Neu im Kino/Filmkritik: Dwayne Johnson besucht einen „Skyscraper“ und…

Bei einer missglückten Geiselbefreiung verliert FBI-Spezialagent Will Sawyer (Dwayne Johnson) verliert ein Bein. Aber er trifft die Ärztin Claire (Neve Campbell), seine große Liebe und Mutter seiner beiden Kinder. Mit ihnen ist er jetzt in Hongkong. Dort soll er seinen Bericht über die Sicherheit des Hochhauses The Pearl, das demnächst eröffnet werden soll, abliefern. Mit 240 Stockwerken ist es der höchste Wolkenkratzer der Welt, der sich autonom mit Energie versorgt. In den unteren Stockwerken gibt es Geschäfte, darüber Wohnungen und ganz oben hat der Erbauer des Hauses sich ein Apartment eingerichtet. Nach Sawyers Ansicht ist das Gebäude perfekt gegen Brände gesichert.

Mit einem mit seinen biometrischen Daten gesichertem Tablet, mit dem er für seinen letzten Sicherheitscheck alle Sicherheitsmaßnahmen umgehen kann, macht er sich auf den Weg zur Leitstelle macht. Auf dem Weg wird ihm seine Umhängetasche geklaut.

Weil er das Tablet in seiner Jacketttasche hatte, erfährt er früher als geplant, dass eine Gangsterbande etwas sehr wertvolles aus dem Hochhaus stehlen will. In einem anschließendem Kampf können die Verbrecher das Tablet in ihren Besitz zu bringen und anschließend die gesamten Sicherheitsmaßnahmen auszuschalten. Deshalb breitet sich der von ihnen gelegte Brand in dem Gebäude weiter nach oben aus.

Sawyer will den Diebstahl verhindern und, vor allem, seine Familie retten. Sie und Zhao Ming Ji (Chin Han), der Besitzer des Hochhauses, sitzen in dem von den Verbrechern in Brand gestecktem Hochhaus fest.

Und weil die Polizei ihn für den Verursacher des Brandes hält, muss Sawyer vor dem Betreten des von Polizei und Feuerwehr hermetisch abgeriegeltem Gebäude die ihn verfolgenden Polizisten abhängen.

Einen Preis im Erfinden einer noch niemals gesehenen Geschichte wird „Skyscraper“ nicht erhalten. Ebenso wird der Thriller keinen Preis für Logik oder Wahrscheinlichkeit erhalten. „Skyscraper“ ist einer der typischen, für die große Leinwand gemachten Sommer-Blockbuster, die ein Minimum an Story mit einem Maximum an Effekten ausgleichen. Der immer sympathische und unkaputtbare Dwayne Johnson nennt seinen neuesten Film „eine grandiose Mischung aus ‚Stirb langsam‘, ‚Flammendes Inferno‘ und ‚Auf der Flucht’“ . „Auf der Flucht“ können wir getrost aus der Gleichung herausnehmen. Denn der Einsatzleiter der Hongkong-Polizei ist schnell, ungefähr in dem Moment, in dem Sawyer beginnt, den gegenüber dem Hochhaus stehenden Baukran hochzuklettern, überzeugt, dass Sawyer unschuldig ist. „Skysraper“ erzählt, inspiriert vom Action- und Blockbusterkino der siebziger und achtziger Jahre, die Geschichte eines brennenden Hochhauses (noch ohne Bewohner und damit ohne störende Nebengeschichten und Rettungsversuche der Feuerwehrleute) und dem Versuch des Helden, seine Familie zu retten. Dafür muss er auch die Pläne des Verbrechers Kores Botha (Roland Møller) und seiner skrupellosen Schergen durchkreuzen. Und am Ende gibt es, für die Cineasten im Kinosaal, eine Schießerei in einem Spiegelkabinett, das eine moderne Version der legendären Spiegelkabinett-Szene aus Orson Welles‘ Noir-Klassiker „Die Lady von Shanghai“ ist.

Rawson Marshall Thurber erzählt die von ihm geschriebene Geschichte flott in unter zwei Stunden und mit einem Blick auf Bilder, die auf der großen IMAX-Leinwand Schwindelgefühle auslösen können. Zum Beispiel wenn Claire in einem sich über dreißig Stockwerke erstreckendem Jade Park über ein zwei Brückenteile verbindendes Brett läuft, um ihren Sohn vor den Flammen zu retten. Oder wenn Sawyer an einem Kran und an der Außenwand des Wolkenkratzers herumklettert. Im Gegensatz zu Ethan Hunt braucht er dafür kein hochentwickeltes Gerät, sondern nur etwas handelsübliches Klebeband.

Skyscraper“ ist nach „Central Intelligence“ die zweite Zusammenarbeit von Thurber und Johnson. Dieses Mal in einem Thriller, der auf Humor weitgehend verzichtet. Dafür hat er die durchdachtere Geschichte; auch wenn im wesentlichen die bekannten Situationen aneinandergereiht werden. Das geschieht aber mit soviel Erzählfreude, dass man sich gerne auf die Reise mitnehmen lässt.

Sie arbeiten bereits an einem dritten gemeinsamen Film.

Skyscraper (Skyscraper, USA 2018)

Regie: Rawson Marshall Thurber

Drehbuch: Rawson Marshall Thurber

mit Dwayne Johnson, Neve Campbell, Chin Han, Roland Møller, Noah Taylor, Byron Mann, Pablo Schreiber, Hannah Quinlivan

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homeapge zum Film

Moviepilot über „Skyscraper“

Metacritic über „Skyscraper“

Rotten Tomatoes über „Skyscraper“

Wikipedia über „Skyscraper“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Rawson Marshall Thurbers „Central Intelligence“ (Central Intelligence, USA 2016)

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: