhalb“ (1963), Hans-Christian Schmid über „Lichter“ (2003) und einen Text über den seit dann siebzig Jahren auf der Leinwand aktiven „Batman“. Im Comic durfte „Batman“ bereits 1939 erstmals zuschlagen.
Es gibt einen großen Anhang mit Adressen von Filmarchiven, Buchhandlungen, DVD-Geschäften, Ausbildungsstätten, Institutionen, Verlagen und Zeitschriften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei den Festivals wurden auch Filmfestivals aus anderen Ländern aufgenommen. Und sogar die Werbung, immerhin geht es um spezielle Werbung für Filmfans, ist einen Blick wert.
Langer Rede kurzer Sinn: der „Schüren Filmkalender 2013“ ist absolut empfehlenswert – und ich weiß jetzt auch, dass heute Mae West, Maureen O’Hara, Robert De Niro und Sean Penn und am Samstag Roman Polanski, Robert Redford, Patrick Swayze, Heino Ferch und Christian Slater Geburtstag haben.
Ab 10.40 Uhr bis 03.15 Uhr zeigt Arte nur Schwarzweiß-Filme: Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentarfilme. Klassiker, Bekanntes und Neues. Unter anderem von Walter Ruttmann (der Stummfilm-Klassiker „Berlin, die Sinfonie der Großstadt” um 10.50 Uhr), Jim Jarmusch (einige der „Coffee and Cigarettes“-Filme um 16.05 Uhr und 17.40 Uhr), Josef von Sternberg („Marokko“ mit Gary Cooper und Marlene Dietrich um 16.10 Uhr), Joel & Ethan Coen („Der unauffällige Mr. Crane“ um 20.15 Uhr), Bruce Weber (die Chet-Baker-Doku „Let’s get lost“ um 22.05 Uhr) undundund.
The Limits of Control – Der geheimnisvolle Killer (USA/Spanien 2009, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
In Spanien soll ein schweigsamer Mann einen Auftrag ausführen. Auf seiner Reise trifft er mehrere Personen, die ihm weitere Hinweise über seinen Auftrag verraten.
“The Limits of Control“ ist sicher nicht der beste Film von Jim Jarmusch und definitiv ist er keine Wiederholung von seinem vorherigen Film „Broken Flowers“, aber nachdem die TV-Premiere zu einer unmöglichen Zeit war (dafür von mir mit einem ausführlichen Gespräch verschönert), läuft der “Actionfilm ohne Action” (Jarmusch) jetzt zu einer besseren Zeit.
mit Isaach De Bankolé, Alex Descas, Jean-François Stévenin, Paz de la Huerta, Tilda Swinton, John Hurt, Gael García Bernal, Bill Murray
The Limits of Control – Der geheimnisvolle Killer (USA/Spanien 2009, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
In Spanien soll ein schweigsamer Mann einen Auftrag ausführen. Auf seiner Reise trifft er mehrere Personen, die ihm weitere Hinweise über seinen Auftrag verraten.
Gut, vielleicht ist „The Limits of Control“ wirklich nicht der beste Film von Jim Jarmusch und definitiv ist er keine Wiederholung von seinem vorherigen Film „Broken Flowers“, aber diesen beschissenen Zeitpunkt für die TV-Premiere hat der Film auch nicht verdient. Aber das zeigt vielleicht auch nur die „Limits of Control“, wenn man einen “Actionfilm ohne Action” (Jarmusch) dreht.
mit Isaach De Bankolé, Alex Descas, Jean-François Stévenin, Paz de la Huerta, Tilda Swinton, John Hurt, Gael García Bernal, Bill Murray
Vor zwanzig Jahren war Cheyenne der Leader der erfolgreichen Gothic-Band „Cheyenne and the Fellows“. Dann zog sich nach dem Tod von Teenagern, für den er sich verantwortlich fühlt, plötzlich zurück. Heute lebt er, finanziell sorgenfrei, mit seiner Frau Jane (Frances McDormand, die leider viel zu schnell aus dem Film verschwindet) in Dublin in einer Villa. Er sieht immer noch wie damals aus, ist damit Anwärter auf einen der vorderen Plätze in einem Robert-Smith-“The Cure“-Ähnlichkeitswettbewerb, pflegt seine leichte Depression mit sarkastischer Langeweile, gepaart mit der Weigerung erwachsen zu werden und einer zunehmenden Desorientiertheit. Zum Glück hat er Jane, die mit ruhiger Hand sein Leben organisiert und ihn überhaupt nicht ändern möchte.
So könnte das ewig weitergehen und Regisseur Paolo Sorrentino („Il Divo“) nimmt sich am Anfang von „Cheyenne – This must be the Place“ viel Zeit für das eintönige Leben von Cheyenne, grandios gespielt von Sean Penn. Schon in der ersten halben Stunde ist Sorrentino mehr am Aneinanderreihen von teils witzigen, teils tragischen, meist absurden Anekdoten interessiert.
Als Cheyenne erfährt, dass sein Vater, den er seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat, im Sterben liegt, muss er sein heimisches Dublin verlassen und nach New York fahren. Mit dem Schiff. Dort erfährt er, dass sein inzwischen verstorbener jüdischer Vater im KZ von Aloise Lange gepeinigt wurde und sich für diese Schmach rächen wollte. Cheyenne beschließt, aus was für Gründen auch immer, die Suche seine Vaters fortzusetzen. Mit einem ihm von einem Broker, den er in einem Diner kennenlernte, anvertrautem Pick Up macht er sich auf den Weg durch die USA, auf einen von David Lynch inspirierten Roadtrip, der munter, wie schon in Dublin, Anekdoten aneinanderreiht.
Dazu gibt es einige bekannte Songs, viel gute Musik von David Byrne, der auch einen Auftritt als Sänger und als Schauspieler (wobei er sich selbst spielt) hat, und Will Oldham, der vor allem einige Songtexte schrieb. Es gibt selbstverständlich viele Querverweise zur Popkultur der achtziger Jahre und zu anderen Filmen, wie den Werken von Jim Jarmusch. Sorrentino selbst nennt David Lynchs Roadmovie „The Straight Story“ als Inspiration. In dem Film trat Harry Dean Stanton, der ewige Nebendarsteller, kurz auf. In Wim Wenders Roadmovie „Paris, Texas“, das ebenfalls amerikanische Mythen durch die europäische Brille verklärte, hatte er eine seiner wenigen Hauptrollen und in „Cheyenne – This must be the Place“ hat er wieder einen Kurzauftritt. Das ist in seinem Zitatenreichtum mal witzig, mal kindisch, mal tragisch, immer wieder auch prätentiös und auch herrlich lebensweise oder, immerhin will Cheyenne ja ein Kind bleiben, altklug.
„Cheyenne – This must be the Place“ ist ein seltsamer, sich zwischen alle Stühle setzender Film, bei dem die einzelnen Episoden toll sind, aber gerade Cheyennes Suche von Cheyenne nie glaubhaft wirkt und das Ende arg unglaubwürdig ist.
Wahrscheinlich sollte man „Cheyenne – This must be the Place“ nicht als Spielfilm mit einer durchgehenden Story, sondern als Vision von Amerika, als Collage, als filmisches Äquivalent zu einem Konzert genießen.
Cheyenne – This must be the Place (This must be the Place, Italien/Frankreich/Irland, 2011)
Regie: Paolo Sorrentino
Drehbuch: Umberto Contarello, Paolo Sorrentino
mit Sean Penn, Frances McDormand, Judd Hirsch, Eve Hewson, Harry Dean Stanton, David Byrne, Kerry Condon, Joyce van Patten, Heinz Lieven
Ghost Dog – Der Weg des Samurai (USA 1999, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
Poetisch-meditativer, mit Hip-Hop-Klängen unterlegter Gangsterfilm über einen nach dem Kodex der Samurai lebendem Killer, der auf die Abschussliste seiner Auftraggeber gerät. Jarmusch ist dabei gänzlich desinteressiert an der Story, aber sehr interessiert an dem Spiel mit Stimmungen, Symbolen, Zeichen und Motiven.
„Durch ‘Ghost Dog’ hindurch blicken wir wie durch ein Vergrößerungsglas in die Filmgeschichte. (…) Mit ‘Ghost Dog’ variiert Jarmusch einmal mehr sein Lieblingsthema, die Differenz der Kulturen und die wunderbaren, auch komischen Momente, die durch den Zusammenstoß verschiedener Mentalitäten entstehen können. Besonders bizarr sieht seine filmische Synthese von HipHop und italienischer Vorstadt-Mafia aus.“ (Nils Meyer in Rolf Aurich/Stefan Reinecke, Hrsg.: Jim Jarmusch, 2001 – ein empfehlenswertes Buch)
mit Forest Whitaker, John Tormey, Cliff Gorman, Henry Silva, Isaach de Bankolé, Gary Farmer, The RZA (Cameo; er schrieb auch die Musik)
Stranger than Paradise (USA/D 1984, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
Musik: John Lurie
Willie, Eva und Eddie fahren von New York nach Florida.
Das „Kleine Fernsehspiel“ des ZDF als Talentförderer. Das echte Spielfilmdebüt (sein Abschlussfilm „Permanent Vacation“ ist, trotz seiner Länger, wohl doch eher als Talentprobe zu sehen.) von Jim Jarmusch gewann unter anderem den Special Jury Price in Sundance und die Goldene Kamera in Cannes und er war der Liebling der Filmkritiker und der Jugendlichen (jedenfalls wenn ihnen Punk, No Wave und die damalige New-Yorker-Kunstszene imponierten). Danach drehte Jarmusch „Down by Law“ (mit Tom Waits, John Lurie und Roberto Benigni), „Mystery Train“, „Dead Man“ und „Ghost Dog“.
„Damals, Mitte der 80er, haben wir das Öde, Strenge, Hermetische gemocht. ‘Stranger than Paradise’ war ein Film, der als cool galt, ein Film, an dem man sich gegenseitig erkennen konnte. Wer ihn bloß langweilig fand, hatte nichts verstanden. Wir mochten ihn, weil er von etwas erzählte, genauer: etwas der Erzählung voraussetzte, das wir kannten: einen diffusen Hunger nach Erfahrung, gepaart mit dem Misstrauen, vielleicht der Unfähigkeit, daraus Worte zu machen. Wir (das waren wohl vor allem Jungs) waren fasziniert von der Reduktion, von der Weigerung, eine Geschichte auf eine elaborierte Art zu erzählen, von der Coolness der Figuren.“ (Stefan Reinecke: Stranger than Paradise, in Rolf Aurich/Stefan Reinecke, Hrsg.: Jim Jarmusch, 2001)
Ghost Dog – Der Weg des Samurai (USA 1999, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
Poetisch-meditativer, mit Hip-Hop-Klängen unterlegter Gangsterfilm über einen nach dem Kodex der Samurai lebendem Killer, der auf die Abschussliste seiner Auftraggeber gerät. Jarmusch ist dabei gänzlich desinteressiert an der Story, aber sehr interessiert an dem Spiel mit Stimmungen, Symbolen, Zeichen und Motiven.
„Durch ‘Ghost Dog’ hindurch blicken wir wie durch ein Vergrößerungsglas in die Filmgeschichte. (…) Mit ‘Ghost Dog’ variiert Jarmusch einmal mehr sein Lieblingsthema, die Differenz der Kulturen und die wunderbaren, auch komischen Momente, die durch den Zusammenstoß verschiedener Mentalitäten entstehen können. Besonders bizarr sieht seine filmische Synthese von HipHop und italienischer Vorstadt-Mafia aus.“ (Nils Meyer in Rolf Aurich/Stefan Reinecke, Hrsg.: Jim Jarmusch, 2001 – ein empfehlenswertes Buch)
mit Forest Whitaker, John Tormey, Cliff Gorman, Henry Silva, Isaach de Bankolé, Gary Farmer, The RZA (Cameo; er schrieb auch die Musik)
Fans von Konzerfilmen müssen heute und morgen (Shine a light, Lou Reed’s Berlin)
3sat einschalten
3sat, 22.25
Crosby, Stills, Nash & Young – Déjà Vu (USA 2008, R.: Bernard Shakey [Pseudonym von Neil Young], Benjamin Johnson)
Drehbuch: Mike Cerre, Neil Young
2006 tourten CSNY durch die USA, nahmen die Konzerte ihrer „Freedom of Speech“-Tour auf, Neil Young stellte auch sein neues Album „Living with war“ vor und die Musiker machten aus ihrer pazifistischen Gesinnung und ihrer Ablehnung der Politik von George Bush kein Geheimnis. Kriegsreporter Cerre interviewte Fans der Band. So dokumentiert der Konzertfilm ein zerrissenes Land.
mit Neil Young, David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash, Mike Cerre
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3sat, 00.00
Year of the Horse (USA 1997, R.: Jim Jarmusch)
Drehbuch: Jim Jarmusch
Nachdem Neil Young in einer Session die geniale Musik für Jim Jarmuschs Western „Dead Man“ einspielte, bat Young den Regisseur, die „Broken Arrow“-Tour von ihm und seiner Band Crazy Horse zu dokumentieren.
mit Neil Young, Frank ‘Pancho’ Sampedro, Billy Talbot, Ralph Molina, Larry Cragg, Jim Jarmusch
Knapp einstündige Doku mit dem eindeutigen Untertitel „Underground 80: Berlin – New York“. Dabei sind unter anderem Jim Jarmusch, Lydia Lunch, Blixa Bargeld und Nick Cave. Gemeinsam erinnern sie sich an die frühen Achtziger.
Dreher erhielt für „Lost in Music“ einen Grimme-Preis und als Mitglied von „Die Haut“ hat er damals auch kräftig mitgemischt. Er sagt zur Doku:
Dieser Film taucht ein in eine Übergangszeit, eine Ära der Veränderung. Alles war in Bewegung, nichts sicher – und gerade deshalb schien alles möglich. Die 70er klangen noch nach, die 80er hatten noch nicht richtig begonnen. Wir bewegen uns zwischen den Perioden der reinen Abkehr vom Etablierten und des politisch bewegten Aktionismus . Die Zeit und Szene, die dieser Film beleuchtet, hat eine hohe Relevanz für alle Bereiche der Kultur und des Lebens bis zum heutigen Tage. Der Begriff des Underground bekam einen neuen Klang in dieser Zeit. Es war eine Zeit der radikalen Herausforderungen und kompromisslosen Selbstversuche – in jeglicher Hinsicht. Im Mittelpunkt stand das Machen, ohne Wenn und Aber. Und die, die damals schufen und überlebten, sind bis heute kreativ und vielleicht einflussreicher denn je.
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