TV-Tipp für den 8. Februar: Sondertribunal – Jeder kämpft für sich allein

Arte, 20.15
Sondertribunal – Jeder kämpft für sich allein (Section spéciale, Frankreich/Italien/Deutschland 1975)
Regie: Constantin Costa-Gavras
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jorge Semprún
LV: Hervé Villeré
August 1941: ein junger Kommunist erschießt in Paris in der Metro einen deutschen Marinesoldaten. Um die rachedurstigen Deutschen zu besänftigen, will die Vichy-Regierung als Bauernopfer sechs wegen kleinerer Delikte inhaftierte Kommunisten und Juden in dem titelgebendem Sondertribunal zum Tod verurteilen.
Präzise, auf einem wahren Fall basierende Analyse wie das Vichy-Regime versucht mit Hilfe der Justiz Unrecht in „Recht“ zu verwandeln. Das war keine Sternstunde der Grande Nation.
Der Film war für den Golden Globe als bester ausländischer Film nominiert und Constantin Costa-Gavras wurde in Cannes als bester Regisseur ausgezeichnet.
Endlich wird „Sondertribunal – Jeder kämpft für sich allein“ wieder einmal im TV gezeigt. Denn nach der Deutschlandpremiere am 30 Mai 1976 gab es seit Ewigkeiten (Zehn Jahre? Fünfzehn Jahre?) keine Wiederholungen des Films, der inzwischen zu Costa-Gavras unbekanntesten Werken zählt.
mit Louis Seigner, Roland Bertin, Michael Lonsdale, Ivo Garrani, François Maistre, Jacques Spiesser, Henri Serre, Heinz Bennent
Hinweise
Arte über die Costa-Gavras-Filmreihe
Rotten Tomatoes über „Sondertribunal“
Wikipedia über „Sondertribunal“ (englisch, französisch)

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