Das „Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2014“ liefert den jährlichen Rückblick

Lexikon des internationalen Films 2014 - 2

Selbstverständlich haben die Macher, die Zeitschrift „Filmdienst“, auch in der aktuellen Ausgabe nichts am bewährten Aufbau des alle zwölf Monate erscheinenden „Lexikon des internationalen Films“ verändert. Oder doch: auf dem Umschlag gibt es eine Klarstellung. Denn unter „Filmjahr 2014“ (was ja auch bedeuten kann, dass das Buch schon 2014 erschien) steht jetzt „Berichtsjahr 2014 – Erscheinungsjahr 2015“. Und daneben, wie gewohnt, „Das komplette Angebot in Kino, Fernsehen, auf DVD und Blu-ray“, das in über zweitausend Kurzkritiken über spielfilmlange Dokumentar-, TV- und Kinospielfilme umfassend gewürdigt wird. Dazu gibt es, als Chronik mit wichtigen Ereignissen und Todesfällen, einen Rückblick auf das Kinojahr 2014, eine Auflistung der Gewinner wichtiger Filmpreise, die in der Zeitung „Filmdienst“ als „sehenswert“ aufgeführten Film als alphabetische Liste, und den „Kinotipp der katholischen Filmkritik“ (der „Filmdienst“ wird ja von der katholischen Kirche herausgegeben), Besprechungen herausragender DVD- und Blu-ray-Editionen von teilweise auch älteren Filmen (wie „Invasion vom Mars“, „Die Glenn Miller Story“ und „Yeah! Yeah! Yeah!“) und ein Schwerpunktthema. Dieses Mal sind es vierzehn cineastische Stadtführer nach Berlin, Kopenhagen, Moskau, Paris und Zürich, die inzwischen wohl schon teilweise veraltet sind. Jedenfalls konnte ich mit den Schwerpunktthemen der vergangenen Jahre (wie „Martin Scorsese“ oder den „Animationsfilm“) mehr anfangen.
Außerdem hat die Redaktion wieder ihre besten Kinofilme des letzten Kinojahres nominiert. Es sind die, auch aus meiner Sicht, empfehlenswerten Filme „Boyhood“ (de auch das Titelbild ziert), „Die geliebten Schwestern“, „Grand Budapest Hotel“,Her“, „Höhere Gewalt“, „Mr. Turner – Meister des Lichts“, „Nebraska“, „Phoenix“, „Die Wolken von Sils-Maria“ und „Zwei Tage, eine Nacht“. Bei diesen Filmen sind auch die Besprechungen, die im „Filmdienst“ zum Filmstart erschienen, abgedruckt.
Wie in den vergangenen Jahren ist auch die neueste Ausgabe des „Lexikon des internationalen Films“ empfehlenswert. Sie verführt allerdings auch dazu, dass beim Blättern durch die treffenden und fast immer auch zutreffenden Kurzkritiken („Monsieur Claude und seine Töchter“ als „unterhaltsame Sozialkomödie“?), die Liste der Filme, die ich unbedingt sehen möchte, noch ein Stück länger wird.
Ach ja: als Bonusmaterial gibt es mit dem Kauf des Buches auch einen sechsmonatigen Zugang zur kompletten Online-Filmdatenbank des „Filmdienst“.

Filmdienst/Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2014
Schüren, 2015
592 Seiten
24,90 Euro

Hinweise

Homepage des Film-Dienstes

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2008“

Meine Besprechung von „Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2009“

Meine Besprechung von “Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2010″

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2011“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2012“

Meine Besprechung von „Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2013“

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