DVD-Kritik: „Emperor – Kampf um den Frieden“ in Japan 1945

 

Im August 1945 betraut General Douglas MacArthur (Tommy Lee Jones) den japanfreundlichen General Bonner Fellers (Matthew Fox) mit einer wichtigen Mission. Innerhalb von zehn Tagen soll Fellers herausfinden, ob der Gottkaiser von Japan vom Angriff auf Pearl Harbor wusste, vielleicht sogar den Befehl dazu gab und deshalb als Kriegsverbrecher angeklagt werden soll. Fellers beginnt in dem vom Krieg zerstörten Tokio nach Beweisen zu suchen. Dafür muss er vor allem das Vertrauen von Vertrauten des hermetisch abgeschirmten Kaisers erhalten.

Gleichzeitig könnte der Kaiser, der die Kapitulation von Japan verkündete und so eine friedlichen Besatzung der Insel durch die USA erlaubte, auch die entscheidende Stimme für den Weg zu einem friedlichen Japan sein.

Außerdem sucht Fellers nach seiner Jugendliebe, der Japanerin Aya.

Ein bekannter Regisseur – Peter Webber, der „Hannibal Rising“ und „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ inszenierte -, eine gute Besetzung (Tommy Lee Jones und „Lost“-Star Matthew Fox auf der Suche nach einer Filmkarriere), gute Arbeit von Kamera und Ausstattung und trotzdem lief das historische Drama „Emperor“ nicht in den deutschen Kinos, weil das Drehbuch von Vera Blasi und David Klass einfach viel zu wenig aus dem historischen Stoff macht. Die Liebesgeschichte zwischen Fellers und Aya präsentiert die bekannten Japan-Klischee und ist letztendlich nur eine in Rückblenden über den halben Film gezogene Hintergrundgeschichte, die erklärt, warum Fellers so verliebt in Japan ist und, im Gegensatz zu seinen wegen Pearl Harbor nach Rache dürstenden Mitsoldaten, so verständnisvoll für die Japaner ist.

Die Ermittlungen von Fellers konzentrieren sich auf Befragungen von Japanern, deren Gesprächsergebnisse ständig zusammengefasst werden, was dazu führt, dass man auch die unwichtigsten Fakten mindestens zweimal innerhalb weniger Minuten präsentiert bekommt und sich die Geschichte ziemlich schnell endlos hinzieht.

Das Bonusmaterial ist nicht überwältigend, aber solide. Das „Making of“ liefert einen Einblick in die Dreharbeiten, in den „Interviews“ sind die ersten drei, mit Peter Webber, Matthew Fox und Tommy Lee Jones, die interessantesten. Dummerweise werden die Interviewpartner nicht namentlich genannt und nicht alle tauchen im „Making of“ auf. Die „Deleted Scenes“ hätte ich in diesem Fall, weil sie vor allem mehr über Fellers erzählen, im Film gelassen.

Emperor - DVD-Cover

Emperor – Kampf um den Frieden (Emperor, USA 2012)

Regie: Peter Webber

Drehbuch: Vera Blasi, David Klass

LV: Shiro Okamoto: His Majesty’s Salvation

mit Matthew Fox, Tommy Lee Jones, Eriko Hatsune, Toshiyuki Nishida, Masayoshi Haneda, Kaori Momoi, Colin Moy, Takatarô Kataoka

DVD

Ascot-Elite

Bild: 2,35:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Deleted Scenes, B-Roll, Making of, Interviews, Originaltrailer, Wendecover

Länge: 102 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Emperor“

Metacritic über „Emperor“

Rotten Tomatoes über „Emperor“

Wikipedia über „Emperor“

 

 

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