Neu im Kino/Filmkritik: „Hail, Caesar!“ Hail, Joel Coen! Hail, Ethan Coen!

Februar 20, 2016

Nach „A serious Man“, „True Grit“ und „Inside Llewyn Davis“ gönnen sich Joel und Ethan Coen mit „Hail, Caesar!“ eine Auszeit von den schweren und ernsten Stoffen. Ihr neuer Film ist eine leichte Komödie bar jeglichen gesellschaftlichen und auch weitergehenden künstlerischen Anspruchs, der weiter oder tiefer als die glänzende Oberfläche geht. Genau wie für Pedro Almodóvar „Fliegende Liebende“ nach mehreren ernsten Filmen auch nur ein Intermezzo, ein Spaß, eine Entspannungsübung war, in dem er seine altbekannten Themen in altbekannter Weise hübsch aufbereitete, ist auch „Hail, Caesar!“ für die Coens nicht mehr als eine Fingerübung voller Stars und Zitate, die glaubt, auf eine Geschichte verzichten zu können.
Der neue Film der Coen-Brüder entführt in das Hollywood der frühen fünfziger Jahre und erzählt einige Stunden aus dem Leben von Eddie Mannix (Josh Brolin), dem Problemlöser von Capitol Pictures. Nach seiner Beichte, in der der reuige Sünder erzählt, dass er, obwohl er mit dem Rauchen aufgehört hat, geraucht hat, kümmert er sich mitten in der Nacht um ein Starlet, das für verfängliche Fotos posiert. In diesem Moment erscheint Mannix als Bruder von Phil Marlowe. Aber er ist nur der allzuständige Manager, der sich auch um den täglichen Kleinkram kümmert, dabei von den Zwillingsschwestern Thora und Thessaly Thacker (Tilda Swinton in einer Doppelrolle und damit auch mit der doppelten Leinwandpräsenz) als aasige Gesellschaftsreporterinnen (mit realem Vorbild) wegen exklusiver Informationen belästigt wird und die verschiedenen Sets besucht, an denen gerade Filme gedreht werden: ein großes Bibelepos mit Christen und Römern als die Prestigeproduktion des Studios, ein Musical mit einer singenden Wassernixe (keine badende Venus), ein Musical mit stepptanzenden Matrosen, ein Serial-Western mit einem sehr akrobatischen Cowboy und einem Drama, das wie eine missglückte Screwball-Comedy aussieht.
Da verschwindet Baird Whitlock (George Clooney), der Star des Bibelfilms, plötzlich, in einer kurzen Drehpause, spurlos. Mannix glaubt zuerst, dass Whitlock einfach nur eine weitere seiner Kneipentouren unternimmt. Als er die Lösegeldforderung von einer sich „Die Zukunft“ nennenden Gruppe erhält, die behauptet, Whitlock entführt zu haben, beginnt er Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um das Problem zu lösen. Natürlich ohne dass irgendjemand etwas davon erfährt und ohne dass ein Drehtag verloren geht.
Whitlocks Entführer, eine Gruppe kommunistischer Drehbuchautoren und Statisten, sind allerdings gar nicht so schlimm. Sie parlieren mit Whitlock, der ein wahrer Trottel ist und der seine römische Uniform mit unverkennbarem Glauben an seine eigene Herrlichkeit trägt, über den ausbeuterischen Kapitalismus und die kommunistischen Ideen und reichen Häppchen.
„Hail, Caesar!“ ist eine Aneinanderreihung von Episoden, Anekdoten, Liebeserklärungen an Stars, Filme und Genres und eine einzige große Hommage an das Hollywood-Kino der fünfziger Jahre. Das Kino, das die Coen-Brüder in ihrer Kindheit gerade noch genießen konnten und das während ihrer Jugendjahre endgültig aus den Kinos verschwand und in dem sie jetzt wie in einem Bilderbuch blättern. Für jede Szene, jede Figur, jedes Bild kann mindestens eine filmische oder reale Referenz genannt werden. Was allerdings fehlt, ist eine Geschichte, die dieser Nummernrevue pompös eingeführter und oft lieblos fallengelassener Figuren irgendeine Tiefe oder Bedeutung verleihen könnte.
Denn die fünfziger Jahre waren auch die Jahre des Kommunistenhassers McCarthy und der Berufsverbote für echte und vermeintliche Kommunisten. In „Trumbo“, der am 10. März bei uns anläuft, erzählt Jay Roach, ausgehend von der Biographie des erfolgreichen Drehbuchautoren Dalton Trumbo, davon. Sein sehenswerter Film ist der ernste Gegenentwurf zum eskapistischen „Hail, Caesar!“. Dieser Unterschied fällt besonders bei den Figuren auf, die in beiden Filmen auftreten. In „Hail, Caesar!“ unter falschen Namen. In „Trumbo“ unter ihrem echten Namen, als Kolumnistin Hedda Hopper, Drehbuchautor Dalton Trumbo und seine Freunde, die anderen Autoren und Schauspieler, die sich in ihren Häusern trafen und über sozialistische Ideen und den real existierenden Kapitalismus sprachen, während John Wayne und Ronald Reagan die amerikanischen Werte hochhielten.
Aber diese düstere Realität interessiert die Coen-Brüder überhaupt nicht. „Hail, Caesar!“ ist kein zweiter „Barton Fink“ oder „The Big Lebowski“, sondern eher ein zweites „Burn after Reading“, das dieses Mal in einer Traumwelt spielt, die sich Traumfabrik nennt und in der alles nach einer einzigen großen Inszenierung aussieht und nichts von wirklich existenzieller Bedeutung ist.
Auch wenn die Drehbuchautoren philosophisch über den Kapitalismus und die Religionsgelehrten über die Darstellung von Jesus in „Hail, Caesar!“ parlieren dürfen.

Hail Caesar - Plakat

Hail, Caesar! (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)
Regie: Joel Coen, Ethan Coen
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen
mit Josh Brolin, Alden Ehrenreich, George Clooney, Max Baker, Ralph Fiennes, Heather Goldenhersh, Ian Blackman, Veronica Osorio, Tom Musgrave, David Krumholtz, Tilda Swinton, Fisher Stevens, Patrick Fischler, Fred Melamed, Channing Tatum, Jonah Hill, Frances McDormand, Michael Gambon (Erzähler im Original; in der deutschen Fassung ist Christian Rode der mit pathetischem Ernst die Anekdoten einordnende Erzähler)
Länge: 106 Minuten
FSK: ab 0 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Moviepilot über „Hail, Caesar!“
Metacritic über „Hail, Caesar!“
Rotten Tomatoes über „Hail, Caesar!“
Wikipedia über „Hail, Caesar!“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 14. Oktober: The Big Lebowski

Oktober 14, 2017

ZDFneo, 20.15

The Big Lebowski (USA 1998, Regie: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Rotten Tomatoes über „The Big Lebowski“

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. Oktober: True Grit/No Country for Old Men

Oktober 11, 2017

Ein wahrhaft coeniglicher Abend

Kabel 1, 20.15

True Grit (USA 2010, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

LV: Charles Portis: True Grit, 1968 (Die mutige Mattie; True Grit)

Die vierzehnjährige Mattie Ross will den Mörder ihres Vaters, den Feigling Tom Chaney, finden. Für die Jagd engagiert sie den versoffenen, aber furchtlosen Marschall Rooster Cogburn.

Ein zukünftiger Western-Klassiker

mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper

Wiederholung: Donnerstag, 12. Oktober, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Charles Portis (deutsch, englisch) und „True Grit

New York Times über Charles Portis (19. Dezember 2010)

Amerikanische Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Deutsche Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Film-Zeit über „True Grit“ (Coen-Version)

Metacritic über “True Grit”

Rotten Tomatoes über “True Grit”

Drehbuch „True Grit“ von Joel und Ethan Coen

Meine Besprechung von Charles Portis’ Roman „True Grit/Die mutige Mattie“ (True Grit, 1968)

Kabel 1, 22.25

No Country for Old Men (USA 2007, Regie: Ethan Coen, Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

LV: Cormac McCarthy: No Country for Old Men, 2005

Lewellyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Leichen, Heroin und zwei Millionen Dollar. Er schnappt sich die Kohle und steht auf der Abschussliste eines gnadenlosen Killers.

Feine McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder, die, neben vielen anderen Preisen, auch den Oscar als bester Film des Jahres gewann und für den Edgar nominiert war (aber das war auch mit dem Gewinner “Michael Clayton”, “Tödliche Versprechen”, “Zodiac – Die Spur des Verbrechers” und “Die Regeln der Gewalt” ein starkes Jahr für Krimifreunde).

Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald

Wiederholung: Freitag, 13. Oktober, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Metacritic über “No Country for Old Men”

Rotten Tomatoes über “No Country for Old Men”

Wikipedia über “No Contry for Old Men” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


(Wieder) Neu im Kino/Filmkritik: Der Debütfilm „Blood Simple“ der Coen-Brüder

Oktober 5, 2017

So ungefähr kennen wir „Blood Simple“

 

Und ungefähr so sieht „Blood Simple“, nach der von Joel und Ethan Coen und Kameramann Barry Sonnenfeld beaufsichtigten 4K-Restaurierung des Director’s Cut, aus

 

Das ist wie Nacht und Tag. Der Film sieht jetzt wieder wie zu seiner Premiere (oder besser) aus. Und allein wegen des fantastischen Bildes sollte man sich den Film im Kino ansehen.

Die in Texas spielende Filmgeschichte ist ein klassischer Noir-Stoff über Ehebruch, Hass, Neid, Missgunst und Mord, in dem die Menschen sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen.

Schon in ihrem Spielfilmdebüt gingen die Coen-Brüder mit ihren Charakteren angemessen respektlos um. Niemand ist besonders sympathisch. Jeder wird während des 96-minütigen Films vollständig demontiert.

Abby betrügt ihren Mann, den Barbesitzer Marty, mit einem seiner Angestellten. Der von Marty beauftragte Privatdetektiv Visser findet das heraus und Marty beauftragt ihn, seine Frau und ihren Liebhaber Ray umzubringen. Der Plan geht – selbstverständlich – gründlich schief. Tote gibt es trotzdem. Und das Sterben zieht sich oft quälend in die Länge.

Blood Simple“ ist ein feiner Noir, der schon damals von der Kritik breit abgefeiert wurde. Zum Beispiel steht im Fischer Film Almanach: „Furios und bewusst überfrachtet, ansonsten mit genau der richtigen Mischung aus Spannung, Verzwicktheit, Erotik und schicksalhafter Ironie haben die Brüder Joel und Ethan Coen ihr B-Picture-Debüt in Szene gesetzt, das mit seiner großen Portion Originalität weit über ein bloßes Stil-Remake (und gelegentliches Plagiat) hinausgeht.“

Das Lexikon des internationalen Films meint zum Original: „Was als Ehedrama beginnt, entwickelt sich zu einem düsteren, handwerklich nicht uninteressanten Psycho-Thriller in der Tradition der Suspense-Filme; dabei können formale Brillanz und das Bemühen um einen atmosphärisch dichten Erzählstil einzelne Ungereimtheiten und Längen nicht verdecken.“

Zum 2001 von den Coen-Brüdern erstellten Director’s Cut meint das Lexikon: „Gänzlich überarbeitet und jetzt vier Minuten kürzer (…) eine glattere Wirkung und hat einen Teil seiner spröden Aura verloren. Dadurch wirkt der Film zwar weniger beklemmend als das 15 Jahre ältere Original, er fesselt aber nach wie vor durch seinen atmosphärisch dichten Erzählstil.“

Beim Sundance-Filmfestival gewann der Film den Großen Preis. Joel Coen erhielt Independent Spirit Award als bester Regisseur. Das Drehbuch der Coen-Brüder war für den Edgar nominiert.

Blood Simple“ ist allerdings auch unverkennbar ein Debütfilm mit all den Schwächen, die man mit einem Debüt assoziiert. Das Budget war überschaubar. Das Erzähltempo ist teilweise arg schleppend und einige Szenen werden über Gebühr gedehnt. Die Schauspielerführung ist oft amateurhaft, weshalb vor allem John Getz als Liebhaber Ray und Frances McDormand als Ehebrecherin Abby (in ihrem Filmdebüt) nicht so präsent sind, wie in späteren Filmen. M. Emmet Walsh, der den Privatdetektiv Visser spielt, würde unerträglich chargieren, wenn es nicht ein fester Bestandteil seiner Rolle als Arschloch wäre.

Schon der nächste Film der Coen-Brüder, „Arizona Junior“ (Raising Arizona), war ein gewaltiger Schritt nach vorne. Dann kamen „Miller’s Crossing“, „Barton Fink“, „Hudsucker – Der große Sprung“ (The Hudsucker Proxy; okay, das ist quasi ihr ‚großer altmodischer Hollywood-Film‘), „Fargo“, „The Big Lebowski“ undundund.

Dank der Restaurierung läuft der Film jetzt wieder im Kino und es ist eine lohnende Wiederbegegnung mit ihrem Debüt.

Vielleicht erleben ihre anderen Filme – ich sage nur „The Big Lebowski“ – auch eine Wiederaufführung im Kino.

Blood Simple – Director’s Cut (Blood Simple, USA 1984/2000)

Regie: Joel Coen (damals wurde nur einer der Brüder als Regisseur genannt)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

mit John Getz, Frances McDormand, Dan Hedaya, M. Emmet Walsh, Samm-Art Williams, Deborah Neumann, Raquel Gavia, Holly Hunter (Frauenstimme auf dem Anrufbeantworter; natürlich nur in der Originalfassung)

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

auch bekannt als „Blood Simple – Eine mörderische Nacht“ (Kinotitel 1985), „Blood Simple – Blut für Blut“ (Videotitel)

Diese Fassung erscheint am 2. November bei Studiocanal als DVD und Blu-ray.

 

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Blood Simple“

Metacritic über „Blood Simple“

Rotten Tomatoes über „Blood Simple“

Wikipedia über „Blood Simple“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 21. September: Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?

September 21, 2017

SWR/SR, 23.45

Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (USA 2008, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Nach dem düsteren “No Country for old Men” lieferten die Coen-Brüder wieder eine ihrer schwarzhumorigen Komödie à la “Fargo” und “The Big Lebowski” ab. Wenn auch nicht so gelungen kultig.

In „Burn after reading“ will ein CIA-Agent sich für seine Entlassung rächen. Er schreibt seine unverhüllten Memoiren und verliert das sich auf einer CD befindende Manuskript. Es fällt, wenig überraschend, in die Hände eines Fitness-Trainers, der endlich das große Geld machen will. Einige andere Trottel versuchen ebenfalls ihren Schnitt zu machen.

Mit George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Richard Jenkins, David Rasche, J. K. Simmons, Olek Krupa

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über “Burn after reading”

Moviepilot über „Burn after reading“

Metacritic über „Burn after reading“

Rotten Tomatoes über „Burn after reading“

Wikipedia über „Burn after reading“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 18. Oktober: Inside Llewyn Davis

Oktober 17, 2016

ZDF, 00.20 Uhr

Inside Llewyn Davis (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich 2013)

Regie: Ethan Coen, Joel Coen

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

TV-Premiere eines Coen-Films zu einer vollkommen unmöglichen Uhrzeit. Da hofft man doch auf baldige Wiederholungen des Meisterwerks über den erfolglosen Folkmusiker Llewyn Davis und die New Yorker Folkmusikszene der frühen Sechziger. Kurz bevor ein Mann in Greenwich Village auftauchte, der vor wenigen Tagen den Literaturnobelpreis erhielt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung. Mit mehreren Interviews.

mit Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Garrett Hedlund, Justin Timberlake, Adam Driver, Max Casella, F. Murray Abraham

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Inside Llewyn Davis“

Moviepilot über „Inside Llewyn Davis“

Metacritic über „Inside Llewyn Davis“

Rotten Tomatoes über „Inside Llewyn Davis“

Wikipedia über „Inside Llewyn Davis“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans „Gambit – Der Masterplan“ (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung ces Coen-Films „Hail, Caesar! (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 14. September: A Serious Man

September 14, 2016

Eins Plus, 22.15

A Serious Man (USA 2009, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

USA, Mittlerer Westen, 1967: Über einen biederen, jüdischen Physikprofessor bricht das Unheil herein und er fragt sich „Warum ich?“.

Die Kritik war begeistert von dem Film der Coen-Brüder, den ich etwas zäh fand. Aber bibelfeste Zuschauer können einiges entdecken.

mit Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron Wolf, Jessica McManus

Wiederholung: Donnerstag, 15. September, 03.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über “A Serious Man”

Metacritic über “A Serious Man”

Rotten Tomatoes über “A Serious Man”

Wikipedia über die Coen-Brüder (deutsch, englisch)

Drehbuch “Blood Simple” von Joel und Ethan Coen

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans „Gambit – Der Masterplan“ (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung ces Coen-Films „Hail, Caesar! (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. Juni: Die Killer-Akademie

Juni 19, 2016

Tele 5, 00.25

Die Killer-Akademie (USA 1985, Regie: Sam Raimi)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen, Sam Raimi

Nach „Tanz der Teufel“ und lange vor „Spider Man“ drehte Sam Raimi „Die Killer-Akademie“ und die Coen-Brüder, ebenfalls am Anfang ihrer Karriere, schrieben das Drehbuch über den Pechvogel Victor Ajax. Der soll nämlich in wenigen Minuten als Massenmörder auf dem elektrischen Stuhl landen. Kurz vor seiner Hinrichtung will er den Wachen erklären, wie es wirklich war und dass er vollkommen unschuldig ist. Gleichzeitig sind mehrere Nonnen, die ihn retten wollen, auf dem Weg zum Gefängnis.

‚Crimewave‘ ist so seltsam, dass weder die Raimi-Fans ihm folgen, noch die Coen-Fans die Wurzeln ihrer Idole darin entdecken wollen. Denn was in diesem Film geschieht, ist die Auflösung der verlässlichen Beziehung von Ursachen und Wirkungen, eine Art von cineastischem Unfug, der, anders als die späteren Filme der Coens, nicht zu immer neuen Rätseln und Beziehungen führt, sondern konsequent an der Oberfläche bleibt (was ganz und gar nicht als Kritik gemeint ist).“ (Georg Seeßlen: Crimewave in Peter Körten/Georg Seeßlen, Hrsg.: Joel & Ethan Coen, 1998)

Eine extrem selten gezeigte Noir-Parodie mit vielen Insider-Witzen

mit Louise Lasser, Brion James, Sheree J. Wilson, Ed Pressman, Paul Smith, Reed Birney, Bruce Campbell

Wiederholung: Dienstag, 21. Juni, 04.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Killer-Akademie“

Wikipedia über „Die Killer-Akademie“

Meine Besprechung von Sam Raimis „Armee der Finsternis (Tanz der Teufel III)“ (Army of Darkness – Evil Dead 3, USA 1992)

Meine Besprechung von Sam Raimis „Die fantastische Welt von Oz“ (Oz, the Great and Powerful, USA 2013)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung ces Coen-Films „Hail, Caesar! (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. Februar: Burn after reading

Februar 20, 2016

Vor „Hail, Caesar!“ hieß es bei den Coen-Brüdern

ARD, 23.40

Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (USA 2008, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Nach dem düsteren “No Country for old Men” lieferten die Coen-Brüder wieder eine ihrer schwarzhumorigen Komödie à la “Fargo” und “The Big Lebowski” ab. Wenn auch nicht so gelungen kultig.

In „Burn after reading“ will ein CIA-Agent sich für seine Entlassung rächen. Er schreibt seine unverhüllten Memoiren und verliert das sich auf einer CD befindende Manuskript. Es fällt, wenig überraschend, in die Hände eines Fitness-Trainers, der endlich das große Geld machen will. Einige andere Trottel versuchen ebenfalls ihren Schnitt zu machen.

Mit George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Richard Jenkins, David Rasche, J. K. Simmons, Olek Krupa

Wiederholung: Sonntag, 21. Februar, 03.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über “Burn after reading”

Moviepilot über „Burn after reading“

Metacritic über „Burn after reading“

Rotten Tomatoes über „Burn after reading“

Wikipedia über „Burn after reading“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Die Oscar-Nominierungen 2016

Januar 14, 2016

Die Nominierungen für die diesjährigen Oscars wurden vor wenigen Minuten in Hollywood bekannt gegeben und, so mein erster Eindruck, es gibt keine großartigen Überraschungen.

Hier die vollständige Liste:

Best Picture
The Big Short
Bridge of Spies
Brooklyn
Mad Max: Fury Road
The Martian
The Revenant
Room
Spotlight

Performance by an actor in a leading role
Bryan Cranston, Trumbo
Matt Damon, The Martian
Leonardo DiCaprio, The Revenant
Michael Fassbender, Steve Jobs
Eddie Redmayne, The Danish Girl

Performance by an actress in a leading role
Cate Blanchett, Carol
Brie Larson, Room
Jennifer Lawrence, Joy
Charlotte Rampling, 45 Years
Saoirse Ronan, Brooklyn

Best director
Adam McKay, The Big Short
George Miller, Mad Max
Alejandro Inarritu The Revenant
Lenny Abrahamson Room
Tom McCarthy Spotlight

Performance by an actor in a supporting role
Christian Bale, The Big Short
Tom Hardy, The Revenant
Mark Ruffalo, Spotlight
Mark Rylance, The Bridge of Spies
Sylvester Stallone, Creed

Performance by an actress in a supporting role
Jennifer Jason Leigh, The Hateful Eight
Rooney Mara, Carol
Rachel McAdams, Spotlight
Alicia Vikander. The Danish Girl
Kate Winslet, Steve Jobs

Best documentary feature
“Amy” Asif Kapadia and James Gay-Rees
“Cartel Land” Matthew Heineman and Tom Yellin
“The Look of Silence” Joshua Oppenheimer and Signe Byrge Sørensen
“What Happened, Miss Simone?” Liz Garbus, Amy Hobby and Justin Wilkes
“Winter on Fire: Ukraine’s Fight for Freedom” Evgeny Afineevsky and Den Tolmor

Best documentary short subject
“Body Team 12” David Darg and Bryn Mooser
“Chau, beyond the Lines” Courtney Marsh and Jerry Franck
“Claude Lanzmann: Spectres of the Shoah” Adam Benzine
“A Girl in the River: The Price of Forgiveness” Sharmeen Obaid-Chinoy
“Last Day of Freedom” Dee Hibbert-Jones and Nomi Talisman

Achievement in film editing
“The Big Short” Hank Corwin
“Mad Max: Fury Road” Margaret Sixel
“The Revenant” Stephen Mirrione
“Spotlight” Tom McArdle
“Star Wars: The Force Awakens” Maryann Brandon and Mary Jo Markey

Best foreign language film of the year
“Embrace of the Serpent” Colombia
“Mustang” France
“Son of Saul” Hungary
“Theeb” Jordan
“A War” Denmark

Achievement in makeup and hairstyling
“Mad Max: Fury Road” Lesley Vanderwalt, Elka Wardega and Damian Martin
“The 100-Year-Old Man Who Climbed out the Window and Disappeared” Love Larson and Eva von Bahr
“The Revenant” Siân Grigg, Duncan Jarman and Robert Pandini

Achievement in music written for motion pictures (Original score)
“Bridge of Spies” Thomas Newman
“Carol” Carter Burwell
“The Hateful Eight” Ennio Morricone
“Sicario” Jóhann Jóhannsson
“Star Wars: The Force Awakens” John Williams

Achievement in music written for motion pictures (Original song)
“Earned It” from “Fifty Shades of Grey”
Music and Lyric by Abel Tesfaye, Ahmad Balshe, Jason Daheala Quenneville and Stephan Moccio
“Manta Ray” from “Racing Extinction”
Music by J. Ralph and Lyric by Antony Hegarty
“Simple Song #3” from “Youth”
Music and Lyric by David Lang
“Til It Happens To You” from “The Hunting Ground”
Music and Lyric by Diane Warren and Lady Gaga
“Writing’s On The Wall” from “Spectre”
Music and Lyric by Jimmy Napes and Sam Smith

Best motion picture of the year
“The Big Short” Brad Pitt, Dede Gardner and Jeremy Kleiner, Producers
“Bridge of Spies” Steven Spielberg, Marc Platt and Kristie Macosko Krieger, Producers
“Brooklyn” Finola Dwyer and Amanda Posey, Producers
“Mad Max: Fury Road” Doug Mitchell and George Miller, Producers
“The Martian” Simon Kinberg, Ridley Scott, Michael Schaefer and Mark Huffam, Producers
“The Revenant” Arnon Milchan, Steve Golin, Alejandro G. Iñárritu, Mary Parent and Keith Redmon, Producers
“Room” Ed Guiney, Producer
“Spotlight” Michael Sugar, Steve Golin, Nicole Rocklin and Blye Pagon Faust, Producers

Achievement in production design
“Bridge of Spies” Production Design: Adam Stockhausen; Set Decoration: Rena DeAngelo and Bernhard Henrich
“The Danish Girl” Production Design: Eve Stewart; Set Decoration: Michael Standish
“Mad Max: Fury Road” Production Design: Colin Gibson; Set Decoration: Lisa Thompson
“The Martian” Production Design: Arthur Max; Set Decoration: Celia Bobak
“The Revenant” Production Design: Jack Fisk; Set Decoration: Hamish Purdy

Best animated short film
“Bear Story” Gabriel Osorio and Pato Escala
“Prologue” Richard Williams and Imogen Sutton
“Sanjay’s Super Team” Sanjay Patel and Nicole Grindle
“We Can’t Live without Cosmos” Konstantin Bronzit
“World of Tomorrow” Don Hertzfeldt

Best live action short film
“Ave Maria” Basil Khalil and Eric Dupont
“Day One” Henry Hughes
“Everything Will Be Okay (Alles Wird Gut)” Patrick Vollrath
“Shok” Jamie Donoughue
“Stutterer” Benjamin Cleary and Serena Armitage

Achievement in sound editing
“Mad Max: Fury Road” Mark Mangini and David White
“The Martian” Oliver Tarney
“The Revenant” Martin Hernandez and Lon Bender
“Sicario” Alan Robert Murray
“Star Wars: The Force Awakens” Matthew Wood and David Acord

Achievement in sound mixing
“Bridge of Spies” Andy Nelson, Gary Rydstrom and Drew Kunin
“Mad Max: Fury Road” Chris Jenkins, Gregg Rudloff and Ben Osmo
“The Martian” Paul Massey, Mark Taylor and Mac Ruth
“The Revenant” Jon Taylor, Frank A. Montaño, Randy Thom and Chris Duesterdiek
“Star Wars: The Force Awakens” Andy Nelson, Christopher Scarabosio and Stuart Wilson

Achievement in visual effects
“Ex Machina” Andrew Whitehurst, Paul Norris, Mark Ardington and Sara Bennett
“Mad Max: Fury Road” Andrew Jackson, Tom Wood, Dan Oliver and Andy Williams
“The Martian” Richard Stammers, Anders Langlands, Chris Lawrence and Steven Warner
“The Revenant” Rich McBride, Matthew Shumway, Jason Smith and Cameron Waldbauer
“Star Wars: The Force Awakens” Roger Guyett, Patrick Tubach, Neal Scanlan and Chris Corbould

Adapted screenplay
“The Big Short” Screenplay by Charles Randolph and Adam McKay
“Brooklyn” Screenplay by Nick Hornby
“Carol” Screenplay by Phyllis Nagy
“The Martian” Screenplay by Drew Goddard
“Room” Screenplay by Emma Donoghue

Original screenplay
“Bridge of Spies” Written by Matt Charman and Ethan Coen & Joel Coen
“Ex Machina” Written by Alex Garland
“Inside Out” Screenplay by Pete Docter, Meg LeFauve, Josh Cooley; Original story by Pete Docter, Ronnie del Carmen
“Spotlight” Written by Josh Singer & Tom McCarthy
“Straight Outta Compton” Screenplay by Jonathan Herman and Andrea Berloff; Story by S. Leigh Savidge & Alan Wenkus and Andrea Berloff

(via The Hollywood Reporter)

 


TV-Tipp für den 11. Dezember: The Big Lebowski

Dezember 11, 2015

3sat, 22.35

The Big Lebowski (USA 1998, Regie: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte

Der neue Film der Coen-Brüder eröffnet im Februar die Berlinale. Hier der äußerst vergnügliche Trailer


TV-Tipp für den 4. Dezember: Ein (un)möglicher Härtefall

Dezember 4, 2015

ZDFneo, 20.15

Ein (un)möglicher Härtefall (USA 2003, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen, Robert Ramsey, Matthew Stone (nach einer Geschichte von Robert Ramsey, Matthew Stone und John Romano)

Ein skrupelloser und erfolgreicher Scheidungsanwalt verliebt sich in eine Heiratsschwindlerin.

Die Coen-Version einer Screwball-Comedy. Dank Clooney, Zeta-Jones und Thornton durchaus okay, aber nicht ihr bestes Werk. Danach drehten sie ein überflüssiges Remake von „The Ladykillers“.

Mit George Clooney, Chatherine Zeta-Jones, Geoffrey Rush, Cedric the Entertainer, Edward Herrmann, Paul Adelstein, Richard Jenkins, Billy Bob Thornton

Hinweise

Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „Ein (un)möglicher Härtefall“

Wikipedia über „Ein (un)möglicher Härtefall“ (deutsch, englisch) und die Coen-Brüder (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte

 


Neu im Kino/Buch- und Filmkritik: Agentenaustausch auf der „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ ist auch dabei

November 26, 2015

Als James Donovan (Tom Hanks) 1957 die Anfrage für ein Pflichtmandat erhält, will er zuerst ablehnen. Nach dem Krieg war er zwar Assistent des Hauptanklagevertreters bei den Nürnberger Prozessen, aber jetzt ist er vor allem ein Versicherungsanwalt. Strafrecht hat er schon lange nicht mehr praktiziert. Aber solche Pflichtmandate müssen gemacht werden. Er wird also Rudolf Abel (Mark Rylance) verteidigen. Abel ist ein hochrangiger sowjetischer Spion und ihm droht die Todesstrafe. Donovan kann sie verhindern, indem er argumentiert, dass es möglich sei, dass in naher Zukunft die Sowjets einen wichtigen US-Bürger verhaften. Dann könne man die Gefangenen austauschen.
Am 1. Mai 1960 schießen die Sowjets den U-2-Piloten und CIA-Spion Francis Gary Powers während eines Spionagefluges, den er über ihrem Gebiet unternimmt, ab. Sie präsentieren ihn und seine Spionageausrüstung im Fernsehen und verurteilen ihn zu einer langjährigen Haftstrafe.
Anfang 1962 soll Donovan im Auftrag der US-Regierung in Berlin über den Austausch verhandeln.
Auch wenn man weiß, wie die Geschichte damals endete – es war der erste Gefangenenaustausch zwischen Ost und West, die Medien berichteten damals nachträglich groß darüber und Donovan veröffentlichte schon 1964 ein Buch über seine Begegnung mit Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel und den Gefangenenaustausch – ist „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ ein spannender Thriller, in dem Steven Spielberg nach der enttäuschenden Geschichtsstunde „Lincoln“ wieder zur gewohnten Form zurückkehrt. Denn trotz einer Laufzeit von über 140 Minuten wird es nie langweilig. Das straffe und pointierte Drehbuch von Matt Charman und den Coen-Brüdern half sicher. Alle Hintergründe werden erklärt (was bei „Lincoln“ ein Problem war), die Geschichte entwickelt sich beständig weiter und die Schauspieler dürfen mit klugen Sätzen brillieren, während die Ausstattung sich im Zeitkolorit badet und Spielbergs Stamm-Kameramann Janusz Kaminski (der für „Schindlers Liste“ und „Saving Private Ryan“ Oscars erhielt) die damalige Zeit und auch die damals beliebten, heute eher vergessenen Kalter-Krieg-Thriller, in denen es in Ost-Berlin mindestens fünf Grad kälter als in West-Berlin ist, wieder aufleben lässt. Dass auch an historischen Orten, wie der Glienicker Brücke, an der dieser erste von mehreren Gefangenaustäusche stattfand, gedreht wurde, erhöht nur die Glaubwürdigkeit der wahren Geschichte, bei der sich für den Film einige wenige Freiheiten genommen wurden, die vor allem Geschichts-Geeks in den Wahnsinn treiben.
Alle anderen dürfen einen feinen Schauspielerfilm genießen.

Bridge Of Spies - Plakat

Bridge of Spies – Der Unterhändler (Bridge of Spies, USA 2015)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Matt Charman, Ethan Coen, Joel Coen
mit Tom Hanks, Mark Rylance, Scott Shepherd, Amy Ryan, Sebastian Koch, Alan Alda, Austin Stowell, Mikhail Gorevnoy, Will Rogers
Länge: 142 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Die Hintergrundgeschichte

Donovan - Strangers on a Bridge - 4

Es gibt inzwischen mehrere Sachbücher, die sich mit diesem Agentenaustausch beschäftigen. Spielbergs Film basiert explizit auf keiner Vorlage.
Dennoch wird die Neuausgabe von James B. Donovans „Strangers on a Bridge – Der Fall des Oberst Abel“ vom Goldmann- Verlag als die Hintergrundgeschichte zum Film beworben, was durchaus zutreffend ist. Immerhin verteidigte Donovan Abel und er verhandelte den Agentenaustausch.
Donovan (1916 – 1970) war während des Zweiten Weltkriegs Marine-Offizier und juristischer Berater des Office of Strategic Services (dem militärischen Nachrichtendienst und Vorläufer der CIA) und danach Assistent des Hauptanklagevertreters der Nürnberger Prozesse. Er war also, auch wenn er als Pflichtverteidiger zu dem Fall Abel kam, keine so schlechte Wahl wie der Film suggeriert. Denn, so Donovan in „Strangers on a Bridge“: „Die Wahl verdankte ich (…) dem Vorsitzenden des Ausschusses. Vor mehr als zehn Jahren hatte Goodenough einen Vortrag über die Nürnberger Prozesse angehört, den ich vor einer Gruppe konservativer Rechtsanwälte aus Brooklyn gehalten hatte und unter denen auch einige prominente Deutsch-Amerikaner waren. Goodenough hatte meinem Kompagnon erzählt, die Schlussdebatte sei damals recht hitzig gewesen, und er meinte, ich sei jedenfalls für meine Überzeugung eingetreten.“
Donovan nimmt das Mandat an, weil er überzeugt ist, dass „auch der gemeinste Verbrecher, Anspruch auf Rechtsbeistand und ein faires Gerichtsverfahren habe.“
In dem Buch, das auf seinen Tagebuch, das er während des Prozesses führte und das er für die Veröffentlichung um Gerichtsprotokolle, Briefe und gekabelte Berichte für das Außenministerium (über seine Verhandlungen in Berlin) ergänzte, erzählt er vor allem die Geschichte des Prozesses. Sie nimmt deutlich über die Hälfte des 576-seitigen Buches (über 330 Seiten) ein. Die Verhandlungen über den im Film zentralen Gefangenaustausch werden auf knapp siebzig Seiten érzählt, die Donovan mit dem Hinweis „Aus Sicherheitsgründen mussten gewisse Fakten unerwähnt bleiben und manche Einzelheiten verändert werden“ einleitet.
Das gesagt ist Donovans Einblick in seine Arbeit als Abels Pflichtverteidiger ein faszinierender Einblick in die Arbeit eines Verteidigers, in das damalige US-Rechtssystem und die damalige Geisteshaltung nach der Ära McCarthy und vor dem Bau der Mauer und der Kuba-Krise.
Wer also tiefer in die damalige Zeit eintauchen möchte, sollte sich diesen spannenden Erlebnisbericht eines Zeitzeugen, geschrieben mit dem damaligen Wissen, zulegen.

James B. Donovan: Strangers on a Bridge – Der Fall des Oberst Abel
(übersetzt von Eva Bornemann und Michael Molitor; mit einem neuen Vorwort von Jason Matthews)
Goldmann, 2015
560 Seiten
9,99 Euro

Originalausgabe
Strangers on a Bridge – The Case of Colonel Abel
Atheneum House, Inc., 1964

Frühere deutsche Ausgabe
Der Fall des Oberst Abel
Scheffler-Verlag, 1965

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Bridge of Spies“
Moviepilot über „Bridge of Spies“
Metacritic über „Bridge of Spies“
Rotten Tomatoes über „Bridge of Spies“
Wikipedia über „Bridge of Spies“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Bridge of Spies“
Das Drehbuch zum Film

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. Juni: The Big Lebowski

Juni 18, 2015

ZDFneo, 20.15

The Big Lebowski (USA 1998, Regie: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. März: True Grit

März 27, 2015

Pro 7, 20.15

True Grit (USA 2010, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

LV: Charles Portis: True Grit, 1968 (Die mutige Mattie; True Grit)

Die vierzehnjährige Mattie Ross will den Mörder ihres Vaters, den Feigling Tom Chaney, finden. Für die Jagd engagiert sie den versoffenen, aber furchtlosen Marschall Rooster Cogburn.

Ein zukünftiger Western-Klassiker

mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper

Wiederholung: Sonntag, 29. März, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Charles Portis (deutsch, englisch) und „True Grit

New York Times über Charles Portis (19. Dezember 2010)

Amerikanische Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Deutsche Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Film-Zeit über „True Grit“ (Coen-Version)

Metacritic über “True Grit”

Rotten Tomatoes über “True Grit”

Drehbuch „True Grit“ von Joel und Ethan Coen

Meine Besprechung von Charles Portis’ Roman „True Grit/Die mutige Mattie“ (True Grit, 1968)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Neue ausgezeichnete und nominierte Drehbücher online

Februar 9, 2015

Seit einigen Jahren veröffentlichen die Produktionsfirmen die für die wichtigen Filmpreise nominierten Drehbücher (Oscar undsoweiter) und Simply Scripts sammelt sie auf einer schönen Seite (dort gibt es auch Zusammenstellungen für die vorherigen Jahre und viele weitere Drehbücher), die ich mal wieder hemmungslos ausbeute.

Also, die guten Drehbücher:

Misan Sagay: Belle (meine Besprechung von „Dido Elizabeth Belle“)

Scott Alexander, Larry Karaszewski: Big Eyes

Alejandro G. Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris Jr., Armando Bo: Birdman (meine Filmkritik)

Irena Brignull, Adam Pava: The Boxtrolls

Richard Linklater: Boyhood

John Michael McDonagh: Calvary (meine Besprechung von „Am Sonntag bist du tot“)

Justin Simien: Dear white People (deutscher Starttermin unbekannt)

Scott Neustadter & Michael H. Weber: The Fault in our Stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)

E. Max Frye, Dan Futterman: Foxcatcher (meine Filmbesprechung)

William Monahan: The Gambler (meine Besprechung)

Jez Butterworth, John-Henry Butterworth: Get on up (meine Besprechung)

Gillian Flynn: Gone Girl (meine Besprechung)

Wes Anderson: The Grand Budapest Hotel (meine Jubelarie)

Dean DeBlois: How to train your Dragon 2 (Drachenzähmen leicht gemacht 2)

Graham Moore: The Imitation Game (meine Besprechung)

James Lapine: Into the Woods

Peter Landesman: Kill the Messenger (deutscher Kinostart: 6. August 2015)

Oleg Negin, Andrey Zvyagintsev: Leviathan

Steven Knight: Locke (deutscher Titel: „No turning back“ – Kein Kommentar.)

Ira Sachs, Mauricio Zacharias: Love is strange

J. C. Chandor: A most violent year (toller Film, Kinostart ist am 19. März)

Mike Leigh: Mr. Turner (meine Besprechung – DVD erscheint am 28. April)

Dan Gilroy: Nightcrawler (meine Besprechung)

Theodore Melfi: St. Vincent (meine Besprechung)

Richard Glatzer, Wash Westmoreland: Still Alice (deutscher Kinostart: 5. März)

Anthony McCarten: The Theory of Everything (Die Entdeckung der Unendlichkeit – der Stephen-Hawking-Film)

Joel Coen & Ethan Coen, Richard LaGravenese, William Nicholson: Unbroken

Damien Chazelle: Whiplash (deutscher Kinostart 19. Februar)

Nick Hornby: Wild (Der große Trip – Wild; meine Besprechung)

Damián Szifrón: Wild Tales ( – Jeder dreht mal durch!, meine Besprechung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


TV-Tipp für den 28. Oktober: No Country for Old Men

Oktober 28, 2014

Pro7 Maxx, 22.25

No Country for Old Men (USA 2007, Regie: Ethan Coen, Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

LV: Cormac McCarthy: No Country for Old Men, 2005

Lewellyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Leichen, Heroin und zwei Millionen Dollar. Er schnappt sich die Kohle und steht auf der Abschussliste eines gnadenlosen Killers.

Feine McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder, die, neben vielen anderen Preisen, auch den Oscar als bester Film des Jahres gewann und für den Edgar nominiert war (aber das war auch mit dem Gewinner “Michael Clayton”, “Tödliche Versprechen”, “Zodiac – Die Spur des Verbrechers” und “Die Regeln der Gewalt” ein starkes Jahr für Krimifreunde).

Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald

Wiederholung: Mittwoch, 29. Oktober, 02.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Metacritic über “No Country for Old Men”

Rotten Tomatoes über “No Country for Old Men”

Wikipedia über “No Contry for Old Men” (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Drehbuch „No Country for Old Men“ von Joel & Ethan Coen (28. November 2005)

Drehbuch „No Country for Old Men“ von Joel & Ethan Coen (Shooting Draft)

Film-Zeit über “No Country for Old Men”

Offizielle Webseite der Cormac-McCarthy-Gesellschaft

Time: Cormac McCarthy und die Coen-Brüdern reden über „No Country for Old Men“

Meine Besprechung von John Hillcoats Cormac-McCarthy-Verfilmung “The Road“ (The Road, USA 2009)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films „Inside Llewyn Davis“ (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Die Nominierungen für die Golden Globes

Dezember 13, 2013

 

Die Nominierungen für die 71. Golden Globes, die am Sonntag, den 12. Januar, von der Hollywood Foreign Press Association verliehen werden, sind draußen.

Etliche Filme kenne ich schon – und sie sind alle verdammt gut. Das gilt für die Nominierungen für den besten Film; im Bereich „Drama“ sind alle sehenswert, bei „Musical or Comedy“ (eine für mich ziemlich unverständliche Kategorie) kenne ich nur „Inside Llewyn Davis“ (Musical? Weil gesungen wird?) und „Nebraska“ (Komödie? Weil es etwas zu Lachen gibt?), die beide gut sind. Den neuen Martin-Scorsese-Film „The Wolf of Wall Street“ (läuft in den USA am 25. Dezember, bei uns nächstes Jahr an) kenne ich noch nicht und ad hoc würde ich ihn nicht unter Komödie einsortieren.

Die Nominierungen für den besten Schauspieler (Drama) gehen auch in Ordnung. Auch die Filme sind sehenswert. Bei den Schauspielerinnen kenne ich nur, in der Kategorie „Drama“ „Blue Jasmine“, „Gravity“ und „Philomena“ und in der Kategorie „Komödie“ kenne ich nur „Genug gesagt“ (James Gandolfinis vorletzter Film), „Before Midnight“ und „Frances Ha“ und auch hier sind die Filme sehenswert.

Beste Regie und bestes Drehbuch spiegeln die „Bester Film“-Nominierungen. Und dann gibt es noch die vielen TV-Nominierungen.

Insgesamt ist es eine gute Nominierungsliste. Auch wenn ich jetzt keine wirkliche Überraschung entdeckt habe.

Hier, via IMDB, die vollständige Nominierungsliste:

Best Motion Picture – Drama

nominiert

12 Years a Slave (2013)

Captain Phillips (2013)

Rush – Alles für den Sieg (2013/I)

Philomena (2013)

Gravity (2013)

Best Motion Picture – Musical or Comedy

nominiert

American Hustle (2013)

Her (2013)

Inside Llewyn Davis (2013)

Nebraska (2013)

The Wolf of Wall Street (2013)

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama

nominiert

Chiwetel Ejiofor for 12 Years a Slave (2013)

Idris Elba for Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013)

Tom Hanks for Captain Phillips (2013)

Matthew McConaughey for Dallas Buyers Club (2013)

Robert Redford for All Is Lost (2013)

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama

nominiert

Cate Blanchett for Blue Jasmine (2013)

Sandra Bullock for Gravity (2013)

Judi Dench for Philomena (2013)

Emma Thompson for Saving Mr. Banks (2013)

Kate Winslet for Labor Day (2013)

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy

nominiert

Bruce Dern for Nebraska (2013)

Leonardo DiCaprio for The Wolf of Wall Street (2013)

Oscar Isaac for Inside Llewyn Davis (2013)

Joaquin Phoenix for Her (2013)

Christian Bale for American Hustle (2013)

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy

nominiert

Julia Louis-Dreyfus for Genug gesagt (2013)

Julie Delpy for Before Midnight (2013)

Greta Gerwig for Frances Ha (2012)

Meryl Streep for August: Osage County (2013)

Amy Adams for American Hustle (2013)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture

nominiert

Barkhad Abdi for Captain Phillips (2013)

Bradley Cooper for American Hustle (2013)

Michael Fassbender for 12 Years a Slave (2013)

Jared Leto for Dallas Buyers Club (2013)

Daniel Brühl for Rush – Alles für den Sieg (2013/I)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture

nominiert

Sally Hawkins for Blue Jasmine (2013)

Jennifer Lawrence for American Hustle (2013)

Lupita Nyong’o for 12 Years a Slave (2013)

Julia Roberts for August: Osage County (2013)

June Squibb for Nebraska (2013)

Best Director – Motion Picture

nominiert

Alfonso Cuarón for Gravity (2013)

Steve McQueen for 12 Years a Slave (2013)

David O. Russell for American Hustle (2013)

Paul Greengrass for Captain Phillips (2013)

Alexander Payne for Nebraska (2013)

Best Screenplay – Motion Picture

nominiert

12 Years a Slave (2013): John Ridley

American Hustle (2013): David O. Russell

Her (2013): Spike Jonze

Nebraska (2013): Alexander Payne

Philomena (2013): Steve Coogan, Jeff Pope

Best Original Song – Motion Picture

nominiert

Inside Llewyn Davis (2013): T-Bone Burnett, Ethan Coen, Joel Coen, Justin Timberlake, George Cromaty, Ed Rush(„Please Mr. Kennedy“)

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013/I): Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez(„Let It Go“)

Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013): Chris Martin, Guy Berryman, Jonny Buckland, Will Champion(„Atlas“)

Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013): Bono, Adam Clayton, The Edge, Larry Mullen Jr., Brian Burton(„Ordinary Love“)

One Chance (2013): Jack Antonoff, Taylor Swift(„Sweeter Than Fiction“)

Best Original Score – Motion Picture

nominiert

12 Years a Slave (2013): Hans Zimmer

Gravity (2013): Steven Price

Die Bücherdiebin (2013): John Williams

All Is Lost (2013): Alex Ebert

Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013): Alex Heffes

Best Animated Film

nominiert

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013/I): Chris Buck, Jennifer Lee

Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013): Pierre Coffin, Chris Renaud

Die Croods (2013)

Best Foreign Language Film

nominiert

Le Passé – Das Vergangene (2013)

The Hunt (2012)

Blau ist eine warme Farbe (2013)

La Grande Bellezza – Die große Schönheit (2013)

Kaze tachinu (2013)

Best Television Series – Drama

nominiert

„Breaking Bad“ (2008)

„Downton Abbey“ (2010)

„House of Cards“ (2013)

„Good Wife“ (2009)

„Masters of Sex“ (2013)

Best Television Series – Musical or Comedy

nominiert

„The Big Bang Theory“ (2007)

„Girls“ (2012)

„Modern Family“ (2009)

„Parks and Recreation“ (2009)

„Brooklyn Nine-Nine“ (2013)

Best Mini-Series or Motion Picture Made for Television

nominiert

„American Horror Story“ (2011)

Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)

„Top of the Lake“ (2013)

„The White Queen“ (2013)

„Dancing on the Edge“ (2013)

Best Performance by an Actor in a Television Series – Drama

nominiert

Bryan Cranston for „Breaking Bad“ (2008)

Kevin Spacey for „House of Cards“ (2013)

Liev Schreiber for „Ray Donovan“ (2013)

Michael Sheen for „Masters of Sex“ (2013)

James Spader for „The Blacklist“ (2013)

Best Performance by an Actress in a Television Series – Drama

nominiert

Robin Wright for „House of Cards“ (2013)

Julianna Margulies for „Good Wife“ (2009)

Kerry Washington for „Scandal“ (2012)

Tatiana Maslany for „Orphan Black“ (2013)

Taylor Schilling for „Orange Is the New Black“ (2013)

Best Performance by an Actor in a Television Series – Musical or Comedy

nominiert

Don Cheadle for „House of Lies“ (2012)

Jason Bateman for „Arrested Development“ (2003)

Jim Parsons for „The Big Bang Theory“ (2007)

Michael J. Fox for „The Michael J. Fox Show“ (2013)

Andy Samberg for „Brooklyn Nine-Nine“ (2013)

Best Performance by an Actress in a Television Series – Musical or Comedy

nominiert

Lena Dunham for „Girls“ (2012)

Edie Falco for „Nurse Jackie“ (2009)

Julia Louis-Dreyfus for „Veep – Die Vizepräsidentin“ (2012)

Amy Poehler for „Parks and Recreation“ (2009)

Zooey Deschanel for „New Girl“ (2011)

Best Performance by an Actor in a Mini-Series or a Motion Picture Made for Television

nominiert

Matt Damon for Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)

Michael Douglas for Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)

Idris Elba for „Luther“ (2010)

Chiwetel Ejiofor for „Dancing on the Edge“ (2013)

Dominic West for Burton and Taylor (2013) (TV)

Best Performance by an Actress in a Mini-Series or a Motion Picture Made for Television

nominiert

Jessica Lange for „American Horror Story“ (2011)

Helen Mirren for “Der Fall Phil Spector“ (2013) (TV)

Elisabeth Moss for „Top of the Lake“ (2013)

Helena Bonham Carter for Burton and Taylor (2013) (TV)

Rebecca Ferguson for „The White Queen“ (2013)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Series, Mini-Series or Motion Picture Made for Television

nominiert

Aaron Paul for „Breaking Bad“ (2008)

Jon Voight for „Ray Donovan“ (2013)

Corey Stoll for „House of Cards“ (2013)

Rob Lowe for Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)

Josh Charles for „Good Wife“ (2009)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Series, Mini-Series or Motion Picture Made for Television

nominiert

Sofía Vergara for „Modern Family“ (2009)

Janet McTeer for „The White Queen“ (2013)

Monica Potter for „Parenthood“ (2010)

Hayden Panettiere for „Nashville“ (2012)

Jacqueline Bisset for „Dancing on the Edge“ (2013)


Neu im Kino/Filmkritik: Wie sieht es „Inside Llewyn Davis“ aus?

Dezember 7, 2013

Joel und Ethan Coen setzen ihre filmische Geschichtsstunde fort. Nach, zuletzt, dem Wilden Westen („True Grit“) und der Vorstadt-Provinz in den Sechzigern („A Serious Man“) verschlägt es sie jetzt in die frühen sechziger Jahre nach Greenwich Village, New York, in die dortige Folkszene, die durch Bob Dylan weltweit bekannt wurde. Und Llewyn Davis, der Protagonist von „Inside Llewyn Davis“, erinnert natürlich sofort an Bob Dylan. Nur dass er unbekannt und chronisch erfolglos ist.

Aber der naheliegende Bob-Dylan-Vergleich führt auf die falsche Fährte. Denn die Coens inszenierten nicht die Geschichte des erfolglosen Bruders von Dylan, wie Woody Allen es 1999 in „Sweet and Lowdown“ tat, als Sean Penn Emmet Ray, den besten Jazzgitarristen nach Django Reinhardt spielte und eine vergnügliche Chronik der dreißiger Jahre entwarf. „Inside Llewyn Davis“ ist eine sehr detailgetreue Chronik der Greenwich-Village-Folkszene, bevor sie zum Geschäft wurde und bevor Bob Dylan dort 1961 eintraf. Seine ersten Konzerte gab er erst nach dem Ende des Films. Damals bemühten die Folksänger sich, die Originale möglichst genau nachzuspielen. Sie waren eine verschworene Gemeinschaft, die den Kommerz verachtete und sich selbst genügte. Auch Llewyn Davis (Oscar Isaac) predigt die reine Lehre, ist chronisch pleite, schläft sich deswegen durch die Wohnungen seiner Freunde und Bekannten und ist trotzdem irgendwie zufrieden. Immerhin kann er die Musik spielen, die er liebt und er schlägt sich mehr schlecht als recht durch.

Am Filmanfang wird er im Winter 1961 nach einem Konzert in der Gasse hinter dem Gaslight Café von einem rauchendem Unbekannten, von dem wir nur die Silhouette erkennen, zusammengeschlagen und seine Odyssee, in der es für ihn immer schlimmer wird, beginnt. Zuerst entkommt die heißgeliebte Katze der Gorfeins, zwei schöngeistige Akademiker, bei denen er die Nacht auf der Couch verbrachte, aus deren Wohnung. Er findet sie zwar, muss sie aber den halben Film als unnützen Ballast mitnehmen. Sein Plattenproduzent schenkt ihm einen Karton mit seinen unverkäuflichen LPs. Mit Jim (Justin Timberlake) und Al (Adam Driver) kann er den Song „Please, Mr. Kennedy“ aufnehmen. Davis hält ihn zwar für einen kitschigen Polit-Song, aber das Publikum liebt ihn. Von dem Erfolg hat er allerdings nichts, weil er gleich nach der Aufnahme zugunsten eines festen Honorars auf eine Beteiligung an zukünftigen Tantiemen verzichtete. Seine Schwester und seine Freundin fordern ihn auf, sein Leben zu ändern. Also macht er sich auf den Weg nach Chicago zu dem einflussreichen Musikproduzenten Bud Grossman (F. Murray Abraham). Auf der Hinfahrt – er beteiligt sich an einer Fahrgemeinschaft – wird er von dem Autobesitzer Roland Turner (John Goodman) ohne Unterlass herabgesetzt. Denn für einen echten Jazzmusiker ist Folk keine Musik.

Formal ist „Inside Llewyn Davis“ wie ein Folksong strukturiert. Es gibt die erste Strophe, in den nächsten Strophen wird alles immer schlimmer für den Protagonisten und am Ende wird die erste Strophe wiederholt. So ist auch Davis am Filmende wieder im Gaslight Café, singt seine Lieder und wird in der Gasse wieder von dem unbekannten Mann, der uns natürlich an den Teufel (bzw. den Mann, mit dem Bluesmusiker Robert Johnson seinen legendären Pakt schloss) erinnert, vermöbelt. Den Film können wir jetzt als Alptraum von Llewyn Davis sehen. Oder als einen selbstironischen Song von ihm über sein Leben. In jedem Fall ist er ein sehr genaues Porträt der Greenwich-Village-Folkszene in der Prä-Bob-Dylan-Ära und eine Liebeserklärung an die Folkmusik. Denn die Coens lassen die Schauspieler, die die Songs auch alle sangen, die Songs vollständig spielen und sie zeigen immer die gesamte Performance des Liedes.

Am Ende, bevor Llewyn Davis dem Mann in der Gasse begegnet, zeichnet sich dann unscharf im Bildhintergrund die Zukunft ab, wenn ein Folksänger sich näselnd über seine Gitarre beugt und lossingt.

Kurz gesagt: „Inside Llewyn Davis“ ist das neue Meisterwerk der Coen-Brüder und eine Liebeserklärung an die Folk-Music. Ein herzerwärmender Film, auch wenn Llewyn Davis für den kalten New Yorker Winter viel zu dünn gekleidet ist.

Inside Llewyn Davis - Plakat

Inside Llewyn Davis (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich 2013)

Regie: Ethan Coen, Joel Coen

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

mit Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Garrett Hedlund, Justin Timberlake, Adam Driver, Max Casella, F. Murray Abraham

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Inside Llewyn Davis“

Moviepilot über „Inside Llewyn Davis“

Metacritic über „Inside Llewyn Davis“

Rotten Tomatoes über „Inside Llewyn Davis“

Wikipedia über „Inside Llewyn Davis“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 3. Dezember: Arizona Junior

Dezember 3, 2013

ZDFkultur, 22.00

Arizona Junior (USA 1987, R.: Joel Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Ganove H. I. McDunnogh und Polizistin Ed lernte sich auf der Polizeistation kennen, weil H. I. ein ziemlich glückloser Gewohnheitsverbrecher ist und entsprechend oft bei ihr im Gefängnis landet. Sie verlieben sich und wollen ein Kind. Aber sie ist unfruchtbar. H. I. hat einen genialen Plan: er entführt einfach einen von den Fünflingen des Möbelmoguls Nathan Arizona. Der Verlust wird ihm schon nicht auffallen. Denkt sich der Gauner. Aber Arizona versteht keinen Spaß. Ein gnadenloser Kopfgeldjäger verfolgt das junge Glück. Und dann sind da noch die Kumpels von H. I..

In dem Frühwerk nehmen die Coen-Brüder sich das US-Bild der heilen Familie vor und ertränken es in schwarzem Humor und absurdem Slapstick. Ein köstlicher Spaß.

mit Nicolas Cage, Holly Hunter, Trey Wilson, John Goodman, William Forsythe, Frances McDormand, M. Emmet Walsh

Wiederholung: Mittwoch, 4. Dezember, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Arizona Junior“

Wikipedia über „Arizona Junior“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte

Ab Donnerstag im Kino

Inside Llewyn Davis - Plakat


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