R. i. P. Michael Winner

Michael Winner (30. Oktober 1935, London, England – 21. Januar 2013, London, England)

Ein Kritikerliebling war Michael Winner nie, aber das Publikum liebte ihn. Vor allem in den siebziger Jahren, als er mit Charles Bronson „Chatos Land“ (1972), „Kalter Hauch“ (The Mechanic, 1972), „Ein Mann geht über Leichen“ (The Stone Killer, 1971) und „Ein Mann sieht rot“ (Death Wish, 1974) drehte. Erst acht Jahre später, als seine Filmkarriere ins Stocken geriet, folgten mit „Der Mann ohne Gnade – Death Wish II“ (1982) und „Death Wish III – Die Rächer von New York“ (1985) direkte Fortsetzungen des Selbstjustiz-Klassikers, der damals für Kontroversen sorgte, inzwischen ein Klassiker ist und die Blaupause für unzählige ähnlich gelagerte Filme war.

Marlon Brando (Das Loch in der Tür [The Nightcomers, 1971]), Burt Lancaster (Lawman, 1971; Scorpio, der Killer, 1973), Alain Delon (Scorpio, der Killer, 1973), Robert Mitchum, James Stewart und Edward Fox (Tote schlafen besser [The Big Sleep, 1978); eine missglückte Raymond-Chandler-Verfilmung), James Coburn, Eli Wallach und Sophia Loren (Firepower, 1979) und Faye Dunaway (Die verruchte Lady [The Wicked Lady, 1983) spielten ebenfalls in seinen Filmen mit.

Sein letzter Film war 1998 „Parting Shots“, der bei uns nur noch eine Videopremiere erlebte.

Einer seiner letzten Filme war, mit Peter Ustinov als Hercule Poirot, die Agatha-Christie-Verfilmung „Rendezvous mit einer Leiche“ (Appointment with Death, 1988), die so ziemlich das Gegenteil eines typischen Michael-Winner-Films ist. Denn er stand immer für Action, Thrill und eine gehörige Portion Sensationsgier, die die Leute ins Kino bringen sollten.

In den letzten Jahren war Winner in England vor allem als Restaurantkritiker für die „Sunday Times“ und Lebemann bekannt.

Michael Winner starb nach langer Krankheit am Montag in seiner Wohnung in Kensington. Seine Frau Geraldine, die er vor zwei Jahren, nachdem sie schon fünfzig Jahre zusammen waren, sagte: „Michael was a wonderful man, brilliant, funny and generous. A light has gone out in my life.“

 

Nachrufe erschienen bei Spiegel Online, Telegraph, Guardian, Independent, Huffington Post, Daily Mail Online,  und der Los Angeles Times.

 

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