TV-Tipp für den 1. Juni: Rock am Ring

Mai 31, 2012

Eins Plus, 18.00

Rock am Ring

Heute neun Stunden, morgen wieder neun Stunden und übermorgen schlappe sieben Stunden gibt es, immer ab 18.00 Uhr, Konzerte, Interviews und Impressionen vom diesjährigen „Rock am Ring“.

Heute mit, uh, keine Ahnung, welche Konzerte übertragen werden.

Aber am Samstag stehen unter anderem Cypress Hill (18.25 Uhr), Kasabian (21.05 Uhr), Soundgarden (21.30 Uhr) und Machine Head (00.00 Uhr), am Sonntag Peter Doherty (20.20 Uhr), The Stranglers (20.50 Uhr), Billy Talend (21.05 Uhr) und Metallica (23.00 Uhr) auf dem Programm.

Das gesamte TV-Programm gibt es hier, das Catering müsst ihr im Lebensmittelgeschäft eures Vertrauens kaufen. Freunde einladen ist natürlich auch eine Option.

Und dann: MACHT LÄRM


Neu im Kino/Filmkritik: „Snow White and the Huntsman“ oder die US-Action-Variante von Schneewittchen

Mai 31, 2012

Ein Märchenfilm in der Kriminalakte?

Die Erklärung dafür – und ich werde nicht die Ausflucht nehmen, dass in Märchen immer ganz viele Verbrechen begangen werden oder dass ich in die Schauspielerinnen verliebt bin (obwohl Kristen Stewart und Charlize Theron verdammt gut aussehen) – ist ganz einfach. Es sind die Drehbuchautoren.

John Lee Hancock schrieb die Bücher für die Clint-Eastwood-Filme „Perfect World“ und „Mitternacht im Garten von Gut und Böse“, Hossein Amini die Bücher für John Maddens Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ und Nicolas Winding Refns James-Sallis-Verfilmung „Drive“. Jetzt wollte ich wissen, wie sie die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen erzählen. Denn Snow White ist Schneewittchen und, weil Hollywood inzwischen ungern seine Filmtitel in andere Sprachen übersetzen lässt, müssen wir uns an den Namen Snow White (was beim Sehen für Erheiterung sorgt) und einige Änderungen in dem uns seit Kindertagen vertrauten Märchen gewöhnen.

Die böse Königin Ravenna (Charlize Theron), die ihre ewige, jugendliche Schönheit mit dem Blut junger Frauen konserviert, hat ihre Stieftochter, die Königstochter Snow White (Kristen Stewart), seit Jahren in einem Turm eingesperrt. Snow White, die langsam zur Schönsten im Land wird, kann entkommen. Sie flüchtet durch den bedrohlich-gefährlichen finsteren Wald zu ihrem Kinderfreund William und dessen Vater, Herzog Hammond, der mit seinen Männern eine Trutzburg gegen Ravenna aufgebaut hat.

Auf ihrer Flucht begegnet sie den sieben Zwergen (Ian McShane, Bob Hoskins, Ray Winstone, Nick Frost, Toby Jones, Eddie Marsan, Brian Gleeson, Johnny Harris; – acht kaum erkennbare Gründe für den Filmbesuch) und es wird auch für sie immer deutlicher, dass sie die Auserwählte ist.

Die Königin weiß das, dank ihres Spiegels („Spieglein, Spieglein,…“) schon lange und deshalb hat sie ihre Soldaten losgeschickt. Angeführt werden sie von dem Huntsman (Chris Hemsworth, ohne „Thor“-Hammer, aber trotzdem schlagkräftig), der den finsteren Wald in- und auswendig kennt.

Als der Huntsman (Nee, „Jäger“ geht für einen echten Huntsman nicht) bemerkt, dass die Königin ihm niemals die versprochene Belohnung geben wird, hilft er Schneewittchen (Ähem, Snow White) im Kampf gegen die böse Königin.

Das ist als ein in einer mittelalterlichen Landschaft spielender Action-Fantasyfilm durchaus unterhaltsam und kurzweilig. Allerdings setzt sich „Snow White and the Huntsman“ unschön zwischen die Stühle. Denn mir ist vollkommen unklar, wer sich den Film ansehen soll.

Als Märchenfilm ist „Snow White and the Huntsman“ eindeutig ein Film für Kinder. Aber für die ist diese Verfilmung von Grimms Märchen dann doch zu brutal und düster. Besonders die Szenen im dunklen Wald, die Kämpfe und auch einige Verwandlungen der bösen Königin sind ziemlich furchterregend. Deshalb ist der Film in vielen Länder auch erst für Jugendliche freigegeben. In den USA ist er ein PG-13-Film. Bei uns ist er „frei ab 12 Jahre“. Allerdings werden die meisten Jugendlichen den Märchenfilm links liegen lassen und lieber in den nächsten Actionfilm gehen. Dabei ist es einerlei, ob wir an James Bond oder Harry Potter oder einen Superheldenfilm denken. Schließlich ist man als Teenager zu alt für Märchenfilme aus dem Haus der Brüder Grimm.

Die noch Ältere werden sich an den eindimensionalen Charaktere stören. Denn die Königin ist böse, Schneewittchen gut, der Jäger tapfer und die sieben Zwerge sind letztendlich ebenso todesmutig. Da fehlen dann die postmodernen Brechungen und Anspielungen, die „Snow White and the Huntsman“, wie zum Beispiel „Shrek“, zu einem intellektuellen Vergnügen machen könnten.

 

Snow White and the Huntsman (Snow White and the Huntsman, USA 2012)

Regie: Rupert Sanders

Drehbuch: Evan Daugherty, John Lee Hancock, Hossein Amini (nach einer Geschichte von Evan Daugherty)

mit Kristen Stewart, Charlize Theron, Chris Hemsworth, Sam Claflin, Ian McShane, Bob Hoskins, Ray Winstone, Nick Frost, Toby Jones, Eddie Marsan, Brian Gleeson, Johnny Harris, Sam Spruell

Länge: 127 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Snow White and the Huntsman“

Rotten Tomatoes über „Snow White and the Huntsman“

Wikipedia über „Snow White and the Huntsman“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Bricht Georg Trakl das „Tabu“?

Mai 31, 2012

Inzest ist immer noch ein Tabu und auch in Deutschland verboten. Das macht die Geschwisterliebe in einem Film zu einem ungleich größerem dramatischem Treibmittel als eine normale Liebesgeschichte über eine zwischen zwei Männern stehende Frau.

Wenn dann der Inzest in der Vergangenheit spielt, als man sogar bis nach der Hochzeit auf den Geschlechtsverkehr verzichtete (jedenfalls mit der Künftigen), wird es noch dramatischer.

Und wenn dann die Liebesgeschichte an die Egos von Künstlern, die ja für ihren laxen Umgang mit bürgerlichen Konventionen bekannt sind, gekoppelt wird und diese auf dem Leben von verstorbenen Künstlern beruht, dann ist es noch interessanter. Immerhin verspricht ein solches Biopic auch einen Blick durch das Schlüsselloch.

In „Tabu“, dem neuesten Kinofilm des „Tatort“- und „Bloch“-Regisseur Christoph Stark, geht es um die Beziehung des expressionistischen Dichters Georg Trakl (1887 – 1914) zu seiner jüngeren Schwester Grete (1891 – 1917), die, am Filmanfang, am Beginn einer Karriere als Pianistin steht. Dass beide sich sehr nahe standen und Trakl sie in seinen Gedichten öfters erwähnte, ist historisch verbürgt. Aber ob sie auch Sex miteinander hatten, ist umstritten, aber eher unwahrscheinlich. In dem Film wird die Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet, mit viel nackter Haut im Stil eines Softpornos auch gezeigt und am Ende mit einer Schwangerschaft belohnt.

Das Problem des Films ist allerdings nicht die nackte Haut oder der exzessive Drogenkonsum der Protagonisten. Georg Trakl nimmt nicht nur verschiedene Drogen, sondern besorgt auch für seine Mutter Laudanum. Es ist auch nicht der laxe Umgang mit der Historie. Schließlich nehmen Spielfilme sich oft mehr oder weniger große Freiheiten von der historischen Wahrheit, die den meisten Zuschauern nicht auffallen und sie, solange die Geschichte gut ist, auch nicht stören.

Tabu“ krankt an Christoph Starks Entscheidung, den Film absolut zeitgenössisch mit wackelnder Handkamera zu drehen. Da erinnert nichts an die formale Strenge von David Cronenbergs ebenfalls vor dem 1. Weltkrieg spielendem, ungleich gelungerem Drama „Eine dunkle Begierde“, das auch als veritable Geschichtsstunde genossen werden kann.

Auch das Spiel der Schauspieler in „Tabu“ deutet eher auf einen in der Gegenwart spielenden Film hin. Und das ist er unter den historischen Kostümen dann auch: ein typisch deutscher, teils unnötig elliptisch erzählter Problemfilm mit beziehungs- und bindungsunfähigen Charakteren, die nicht über ihre Gefühle reden können und die einen höchstens als Fallstudie einer vollkommen verkorksten Familie interessieren.

Tabu – Es ist die Seele…ein Fremdes auf Erden (Österreich/Deutschland 2011)

Regie: Christoph Stark

Drehbuch: Ursula Mauder

mit Lars Eidinger, Peri Baumeister, Rainer Bock, Rafael Stachowiak, Petra Morzé, Jules Werner

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Tabu“

Wikipedia über Georg Trakl


Neu im Kino/FIlmkritik: Jason Statham geht auf Nummer „Safe“

Mai 31, 2012

Jason Stathams neues Action-Vehikel „Safe“ ist nicht wirklich schlecht. Immerhin schrieb Boaz Yakin das Drehbuch und führte auch Regie. Yakin ist auch verantwortlich für „Fresh“, „The Punisher“, „Rookie – Der Anfänger“ (okay, keine von Clint Eastwoods Sternstunden), „Gegen jede Regel“ und „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ und er war auch im Gespräch für den neuen „Batman“-Film, der jetzt von Christopher Nolan gedreht wurde. Da kann solide Genrekost erwartet werden.

Safe“ ist aber auch nicht wirklich gut. Denn gerade weil er ein viel besserer Film hätte werden können, enttäuscht „Safe“ als solide, unter ihren Möglichkeiten bleibende Actionkost mit Seventies-Touch dann auch.

Statham spielt den Ex-Cop Luke Wright, der als Obdachloser durch New York irrt. Als er eine kleine Chinesin (Catherine Chan) sieht, die von Gangstern verfolgt wird, besinnt er sich auf seine alten Reflexe. Er rettet das Kind und die atemlose Jagd durch Manhattan beginnt. Denn die zwölfjährige Mei wird von russischen und chinesischen Gangsterbanden und der Polizei verfolgt. Sie hat als Mathematik-Genie die gesamten US-Geschäfte des Triaden-Bosses Han Jiao (James Hong) und einen unglaublich komplizierten Safe-Code, den sie sich für Han Jiao merken sollte, in ihrem Gedächtnis gespeichert.

Das erinnert jetzt etwas an den mauen Bruce-Willis-Actioner „Das Mercury-Puzzle“ (in dem Film beschützte Willis als Cop einen autistischen Jungen, der einen supergeheimen Geheimdienst-Code geknackt hat), aber in Yakins Film ist die zu beschützende Mei, bis auf ihre Mathe-Begabung, ein ganz normales Mädchen und die Gegner und ihre Motive sind zahlreicher und auch, immerhin geht es um einen mit 30 Millionen Dollar gefüllten Safe, glaubwürdiger. Auch dass die Polizei als korrupte Vereinigung, die prächtig mit beiden Gangsterbanden zusammenarbeitet, porträtiert wird, fügt sich schön in den düsteren Kosmos des Films, der die Gesellschaft bis in die höchsten Ränge der Stadtpolitik als vom Verbrechen durchzogen porträtiert.

Aber bis zur ersten Begegnung von Luke Wright und Mei vergeht zu viel Zeit, in der Yakin reichlich umständlich und mit vielen Zeitwechseln die wichtigsten Charaktere einführt. Das hätte man schneller machen können. Aber so bleibt immerhin genug Zeit, sich im Old-School-Feeling der Siebziger-Jahre-Actionfilme zu suhlen. Mit „The Bank Job“ hat Statham ja bereits einen Ausflug in die Siebziger gemacht. Mit „The Mechanist“ gab es dann das mit etwas Action aufgepäppelte Remake des gleichnamigen Charles-Bronson-Thrillers.

In „Safe“ wird allerdings, nachdem Wright Mei begegnet, ein „Transporter“- und „Crank“-verdächtiges Actionfeuerwerk, in dem Statham dann zum unkaputtbaren Jojo-Männchen verkommt, abgebrannt. Das ist dann das, was man von einem Statham-Film erwartet, aber es ist auch nicht mehr.

Und so enttäuscht „Safe“ letztendlich, weil Yakin zu sehr auf Nummer Sicher geht. Mit etwas mehr Wagemut hätte nicht nur solide Genrekost, sondern ein wirklich interessanter Thriller mit einem angenehmen Retro-Touch entstehen können.

Safe – Todsicher (Safe, USA 2012)

Regie: Boaz Yakin

Drehbuch: Boaz Yakin

mit Jason Statham, Catherine Chan, Robert John Burke, Reggie Lee, Anson Mount, James Hong, Chris Sarandon

Länge: 95 Minuten

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Safe – Todsicher“

Rotten Tomatoes über „Safe – Todsicher“

Wikipedia über „Safe – Todsicher“

 

 


TV-Tipp für den 31. Mai: Tatort: Es wird Trauer sein und Schmerz

Mai 31, 2012

WDR, 20.15

Tatort: …es wird Trauer sein und Schmerz (D 2009, R.: Friedemann Fromm)

Drehbuch: Astrid Paprotta

Kommissarin Lindholm jagt einen Heckenschützen, der anscheinend wahllos Menschen tötet und anschließend den Angehörigen einen Brief schickt.

Dass Astrid Paprotta das Drehbuch schrieb, verspricht einen ungewöhnlichen “Tatort”. Dummerweise werden wir auch mit einer Portion Familienglück (die Kommissarin ist mit Sohn und Mitbewohner im Urlaub) bedient und die Lindholm-Tatorte rangieren bei mir unter “muss nicht sein”.

“Mich hat die Geschichte hinter der Krimi-Geschichte gereizt. Während es auf der ersten Ebene um die Jagd auf einen Mörder geht, geht es auf der Meta-Ebene, der zweiten Ebene der Geschichte, um die Bedeutung des Schauens und Beobachtens in unserer heutigen Mediengesellschaft. So wird ein Unglück heute erst dann als richtig real empfunden, wenn Bilder davon existieren und herumgeschickt werden.” (Astrid Paprotta im Presseheft zum “Tatort”)

mit Maria Furtwängler, Ingo Naujoks, Torsten Michaelis, Anne Ratte-Polle

Hinweise

Homepage von Astrid Paprotta

Tatort-Fundus über „…es wird Trauer sein und Schmerz“


Kurzkritik: Massimo Carlotto/Mama Sabot „Tödlicher Staub“

Mai 30, 2012

Massimo Carlotto hat wieder zugeschlagen und nicht nur die angenehme Länge von 160 Seiten erinnert an die guten alten Tage, als man einen Kriminalroman locker an einem Abend lesen konnte. Es ist auch, erzählt im wunderbar lakonischen Hardboiled-Stil, die Verbindung aus gerechter Empörung über die schmutzigen Geschäfte der Mächtigen und den honorigen, aber von Anfang an zum Scheitern verurteilten Versuchen der Machtlosen, etwas dagegen zu tun, das an Jean-Patrick Manchette und die bei uns unbekannteren Vertreter des Neo-Polar erinnert. Aber auch, schließlich ist Carlotto Italiener, an die knappen Romane von Leonardo Sciascia, die gut recherchierte Gesellschaftsporträts und Anklagen gegen die Verbindung von Mafia und Staat sind. Und natürlich erinnert „Tödlicher Staub“ an die grandiosen italienischen und französischen Polit-Thriller und Gangsterfilme aus den sechziger und siebziger Jahren.

Auch Carlotto recherchierte für seinen neuen Roman „Tödlicher Staub“ ausführlich über Uranmunition, die beim Verschießen entstehenden Nanopartikel und das militärische Sperrgebiet Salto di Quirra – Capo San Lorenzo. Dabei half ihm das neunköpfige sardische Journalistenkollektiv Mama Sabot.

In der Nähe des Sperrgebiets Salto di Quirra sammelt die junge Tierärztin Nina Tola die Kadaver von verunstalteten Schafen und Ziegen ein. Sie will herausfinden, wie die im Sperrgebiet verschossene Uranmunition wirkt.

Zur gleichen Zeit wird der untergetauchte Deserteur Pierre Nazzari von zwei Polizisten erpresst. Er soll bei ihr einbrechen und sich, als Barkeeper, mit ihr befreunden. Er tut beides – und beginnt ihr, nachdem sie gemeinsam ermordet werden sollten, zu helfen.

Tödlicher Staub“ ist ein herrlich verschachtelter, noirischer Polit-Thriller, in dem jeder nur versucht, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dummerweise hat niemand von ihnen mit den Faktoren Dummheit, Gier und Zufall gerechnet. Und wenn dann, in der zweiten Hälfte des Krimis, die verschiedenen Parteien sich gegenseitig erpressen, belügen und betrügen, wird es teilweise etwas unübersichtlich. Aber so ist das Leben.

Tödlicher Staub“ ist ein feiner Krimi.

Massimo Carlotto/Mama Sabot: Tödlicher Staub

(übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel)

Tropen, 2012

160 Seiten

14,95 Euro

Originalausgabe

Perdas de fogu

Edizioni E/O, 2008

Hinweise

Homepage von Massimo Carlotto

Krimi-Couch über Massimo Carlotto

Wikipedia über Massimo Carlotto

Meine Besprechung von Massimo Carlottos „Der Flüchtling“ (Il Fuggiasco, 1994)


TV-Tipp für den 30. Mai: Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Mai 30, 2012

Arte, 20.15

Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (USA/F 2005, R.: Tommy Lee Jones)

Drehbuch: Guillermo Arriaga

Ein junger Grenzpolizist erschießt irrtümlich den Rancharbeiter Melquiades Estrada. Sein bester Freund, der Vorarbeiter Pete Perkins, will Estradas letzten Wunsch, eine Beerdigung in seiner Heimat Mexiko, erfüllen. Weil die Polizei sich nicht für den Tod eines Illegalen interessiert und Perkins altmodische Vorstellung von Moral und Ehre hat, entführt er den Todesschützen und begibt sich mit ihm und der Leiche auf den Weg zu Estradas Heimatdorf.

Toller noirischer Neo-Western, der leider nie richtig in unseren Kinos lief. In Cannes erhielten Tommy Lee Jones und Guillermo Arriaga die Preise für beste Regie und bestes Drehbuch. Außerdem erhielt „Die drei Begräbnisse des Melquides Estrada“ den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards als bester Kinofilm.

Der Film ist Tommy Lee Jones’ bislang einziger Kinofilm.

mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio César Cedillo, Dwight Yoakam, January Jones, Melissa Leo, Levon Helm, Guillermo Arriaga

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“

Unionsverlag über Guillermo Arriaga


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