Neu im Kino/Filmkritik: Das Surfer-Biopic „Mavericks“ reitet die Welle

Wenn sich die Surfer-Legende Rick ‚Frosty‘ Hesson (Gerard Butler) und der junge Jay Moriarity 1987 zum ersten Mal begegnen, ist klar, dass sie die Leidenschaft für das Meer teilen und auch wie sich die in Santa Cruz, Kalifornien, spielende, auf dem Leben des echten Jay Moriarity basierende Geschichte weiterentwickelt. Auch wenn wir noch nie etwas von Jay Moriarity (16. Juni 1978 – 15. Juni 2001) gehört haben.

Denn selbstverständlich will ‚Frosty‘ sieben Jahre später den fünfzehnjährigen Jay (Jonny Weston), der jede freie Minute auf dem Surfbrett verbringt, zuerst nicht trainieren. Vor allem nicht für die großen Monsterwellen, die es nur alle Jubeljahre gibt und die sogar für erfahrene Surfer tödlich sind. Aber Jay überzeugt ihn und ‚Frosty‘, der als Vater und Ehemann ein ziemlicher Versager ist, wird für Jay, der von seiner Mutter noch nicht einmal mehr schlecht als recht erzogen wird, zum Vaterersatz und zum Lehrer. Später auch zum Freund.

Diese Geschichte läuft ziemlich nach dem Drehbuchlehrbuch, inclusive der ersten Liebe, ab und funktioniert. Schließlich geht es in erster Linie um das harte Training, das zu der großen Bewährungsprobe führt, die dann auch am Filmende bestanden wird. Jay Moriarity wurde nachdem er erstmals die Wellen an dem inzwischen beliebt-bekannten Surfspot Mavericks geritten hat, zu einem bekannten Surfer, der in der Szene Legendenstatus hat. Eine solche Geschichte funktioniert immer.

Gleichzeitig sind die Charaktere präzise in einem Milieu und einer Szene verortet. Es wurde vor Ort in Santa Cruz, Half Moon Bay und Mavericks mit Einheimischen gedreht. Moriaritys engste Freunde, nämlich ‚Frosty‘ Hesson und Jay Moriaritys Frau Kim (die wir im Film als seine Freundin kennen lernen), waren von Anfang an bei dem Film dabei. Im Film sind Mitglieder der Surfer-Community, Freunde und Fans von Jay Moriarity. Es wird immer wieder der Wert der Freundschaft und die Kameradie in der eingeschworenen Gemeinde der Surfer gezeigt, in die Jay von ‚Frosty‘ aufgenommen wird, nachdem er sich von seinem Talent überzeugt hat. Das wird von Curtis Hanson („L. A. Confidential“, „8 Mile“) und Michael Apted („Halbblut“, „James Bond: Die Welt ist nicht genug“), der die Regie von Hanson, der gesundheitliche Probleme hatte, übernahm, süffig, ohne übermäßig kritisch zu sein, mit einem liebevollen Blick auf die Charaktere erzählt.

Wegen der spektakulären Bilder der Surfer, die die riesigen Wellen reiten, sollte der Film auf einer möglichst großen Leinwand genossen werden. So gewinnt man einen Eindruck von der Gewalt der Wellen, die über einem zusammenkrachen.

Don-Winslow-Fans können „Mavericks“ auch als ideale Ergänzung zu seinen Romanen sehen. Allerdings ohne Mord und Totschlag, Drogenhandel und grenzüberschreitende Kriminalität.

Mavericks - Plakat

Mavericks (Chasing Mavericks, USA 2012)

Regie: Curtis Hanson, Michael Apted

Drehbuch: Kario Salem (nach einer Geschichte von Jim Meenaghan und Brandon Hooper)

mit Gerard Butler, Jonny Weston, Elizabeth Shue, Abigail Spencer, Leven Rambin, Greg Long, Peter Mel, Zach Wormhoudt, Cooper Timberline (spielt Jay Moriarity im 1987 spielendem Prolog)

Länge: 116 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Film-Zeit über „Mavericks“

Metacritic über „Mavericks“

Rotten Tomatoes über „Mavericks“

Wikipedia über „Mavericks“

 

 

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