„Sherlock Holmes – Seine Abschiedsvorstellung“, wieder neu übersetzt

August 27, 2018

Mit „Sherlock Holmes – Seine Abschiedsvorstellung“ liegt jetzt der achte Band der Kriminalfälle von Sherlock Holmes vor. In der neuen Übersetzung von Henning Ahrens. Bevor wir jetzt zu der Frage kommen, ob sich die Übersetzung lohnt, zuerst einmal die Fakten. In „Seine Abschiedsvorstellung“ sind folgende von Sir Arthur Conan Doyle geschriebenen Holmes-Geschichten enthalten:

Das Abenteuer der Wisteria Lodge (The Adventure of Wisteria Lodge)

Das Abenteuer mit der Pappschachtel (The Adventure of the Cardboard Box)

Das Abenteuer mit dem Roten Ring (The Adventure of the Red Circle)

Das Abenteuer mit den Bruce-Partington-Plänen (The Adventure of the Bruce-Partingon Plans)

Das Abenteuer mit dem sterbenden Detektiv (The Adventure of the dying Detective)

Das Verschwinden von Lady Frances Carfax (The Disappearance of Lady Frances Carfax)

Das Abenteuer mit der Teufelsfußwurzel (The Adventure of the Devil’s Foot)

Seine Abschiedsvorstellung (His last Bow)

Die Geschichten erschienen zwischen 1892 und 1917 im Strand Magazine. Gesammelt erschienen sie 1917 als „His last Bow“. Seitdem wurden die Geschichten des Sammelbands mehrmals übersetzt und sind in verschiedenen Zusammenstellungen und Gesamtausgaben gut erhältlich. Sehr gelobt wurde die Neuübersetzung aller Sherlock-Holmes-Geschichten im Haffmans Verlag. Krimiautor Gisbert Haefs übersetzte damals einige Geschichten. Leslie Giger übersetzte „His last Bow“. Diese Übersetzung wurde von Kein und Aber, insel Taschenbuch und Weltbild nachgedruckt und sie war die Grundlage für die Hörbuchfassungen des NDR mit Friedrich Schoenfelder, des Hörverlags mit Oliver Kalkofe und den Hörspielfassungen des SWF mit Walter Renneisen. Diese Übersetzung habe ich nicht zur Hand.

Aber eine andere Übersetzungen habe ich in greifbarer Nähe. Für einen schnellen Vergleich reicht sie vollkommen aus.

Nehmen wir, blind herausgegriffen, die ersten Zeilen von „The Adventure of the Red Circle“:

Well, Mrs. Warren, I cannot see that you have any particular cause for uneasininess, nor do I understand why I, whose time is of some value, should interfere in the matter. I really have other things to engage me.“ So spoke Sherlock Holmes and turned back to the great scrapbook in which he was arranging and indexing some of his recent material.

But the landlady had the pertinacity and also the cunning of her sex. She held her ground firmly.

Margarethe Nedem übersetzte diese Zeilen so (zitiert nach „Sherlock Holmes Geschichten“, Diogenes):

„Nun, Mrs. Warren, weder kann ich einen besonderen Grund zur Besorgnis erkennen, noch verstehe ich, warum ich, dessen Zeit so wertvoll ist, mich in diese Angelegenheit einmischen sollte. Ich muss mich wirklich anderen Dingen widmen.“ So sprach Sherlock Holmes und wandte sich wieder seiner Kartei zu; er war gerade mit dem Einordnen und Indexieren von neuem Informationsmaterial beschäftigt.

Aber die Wirtin besaß die Beharrlichkeit und Schlauheit ihres Geschlechts. Sie hielt standhaft ihre Stellung.

Henning Ahrens so:

Tja, ich glaube nicht, dass Sie einen Grund zur Beunruhigung haben, Mrs. Warren, sehe auch nicht ein, warum ich in dieser Sache ermitteln sollte, denn meine Zeit ist kostbar. Ich habe wirklich Besseres zu tun.“ So sprach Sherlock Holmes und wandte sich wieder dem Buch zu, in dem er neues Material sortierte und einklebte.

Aber die Pensionsbetreiberin zeichnete sich nicht nur durch die Hartnäckigkeit, sondern auch durch die Listigkeit ihres Geschlechts aus. Sie ließ nicht locker.

Hier gefällt mir Nedems Übersetzung besser. Sie liest sich moderner und flüssiger, während Ahrens im ersten Satz stolpert und „Listigkeit“ heute doch sehr ungebräuchlich ist. Auch an anderen Stellen wirkt seine Übersetzung altertümlicher und verschnörkelter als nötig. Vor allem im direkten Vergleich mit dem Original.

Der letzte Band der Neuübersetzung, das „Buch der Fälle“ (The Case-Book of Sherlock Holmes), ist für September 2019 angekündigt.

Wer Sir Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Geschichten im Original lesen will, kann zwischen zahlreichen, oft sehr günstigen Ausgaben wählen. Weil die Texte immer gleich sind, kann man hier die Ausgabe nehmen, die einem am besten gefällt hinsichtlich Cover, Druckbild und Handhabbarkeit. Jedenfalls wenn man die immer noch spannenden und flott zu lesenden Geschichten auch lesen will.

Und das sollte man. Egal in welcher Ausgabe. Insofern ist die Fischer-Ausgabe mit ihrer modernen Umschlaggestaltung ein guter Startpunkt.

Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes – Seine Abschiedsvorstellung

(übersetzt von Henning Ahrens)

Fischer Verlag, 2018

256 Seiten

12 Euro

Originalausgabe

His last Bow

John Murray, 1917

Hinweise

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Meine Besprechung von Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (Fran Holmes till Sherlock, 2013)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von “Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2″ (Sherlock, GB 2012)

Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Mein Hinweis auf „“Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 4“ (Sherlock, GB 2017)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 4. September: Der Mann, der Sherlock Holmes war

September 4, 2017

Arte, 20.15

Der Mann, der Sherlock Holmes war (Deutschland 1937, Regie: Karl Hartl)

Drehbuch: Robert A. Stemmle, Karl Hartl

LV: Figur von Sir Arthur Conan Doyle

Zwei kleine Detektive klären als Holmes und Watson ein Verbrechen auf – und Holmes-Erfinder Doyle schaut ihrem Treiben amüsiert zu.

Ein damals ungeheuer erfolgreicher und heute immer noch sehenswerter Ufa-Klassiker mit Hans Albers, Heinz Rühmann und dem Gassenhauer „Jawohl, meine Herren, so haben wir es gern“.

Arte zeigt die restaurierte Fassung

Danach ufat es weiter mit der Travestiekomödie „Viktor und Viktoria“ (Deutschland 1933, Regie: Reinhard Schünzel) und, um 23.40 Uhr, mit dem Stummfilmdrama „Die Liebe der Jeanne Ney (Deutschland 1927, Regie: Georg Wilhelm Papst).

Mit Hans Albers, Heinz Rühmann, Marieluise Claudius, Hansi Knoteck, Hilde Weisner, Siegfried Schürenberg, Paul Bildt

Hinweise

Arte über „100 Jahre UFA – Ganz großes Kino“

Filmportal über „Der Mann, der Sherlock Holmes war“

Wikipedia über „Der Mann, der Sherlock Holmes war“ (deutsch, englisch)

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Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

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Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

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Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Mein Hinweis auf „“Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 4“ (Sherlock, GB 2017)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. Mai: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Mai 11, 2017

Weil heute sein neuer, nicht sonderlich gelungener Film „King Arthur: Legend of the Sword“ anläuft:

Vox, 20.15

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Michele Mulroney, Kieran Mulroney

LV: Charakter von Sir Arthur Conan Doyle

1891: Professor James Moriarty will mit Anschlägen in Europa einen Krieg entfesseln. Sherlock Holmes und Dr. Watson wollen das verhindern.

In seinem zweiten Sherlock-Holmes-Film liefert Guy Ritchie Remmidemmi um die Jahrhundertwende.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Die Gerüchte über einen dritten Sherlock-Holmes-Film von Guy Ritchie mit Robert Downey jr. als Sherlock Holmes und Jude Law als Dr. Watson halten sich hartnäckig.

mit Robert Downey jr., Jude Law, Jared Harris, Noomi Rapace, Stephen Fry, Eddie Marsan, Rachel McAdams, Kelly Reilly, Geraldine James, Paul Anderson, Thierry Neuvic

Wiederholung: Freitag, 12. Mai, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

Rotten Tomatoes über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

Wikipedia über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (deutsch, englisch)

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Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Meine Besprechung von Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (Fran Holmes till Sherlock, 2013)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von “Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2″ (Sherlock, GB 2012)

Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 6. März: Kein Koks für Sherlock Holmes

März 6, 2015

ARD, 01.20

Kein Koks für Sherlock Holmes (USA/Großbritannien 1976, Regie: Herbert Ross)

Drehbuch: Nicholas Meyer

LV: Nicholas Meyer: The Seven-per-cent Solution, 1975

Dr. Watson bugsiert Sherlock Holmes nach Wien zu einer Therapie bei Dr. Sigmund Freud. Als sie in einen mysteriösen Kriminalfall stolpern erwachen die kleinen grauen Zellen des Meisterdetektivs.

Vergnügliche Liebeserklärung an Holmes und Watson und eine vergangene Zeit.

Mit Alan Arkin, Nicol Williamson. Robert Duvall, Laurence Olivier, Vanessa Redgrave, Samantha Eggar, Charles Gray

Hinweise

Wikipedia über “Kein Koks für Sherlock Holmes” (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Kein Koks für Sherlock Holmes”

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Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

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Sherlock Holmes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. Dezember: Das Privatleben des Sherlock Holmes

Dezember 8, 2013

Arte, 20.15

Das Privatleben des Sherlock Holmes (GB 1970, R.: Billy Wilder)

Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond

LV: Charaktere von Sir Arthur Conan Doyle

Köstliches Hommage an Sherlock Holmes und Doktor Watson. Damals ein ziemlicher Flop an der Kasse, heute ein Klassiker.

Billy Wilder zum Film: „In meinem Film habe ich mich bemüht, Holmes und Watson mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht zu zeichnen. Die Geschichten enthalten viel Humorvolles, doch unsere tiefere Absicht war, die Beziehungen und die Freundschaft zwischen den beiden Männern in ihren früheren Jahren zu verdeutlichen…Holmes ist ein zivilisierter Mensch, ein Gentleman, der seine Fälle löst ohne solche fragwürdigen Methoden wie James Bond. Wenn Sie wollen, so mache ich hier einen ausgesprochenen Anti-Bond-Film.“

Mit Robert Stephens, Colin Blakely, Christopher Lee, Geneviève Page

Wiederholung: Freitag, 13. Dezember, 13.40 Uhr

Hinweise

Daily Script: Das Drehbuch

Rotten Tomatoes über „Das Privatleben des Sherlock Holmes“

Turner Classic Movies über „Das Privatleben des Sherlock Holmes“

Wikipedia über „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ (deutsch, englisch)

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Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

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Sherlock Holmes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. Juli: Kein Koks für Sherlock Holmes

Juli 22, 2012

RBB, 22.00

Kein Koks für Sherlock Holmes (USA/GB 1976, R.: Herbert Ross)

Drehbuch: Nicholas Meyer

LV: Nicholas Meyer: The Seven-per-cent Solution, 1975

Dr. Watson bugsiert Sherlock Holmes nach Wien zu einer Therapie bei Dr. Sigmund Freud. Als sie in einen mysteriösen Kriminalfall stolpern erwachen die kleinen grauen Zellen des Meisterdetektivs.

Vergnügliche Liebeserklärung an Holmes und Watson und eine vergangene Zeit.

Mit Alan Arkin, Nicol Williamson. Robert Duvall, Laurence Olivier, Vanessa Redgrave, Samantha Eggar, Charles Gray

Hinweise

Wikipedia über „Kein Koks für Sherlock Holmes“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Kein Koks für Sherlock Holmes“

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Meine Besprechung von Anthony Horowitzs „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Skandal in Belgravia“ (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

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Sherlock Holmes in der Kriminalakte

 


Sherlock Holmes löst „Das Geheimnis des weißen Bandes“

Februar 15, 2012

Sherlock Holmes auf allen Kanälen: im Kino mit einem Remmidemmi-Film, im Fernsehen mit einer grandiosen BBC-Serie, die im heutigen London spielt, in Comics im Kampf gegen Dracula, Dr. Jekyll und Mr. Hyde, und jetzt auch im Buch. Der enorm produktive Krimiautor Anthony Horowitz durfte, mit Erlaubnis des „Sir Arthur Conan Doyle Literary Estate“ den Sherlock-Holmes-Roman „Das Geheimnis des weißen Bandes“ schreiben und die Erben haben natürlich aufgepasst, dass Horowitz auch eine nahe am Original stehende Interpretation des Meisterdetektivs ablieferte. Also nichts mit IPhones, übernatürlichen Erscheinungen, postmodern-literarischen Anspielungen und ausufernden Kämpfen, sondern klassische Detektivarbeit, eine Wiederbegegnung mit vielen alten Bekannten (von Mrs. Hudson, Inspector Lestrade und Mycroft Holmes über die Baker-Street-Irregulären, eine Bande von Straßenjungs, die Holmes helfen, bis zu Professor Moriarty sind alle in dieser Geschichte dabei), die von Sherlock Holmes‘ Freund, Dr. John Watson, brav, Jahrzehnte später, aufgeschrieben wurde und dann, weil die Enthüllung des Geheimnisses des weißen Bandes für die damalige Zeit zu ungeheuerlich war, für hundert Jahre in einem Safe deponiert wurde.

Der Fall selbst beginnt für Sherlock Holmes und Dr. John Watson im November 1890, als der Kunsthändler Edmund Carstairs die Baker Street 221 B betritt. Er glaubt, dass Keelan O’Donaghue ihn von Boston nach London verfolgt hat und sich jetzt bei ihm für den Tod seines Bruders und ihrer Verbrecherbande rächen will. Diese hatte bei einem Zugüberfall vier wertvolle Gemälde, die Carstairs gehörten, zerstört und einen Mitarbeiter von Carstairs ermordet. Zusammen mit dem Käufer der Gemälde hatte Carstairs ein Kopfgeld auf die Verbrecher ausgesetzt, die auch kurz darauf in einem Feuergefecht starben. Nur die Leiche von Keelan O’Donaghue wurde nicht gefunden.

Kurz nach dem Gespräch bei Holmes wird bei Carstairs‘ eingebrochen und sein Safe ausgeräumt. Mit Hilfe der Baker-Street-Irregulären findet Sherlock Holmes O’Donaghue in einem Hotel. Allerdings wurde er vor dem Eintreffen von Holmes und Watson bereits ermordet und der Straßenjunge Ross, der den Mörder wahrscheinlich gesehen hat, schweigt.

Als Ross umgebracht wird, wird für Holmes der Fall persönlich. Denn er fühlt sich sich für den Tod des Jungen mitverantwortlich. Und selbstverständlich ignoriert er die Warnung von seinem Bruder Mycroft, der ungefähr jedes Regierungsgeheimnis kennt und der, nachdem er sich nach dem House of Silk erkundigte, in Whitehall bei einem engen Mitarbeiter des Premierministers eine Audienz hatte. Mycroft rät Holmes, sich nicht weiter um den Mord an dem Straßenjungen zu kümmern und keine weiteren Nachforschungen über das House of Silk, das etwas mit den Verbrechen zu tun hat, anzustellen.

Das Geheimnis des weißen Bandes“ lebt natürlich zu einem großen Teil von unseren Erinnerungen an Sherlock Holmes. Deshalb treten auch, bis auf Irene Adler, alle bekannten und inzwischen für den Sherlock-Holmes-Kosmos kanonisierten Charaktere, auch wenn sie in den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle gar nicht so viele Auftritte hatten, auf. So ist der Auftritt von Professor Moriarty, dem Meisterverbrecher und Gegner von Sherlock Holmes, für diese Geschichte eine vernachlässigbare Episode, aber für die Holmes-Welt natürlich sehr wichtig. Die beiläufig eingestreuten Hinweise von dem Erzähler John Watson auf andere Fälle von Sherlock Holmes, erfreuen das Herz des Fans. Und das viktorianische London wird wieder lebendig.

Diese Erinnerungen verwebt Anthony Horowitz geschickt mit zwei Fällen, nämlich dem Einbruch bei den Carstairs‘ und dem Tod des Straßenjungen Ross, die zunächst nichts miteinander zu tun haben und am Ende doch miteinander zusammen hängen. Das ist eine unterhaltsame Lektüre, die mich wieder daran erinnert, dass ich mir die Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle noch einmal und im Original durchlesen will.

Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes

(übersetzt von Lutz-W. Wolff)

Insel Verlag, 2011

352 Seiten

19,95 Euro

Originalausgabe

The House of Silk

Orion, London 2011

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Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

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Sherlock Holmes, die „Losers“, John Constantine und Deathlok im Kampf gegen das Böse

Januar 17, 2012

Von Ian Edgintons erster Sherlock-Holmes-Geschichte „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies“ war ich etwas enttäuscht. Sherlock Holmes kämpft gegen Zombies. Das ist ja noch okay. Aber dass er als ultimative Lösung gegen die Zombie-Plage London einfach abfackeln lässt, widerspricht dann doch meiner Vorstellung von einem Meisterdetektiv bei der Arbeit.
In dem zweiten „Victorian Undead“-Sammelband lässt Edginton das von Sir Arthur Conan Doyle erfundene und heute wieder sehr populäre Ermittlerduo Sherlock Holmes und Dr. John Watson auf andere literarische Charaktere treffen, die ungefähr zur gleichen Zeit die literarische Bühne betraten und immer noch bekannt sind: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (erfunden von Robert Louis Stevenson) und Graf Dracula (erfunden von Bram Stoker).
Diese Idee ist, vor allem nach Alan Moores „The League of Extraordinary Gentlemen“ (Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen), nicht mehr unbedingt neu, aber sie funktioniert  hier prächtig. In „Sherlock Holmes vs Jekyll/Hyde“ (gezeichnet von Horacio Domingues) entsteht so auch ein veritabler Rätselplot. Denn niemand kennt diesen seltsamen Mr. Hyde, der sich bei Dr. Jekyll eingenistet hat. In der deutlich längeren Geschichte „Sherlock Holmes vs. Dracula“ (gezeichnet von Davide Fabbri) wird Sherlock Holmes, weil natürlich alle aus Stokers „Dracula“-Roman bekannten Charaktere auftreten müssen, fast zu einer Randfigur. Dem Vergnügen bereitet das keinen Abbruch. Außerdem will diese Inkarnation von Graf Dracula nicht nur einige Frauen beißen, sondern gleich die Königin.

Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbri (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula
(übersetzt von Gerlinde Althoff)
Panini, 2011
144 Seiten
16,95 Euro

Originalausgabe
Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde
Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, # 1 – 5
DC Comics, 2010/2011

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

Rotten Tomatoes über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

Wikipedia über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (deutsch, englisch)

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

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Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte



Die „Losers“ sind, wie wir aus den vorherigen „The Losers“-Comics von Autor Andy Diggle und Zeichner Jock (und der  vergnüglichen Verfilmung) wissen, eine geheime CIA-Spezialeinheit, die nach einem Einsatz zum Abschuss freigegeben wurde, untergetaucht ist und sich jetzt an Max, dem geheimnisumwitterten CIA-Hintermann, der dafür den Befehl gab, rächen will.
Über einige Umwege haben die „Loser“, wie sie sich selbst sehr selbstironisch nennen, die Spur von Max nach London geführt. Dort vermuten sie bei der Cayman Credit Internationale, einer Bank, die gegründet wurde, um Drogengeld der CIA für die Contras zu waschen, weitere Informationen über Max, der ein Hauptgesellschafter der CCI ist. Getarnt als Waffenhändler wollen sie die Bank betreten. Wollen heißt hier aber nicht unbedingt können und dass es einfach wird, hat auch niemand behauptet.
In „Anti-Heist“ geht’s dann auf einen Frachter, der dreihundert Pfund waffenfähiges Plutonium transportiert und den, wie die Loser natürlich erst auf dem Schiff erfahren, Max zu einer schmutzigen Bombe umfunktionieren will. Zweihundert Meilen westlich der Azoren, also mitten auf Hoher See, müssen sie gegen die Schergen von Max kämpfen.
Die beiden Geschichten „London Calling“ (gezeichnet von Ben Oliver) und „Anti-Heist“ (gezeichnet von Jock) sind feines Action-Futter. Die Serie bewegt sich mit ihnen langsam auf die Zielgerade. Denn mit dem fünften „The Losers“-Sammelband endet die Geschichte.

Andy Diggle (Autor)/Jock/Ben Oliver (Zeichner): The Losers: London Calling (Band 4)
(übersetzt von Bernd Kronsbein)
Panini, 2011
144 Seiten
16,95 Euro

Originalausgabe
The Losers: Vol. 20 – 25
Vertigo/DC Comics, 2005

Hinweise

Homepage von Andy Diggle

Blog von Andy Diggle

Homepage von Jock

Meine Besprechung von Andy Diggle/Jocks „The Losers: Goliath – Band 1“

Meine Besprechung von Andy Diggle/Jock/Shawn Martinbroughs „The Losers: Die Insel – Band 2“

Meine Besprechung von Andy Diggle/Jock/Nick Dragotta/Alé Garza: The Losers: Der Pass, Band 3 (The Losers 13 – 19, 2005)


Nach dem Ende von „The Losers“ schrieb Andy Diggle, nach Alan Moore, Mike Carey, Garth Ennis, Brian Azzarello und Denise Mina, für „John Constantine, Hellblazer“ mehrere Geschichten. Die erste Hälfte seiner „Hellblazer“-Geschichten ist jetzt in „Spritztour“ erschienen.
John Constantine ist, hm, das Oberhaupt des britischen Untergrundokkultismus, Meister des Übernatürlichen, Kettenraucher, die Punk-Ausgabe eines Hardboiled-Detektivs und jetzt, nach einigen unschönen Ereignissen, die in den vorherigen „Hellblazer“-Heften erzählt wurden, ganz unten.
Auf den ersten Seiten von „Spritztour“, in „Ins kalte Wasser“, kniet Constantine, an einen Pfahl gefesselt, in brackigem Flusswasser vor einem Unbekannten, der ihn mit einer Pistole bedroht und man glaubt in Leonardo Mancos Zeichnung den Gestank des Flusses zu riechen. Von da an kann es für Constantine nur noch aufwärts gehen.
In diese missliche Lage ist er gekommen, weil ein im Knast sitzender Gangsterboss glaubt, dass Constantine seine Tochter ermordet hat.
Nachdem er sich befreit hat, macht er sich auf den Weg in ein einsam gelegenes Casino, das eine geheimnisvolle Vergangenheit hat. Jedenfalls will er sein altes Zimmer aus der Zeit haben, als das Casino noch kein Hotel war, und am Spieltisch setzt er durch, dass auf den Höchsteinsatz verzichtet wird.
Für sich betrachtet sind die miteinander verknüpften Geschichten in „Spritztour“ (die mit einem Cliffhanger enden) feine noir-infizierte Geschichten, bei denen allerdings, im Kontext einer seit über zwanzig Jahren erscheinenden monatlichen Comicserie, etwas seltsam ist, dass John Constantine mit dem Verlust seiner Position auch seine gesamtes Wissen verloren hat. Denn die Geschichten funktionieren nur, weil Constantine sich doch arg naiv verhält und so in einige Fallen tappt, in die ein erfahrener Troubleshooter nicht latschen dürfte.
Und natürlich ist Diggles John Constantine viel besser und cooler als Keanu Reeves in Francis Lawrences ziemlich missglückter und vergessener 2005er-Verfilmung „Constantine“. „Hellblazer“-Erfinder Alan Moore (Watchmen, V for Vendetta, From Hell) war, wieder einmal, nicht begeistert von der Hollywood-Bearbeitung seiner Geschichte und er setzte durch, dass sein Name im Abspann nicht genannt wird.

Andy Diggle (Autor)/Leonard Manco/Danijel Zezelj (Zeichner): John Constantine, Hellblazer: Spritztour  (Band 10)
(Vorwort von Stephen Gallagher)
(übersetzt von Gerlinde Althoff)
Panini 2011
244 Seiten
29,95 Euro

Originalausgabe
Hellblazer: Vol. 230 – 239
DC Comics 2008


Ich bin ja ein großer Charlie-Huston-Fan, aber dieser Ausflug in die Comicwelt ist ziemlich misslungen. In „Deadlock“ erzählt er eine vor allem verwirrende Geschichte aus einer von Konzernen beherrschten Zukunft, in der Cyborgs auf Schlachtfeldern gegeneinander kämpfen und die besten Soldaten millionenschwere Werbeverträge haben. Die Kämpfe sind das Feierabendvergnügen für ein Millionenpublikum.
Das knüpft natürlich an bekannte Dystopien wie „Rollerball“ und „Starship Troopers“, mit einem Schuss „Robocop“, an und ist auch mit einigen satirischen Spitzen und viel Gewalt abgeschmeckt. Aber Charlie Huston springt so besinnungslos zwischen den verschiedenen Erzählzeiten und Perspektiven hin und her, dass das Schicksal von Luther Manning, einem Soldaten, der nach einem tödlichem Unfall zu „Deathlok“ wurde kaum nachvollzogen werden kann.
„Deathlok: Der Zerstörer“ ist eine einzige große Enttäuschung.

Charlie Huston (Autor)/ Lan Medina (Zeichner): Deathlok: Der Zerstörer (MAX 41)
(übersetzt von Bernd Kronsbein)
Panini, 2011
180 Seiten
18,95 Euro

Originalausgabe
Deathlok: The Demolisher, Vol. 1 – 7
Marvel, Januar – Juli 2010

Hinweise

Pulp Noir: Homepage/Blog von Charlie Huston

Meine Besprechung von Charlie Hustons „Killing Game“ (The Shotgun Rule, 2007)

Meine Besprechung von Charlie Hustons „Das Clean-Team“ (The mystic arts of erasing all signs of death, 2009)

Meine Besprechung von Charlie Hustons „Bis zum letzten Tropfen“ (Every last drop, 2008)

Mein Interview mit Charlie Huston

Charlie Huston in der Kriminalakte


„Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“: ein kleiner Nachtrag

Dezember 30, 2011

So als Ergänzung zu meiner Besprechung von „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ gibt es ein kleines, seeehr unkritisches „Making of“

und Hans Zimmer erzählt etwas über die Musik, die er für den Film komponierte

 


Neu im Kino/Filmkritik: Sherlock Holmes, Dr. Watson und Professor Moriarty spielen das „Spiel im Schatten“

Dezember 22, 2011

Vor zwei Jahren war Guy Ritchies Sherlock-Holmes-Film mit Robert Downey jr. als Sherlock Holmes und Jude Law als Dr. Watson ein Kassenhit und auch ein toller Sherlock-Holmes-Film, dem der Spagat zwischen Hommage an den Charakter, einem Zurück zu dem von Sir Arthur Conan Doyle erfundenem genialen Privatdetektiv und den Ansprüchen des Blockbuster-Kinos überraschend gut gelang. Denn viele Sherlock-Holmes-Fans hatten vorher schon das Schlimmste befürchtet. Aber Guy Ritchie, der nach einer jahrelangen Durststrecke mit dem okayen „RocknRolla“ wieder an seine frühen Erfolge „Bube, Dame, König, grAS“ und „Snatch – Schweine und Diamanten“ anknüpfte, hatte hier wieder ein glückliches Händchen

Weil der Film an der Kinokasse überaus erfolgreich war, war eine Fortsetzung mit dem bewährten Team eine reine Formsache.

In „Spiel im Schatten“ kämpft Sherlock Holmes gegen Professor Moriarty (Jared Harris), den „Napoleon des Verbrechens“, wie Holmes ihn durchaus bewundernd nennt. Holmes glaubt, dass die in europäischen Städten stattfindenden Anschläge und Morde nicht von verschiedenen radikalen Gruppen durchgeführt wurden, sondern der Professor der Kopf hinter all den Verbrechen ist. Dummerweise hat Holmes keinen Beweis, sein Freund Dr. Watson will gerade jetzt heiraten und Holmes‘ große Liebe (soweit Holmes überhaupt fähig ist, gegenüber dem anderen Geschlecht Gefühle zu Empfinden) Irene Adler (Rachel McAdams) wurde von Moriarty ermordet. Also stürzt Holmes sich, ohne Rücksicht auf Verluste, ins Abenteuer.

Aber während der erste Sherlock-Holmes-Film von Guy Ritchie noch Respekt vor Doyles Charakter hatte, fährt der Zug in „Spiel im Schatten“, auch wenn das Finale über dem Reichenbachfall spielt und sich Holmes und Moriarty kämpfend in die Fluten des Wasserfalls stürzen (wie wir aus der Holmes-Geschichte „The final problem“ [Sein letzter Fall], die sehr lose als Inspiration diente, wissen), eindeutig von der Deduktion in Richtung Comedy, gewürzt mit viel Action und einigen Guy-Ritchie-Manierismen.

Robert Downey jr. wird als Sherlock Holmes mit dandyhaft wallendem Haar und kunstvoll drapierten Schnittverletzungen und blauen Flecken, auch ohne Frauenkleider (die er im Zug trägt) immer tuntiger. Sein Bruder Mycroft (Stephen Fry!!!) hat seine beste Szene, wenn er nackt vor der frisch vermählten Frau Watson steht, dabei von ihren Reizen gänzlich unbeeindruckt ist und dies in wohlfeine Worte kleidet. Und die Beziehung von Holmes und Watson hat in „Spiel im Schatten“ schon keinen homosexuellen Subtext mehr.

Außerdem verkommt der furchtlos-geniale Detektiv immer wieder zur Lachnummer. Am deutlichsten, wenn er nicht auf einem Pferd reiten will, das mit einem Adrian-Monk-würdigem Satz begründet, daher auf einem Esel reitet und zu seinen Mitreisenden blöde Sprüche macht.

In solchen Momenten hätte man sich von den Machern mehr Respekt vor dem literarischen Charakter gewünscht.

So wird „Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ schnell zu zwei Stunden Remmidemmi um die Jahrhundertwende. Das ist sehr kurzweilig und entsprechend unterhaltsam, wenn man akzeptiert, dass dieser Sherlock-Holmes-Film bis auf einige Spurenelemente nichts mehr mit dem literarischen Sherlock Holmes zu tun hat, sondern eine Buddy-Action-Comedy vor historischer Kulisse ist, bei der die rudimentäre Handlung einfach nur den Film zusammenhält.

Immerhin funktioniert „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ so ausgezeichnet als deftige Zwischenmahlzeit und Appetitanreger für die im Januar in England und später auch bei uns laufende zweite Staffel der BBC-Sherlock-Holmes-Filmserie „Sherlock“ mit Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman als Dr. John Watsn.

Für seinen nächsten Sherlock-Holmes-Film muss Guy Ritchie sich allerdings überleben, ob er wirklich weiter die doch eher banale Action-Comedy-Schiene bedienen will. Eine Rückkehr zum ernsthafteren und werkgetreueren Stil seines ersten Sherlock-Holmes-Film und damit dem literarischen Sherlock Holmes würde mir allerdings besser gefallen.

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Michele Mulroney, Kieran Mulroney

LV: Charakter von Sir Arthur Conan Doyle

mit Robert Downey jr., Jude Law, Jared Harris, Noomi Rapace, Stephen Fry, Eddie Marsan, Rachel McAdams, Kelly Reilly, Geraldine James, Paul Anderson, Thierry Neuvic

Länge: 128 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

Rotten Tomatoes über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

Wikipedia über „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (deutsch, englisch)

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück“ (Sherlock, GB 2010)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. August: Sherlock Holmes: Die Stimme des Terrors/Das Haus des Schreckens/Verhängnisvolle Reise

August 13, 2011

 

3sat, 02.15

Sherlock Holmes: Die Stimme des Terrors (USA 1942, R.: John Rawlings)

Drehbuch: Lynn Riggs, Robert D. Andrews, John Bright

LV: Arthur Conan Doyle: His last bow, 1917

Nachdem die Serie in die Gegenwart verlegt wurde, durfte Holmes auch Nazis bekämpfen; – obwohl hier noch auf eine Geschichte von Doyle Bezug genommen wird.

Mit Basil Rathbone, Nigel Bruce

3sat, 03.20

Sherlock Holmes: Das Haus des Schreckens (USA 1945, R.: Roy William Neill)

Drehbuch: Roy Chanslor

LV: Sir Arthur Conan Doyle: The Adventure of the five Orange Pips (erschienen in Adventures of Sherlock Holmes, 1891)

Die Mitglieder eines Londoner Clubs werden umgebracht. Sherlock Holmes sucht den Täter.

Siebter Krimi der Holmes-Filme des Universal Studios mit Basil Rathbone und Nigel Bruce

3sat, 04.25

Sherlock Holmes: Verhängnisvolle Reise (USA 1943, R.: Roy William Neill)

Drehbuch: Bertram Millhauser, Lynn Riggs

LV: Figur von Sir Arthur Conan Doyle

Holmes bekämpft in Washington Nazi-Spione, die einen Mikrofilm in ihre Hände bekommen wollen. – Jedenfalls im Original. Die erste deutsche Synchronisation machte aus den Nazis normale Gangster, die an eine Arznei ran wollen.

Im Kino lief 1959 ein gekürzter Zusammenschnitt von „Verhängnisvolle Reise“ und „Die Geheimwaffe“ als „Sherlock Holmes in geheimer Mission“.

Unterhaltsamer Universal-Oldie mit Basil Rathbone und Nigel Bruce

Hinweise

Wikipedia über „Sherlock“ (deutsch, englisch)

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte

Bonus – oder noch mehr Sherlock Holmes

 

 


Neu im Kino: Sherlock Holmes

Januar 28, 2010

Sherlock Holmes (Sherlock Holmes, USA 2009)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Guy Ritchie, Mike Johnson

LV: Charakter von Arthur Conan Doyle

Guy Ritchies Version des britischen Meisterdetektivs. Auf den einschlägigen Seiten (wie Crimespree Cinema und The Rap Sheet) sind die Krimifans, die die Holmes-Geschichten gelesen haben, von dieser Version ziemlich begeistert.

Jon Jordan (Crimespree Cinema): I like the movie. I feel it treated the character with respect. The respect came from the screen writers who actually seem to have read some of the Conan Doyle works, Guy Ritchie who seemed to have done the same (…)

One of the factors in my love of this film is the fact that they portray Holmes as a genius. (…) The film also remembers that Holmes can fight, and is capable of action.

Ritchie arbeitet bereits an einem zweiten „Sherlock Holmes“-Film.

mit Robert Downey jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong, Eddie Marsan, Geraldine James, James Fox

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

film-zeit über „Sherlock Holmes“

Drehbuch „Sherlock Holmes“ von Guy Ritchie und Mike Johnson

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Kriminalakte: Panel zu „Sherlock Holmes“ auf der Comic Con

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Thrilling Detective über Sherlock Holmes


Sherlock Holmes und der Fall der „Berliner Literaturkritik“

August 12, 2009

In der Berliner Literaturkritik ist mein, hm, Porträt von Sherlock Holmes erschienen. Der Anlass waren der Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle und das Erscheinen von drei Werken mit Sherlock-Holmes-Geschichten: das von David Ian Davies gelesene Hörbuch „The Adventures of Sherlock Holmes“, die Neuauflage der „Sherlock Holmes Geschichten“ (Diogenes) und die wahrscheinlich Erstauflage von „Sherlock Holmes Kriminalgeschichten“ (dtv). Das erste Buch ist ein reguläres, von Doyle zusammengestelltes Werk. Die letzten beiden sind neue Zusammenstellungen.

Doyle - The Adventures of Sherlock Holmes

The Adventures of Sherlock Holmes“ enthält:

A Scandal in Bohemia

The Red-headed League

A Case of Identity

The Boscombe Valley Mystery

The Five Orange Pips

The Man with the Twisted Lip

The Adventure of the Blue Carbuncle

The Adventure of the Speckled Band

The Adventure of the Enginieer’s Thumb

The Adventure of the Noble Bachelor

The Adventure of the Beryl Coronet

The Adventure of the Copper Beeches

Doyle - Sherlock Holmes Geschichten

Sherlock Holmes Geschichten“ (Diogenes) enthält:

Das gefleckte Band (The Adventure of the Speckled Band, aus The Adventures of Sherlock Holmes)

Der zweite Fleck (The Adventure of the Second Stain, aus The Return of Sherlock Holmes)

Der Mann mit der Narbe (The Man with the Twisted Lip, aus The Adventures of Sherlock Holmes)

Ein Skandal in Böhmen (A Scandal in Bohemia, aus The Adventures of Sherlock Holmes)

Der Bund der Rothaarigen (The Red-Headed League, aus The Adventures of Sherlock Holmes)

Der blaue Karfunkel (The Adventure of the Blue Carbuncle, aus The Adventure of Sherlock Holmes)

Der Teufelsfuß (The Adventure of the Devil’s Foot, aus His Last Bow)

Der Rote Kreis (The adventure of the Red Circle, aus His Last Bow)

Doyle - Sherlock Holmes Kriminalgeschichten

Sherlock Holmes Kriminalgeschichten“ (dtv) Zusammenstellung enthält:

Silberstern (Silver Blaze, aus The Memoirs of Sherlock Holmes)

Das Ritual der Musgrave (The Musgrave Ritual, aus The Memoirs of Sherlock Holmes)

Der Verein der Rothaarigen (The Red-Headed League, aus The Adventures of Sherlock Holmes)

Die Geschichte mit dem zweiten Fleck (The Adventure of the Second Stain, aus The Return of Sherlock Holmes)

Der griechische Dolmetscher (The greek Interpreter, aus The Memoirs of Sherlock Holmes)

Die Geschichte mit dem gesprengelten Bande (The Adventure of the Speckled Band, aus The Adventures of Sherlock Holmes)

Die Geschichte mit der Pappschachtel (The Adventure of the Cardboard Box, aus His Last Bow)


Etwas Kleinholz mit George Pelecanos, James Rollins, Bones, Dexter, Sherlock Holmes, Burn Notice und einigen Überraschungen

Juli 31, 2009

Bei BSC entdeckt: den Mitschnitt einer Lesung von George Pelecanos aus seinem neuen Roman „The Way Home“ und einem begleitenden Konzert von den Pogues. Die Tonqualität ist zwar schauderhaft, aber

Seit Jason Bourne liebt Hollywood Robert Ludlum. Die neueste Meldung ist: Ron Howard wird „The Parsifal Mosaic“ verfilmen. David Self schreibt das Drehbuch.

Das TV probiert’s mal wieder mit Elmore Leonard: „Lawman“ heißt die 13-teilige Serie und Timothy Olyphant wird Marshal Raylan Givens spielen.  Hier ein Foto, hier die Fakten und hier nochmal auf Deutsch.

Eine kleine Ausbeute von der Comic Con (ist irgendwie wie Kindergeburtstag):

Bones (auch in Deutschland beliebt)

Dexter (die zweite Staffel wird bei uns wohl nie gezeigt werden – und in Amiland sind sie schon bei der vierten)

Sherlock Holmes (die Welt muss noch bis Jahresende warten; – das dürfte jetzt der umfangreichste Mitschnitt sein)

Burn Notice (die Amis lieben die Serie; bei uns will Vox die Burn Notice im Herbst ausstellen)

Für seinen Roman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ hat James Rollins kürzlich den Scribe-Award erhalten. In den USA promotet er derzeit seinen neuen Roman „The Doomsday Key“ und natürlich gibt’s von einer Lesung auch einen schönen Mitschnitt:

Eine Neuauflage von Detektiv Rockford?

Das Drehbuch für einen Klassiker: John Michael Hayes: To Catch a Thief (nach dem Roman von David Dodge). Bei uns ist Alfred Hitchcocks Film als „Über den Dächern von Nizza“ bekannt.


TV-Tipp für den 22. Mai: Die Abenteuer des Sherlock Holmes; Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville

Mai 21, 2009

Für unser Geburtstagskind Sir Arthur Conan Doyle bleiben wir etwas länger wach

ZDF, 00.15

Die Abenteuer des Sherlock Holmes (USA 1939, R.: Alfred Werker)

Drehbuch: Edwin Harvey Blum, William A. Drake

LV: Bühnenstück von William Gillette, Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle

Wo sind die Kronjuwelen? Hat Professor Moriarty sie geklaut? Sherlock Holmes sucht sie.

Zweiter Einsatz von Basil Rathbone als Sherlock Holmes und Nigel Bruce als Dr. Watson. Ida Lupino ist bei diesem klassischen Detektivfilm auch dabei.

ZDF, 01.35

Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville (USA 1939, R.: Sidney Lanfield)

Drehbuch: Ernest Pascal

LV: Arthur Conan Doyle: The hound of the Baskervilles, 1902 (Der Hund von Baskerville)

1889, Baskerville Hall: Sir Henry fürchtet um sein Leben und bittet Sherlock Holmes um Hilfe.

Der ämusante Oldie war der erste Film der überaus erfolgreichen Sherlock-Holmes-Reihe von 20th Century Fox mit Basil Rathbone und Nigel Bruce. Die Reihe lief acht Jahre.

Hinweise

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Thrilling Detective über Sherlock Holmes


Kleinkram: „Sherlock Holmes“-Trailer online – und viele Buchempfehlungen

Mai 20, 2009

SHERLOCK HOLMES: Der erste Trailer zur Sherlock-Holmes-Neuinterpretation von Guy Ritchie ist online:

Die-hard-Holmes-Fans dürften an diesem Actionspektakel wenig Freude haben. Für sie erschien vor einigen Tagen das neunstündige Hörbuch „The Adventures of Sherlock Holmes“ (Bertz + Fischer). David Ian Davies liest die erste Sammlung von Holmes-Abenteuern vor. Im Original.

Wer’s lieber übersetzt hat kann sich „Sherlock Holmes Geschichten“ (Diogenes, Neuauflage) oder „Sherlock Holmes Kriminalgeschichten“ (dtv, anscheinend neue Übersetzungen)  schnappen. In beiden Büchern sind mehrere Geschichten mit dem Meisterdetektiv versammelt.

Ich werd mir jetzt den Trailer noch mal ansehen. Nach dem Trailer könnte der Film als Action-Comedy funktionieren.

James Reasoner feiert „The Midnight Room“ von Ed Gorman ab und versteckt in seiner Besprechung diese interessante Betrachtung:

In too many contemporary thrillers, the reader never learns much about the characters beyond what they need to know for the plot. In too much literary fiction, the author provides such an abundance of information about the characters that nothing ever happens; there’s no room for anything else.

John Harvey nennt zwanzig Krimis, die er immer wieder liest. Eine feine Liste.

Der Nerd of Noir ist von Ken Bruens neuem Jack-Taylor-Roman „Sacntuary“ begeistert.


Die Krimibestenliste Juni 2019

Juni 3, 2019

Die Juni-Krimibestenliste der F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur ist draußen:

1. Johannes Groschupf – Berlin Prepper (Platzierung im Vormonat: /)

Suhrkamp, 236 Seiten, 14,95 Euro.

2. Liza Cody – Ballade einer vergessenen Toten (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Martin Grundmann. Ariadne im Argument-Verlag, 416 Seiten, 22 Euro.

3. Kate Atkinson – Deckname Flamingo (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Anette Grube. Droemer 336 Seiten, 19,99 Euro.

4. Christine Lehmann – Die zweite Welt (Platzierung im Vormonat: 6)

Ariadne im Argument-Verlag, 256 Seiten, 13 Euro.

5. Ivy Pochoda – Wonder Valley (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Sabine Roth und Rudolf Hermstein, Ars Vivendi, 400 Seiten, 18 Euro.

6. Harry Bingham – Fiona – Wo die Toten leben (Platzierung im Vormonat: 7)

Aus dem Englischen von Kristof Kurz und Andrea O’Brien. Rowohlt, 526 Seiten, 10 Euro.

7. Graham Moore – Der Mann, der Sherlock Holmes tötete (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Kirsten Riesselmann, Eichborn, 480 Seiten, 22 Euro.

8. Andrew Carmel – Murder Swing (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Susanna Mende. Suhrkamp, 526 Seiten, 9,95 Euro.

9. Joseph Incardona – Asphaltdschungel (Platzierung im Vormonat: 4)

Aus dem Französischen von Lydia Dimitrow. Lenos Polar, 340 Seiten, 22 Euro.

10. Tess Sharpe – River of Violence (Platzierung im Vormonat: 10)

Aus dem Englischen von Beate Schäfer. Bold, 524 Seiten,14,90 Euro.

Einige alte Bekannte (Cody, Atkinson, Lehmann, Bingham), einige Neuzugänge und auf Platz 1 ein Roman, den ich demnächst besprechen werde und, soviel kann schon verraten werden, dessen Spitzenposition mich erstaunt.

Außerdem erstaunt mich, dass Jim Nisbets neuer, verdammt guter Noir „Welt ohne Skrupel“ nicht (noch nicht?) auf der Bestenliste ist. Auch der Roman wird demnächst von mir besprochen.


Neu im Kino/Filmkritik: „Aladdin“, ein Geist aus der Flasche, ein fliegender Teppich und mehr Orient-Klischees als eine Wüste Sandkörner hat

Mai 23, 2019

Das ist kein Guy-Ritchie-Film. Weder einer seiner guten, noch einer seiner schlechten Filme.

Aladdin“ ist ein Disney-Musical für Kinder. Ritchie selbst nennt seinen Film „ein Musical in seiner reinsten traditionellen Form“.

Dummerweise bin ich zwar Musikfan, aber kein Freund von Musicals.

Die Geschichte dürfte bekannt sein. Aladdin (amerikanisiert, bei uns Aladin), ein junger, überaus sympathischer Tagdieb in der irgendwo im Orient liegenden Hafenstadt Agrabah, verliebt sich in die Prinzessin Jasmin, die er zunächst für die Zofe der Prinzessin hält. Er zeigt ihr seine Wohnung mit fabelhaftem Blick über die Stadt.

In der Nacht schleicht er sich in den gut bewachten Hof des Sultans und, nachdem er sich von Jasmin verabschiedet, wird er von der Palastwache erwischt. Der böse Zauberer Jafar, zweiter Mann im Staat mit Ambitionen auf die Herrschaft über das Sultanat, zwingt Aladdin, aus einer Höhle eine besondere Lampe zu stehlen.

Als Aladdin in der Höhle den Staub von der Lampe abreibt, befreit er aus der Wunderlampe den dort seit Ewigkeiten gefangenen Flaschengeist. Dieser Flaschengeist soll Aladdin drei Wünsche erfüllen.

Neben dem altbekannten Märchen basiert Guy Ritchies Film vor allem auf Disneys enorm erfolgreichen Zeichentrickfilm „Aladdin“ (USA 1992). Nur dass jetzt, wie in den letzten Jahren bei vielen anderen Disney-Klassikern, aus dem Trickfilm ein Realfilm wird. Mit viel CGI. Wobei Aladdins Flüge mit dem Fliegenden Teppich erstaunlich schlecht animiert sind. Die Lieder von Disney-Komponist Alan Menken wurden von dem 1992er „Aladdin“ übernommen, neu eingespielt und um den neuen Song „Speechless“ ergänzt.

Um dem Vorwurf des White-Washing zu begegnen, wurden die verschiedenen Rollen mit Menschen besetzt, die mehr oder weniger aus dem Orient kommen oder entsprechende Vorfahren haben. Am Ende ist „Aladdin“ der diversest besetzte Film in der Geschichte Disneys. Bis auf Will Smith, der den meistens computeranimierten, ständig gut gelaunten, nervigen, blauen Flaschengeist spielt, sind die anderen Schauspieler weitgehend unbekannt. Aber durchgehend liebenswert.

Auf die sattsam bekannten Orient-Klischees wurde allerdings nicht verzichtet. „Aladdin“ sieht wie einer dieser „Geschichten aus 1001 Nacht“-Filme aus den vierziger Jahren aus. Alles ist bunt. Alles entspricht dem Klischeebild des Westens vom Orient. Nichts davon hat etwas mit der Realität zu tun.

In einem neuen Film ist ein so altmodisches Klischee-Orient-Bild einfach nur ärgerlich. Denn das in „Aladdin“ vermittelte Fantasie-Orientbild ist für Kinder das erste Bild, das sie vom Orient erhalten.

Für Erwachsene ist dann erstaunlich, wie mühelos man den Kampf zwischen dem bösen, machtgierigen Zauberer und dem edlen Aladdin tagespolitisch interpretieren kann. Jafar hat aufgrund seiner Herkunft keinen Anspruch auf den Thron, aber er ist machtgeil, skrupellos und er will überkommene Traditionen und einen schwachen, Kriegen abgeneigten Sultan beseitigen. Jafar will Agrabah zu einem Staat machen, der sich nicht von anderen ausbeuten lässt, der stark ist und über andere dominiert. Notfalls mit Gewalt und Abschottung. Das ist das Bild, das Donald Trump von sich inszeniert; auch wenn es mit seiner Vita nichts zu tun hat. Jasmin, die Tochter des Sultans und Thronfolgerin, will dagegen auf ihr Volk hören, weshalb sie sich immer wieder unter unerkannt unter die normalen Leute mischt, und sie will das Land reformieren. Da ist Alexandria Ocasio-Cortez nicht weit weg. Auch wenn sie erst nach dem Ende der Dreharbeiten, die von August 2017 bis Januar 2018 waren, die politische Bühne betrat.

Der nicht nach Macht strebende Aladdin will als Mann von der Straße nur das Herz der Prinzessin erobern. Im Gegensatz zu einem Wähler muss er nicht mehr von ihren Ansichten überzeugt werden. Er steht auch nicht vor der Frage, ob er Jasmins oder Jafars Pläne für das Königreich besser findet.

Und der Sultan steht, wenn wir in dem Bild bleiben, für die republikanische Partei, die dem Bösewicht keinen Widerstand entgegensetzt.

Aber wahrscheinlich ist das eine hemmungslose Überinterpretation. Denn letztendlich ist „Aladdin“ ein buntes Nichts.

Aladdin (Aladdin, USA 2019)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: John August, Guy Ritchie

mit Will Smith, Mena Massoud, Naomi Scott, Marwan Kenzari, Navid Negahban, Numan Acar, Nasim Pedrad, Billy Magnussen

Länge: 129 Minuten (Wer hat noch einmal behauptet, Kinder könnten heute keine fünf Minuten mehr still sitzen?)

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Aladdin“

Metacritic über „Aladdin“

Rotten Tomatoes über „Aladdin“

Wikipedia über „Aladdin“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „King Arthur: Legend of the Sword“ (King Arthur: Legend of the Sword, USA/Australien 2017)


TV-Tipp für den 15. Dezember: Sherlock: Die Braut des Grauens

Dezember 15, 2018

3sat, 22.30

Sherlock: Die Braut des Grauens (Sherlock: The Abominable Bride, Großbritannien 2016)

Regie: Douglas Mackinnon

Drehbuch: Mark Gatiss, Steven Moffat

Um die Wartezeit zwischen der dritten und vierten „Sherlock“-Staffel (in einigen Tagen im Original, in einigen Monaten in Deutschland zu sehen) zu verkürzen, schrieben die beiden „Sherlock“-Erfinder Mark Gatiss und Steven Moffat ein am Neujahrstag in England ausgestrahltes „Special“, das von zwölf Millionen Zuschauern gesehen wurde und Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und Dr. John Watson (Martin Freeman) ins viktorianische London führt. Also die Zeit, in der die von Sir Arthur Conan Doyle geschriebenen Sherlock-Holmes-Geschichten spielen.

Inspektor Lestrade bittet Holmes in einem schwierigen Fall um Hilfe: Emilia Ricoletti, die titelgebende Braut des Grauens, hat sich am helllichten Tag in aller Öffentlichkeit erschossen. Einige Stunden später bringt sie, obwohl ihre Leiche im Leichenschauhaus liegt, ihren Mann um.

Der Fall wird noch mysteriöser, weil die tote Emilia Ricoletti fortan weitere Morde verübt haben soll. Nur, und ist sich Sherlock Holmes sicher, Geister gibt es nicht und Emilia Ricoletti ist tot.

Und dann taucht auch noch Professor Moriarty in der Wohnung von Sherlock Holmes auf.

Nach der enttäuschenden dritten „Sherlock“-Staffel, die zwar gute Zuschauerquoten hatte, sich aber zu sehr auf die Hauptcharaktere und ihre Befindlichkeiten konzentrierte, während die Fälle noch nicht einmal als Nebensache wichtig und erinnerungswürdig waren, ist „Die Braut des Grauens“ eine wohltuende Rückkehr zu einem starken Fall, garniert mit vielen Anspielungen auf die vorherigen „Sherlock“-Filme (auch weil alle bekannten und wichtigen Charaktere, teils in veränderter Erscheinung, auftreten) und einem herrlichen Spiel zwischen Fakt und Fiktion und zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Denn obwohl „Die Braut des Grauens“ im viktorianischen London spielt, schließt sie auch unmittelbar an „Sein letzter Schwur“, die letzte Folge der dritten „Sherlock“-Staffel an.

Und die einfallsreiche Regie tut ihren Teil dazu.

Absolut sehenswert! Für alte „Sherlock“-Fans und auch für neue „Sherlock“-Fans, die allerdings etwas verunsichert von den vielen eingestreuten Anspielungen und dem wilden Spiel mit und im Holmes-Kosmos sein könnten.

Die vierte Staffel war dann wieder gelungener.

Mit Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Una Stubbs, Rupert Graves, Mark Gatiss, Andrew Scott, Louise Brealey, Amanda Abbington, Jonathan Aris, Catherine McCormack, Tim McInnerny, Natasha O’Keeffe

Hinweise

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes – Seine Abschiedsvorstellung“ (His last Bow, 1917)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Meine Besprechung von Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (Fran Holmes till Sherlock, 2013)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von “Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2″ (Sherlock, GB 2012)

Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Meine Besprechung von „Sherlock: Die Braut des Grauens“ (Sherlock: The Abominable Bride, Großbritannien 2016)

Mein Hinweis auf „“Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 4“ (Sherlock, GB 2017)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. Juni: The Lost World

Juni 4, 2018

Arte, 00.15

The Lost World (The Lost World, USA 1925)

Regie: Harry Hoyt

Drehbuch: Marion Fairfax

LV: Sir Arthur Conan Doyle: The Lost World, 19112 (Die verlorene Welt)

Vor „Jurassic Park“ gab es „The Lost World“: eine von Sherlock-Holmes Erfinder Sir Arthur Conan Doyle ersonnene Welt im Amazonas, wo es noch Dinosaurier gibt. Als Professor davon erfährt, macht er sich mit einer Gruppe Abenteurer auf den Weg in den nicht erforschten Dschungel.

Ein Klassiker des Stummfilms, des Monsterfilms und ein Erlebnis für Fans von Trickfilmen. Sie alle werden beeindruckt sein von dem damaligen, stilprägenden Hit.

Willis H. O’Brien und Marcel Delgado fertigten über fünfzig Tierfiguren an, die mit dem Stop-Motion-Verfahren zum Leben erweckt wurden.

Arte zeigt die restaurierte und um fehlende Szenen ergänzte Fassung des Films, die 2016 erneut digitalisiert wurde.

Mit Wallace Beery, Bessie Love, Lloyd Hughes, Lewis Stone, Arthur Hoyt

auch bekannt als „Die verlorene Welt“

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Lost World“

Wikipedia über „The Lost World“ (deutsch, englisch)

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Meine Besprechung von Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (Fran Holmes till Sherlock, 2013)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von “Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2″ (Sherlock, GB 2012)

Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Mein Hinweis auf „“Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 4“ (Sherlock, GB 2017)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


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