DVD-Kritik: „Die Todesliste – Nr. 1 stirbt“ und dann die nächste Nummer 1

 

Die Todesliste – Nr. 1 stirbt“ ist einer der Filme, bei denen ich zwischen Schock und Erstaunen schwanke. Schock über den schlechten Film. Erstaunen über die vielen verpassten Gelegenheiten, einen auch nur annehmbaren Film zu machen. Das Budget von „Die Todesliste“ war – erkennbar – nicht besonders üppig, aber ein immer wieder erkennbarer Stilwille war vorhanden und gerade bei einem kleinen Budget muss man keine Rücksichten auf Investoren nehmen. Es hätte also ein fieser, kleiner Paranoia-Thriller entstehen können. Jedenfalls scheinen die Macher das irgendwann einmal geplant zu haben, ehe sie ins Banale abdrifteten.

Unser Held Christopher Cowin ist der Kopf einer Organisation, die mit einer Liste (die auch nur „The List“ heißt) gegen Korruption in der Politik und Wirtschaft vorgehen. User dürfen ihre Stimme abgeben und so den Korruptesten auf den ersten Platz voten. Der erhält dann einen Preis. Die Liste ist bei der Bevölkerung beliebt. Bei den Machthabern nicht so. Vor allem, nachdem jemand beginnt, die oben auf der Liste stehenden Leute zu töten und Videos ihrer Ausflüchte und Exekutionen online zu posten.

Die Stimmung beginnt sich gegen Cowin zu drehen. Er trifft zufällig den Mörder, der ihm erklärt, dass die Liste Konsequenzen haben müsse und er daher immer die aktuelle Nummer 1 töten werde. Außerdem werde er Cowin vor Anschlägen beschützen.

Da erscheint Cowins Name auf der Liste – und plötzlich scheint die nicht manipulierbare Liste doch anfällig für Manipulationen zu sein.

Außerdem verdächtigt die Polizei Cowin als Mörder. Vor allem nachdem der Arzt, der für den Tod von Cowins Bruder verantwortlich war, vor Gericht freigesprochen wurde und die Initialzündung für die Liste war, entführt wird.

Die Todesliste“ hätte ein kleines, fieses B-Picture werden. Er wurde ein einziger Murks.

Die Todesliste - DVD-Cover

Die Todesliste – Nr. 1 stirbt (The List, Großbritannien 2013)

Regie: Klaus Hüttmann

Drehbuch: Klaus Hüttmann

mit Sienna Guillory, Clive Russell, Rebecca Ferdinando, Nigel Planer, Anthony Flanagan

DVD

Tiberius Film

Bild: 1,85:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS, DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Trailer

Länge: 86 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Facebook-Seite zum Film

Rotten Tomatoes über „Die Todesliste“ (noch keine Besprechungen)

 

 

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