Etwas Kleinholz mit George Pelecanos, James Rollins, Bones, Dexter, Sherlock Holmes, Burn Notice und einigen Überraschungen

Juli 31, 2009

Bei BSC entdeckt: den Mitschnitt einer Lesung von George Pelecanos aus seinem neuen Roman „The Way Home“ und einem begleitenden Konzert von den Pogues. Die Tonqualität ist zwar schauderhaft, aber

Seit Jason Bourne liebt Hollywood Robert Ludlum. Die neueste Meldung ist: Ron Howard wird „The Parsifal Mosaic“ verfilmen. David Self schreibt das Drehbuch.

Das TV probiert’s mal wieder mit Elmore Leonard: „Lawman“ heißt die 13-teilige Serie und Timothy Olyphant wird Marshal Raylan Givens spielen.  Hier ein Foto, hier die Fakten und hier nochmal auf Deutsch.

Eine kleine Ausbeute von der Comic Con (ist irgendwie wie Kindergeburtstag):

Bones (auch in Deutschland beliebt)

Dexter (die zweite Staffel wird bei uns wohl nie gezeigt werden – und in Amiland sind sie schon bei der vierten)

Sherlock Holmes (die Welt muss noch bis Jahresende warten; – das dürfte jetzt der umfangreichste Mitschnitt sein)

Burn Notice (die Amis lieben die Serie; bei uns will Vox die Burn Notice im Herbst ausstellen)

Für seinen Roman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ hat James Rollins kürzlich den Scribe-Award erhalten. In den USA promotet er derzeit seinen neuen Roman „The Doomsday Key“ und natürlich gibt’s von einer Lesung auch einen schönen Mitschnitt:

Eine Neuauflage von Detektiv Rockford?

Das Drehbuch für einen Klassiker: John Michael Hayes: To Catch a Thief (nach dem Roman von David Dodge). Bei uns ist Alfred Hitchcocks Film als „Über den Dächern von Nizza“ bekannt.

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TV-Tipp für den 1. August: Rockpalast – Pinkpop-Festival

Juli 31, 2009

WDR, 00.05

Rockpalast

Gezeigt wird heute die erste Ladung von Konzertmitschnitten vom diesjährigen Pinkpop-Festival. Bis kurz nach 5 Uhr spielen:

00.05 Uhr PLACEBO

01.03 Uhr THE KILLERS

01.33 Uhr ANOUK

02.00 Uhr VOLBEAT

02.53 Uhr CHRIS CORNELL

03.53 Uhr JAMES MORRISSON

04.07 Uhr MADNESS

Die zweite, deutlich kleinere Lieferung (nur 90 Minuten) gibt es morgen Nacht ab 00.30 Uhr mit

00.30 Uhr SNOW PATROL

00.52 Uhr THE SCRIPT

01.24 Uhr THE TING TINGS

01.40 Uhr AMY McDONALD

Hinweis

Rockpalast-Seite


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 31, 2009

Bei den Alligatorpapieren sind die wie immer von Alligator-Alfred wunderschön gelayouteten TV-Krimi-Buch-Tipps für die ersten Augusttage online. Hier das Intro:

Hallo liebe Krimifreunde,
zu zwei Wochen unterhaltsamen Mord- und Totschlags mit Miss Marple, Kommissar Wallander Kommissar Bienzle und dem Wolf, aber ohne James Bond. Die kriminalfilmischen Höhepunkte sind José Giovannis Joseph-Harrington-Verfilmung „Der Kommissar und sein Lockvogel“, Robert Enricos José-Giovanni-Verfilmung „Die Abenteurer“ (beide mit Lino Ventura), Jean-Jacques Beneixs Delacorta-Verfilmung „Diva“, David Mackenzies Peter-Jinks-Verfilmung „Hallam Foe – Aus dem Leben eines Außenseiters“ (zu einer normalen Uhrzeit, aber auf einem sehr verstecken Spartensender), Robert Altmans Raymond-Chandler-Verfilmung „Der Tod kennt keine Wiederkehr“, Scott McGehee und David Siegels Elizabeth-Sanxay-Holdings-Verfilmung „The Deep End – Trügerische Stille“, Michael Hodges Ted-Lewis-Verfilmung „Get Carter“, Delmer Daves David-Goodis-Verfilmung „Das unbekannte Gesicht“, Clint Eastwoods Michael-Connelly-Verfilmung „Blood Work“ und für die Hitchcock-Fans gibt es, anläßlich seines 110. Geburtstages, eine 45-minütige Doku und seine lange nicht mehr gezeigte John-Buchan-Verfilmung „Die 39 Stufen“.


Adrian Monk besucht Paris

Juli 30, 2009

Goldberg - Bonjour Mr Monk

Adrian Monk war, wie wir in „Mr. Monk in Germany“ erfahren haben, von Berlin begeistert. Es war alles so schön symmetrisch und gleich. Paradiesisch eben. Doch Berlin war nur ein kurzer Abstecher. Die meiste Zeit war er in Lohr (ein Synonym für Vorhölle) und löste Mordfälle (was die Gegend erträglich machte). Jetzt, nachdem sein Psychiater Dr. Kroger (der Grund für Monks Reise von San Francisco nach Deutschland) wieder nach Hause zurückkehrt, möchte auch Monk den nächsten Flieger in die USA besteigen. Aber seine Sekretärin Natalie Teeger erpresst ihn zu einem Abstecher nach Paris; – was sie besser nicht getan hätte.

Schon im Flugzeug klärt Monk den ersten Mord auf.

Die ersten Stunden in Paris verlaufen dann fast normal. Es gibt zwar ein Problem mit der zweiten Etage im Hotel (die Franzosen zählen die Stockwerke falsch) und dass er die Nacht in einem Zimmer mit Natalie verbringen muss, ist auch nicht okay. Dafür darf er am nächsten Tag die Kanalisation besichtigen und in den Katakomben entdeckt Monk unter den Millionen von Knochen einen nagelneuen Schädel. Damit ist, auch weil dieser Ermordete eine Verbindung nach San Francisco hatte, für Natalie der geplante Urlaub vorbei.

Aber Monk tröstet sie. Jetzt werde sie von Paris Seiten kennen lernen, die sie als Touristin niemals gesehen hätte. Dazu zählen Besuche bei Künstlern (schlimm), Hausbesetzern (noch schlimmer) und einer im Untergrund lebenden Gruppe von Freeganern (barbarisch). Sie ernähren sich von Abfällen. Weil sie den Abfall von Nobelrestaurants plündern, ist ihr Lebensstandard gar nicht so schlecht. Jedenfalls nach normalen Standards. Für Monk gehören sie selbstverständlich alle eingesperrt.

Lee Goldbergs siebtes Monk-Abenteuer schließt unmittelbar an „Mr. Monk in Germany“ an und bietet all das, was auch die vorherigen Monk-Romane zu einem Lesegenuss machte: ein verzwickter Kriminalfall (Der hier allerdings nicht so verzwickt ist. Immerhin ist Monk im Urlaub.), Situationskomik (Monk im Hotel, Monk im Untergrund, Lt. Randy Disher in Paris), witzige Dialoge auf jeder Seite und für den genialen Ermittler ungeahnte Herausforderungen. Denn natürlich konfrontiert Lee Goldberg den neurotischen Detektiv immer wieder mit Situationen, die für normale Menschen einfach zu bewältigen sind, aber Adrian Monk vor teilweise kaum zu überwältigende Herausforderungen stellen und überraschend löst.

Gleichzeitig liefert Goldberg genug Impressionen von Paris, um einen Paris-Ausflug auf das nächste Jahr zu verschieben. Denn die interessantesten Seiten von Paris lernen wir in „Bonjour, Mr. Monk“ kennen.

Lee Goldberg: Bonjour, Mr. Monk

(übersetzt von Caspar D. Friedrich)

Panini Books, 2009

336 Seiten

9,95 Euro

Originalausgabe

Mr. Monk is miserable

Obsidian, 2008

Hinweise

Homepage von Lee Goldberg

USA Network über “Monk”

Thrilling Detective über Adrian Monk

Meine Besprechung von Lee Goldbergs „Mr. Monk und die Feuerwehr“ (Mr. Monk goes to the Firehouse, 2006)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs “Mr. Monk besucht Hawaii“ (Mr. Monk goes to Hawaii, 2006)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs “Mr. Monk und die Montagsgrippe“ (Mr. Monk and the Blue Flu, 2007)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs „Mr. Monk und seine Assistentinnen“ (Mr. Monk and the two Assistants, 2008)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs „Mr. Monk und die Außerirdischen“ (Mr. Monk in outer space, 2008)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs „Mr. Monk in Germany“ (Mr. Monk goes to Germany, 2008)


TV-Tipp für den 31. Juli: Maschinenpistolen

Juli 30, 2009

ARD, 02.50

Maschinenpistolen (USA 1949, R.: Raoul Walsh)

Drehbuch: Ivan Goff, Ben Roberts

Der Gangsterfilmklassiker „White Heat“ führte den psychopathischen Gangster ein: James Cagney als neurotisch-brutaler Gangsterboss am Rockzipfel seiner Mutter. Grandios.

Auch das Ende: Cagney jagt sich und etliche Gas-Tanks in die Luft und brüllt: „Made it, Ma! Top of the world!“

Mit James Cagney, Virginia Mayo, Edmund O’Brien, Margaret Wycherly

Auch bekannt als „Sprung in den Tod“

HInweise

Wikipedia über „White Heat“ (deutsch, englisch)

New York Times: Bosley Crowther über „White Heat“ (3. September 1949)

Slant Magazine: Eric Henderson über „White Heat“ (4. Februar 2005)

Filmzentrale: Erik Pfeiffer über „Sprung in den Tod“


Der kriminelle Buchherbst – Teil 1: Ein Halleluja für Hollywood

Juli 30, 2009

Beginnen wir unsere Vorschau auf die Herbstnovitäten mit einem alten Bekannten (Ross Thomas) und einer Busladung Filmbücher, die etwas mit dem von uns geliebten Genre zu tun haben:

Alexander Verlag

Oktober

Dominik Graf: Schläft ein Lied in allen Dingen – Texte zum Film (ist eine Auswahl der von Regisseur Graf in den vergangenen Jahren geschriebenen Texten zu seiner Arbeit im Speziellen und im Allgemeinen. Sehr, sehr lesenswert.)

Ross Thomas: Voodoo Ltd. (Voodoo, Ltd. 1992 – ein weiteres grandioses Abenteuer von Artie Wu und Quincy Durant; – auch wenn’s fast eine konventionelle Detektivgeschichte ist. Denn die beiden betreiben inzwischen die Detektei „Voodoo Ltd.“ und sie sollen einen Hollywood-Mord aufklären. Wobei wir doch wieder beim Film gelandet sind.)

Belleville

Juni

Christine Pozsár/Michael Farin (Hrsg.): Die Haarmann-Protokolle – Alles über den „Werwolf von Hannover“ (Neuauflage des bereits 1995 bei Rowohlt erschienenen Buches, das die Grundlage für das Kammerspiel „Der Totmacher“ bildete.)

November

Ulli Lommel: Zärtlichkeit der Wölfe – Begegnungen und Geschichten (klingt nach einer Art Biographie. Lommels arbeitete lange mit Rainer Werner Fassbinder zusammen und seit 1977 dreht er in den USA Horrorfilme, die regelmäßig Probleme mit der Zensur haben.)

? (Angekündigt für dieses Jahr, aber ohne genauen Erscheinungstermin)

Michael Fürst/Florian Krautkrämer/Serjoscha Wiemer (Hrsg.): Untot – Zombies in den Medien (Texte zur Theorie und Geschichte des Zombiefilms.)

Bertz + Fischer

August

Georg Seeßlen: Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über INGLOURIOUS BASTERDS (erscheint zum Filmstart und ein Seeßlen-Buch ist immer eine lohnenswerte Anschaffung.)

September

Ivo Ritzer: Walter Hill – Welt in Flammen (Deep Focus 2) (das dürfte die erste Biographie über den Actionfilm-Regisseur sein. Seine bekanntesten Werke, wie „Nur 48 Stunden“ entstanden in den Achtzigern. „Straßen in Flammen“ hab ich auch mal abgefeiert. Und bei „Alien“ und hat er als Autor und Produzent mitgemacht. Und – – – alles weitere in der Buchbesprechung.)

Harald Steinwender: Sergio Leone – Es war einmal in Europa (Deep Focus 7) (Eine Bio über den König des Italo-Westerns, der aus dem Mann ohne Namen den Mann mit dem Namen machte.)

Frühjahr 2010

Marcus Stiglegger (Hrsg.): David Cronenberg – film: 16 (Schon länger angekündigt und, da bin ich mir sicher, das Warten wird sich lohnen.)

Henschel

August

Yann-Brice Dherbier (Hrsg.): Cary Grant – Bilder eines Lebens (ein schön gestalteter Bildband, der Cary Grants Leben in 170, teilweise unveröffentlichten Bildern erzählt. Dürfte ein gutes Weihnachtsgeschenk sein.)

November

Daniela Sannwald/Peter Mänz (Hrsg.): Romy Schneider: Wien – Berlin – Paris (Parallel zur Ausstellung der Deutschen Kinemathek gibt es dieses Buch mit zahlreichen unbekannten Dokumenten. Noch ein Weihnachtsgeschenk.)


TV-Tipp für den 30. Juli: LeseHorizonte – Haiti

Juli 30, 2009

Arte, 22.40 (VPS 22.45)

LeseHorizonte: Haiti (F 2009, R.: Anne Lescot)

Drehbuch: Anne Lescot

Natürlich kann man auf Haiti Bücher lesen. Aber welche? Der TV-Moderator Patrick Poivre d’Arvor besucht die einheimischen Autoren Gary Victor, René Depestre, Lyonel Trouillot und Yanick Lahens und bummelt mit ihnen über die Insel.

Wiederholungen

Donnerstag, 6. August, 5.00 Uhr (Taggenau!)

Montag, 17. August, 5.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Arte über die Doku


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