Happy Birthday, Clint Eastwood

Mai 31, 2010

1955 begann es mit einem kleinen Auftritt in Jack Arnolds „Die Rache des Ungeheuers“ (Revenge of the Creature)

Von 1959 bis 1966 spielte er in der TV-Serie „Rawhide“ (Cowboys, Tausend Meilen Staub) Rowdy Yates:

1964 bestieg er den Flieger nach Italien und spielte in Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ (Per un Pugno di Dollari) Joe, besser bekannt als ‚Fremder ohne Namen‘:

Sein Debüt als Regisseur gab  er 1971  mit „Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten“ (Play Misty for Me):

Ebenfalls 1971 spielte er „Dirty Harry“ in Don Siegels Copthriller:

1976 war er „Der Texaner“ (The Outlaw Josey Wales):

1979 endete seine langjährige Zusammenarbeit mit Don Siegel mit dem Knastthriller „Flucht von Alcatraz“ (Escape from Alcatraz).

1982 entdeckte ich Clint Eastwood in „Firefox“:

1988 überließ er, aus nachvollziebaren Gründen, Forest Whitaker die Hauptrolle in „Bird“:

1992 erhielt er für „Erbarmungslos“ (Unforgiven) seinen ersten Oscar als bester Regisseur. Außerdem erhielt er den Oscar für den besten Film:

2004 wiederholte sich bei „Million Dollar Baby“ das Spiel: Clint Eastwood erhielt die Trophäe in den Kategorien „bester Film“ und „beste Regie“:

Seine bislang letzte Hauptrolle hatte er 2008  in „Gran Torino“:

Danach drehte er „Invictus“ (bereits im Kino) und „Hereafter“ (Postproduktion) und als nächstes will er ein Biopic über den FBI-Chef J. Edgar Hoover inszenieren.

Alles Gute zum achtzigsten Geburtstag, Clint Eastwood!

Mehr Infos über Clint Eastwood.

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TV-Tipp für den 31. Mai: Mord unter Zeugen – Shooting Dogs

Mai 31, 2010

ZDF, 22.15

Mord unter Zeugen – Shooting Dogs (GB/D 2005, R.: Michael Caton-Jones)

Drehbuch: David Wolstencroft

Gleiches Thema wie “Hotel Ruanda”, aber dieses Mal nimmt ein Pater in seiner Missionsschule die vor dem Bürgerkrieg Flüchtenden auf. Weil „Shooting Dogs“ nach dem vorzüglichen „Hotel Ruanda“ in die Kinos kam, wurde er kaum beachtet.

Mit John Hurt, Hugh Dancy, Dominique Horwitz, Louis Mahony

Auch bekannt als “Shooting Dogs” (Kinotitel)

Hinweise

Homepage zum Film

Wikipedia über „Shooting Dogs“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Shooting Dogs“

ZDF über „Shooting Dogs“

Arte über „Shooting Dogs“

BBC über „Shooting Dogs“ : The Making of Shooting Dogs

Meine Besprechung von David Wolstencrofts „Die Spezialisten“ (Good News, Bad News, 2004)

Meine Besprechung der von David Wolstencroft erfundenen Serie “Spooks – Im Visier des MI5 – Staffel 1”


R. i. P. Dennis Hopper

Mai 30, 2010

R. i. P. Dennis Hopper (17. Mai 1936 – 29. Mai 2010)

Diese Todesnachricht ist keine Überraschung: Dennis Hopper starb am Samstag in seinem Haus im kalifornischen Venice. Er hatte Prostatakrebs.

Sein letzter großer öffentlicher Auftritt als todkranker Mann war am 26. März als er seinen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood erhielt. Gleichzeitig gab es sehr unschöne Meldungen über seine Erben, die sich an seinem Todesbett über das Geld stritten.

Dieser kleinliche Streit überschattet aber nicht sein immenses Werk als Schauspieler und Regisseur. Nach der IMDB spielte Dennis Hopper er zwischen 1954 und 2010 in über zweihundert Filmen und TV-Serien mit. Vieles davon, vor allem in den letzten Jahren, ist nur Müll, den er zum Geldverdienen mit seiner Anwesenheit beehrte. Aber er spielte auch in vielen Klassikern mit. Dazu gehören, zwischen Hollywood-Mainstream, Blockbustern und Independent pendelnd, „…denn sie wissen nicht was sie tun“ (Rebel without a cause, USA 1955), „Giganten“ (Giant, USA 1955, wieder mit James Dean), „Zwei rechnen ab (Gunfight at the O.K. Corral, USA 1957), „Die vier Söhne der Katie Elder“ (The four Sons of Katie Elder, USA 1965), „Der Trip“ (The Trip, USA 1967), „Der Unbeugsame“ (Cool Hand Luke, USA 1967), „Hängt ihn höher“ (Hang ‚em high, USA 1968), „Der Marshall“ (True Grit, USA 1969), „Der amerikanische Freund“ (D 1977), „Apocalypse Now“ (USA 1979), „Rumble Fish“ (USA 1983), „Das Osterman-Weekend“ (USA 1983), „White Star“ (D 1983; wahrscheinlich kennt niemand diesen Roland-Klick-Film), „Blue Velvet“ (USA 1986), „Indian Runner“ (USA 1991), „Red Rock West“ (USA 1993), „True Romance“ (USA 1993), „Speed“ (USA 1994), „Waterworld“ (USA 1995), „The Blackout“ (USA 1997), „Land of the Dead“ (USA 2005), „Palermo Shooting“ (D 2008) und dann war er noch der Bösewicht in der ersten Staffel von „24“. Er spielte wahrscheinlich mit jedem bekannte Schauspieler der letzten fünfzig Jahre und wahrscheinlich jeder renommierte Regisseur gab oder versuchte ihm Anweisungen zu geben.

Er inszenierte „Easy Rider“ (USA 1969), „The last Movie“ (USA 1971), „Explodierende Träume“ (Out of the Blue, USA 1980), „Colors – Farben der Gewalt“ (USA 1988) und „The hot Spot – Spiel mit dem Feuer“ (The hot Spot, USA 1990). Das ist zwar ein schmales, aber letztendlich beeindruckendes Werk mit einer hohen Klassikerdichte.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Die Zeit, Focus, Süddeutsche Zeitung – und bei The Hollywood Interview ein Interview vom November 2008 mit Dennis Hopper.

Weitere werden kommen.


TV-Tipp für den 30. Mai: Der Texaner

Mai 29, 2010

Tele 5, 22.25

Der Texaner (USA 1976, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: Phil Kaufman, Sonia Chernus

LV: Forrest Carter: The Rebel Outlaw: Josey Wales, 1973 (Gone to Texas; The Outlaw Josey Wales; Josey Wales

Missouri, während des Bürgerkriegs: Marodierende Nordstaatler bringen die Familie von Farmer Josey Wales um. Er schwört Rache, schließt sich den Südstaatlern an, ergibt sich nicht am Ende des Bürgerkrieges, wird als Outlaw gejagt und will irgendwann nur noch seine Ruhe haben. Aber langsam hat er eine Ersatzfamilie im Schlepptau.

Ein feiner Western

mit Clint Eastwood, Chief Dan George, Sondra Locke, Bill McKinney, John Vernon, Paula Trueman, Sam Bottoms

Hinweise

Wikipedia über „Der Texaner“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Clint Eastwood in der Kriminalakte


KrimiWelt-Bestenliste Juni 2010

Mai 29, 2010

Die Bestenliste der KrimiWelt für den Juni:

1 (1) Josh Bazell: Schneller als der Tod

2 (-) Pete Dexter: God’s Pocket

3 (4) Paco Ignacio Taibo II: Der Schatten des Schattens

4 (-) Henning Mankell: Der Feind im Schatten

5 (-) Francisco González Ledesma: Der Tod wohnt nebenan

6 (5) Arne Dahl: Dunkelziffer

7 (-) Dominique Manotti: Letzte Schicht

8 (6) Michael Connelly: So wahr uns Gott helfe

9 (-) Patricia Duncker: Der Komponist und seine Richterin

10 (8) Adrian McKinty: Der sichere Tod

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Huch, schon wieder fünf Neueinsteiger.

Erfreulich ist, dass Josh Bazell, Michael Connelly und Adrian McKinty weiterhin drin sind und dass Pete Dexter mit seinem endlich übersetztem Debütroman drin ist.


TV-Tipp für den 29. Mai: Erbarmungslos

Mai 29, 2010

ZDF, 23.50

Erbarmungslos (USA 1992, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: David Webb Peoples

Wyoming, 1880: Als der ehemalige Revolverheld William Munny erfährt, dass die Huren von Big Whiskey ein Kopfgeld von 1000 Dollar auf zwei Cowboys aussetzten, die eine von ihnen verstümmelte, schnallt er wieder seinen Colt um. Denn er braucht das Geld für sich und seine beiden Kinder; – auch wenn er es mit zwei Gefährten teilen muss.

‚Erbarmungslos‘ ist offensichtlich ein feinfühlig gemachter und ausbalancierter Film, und, wenn man seine Einsichten in die menschliche Natur bedenkt, so düster, wie ein Genrefilm überhaupt nur sein kann. Aber er präsentiert sich nicht finster, was er teilweise seinen Autoren verdankt. (…) Abgesehen von ‚revisionistisch‘ , war das von den Kritikern am häufigsten verwendete Wort ‚Meisterstück‘.“ (Richard Schickel: Clint Eastwood – Eine Biographie)

ein vorzüglicher Spätwestern, der wie seit Peckinpahs ‚The Wild Bunch‘ nicht mehr verstört.“ (Fischer Film Almanach 1993)

Erbarmungslos“ erhielt vier Oscars, unter anderem als bester Film. Clint Eastwood erhielt für seine Regie und sein Spiel zahlreiche Preise und Nominierungen.

Das Drehbuch war für den Edgar, Oscar, Golden Globe und WGA Award nominiert und erhielt von den Western Writers of America den Spur Award als bestes Western-Drehbuch.

Außerdem erhielt „Erbarmungslos“ den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards.

Bei Rotten Tomatoes liegt der Frischegrad für diesen Western bei 96 Prozent.

Auf einer 2008 veröffentlichten Liste der zehn besten Western setzte das American Film Institute „Erbarmunglos“ auf den vierten Platz.

mit Clint Eastwood, Gene Hackman, Morgan Freeman, Richard Harris, Jaimz Woolvett, Saul Rubinek, Francis Fisher, Jeremy Ratchford

Hinweise

Wikipedia über „Erbarmungslos“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Unforgiven“ von David Webb Peoples (Production Draft Sript, 23. April 1984)

epd Film: Rudolf Worschech über Clint Eastwood (2010)

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Clint Eastwood in der Kriminalakte


Mr. Deaver trifft Mr. Bond

Mai 28, 2010

Via The Rap Sheet erreichte mich folgende wirklich überraschende, aber auch sehr neugierig machende Meldung:

Jeffery Deaver schreibt den nächsten James-Bond-Roman.

Deaver sagt zum Projekt: „The novel will maintain the persona of James Bond as Fleming created him and the unique tone the author brought to his books, while incorporating my own literary trademarks: detailed research, fast pacing and surprise twists.”

Der Thriller soll im Mai 2011 in den USA und England erscheinen und der Arbeitstitel „Project X“ wird sich sicher auch noch ändern.

Die Geschichte spielt in der Gegenwart und James Bond wird mindestens drei exotische Orte besuchen.

Das verrät nicht viel und könnte auch zu fast jedem Bond-Buch und -Film gesagt werden. Trotzdem bin ich schon jetzt sehr gespannt auf den Thriller. Denn der letzte Buchauftritt von James Bond in Sebastian Faulks‘ „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008) war enttäuschend und spannend wird’s bei Jeffery Deaver immer.


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