Cover der Woche

September 30, 2008

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Zitat des Tages: Komplimente

September 30, 2008

„Hier also ein hilfreicher Hinweis für Filmemacher und Zuschauer: Komplimente – ‚Was für eine Ästhetik!’, ‚Was für ein Handwerk!’, ‚Was für eine Kameraarbeit!’ und ‚Was für eine Technik!’ – bedeuten alle: ‚Das Drehbuch ist Mist.’“

David Mamet: Bambi vs. Godzilla

(Bambi vs. Godzilla, 2007)


TV-Tipp für den 30. September

September 30, 2008

Arte, 23.15 (VPS 23.30)

Amerika made in Hollywood (F 2006, R.: Jean-Michel Meurice)

Drehbuch: Jean-Michel Meurice

Meurice behauptet, dass die US-Bürger ihr geschichtliches Wissen nicht von Historikern, sondern aus Spielfilmen erhalten. Er präsentiert zur Erhärtung seiner These Ausschnitte aus fünfzig Filmen und lässt sie von den Autoren Jim Harrison (Legenden der Leidenschaft) und Russell Banks (Das süße Jenseits, Der Gejagte) kommentieren.

Mit Russell Banks, Jim Harrison und zahlreichen Kinostars

Hinweis

Arte zum Film


R. i. P.: Paul Newman

September 29, 2008

R. i. P.: Paul Newman (26. Januar 1925 – 26. September 2008)

Wir kennen und lieben den Schauspieler unter anderem aus „Haie der Großstadt“, „Ein Fall für Harper“, „Der zerrissen Vorhang“, „Man nannte ihn Hombre“, „Der Unbeugsame“, „Butch Cassidy und Sundance Kid“, „Das war Roy Bean“, „Der Mackintosh Mann“, „Der Clou“, „Unter Wasser stirbt man nicht“, „Buffalo Bill und die Indianer“, „The Bronx“, „The Verdict“, „Die Farbe des Geldes“, „Hudsucker – Der große Sprung“, „Im Zwielicht“ und „Road to Perdition“.

Michael Ballhaus sagt über Paul Newman:

Ich weiß nicht, ob es solche Männer nach ihm noch geben wird. Solche Karrieren. Ich glaube eigentlich nicht. Es braucht mehr als gute Rollen oder Schauspieltalent dazu. Bei Paul war es schon die ganze Persönlichkeit, die ihn so groß machte.

Alles weitere über den verstorbenen Filmstar erfahren Sie in den zahlreichen Nachrufen: The Rap Sheet, The New York Times, Berliner Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Tageszeitung, Welt und Zeit.


TV-Tipp für den 29. September

September 29, 2008

RTL II, 22.55

Dexter: Der Tod kommt in kleinen Stücken (USA 2006, R.: Michael Cuesta)

Drehbuch: James Manos Jr.

LV: Jeff Lindsay: Darkly Dreaming Dexter, 2004 (Des Todes dunkler Bruder)

Dexter Morgen ist bei der Polizei von Miami Spezialist für Blutanalysen. Außerdem ist er Serienmörder. Allerdings bringt er, dank des liebevollen Einflusses von seinem Vater, nur andere Serienmörder um. Als in Miami ein neuer Serienkiller auftaucht, der seine Opfer vollkommen ausgeblutet und zerstückelt zurücklässt, ist Dexter von ihm fasziniert. Endlich hat er einen gleichrangigen Gegner gefunden.

Michael C. Hall hat bereits in „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ Erfahrung mit Leichen und abseitigem Verhalten gesammelt. Die erfolgreiche Serie „Dexter“ knüpft daran an und ist noch gemeiner.

Die erste Folge hält sich dabei erstaunlich genau an das erste Drittel des schwarzhumorigen Romans von Jeff Lindsay, in dem Ich-Erzähler Dexter die Menschen und ihre Gefühle, mit dem kalten Blick eines Wissenschaftlers, wie eine fremde Spezies beobachtet. Der Plot und die Lösung sind dagegen zweitrangig.

Die restlichen elf Folgen der ersten Staffel, die, wie der erste Dexter-Roman, als großen Bogen die Jagd von Dexter nach dem Kühllaster-Killer schildert, strahlt RTL II an den kommenden Montagen aus.

Mal sehen, ob die Deutschen Dexter ebenfalls mögen oder ob die Serie ein Kritiker- und Nischenprogramm wird. Nach den Erfahrungen mit den „Sopranos“, „The Shield“, „24“, „Damages“, „Six Feet Under“ und „Nip/Tuck“, um nur einige zu nennen, befürchte ich letzteres. Im TV schlechte Quoten und dann gute DVD-Verkäufe.

Mit Michael C. Hall (Dexter Morgan), Julie Benz (Rita Bennett), Jennifer Carpenter (Debra Morgan), Erik King (Sergeant James Doakes), Lauren Vélez (Lt. Maria Laguerta), David Zayas (Angel Batista), James Remar (Harry Morgan), Dominic Janes (Young Dexter)

Wiederholung: Dienstag, 30. September, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Jeff Lindsay

Showtime-Homepage zu „Dexter“

The Rap Sheet über „Dexter“

Crimespree Cinema über die erste “Dexter”-Staffel (Infos über die zweite und dritte Staffel dann über die Suche-Funktion)


TV-Tipp für den 28. September

September 28, 2008

SRTL, 22.20

Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, R.: Robert Butler)

Drehbuch: Peter S. Fischer

Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall

Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane

Hinweis

Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”


KrimiWelt-Bestenliste Oktober 2008

September 27, 2008

Die sehr männerlastige Oktober-Bestenliste der KrimiWelt-Juroren sieht so aus:

1 (3) Heinrich Steinfest: Mariaschwarz

2 (1) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

3 (-) Jean-François Vilar: Die Verschwundenen

4 (6) Deon Meyer: Weißer Schatten

5 (-) Massimo Carlotto: Die dunkle Unermesslichkeit des Todes

6 (5) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern

7 (2) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

8 (4) Andrew Vachss: Der Fahrer

9 (-) Michael Collins: Tödliche Schlagzeilen

9 (-) Bernhard Jaumann: Die Augen der Medusa

Weil Jenny Silers „Portugiesische Eröffnung“ in ihrer Heimat unter dem Pseudonym Alex Carr erschien, könnte sogar von einer reinen Männerliste gesprochen werden.

Ansonsten freue ich mich natürlich, dass Richard Stark und Andrew Vachss noch auf der Liste sind. John Harvey hat’s nicht mehr geschafft. Einige der älteren Werke von Jean-François Vilar:haben mir sehr gut gefallen; andere dagegen überhaupt nicht.

Die neuen Bücher von Ian Rankin, George Pelecanos und Norbert Horst müssten es dann auf die November-Liste schaffen.


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