Auf der „Bourbon Street“ sind „Die Geister des Cornelius“ lebendig

Mit „Bourbon Street: Die Geister des Cornelius“ gelingt Autor Philippe Charlot und Zeichner Alexis Chabert eine wunderschöne Liebeserklärung an den Jazz. Das liegt nicht nur an der Geschichte (1997, nach dem Erfolg des Buena Vista Social Club, beschließt Alvin die alte Band wieder zusammen zu stellen, um mit ihrem traditionellem New-Orleans-Jazz wieder vor Publikum zu spielen. Als Zugpferd brauchen sie den vor einem halben Jahrhundert spurlos verschwundenen Cornelius, den Trompeter ihrer damaligen Gruppe.), sondern auch an den atmosphärischen Zeichnungen und, vor allem, wie Charlot und Chabert ihre Geschichte erzählen. So ist ihr Erzähler Louis ‚Satchmo‘ Armstrong 1997 seit 26 Jahren tot. Gegenwart und Vergangenheit gehen immer wieder nahtlos ineinander über, Erinnerungen sind gegenwärtig, Realität und Fantasie kaum zu unterscheiden und sie befruchten sich, wie bei einer Jazz-Improvisation, gegenseitig.

Philippe Charlot (Text)/Alexis Chabert (Zeichnungen): Bourbon Street: Die Geister des Cornelius

(übersetzt von Marcel Le Comte)

Ehapa Comic Collection, 2012

56 Seiten

13,99 Euro

Originalausgabe

Bourbon Street: Tome 1 – Les Fantômes de Cornelius

Bamboo Edition, 2011

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: