Kleinkram

Das kommt nicht wirklich überraschend: Das Erste hat sich entschlossen, am kommenden Freitag, den 19. November, nicht zwei, sondern drei Folgen von „Im Angesicht des Verbrechens“ auszustrahlen.

Die Erklärung:

Man verleihe der Serie so einen prägnanteren Schluss, hieß es von der ARD. Diejenigen, die von der Serie begeistert seien, müssten dann nicht noch eine Woche warten, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.

In der Süddeutschen Zeitung wird auch ARD-Programmdirektor Volker Herres zitiert:

Herres spricht von seiner Befürchtung, die zehnte Folge könne als Stand Alone absaufen. Aber dann hätte man sie von Anfang an nicht allein stehend programmieren dürfen.

Die Saga einer Berliner Russenmafia wurde bereits zur Hälfte ausgestrahlt und hat bislang ein Publikum von konstant zwei Millionen. Zwei Millionen Menschen sind ordentlich, aber natürlich deutlich weniger als 3,5 Millionen, die den üblichen Zuschauerschnitt am Freitagabend bilden, wenn die ARD um 21.45 Uhr zur Tatort-Wiederholung ansetzt.

Die Erklärung ist natürlich Bullshit. Aber nur die Privaten dürfen sagen, dass sie wegen schlechter Quoten eine Sendung absetzen oder auf einen Nach-Mitternacht-Sendeplatz verschieben.

Vielleicht gab’s auch einige empörte Anrufe von schockierten Zuschauern.

Und nun zu erfreulicheren Dingen:

der Noir of the Week ist „Auf falscher Spur“ (The clouded yellow, USA 1950) von Ralph Thomas nach einem Drehbuch von Janet Green mit Jean Simmons und Trevor Howard.

Letzte Woche war’s „Tokio-Story“ (House of Bamboo, USA 1955) von Sam Fuller.

Bei Mulholland Books gibt’s Artikel über

Charles Willeford

die Thorne-Verfilmung „Sleepyhead“ (nach dem Roman von Mark Billingham)

What makes a great novel?“ (R. J. Ellory versucht die Frage zu beantworten)

„What ya readin‘ for?“ (R. J. Ellory versucht auch diese Frage zu beantworten)

Ken Bruen unterhält sich mit Andrew Vachss und er bespricht Andrew Vachss‘ neuen Noir „The Weight“

Andrew Vachss hat die Kurzgeschichte „As the crow flies“ geschrieben (Teil eins, Teil zwei)

Maxim Jakubowski hat sich mit Regisseur Mike Hodges (Get Carter) unterhalten

Martin Compart gratuliert Alain Delon zum Geburtstag.

 

2 Responses to Kleinkram

  1. […] der Kriminalakte spuckt man auf die Erklärung der ARD für die Programmänderung, durch die am Freitag Abend eine gute Krimireihe versendet […]

  2. […] der Kriminalakte spuckt man auf die Erklärung der ARD für die Programmänderung, durch die am Freitag Abend eine gute Krimireihe versendet […]

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