TV-Tipp für den 29. Mai: Die drei Tage des Condor

Mai 28, 2019

ZDFneo, 23.15

Die drei Tage des Condor (Three Day of the Condor, USA 1975)

Regie: Sydney Pollack

Drehbuch: Lorenzo Semple jr., David Rayfield

LV: James Grady: Six days of the Condor, 1974 (Die 6 Tage des Condor)

Joe Turner ist ein Büromensch und Angestellter der CIA. Als er nach einem Einkauf in das Büro zurückkommt sind seine Kollegen tot und er wird gejagt. Von den eigenen Leuten, wie Turner schnell herausfindet. Turner kämpft um sein Leben.

Der spannende Thriller entstand unmittelbar nach der Watergate-Affäre und fing – wie einige andere fast zeitgleich entstandene Filme – die damalige Atmosphäre von Mißtrauen und Paranoia gut ein.

Das Drehbuch erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson, Max von Sydow, John Houseman

Wiederholung: Freitag, 31. Mai, 04.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise


Rotten Tomatoes über „Die drei Tage des Condor“

Wikipedia über „Die drei Tage des Condor“ (deutsch, englisch)

New York Times: Vincent Canby über „Three days of the Condor“ (25. September 1975)

Jump Cut: Patrick McGilligan redet mit Sydney Pollack (1976)

Lorenzo Semple jr./David Rayfield: Three days of the Condor (Drehbuch, Fassung vom 3. Februar 1975)

Homepage von James Grady


Cover derWoche

Mai 28, 2019


TV-Tipp für den 28. Mai: The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Mai 28, 2019

Servus TV, 22.35

The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (The Verdict, USA 1982)

Regie: Sidney Lumet

Drehbuch: David Mamet

LV: Barry Reed: The Verdict, 1980 (The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit…)

Der heruntergekommene Anwalt Frank Galvin will es noch einmal wissen. Für eine nach einem Narkosefehler im Koma liegende Frau nimmt er den Kampf gegen ein mächtiges Hospital auf.

Spannender Gerichtsthriller, lange vor John Grisham und realistischer.

David Mamets Drehbuch war für den WGA Award, den Golden Globe und den Oscar nominiert. Paul Newman, Sidney Lumet und James Mason und der Film (als Bester Film des Jahres) waren ebenfalls für Oscars nominiert, aber „Ghandi“ war einfach der bessere Oscar-Film.

Mit Paul Newman, Charlotte Rampling, Jack Warden, James Mason, Milo O’Shea, Lindsay Crouse, Roxanne Hart, Tobin Bell, Bruce Willis (beide als Teil des Publikums im Gericht)

Wiederholung: Mittwoch, 29. Mai, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Verdict“

Wikipedia über “The Verdict” (deutsch, englisch)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet

Mein Nachruf auf Paul Newman

Meine Besprechung von David Mamets „Bambi vs. Gorilla – Über Wesen, Zweck und Praxis des Filmbusiness“ (Bambi vs. Gorilla – On the Nature, Purpose, and Practice of the Movie Business, 2007)

Sidney Lumet, David Mamet und Paul Newman in der Kriminalakte


Hat Dave Robicheaux “Sumpffieber”?

Mai 28, 2019

Zwischen die neuen, noch nicht übersetzten Dave-Robicheaux-Romane schiebt der Pendragon-Verlag ältere, bereits übersetzte und seit Ewigkeiten nicht mehr erhältliche Robicheaux-Romane. Wie jetzt „Sumpffieber“. Dabei handelt es sich um den im Original 1998 erschienenen zehnten Robicheaux-Roman „Sunset Limited“, der zwei Jahre später bei Goldmann in einer deutschen Übersetzung erschien.

In dem Kriminalroman kehren Megan und Cisco Flynn nach New Iberia zurück. Sie sind die Kinder von Jack Flynn, einem Gewerkschaftler, der vor Jahrzehnten vom Klan mit 16-Penny-Nägeln an Fuß- und Handgelenken an eine Scheunenwand genagelt wurde. Robicheaux entdeckte damals die Leiche (jau, langjährige Robicheaux-Fans wissen, dass der junge Dave als Jugendlicher anscheinend täglich über Leichen stolperte). Flynns Mörder wurde nie gefunden (auch das dürfte langjährigen Robicheaux-Lesern bekannt vorkommen).

Jetzt sind seine beiden Kinder zurück in New Iberia und sie interessieren sich für den Kleingangster Cool Breeze Broussard. Der behauptet, im Gefängnis misshandelt worden zu sein. Broussard hat außerdem Ärger mit dem Giacano-Klan und das FBI möchte sich nicht um seinen Kronzeugen kümmern. Broussard hat Angst um sein Leben. Seine Angst ist berechtigt. Denn ein Killer ist auf ihn angesetzt.

Die Flynns und Broussard haben eine für Robicheaux zunächst undurchschaubare Beziehung zu dem reichen und entsprechend einflussreichem Plantagenbesitzer Archer Terrebonne.

Sumpffieber“ ist einer dieser alten Robicheaux-Romane, die mir deutlich besser als die neueren Robicheaux-Romen gefallen. Das kann daran liegen, dass ich diese Romane zuerst las und mir daher in den neueren Robicheaux-Romanen vor allem die Wiederholungen und Plotschwächen auffallen. Das kann auch daran liegen – und diese Erklärung bevorzuge ich -, dass die alten Robicheaux-Romane einfach besser waren. In ihnen entwickelte sich Robicheaux weiter. In „Neonregen“ (The Neon Rain, 1987) ist Dave Robicheaux noch Mordermittler in New Orleans und Trinker. Später kämpft er mit seinem Alkoholismus, geht zu den Anonymen Alkoholikern, zieht nach New Iberia, betreibt eine Bootsvermietung und Köderladen, hat eine Adoptivtochter und arbeitet als Detective bei der örtlichen Polizei. Das und seine wichtigsten Freundschaften sind in „Sumpffieber“ fest etabliert, aber noch nicht zur Routine erstarrt und weil James Lee Burke damals seinen Charakter noch in Echtzeit altern ließ, konnte man sich Robicheaux vor zwanzig Jahren mühelos als rüstigen Vietnam-Veteran, der keinen Gedanken an seine Pensionierung verschwendet, vorstellen.

In „Sumpffieber“ erzählt Burke, mit viel Südstaaten-Feeling, eine ziemlich komplizierte, mehrere Familien und Generationen betreffende, sich langsam entwickelnde Geschichte von Schuld und Sühne. Weil mehrere Plots sich kreuzen, sollte man nicht zu viele Seiten überblättern.

Der Roman erhielt 1998 den Dagger-Preis als bester Roman und war für den Dily Award nominiert.

James Lee Burke: Sumpffieber

(übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel) (überarbeitete Neuausgabe)

Pendragon, 2019

456 Seiten

18 Euro

Deutsche Erstausgabe

Goldmann, 2000

Originalausgabe

Sunset Limited

Doubleday, 1998

Hinweise

Thrilling Detective über „the Great Lost P. I.“ Dave Robicheaux

Homepage von James Lee Burke

Wikipedia über James Lee Burke (deutsch, englisch)

Mein Porträt von James Lee Burke

James Lee Burke in der Kriminalakte

„In the Electric Mist“ in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Bertrand Taverniers James-Lee-Burke-Verfilmung „In the Electric Mist – Mord in Louisiana“ (In the Electric Mist, USA 2009)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Neonregen“ (The Neon Rain, 1987)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Blut in den Bayous“ (Heaven’s Prisoners, 1988)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Mississippi Jam“ (Dixie City Jam, 1994)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Straße der Gewalt“ (Last Car to Elysian Fields, 2003)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Flucht nach Mexiko – Ein Dave-Robicheaux-Krimi“ (Crusader’s Cross, 2005 )

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Sturm über New Orleans“ (The Tin Roof Blowdown, 2007)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Regengötter“ (Rain Gods, 2009)


Ein noch vor der Wahl von Donald Trump von Denis Scheck mit James Lee Burke geführtes Interview


TV-Tipp für den 27. Mai: Zähl bis drei und bete

Mai 27, 2019

Arte, 20.15

Zähl bis drei und bete (3:10 to Yuma, USA 1957)

Regie: Delmer Daves)

Drehbuch: Halsted Welles

LV: Elmore Leonard: Three-Ten to Yuma, 1953 (Die Kurzgeschichte erschien zuerst in Dime Western, später in den Sammlungen „The Tonto Woman and other Western stories“ und „Complete Western stories“)

Der arme Rancher Dan Evans (Van Heflin) will den gesuchten Gangster Ben Wade (Glenn Ford) für eine Belohnung, die er dringend zum Überleben braucht, in Yuma abliefern. Aber Wades Bande will verhindern, dass Evans und sein Gefangener den Zug nach Yuma erreichen.

Ein viel zu selten; – naja, fast nie gezeigter Western-Klassiker, der 2007 von James Mangold mit Russell Crowe und Christian Bale durchaus gelungen, aber viel pompöser noch einmal verfilmt wurde. Delmer Daves braucht für sein packendes Moralstück letztendlich nur zwei Männer und ein Hotelzimmer.

„Delmer Daves‘ bester Film degradiert in seiner Analyse einer Held-Schurken-Partnerschaft und eines heroischen Einzelgangs Fred Zinnemanns ‚High Noon‘ zu einer Angelegenheit von geradezu lachhafter, welt- und westernfremder Simplizität.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)

mit Glenn Ford, Van Heflin, Felicia Farr, Leora Dana, Henry Jones, Richard Jaeckel

Wiederholungen

Dienstag, 29. Mai, 13.50 Uhr

Sonntag, 7. Juni, 09.30 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Zähl bis drei und bete“

TCM über „Zähl bis drei und bete“

Wikipedia über „Zähl bis drei und bete“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Delmer Daves‘ „Der letzte Wagen“ (The last wagon, USA 1956)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Meine Meldung von Elmore Leonards Tod

Elmore Leonard in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Frank Göhre/Alf Mayers „King of Cool – Die Elmore-Leonard-Story“ (2019)


TV-Tipp für den 26. Mai: Wahl 2019 – Europa und Bremen

Mai 25, 2019

ARD, 17.30/ZDF, 17.35

Wahl 2019 – Europa und Bremen

In den letzten Tagen wurde schon in anderen EU-Staaten gewählt, Großbritannien hatte Probleme bei der Durchführung der Wahl (Bin auf die Klagen gespannt.), in Deutschland schließen die Wahllokale um 18.00 Uhr, in Italien um 23.00 Uhr. D. h. am Abend gibt es nur Hochrechnungen und die Ergebnisse der Bremen-Wahl.

Ab 23.00 Uhr gibt es beim Bundeswahlleiter die Ergebnisse.


TV-Tipp für den 25. Mai: Cop Land

Mai 24, 2019

ZDFneo, 21.40

Cop Land (Cop Land, USA 1997)

Regie: James Mangold

Drehbuch: James Mangold

Freddy Heflin hat als frühes Gnadenbrot eine Stelle als Sheriff in Garrison, New Jersey bekommen. Die Einwohner sind von ihm bewunderte New Yorker Polizisten. Als eines Tages ein Interner Ermittler aus New York ihn um Hilfe bei Ermittlungen gegen korrupte Polizisten bittet, muss Heflin sich zwischen seinem Job und dem polizeilichen Ehrenkodex entscheiden.

Gutes Schauspielerkino mit einem kräftigen Touch 70-Jahre-Kino und einem genießbaren Stallone, der in diesem Cop-Movie versuchte von seinem Rambo/Rocky-Image wegzukommen. Inzwischen ist er wieder bei „Rocky“ und „Rambo“ angekommen und drehte mit einer Action-All-Star-Besetzung „The Expendables“ (über Söldner, die tun, was Söldner tun).

Mit Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel, Ray Liotta, Peter Berg, Michael Rapaport, Annabella Sciorra, Robert Patrick, Noah Emmerich

Hinweise

Wikipedia über „Cop Land“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Cop Land“

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)


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