Linksammlung zu „Im Angesicht des Verbrechens“

In den vergangenen Jahren waren vor allem Katastrophenmeldungen über die von Rolf Basedow geschriebene und von Dominik Graf inszenierte zehnteilige TV-Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ zu hören. Steigende Budgets, eine geschrottete Produktionsgesellschaft undsoweiter.

Auf der Berlinale wurde der Zehnteiler dann an zwei Tagen gezeigt und die Kritiker waren begeistert. Jetzt läuft der Krimi auf Arte (etwas lieblos an fünf Abenden zwischen dem 27. April und dem 11. Mai) und irgendwann im Herbst im Ersten.

Graf selbst sagt zwar, dass es vielleicht nicht schlecht sei, die Serie an einem Stück zu sehen, aber wenn eine Serie schon als zehnteilige Serie konzipiert wird, sollte doch wenigstens die Erstausstrahlung so ablaufen.

Jedenfalls für alle, die noch nicht wissen, ob sie die Serie ansehen sollen (Was ich nicht verstehen kann.) oder die Serie erst nach der TV-Ausstrahlung an einem Stück sehen wollen (Was ich aufgrund meines eigenen Sehverhaltens gut verstehen kann) gibt es hier eine ziemlich umfassende, durchaus eigennützige Sammlung der Berichte und Kritiken zur Serie:

Interviews mit Dominik Graf in der Zeit, im Spiegel und BR (Talk Eins zu Eins).

Ein kurzer Werkstattbericht von Rolf Basedow im Tagesspiegel.

Besprechungen in der Berliner Zeitung, critic.de, Neues Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Freitag, Morgenpost,Rheinischer Merkur, Süddeutschen Zeitung, Tagesspiegel, Vorwärts und Welt.

Im Alexander-Verlag erscheint im September das Filmbuch „Im Angesicht des Verbrechens“ von Johannes Sievert. Geplant ist ein umfassender Einblick in die Dreharbeiten.

Dort erschien auch „Schläft ein Lied in allen Dingen“; eine Sammlung der von Dominik Graf in den vergangenen Jahren geschriebenen Essays zum Film.

Außerdem hat der Alexander-Verlag auch einen Mitschnitt des Gesprächs mit dem Berlinale-Publikum online gestellt. Das Bild ist mau, der Ton okay.

Update: Weitere Kritiken in Telepolis und Spiegel Online.

Update (18. Mai 2010): Die andere Meinung bei Martin Compart (und das Positive).

Und ich hab’s immer noch nicht gesehen…


5 Responses to Linksammlung zu „Im Angesicht des Verbrechens“

  1. Christian Lukas sagt:

    Moin,
    Sie bedauern es diese Serie noch nicht gesehen zu haben? Bedauern Sie sich nicht. Gehen Sie lieber heute Abend ein Bier trinken und beglückwünschen Sie sich zu dieser Entscheidung. Hauen Sie richtig auf den Tisch und erzählen Sie es all denen, die es hören oder nicht hören wollen. Und dann stellen Sie sich vor einen Spiegel und bewunern Sie das, was Sie in diesem Spiegel sehen.

    Diese Serie ist eine Beleidigung eines jeden Fernsehfreundes. Wäre sie 1985 entstanden, ja, sie hätte ein Klassiker werden können. Aber 25 Jahre und drei Dutzend großer TV-Klassikerserien (aus den USA und GB) später ist sie eine Vergeudung von TV-Geldern.
    Und wissen Sie was: Ich sage nichts über die Handlung. Ob einem als Zuschauer die Geschichte gefällt oder nicht – das nennt man wohl persönlichen Geschmack. Jedem das seine…

    Nein.
    Es geht um
    1.) die katastrophale Schauspielführung. Schauspieler spielen Rollen, die sie nicht verstehen, mit denen sie sich definitiv nicht identifizieren, nicht mit Leben füllen können.
    2.) Die Musik: Taubheit ist eine Alternative. Wurde hier ein Archiv gemafreier Musik geplündert, weil nach den 10 Mio kein Geld mehr für den Ton da war?
    3.) Der Ton ist der eines Fernsehspiels Jahrgang 1993.
    4.) Der Schnitt ist uninspiriert, ohne Sinn, ohne Feingefühl. Manchmal ist er schlecht, manchmal dumm.
    5.) Die Dramaturgie. Sie fehlt.
    6.) Die Ausstattung: Hat der Ausstatter eine Farbschwäche und sieht nur braun oder
    7.) ist das Bild wirklich so verschwommen schlecht?

    „Im Angesicht des Verbrechens“ hat 10 Mio gekostet. Wo ist das Geld geblieben?

    Gibt es einen Roman zur Serie? Wenn ja: Lesen Sie diesen. Dann können Sie zumindest in Ihrer Phantasie tolle Bilder kreieren, Schauspieler große Leistungen vollbringen lassen, großes Kino kreieren. Wenn Ihnen die Geschichte gefällt. Das ist halt eine Geschmackssache, wie gesagt. Alles andere ist Handwerk. Und müssten Filmemachermacher einen Meisterbrief machen – Dominik Graf würde dieser nach dieser Leistung definitiv aberkannt.

  2. AxelB sagt:

    Hallo Christian,
    das mit dem Bier klappt.
    Dieses Wochenende bin ich noch mit „Flashpoint – Das Spezialkommando“ (kanadische Krimiserie, die mir bis jetzt gut gefällt), einigen Spielfilmen und einem unglaublich langweiligem Buch (macht die furchtbare Zahl von 864 Seiten noch schlimmer, aber zum Start der Verfilmung will ich’s hinter mir haben) beschäftigt.
    Und dann will ich mir wenigstens einige Minuten von „Der letzte Bulle“ antun. Da befürchte ich das SCHLIMMSTE, aber weil’s der neue Serienerfolg von Sat.1 ist, muss ich wenigstens einen Blick riskieren.
    Du siehst: mit dem Graf dauert es noch.
    Oh: es gibt keinen Roman zur Serie.
    Bis die Tage
    Axel

  3. […] Filmvorführung IM ANGESICHT DES VERBRECHENS, Teil 1-5 (D 2008-2010, Regie: Dominik Graf, 245 Minuten; – also Sitzfleisch benötigt) […]

  4. […] Kriminalakte: Links zu Artikeln über die Serie und das Gespräch mit dem Publikum nach der Berlinal… […]

  5. […] Kriminalakte: Links zu Artikeln über die Serie und das Gespräch mit dem Publikum nach der Berlinal… […]

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