R. i. P. Jakob Arjouni

Jakob Arjouni (8. Oktober 1964, Frankfurt am Main – 17. Januar 2013, Berlin)

Als 1985 sein Debüt „Happy Birthday, Türke!“ erschien, war die im schnoddrigen Hardboiled-Stil geschriebene Privatdetektiv-Geschichte mit einem türkischstämmigen Detektiv, bei dem nur sein Name Kemal Kayankaya türkisch, der Rest Frankfurter Junge ist, eine Frischzellenkur. Denn dröge Sozialkritik fand sich nie bei Arjouni. Politik und Kritik an der bundesdeutschen Gesellschaft schon. Ebenso pointierte Dialoge und ein deutlicher Einfluss der Sam-Spade/Philip-Marlowe-Schule. Schnell erschienen mit „Mehr Bier“ und „Ein Mann, ein Mord“ zwei weitere Kayankaya-Krimi. Zehn Jahre später, 2001, erschien der vierte Kayankaya-Krimi „Kismet“ und 2012 mit „Bruder Kemal“ der fünfte Kayankaya-Krimi. Daneben schrieb er weitere Romane und Theaterstücke.

Happy Birthday, Türke!“ wurde 1991 von Doris Dörrie mit Hansa Czypionka in der Hauptrolle gelungen verfilmt.

Arjouni starb in der Nacht zum 17. Januar im Kreis seiner Familie in Berlin. Er hatte Krebs.

 

Nachrufe gibt es bei seinem Verlag Diogenes, Spiegel, FAZ, taz, Die Zeit,Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Tagesspiegel, Deutschlandradio, Stuttgarter Zeitung, Berliner Zeitung (müsste identisch mit Frankfurter Rundschau sein) und das ZDF hat ein älteres Interview wieder online verfügbar gemacht.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: