TV-Tipp für den 13. August: Die Abenteurer

August 13, 2018

Arte, 20.15

Die Abenteurer (Les Aventuriers, Frankreich 1967)

Regie: Robert Enrico

Drehbuch: Robert Enrico, José Giovanni, Pierre Pelegri

LV: José Giovanni: Les Aventuriers, 1960

Roland (Lino Ventura) und Manu (Alain Delon) wollen zusammen mit ihrer Freundin Laetitia (Joanna Shimkus) vor der afrikanischen Küste einen Goldschatz heben. Aber sie sind nicht die einzigen Glücksjäger.

„Die Abenteurer“ ist ein feiner Film, ein Kassenhit, ein Klassiker des französischen Kinos und eine zeitlose Liebeserklärung an die Träumer und die Freundschaft. Immer wieder ein Vergnügen

mit Lino Ventura, Alain Delon, Joanna Shimkus, Serge Reggiani, Paul Crauchet, Hans Meyer

Wiederholung: Mittwoch, 15. August, 14.00 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Abenteurer“

Wikipedia über „Die Abenteurer“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Robert Enricos „Die Abenteurer“ (Les Aventuriers, Frankreich 1967)

Kriminalakte über José Giovanni, Alain Delon und Lino Ventura

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TV-Tipp für den 12. März: Der Kommissar und sein Lockvogel

März 12, 2018

Arte, 20.15

Der Kommissar und sein Lockvogel (Dernier domicile connu, Frankreich/Italien 1969

Regie: José Giovanni

Drehbuch: José Giovanni

LV: Joseph Harrington: The last known Address, 1965

Kommissar Leonetti soll in wenigen Tagen einen seit fünf Jahren verschwundenen Zeugen finden.

Ein eher selten gezeigter Klassiker des Polizeifilms. Giovanni zeigt ohne gefällige Lösungen die zermürbende Arbeit eines Polizisten. Besonders das Ende ist in seiner bitteren Konsequenz grandios.

„Mich reizte die Idee, einen Bullen zu zeigen, der zu Fuß durch die Stadt marschiert, der weder einen schnellen Schlitten fährt, noch dieses ganze Theater wahrnimmt, das man im Kino immer sieht. Aus diesem Grund habe ich diesen Film gemacht, als Gegensatz zu allem, was existiert. Das war übrigens auch schon im Buch von Harrington, der früher selbst Polizist war.“ (José Giovanni)

Mit Lino Ventura, Marlène Jobert, Michel Constantin

Auch bekannt als „Tödliche Frist“ und „Letzter bekannter Wohnsitz“ (unter dem Titel war der Film im Kino angekündigt)

Wiederholung: Mittwoch, 14. Mär7, 14.05 Uhr

Hinweise

Schnitt über „Der Kommissar und sein Lockvogel“

Wikipedia über „Der Kommissar und sein Lockvogel“ (deutsch, englisch, französich) und José Giovanni (deutsch, französich)

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über José Giovanni und Lino Ventura


TV-Tipp für den 11. März: Endstation Schafott

März 11, 2018

Arte, 20.15

Endstation Schafott (Deux Hommes dans la ville, Frankreich/Italien 1973)

Regie: José Giovanni

Drehbuch: José Giovanni

Starkes Krimidrama über einen Ex-Sträfling, der ein ehrliches Leben führen will, von einem Sozialhelfer unterstützt und einem Polizisten verfolgt wird.

Mit Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Bernard Giraudeau, Gérard Depardieu (in einer Nebenrolle als junger Gangster)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Endstation Schafott“

Wikipedia über „Endstation Schafott“ (deutsch, englisch, französisch) und José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni


TV-Tipp für den 27. November: Der zweite Atem

November 27, 2017

Arte, 20.15

Der zweite Atem (Frankreich 1966, Regie: Jean-Pierre Melville)

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

LV: José Giovanni: Un règlement de comptes, 1958 (später “Le deuxième souffle”, deutsch “Der zweite Atem”)

Der gerade aus dem Knast ausgebrochene Gu beteiligt sich an einem ausgeklügelten Raub. Aber danach laufen die Dinge, vor allem wegen falsch verstandener Ehrbegriffe, aus dem Ruder.

Ein weiteres Meisterwerk von Jean-Pierre Melville.

“Der beste Gangsterfilm der letzten Jahre entstand nicht in Hollywood, sondern in den Straßen von Paris.” (Sigrid Schmitt, Süddeutsche Zeitung)

“Le deuxième souffle ist Melvilles La règle du jeu. Hatte Renoir in seiner Satire eine Gesellschaft, die nur nach bestimmten Spielregeln funktionieren kann, als hohl entlarvt, weil sie sich auch dann noch an diese Regeln klammert, wenn sie sinnlos geworden sind, so führt Melville in seinem nach einem Roman von José Giovanni entstandenen Film diese Konventionen zu ihrer letzten Konsequenz. Der Mikrokosmos der Gangster, wie Renoirs Adlige und Diener Signifikat für die Gesamtgesellschaft, ist determiniert von Regeln, die notwendig zu Untergang und Tod führen.” (Hans Gerhold in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte, Hrsg.: Jean-Pierre Melville)

Damals war es eine beliebte Übung der deutschen Verleiher, bei Melville-Filmen beherzt zur Schere zu greifen. Auch “Der zweite Atem” blieb davon nicht verschont. Über eine halbe Stunde wurde für den deutschen Kinostart 1968 aus dem Film entfernt. Arte zeigt natürlich die ungekürzte Version – und danach, um 22.40 Uhr zeigt der Sender Melvilles Glaubensdrama „Eva und der Priester“ (mit Jean-Paul Belmondo und Emmanuelle Riva).

mit Lino Ventura, Paul Meurisse, Raymond Pellegrin, Christine Fabrega, Michel Constantin, Marcel Bozzufi

Wiederholung: Dienstag, 28. November, 13.50 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der zweite Atem“

Wikipedia über Jean-Pierre Melville (deutsch, englisch, französisch)

Senses of Cinema (Adrian Danks) über Jean-Pierre Melville (September 2002)

Guardian: Peter Lennon über Jean-Pierre Melville (27. Juni 2003)

Jean-Pierre Melville in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 10. April: Das Loch

April 10, 2017

Arte, 20.15

Das Loch (Frankreich/Italien 1960, Regie: Jacques Becker)

Drehbuch: Jacques Becker (Adaptation, Dialoge), José Giovanni (Adaptation, Dialoge), Jean Aurel (Adaptation)

LV: José Giovanni: Le Trou, 1957

Fünf Untersuchungshäftlinge graben einen Tunnel in die Freiheit. Gelingt die Flucht?

Klaustrophobischer, hochspannender, auf Tatsachen basierender Knast- und Ausbruchsthriller, der in den vergangenen Jahrzehnten nicht alterte und der nur alle Jubeljahre im TV läuft.

Das Loch“ ist Jacques Beckers letzter Spielfilm. Er starb vor der Premiere.

Arte zeigt die vom ZDF 1984 rekonstruierte Fassung, die zwölf Minuten länger als die deutsche Kinofassung ist.Trotzdem fehlen immer noch einige Minuten, die wir dann, wenn der Film irgendwann auf DVD erscheint, hoffentlich zu sehen bekommen.

Anschließend, um 22.15 Uhr, zeigt Arte Jacques Beckers Drama „Falbalas – Sein letztes Modell“ (Frankreich 1944). Ebenfalls sehenswert.

Mit Michel Constantin, Jean Keraudy, Philippe Leroy, Marc Michel

Hinweise

Arte über „Das Loch“

Wikipedia über „Das Loch“ (deutsch, englisch französisch)

Noir of the Week über „Das Loch“


TV-Tipp für den 22. März: Der Panther wird gehetzt

März 22, 2015

Arte, 20.15

Der Panther wird gehetzt (Frankreich/Italien 1960, Regie: Claude Sautet)

Drehbuch: José Giovanni, Claude Sautet, Pascal Jardin

LV: José Giovanni: Classe tous risques, 1958 (Das Ende vor Augen)

Gangster Abel Davos kehrt aus seinem italienischen Versteck nach Frankreich zurück. Seine alten Freunde wollen nichts mehr von ihm wissen. Nur der Einzelgänger Eric Stark hält zu ihm.

Tolles Unterweltdrama über die letzten Tage eines Gangsters. Jean-Pierre Melville war begeistert. „Für mich bedeutete dieser Film einen Wendepunkt in meiner Karriere, rein gefühlsmäßig zählt er sehr viel. Er gehört zu jenen Filmen, die ich liebe. Aber das ist ganz persönlich.“ (Lino Ventura)

Damals fand die kirchliche Filmkritik keine lobenden Worte: „Was soll eigentlich der Film? Eine spannende Handlung hat er nicht zu bieten…Dann wird zu unserer berechtigten Empörung das Leben eines Verbrechers ganz unverfroren als Beruf hingestellt. In der gleichen Weise wird die Freundestreue hier so erstaunlich gewürdigt, dass man beinahe vergisst, dass hier Menschen durch Gewaltverbrechen aneinander gebunden sind. Die Kinder des Panthers sind schließlich noch der Gipfel der Unverfrorenheit, denn sie dienen nur dem Zweck, den eiskalten Mörder außerberuflich zum rührenden Familienvater zu verklären.“ (Evangelischer Filmbeobachter)

Arte zeigt heute – erstmals – eine rekonstruierte Fassung, in der die bislang in der deutschen Fassung fehlenden Minuten enthalten sind. Sie wurden sogar nachsynchronisiert.

Mit Lino Ventura, Jean-Paul Belmondo, Sandra Milo

Wiederholung: Dienstag, 24. März, 14.05 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Panther wird gehetzt“

Wikipedia über „Der Panther wird gehetzt“ (deutsch, englisch, französisch)

Noir of the Week über „Der Panther wird gehetzt“


TV-Tipp für den 1. März: Endstation Schafott

März 1, 2015

Tele5, 00.55

Endstation Schafott (Frankreich/Italien 1973, Regie: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

Starkes Krimidrama über einen Ex-Sträfling, der ein ehrliches Leben führen will, von einem Sozialhelfer unterstützt und einem Polizisten verfolgt wird.

Mit Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Bernard Giraudeau, Gérard Depardieu (in einer Nebenrolle als junger Gangster)

Hinweise

Homepage von/über José Giovanni

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni


TV-Tipp für den 25. Mai: Der Kommissar und sein Lockvogel

Mai 25, 2014

Arte, 20.15

Der Kommissar und sein Lockvogel (Frankreich/Italien 1969, Regie: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: Joseph Harrington: The last known Address, 1965

Kommissar Leonetti soll in wenigen Tagen einen seit fünf Jahren verschwundenen Zeugen finden.

Ein eher selten gezeigter Klassiker des Polizeifilms. Giovanni zeigt ohne gefällige Lösungen die zermürbende Arbeit eines Polizisten. Besonders das Ende ist in seiner bitteren Konsequenz grandios.

„Mich reizte die Idee, einen Bullen zu zeigen, der zu Fuß durch die Stadt marschiert, der weder einen schnellen Schlitten fährt, noch dieses ganze Theater wahrnimmt, das man im Kino immer sieht. Aus diesem Grund habe ich diesen Film gemacht, als Gegensatz zu allem, was existiert. Das war übrigens auch schon im Buch von Harrington, der früher selbst Polizist war.“ (José Giovanni)

Mit Lino Ventura, Marlène Jobert, Michel Constantin

Auch bekannt als „Tödliche Frist“ und „Letzter bekannter Wohnsitz“ (unter dem Titel war der Film im Kino angekündigt)

Wiederholung: Mittwoch, 28. Mai, 13.40 Uhr

Hinweise

Arte über „Der Kommissar und sein Lockvogel“ und über Lino Ventura

Schnitt über „Der Kommissar und sein Lockvogel“

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, französich)

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über José Giovanni und Lino Ventura


TV-Tipp für den 16. März: Mord in Barcelona

März 15, 2014

 

Arte, 20.15

Mord in Barcelona (Frankreich 1978, Regie: Jacques Deray)

Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Tonino Guerra, Jacques Deray

LV: John Gearon: The Velvet Well, 1946

Marineoffizier Roland Fériaud will in Barcelona nur drei Tage mit seiner Frau verbringen. Er wird er in seinem Hotelzimmer niedergeschlagen und als er in einem Sanatorium erwacht, befindet er sich in einem Alptraum. Denn er soll einen Mord beobachtet haben, seine Frau wird entführt und ein Koffer spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Toller, selten gezeigter atmosphärischer Thriller, der anscheinend mit der Vorlage nur wenig zu tun und ein durchaus umstrittenes Ende hat.

Ein dichter, spannender Film, der in manchem an Hitchcock erinnert: Die Ordnung der Welt ist zerbrechlich, durch ihre Risse bricht unversehens das Grauen über die Bürger. Ein Film von großer Präzision und stilistischem Können.“ (Zoom-Filmbeobachter)

mit Lino Ventura, Claudine Auger, Paul Crauchet, Jean Bouise, Nicole Garcia, Roland Bertin

Wiederholungen

Dienstag, 18. März, 13.50 Uhr

Freitag, 28. März, 13.50 Uhr

Mittwoch, 2. April, 13.45 Uhr

Hinweise

Arte über „Mord in Barcelona“

Wikipedia über „Mord in Barcelona“

Jacques Deray in der Kriminalakte

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Lino Ventura in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 7. November: Die Legion der Verdammten

November 7, 2013

 

MDR, 23.35

Die Legion der Verdammten (Frankreich/Italien 1982, R.: Robert Hossein)

Drehbuch: Alain Decaux, Robert Hossein

LV: Victor Hugo: Les Misérables, 1982 (Die Elenden)

Der Galeerensträfling Jean Valjean will ehrlich leben.

Sehr gelungene Romanverfilmung, die sich auf die Handlung von Victor Hugos Epos konzentrierte. Dummerweise sind gerade die Abschweifungen der eigentlich interessante Punkt des epischen Romans. Denn die Geschichte des geläuterten Sträflings und des ihn hartnäckig verfolgenden Polizisten in den Wirren der französischen Politik im frühen 19. Jahrhundert ist reinste Kolportage.

Im Kino lief eine dreistündige Fassung, heute wird eine 200-minütige Fassung präsentiert und für das französische Fernsehen entstand sogar eine gut vierstündige Fassung, die wahrscheinlich mit dieser Fassung ziemlich identisch ist.

Ach ja: Lest den Roman!

mit Lino Ventura, Michel Bouquet, Evelyne Bouix, Christiane Jean, Jean Carmet, Francoise Seigner

Hinweise

Wikipedia über Victor Hugo, den Roman und „Die Legion der Verdammten“

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über Lino Ventura


TV-Tipp für den 16. September: Der Maulwurf

September 16, 2013

Arte, 20.15

Der Maulwurf (F 1981, R.: Yves Boisset)

Drehbuch: Claude Veillot, Yves Boisset, Michel Audiard

LV: George Markstein: Chance awakening, 1978

Fast hätte der französische Geheimagent Grenier, der inzwischen in Zürich als Finanzexperte arbeitet, seine Vergangenheit als Spion vergessen. Aber jetzt aktiviert ihn die Regierung wieder. Oder hat ihn jemand anderes aktiviert? Grenier ist plötzlich in einem Spiel, dessen Regeln und Gegner er nicht kennt.

Selten gezeigter und top besetzter Agententhriller, der halt, wie die meisten, ist: viele Leute mit wechselnden Identitäten, Paranoia, Doppelspiel, Verrat – und am Ende viel Verwirrung beim Zuschauer. Insgesamt eine enttäuschende Angelegenheit.

Mit Lino Ventura, Michel Piccoli, Krystyna Janda, Bruno Cremer, Bernard Fresson, Heinz Bennent

Wiederholungen

Mittwoch, 18. September, 13.40 Uhr

Montag, 23. September, 13.50 Uhr

Freitag, 4. Oktober, 13.45 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Der Maulwurf“ (deutsch, englisch, französisch) und George Markstein

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über Lino Ventura


TV-Tipp für den 22. Juni: Der Kommissar und sein Lockvogel

Juni 22, 2013

MDR; 23.25

Der Kommissar und sein Lockvogel (F/I 1969, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: Joseph Harrington: The last known Address, 1965

Kommissar Leonetti soll in wenigen Tagen einen seit fünf Jahren verschwundenen Zeugen finden.

Ein selten gezeigter Klassiker des Polizeifilms. Giovanni zeigt ohne gefällige Lösungen die zermürbende Arbeit eines Polizisten. Besonders das Ende ist in seiner bitteren Konsequenz grandios.

„Mich reizte die Idee, einen Bullen zu zeigen, der zu Fuß durch die Stadt marschiert, der weder einen schnellen Schlitten fährt, noch dieses ganze Theater wahrnimmt, das man im Kino immer sieht. Aus diesem Grund habe ich diesen Film gemacht, als Gegensatz zu allem, was existiert. Das war übrigens auch schon im Buch von Harrington, der früher selbst Polizist war.“ (José Giovanni)

Mit Lino Ventura, Marlène Jobert, Michel Constantin

Auch bekannt als „Tödliche Frist“ und „Letzter bekannter Wohnsitz“ (unter dem Titel war der Film im Kino angekündigt)

Hinweise

Arte über „Der Kommissar und sein Lockvogel“ und über Lino Ventura

Schnitt über „Der Kommissar und sein Lockvogel“

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, französich)

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über José Giovanni und Lino Ventura


TV-Tipp für den 6. April: Der Mann aus Marseille

April 6, 2013

Als Vorbereitung für den 80. Geburtstag von Jean Paul Belmond0 (am 9. April) zeigt der Bayerische Rundfunk heute „Das Superhirn“ (20.15 Uhr; gut), „Der Mann aus Marseille“ (22.15 Uhr, Tagestipp), „Der Profi 2“ (23.55 Uhr, Ähem) und „Der Außenseiter“ (01.25 Uhr, das war wohl mein erster Kino-Belmondo und ist daher über jede Kritik erhaben). Die nächsten Tage gibt es noch einige weitere Filme mit Bebel.

Bis dahin

BR, 22.15

Der Mann aus Marseille (F/I 1972, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: José Giovanni: L´excommunié/La scoumoune, 1958 (Der Gangsterboss)

Ballade über die Freundschaft zwischen zwei Gangstern, die nach dem Zweiten Weltkrieg sich wieder einen Platz in der Pariser Unterwelt sichern wollen.

Mit Jean-Paul Belmondo, Michel Constantin, Claudia Cardinale, Andréa Ferréol, Gérard Depardieu

Wiederholungen

NDR, Montag, 8. April, 00.00 Uhr (Taggenau!)

RBB, Sonntag, 14. April, 00.00 Uhr (Taggenau! – Im Rahmen einer Bebel-Filmnacht mit „Der Windhund“ um 22.15 Uhr und dem Godard-Kult „Eine Frau ist eine Frau“ um 01.40 Uhr)

Hinweise

Homepage von/über José Giovanni

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni

Meine Besprechung von Robert Enricos José-Giovanni-Verfilmung  „Die Abenteurer“ (Les Aventuriers, Frankreich 1967)

Meine Besprechung von Jean-Luc Godards „Außer Atem“ (F 1959 – dem Durchburch von Jean-Paul Belmondo)

Kriminalakte über José Giovanni und Jean-Paul Belmondo

Und diese schon fünf Jahre alten Geburtstagsartikel sind sicher alle noch weitgehend aktuell:

Kölner Stadt-Anzeiger: Daniel Kothenschulte zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo

Stuttgarter Zeitung: Sabine Glaubitz zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo

Tagesschau: Angela Ulrich zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo

Deutsche Welle: 4-minütiger Film zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo


TV-Tipp für den 28. Januar: Die Abenteurer

Januar 28, 2013

Arte, 20.15

Die Abenteurer (Frankreich 1967, R.: Robert Enrico)

Drehbuch: Robert Enrico, José Giovanni, Pierre Pelegri

LV: José Giovanni: Les Aventuriers, 1960

Roland (Lino Ventura) und Manu (Alain Delon) wollen zusammen mit ihrer Freundin Laetitia (Joanna Shimkus) vor der afrikanischen Küste einen Goldschatz heben. Aber sie sind nicht die einzigen Glücksjäger.

Die Abenteurer“ ist ein feiner Film, ein Kassenhit, ein Klassiker des französischen Kinos und eine zeitlose Liebeserklärung an die Träumer und die Freundschaft. Immer wieder ein Vergnügen

mit Lino Ventura, Alain Delon, Joanna Shimkus, Serge Reggiani, Paul Crauchet, Hans Meyer

Wiederholung: Freitag, 1. Februar, 13.55 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Die Abenteurer“ (deutsch, französisch)

Arte über “Die Abenteurer”

Meine Besprechung von Robert Enricos „Die Abenteurer“ (Les Aventuriers, Frankreich 1967)

Kriminalakte über José Giovanni, Alain Delon und Lino Ventura

 


TV-Tipp für den 13. Juli: Im Dreck verreckt

Juli 12, 2012

RBB, 00.00

Im Dreck verreckt (F/Mex/I 1968, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: John D. Carrick: The Vulture, 1966 (Der Geier)

Lino Ventura spielt einen Profikiller, der in Südamerika den Landespräsidenten umbringen soll.

Spannender, in Mexico gedrehter, Abgesang auf den Homme Solitaire.

Auch bekannt als „Fremder, wohin gehst du?“

Hinweise

Homepage von/über José Giovanni

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über José Giovanni und Lino Ventura


TV-Tipp für den 5. Oktober: Der Kommissar und sein Lockvogel

Oktober 5, 2011

RBB, 22.45

Der Kommissar und sein Lockvogel (F/I 1969, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: Joseph Harrington: The last known Address, 1965

Kommissar Leonetti soll in wenigen Tagen einen seit fünf Jahren verschwundenen Zeugen finden.

Ein selten gezeigter Klassiker des Polizeifilms. Giovanni zeigt ohne gefällige Lösungen die zermürbende Arbeit eines Polizisten. Besonders das Ende ist in seiner bitteren Konsequenz grandios.

„Mich reizte die Idee, einen Bullen zu zeigen, der zu Fuß durch die Stadt marschiert, der weder einen schnellen Schlitten fährt, noch dieses ganze Theater wahrnimmt, das man im Kino immer sieht. Aus diesem Grund habe ich diesen Film gemacht, als Gegensatz zu allem, was existiert. Das war übrigens auch schon im Buch von Harrington, der früher selbst Polizist war.“ (José Giovanni)

Mit Lino Ventura, Marlène Jobert, Michel Constantin

Auch bekannt als „Tödliche Frist“ und „Letzter bekannter Wohnsitz“ (unter dem Titel war der Film im Kino angekündigt)

Hinweise

Arte über „Der Kommissar und sein Lockvogel“ und über Lino Ventura

Schnitt über „Der Kommissar und sein Lockvogel“

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, französich)

Meine Besprechung des Films „Die Abenteurer“ (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Kriminalakte über José Giovanni und Lino Ventura

 


TV-Tipp für den 11. Juni: Der Mann aus Marseille

Juni 11, 2011

ARD, 03.05

Der Mann aus Marseille (F/I 1972, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: José Giovanni: L´excommunié/La scoumoune, 1958 (Der Gangsterboss)

Ballade über die Freundschaft zwischen zwei Gangstern, die nach dem Zweiten Weltkrieg sich wieder einen Platz in der Pariser Unterwelt sichern wollen.

Mit Jean-Paul Belmondo, Michel Constantin, Claudia Cardinale, Andréa Ferréol, Gérard Depardieu

Hinweise

Homepage von/über José Giovanni

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni

Kriminalakte über José Giovanni


DVD-Kritik: Robert Enricos „Die Abenteurer“ mit Alain Delon und Lino Ventura

April 4, 2011

Solche Filme werden heute nicht mehr gemacht.

Aber liegt das an der nostalgischen Brille – immerhin sind Lino Ventura, Robert Enrico und José Giovanni tot und Alain Delon hat sich in den vergangenen dreißig Jahren ziemlich aus dem Geschäft zurückgezogen – oder wirklich an dem Film?

 

Die Story

 

In „Die Abenteurer“ wird ein Hohelied auf die Freundschaft gesungen, die mit dem gewaltsamen Tod von zwei der drei Freunde endet. Es beginnt mit einem Besuch von Laetitia (Joanna Shimkus) auf dem Schrottplatz von Roland (Lino Ventura). Er hat keine Zeit, fertigt sie barsch ab, aber als sie sagt, sie habe Zeit und werde auf ihn warten, nimmt er sie mit zu einem Feld. Dort bauen sie einige Stangen auf und Manu (Alain Delon) fliegt mit einem Doppeldecker durch sie hindurch. Sie alle freuen sich, dass der Stunt gelingt. Denn die Stangen sind nur die Probe für einen Flug durch den Triumphbogen in Paris.

Bereits in diesen ersten, fast wortlosen Minuten, wird die Freundschaft zwischen den Dreien etabliert. Denn Roland und Manu nehmen Laetitia schnell in ihren Männerbund und in ihre bedingungslose Freundschaft auf. Sie sind Träumer, die sich auch durch Rückschläge nicht von ihren Zielen abbringen lassen. Denn Manu gelingt der Flug durch den Triumphbogen nicht und er verliert seine Pilotenlizenz. Roland will einen neuen Motor entwickeln, aber seine Experimente mit einem besonders schnellem Dragster enden erfolglos. Auch bei einem Besuch in einem Casino, wo sie nach System spielen, verlieren sie ihr Geld. Trotzdem verlieren sie nicht ihren Optimismus.

Erst als Laetitia ihnen enttäuscht die vernichtenden Kritiken für ihre Ausstellung präsentiert, beschließen sie, sie mit nach Afrika zu nehmen. Dort soll vor der Küste das Wrack eines Flugzeugs mit einem Schatz an Bord liegen; – Geld, das sie dringend brauche, um ihre Träume weiter zu verfolgen.

Dieser zweite Teil von „Die Abenteurer“ ist klar von dem ersten, in und um Paris spielendem Teil, getrennt. Die drei verleben glückliche Tage vor der Küste und finden, dank der Hilfe des Piloten (Serge Reggiani) auch das Flugzeug. Kurz nachdem sie den Schatz geborgen und durch vier geteilt haben (eine weitere der vielen wundervollen Szenen des Films: der Pilot will die Beute durch drei teilen; Roland und Manu erklären ihm ohne großen Worte, dass Laetitia ein gleichwertiges Mitglied ihrer Crew ist), geraten sie in eine falsche Polizeikontrolle. Denn Gangster (es wird nie wirklich klar, wer genau das Geld haben will, aber von ihrem ersten Auftreten ist klar, dass sie über Leichen gehen) wollen ihnen die Beute abnehmen. Der Pilot beginnt eine Schießerei, bei der Latitia erschossen wird. Manu und Roland bestatten sie auf hoher See.

Der dritte Teil spielt an der französischen Atlantikküste, in Sichtweite des bekannten Fort Boyard. Denn so selbstverständlich es für Manu und Roland war, Laetitia mit nach Afrika zu nehmen und ihr den gleichen Teil der Beute zu geben, so selbstverständlich ist es für sie, die Verwandten von Laetitia zu suchen und ihnen ihren Teil der Beute zu geben. Dabei erfahren sie zunächst einiges über Laetitias Familiengeschichte und als sie ihre nächsten Verwandten treffen, die ohne zu fragen, jede Verantwortung für die Taten von Laetitia ablehnen und ihr auch nicht helfen wollen, beschließen Manu und Roland (wieder ohne ein Wort darüber zu verlieren), dass sie Laetitias Teil der Beute doch für sich behalten. Denn diese Menschen haben das Geld nicht verdient. Erst als deren Junge, den sie aus dem städtischen Museum kennen, auftaucht, ändern sie ihre Meinung. Sie zeigen Laetitias Verwandten das Geld und Roland sagt, dass sie es für den Jungen anlegen würden.

Doch da sind noch die Gangster. Sie haben den Piloten geschnappt und finden auch eine Spur zu Manu, der sie dann an die Atlantikküste führt.

Inzwischen hat Roland Fort Boyard gekauft. Er will dort, wie er Manu begeistert erzählt, ein Hotel-Restaurant einrichten. Als die Gangster die im Meer gelegene Festung betreten, kommt es zu einem Schusswechsel. Die Gangster sterben und auch Manu wird erschossen.

 

Der Film

 

Die ausführliche Inhaltsangabe zeigt schon, dass es Robert Enrico nicht um eine klassisch erzählte Geschichte ging. Denn dafür sind die drei Geschichten zu scharf voneinander getrennt; fast als ob man sich drei Kurzfilme oder Episoden einer TV-Serie hintereinander ansieht. Gerade so werden die die einzelnen Teile miteinander verbindenden Themen umso deutlicher: Freundschaft, das Leben von gesellschaftlichen Außenseitern, Träumern und Glücksrittern und die Wichtigkeit von Stil, Haltung und Gesten.

Dabei war eine solche bedingungslose Freundschaft, wie die zwischen Roland, Manu und Laetitia, vielleicht immer nur ein Mythos, der vor allem in französischen Kriminalfilmen der fünfziger und sechziger Jahre gerne gepflegt wurde. Aber damals wurde ein solches Idealbild noch formuliert. Heute wird darauf meist vollkommen verzichtet.

Und mit Alain Delon (der wahrscheinlich nie wieder so entspannt spielte) und Lino Ventura hatte Robert Enrico die beiden großen Stars des französischen Kinos, die beide auch immer wieder den Homme Solitaire verkörperten, verpflichtet, um wieder einmal gesellschaftliche Außenseiter, die nur ihren Regeln folgen, zu spielen. Allerdings spielen sie dieses Mal keine Verbrecher, sondern fast normale Menschen.

Die Abenteurer“ ist ein feiner Film, ein Kassenhit, ein Klassiker des französischen Kinos und eine zeitlose Liebeserklärung an die Träumer und die Freundschaft.

 

Einige Meinungen zum Film

 

Robert Enrico: „Ich hasse die Leute, die sozusagen zu der ’schweigenden Mehrheit‘ gehören. Die Außenseiter haben schon immer diejenigen fasziniert, die ein banales Leben führen. Der Film destilliert den Traum.“ (Cinéma Francais Nr. 6, November 1976)

 

Alain Delon über „Die Abenteurer“, der einer seiner Lieblingsfilme ist: „Es war ein wunderbarer Film, sehr schön gemacht. Es war eine Story, so wie ich sie gerne mag, ich nenne das eine Freundschafts-Geschichte, über die Beziehung zwischen zwei Männern, in deren Mitte manchmal eine Frau steht. Ich habe die übliche Liebesgeschichte, die Romanze, ein wenig satt.“ (Robin Bean: Reaching for the World, Films and Filming, Februar 1965)

 

Lino Ventura über Robert Enrico und die Themen des Films: „Enrico ist ein Poet, er ist ein wenig surrealistisch, ein Träumer. (…) Es sind Personen, die ganz auf sich selbst angewiesen sind. Für mich sind das richtige Männer. Ich meine damit, dass es sich nicht lohnt, viel zu reden. Ich rede übrigens nie viel im Film.“ (Hans C. Blumenberg/Wilfried Reichert: Interview mit Lino Ventura, 1974)

Ich liebe diesen Typ des einsamen Mannes.“ (Frauke Hanck: Ein eigenwilliger Charakter, Vorwärts, 4. März 1976)

Ich möchte Filme machen, die etwas ausdrücken, Freundschaft zum Beispiel. Freundschaft halte ich für das Wichtigste im Leben.“ (Lotte Holetz: Grüß Gott, Bulle, Münchner Abendzeitung, 19. Februar 1976)

 

1981 schrieben Regisseur Adolf Winkelmann (Die Abfahrer, Nordkurve [sträflich unterschätzt], Contergan) und Drehbuchautor Jost Krüger (die Winkelmann-Filme „Jede Menge Kohle“ und „Super“) zur Wiederaufführung des Films: „Es ist Zeit, endlich mal zuzugeben, dass uns ‚Die Abenteurer‘ damals richtig gut, viel besser gefallen hat als: Es/Mahlzeiten/Die Tätowierung/Wilde Reiter GmbH/Persona/Man lebt nur zweimal/Kuckucksjahre und Fahrenheit 451. (…) Der Film ist stilistisch perfekt (dramaturgisch nicht ganz: erzählt zu viele Geschichten und findet kein Ende). Jede Geste der Schauspieler, jede Einstellungsfolge scheint in der Wirkung auf uns genau kalkuliert. Keine filmischen Experimente, richtiges Kino, effektvolles Kunst-Handwert.“ (tip 21/81)

 

Hans Gerhold schrieb in „Das Abenteuer Leben – Notizen zu den Filmen des Regisseurs Robert Enrico“ über den Film: „Die spannende und humorvolle, mit atemberaubenden lyrischen Passagen durchsetzte Schatzsuche dreier gescheiterter Existenzen – (…) -, an deren Ende der Tod steht, wird zu einem Hymnus auf das Leben in Freiheit und zu einer Meditation über den Abenteurer als metaphysischen Existenz, der seine Erfüllung im zweckentbundenen Handeln findet, stilisiert.“ (film-dienst 2/1982)

 

‚Les Aventuriers‘ ist ein Film über das Scheitern von Träumen. Doch dieses Scheitern stärkt die Freundschaft der Protagonisten. An ihrem Ende bleibt Roland daher nur die Einsamkeit. Es ist ein Film auch über das Scheitern der Individualität an den Normen der Gesellschaft, über die Außenseiterrollen von Einzelgängern. Enrico findet dafür schöne Bilder. “ (Meinolf Zurhorst/Lothar Just: Lino Ventura: Seine Filme – sein Leben,1984)

 

Trotz aller Tragik erzählt ‚Les Aventuriers‘ seine Geschichte mit einer spielerischen Leichtigkeit, in der sich die Aufbruchstimmung der sechziger Jahre widerspiegelt. Sie ist ebenso wunderbar im Soundtrack von François de Roubaix eingefangen, dessen einprägsames Leitmotiv ein Wechselspiel aus heiterem Pfeifen und dramatischen Akkorden kennzeichnet, wie in mehreren musikalischen Einlagen der Akteure.“ (Frank Arnold in Bodo Traber/Hans J. Wulff, Hrsg.: Filmgenres: Abenteuerfilm, 2004)

 

Die DVD

 

Endlich gibt es „Die Abenteurer“ in einer adäquaten Version. Denn in die bisherigen Veröffentlichungen waren gekürzt (dafür mit O-Ton) oder ungekürzt (aber ohne O-Ton) und ohne Extras.

Jetzt gibt die Originalfassung mit deutschem und französischem Ton und einigen interessanten Extras. In einer Bildershow wird ein Text über die Entstehung des Films vorgelesen. Es gibt ein Interview mit Hauptdarstellerin Joanna Shimkus (mit arg störenden Hintergrundgeräuschen) und eine leicht experimentelle Doku über den Filmkomponisten François de Roubaix. In einem Zimmer erzählen de-Roubaix-Fans, wie sie ihn entdeckten und wie seine Musik ihr Leben beeinflusste. Insgesamt eine gute Stunde Bonusmaterial.

Die Abenteurer (Les Aventuriers, Frankreich 1967)

Regie: Robert Enrico

Drehbuch: Robert Enrico, José Giovanni, Pierre Pelegri

LV: José Giovanni: Les Aventuriers, 1960

mit Lino Ventura, Alain Delon, Joanna Shimkus, Serge Reggiani, Paul Crauchet, Hans Meyer

DVD

Concorde

Bild: 2,35:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Französisch (Dolby Digital 1.0)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of, Interview mit Joanne Shimkus. Porträt von François de Roubaix, Originaltrailer

Länge: 108 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „Die Abenteurer“ (deutsch, französisch)

Arte über „Die Abenteurer“

Kriminalakte über José Giovanni, Alain Delon und Lino Ventura

 


TV-Tipp für den 4. April: Endstation Schafott/Im Dreck verreckt

April 4, 2011

HR, 23.30

Endstation Schafott (F/I 1973, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

Starkes Krimidrama über einen Ex-Sträfling, der ein ehrliches Leben führen will, von einem Sozialhelfer unterstützt und einem Polizisten verfolgt wird.

Mit Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Bernard Giraudeau, Gérard Depardieu (in einer Nebenrolle als junger Gangster)

HR, 01.00

Im Dreck verreckt (F/Mex/I 1968, R.: José Giovanni)

Drehbuch: José Giovanni

LV: John D. Carrick: The Vulture, 1966 (Der Geier)

Lino Ventura spielt einen Profikiller, der in Südamerika den Landespräsidenten umbringen soll.

Spannender, in Mexico gedrehter, Abgesang auf den Homme Solitaire.

Auch bekannt als „Fremder, wohin gehst du?“

Hinweise

Homepage von/über José Giovanni

Wikipedia über José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

März 26, 2011

Kaum ist der Alligator aus dem Urlaub zurück, hat er sich auch gleich meine TV-Krimi-Buch-Tipps (der Überblick über die demnächst laufenden Verfilmungen von Kriminalromanen) geschnappt und online gestellt:

In den kommenden beiden Wochen laufen die letzten beiden Stieg-Larsson-Verfilmungen „Verdammnis“ und „Vergebung“ in den kürzeren Kinoversionen, Gordon Parks Ernest-Tidyman-Verfilmungen „Shaft“ und „Shaft – Liebesgrüße aus Pistolen“, Sam Peckinpahs „Pat Garrett jagt Billy the Kid“, Don Siegels Richard-Dougherty-Verfilmung „Nur noch 72 Stunden“, Charles Laughtons Davis-Grubb-Verfilmung „Die Nacht des Jägers“, René Clements Sébastien-Japrisot-Verfilmung „Der aus dem Regen kam“, Norman Jewisons John-Ball-Verfilmung „In der Hitze der Nacht“, José Giovannis „Endstation Schafott“ und seine John-D.-Carrick-Verfilmung „Im Dreck verreckt“ und, als TV-Premiere, die grandiose Cormac-McCarthy-Verfilmung „No Country for Old Men“ der Coen-Brüder.


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