Neu im Kino/Filmkritik: „Stan & Ollie“ auf großer Tour durch England

Obwohl ihre Filme nicht mehr so oft im Fernsehen laufen, sind Stan Laurel und Oliver Hardy immer noch bekannt. Auch wenn man in Deutschland das Komikerduo lange Zeit vor allem als „Dick & Doof“ kannte und damit die Qualität ihrer Sketche konsequent auf Blödelniveau hinuntersanierte. Bis auf ein, zwei Ausnahmen entstanden ihre Filme zwischen 1927 und 1945.

1953 war ihre große Zeit als Hollywood-Duo vorbei. Die Wiederentdeckung im Fernsehen lag noch in der Zukunft. Stan Laurel (Steve Coogan) kann seinen früheren Arbeitskollegen Oliver Hardy (John C. Reilly), mit dem er sich vor Jahren verkrachte, überreden, eine Theatertour durch England zu machen. Dabei kann er mit den Finanziers für einen neuen Laurel-und-Hardy-Film sprechen. Und beide könnten ihre klammen Finanzen aufbessern.

Jon S. Baird („Drecksau“) erzählt, nach einem Drehbuch von Jeff Pope („Philomena“), die Geschichte dieser Tour und wie aus den Arbeitskollegen Freunde werden. Und es gibt einige immer noch vergnügliche Sketche von Laurel und Hardy, die hier von Steve Coogan und John C. Reilly mit einem beeindruckendem Timing präsentiert werden.

Dazwischen bemühen sich die beiden, wieder ihr Publikum zu erreichen. Stan Laurel ist die kreative Kraft des Duos, die an den Sketchen feilt und das Geld für einen Film auftreiben will. Oliver Hardy der gesundheitlich schwer angeschlagene Lebemann. Beide sind sie, einzeln und als Duo, Schnee von Gestern. Am Anfang sind in dem kleinen Provinztheater, in dem sie auftreten, die meisten Plätze frei und das Hotel, in dem sie übernachten sollen, ist eine billige Absteige. Nachdem sie während der Tour kräftig die Werbetrommel rühren, werden die Säle voller und größer.

Baird erzählt das betont altmodisch und sich dabei auf die Chemie zwischen Coogan und Reilly und die Laurel-und-Hardy-Sketche verlassend. Das so entstehende Tourtagebuch ist ein sehr vergnügliches Biopic mit etlichen garantierten Lachern und etwas Sentiment.

Stan & Ollie (Stan & Ollie, Großbritannien/Kanada/USA 2018)

Regie: Jon S. Baird

Drehbuch: Jeff Pope

LV (Inspiration): A.J. Marriot: Laurel and Hardy – The British Tours, 1993

mit Steve Coogan, John C. Reilly, Nina Arianda, Shirley Henderson, Danny Huston, Rufus Jones

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Stan & Ollie“

Metacritic über „Stan & Ollie“

Rotten Tomatoes über „Stan & Ollie“

Wikipedia über „Stan & Ollie

Meine Besprechung von Jon S. Bairds „Drecksau“ (Filth, Großbritannien 2013 – mit weiteren Videoclips) und der DVD

Und ein bekannter Film von und mit Stan Laurel und Oliver Hardy

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