TV-Tipp für den 22. Februar: Jules und Jim

Arte, 20.15

Jules und Jim (F 1961, R.: Francois Truffaut)

Drehbuch: Francois Truffaut, Jean Gruault

LV: Henri-Pierre Roché: Jules et Jim, 1953 (Jules und Jim)

1912 lernen sich der französische Literat Jim und sein deutscher Kollege Jules kennen. Beide verlieben sich in die lebenslustige Cathérine – und erleben die reine Liebe zu dritt.

„Jules und Jim“ ist wahrscheinlich Truffauts bekanntester Film. Jedenfalls ist sein Kultfilm ein zeitloser Film über die scheinbar unmögliche reiner Liebe in einer Dreierbeziehung.

„Es wird kaum ein Wort darüber verloren, dass ‚Jules und Jim’ alles andere als den bürgerlichen Moralvorstellungen huldigt, sondern sie im Gegenteil auch noch lustvoll verhöhnt. (…) Obwohl so traurige Ereignisse wie Ehebruch, Selbstmord und Tod erzählt werden, handelt ‚Jules und Jim’ eigentlich von nichts anderem als vom Glück. Truffaut hängt die ganze Filmdauer der Frage nach, wie das richtige Leben aussehen müsse, was man tun müsse, um wirklich glücklich zu sein.“ (Willi Winkler: Die Filme von Francois Truffaut)

Der Film basiert auf einem autobiographischen Roman von Henri-Pierre Roché (1879 – 1959). Zehn Jahre später verfilmte Truffaut seinen Roman „Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent“. In ihm variieren Roché und Truffaut die Geschichte von „Jules und Jim“: ein Mann steht zwischen zwei Frauen.

Anschließend läuft die spielfilmlange Doku „Francois Truffaut – Eine Autobiographie“ (Frankreich 2004, R.: Anne Andreu).

Mit Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre

Wiederholung: Donnerstag, 23. Februar, 14.40 Uhr

Hinweise

Wikipedia über Francois Truffaut (deutsch, englisch, französisch)

Arte über Francois Truffaut

Erster Teil meines Francois-Truffaut-Porträts (mit einer Besprechung von Emmanuel Laurents „Godard trifft Truffaut“)

Kriminalakte über Francois Truffaut

Bonushinweis

Bei Arthaus/Studiocanal erschien „Jules und Jim“ jetzt in einer spärlich ausgestatteten DVD. Neben der deutschen und der französischen Fassung ist nur der Trailer vorhanden.

Mehr Bonusmaterials gibt es auf der nicht mehr erhältlichen Concorde-Veröffentlichung (die damals anscheinend nur in einer Box erschien) und, selbstverständlich, auf der Criterion-Veröffentlichung (allerdings nur wenn der DVD-Player auch US-DVDs abspielt).


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