Gute Remakes

Es gibt aber auch gute Remakes. Teilweise, weil die erste Verfilmung des Stoffes grottenschlecht war (Denken Sie an „Der Satan und die Lady“ [Satan met a lady], die Verfilmung von „Der Malteser-Falke“) oder weil die Macher dem Stoff neue Facetten abgewonnen haben.

Deshalb – ohne eine bestimmte Ordnung – Remakes, die neben dem Original bestehen können oder besser sind:

Der Mann, der zuviel wusste (USA 1956, R.: Alfred Hitchcock – das Original ist auch von ihm)

Scarface – Das Narbengesicht (USA 1982, R.: Brian de Palma)

Departed – Unter Feinden (USA 2006, R.: Martin Scorsese)

52-Pick-Up (USA 1986, R.: John Frankenheimer – er hält sich an Leonards Roman. Die erste Verfilmung „Der Ambassador“ spielte in Israel.)

Der Manchurian Kandidat (USA 2004, R.: Jonathan Demme)

Der stille Amerikaner (USA 2002, R.: Phillip Noyce)

Thomas Crown Affäre (USA 1999, R.: John McTiernan)

The Italian Job (USA 2003, R.: F. Gary Gray – halte ich für viel besser als das ziemlich angestaubte Original)

Diebe wie wir (USA 1973, R.: Robert Altman)

Atemlos vor Angst (USA 1976/1977, R.: William Friedkin – gefiel mir vor Jahren als unterhaltsamer Actioner. Ist unterschätzt.)

The Deep End – Trügerische Stille (USA 2000, R.: Scott McGehee, David Siegel – obwohl ich das Original von Max Ophüls nicht kenne)

Kiss of Death (USA 1995, R.: Barbet Schroeder)

Kopfgeld (USA 1996, R.: Ron Howard)

Kuss vor dem Tode (USA 1991, R.: James Dearden)

No way out – Es gibt kein zurück (USA 1987, R.: Roger Donaldson)

Ocean’s Eleven (USA 2001, R.: Steven Soderbergh)

Das Versprechen (USA 2000, R.: Sean Penn – das Original „Es geschah am helllichten Tag“ ist auch gut)

Wenn der Postmann zweimal klingelt (USA 1981, R.: Bob Rafelson – bislang letzte Verfilmung von James M. Cains Klassiker)

Im Netz der Leidenschaften/Die Rechnung ohne den Wirt (USA 1946, R.: Tay Garnett – eine frühere Verfilmung des Buches)

Ossessione – Bessenheit (I 1942, R.: Luchino Visconti – noch eine frühere Verfilmung des Buches; nur die erste Verfilmung von 1939 ist fast unbekannt)

Body Snatcher (USA 1992, R.: Abel Ferrara)

Die Körperfresser kommen (USA 1978, R.: Philip Kaufman – zwei Remakes von Don Siegels „Die Dämonischen“ und beide gelungen)

Die Fliege (USA 1985, R.: David Cronenberg – obwohl das Orginal als Fifties-Schund auch gut ist.)

Katzenmenschen (USA 1982, R.: Paul Schrader)

 

Und:

Remakes, bei denen die Erstverfilmung unglaublich schlecht oder so alt ist, dass sie vollkommen vergessen ist oder das Original, wenn es synchronisiert wurde, so selten gezeigt wird, dass niemand es kennt:

Die Spur des Falken/Der Malteser-Falke (USA 1941, R.: John Huston – Yep, ein Remake. Genaugenommen die dritte Verfilmung von Hammetts Roman. Doch die erste schaffte es nie nach Deutschland und die zweite ist grottig.)

Fahr zur Hölle, Liebling (USA/GB 1975, R.: Dick Richards – dritte Verfilmung von Chandlers „Farewell, my lovely“)

Mord, mein Liebling (USA 1944, R.: Edward Dmytryk – zweite Verfilmung des eben genannten Buches von Chandler)

Das Haus der Lady Alquist (USA 1943, R.: George Cukor)

Infam (USA 1962, R.: William Wyler – das ebenfalls von Wyler inszenierte Original von 1936 ist heute fast unbekannt.)

Nachts unterwegs (USA 1940, R.: Raoul Walsh)

1984 (GB 1984, R.: Michael Radford – das Original ist aus dem Verkehr gezogen)

Sleepy Hollow (USA 1999, R.: Tim Burton – da gibt es einen ziemlich unbekannten Trickfilm von 1949)

Der gläserne Schlüssel (USA 1942, R.: Stuart Heisler – Jonathan Latimer schrieb das Drehbuch. Der Roman ist von Dashiell Hammett)

 

Wahrscheinlich habe ich ein halbes Dutzend guter Remakes vergessen.

3 Responses to Gute Remakes

  1. affentausch sagt:

    Kopfgeld ist auch ein Remake? Wie ist denn das original? Den mit Mel Gibson fand ich eigentlich ganz gut! Gary Sinise gibt da in meinen augen nen echte guten schurken ab…

  2. AxelB sagt:

    Das Original ist von 1956. Der Originaltitel ist „Ransom!“, der deutsche Titel ist „Menschenraub“, Regie führte Alex Segal, das Drehbuch schrieben Cyril Hume und Richard Maibaum. Letzterer verdiente später seine Brötchen als James Bond-Drehbuchautor. Die Hauptrolle spielte Glenn Ford, Donna Reed spielte seine Frau und Leslie Nielsen war (damals noch ganz seriös) auch dabei.
    „Menschenraub“ lief schon seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen. Aber er lohnt sich.

  3. […] gibt gute Remakes. Wirklich. Aber „Fleisch“ reiht sich brav in der Schlange ‚Man muss das Original nicht kennen, um zu […]

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