Neu im Kino/Filmkritik: Männer „Zwischen Welten“

März 28, 2014

Wie gerne würde ich „Zwischen Welten“, den neuen Film von Feo Aladag loben. Ihr vorheriger Film „Die Fremde“ hatte zwar Storyprobleme, vor allem das plötzliche Ende und das unentschlossene Agieren der Protagonistin gefielen mir nicht, aber er bot einen guten Einblick in das Leben einer jungen Türkin, die versuchte zwischen der deutschen und der türkischen Kultur ihren Weg zu finden.
In „Zwischen Welten“ geht es um den Culture Clash zwischen deutschen Soldaten, die in Afghanistan die „Freiheit am Hindukusch“ verteidigen und der dortigen Bevölkerung.
Jesper meldet sich für einen weiteren Afghanistan-Einsatz zurück. Er soll mit seiner Truppe ein Dorf gegen den wachsenden Einfluss der Taliban schützen. Um sich mit den Einheimischen zu verständigen, ist er auf die Hilfe von Tarik, einem jungen Dolmetscher, angewiesen. Tarik und seine Schwester schweben allerdings in großer Gefahr, weil er aufgrund seiner Arbeit als Verräter gilt.
Das ehrliche Bemühen, etwas über den Auslandseinsatz der Bundeswehr und Afghanistan zu erzählen, kann Aladag nicht abgesprochen werden. Sie drehte vor Ort. Mit Einheimischen. Sie wollte nicht nur die Perspektive der Soldaten, sondern auch der Einheimischen und der Frauen zeigen. Sie wollte auch zeigen, dass es in den Städten (gedreht wurde in Kunduz und Mazar-i-Sharif) ein ganz normales Leben gibt – und diese Einblicke in den afghanischen Alltag sind auch die stärksten Szenen des Films.
Aber eine schlüssige Geschichte fand sie nicht und so reiht sie eine undramatische Szene an die nächste. Die Handlungsmotive bleiben größtenteils im Dunkeln. Die Beziehung zwischen Jesper und Tarik wirkt immer wie eine Drehbuchbehauptung. Die Männer von Jespers Einheit bleiben austauschbar. Auch über Jesper erfahren wir eigentlich nichts.
Diese mangelhafte Charakterisierung fällt besonders stark auf, wenn man sie mit der Einführung der Charaktere in „Lone Survivor“ vergleicht. In dem Film wurden die Protagonisten innerhalb weniger Minuten zu dreidimensionalen Charakteren, deren Tod uns Nahe ging. In „Zwischen Welten“ ist das, wenn Menschen sterben oder verletzt werden, nicht der Fall.
Am Ende des deshalb langweiligen, thesenhaften und didaktisch ausgewogenen Films bleibt das Gefühl, dass uns etwas wichtiges gesagt werden sollte. Aber wir haben keine Ahnung was – und da hilft auch kein Dreh vor Ort mit Einheimischen.

Zwischen Welten - Plakat

Zwischen Welten (Deutschland 2014)
Regie: Feo Aladag
Drehbuch: Feo Aladag
mit Ronald Zehrfeld, Mohsin Ahmady, Saida Barmaki, Abdul Salam Yosofzai, Felix Kramer, Burghart Klaußner
Länge: 103 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Homepage zum Film
Film-Zeit über „Zwischen Welten“
Moviepilot über „Zwischen Welten“
Wikipedia über „Zwischen Welten“

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Neu im Kino/Filmkritik: „Her“ – verliebt in eine Computerstimme

März 28, 2014

Theodore (Joaquin Phoenix) schreibt als Ghostwriter für andere Menschen anrührende Briefe. Er selbst verbringt seine Abende, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat, allein in seinem fast leeren Loft mit gelegentlichem Telefonsex und einem Computerspiel. Da entdeckt er eine Anzeige für ein Computerprogramm, das ihm einen virtuellen, aber persönlichen Begleiter zur Seite stellt. Leicht amüsiert – wir wissen ja alle, wie beschränkt diese menschlichen Computerstimmen sind – meldet er sich an und Samantha (im Original die Stimme von Scarlett Johansson) begrüßt ihn. Theodore beginnt sich mit ihr zu unterhalten und das lernfähige Programm wird immer mehr zu seiner Vertrauten und Freundin, mit der er über alles reden kann. Denn Samantha ist immer für ihn da, ist geduldig, humorvoll, versteht ihn und kritisiert ihn nicht. Sie ist wirklich die perfekte Freundin.
Für eingefleischte Science-Fiction-Fans ist die Idee, dass sich ein Mensch in einen Computer verliebt nicht neu und dass Theodore zunehmend seinen restlichen Kontakt zur Wirklichkeit verliert, weil er immer mehr Zeit mit Samantha verbringt, ist nicht überraschend.
Dennoch ist „Her“, der neue, mit dem Drehbuch-Oscar und etlichen weiteren wichtigen Preisen ausgezeichnete Film von Spike Jonze („Adaptation“, „Being John Malkovich“), eine sehr interessante Beschäftigung mit dem Verhältnis von Mensch zu Maschine, wie immer bessere Computerprogramme unser Leben beeinflussen und was das Wesen einer Beziehung ist. Denn Samantha ist die perfekte Partnerin. Sie ist allerdings auch eine Projektionsfläche und überhaupt nicht real.
Jonze erzählt seine Geschichte in einem leicht futuristischen Los Angeles, in dem Fußgänger sich die Stadt zurückerobert haben. Und mit diesen kleinen Veränderungen im Stadtbild, der Mode und der Technik, beweist Jonze, dass man keine Trilliarden ausgeben mus, um einen zum Nachdenken anregenden Science-Fiction-Film zu drehen. Eine gute Idee genügt.
Mit über zwei Stunden ist das Quasi-Ein-Personenstück, das vor allem in Theodores Apartment spielt, allerdings eindeutig zu lang geraten. Denn früher wäre es eine halbstündige Geschichte aus der „Twilight Zone“ gewesen.

Her - Plakat

Her (Her, USA 2013)
Regie: Spike Jonze
Drehbuch: Spike Jonze
mit Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Olivia Wilde, Scarlett Johansson (im Original), Kristen Wiig (im Original)
Länge: 126 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Her“
Moviepilot über „Her“
Metacritic über „Her“
Rotten Tomatoes über „Her“
Wikipedia über „Her“ (deutsch, englisch)
Drehbuch „Her“ von Spike Jonze

Das Filmgespräch beim 51. NYFF mit Spike Jonze, Joaquin Phoenix, Amy Addams, Rooney Mara und Amy Adams

Der Kurzfilm „I’m Here“ von Spike Jonze, den er vor „Her“ drehte und der als Vorstudie gesehen werden kann


TV-Tipp für den 28. März: Wahre Lügen

März 28, 2014

3sat, 22.35

Wahre Lügen (Can/GB 2005, R.: Atom Egoyan)

Drehbuch: Atom Egoyan

LV: Rupert Holmes: Where the Truth Lies, 2003

1972 will eine junge, ehrgeizige Journalistin herausfinden, was 1957 in einem Hotelzimmer geschah. Damals wurde die Leiche einer Studentin in der Suite der erfolgreichen Entertainer Lanny Morris und Vince Collins gefunden. Die Todesursache wurde nie geklärt, aber die Freundschaft der beiden Entertainer zerbrach.

Eleganter Neo-Noir von Kritikerliebling Atom Egoyan.

„Die retrospektiv erzählte Mischung aus Film noir und 1950er-Jahre-Melodram ist als faszinierendes Spiel mit Chiffren und Symbolen konzipiert, das, inszenatorisch perfekt, auf höchst vergnügliche Weise den Widerspruch zwischen Schein und Sein demonstriert.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Kevin Bacon, Colin Firth, Alison Lohman, Rachel Blancard

Hinweise

Wikipedia über „Wahre Lügen“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Wahre Lügen“

Film-Zeit über „Wahre Lügen“

Homepage von Atom Egoyan

Deutsche Atom-Egoyan-Fanseite


Neu im Kino/Filmkritik: „The Return of the First Avenger“ marvelt Captain America

März 27, 2014

Mal wieder: Spoilerwarnung für diesen Marvel-Film, der ein gewohnt guter Marvel-Film ist. Jedenfalls wenn einem diese Superheldenfilme gefallen.
Außerdem funktioniert er auch gut als Einzelfilm und in 2D.
Aber, keine Panik, es gibt auch eine 3D-Fassung.

Ob das wirklich eine gute Idee ist, den US-Titel „Captain America: The Winter Soldier“ in den deutschen Titel „The Return of the First Avenger“ zu übersetzen und davon auszugehen, dass sich alle unter einem „Avenger“ etwas vorstellen können, bezweifle ich. Nach dem Wörterbuch ist ein „Avenger“ ein „Rächer“, nach dem inzwischen wohl bekannteren Marvel-Universum eine Gruppe Superhelden, zu denen unter anderem Captain America, Black Widow, Iron Man, Thor und Hulk gehören und Captain America der „First Avenger“ ist.
An der Kinokasse düfte wohl eh ein Ticket für den Captai-America-Film verlangt werden, der ein absolut ordentlicher, kurzweiliger Marvel-Film ist, der ungefähr alles hat, was man inzwischen von einem Marvel-Film erwartet: knackig-atemberaubende Action, gut besetzt – sogar Robert Redford ist dabei! -, einige Witze, Anspielungen auf dem größeren Marvel-Kosmos und menschliche Superhelden.
Das lieferte vor drei Jahren auch der erste „Captain America“-Film „Captain America: The First Avenger“, der während des zweiten Weltkriegs spielt und ein herrlich abgedrehtes B-Picture über größenwahnsinnige Nazis und mindestens ebenso größenwahnsinnige Wissenschaftler ist, die von dem tapferen, ultrapatriotischen Captain America in den Tod geschickt werden. Inszeniert wurde das mit viel Geld und einem so heiligen Ernst, dass es Spaß machte. Am Ende opfert Captain America sich und verbringt die nächsten Jahrzehnte im Eis im Kälteschlaf.
Jetzt, in der Gegenwart, darf Steve Rogers weiterkämpfen. Er ist immer noch der kleine, tapfere Junge mit dem großen Herzen, der immer nur für das gute Amerika und die guten amerikanischen Werte kämpfen will. Denn das Gute kann nicht besiegt werden. Inzwischen arbeitet er für S.H.I.E.L.D., eine Art Super-CIA mit Superheldenverstärkung, die die wirklich bösen Bösewichter bekämpft.
Nur sind die S.H.I.E.L.D.-Missionen nicht so moralisch einfach wie der Kampf gegen die abgrundtief bösen Nazis. So erfährt Rogers nach einer geglückten Geiselbefreiung auf einem Schiff, dass seine Gefährtin Black Widow, bürgerlich Natasha Romanoff, während er die Geiselnehmer verkloppte, noch eine zweite Mission ausführte. Als er sich darüber bei seinem Vorgesetzten Nick Fury beschwert, erklärt dieser ihm, dass die Welt nicht mehr so einfach wie früher sei, dass es jetzt Grauzonen gebe (Früher nicht?) und S.H.I.E.L.D gerade ein großes Projekt vollendet, in dem Helicarrier, die an fliegende Flugzeugträger erinnern, und in der Luft über die Sicherheit der Menschheit wachen sollen, in dem sie Verbrechen im Vorfeld verhindern. Furchterregend? Jedenfalls meint das Captain America. Aber Nick Fury und Alexander Pierce, ein die S.H.I.E.L.D-Interessen vertretender Politiker, meinen, dass man etwas Freiheit aufgeben müsse, um die Freiheit von allen zu schützen.
Gleichzeitig glaubt Nick Fury, dass S.H.I.E.L.D von Bösewichtern infiltriert wurde. Als er ihnen auf die Schliche kommt, wird ein tödlicher Anschlag auf ihn verübt.
Captain America, der die Pläne der Bösewichter gefährden könnte, wird als Verräter gejagt. Zusammen mit Black Widow will er das Komplott gegen S.H.I.E.L.D aufdecken und Furys Mörder finden.
Und dann taucht noch der in den USA titelgebende geheimnisumwitterte Winter Soldier auf, der ähnlich unbesiegbar wie Steve Rogers ist.
Diese Kämpfe mit dem Winter Soldier und mit S.H.I.E.L.D-Agent Brock Rumlow (gespielt von Frank Grillo, der hier endlich einmal in einem Blockbuster eine große Rolle hat), der seinen flüchtigen Kollegen Rogers unerbittlich verfolgt, sind dann großes Action-Kino. Auch die Verfolgungsjagd durch Washington, wenn Nick Fury entführt werden soll und die Auto-Verfolgungsjagd nach etlichen Blechschäden und Explosionen mit einem schwer verletzten Nick Fury im Krankenhaus endet oder eben der Einsatz von Captain America, Black Widow und Rumlow auf dem Frachtschiff am Filmanfang stehen dem nicht nach.
Es gibt auch hübsche Anspielungen auf die vorherigen Filme, sehr interpretierbare Hinweise auf die kommenden Filme und, gerade am Anfang, viel zu viele Charakterszenen, in denen fast endlos geredet wird, ohne dass die Geschichte sich erkennbar weiterentwickelt. Immer hin sind diese Szenen nett anzusehen.
Aber immer wenn die politische Ebene angesprochen wird, fällt der Film wie ein Soufflé in sich zusammen. Denn der Film will auch ein politisches Statement sein. Jedenfalls wird im Presseheft immer wieder betont, dass sie sich an den 70er-Jahre-Politthrillern orientierten, die eine pessimistische Weltsicht hatten und entsprechend regierungskritisch waren. Auch Sydney Pollacks „Die drei Tage des Condor“, mit Robert Redford in der Hauptrolle, wird immer wieder erwähnt.
Allerdings mäandert „The Return of the First Avenger“ positionslos zwischen den verschiedenen Positionen. Denn er will gleichzeitig ein konservatives Publikum von Sicherheitsfanatikern und ein linksliberales Publikum von Bürgerrechtlern befriedigen, was nicht funktioniert und am Ende sogar verärgert. Denn die Botschaft ist: solange die richtigen Leute es tun, ist Überwachung okay. In die Realität übersetzt – und der zweite „Captain America“-Film wird ja als Kommentar zu Snowdens NSA-Enthüllungen gesehen, obwohl die Dreharbeiten schon davor begannen – . heißt das: Die NSA darf weiter alle überwachen, weil die NSA die Guten sind. Ob das Captain America als Kämpfer für die US-amerikanischen Werte genauso sieht?
Diese Unentschlossenheit, politisch wirklich Position zu beziehen, ist nachvollziehbar. Immerhin soll der Film 170 Millionen gekostet haben, ist Teil eines großen Franchise und er soll ein weltweites Publikum ansprechen.
Diese Vorsicht wirkt sich auch auf den Umgang mit dem Protagonisten und seiner ihn kennzeichnenden Eigenschaft aus. So wie Logan in „Wolverine: Weg des Kriegers“ nur kurz seine Unsterblichkeit aufgeben wollte, so wird der Patriotismus von Steve Rogers nicht wirklich auf die Probe gestellt. Aber gerade das wäre der spannende Punkt gewesen: Was würde Captain America tun, wenn die USA sich als Hort des Bösen entpuppen? Wenn sein naiver Patriotismus gnadenlos ausgenutzt wird?
In „The Return of the First Avenger“ wird diese Frage nicht gestellt.
In den Comics werden dagegen immer wieder wesentlich hemmungsloser die Eigenschaften des Helden auf die Probe gestellt. So wird aus Batman schon mal ein Vigilant, der hemmungslos tötet. Aus Captain America könnte ein Trottel werden, der von seiner Regierung für ihre Interessen benutzt wird. Im ersten „Captain America“-Film wurde das ja in den Propagandaveranstaltungen für Kriegsanleihen, in denen Captain America als Held Kinnhaken verteilte, schon angedeutet; – wobei dieser Film in einer Parallelwelt spielte, die mit dem Zweiten Weltkrieg nichts zu tun hatte.
Auch die Beziehung zwischen Captain America und dem Winter Soldier wird deshalb nur in eine Richtung angesprochen. Captain America will den Winter Soldier, der sein Jugendfreund Bucky Barnes ist und der zu einem Werkzeug des Bösen ohne Erinnerung wurde, wieder an ihre Freundschaft und ihre amerikanischen Werte erinnern. Ihn also wieder zurück auf die Seite der Guten holen. Dabei wäre es sicher spannend gewesen, wenn Bucky versucht hätte, seinen Freund zu überzeugen, dass er inzwischen auf der falschen Seite steht, weil die von ihm verteidigten amerikanischen Werte nicht mehr existieren. Dass sein gesamtes Leben auf einer Lüge aufbaut. Aber das hätte Captain America dann wohl doch zu sehr herausgefordert und so ist „The Return of the First Avenger“ letztendlich unterhaltsam-kurzweiliges Blockbuster-Kino mit einer verqueren politischen Botschaft und einem immer wieder unnötig kompliziertem Plot.

Die Stellung von „The Return of the First Avenger“ im Marvel-Filmkosmos

Produzent Kevin Feige, das Mastermind hinter den ganzen Marvel-Filmen erklärt, wo der neue neue Captain-America-Film im Marvel-Universum steht:
„’The Return of the First Avenger‘ gehört im Gesamtkonzept der Comicverfilmungen von Marvel Studios zur zweiten Phase. Der Film ist das Verbindungsglied zwischen den Geschichten, die in ‚Marvel’s The Avengers‘ und in ‚Avengers: Age of Ultron‘ erzählt werden, dessen Filmstart für 2015 geplant ist. Am Ende des Films verändert sich das filmische Marvel-Universum auf dramatische Weise – und das war so auch geplant. Captain America sollte verantwortlich für diese Veränderung des Marvel-Universums sein, das wollten wir unbedingt. Wenn wir dann all unsere Figuren zu Beginn von ‚Avengers: Age of Ultron‘ wiedersehen, wird sich im Vergleich zum Ende von ‚Marvel’s The Avengers‘ vieles total verändert haben. Teilweise haben ähnliche Entwicklungen bereits Tony Stark in ‚Iron Man 3‘ (2013) und Thor in ‚Thor: The Dark World‘ (Thor – The Dark Kingdom, 2013) durchgemacht. Der Hauptgrund dafür ist aber das Abenteuer, das Captain America in ‚The Return of the First Avenger‘ erlebt.“

The Return of the First Avenger - Plakat

The Return of the First Avenger (Captain America: The Winter Soldier, USA 2014)
Regie: Anthony Russo, Joe Russo, Joss Whedon (die obligatorische Post-Credits-Szene)
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
LV: Joe Simon, Jack Kirby (Charakter), Ed Brubaker (Konzept und Geschichte; er erfand diesen „Winter Soldier“)
mit Chris Evans, Scarlett Johansson, Robert Redford, Samuel L. Jackson, Frank Grillo, Anthony Mackie, Sebastian Stan, Cobie Smulders, Dominic Cooper, Hayley Atwell, Emily VanCamp, Jenny Agutter, Stan Lee, Ed Brubaker (Cameo)
Länge: 136 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Marvel-Facebookseite
Film-Zeit über „The Return of the First Avenger“
Moviepilot über „The Return of the First Avenger“
Metacritic über „The Return of the First Avenger“
Rotten Tomatoes über „The Return of the First Avenger“
Wikipedia über „The Return of the First Avenger“ (deutsch, englisch)

Bilder und Clips aus „The Return of the First Avenger“ in der Kriminalakte

Meine Besprechung von David Morrell (Autor)/Mitch Breitweiser (Zeichner) „Captain America – Der Auserwählte (Marvel Exklusiv 93)“ (Captain America: The Chosen, Vol. 1 – 6, 2007/2008)

 

 


TV-Tipp für den 27. März: Einsame Entscheidung

März 27, 2014

Vox, 22.10
Einsame Entscheidung (USA 1996, Regie: Stuart Baird)
Drehbuch: Jim Thomas, John Thomas
Terroristen entführen eine Boing 747. Das Militär schleust eine Spezialeinheit, die von dem Antiterrorexperten Dr. David Grant (Kurt Russell) begleitet wird, in das Flugzeug. Dummerweise stirbt dabei deren Chef (Steven Seagal!) und der Zivilist Grant muss jetzt, bevor der Jumbo abgeschossen wird, im Alleingang die Terroristen besiegen und die Passagiere retten.
Der flotte Thriller ist das Regiedebüt von Stuart Baird, der vor allem als Editor bekannt ist. Zum Beispiel für die James-Bond-Filme „Casino Royale“ und „Skyfall“.
mit Kurt Russell, Steven Seagal, Halle Berry, John Leguizamo, Oliver Platt, David Suchet, Joe Morton, BD Wong, J. T. Walsh, Jon Huertas (sein Spielfilmdebüt, als Terrorist)
Wiederholung: Freitag, 28. März, 02.40 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Einsame Entscheidung“
Wikipedia über „Einsame Entscheidung“ (deutsch, englisch)


Harlan Coben verspricht „Ich finde dich“

März 26, 2014

Harlan Cobens neuer Thriller „Ich finde dich“ beginnt mit einer typischen Harlan-Coben-Situation: der Ich-Erzähler Jake Fisher ist ein beliebter College-Lehrer und immer noch Single. Vor sechs Jahren heiratete seine große Liebe Natalie den etwas älteren Todd Sanderson und Jake versprach ihr, sie in Ruhe zu lassen.
Als er auf der Universitätsseite die Todesanzeige von Todd entdeckt, bricht er sein Versprechen. Er fährt zur Beerdigung – und entdeckt sie nicht. Todds Frau ist eine ganz andere und niemand kennt Natalie. Denn der Tote war schon seit Ewigkeiten glücklich verheiratet und hat fast erwachsene Kinder.
Jake fragt sich, was da los ist und beginnt sie zu suchen. Aber Natalie ist nach der Hochzeit spurlos verschwunden. Schon bei einer ersten Recherche im Internet findet er keine neuen Informationen über die Künstlerin. Auch Shanta Newlin, eine Arbeitskollegin, die vorher für das FBI und die CIA gearbeitet hat, findet keine Informationen über Natalie.
In der Kirche gibt es noch nicht einmal einen Hinweis auf die Hochzeit und das Künstlerrefugium, in dem sie sich kennen lernten, existiert nicht mehr. Die Einheimischen behaupten sogar, es habe nie eines gegeben.
Langjährige Harlan-Coben-Fans werden, wie ich, einige Teile der Lösung schnell erahnen. Denn natürlich ist Jake nicht verrückt. Es gibt einen guten Grund, weshalb Natalie nach der Hochzeit spurlos verschwand und sie heute von halbseidenen, bewaffneten Typen gejagt wird, die auch Jake zu Hause besuchen. Außerdem raten alle Jake, nicht weiter nach Natalie zu suchen. Dabei wissen einige mehr über Natalies verschwinden, als sie ihm sagen. Und sie schickt ihm sogar eine E-Mail, in der sie ihn an sein Versprechen erinnert.
„Ich finde dich“ ist ein spannender Thriller, der alles das bietet, was man von einem Harlan-Coben-Pageturner erwartet: flotte Unterhaltung und dieses unangenehme Gefühl, nicht aufhören zu können, obwohl man eigentlich gerade keine Zeit hat, noch ein Kapitel zu lesen. Schlaflose Nächte und, wenn man das Buch mit zur Arbeit nimmt, lange Toilettensitzungen sind die Folge.
Coben - Ich finde dich - 2
Harlan Coben: Ich finde dich
(übersetzt von Gunnar Kwisinski)
Page & Turner, 2014
416 Seiten
14,99 Euro

Originalausgabe
Six Years
Dutton, 2013

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Mein Gespräch mit Harlan Coben über Myron Bolitar und seine Arbeit

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (F 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Nur zu deinem Schutz” (Shelter, 2011)

Harlan Coben in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. März: The Fountain – Quell des Lebens

März 26, 2014

Arte, 20.15
The Fountain – Quell des Lebens (USA 2006, Regie: Darren Aronofsky)
Drehbuch: Darren Aronofsky
Nach „Pi“ und „Requiem for a Dream“ war das ambitionierte, auf drei Zeitebenen spielende Fantasydrama „The Fountain – Quell des Lebens“ über die Suche nach dem Sinn des Lebens eine herbe Enttäuschung.
In der Gegenwart sucht ein Krebsforscher ein Heilmittel für seine kranke Frau. In der Vergangenheit sucht ein Konquistador den Baum des Lebens. In der Zukunft reist ein Astronaut zu einem Sternennebel und dem Baum des Lebens, um seiner Geliebten ein zweites Leben zu schenken.
Das war dann doch in erster Linie schön bebilderter getretener Quark. Auch wenn das Lexikon des internationalen Films“ meint: „Ein komplexer, bildstarker Versuch, das menscheitsbewegende Thema [vom Sinn des Lebens und der Fortexistenz nach dem Tod] durch die Allegorien und Symmetrien der ineinander verwobenen drei Geschichten auf sehr individuelle Weise für ein an Fantasy-Filmen geschultes Publikum aufzubereiten.“
Mit den Dramen „The Wrestler“ und „Black Swan“ versöhnte er dann wieder seine mit den Filmen beträchtlich gewachsene Fangemeinde.
Sein neuester Film, die Bibelverfilmng „Noah“ mit Russel Crowe in der Hauptrolle, läuft am 3. April an. Das ist dann, nachdem er für viele, teils sehr interessant klingende Projekte im Gespräch war, sein 3D-Big-Budget-Projekt. Die Besprechung gibt es zum Kinostart.
Mit Hugh Jackman, Rachel Weisz, Ellen Burstyn, Mark Margolis, Stephen McHattie
Wiederholung: Freitag, 4. April, 01.05 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „The Fountain“
Metacritic über „The Fountain“
Wikipedia über „The Fountain“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Darren Aronofskys “Black Swan” (Black Swan, 2010)

Darren Aronofsky in der Kriminalakte

 

 


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