Thriller-Autoren betreiben in „FaceOff – Doppeltes Spiel“

Dezember 9, 2014

Baldacci HRSG - FaceOff - 2

Die Idee für den neuesten Sammelband der International Thriller Writers (ITW), der internationalen Vereinigung von Thriller-Autoren hat etwas: bekannte Autoren lassen in einer Kurzgeschichte ihre bekannten Charaktere aufeinandertreffen. Das sind
Patrick Kenzie trifft Harry Bosch (geschrieben von Dennis Lehane und Michael Connelly)
John Rebus trifft Roy Grace (geschrieben von Ian Rankin und Peter James)
Slappy, der Puppenmann trifft Aloysius Pendergast (geschrieben von R. L. Stine, Douglas Preston und Lincoln Child)
Malachai Samuels trifft D. D. Warren (geschrieben von M. J. Rose und Lisa Gardner)
Paul Madriani trifft Alexandra Cooper (geschrieben von Steve Martini und Linda Fairstein)
Lincoln Rhyme trifft Lucas Davenport (geschrieben von Jeffery Deaver und John Sandford)
Michael Quinn trifft Handyman Jack (geschrieben von Heather Graham und F. Paul Wilson)
Sean Reilly trifft Glen Garber (geschrieben von Raymond Khoury und Linwood Barclay)
Wyatt Hunt trifft Joe Troma (geschrieben von John Lescroat und T. Jefferson Parker)
Cotton Malone trifft Gray Pierce (geschrieben von Steve Berry und James Rollins)
Jack Reacher trifft Nick Heller (geschrieben von Lee Child und Joseph Finder)
Und die Idee, das muss ehrlich gesagt werden, ist auch das beste an „FaceOff – Doppeltes Spiel“. Denn was auf dem Papier wie ein Zusammentreffen von James Bond und George Smiley oder von Georg Wilsberg und Frank Thiel/Karl-Friedrich Börne klingt, hat in der Ausführung mit einigen Problemen zu kämpfen. So sind die Romancharaktere nicht so bekannt wie die eben genannten Filmcharaktere, was dazu führt, dass man nicht alle Charaktere kennt. Außerdem sind die Seriencharaktere in Romanen etwas austauschbarer, weil sie vor allem bestimmte Prinzipien und eine Sicht auf die Welt verkörpern. Sie lösen im Roman die Ereignisse aus oder kanalisieren sie in einer bestimmten Form. Aber ein unverwechselbares und für alle sofort erkennbares Gesicht haben sie nicht. So ist die Aufregung über das Gesicht des neuen James-Bond-Darstellers jedesmal sehr laut, aber wenn ein Autor eine bekannte Serie fortführt, ist die Aufregung geringer und, siehe die verschiedenen Post-Ian-Fleming-James-Bond-Romane, anders. Denn es geht darum, wie sehr der neue Autor den Geist, vulgo den Tonfall, des Erfinders bewahrt.
Eben dieser unverwechselbare Erzählton eines Autors fehlt in „FaceOff“, weil hier immer zwei Autoren ihre Geschichten zusammen geschrieben haben. Es kann auch etwas am Übersetzer liegen. Denn während die Autoren normalerweise verschiedene Übersetzer haben, übersetzte hier Leo Strohm alle Geschichten.
Und normalerweise haben die Autoren einen ganzen Roman von oft deutlich über vierhundert Seiten, um ihre Geschichte zu erzählen. In „FaceOff“ haben sie nur so um die vierzig Seiten, was letztendlich ungefähr die Länge einer Action-Szene ist.
Das gesagt, ist „FaceOff“ natürlich für Thriller-Fans ein sehr interessanter Sammelband, weil hier erstmals bekannte Charaktere zusammen auftreten und bekannte Autoren gemeinsam eine Geschichte erzählen. Einige Autoren, wie Lee Child, schreiben fast nie Kurzgeschichten und natürlich ist der Kneipenabend von Jack Reacher und Nick Heller in „Entgeltliche Gegenleistung“ vergnüglich, wenn sie sich blind verstehen und während eines Baseballspiels schnell und handgreiflich für etwas Gerechtigkeit sorgen. Bei Wyatt Hunt und Joe Trona artet ein Angelausflug in eine Schlacht mit einem Drogenkartell aus. Sean Reilly und Glen Garber beginnen nach einem kurzen Stop in einer Raststätte, nachdem ein Bösewicht Glens Tochter entführt, eine halsbrecherische Autoverfolgungsjagd über die Autobahn. Die Begegnung von John Rebus und Roy Grace bewegt sich dann in den ruhigeren Gewässern einer Polizeiermittlung und Michael Quinn und Handyman Jack erleben eine infernalische Nacht.
Für Thriller-Novizen geben die elf Geschichten mit den kurzen Einführungen und den ziemlich ausführlichen Autorenbiographien einen guten Einblick in die derzeitige Thriller-Szene und zeigen auch ihre Bandbreite von traditionellen Detektivgeschichten (vor allem der fast achtzigseitige Auftritt von Lincoln Rhyme und Lucas Davenport) über halbe Gangstergeschichten bis hin zu Action-Thrillern, von rein rationalen Geschichten mit realistischen Protagonisten bis hin zu Begegnungen mit mehr oder weniger übersinnlichen Charakteren.
Und so ist „FaceOff“ eine unterhaltsame Zusammenstellung, die etwas an ein Benefiz-Konzert erinnert: die Stimmung ist gut, auch wenn die Musiker nicht ihr bestes Konzert geben.

David Baldacci (Herausgeber): FaceOff – Doppeltes Spiel
(übersetzt von Leo Strohm)
Goldmann, 2014
448 Seiten
9,99 Euro

Originalausgabe
FaceOff
Simon & Schuster, 2014

Hinweis
Homepage der International Thriller Writers

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„Eiskalt erwischt“ von Dan Simmons

März 15, 2013

Simmons - Eiskalt erwischt - 2

Am bekanntesten ist Dan Simmons als Science-Fiction-, Horror-, Fantasy- und Thriller-Autor; wobei „Thriller“ ja irgendwie alles und nichts ist und Dan Simmons auch gerne ein spannendes Genre-Crossover macht. Aber auch als waschechter Krimiautor reüssierte er mit den drei Joe-Kurtz-Romanen, in denen er so richtig hardboiled Hardboiled sein wollte und kein Kapitel länger als fünf Seiten sein sollte.

Nun, die Kapitel in „Eiskalt erwischt“ sind verdammt kurz. Die in zwei Monaten geschriebene, sich wendungsreich in einem halsbrecherischem Tempo voranbewegende Geschichte ist ebenfalls kurz. Halt in der idealen Pulp-Länge. Und der Protagonist Joe Kurtz ist mehr Mike Hammer, als Mike Hammer jemals Mike Hammer war.

Im ersten Kapitel wirft er den Mörder seiner Partnerin aus dem Fenster eines Hochhauses auf das Dach eines Polizeiautos. Nach elf Jahren wird er aus Attica auf Bewährung entlassen und, weil er als Sträfling keine Privatdetektiv-Lizenz mehr erhält, eröffnet er im Keller eines Porno-Ladens mit Arlene Demarco als seiner Sekretärin eine Detektei, die sich nicht so nennt, und er besorgt sich seinen ersten Auftrag bei dem alten Mafiaboss Don Farino. Er will den Mord an dem Buchhalter der Familie aufklären. Dabei räumt er gleichzeitig unter den Gangstern von Buffalo, New York auf.

Eiskalt erwischt“ ist ein Fest für die Freunde eines guten, düsteren Privatdetektiv-Thrillers, der gleichzeitig eine äußerst gelungene Hommage an die Pulp-Tradition ist.

Simmons widmete „Eiskalt erwischt“ Richard Stark und dessen Held, der eiskalte Profi-Dieb Parker, diente ihm auch als eine Inspirationsquelle für Joe Kurtz. Beide verfolgen, obwohl sie auf verschiedenen Seiten des Gesetzes stehen, ihre Ziele ähnlich kompromisslos.

Und, wie er in einem Interview mit Writers Write sagte, als Leitfaden für schnörkelloses Erzählen und gutes Plotting diente ihm Richard Stark:

Whenever I get poisoned by reading too much pretentious writing, overblown prose carrying too-little freight, and serious, self-conscious lit’ry posturing, I would read a Parker-the-thief novel and remember how lean and mean and clean good prose can be. In creating „Joe Kurtz,“ I imagined that Parker might have sewn a few wild oats back in the late 1960s, and Kurtz might be that illegitimate child of Parker. Kurtz certainly isn’t as realized as Parker as a character, but I hope he shares some of the same unstoppable-machine quality when he’s double-crossed.

Tja, hm, Lesebefehl für „Eiskalt erwischt“ – und schön, dass sich endlich ein deutscher Verleger für die hochgelobte PI-Serie gefunden hat. Schade, dass Dan Simmons nach drei Romanen Joe Kurtz in Rente schickte.

Dan Simmons: Eiskalt erwischt

(übersetzt von Michael Plogmann)

Festa, 2012

336 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Hardcase

St. Martin’s Press, 2001

Die Joe-Kurtz-Trilogie

Hardcase, 2001 (Eiskalt erwischt)

Hard Freeze, 2002 (Bitterkalt [angekündigt für März 2013])

Hard as Nails, 2003 (Kalt wie Stahl [angekündigt für Sommer 2013])

Hinweise

Homepage von Dan Simmons

Thrilling Detective über Joe Kurtz

Writers Write: Ausführliches Interview mit Dan Simmons (September 2001 – und daher über „Eiskalt erwischt)

Evolver: Martin Compart über Dan Simmons

Evolver: Martin Compart spricht mit  Interview mit Verleger Frank Festa über „Festa Crime“

Und noch einige weitere Tipps und Hinweise

Ideal für ein langes Wochenende – ein sehr langes, langes Wochenende – ist die gerade erschienene Ausgabe von „Die Hyperion-Gesänge“, der Science-Fiction-Saga, mit der Dan Simmons bekannt wurde und für die er den Hugo und Locus-Preis erhielt und für den Nebula-Preis nominiert war.

Simmons - Die Hyperion-Gesänge - 2

Dan Simmons: Die Hyperion-Gesänge

(übersetzt von Joachim Körber, mit einem Nachwort von Sascha Mamczak)

Heyne, 2013

1408 Seiten

18,99 Euro

enthält

Hyperion (Hyperion, 1989)

Der Sturz von Hyperion (The Fall of Hyperion, 1990)

Bei Festa sind auch einige andere Bücher einen Blick wert:

Wilson - Die Gruft - 2Wilson - Der Erbe - 2

Fans von Handyman Jack (im Original „Repairman Jack“ und ich habe keine Ahnung, wer auf die Idee kam, aus einem Repairman einen Handyman zu machen) dürfen sich freuen. Er ist, hm, kurz und plakativ gesagt, der ältere Bruder von Jack Reacher, aber mit übernatürlichen Gegnern. Mit „Die Gruft“ und „Der Erbe“ gibt es eine Neuausgabe und ein neueres Abenteuer mit ihm.

Die Gruft“ ist der erste von F. Paul Wilson geschriebene Handyman-Jack-Thriller, ein Teil des Adversary-Zyklus (in diesem Zyklus erschien der Roman ursprünglich und macht damit die Handyman-Jack-Thriller zu einem Spin off) und, so Stephen King: „’Die Gruft‘ ist einer der radikalsten Action-Romane, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.“ In dem Thriller sucht Handyman Jack die verschwundene Tante seiner Freundin und eine von einem Inder geraubte Halskette. Dabei stößt er auf einen jahrhundertealten Fluch und eine Brut höllischer Wesen. „Die Gruft“ erschien vor Jahren schon einmal im Goldmann Verlag und, mit einem anderen Cover, bei Festa.

Der Erbe“ erschien im Original bereits 2006. Aber erst jetzt auf Deutsch. Der vorherige Handyman-Jack-Roman „Das Höllenwrack“ (Infernal, 2005) erschien 2007 bei Blanvalet.

In „Der Erbe“ sucht Handyman Jack eine verschwundene Vierzehnjährige. Dabei stößt er auf zwei sich bekämpfende übernatürliche Mächte, für die Menschen in der Nahrungskette ungefähr auf der Stufe von Schmeißfliegen stehen.

Der elfte Handyman-Jack-Thriller „Das Blutbad“ ist für September angekündigt und seitdem sind in den USA weitere Handyman-Jack-Romane erschienen.

F. Paul Wilson: Die Gruft – Der 1. Handyman Jack Thriller

(übersetzt von Michael Plogmann)

464 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

The Tomb

Whispers Press, 1984

F. Paul Wilson: Der Erbe – Der 10. Handyman Jack Thriller

(übersetzt von Michael Plogmann)

480 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Harbingers

Tor/Forge Books, 2006

Hinweise 

Homepage von F. Paul Wilson

Thrilling Detective über Repairman Jack (aka Handyman Jack)

Evolver: Martin Compart über F. Paul Wilson

Phantastik-Couch über F. Paul Wilson

Krimi-Couch über F. Paul Wilson

Meine Besprechung von F. Paul Wilsons „Das Höllenwrack“ (Infernal, 2005)

F. Paul Wilson in der Kriminalakte

Lee - Creekers - 2Lee - Flesh Gothic

Für die härteren Gemüter gibt es die Romane von Edward Lee (der auch einige Male mit Jack Ketchum zusammen arbeitete), die in der „Horror“-Reihe von Festa erscheinen. Richard Laymon sagt: „Edward Lee – das ist literarische Körperverletzung!“ Der Verlag sagt über Lee: „Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des ‚Extreme Horror‘.“

In „Creekers“ kehrt Ex-Polizist Phil Straker in seinen Geburtsort, das Kaff Crick City, zurück. Dort sucht er ein vermisstes Mädchen und entdeckt im Wald die Creekers, einen Clan, der seit Jahrhunderten fernab jeglicher Zivilisation in Inzucht lebt und über den es schlimme Gerüchte gibt. Aber, so muss Straker erfahren, die Wahrheit ist noch schlimmer.

In „Flesh Gothic“ besuchen wir das Luxusanwesen von Reginald Hildreth in Florida. Nach einer Dämonenbeschwörung ist der Hausherr spurlos verschwunden und von den 26 Gästen sind nur noch Fleischfetzen vorhanden. Hildreths Frau will mit einer Gruppe übersinnlich begabter Menschen herausfinden, was in dem Haus geschah.

Edward Lee: Creekers

(übersetzt von Ben Sonntag)

Festa, 2012

416 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Creekers

Zebra Books, 1994

Edward Lee: Flesh Gothic

(übersetzt von Michael Krug)

Festa, 2012

448 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Flesh Gothic

Necro Publications, 2004

Slade - Der Kopfjäger - 2

Die Joe-Kurtz-Romane von Dan Simmons erscheinen bei Festa in deren neuer „Crime“-Reihe, deren erster Band „Der Kopfjäger – Der 1. Special X Thriller“ von Michael Slade ist. In dem, im Original bereits 1984 erschienenem, Thriller werden in Vancouver mehrere Frauen enthauptet. Erst als Superintendent Robert DeClercq und sein Team auf einen alten Indianerfluch und eine Verbindung zu einem Voodoo-Kult in New Orleans stoßen, haben sie eine heiße Spur.

Slade veröffentlichte bis heute 17 Special-X-Romane. Für „Mountie Noir“-Nachschub ist also gesorgt.

Und, damit keiner sagen konnte, er wurde nicht gewarnt: Der zweite vom Goldmann Verlag in den Achtzigern veröffentlichte Roman von Michael Slade landete auf dem Index.

Michael Slade: Der Kopfjäger – Der 1. Special X Thriller

(übersetzt von Heinz Zwack)

Festa, 2012

528 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Headhunter

Signet, 1984

Nachtrag (26. März 2013): Weil der Postbote keine Benachrichtigung in meinen Briefkasten legte, habe ich diese beiden Bücher, die ich natürlich bei der Veröffentlichung dieses Textes erwähnt hätte, erst jetzt erhalten:

Der zweite Joe-Kurtz-Thriller ist draußen

Simmons - Bitterkalt - 2

Dan Simmons: Bitterkalt

(übersetzt von Manfred Sanders)

Festa, 2013

384 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Hard Freeze

St. Martin’s Press, 2002

Der zweite „Special X“-Thriller ist auch draußen

Slade - Der Ghoul - 2

Michael Slade: Der Ghoul

(übersetzt von Heinz Zwack)

Fest, 2013

512 Seiten

13,95 Euro

Originalausgabe

Ghoul

W. H. Allen, 1987


Kurzmeldungen

März 18, 2011

Bei Bookgasm gibt es, zum US-Filmstart der Connelly-Verfilmung „The Lincoln Lawyer“, ein kurzes Interview mit Michael Connelly, dem Autor der grandiosen Vorlage.

Eine „The Lincoln Lawyer“-Filmkritik (deutscher Filmstart ist am 23. Juni als „Der Mandant“) gibt es im Rap Sheet:

The Lincoln Lawyer does its job as a meat-and-potatoes legal thriller–and, let’s be honest, we haven’t had one of those in a while.

Much of this movie feels like a welcome return to the days when studios made entertaining films for adults. Those were movies you could take a date to on a Friday night and not feel pandered to.

Bei „My Book, The Movie“ nennt Dave Zeltserman seine Wunschbesetzung für eine Verfilmung von „Outsourced“.

Die Übersetzung erschien jetzt als „28 Minuten“ bei Suhrkamp.

Bei „My Book, The Movie“ verrät Zeltserman auch, dass die Filmrechte verkauft sind und es bereits ein Drehbuch gibt, das sich von der Vorlage unterscheidet.

Ebenfalls bei „My Book, The Movie“ verrät Mark Alpert einiges über die Pläne von Hollywood, seine Bücher zu verfilmen und welche Schauspieler er gerne in der Verfilmung von „The Omega Theory“ sehen würde.

Und selbstverständlich ist die März-Ausgabe von „The Big Thrill“ schon seit Ewigkeiten online. Dieses Mal gibt es unter anderem Porträts von und Interviews mit F. Paul Wilson, Harlan Coben, Linda FairsteinJonathan Maberry und Erin Brokovich (Erinnert ihr euch an den Film?)/CJ Lyons.

Bei Mulholland Books gibt es unter anderem

ein Gespräch zwischen Drehbuchautor Leslie Dixon und Romanautor Alan Glynn. Dixon schrieb das Drehbuch für die Glynn-Verfilmung „Limitless“ („Ohne Limit“, deutscher Kinostart am 14. April)

Alan Glynn über seine Erfahrungen mit Hollywood

– den neunten Teil von Ken Bruens „Black Lens“

– Joe R. Lansdale über „Doggone Justice“

–  Michael A. Gonzales über Ernest Tidyman und über die Entstehung von „Shaft“

– Wallace Stroby über die New-Jersey-Mafia und warum er nicht mehr über sie schreiben wollte

– und „Ten of Crime Fiction’s Leading Ladies“


ITW nominiert beste Thriller 2010

März 31, 2010

Die Autorenorganisation International Thriller Writers (ITW) hat die Nominierungsliste für den diesjährigen Thriller Award veröffentlicht:

Best Hard Cover Novel

VANISHED von Joseph Finder

LONG LOST von Harlan Coben

FEAR THE WORST von Linwood Barclay

THE NEIGHBOR von Lisa Gardner

THE RENEGADES von T. Jefferson Parker

Best Paperback Original

SHADOW SEASON von Tom Piccirilli

URGE TO KILL von John Lutz

VENGEANCE ROAD von Rick Mofina

THE COLDEST MILE von Tom Piccirilli

NO MERCY von John Gilstrap

Best First Novel

FRAGMENT von Warren Fahy

DEAD MEN’S DUST (Der Knochensammler) von Matt Hilton

COLLISION OF EVIL von John J. Le Beau

DRACULA: THE UN-DEAD von Dacre Stoker

RUNNING FROM THE DEVIL von Jamie Freveletti

Best Short Story

THE DESERT HERE AND THE DESERT FAR AWAY von Marcus Sakey

A STAB IN THE HEART von Twist Phelan

AFTERSHOCK & OTHERS von F. Paul Wilson

ICED von Harry Hunsicker

BOLDT’S BROKEN ANGEL von Ridley Pearson

Da sind dieses Jahr viele Autoren (Finder, Coben, Parker, Piccirilli, Lutz, Mofina, Hilton) und Werke dabei, die ich noch unbedingt lesen will. Etliche der nominierten Werke dürften auch dieses und nächstes Jahr übersetzt werden.


Kurzmeldungen: The Big Thrill im September, Zapp über Doris Heinze, Wolfgang Kohlhaase über „Whisky mit Wodka“, Script Collector, Maigret und Simenon, 24h Berlin und Pieke Biermann

September 4, 2009

Die September-Ausgabe von The Big Thrill ist online. Dieses Mal sind unter anderem diese Russell Atwood, Heather Graham, William Kent Krueger, Lisa Black, William Bernhardt, Clive Cussler & Grant Blackwood, Joe R. Lansdale (mit seinem neuen Hap-Collins/Leonard-Pine-Roman „Vanilla Ride“), F. Paul Wilson (mit dem neuen Repairman-Jack-Thriller „Ground Zero“), Norb Vonnegut (Yep, verwandt mit Kurt Vonnegut), Kathy Reichs (der neue Temperance-Brennan-Roman „206 Bones“), Dan Fesperman (Sein „The Prisoner of Guantanamo“ erhielt zahlreiche Preise, aber keinen deutschen Verlag) und Laura Caldwell im Porträt oder im Verhör.

Im NDR-Medienmagazin „Zapp“ gibt es einen zehnminütigen Bericht über Doris Heinze.

Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase redet bei „Stichwort Drehbuch“ über seinen neuen, gerade im Kino angelaufenen Film „Whisky mit Wodka“. Andreas Dresen verfilmte das Buch. Henry Hübchen, Corinna Harfouch, Sylvester Groth und Peter Kurth spielen mit.

eine echte Perle“ meint epd-Film und vergibt die Höchstwertung.

Die erste Zusammenarbeit von Andreas Dresen und Wolfgang Kohlhaase war „Sommer vorm Balkon“.

Mit dem Script Collector gibt es eine neue Anlaufstation für Menschen, die Drehbücher lesen wollen. Aktuell hat er „The Haunting in Connecticut“, „Year One“, „Fast and Furious“, „Sweeney Todd“, „The Dark Knight“ und die anderen Batman-Filme, „The International“, „Public Enemies“ und viele Hitchcock-Drehbücher online gestellt.

Ist zwar nicht alles brandneu, aber ein Blick lohnt sich.

Diogenes hat für die Maigret- (wenn sie in der Schweiz wohnen) und Simenon-Fans (heute ist sein 20. Todestag) unwiderstehliche Angebote:

Im Oktober erscheinen die drei letzten Bände der Maigret-Gesamtausgabe in 75 Bänden.

Beantworten Sie auf franceguide.com drei Fragen zu Kommissar Maigret und gewinnen Sie die Gesamtausgabe in 75 Bänden. In Zusammenarbeit mit dem französischen Verkehrsbüro Atout France (Teilnahme nur in der Schweiz möglich).

Oder schicken Sie uns ein Foto von sich und Ihrer Maigret-Gesamtausgabe, und Sie erhalten als Geschenk den hochwertigen Bildband Sein Leben in Bildern. Schicken Sie eine Mail an werbung@diogenes.ch oder per Post: Diogenes AG, Sprecherstrasse 8, CH-8032 Zürich.

(der Link zu Franceguide funktioniert im Moment nicht)

Überall wird ja schon darauf hingewiesen: Am Samstag zeigen der RBB (ab 05.30 Uhr) und Arte (ab 06.00 Uhr) das Projekt „24h Berlin“. Über 24 Stunden wird ein Tag im Leben der Hauptstadt dokumentiert (Ist das nicht eine alte Idee von Alfred Hitchcock?)

Pieke Biermann hat auch mitgemacht:

Zum “längsten Fernsehfilm aller Zeiten” gibt es auch ein Buch, dh zwei: eins mit Fotos und eins mit Texten (Steidl Verlag, Göttingen). Zu letzterem habe ich die ”Nachtstreife in Wedding” mit Äi-Dschäi und Schumi vom Abschnitt 36 beigesteuert.

Gefeiert wird das Ganze auch live ua zwischen 11 und 24 Uhr mit Lesungen und Gesprächen moderiert von Patricia Klobusicky.

Um unsere Nachtstreife geht’s ab ca. 17:30 im Foyer von C/O Berlin (Oranienburger Str. 34-35 = das alte Postfuhramt)


Hinweise: Kollegen über Gregory Mcdonald, Barry Eisler über den US-Wahlkampf, Jack Reacher im Kino – und vieles mehr

Oktober 7, 2008

Bei The Rap Sheet schreiben zahlreiche bekannte Autoren, unter anderem Joe R. Lansdale, Don Winslow, Ken Bruen, Markus Sakey und Robert Eversz, um nur die in Deutschland bekannten Namen zu nennen, über den unlängst verstorbenen „Fletch“-Erfinder Gregory Mcdonald und dessen Bedeutung für sie und die Kriminalliteratur.

Allan Guthrie (Abschied ohne Küsse) hat seinen Webauftritt überarbeitet. Sieht hübsch modern aus; – aber jetzt finde ich dort nichts mehr.

Barry Eisler ist von Sarah Palin immer noch nicht begeistert. Er fragt „Why do the Palins hate America?“ und kommentiert die Vizepräsidenten-Debatte:

I don’t think the regular-girl schtick brings in the undecideds. Here, the low expectations she had created with her recent interview disasters worked against her. The essential problem is that Palin has set expectations so low that even if she exceeds them, people will still recognize it’s not enough. Acting like a regular gal doesn’t change that dynamic; it worsens it. (…)

I think the best anyone could say for Palin is that she exceeded the stunningly low expectations her recent performances have established. I can’t imagine that a material number of undecideds watched this debate and decided based on it to vote for McCain/Palin (I can, however, easily imagine it picking up some undecideds for Obama/Biden). So the best you can say is that Palin avoided making things much worse for her ticket. Which is another way of saying that in November, Barack Obama will be elected president.

(Hoffentlich! Denn Sarah Palin ist absolut nicht geeignet für das Amt. Wer nach ihren letzten Interviews daran noch zweifelte, sollte einen Blick in die Vizepräsidenten-Debatte riskieren. Es ist schon erstaunlich, wie unkonkret sie antwortet – falls sie überhaupt antwortet. Joseph R. Biden Jr. ist einfach viel faktensicherer, beantwortet die Fragen und wirkte überzeugender als künftiger Vizepräsident.)

Die gesamte Vizepräsidenten-Debatte kann hier mit einem Transkript und weiteren Recherchemöglichkeiten angesehen werden.

Schnittberichte hat eine Liste der 2008 in Deutschland im Kino und auf DVD zensierten Filme veröffentlicht. Eine gerade für den Kinobereich beeindruckende Liste.

Josh Olsen (A History of Violence) schreibt das Drehbuch zur Lee-Child-VerfilmungOne Shot“ (Sniper). Wer Jack Reacher spielt, ist noch unklar.

Der Noir of the Week ist „Road House“ (Nachtclub-Lilly, USA 1948, Regie: Jean Negulesco, Drehbuch: Edward Chodorov, mit Ida Lupino, Cornel Wilde, Richard Widmark).

Die Okktober-Ausgabe von The Big Thrill ist online; mit Hinweisen auf die neuen Romane von Sean Chercover (mit Interview), Jeffrey Mariotte, Alex Klava (mit Interview), Raymond Benson (mit Interview zu dem James-Bond-Dreierband), Heather Graham und F. Paul Wilson (ein neuer Handyman-Jack-Roman).

Bei Murderati hat Alexandra Sokoloff einen weiteren Teil ihres Schreibseminars veröffentlicht: Story Structure – Act two, Part two. Lesenswert!


Hinweise: The Big Thrill, Getting away with murder, Plots with Guns – und ein Gespräch mit George Pelecanos

September 2, 2008

Pünktlich zum Monatsersten geht die aktuelle Ausgabe von The Big Thrill online. Die September-Ausgabe des Magazins der ITW berichtet unter anderem über die neuen Bücher von Tess Gerritsen und Larry Beinhart (Ja, er hat ein neues Buch geschrieben und eine deutsche Übersetzung ist, wie bei „The Librarian“, sehr unwahrscheinlich), Interviews mit Stephen Hunter (der Mann hat die Vorlage für den Mark-Wahlberg-Film „Shooter“ geschrieben) und Michael Palmer (zuletzt „Mörderisches Spiel“) – und, das muss extra angekündigt werden, ein Gespräch mit Veteran Book Reviewer Oline Cogdill (Sun-Sentinel).

Gegen Jahresende erscheint im Mira Verlag die deutsche Ausgabe von „Thriller“. Der von James Patterson herausgegebene Sammelband war 2006 die erste Veröffentlichung der International Thriller Writers und enthält neue Kurzgeschichten von Lee Child, James Grippando, J. A. Konrath, Heather Graham, James Siegel, James Rollins, Gayle Lynds, Michael Palmer und Daniel Palmer, David Morrell, Chris Mooney, Dennis Lynds, John Lescroart und M. J. Rose, David Liss, Gregg Hurwitz, Eric Van Lustbader, Christopher Rice, Alex Kava, F. Paul Wilson, Christopher Reich, Brad Thor, Steve Berry, Douglas Preston und Lincoln Child und anderen. Das verspricht einige hundert Seiten Lesevergnügen.

Bei ShotsEzine feiert Mike Ripley in seiner Kolumne „Getting away with murder“ neben vielen anderen Büchern auch die englische Ausgabe von „Therapy“, dem Debüt von Sebastian Fitzek, ab.

Dort gibt es auch ein Interview mit George P. Pelecanos zu seinem neuen Buch „The Turnaround“. (Pelecanos vorletztes Buch „The Night Gardener“ erschien vor wenigen Tagen als „Der Totengarten“ bei Rowohlt. Ich werde es demnächst abfeiern. Denn es ist, lassen Sie sich nicht von dem Etikett „Thriller“ irritieren, einfach ein guter Roman.)

Die Sommer-Ausgabe von „Plots with Guns“ ist online.


Einige sachdienliche Hinweise

Juni 5, 2008

Noir of the Week nimmt sich diese Woche „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ von Alfred Hitchcock (Drehbuch: Alec Coppel, Samuel Taylor, nach dem gleichnamigen Roman von Pierre Boileau und Thomas Narcejac) in zwei Teilen vor.

Die Juni-Ausgabe von The Big Thrill, dem Magazin der International Thriller Writers (ITW) ist online. Unter anderem mit Hinweisen auf die neuen Werke von James Patterson/Howard Roughan, Clive Cussler, Raymond Benson, Meg Gardiner, Heather Graham, Phillip Margolin und Mike Lawson (dessen Debüt demnächst auf Deutsch erscheint) und längeren Artikeln über Lee Child, Janet Evanovich, Jon Land und Kathy Reichs.

Die Juni-Ausgabe der Krimi-Couch ist ebenfalls online. Dieses Mal werden unter anderen die neuen Werke von Ross Thomas, David Ellis, Ilkka Remes, Friedrich Ani (der zweite Seher-Roman), Egon Eis,  Matti Rönkä, Patricia Cornwell, Donn Cortez (ein CSI-Miami-Roman) und Cornelia Read besprochen.

Alan Furst redet mit der LA Times (Scott Timberg) über seinen neuen Roman „The Spies of Warsaw“. Er spielt wieder in den Dreißigern.

F. Paul Wilson (zuletzt „Das Höllenwrack„) hat in den USA einen neuen Roman mit Repairman Jack (aka Handyman Jack) veröffentlicht. Allerdings widmet er sich jetzt der Jugend (oder der Zeit als Repairman Jack noch nicht Repairman Jack war) und es ist für eine jüngere Leserschaft. „Jack: Secret Histories“ heißt das Werk und F. Paul Wilson schreibt dazu:

It’s 1983. The Atari 5200 is the hot videogame console and Star Wars Death Star Battle is the hot game; the Apple ][+ with a whole 48K of RAM is state of the art in home computing; everyone’s twisting a Rubik’s cube.

And a fourteen-year-old boy is beginning to explore the talents that will lead him to become a man known as Repairman Jack.

Never saw myself writing for kids, especially since I already have a fair number of teen readers, mostly sixteen and up. But a motley array of forces converged to goose me into writing a novel geared toward the under-fifteen crowd – a so-called Young-Adult novel.

I say “so-called” because the writing process wasn’t much different from my adult work and the style is virtually identical. I’ve striven over the years for a clean, lean style, tailored to the pace of the thrillers I write. Now, to my delight, I find it fits a younger audience equally well. At least that’s what a focus group showed: Kids who often took up to a month to finish a book were polishing off Jack: Secret Histories over a weekend and looking for more.

But what surprised me most was how much fun I had. I delighted in peeking into Jack’s past and populating it with people who would play parts in his later life, or arranging cameos of characters from other novels. The books practically wrote themselves. I’d agreed to write three and I had drafts of the second and third done before the first’s pub date. Like taking dictation.

Best of all was looking at the world again through fourteen-year-old eyes. I remember my own last summer before high school as a turning point in my life, so that was where I chose to begin Jack’s story. Since I’d already established his birth year as 1969, I pretty much had to set the story in 1983. Not a bad year – lots of new technology, disco was dead, and MTV was on the rise.

As luck would have it, I’d already placed Jack’s hometown in Burlington County, which juts into the mysterious and fabled Jersey Pine Barrens. Perfect. It all came together in a glorious crash. I could work all sorts of magic in a million acres of wilderness with places no human eyes have ever seen, where strange lights jump from tree to tree and the Jersey Devil supposedly roams. I peopled his town with weird characters and places – like an old woman (with a dog) who’s supposedly a witch, and the town drunk who’s rumored to be able to heal with a touch but always wears gloves, and USED, the store that sells old…stuff.

From his start many years ago in The Tomb, I made of point of giving the adult Jack an Everyman background. He’s not an ex Navy SEAL or former CIA black-ops agent, just a guy from New Jersey who dropped off the radar and taught himself a few tricks. But he has an innate knack for manipulating people and situations to his advantage. (Of course, if that doesn’t work, he has his trusty Glock.) Here was a chance to show him discovering his talents.

As I said: Like taking dictation.

If comments on repairmanjack.com are any indication, adult Repairman Jack fans are lined up, waiting to dive in. As for the rest of you, no matter what your age, if you enjoy reading Jack: Secret Histories half as much as I enjoyed writing it, you’re in for a treat.

Noch nicht genug? Hm, wie wäre es mit einigen Drehbüchern von pdfScreenplays aus der Abteilung „Exclusives!“:

Billy Wilder/I. A. L. Diamond: The Apartment (Undated Draft)

Dan Akroyd/John Landis: The Blues Brothers (Unspecified Draft)

Ernest Tidyman/William Friedkin:  The French Connection (Revised Draft, 26. April 1971)

H. Seitz: Insomnia (Unspecified Draft, 2. Mai 2000)

Fritz Lang/Thea von Harbou: M (Undated, unspecified Draft – ist auf Englisch)

Andrew Kevin Walker: Se7en (Production Draft, 8. August 1994)

Graham Greene: The third man (Undated, unspecified Draft)


Familienprobleme für Handyman Jack

Februar 27, 2008

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Das neunte Handyman-Jack-Roman „Das Höllenwrack“ von F. Paul Wilson ist ein eher untypisches Abenteuer für den Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht auf dem staatlichen Radar zu erscheinen. Das ist in Zeiten des Antiterrorkampfes natürlich schwieriger denn je. Aber bis jetzt ist es ihm gelungen.

Doch nachdem sein Vater und zahlreiche weitere Passagiere auf dem La-Guardia-Flughafen von Terroristen mit vergifteten Patronen erschossen werden, hat Jack ein Problem. Weil er keinen Pass auf seinen Namen hat, kann er die Leiche seines Vaters nicht aus dem Leichenschauhaus abholen. Er muss seinen größeren Bruder Tom, den er aus tiefstem Herzen hasst, darum bitten. Tom ist inzwischen Richter in Philadelphia und, wie Jack schnell feststellt, Trinker und Verbrecher. Gegen Tom wird ermittelt und er hätte den Bundesstaat überhaupt nicht verlassen dürfen.

Tom erfährt schnell, dass Jack in der Illegalität lebt, gute Kontakte zu Verbrechern hat und in bestimmten Kreisen hoch angesehen ist. Außerdem hatte ihm sein Vater gesagt, wenn er wirkliche Probleme habe, solle er sich an Jack wenden. Er könne dann helfen. Und Tom, der unter keinen Umständen ins Gefängnis gehen will, hat Probleme die mit Geld und einem neuen Pass aus der Welt geschafft werden können.

Mit einer kleinen Erpressung und einem Appell an die familiären Gefühle überzeugt er Jack, ihn auf die Bermudas zu begleiten. Er will sein dort gebunkertes Vermögen abholen. Aber die Steuerfahndung war schneller. Jetzt hat er nur noch eine Hoffnung: die Lilitonga von Gefreda. Dieser Schatz soll vor über vierhundert Jahren vor den Bermudas untergegangen sein. Anhand der Schatzkarte finden sie die Lilitonga von Gefreda und erwecken sie in New York zum Leben.

Jetzt haben die beiden verfeindeten Brüder ein wirkliches Problem. Denn die katholische Kirche versenkte damals das Schiff, damit niemand mit dem teuflischen Ding, das Menschen vom Erdboden verschwinden lassen kann und alles Leben in ihrer näheren Umgebung vernichtet, in Berührung gerät.

„Das Höllenwrack“ ist eine unterhaltsame Abenteuergeschichte. Ein richtiger Schmöker eben, bei dem in der ersten Hälfte viel passiert und in der zweiten Hälfte das Ende – besonders wenn man weiß, dass F. Paul Wilson weitere Handyman-Jack-Romane geschrieben hat – doch sehr absehbar ist. Aber in „Das Höllenwrack“ geht es ihm weniger um thrillertypische Spannung und überraschende Plottwists, sondern um moralische Fragen.

F. Paul Wilson fragt sich, wie sehr Väter als Vorbild dienen können. Wie wirkt sich die Erziehung auf verschiedene Menschen aus? Dabei hat er mit Jack und Tom zwei gegensätzliche Charaktere entworfen, die beide von dem gleichen Mann erzogen wurden und dann ganz verschiedene Lebenswege einschlugen. Hier der nach außen hin respektierte Richter, der in dreifacher Scheidung lebt, korrupt, drogensüchtig, verantwortungslos und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Dort die nach außen hin gescheiterte Existenz ohne einen Beruf, die unter dem Radar des Staates als Berufsverbrecher lebt, aber dafür eine ihn liebende, schwangere Freundin, Freunde und moralische Standards hat. Er ist, wie ein Bluessänger singt:

“He went and fixed that problem, and now I sleep so good at night (…)

Yeah, Jack might be an angel, or he could be the devil too

Only thing I know is, you don’t want him mad at you.”

Diese beiden unterschiedlichen Charaktere prallen in „Das Höllenwrack“ immer wieder aufeinander. Dabei bestimmt der böse Bruder Tom weite Teile das Geschehens. Denn er muss sich in dieser Geschichte mit seinem eigenen verpfuschten Leben auseinandersetzen und sich fragen, welche zweite Chance er gerne hätte.

Auch Serienheld Jack steht vor schwierigen Fragen. Die wichtigste ist, wie sehr er seine Handlungen von dem Gefühl der Rache leiten lassen will. Denn natürlich sucht Jack die Mörder seines Vaters. Und dann ist da noch die Lilitonga von Gefreda, die seine Freundin Gia und ihre Tochter Vicky bedroht, während Tom am Liebsten nichts mit den von ihm in Gang gesetzten Ereignissen zu tun hätte.

 

 

 

F. Paul Wilson: Das Höllenwrack

(übersetzt von Michael Kubiak)

Blanvalet, 2007

512 Seiten

8,95 Euro

 

Originalausgabe

Infernal (A Repairman Jack novel 09)

Forge, New York 2005

 

Hinweise 

Homepage von F. Paul Wilson

Evolver: Martin Compart über F. Paul Wilson

Phantastik-Couch über F. Paul Wilson

Krimi-Couch über F. Paul Wilson


Ein Strauß Buntes

Februar 25, 2008

R. i. P. Robin Moore (31. Oktober 1925 – 21. Februar 2008)

Er schrieb den erfolgreich verfilmten Tatsachenroman „The French Connection“. In der New York Times erschien ein Nachruf.

R. i. P. Stephen Marlowe (7. August 1928 –  22. Februar 2008)

Der Krimiautor (er publizierte unter seinem Geburtsnamen Milton S. Lesser, Spephen Marlow [die Drumbeat-Romane], Jason Ridgway und einmal auch als Ellery Queen) wurde 1997 von der Private Eye Writers of America (PWA) für sein Lebenswerk geehrt. Hier geht’s zum von AP geschriebenen Nachruf.

(via The Rap Sheet)

„Plots with Guns“ ist zurück mit einem gut geschnürten Päckchen Kurzgeschichten und Bildern von Frauen mit Wummen, garniert mit dem Spruch „Noir is now“.

Watch the Skies: Der amerikanische Verlag Tor/Forge (zu seinen Nicht-S-F-Autoren gehören Max Allan Collins, Loren D. Estleman, Stuart M. Kaminsky, Andrew Klavan, Tim Willocks, F. Paul Wilson; – oh, und Andreas Eschbach ist auch dabei) bietet jede Woche den Link zu einem kostenlosen Download von einem Science-Fiction-Roman an.  Diese Woche hat Tor in  „Watch the Skies“ den Hugo-nominierten Roman „Old Man’s War“ von John Scalzi.

Vor den Oscar gibt’s die Razzies. Die Gewinner sind hier zu finden.  Lindsay Lohan, Eddie Murphy und „I know who killed me“ (Ich weiß, wer mich getötet hat) sind vielleicht etwas überrepräsentiert.

Und diese Meldung ist einfach grandios. Da spricht ein wahrer Schnellmerker.


KrimiWelt-Bestenliste Januar 2008

Dezember 29, 2007

Die KrimiWelt-Bestenliste für den Januar 2008 sieht so aus:

 

1          (-)        Martin Cruz Smith: Stalins Geist

2          (5)       Jean-Patrick Manchette/Jean-Pierre Bastid: Lasst die Kadaver bräunen!

3          (1)       James Sallis: Driver

4          (3)       Ian Rankin: Im Namen der Toten

5          (4)       Arne Dahl: Ungeschoren

6          (-)        Charles Todd: Zeit der Raben

7          (-)        Gianrico Carofiglio: Das Gesetz der Ehre

8          (2)       Oliver Bottini: Im Auftrag der Väter

9          (8)       Marek Krajewski: Gespenster in Breslau

10       (6)       Rick DeMarinis: Kaputt in El Paso

 

In der Klammer steht die Platzierung vom Vormonat. Was soll ich sagen? Smith, Sallis, Rankin, De Marinis: gut. Carofiglio liegt noch auf dem Stapel. Aber sein vorheriges Buch „Im freien Fall“ hat mir sehr gut gefallen. Der Manchette/Bastid ist noch nicht bei mir eingetroffen.

F. Paul Wilson hat’s, wie ich bei der Vorstellung der Dezember-Liste meinte, nicht geschafft. Leider auch nicht Thomas H. Cook oder Peter Temple.

Und der Rest? Irgendwie die üblichen Verdächtigen.


Die Pechvögel 2007

Dezember 28, 2007

Neben den vielen gelesenen Büchern gibt es auch einige Bücher, die ich dieses Jahr unbedingt lesen wollte, aber dann trafen neue Bücher ein, Stapel wuchsen und es wurden immer nur die obersten gegriffen. Deshalb gibt es hier die Liste der Romane, die ich 2007 unbedingt lesen wollte, aber nicht gelesen habe:

 

Mark Billingham: Die Geliebte des Mörders

Simon Brett: Der Tote im Hotel

John Connor: Feuertod

Michael Dibdin: Sterben auf Italienisch (sein letzter Roman)

Tom Egeland: Wolfsnacht

Vince Flynn: Der Feind

Scott Frost: Risk

Mark Gattis: Die Bernstein-Verschwörung – Ein Dandy ermittelt (Die ersten Zeilen sind gut: „Er war Amerikaner. Da schien es nur richtig, ihn umzulegen.“ Aber weil ich in dem Moment gerade ein anderes Buch las,…)

Torsten Krol: Carlisto oder die Kunst des Rasenmähens (Dito: ein glänzender Anfang)

Ian McDowall: Zwei Tote im Fluss

Edgar Noske: Im Dunkel der Eifel

Peter O’Donnell: Modesty Blaise – Ein Hauch von Tod

F. Paul Wilson: Das Höllenwrack

 

Pech hatten auch diese Debüts von deutschsprachigen Autoren:

 

Frank Breching: Das verlorene Leben

Michael Herzig: Saubere Wäsche

Matthias Hoffmann/Grit Bode-Hoffmann: Infantizid

Die Krimi-Cops: Stückwerk (sechs Polizisten schreiben einen Krimi; das ist doch schon mal ein gutes Verkaufsargument)

Cem Melou: Toxische Killer

Andy Strässle: Die Wodka-Verschwörung

Hans-Peter Vertacnik: Abfangjäger

 

Pech hatten auch diese noch (?) nicht übersetzten Werke von englischsprachigen Autoren:

 

Richard Aleas: Songs of Innocence

Robert Crais: The watchman

Dan Fesperman: The Prisoner of Guantanamo

James Grady: Mad Dogs

Joe R. Lansdale: Lost Echoes

Cormac Mc Carthy: No Country for old  men (Soll ich es jetzt vor oder nach dem Genuss der Coen-Verfilmung sehen?)

Cormac Mc Carthy: The Road  (Pulitzer Preis – hmhm)

Domenic Stansberry: The big boom

Don Winslow: The Winter of Frankie Machine

 

Aber es gibt eine erfreuliche Meldung für die Pechvögel: Ihre Bücher liegen jetzt wieder ganz oben – und an Silvester muss ich wirklich nicht ab 20.00 Uhr auf der Straße des 17. Juni für ein zehnminütiges Feuerwerk (das ich dann wegen der vielen anderen Menschen und Bäume eh nicht sehe) frieren.


KrimiWelt-Bestenliste Dezember 2007

November 24, 2007

Am letzten Wochenende eines Monats erscheint die neue KrimiWelt-Bestenliste. Für den Dezember empfehlen die Kritiker:

 

1          (1)       James Sallis: Driver

2          (8)       Oliver Bottini: Im Auftrag der Väter

3          (5)       Ian Rankin: Im Namen der Toten

4          (7)       Arne Dahl: Ungeschoren

5          (-)        Jean-Patrick Manchette/Jean-Pierre Bastid: Lasst die Kadaver bräunen!

6          (3)       Rick DeMarinis: Kaputt in El Paso

7          (-)        John S. Cooper: Das 5. Flugzeug

8          (-)        Marek Krajewski: Gespenster in Breslau

9          (-)        Thomas Weiss: Tod eines Trüffelschweins

10       (-)        Jo Nesbø: Der Erlöser

 

In der Klammer ist die Platzierung des Vormonats.

Mit Sallis, Rankin und DeMarinis sind drei Bücher drin, die mir auch sehr gut gefallen haben. Der Manchette/Bastid ist bei mir noch nicht eingetroffen. Aber die anderen Bücher von Jean-Patrick Manchette haben mir gut gefallen; die Verfilmungen weniger. Bottinis Aufstieg erstaunt mich etwas. Denn die Kritiken, die ich gelesen habe, waren durchwachsen bis negativ.

Auf der Januar-Liste sollten dann Nick Stone, Paul Temple, Thomas C. Cook, Martin Cruz Smith und, vielleicht, Gianrico Carofiglio sein. F. Paul Wilsons neuester Handyman Jack-Roman hat dagegen wahrscheinlich keine Chancen.


Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 1

Juni 7, 2007

Langsam trudeln die Herbstprogramme der Verlage ein und verkünden für uns Krimifans einige frohe Botschaften. So darf sich die saarländische Fanbasis von Harlan Coben freuen, aber auch die James Pattersonianer werden verwöhnt. Diese Arbeit teilen sich Goldmann Taschenbuch und Blanvalet geschwisterlich. Blanvalet bietet außerdem viele Ladythriller (Eine verliebte Frau in Gefahr.), viele Mystery-Thriller (Hey, für etwas muss Dan Brown gut sein!) und viele Agententhriller (Irgendjemand muss die Welt ja retten.) an. Goldmann Taschenbuch setzt dagegen auf Harlan Coben, viele Krimiautorinnen und einige jüngst eingeführte Namen wie Peter Temple.

Hier nun ein Überblick über die Herbstprogramme von Blanvalet und Goldmann Taschenbuch. Die besonders interessanten Werke sind fett hervorgehoben.

Blanvalet

November:

Jeffery Deaver: Das Teufelsspiel (Taschenbuch-Ausgabe des neuen Lincoln Rhyme-Thrillers.Für das von Ed McBain herausgegebenen Buch „Die hohe Kunst des Mordens“ schrieb Deaver eine fantastische Geschichte.)

J. D. Robb: Das Lächeln des Killers (Ein Fall für Lieutenant Eve Dallas)

F. Paul Wilson: Das Höllenwrack (Handyman Jack ist wieder im Einsatz)

James Rollins: Der Genesis-Plan

Martin Langfield: Dämonium (Ach, ein Mystery-Thriller)

Susan Andersen: Gefährliche Liebe

Dezember:

Andreas Wilhelm: Projekt Babylon

Tony Park: Ein einsamer Tod (African Sky, 2007; sein dritter Roman spielt 1943 in Rhodesien)

Januar:

Julia Navarro: Die Bibel-Verschwörung (ist bei dem Titel selbstverständlich ein Mystery Thriller)

Tami Hoag: Tödlich ist die Nacht (Taschenbuch-Ausgabe)

Louise Penny: Denn alle tragen Schuld (erhielt einen Dagger)

Steve Berry: Alpha et Omega (Ex-Geheimagent kämpft gegen eine uralte Bruderschaft…)

Angela Savage: Nachtmahr (Australischer crime noir – hm. Jedenfalls erschien „Behind the night bazar“ bei Peter Temples Verlag The Text Publishing Company und das Buch erhielt den Victorian Premier’s Literary Award für das beste nicht-veröffentlichte Manuskript. Es könnte also eine der Entdeckungen des Herbstes sein.)

Joanna Chmielewska: Mord ist Trumpf (in Warschau spielende Krimikomödie)

Februar:

Sandra Brown: Rage – Zorn (Taschenbuch-Ausgabe)

Robin Cook: Die Operation

Lee Child: Die Abschussliste (The Enemy, 2004; Jack Reachers Vergangenheit in Berlin wird hier enthüllt, Taschenbuch-Ausgabe)

März:

James Patterson: Blood (Ein neuer Fall für Alex Cross als Taschenbuch-Premiere)

Clive Cussler/Jack du Brul: Todesfracht (Taschenbuch-Premiere)

Suzanne Brockmann: Zu wild! (Mitten in einem Jahrhundertsturm wird ein Serienkiller gejagt.)

Kathryn Fox: Warte bis es dunkel wird (Ein neuer Fall für die Pathologin Dr. Anya Crichton)

April:

Tess Gerritsen: Scheintot (Taschenbuch-Ausgabe)

Linda Howard: Im Schutz der Nacht

Will Saeger: Painkiller (Ein CIA-Agent stolpert während seines Karibikurlaubs in eine Verschwörung, die die Welt zu vernichten droht.)

Commander James Barrington: Operation Overkill (Tja, Englands Antwort auf Tom Clancy.)

Katherine Howell: Herztod (Ein Sidney-Krimi für die Fans von Kathryn Fox und Tess Gerritsen.)

Derek Meister: Knochenwald (Ein 1392 in Bayern spielender Krimi.)

 

Ein Hinweis für die zahlreichen James Patterson-Fans:

Im Juni erscheint als Hardcover „Die 5. Plage“. Aus diesem Anlass veröffentlicht Blanvalet im Juni „Der 1. Mord“, „Die 2. Chance“ und „Der 3. Grad“ wieder. Im November gibt’s dann bei Blanvalet „Die 4. Frau“. Natürlich in einer einheitlichen Coverlinie.

 

Goldmann Taschenbuch

August:

Jonathan Kellerman: Blutgier (Ein Alex-Delaware-Roman in deutscher Erstveröffentlichung)

September:

Martha Grimes: Auferstanden von den Toten (Taschenbuch-Ausgabe)

Oktober:

Jonathan Kellerman: Der Pathologe (Limitierte Sonderausgabe zur Buchmesse)

Joy Fielding: Flieh, wenn du kannst (Noch eine Sonderausgabe. Dieses Mal zur ZDF-Verfilmung)

Janet Evanovich: Gib Gummi, Baby! (Ist wohl mehr Geschlechterkampf als Krimi. Aber humorvoll und in Deutscher Erstausgabe.)

November:

Minette Walters: Des Teufels Werk (Taschenbuch-Ausgabe)

Sarah Rayne: Fluch der Finsternis (Mystery-Thriller)

Matt Bondurant: Die ägyptische Inschrift (Mystery-Thriller. Dieses Mal mit toten Ägyptern und lebendigen Geheimbünden.)

Michael Robotham: Amnesie (Taschenbuch-Ausgabe des hochgelobten Thrillers. War auch auf der KrimiWelt-Bestenliste)

Paola Barbato: Die Pathologin (Ein Serienmörder mordet in Mailand…)

Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen (Krimi des Monats; war auch für den Glauser nominiert und erscheint jetzt in der Taschenbuchausgabe)

Michael Crichton: Nippon Connection (Rising Sun, 1991; Neuausgabe des als “Die Wiege der Sonne” verfilmten, umstrittenen Thrillers. Anscheinend war das Buch längere nicht lieferbar.)

Jonas Moström: Herzversagen (Werbespruch: „Ein wahnsinniger Serienmörder verlangt Kommissar Johan Axberg alles ab.“)

Harlan Coben: Kein Sterbenswort/Kein Lebenszeichen (Doppelband zum Sparpreis. Ist also für Coben-Novizen die ideale Einstiegsdroge. Mein Coben-Portät gibt es hier.)

Dezember:

Ake Smedberg: Vom selben Blut (Noch ein Skandinavier.)

Martha Grimes: Inspector Jury gerät unter Verdacht (The old Contemptibles, 1991; Neuauflage des früher bei Rowohlt erhältlichen Buches)

Peter Temple: Vergessene Schuld (Bad Debts, 1996; Peter Temples Debüt, sein erster Jack Irish-Roman, sein erster Ned Kelly-Preis und sicher einer der Kritikerlieblinge in den letzten Wochen des Jahres.)

Michael Dibdin: Sterben auf italienisch (End Games, 2007; Elftes und wahrscheinlich letztes Aurelio-Zen-Buch. Denn der 1947 geborene Michael Dibdin verstarb überraschend am 30. März 2007.)

John Sandford: Kaltes Fieber (Ein Lucas Davenport-Roman, der zuerst bei Page & Turner erschien)

Januar:

James Patterson: Im Affekt (Deutsche Erstveröffentlichung)

Veronika Rusch: Das Gesetz der Wölfe („Für alle Leser von Anne Chaplet und Norbert Horst.“ meint der Verlag. Ich dachte bisher, dass Chaplet und Horst zwei grundverschiedene Leserschaften bedienen.)

Ruth Rendell: Der Duft des Bösen (The Rottweiler, 2003; Taschenbuchausgabe)

Carl Hiaasen: Der Reinfall (Skinny dip, 2004; Endlich ist auch diese Groteske als Taschenbuch erhältlich. Meine Besprechung gibt’s hier.)

Lin Anderrson: Im Namen des Blutes (Dritter Roman mit der Gerichtsmedizinerin Rhona MacLeod)

Thomas O’Callaghan: Der Knochendieb (Und wieder geht ein Serienmörder um.)

Patricia Cornwell: Body Farm (The Body Farm, 1994; Der fünfte Kay Scarpetta-Roman erschien bei Dromer als „Das geheime ABC der Toten“)

Deborah Crombie: Das verlorene Gedicht/Böses Erwachen (Zwei Romane in einem Band)

Februar:

Harlan Coben: Das Grab im Wald (The Woods, 2007; Sein neuestes Werk)

Ian Rankin: Die Kassandra Verschwörung (Ursprünglich wurde das Buch unter dem Pseudonym Jack Harvey verlegt. Hier in deutscher Erstausgabe.)

Batya Gur: Und Feuer fiel vom Himmel (Taschenbuch-Ausgabe)

Anne Chaplet: Sauberer Abgang (Taschenbuch-Ausgabe)

Daniel Scholten: Die falsche Tote (Zweiter Roman mit Kommissar Cederström)

Maxime Chattam: Die Teufelsformel (In dem Thriller kämpft eine Frau gegen eine weltumspannende Verschwörung.)

März:

Janet Evanovich & Charlotte Hughes: Jeder Kuss ein Treffer (Eine romantische Komödie von der Stephanie Plum-Erfinderin)

Jefferson Bass: Anatomie der Schuld (Forensiker-Krimi)

Asa Nilsonne: Wofür es sich zu sterben lohnt

Andrew Taylor: Der Ruf des Henkers

Christine Kerdellant/Eric Meyer: Die Versailles Verschwörung (Eine Frau kämpft gegen eine weltumspannende Verschwörung. Aber anders als in „Die Teufelsformel“.)

Martha Grimes: Wenn die Mausefalle schließt/Der Zug fährt ab (Zwei kurze Krimis in einem Buch.)

Jonathan Kellerman: Post Mortem (Erstausgabe eines Alex Delaware-Krimis)

April:

Charlotte Link: Die letzte Spur

Christine Grän: Feuer bitte (Anna Marx ermittelt wieder)

Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut (Broken Skin, Bloodshot, 2007; Dritter Logan McRae-Krimi, der hoffentlich an den ersten Band anknüpft. Die Besprechung der ersten beiden McRae-Krimis gibt es hier.)

Nicci French: Der Feind in deiner Nähe (Taschenbuchpremiere)

Tom Egeland: Tabu (Ein Thriller aus Skandinavien. Ja, das gibt’s wirklich.)

Krystyna Kuhn: Die Signatur des Mörders (Erstens der Krimi zum Kafka-Jahr. Zweitens noch ein Serienkiller-Krimi.)

Franz Kafka: Die Verwandlung

Franz Kafka: Ein Hungerkünstler (Wahrscheinlich ist das Original die bessere Wahl)

David Hosp: Pakt des Schweigens (The Betrayed, 2006; Sein zweiter Roman. Die Besprechung seines Debüts „Die Tote im Wasser“ finden Sie hier.)

Sam Mills: Eine schöne Art zu sterben (Nach einem Busunglück verschlägt es zwei Brüder in ein einsames Herrenhaus. Der eine will den anderen umbringen. Das kann jetzt unglaublich spannend oder unglaublich langweilig sein.)

 

Im zweiten Teil gibt es dann einen Überblick über die kleinen Verlage mit ihren deutschen Autoren und den teils langersehnten Perlen aus Übersee. Ich sage nur Lawrence Block, Joe R. Lansdale, Robert B. Parker und James Sallis.


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