TV-Tipp für den 7. Dezember: Catch me if you can (+ Buchtipp: Georg Seeßlen: Steven Spielberg und seine Filme)

Dezember 7, 2016

Kabel 1, 20.15

Catch me if you can (USA 2002, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Jeff Nathanson

LV: Frank Abagnale (mit Stan Redding): Catch me if you can: The Amazing True Story of the Youngest and Most Daring Con Man in the History of Fun and Profit, 1980 (Mein Leben auf der Flucht, Catch me if you can)

Spielberg erzählt kurzweilig die wahre Geschichte des Hochstaplers Frank Abagnale. Der Film „ist eine swingende, schwerelose Krimikomödie, die durch Tempo, Charme und Verspieltheit überzeugt.“ (Berliner Zeitung, 30. Januar 2003)

Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Christopher Walken, Martin Sheen, Nathalie Baye, James Brolin, Jennifer Garner

Wiederholung: Donnerstag, 8. Dezember, 01.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über “Catch me if you can” (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Catch me if you can”

History vs. Hollywood überprüft den Wahrheitsgehalt der Hochstaplergeschichte

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Bonushinweis

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Am 18. Dezember wird Steven Spielberg siebzig Jahre. Für die TV-Sender ist das natürlich ein hochwillkommener Anlass, wieder einmal, eine Auswahl seiner bekannten Filme zu zeigen, wie „A. I. – Künstliche Intelligenz“ (Kabel 1, 8. Dezember, 20.15 Uhr), „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (Kabel 1, 12. Dezember, 20.15 Uhr), „Der Soldat James Ryan“ (Kabel 1, 12. Dezember, 22.35 Uhr), „Minority Report“ (Kabel 1, 14. Dezember, 20.15 Uhr), „Die Farbe Lila“ (Kabel 1, 15. Dezember, 20.15 Uhr), „Sugarland Express“ (ZDF, 18. Dezember, 01.45 Uhr) und „Terminal“ (Kabel 1, 21. Dezember, 20.15 Uhr).

Den Filmgenuss kann und sollte man mit Georg Seeßlens „Steven Spielberg und seine Filme“ vervollständigen. In der brandaktuellen Neuauflage seines Buches beschäftigt er sich, gewohnt wortgewaltig, gewohnt kundig, auf gut dreihundert, mit einigen Fotos illustrierten, engbedruckten Seiten mit all seinen Filmen von den Anfängen beim Fernsehen bis hin zum „Big Friendly Giant“. Er ordnet sie ein, stellt Querverbindungen her und lädt zum wiederholten Sehen der Filme ein.

Georg Seeßlen Steven Spielberg und seine Filme

(2., überarbeitete und aktualisierte Auflage)

Schüren Verlag, 2016

304 Seiten

29,90 Euro

Hinweise

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „George A. Romero und seine Filme“(2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Detektive (Grundlagen des populären Films)“ (2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Western (Grundlagen des populären Films)“ (2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Abenteuer (Grundlagen des populären Films)“ (2011)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Thriller (Grundlagen des populären Films“ (2013)


Neu im Kino/Filmkritik: Über Steven Spielbergs Roald-Dahl-Verfilmung „BFG – Big Friendly Giant“

Juli 22, 2016

Ab und an, erstaunlich selten für seinen Ruf, dreht Steven Spielberg einen richtigen Kinderfilm; wie jetzt in seinem erstem Walt-Disney-Film. „BFG – Big Friendly Giant“ über die Freundschaft zwischen einem Waisenmädchen und einem Riesen. Einem freundlichem Riesen, der in einer seltsamen Sprache spricht und Träume sammelt und verteilt.

Der Film basiert auf dem Kinderbuch „Sophiechen und der Riese“ von Roald Dahl, das 1985 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Es war – Dahl starb 1990 – seine Lieblingsgeschichte und bevor er sie aufschrieb, erzählte er sie seinen Kindern und Enkeln. Es ist eine kurze, schlichte Geschichte in der ein Mädchen von einem Riesen entführt wird, nachdem es ihn in der Nacht gesehen hat. Schnell befreundet sich Sophiechen mit ihm und erfährt, dass es noch andere Riesen gibt, die vor allem Kinder fressen und die sich wie Schulhofhalbstarke benehmen. Mit dem BFG (Big Friendly Giant) oder, in der deutschen Übersetzung, dem GuRie (Der gute Riese) will sie alle Kinder vor den Menschenfressern retten. Dafür benötigt sie die Hilfe der Queen – und das Frühstück von Sophie und dem Riesen bei der Queen ist im Roman und im Film ein humoristischer Höhepunkt. „Sophiechen und der Riese“ ist auch ein sehr dialoglastiges Buch mit sehr wenigen Beschreibungen. Das meiste wird der Fantasie der jungen Leseratten überlassen.

Für einen Spielfilm ist Dahls Buch, eher eine kurzweilige Ansammlung von Episoden und oft sehr witzigen Dialogen und Wortspielen, allerdings zu kurz geraten. Einige der Dialoge, etwa wenn der BFG sich über die Essgewohnheiten der anderen Riesen auslässt sind für einen Kinderfilm nicht so geeignet.

Die 2015 verstorbene Melissa Mathison, die für Spielberg bereits „E. T. – Der Außerirdische“ (USA 1982) schrieb, musste den Roman zu einem Spielfilm aufpeppen und der Vorlage treu bleiben. So folgt die Verfilmung der Vorlage, baut sie allerdings immer wieder aus, was Steven Spielberg die Gelegenheit gibt, in Bildern und Actionszenen zu schwelgen. Das beginnt schon in den ersten Minuten, wenn Sophie (Sophiechen in der deutschen Übersetzung) von dem Riesen entführt wird und sie sich kurz darauf in der Höhle des Riesen zuerst vor ihm verstecken will (Indiana Jones wäre stolz auf sie) und anschließend vor den bösen Riesen, die durch die Wohnung des BFG randalieren, verstecken muss. Sie tut es in einer Kotzgurke. Die schmecken, in den Worten des BFG, „nach Hurgelgurgel und Würgelrülps“.

Schon in diesen Minuten fällt auf, wie gut das Zusammenspiel von Mark Rylance, der den guten Riesen spielt, und Ruby Barnhill, die die zehnjährige Sophie spielt, ist und wie nahtlos die Verbindung zwischen realen und digital bearbeiteten Bildern ist. Fast nie hat man den Eindruck, dass hier Bilder zusammengefügt wurden. Denn selbstverständlich ist Rylance keine sieben Meter groß und die Schauspieler der anderen, noch größeren Riesen sind auch keine zwölf bis sechzehn Meter groß. Aber die gezeigte Welt ist bis ins letzte Detail stimmig.

Das gefällt, auch wenn die Filmgeschichte immer noch sehr episodisch ist und es eigentlich keinen Konflikt und damit keine Spannung gibt. Denn die Idee, wie die Riesen besiegt werden können, kommt aus heiterem Himmel, die Queen ist sofort überzeugt und der Kampf gegen die Menschenfresser-Riesen ist schnell vorbei.

Es ist auch ein Film, der sich gezielt an Kinder richtet. Die dürften verzaubert sein. Jugendliche und Erwachsene werden sich da, im Gegensatz zu „E. T.“, konsequent unterfordert fühlen.

BFG - Big Friendly Giant - Plakat

BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Melissa Mathison

LV: Roald Dahl: The BFG, 1982 (Sophiechen und der Riese; BFG – Big Friendly Giant)

mit Mark Rylance, Ruby Barnhill, Penelope Wilton, Jermaine Clement, Rebecca Hall, Rafe Spall, Bill Hader

Länge: 117 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Die Vorlage

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Zum Filmstart erschien Roald Dahls „Sophiechen und der Riese“ unter dem Filmtitel, mit dem Teaser-Filmplakat als Titelbild und einigen Filmfotos, die nichts von der Bildgewalt des Films verraten.

Lesenswert!

Roald Dahl: BFG – Big Friendly Giant

(übersetzt von Adam Quidam, mit Zeichnungen von Quentin Blake)

Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2016

256 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Sophiechen und der Riese

Rowohlt Verlag, 1984

Originalausgabe

The BFG

Jonathan Cape, London, 1982

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „BFG – Big Friendly Giant“

Metacritic über „BFG – Big Friendly Giant“

Rotten Tomatoes über „BFG – Big Friendly Giant“

Wikipedia über „BFG – Big Friendly Giant“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Homepage von Roald Dahl

Wikipedia über Roald Dahl (deutsch, englisch)

„Behind the Scenes“-Interview mit Steven Spielberg

Die Cannes-Pressekonferenz


Neu im Kino/Filmkritik: Steven Spielbergs hochgejubelter Langweiler „Lincoln“

Januar 25, 2013

Vielleicht gibt es irgendwann eine längere Fassung, die alle Probleme von Steven Spielbergs Biopic „Lincoln“ beseitigt. Vielleicht hilft die Einleitung, die es jetzt außerhalb der USA für den Film geben soll. Oder man wirft vor dem Kinobesuch einen Blick in die einschlägigen Geschichtsbücher oder, wenn es schnell gehen soll, liest bei Wikipedia vor allem die Einträge zu Abraham Lincoln, Bürgerkrieg und dem 13. Verfassungszusatz durch. Dann weiß man schon in groben Zügen, was in dem Biopic über die letzten vier Monate im Leben von Abraham Lincoln, unter besonderer Berücksichtigung des Januar 1865, geschah und hat vielleicht einen anderen Blick auf dieses hochkarätig besetzte und schon jetzt mit Nominierungen überschüttete Werk.

Aber bis dahin kann ich nur über die Version von „Lincoln“ sprechen, die ich – gottseidank – in der deutschen Fassung gesehen haben. Denn sonst wäre ich wahrscheinlich, vollkommen verwirrt von den vielen Politikern, die mir nichts sagten, ihren endlosen Diskussion über verschiedene Parteigrenzen hinweg (Republikaner? Demokraten? Konföderierte? Abolitionisten? Whatthefuck?) über ein anscheinend superwichtiges Gesetz von dem ich noch nie gehört habe, und Abraham Lincolns (Daniel Day-Lewis) problematischer Beziehung zu seiner Frau Mary Todd (Sally Field) und seinem Sohn Robert (Joseph Gordon-Levitt), der unbedingt in den Krieg ziehen möchte, schnell sanft entschlummert. Es dauert jedenfalls sehr lange, bis deutlich wird, dass „Lincoln“ erzählen möchte, wie es in der Endphase des Bürgerkriegs dem US-Präsidenten, auch indem er die Verfassung dehnte und vielleicht sogar überschritt (jedenfalls sagt Lincoln das einmal, aber ob das so ist, kann ich nicht beurteilen), innerhalb eines Monats gelang, während der er auch alle Bemühungen für einen Friedensschluss zwischen den Nord- und Südstaaten blockierte, eine Mehrheit für die Abstimmung im Kongress am 31. Januar 1865 beschaffen zu lassen für jenen 13. Zusatzartikel zur Verfassung, der die Sklaverei abschaffte.

Und einiges von der Hinterzimmerpolitik ist dann auch durchaus interessant. Aber in den über 145 Sprechrollen gehen auch potentiell interessante Charaktere und ihre Probleme unter. So ist Thaddeus Stevens (Tommy Lee Jones), der als mächtiger Abgeordneter für die Abschaffung der Sklaverei streitet, eine interessante Figur, die aber in dem Film zu wenig Raum bekommt. Oder die von Lincolns Außenminister William Henry Seward (David Strathairn) engagierten drei Problemlöser (John Hawkes, James Spader, Tim Blake Nelson), die mit Geld und Posten Wackelkandidaten überzeugen sollen. Selbstverständlich darf es zwischen ihnen und Lincoln keine Verbindung geben. Oder die vielen Abgeordneten, die für die notwendige verfassungsändernde Mehrheit überzeugt werden sollen, entgegen ihrer Überzeugung und der Parteilinie abzustimmen. Das wären echte Konflikte, die einen, wie in „Schindlers Liste“, in die Geschichte involviert hätten.

Aber nein. Für diese Charaktere und ihre Konflikte ist keine Zeit vorhanden, weil Abraham Lincoln als Märchenonkel wieder einmal eine Geschichte erzählen darf und wir verbringen dann viel zu viel Zeit mit der uninteressantesten Figur des gesamten Films. Denn Lincoln will nur die Sklaverei endgültig abschaffen, zweifelt nie daran, lässt andere Leute die Arbeit erledigen und sogar bei der Abstimmung ist er nicht dabei. Er sitzt im Weißen Haus und wartet auf das Ergebnis, während wir zusehen, wie irgendwelche Männer dem Verfassungszusatz zustimmen oder ihn ablehnen.

Das will dramatisch sein, aber gerade im Vergleich mit „Hannah Arendt“ (Sehbefehl!) ist „Lincoln“ nur bieder-staubiges, humorlos-ernsthaftes, kammerspielartiges Schulfernsehen, das an seiner Bedeutungsschwere erstickt und einen ohne historisches Hintergrundwissen gelangweilt-ratlos zurück lässt.

Lincoln - Plakat mit Oscar

Lincoln (Lincoln, USA 2012)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Tony Kushner

LV: Doris Kearns Goodwin: Team of Rivals: The political Genius of Abraham Lincoln, 2005

mit Daniel Day-Lewis, Sally Field, David Strathairn, Tommy Lee Jones, Joseph Gordon-Levitt, James Spader, Hal Holbrook, John Hawkes, Jackie Earle Haley, Bruce McGill, Tim Blake Nelson , Jared Harris, Gloria Reuben, Walton Goggins , David Oyelowo, Lukas Haas, Gregory Itzin, S. Epatha Merkerson

Länge: 151 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Lincoln“

Metacritic über „Lincoln“

Rotten Tomatoes über „Lincoln“

Wikipedia über „Lincoln“ (deutsch, englisch)


Ein fast zweistündiges Gespräch mit Steven Spielberg

Juli 11, 2011

Die Directors Guild of America (DGA) feiert ihren 75. Geburtstag und am 11. Juni 2011 stand im DGA Theater in Los Angeles ein Abend mit und über Steven Spielberg auf dem Programm. Michael Apted führte durch den Abend und James Cameron und J. J. Abrams (dessen neuen Film „Super 8“ [Kritik gibt’s zum Kinostart] Spielberg produzierte) waren auch auf der Bühne.

Hier geht’s zum Mitschnitt.

Viel Spaß!


TV-Tipp für den 9. Juli: Unheimiche Begegnung der dritten Art

Juli 8, 2020

ZDF neo, 21.55

Unheimliche Begegnung der dritten Art (Close Encounters of the third kind, USA 1977)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Steven Spielberg

Unglaublich: Anscheinend sind Außerirdische auf der Erde gelandet und sie sind überhaupt nicht böse. Jedenfalls interpretiert Normalbürger Roy Neary die Zeichen so und er macht sich auf die Suche nach ihnen.

Inzwischen ein Science-Fiction-Klassiker.

mit Richard Dreyfuss, Francois Truffaut, Teri Garr, Melinda Dillon, Bob Balaban, Lance Henriksen

Wiederholung: Freitag, 10. Juli, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“

Wikipedia über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 5. Mai: Schindlers Liste

Mai 4, 2020

Kabel 1, 20.15

Schindlers Liste (Schindler’s List, USA 1993)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Steven Zaillian

LV: Thomas Keneally: Schindler’s Ark, 1982 (später Schindler’s List) (Schindlers Liste)

Holocaustdrama über den deutschen Industriellen Oskar Schindler, der in Polen über 1100 Juden vor den Vernichtungslagern rettete, indem er sie als Zwangsarbeiter rekrutierte und dabei alles riskierte.

„in jeder Hinsicht bemerkenswert und legt eine künstlerische Strenge und ein unsentimentales Verständnis an den Tag, das es von allen bisherigen Filmen des Regisseurs abhebt. (…) Trotz seiner Länge von über drei Stunden bewegt sich der Film schnell voran und ist keine Minute zu lang für die Geschichte, die er erzählt, und die Menge von Informationen, die er vermittelt.“ (Todd McCarthy, Variety)

Steven Spielberg zum Kinostart der restaurierten Fassung im Januar 2019: „Es ist schwer zu glauben, dass es 25 Jahre her ist, seit ‚Schindlers Liste‘ in die Kinos kam. Die wahren Geschichten über das Ausmaß und die Tragödie des Holocaust dürfen nie vergessen werden, und die Lehren des Films über die entscheidende Bedeutung der Bekämpfung des Hasses hallen auch heute noch nach. Ich fühle mich geehrt, dass das Publikum die Reise noch einmal auf der großen Leinwand erleben kann.“

mit Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes, Caroline Goodall, Jonathan Sagalle, Embeth Davidtz

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Schindlers Liste“

Wikipedia über „Schindlers Liste“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Notizzettel

April 30, 2020

Mittagessen, Plan für die nächsten Tage:

Kartoffeln mit Möhren, Tomaten und Zwiebeln

Möhren mit Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln

Tomaten mit Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln

Zwiebeln mit Tomaten, Möhren und Kartoffeln

Reste vom Vortag

Reste davon, garniert mit einem Ei.

Na, das ist doch abwechslungsreicher als Nudeln, Nudeln, Nudeln.

Einkaufzettel – hat Zeit. Geschäfte sind eh geschlossen.Computerzubehör ist zu teuer und der Vorrat an Büchern und Filmen reicht.

Endlich den Text mit den vielen Leseempfehlungen fertig schreiben. Versprochen.

Meine kleine Pier-Paolo-Pasolini-Werkschau abgeschlossen. Ohne „Die 120 Tage von Sodom“. Den Film muss ich wirklich nicht zweimal sehen; – außerdem sollte man den Film mit Publikum sehen und beobachten, wie die Zuschauer fluchtartig den Saal verlassen.

Und jetzt?

Federico Fellini

John Cassavetes („Ich mache gern schwierige Filme, bei denen die Leute schreiend rauslaufen. Ich bin schließlich nicht in der Unterhaltungsbranche.“)

Werner Herzog

Spike Lee

Jim Jarmusch

Alfred Hitchcock

Stanley Kubrick (ohne „Shining“. Den habe ich als Vorbereitung für „Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen“ wieder gesehen.)

Martin Scorsese

Francis Ford Coppola (zum Beispiel die „Der Pate“-Trilogie; „Apocalypse Now“ habe ich ja kürzlich wieder im Kino gesehen)

Steven Spielberg (alles außer Indiana Jones. Die Filme habe ich erst kürzlich gesehen)

Und dann gibt es noch einige Filme, die ich aus dem einen oder anderen Grund bislang nicht gesehen habe. Wie Roman Polanskis Kostümdrama „Tess“, weil ich Kostümfilme prinzipiell langweilig finde. Vor allem wenn sie länger als zwei Stunden sind.

Arte-Mediathek durchgucken. Da sind im Moment einige alte Filme von Alfred Hitchcock (Gestern die erste Version von „Der Mann, der zuviel wusste“ im untertitelten Original gesehen), einiges von Eric Rohmer, Jacques Rivettes vierstündiges Drama „Die schöne Querulantin“ und, zum Entspannen, „Bugsy Malone“ (Warum wird der eigentlich nie im TV gezeigt?) oder der Ed-Wood-Klassiker „Plan 9 aus dem Weltall“, der besser als sein „schlechtester Film aller Zeiten“-Ruf ist. Danach kann ich mir die beiden anderen Ed-Wood-Filme aus der Mediathek ansehen. Denn zu viel des Schlechten ist wunderbar.

Danach zum Arsenal. Die öffnen ihr Archiv und bieten auch begleitende Gespräche zu den Filmen an.


TV-Tipp für den 26. Februar: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Februar 25, 2020

Kabel Eins.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the last crusade, USA 1989)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas, Menno Meyjes

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Und es gibt, selbstverständlich, Action satt.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Donnerstag, 27. Februar, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des vierten Indiana-Jones-Films “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the Kingdom of the Skull, USA 2008) und des darauf basierenden, wesentlich gelungeneren „Roman zum Film“ von James Rollins

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. Dezember: E. T. – Der Außerirdische

Dezember 26, 2019

ZDFneo, 21.35

E. T. – Der Außerirdische (E. T. – The Extreterrestrial, USA 1982)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Melissa Mathison

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände strandet der knuddelige Außerirdische E. T. in einer kalifornischen Kleinstadt. Der junge Elliott und seine Freunde wollen ihm helfen, während die Erwachsenen den Außerirdische jagen.

Der heute immer noch gern gesehene Science-Fiction-Film (?, Kinderfilm?) war ein weltweiter Kassenhit. Es ist einer der wenigen SF-Filme, in denen der Außerirdische keine Bedrohung, sondern eine kindliche, verlorene, gutmütige Seele ist, die nur nach Hause will.

Variety schrieb: „’E. T. – Der Außerirdische‘ ist vielleicht der beste Disney-Film, den Disney nie gedreht hat.“

Für mich ist E. T. der emotionalste Film, den ich gemacht habe. Und das ist kein Zufall. Er drückt aus, was ich selbst tief im Inneren gefühlt habe. (…) E. T. stellt für mich die Quintessenz meiner Kindheit dar und zugleich ihr Ende.“ (Steven Spielberg)

mit Henry Thomas, Drew Barrymore, Dee Wallace, Peter Coyote, Robert McNaughton

Hinweise

Rotten Tomatoes über „E. T. – Der Außerirdische“

Wikipedia über „E. T. – Der Außerirdische“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 1. November: Minority Report

Oktober 31, 2019

RTL II, 21.55

Minority Report (Minority Report, USA 2002)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Scott Frank, Jon Cohen

LV: Philip K. Dick: The Minority Report, 1956 (erstmals erschienen in Fantastic Universe, Januar 1956, Der Minderheiten-Bericht, Kurzgeschichte)

Schöne neue Welt: 2054 werden in Washington, D. C., Verbrecher bereits vor der Tat, aufgrund der Prognose von Precogs, verhaftet. Ein perfektes System, bis die Precogs sagen, dass der Polizist John Anderton bald einen Mann, den er überhaupt nicht kennt, umbringen wird. Anderton glaubt nicht an die Prognose. Er flüchtet und versucht herauszufinden, warum er zum Mörder werden soll.

Guter, etwas zu lang geratener Science-Fiction-Thriller, der für den Bram-Stoker-, Nebula- und Hugo-Preis nominiert war und den Saturn-Preis erhielt.

mit Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton, Max von Sydow, Lois Smith, Peter Stormare, Frank Grillo

Wiederholung: Samstag, 2. November, 04.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Minority Report“

Wikipedia über „Minority Report“ (deutsch, englisch)

Homepage von Philip K. Dick

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


„Cold Storage – Es tötet“ David Koepp; – wenn er keine Lösung hat

Oktober 15, 2019

Cineasten kennen David Koepp als Drehbuchautor von Filmen wie „Jurassic Park“, „Mission: Impossible“, „Spiel auf Zeit“, „Panic Room“, „Spider-Man“ (die Raimi-Version), „Krieg der Welten“, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, „Illuminati“ und „Inferno“. Hochkarätig besetzte Blockbuster, die von Könnern wie Steven Spielberg, David Fincher, Brian De Palma, Ron Howard und Sam Raimi inszeniert wurden.

Koepp inszenierte auch, meistens nach eigenen Drehbüchern, einige deutlich niedriger budgetierte Filme wie „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“, „Das geheime Fenster“, „Premium Rush“ und zuletzt die misslungene Gaunerkomödie „Mortdecai – Der Teilzeitgauner“.

Jetzt veröffentlichte er sein Romandebüt. Auf dem Klappentext lobt keiner der Regisseure, mit denen er teilweise mehrmals zusammen arbeitete, sondern Steven Soderbergh den Roman. Das ist insofern bemerkenswert, weil Soderbergh und Koepp noch nicht zusammen arbeiteten. Und Soderbergh trotz kommerziell sehr erfolgreicher Filme, wie den „Ocean’s Eleven“-Filmen, und dem Virus-Thriller „Contagion“ nicht für Blockbuster-Kino bekannt ist.

Das steigert schon einmal meine Aufmerksamkeit. Und mit 336 Seiten ist der Roman sympathisch kurz. Denn diese Wissenschaftsthriller, in denen tödliche Viren auf die Menschheit losgelassen werden, haben die Tendenz, nicht vor mindestens fünfhundert, eher sechshundert Seiten zu stoppen.

Schon die ersten Seiten zeigen, dass Koepp sein Handwerk versteht.

1987 sichern Roberto Diaz und Trini Romano im australischen Outback eine besonders aggressive Form eines parasitischen Pilzes. Bis auf eine kleine Probe wird der Organismus vernichtet.

Diese Probe wird im sehr gut gesicherten vierten Untergeschoss einer militärischen Anlage in Missouri in den Atchison-Minen neunzig Meter unter der Erde gelagert. Später wird das Gebäude verkauft und zu einem Self-Storage-Lagergebäude umfunktioniert. Der Cordyceps novus wird vergessen.

Im März 2019 bemerken die beiden Mittzwanziger Teacake und Naomi während ihrer stinklangweiligen Nachtschicht ein Geräusch. Sie gehen dem Piepen nach. Zuerst entdecken sie hinter einer dünnen Gipswand eine Schaltzentrale, die ihnen den Ursprung des Piepens verrät. Im ihnen bislang vollkommen unbekannten vierten Untergeschoss gibt es ein Problem.

Während sie, jung und abenteuerlustig wie sie sind, dem Problem auf den Grund gehen und dabei das emsig wuchernde Cordyceps novus entdecken, ist die Kavallerie schon auf dem Weg. Sie besteht aus Roberto Diaz, der inzwischen ein 68-jähriger pensionierter Soldat ist.

Bis dahin müssen sie gegen den todbringenden Pilz und von ihm befallene Personen kämpfen.

Cold Storage – Es tötet“ liest sich wie ein gelungener Filmroman. Die Handlung bewegt sich mit jeder Seite fort. Souverän und die Spannung kontinuierlich steigernd wird zwischen den verschiedenen Handlungssträngen gewechselt. Dabei konzentriert Koepp sich auf wenige, sparsam, aber ausreichend charakterisierte Figuren. Jede dieser Figuren hat eine wichtige Rolle in der Geschichte. Außerdem haben alle Figuren kurze, unterschiedliche und einprägsame Namen. Das ist die hier gut angewandte Formel für einen echten Pageturner, den man, wenn man zwei Koepp-Filme nennen will, als eine spannende Variante von „Jurassic Park“ und „Panic Room“ bezeichnen kann. Wobei „Cold Storage – Es tötet“ natürlich einige andere Ideen und überraschende Wendungen hat.

Die Filmrechte sind bereits verkauft. In den richtigen Händen wird kann die Geschichte zu einem hoch spannenden, fast nur an einem Ort spielendem Horrorthriller werden.

David Koepp: Cold Storage – Es tötet

(übersetzt von Oliver Hoffmann)

HarperCollins, 2019

336 Seiten

14 Euro

Originalausgabe

Cold Storage

Ecco/HarperCollins Publishers, 2019

Hinweise

Wikipedia über David Koepp (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von David Koepps „Mortdecai – Der Teilzeitgauner“ (Mortdecai, USA 2015)


TV-Tipp für den 16. Juni: Sully

Juni 15, 2019

Sat.1, 20.15

Sully (Sully, USA 2016)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Todd Komarnicki

LV: Chesley Sullenberger/Jeffrey Zaslow: Highest Duty, 2009 (Man muss kein Held sein; Sully: Das Wunder vom Hudson)

Sehenswertes Biopic über Captain Chesley ‚Sully‘ Sullenberger, der am 15. Januar 2009 sein Passagierflugzeug kurz nach dem Start auf dem Hudson River notlanden musste. Die fast unmögliche Notladung gelang. Alle Passagiere konnten gerettet werden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Anschließend zeigt Sat.1 um 22.05 Uhr einen weiteren sehenswerten Tom-Hanks-Film: Steven Spielbergs ebenfalls auf Tatsachen basierender Thriller „Bridge of Spies: Der Unterhändler“ (USA 2015)

mit Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Mike O’Malley, Jamey Sheridan, Anna Gunn, Holt McCallany, Chris Bauer, Jane Gabbert, Ann Cusack, Molly Hagan, Patch Darragh, Michael Rapaport

Wiederholung: Montag, 17. Juni, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Sully“

Metacritic über „Sully“

Rotten Tomatoes über „Sully“

Wikipedia über „Sully“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Sully“: Gelungene Notlandung oder Totalcrash im Realitätscheck?

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „American Sniper“ (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Clint Eastwood in der Kriminalakte

Die Vorlage

Zum Filmstart erschien Chesley B. Sullenbergers Biographie mit einem neuen Titel und neuem Cover

Sully von Chesley B Sullenberger

Chesley B. Sullenberger/Jeffrey Zaslow: Sully – Das Wunder vom Hudson

(übersetzt von Michael Bayer, Norbert Juraschitz und Henning Dedekind)

Penguin Verlag, 2016

352 Seiten

10 Euro

Deutsche Erstausgabe als „Man muss kein Held sein – Auf welche Werte es im Leben ankommt“.

Originalausgabe

Highest Duty – My Search for what really matters

William Morrow, New York, 2009

Und für SNL spielte Tom Hanks wieder Sully, der überhaupt keine Probleme mit seinem Ruhm hat


Neu im Kino/Filmkritik: Ansel Elgort ist „Jonathan“ und sein Zwillingsbruder

Mai 24, 2019

Auf den ersten Blick ist der 24-jährige Jonathan ein ganz normaler junger Mann. Vielleicht etwas höflicher, ordentlicher und zurückgezogener, als man es von einem allein lebenden Mittzwanziger erwarten würde. Er arbeitet in einem Architekturbüro und sein Chef würde ihm gerne in das Team für ein großes Projekt aufnehmen. Dafür müsse Jonathan allerdings mehr im Büro arbeiten. Teilweise auch an den Abenden. Jonathan lehnt das Angebot für eine Vollzeitstelle, für das andere morden würden, mit einem Hinweis auf seine besonderen Verpflichtungen ab.

Und das mit dem ‚allein leben‘ stimmt so auch nicht. Denn in dem sauberen Apartment stehen zwei getrennte Betten. In dem einen schläft Jonathan. In dem anderen sein Zwillingsbruder John.

Die beiden Brüder sehen sich niemals. Sie kommunizieren über Video und SMS. Sie erzählen sich alles, damit der eine Bruder immer für den anderen einspringen kann.

Spätestens jetzt dürften Genrefans an Tommy Wirkolas „What happened to Monday?“ (What happened to Monday?, Großbritannien 2017) denken. In dem SF-Thriller spielt Noomi Rapace Monday und ihre sechs Geschwister sich ein Leben. Sie leben in einer überbevölkerten Welt, in der es eine strenge Ein-Kind-Geburtenkontrolle gibt. An jedem Tag verlässt eine Schwester das Haus. Eines Tages kehrt Monday nicht zurück.

In Bill Olivers Spielfilmdebüt „Jonathan“ steht der Protagonist vor einem anderen Problem. Denn Jonathan und John leben in dem gleichen Körper. Damit sich die beiden Brüder nicht ständig im Kopf ihres Wirts streiten, folgen sie auf Jonathans Drängen seit Ewigkeiten einem strengen Regelbuch. Von 7.00 bis 19.00 Uhr lebt Jonathan, von 19.00 bis 7.00 Uhr Jonas in dem von ihnen bewohntem Körper. Das läuft gut, bis Jonathan herausfindet, dass John ihm nicht alles verrät und er eine Freundin hat.

Jonathan“ erzählt klinisch kühl die Geschichte einer extrem Persönlichkeitsspaltung, die zu einem Machtkampf zwischen den beiden Brüdern wird. Das ist eine Idee, die aus einer „The Twilight Zone“-Episode stammen könnte und wie eine überlange „The Twilight Zone“-Episode wirkt „Jonathan“ dann auch. Nachdem die Prämisse etabliert ist, verflacht die langsam erzählte, an wenigen Orten spielende Geschichte zunehmend. Als haben die Macher nicht gewusst, was sie mit ihrer Idee anfangen sollen.

Die Hauptrolle übernahm Ansel Elgort, der hier mit seinem subtilen Spiel überzeugt. Bekannt wurde er als Caleb Prior in den „Divergent“-Filmen und „Baby Driver“ (so auch der Filmtitel). Demnächst spielt er in Steven Spielbergs „West Side Story“ mit.

Jonathan (Jonathan, USA 2018)

Regie: Bill Oliver

Drehbuch: Gregory Davis, Peter Nickowitz, Bill Oliver

mit Ansel Elgort, Patricia Clarkson, Suki Waterhouse, Matt Bomer, Douglas Hodge

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Jonathan“

Metacritic über „Jonathan“

Rotten Tomatoes über „Jonathan“

Wikipedia über „Jonathan


Neu im Kino/Filmkritik: „Atlas“ Rainer Bock trägt schwer an seiner Last

April 26, 2019

Einer muss den Job ja machen: Möbel schleppen. Mal weil die Mieter ausziehen wollen, mal weil sie verstorben sind und mal, weil sie raussaniert werden. Walter Scholl (Rainer Bock) ist so ein Möbelpacker. Ein schweigsamer, älterer Mann, der immer noch für zwei Männer schleppen kann. Gewissensbisse hat er nicht. Bei den Räumungen werden sie schließlich von einem Gerichtsvollzieher begleitet, der bestätigt, dass alles nach Recht und Gesetz vor sich geht. Dass dafür die Gesetze gedehnt werden, ist ihm egal. Auch dass bei der aktuellen Räumung der Mieter die Wohnung nicht verlassen will, sie filmt (gut, da verbirgt Walter sein Gesicht ein wenig), mit der Polizei droht und einem Schreiben wedelt, das die geplante Räumung verhindert, gehört zum unerfreulichen Räumungsalltag.

Bei dieser Räumung glaubt Walter allerdings, dass der erboste Mieter Jan Haller (Albrecht Schuch) sein Sohn ist, den er seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Vor dreißig Jahren hat er seine Frau und seinen Sohn verlassen, seine Identität gewechselt und ist seitdem untergetaucht. Seitdem lebt er lebt das perfekte unauffällige Leben. Den Grund enthüllt David Nawrath in seinem Kinodebüt „Atlas“ erst spät und er überzeugt nicht.

Und warum Walter in einem dreißigjährigen Mann seinen Sohn erkennen will, wird auch nie plausibel erklärt. Schließlich sieht ein Mittdreißiger anders aus als ein Kind.

Diese Drehbuchschwächen fallen vor allem deshalb auf, weil die Geschichte, trotz einiger pathetischer Momente, erfreulich unlarmoyant und ohne den üblichen Sozialkitsch deutscher Produktionen erzählt wird.

Außerdem spricht Nawrath das wichtige Thema Gentrifizierung an. In den Großstädten stiegen in den letzten Jahren die Mieten so stark an, dass inzwischen über Wohnungsbau, Mietendeckel und Enteignungen diskutiert wird. In Berlin läuft gerade das sehr erfolgreiche Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co enteignen“.

Nawrath beschreibt, wie Mieter vertrieben werden und Geschäftemacher mit Wohnraum viel Geld verdienen. In „Atlas“ ist es der Afsari-Klan, der, vertreten durch ein Familienmitglied in der Räumungsfirma, besonders brachial auftritt. In der Realität sind es oft international verschachtelte Gesellschaften, die durch wohlsituierte Anzugträger und Anwälte repräsentiert werden.

Vor diesem Hintergrund spielt sich die Vater-Sohn-Geschichte ab. Zuerst beobachtet Walter Jan, der wirklich sein Sohn ist. Später hilft er ihm, als dieser nachts von bestellten Schlägern überfallen wird. In dem Moment verlässt Walter endgültig sein zurückgezogenes Leben. Er wird vom scheinbar teilnahmslosen Beobachter zum Handelnden. Und er wird, auch weil Jan ihn zu einem Abendessen bei ihm, seiner Frau und seinem Sohn einlädt, gezwungen, über sein bisheriges Leben nachzudenken.

Weil Walter ein allein lebender, schweigsamer Eigenbrötler ist, geschieht dies vor allem über Walters Handlungen und Rainer Bocks Spiel. Für Bock, der vom Theater kommt, erst spät zum Film kam, seitdem in zahlreichen Nebenrollen, auch in internationalen Produktion wie Steven Spielbergs „Gefährten“, Anton Corbijns „A most wanted man“ und Patty Jenkins‘ „Wonder Woman“, überzeugte, ist die Rolle von Walter die erste Hauptrolle. Er stemmt den Film, unterstützt von einer Riege deutscher Schauspieler, die ebenfalls als zuverlässige Nebendarsteller bekannt sind.

Atlas“ ist ein stilvoller deutscher Noir, der von den guten Schauspielern und der präzisen Regie über die, zugegeben, wenigen Probleme des Drehbuchs, getragen wird.

Atlas (Deutschland 2018)

Regie: David Nawrath

Drehbuch: David Nawrath, Paul Salisbury

mit Rainer Bock, Albrecht Schuch, Thorsten Merten, Uwe Preuss, Roman Kanonik, Nina Gummich

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Atlas“

Moviepilot über „Atlas“

 


TV-Tipp für den 9. Januar: Schindlers Liste

Januar 9, 2019

Ein Klassiker, der demnächst in einer restaurierten Fassung wieder im Kino gezeigt wird

Kabel 1, 20.15

Schindlers Liste (Schindler’s List, USA 1993)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Steven Zaillian

LV: Thomas Keneally: Schindler’s Ark, 1982 (später Schindler’s List) (Schindlers Liste)

Holocaustdrama über den deutschen Industriellen Oskar Schindler, der in Polen über 1100 Juden vor den Vernichtungslagern rettete, indem er sie als Zwangsarbeiter rekrutierte und dabei alles riskierte.

in jeder Hinsicht bemerkenswert und legt eine künstlerische Strenge und ein unsentimentales Verständnis an den Tag, das es von allen bisherigen Filmen des Regisseurs abhebt. (…) Trotz seiner Länge von über drei Stunden bewegt sich der Film schnell voran und ist keine Minute zu lang für die Geschichte, die er erzählt, und die Menge von Informationen, die er vermittelt.“ (Todd McCarthy, Variety)

Universal Pictures International Germany bringt den Klassiker am 27. Januar 2019, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, in technisch überarbeiteter Version (4K, Dolby Cinema und Atmos) einmalig wieder in die deutschen Kinos.

Steven Spielberg dazu: „Es ist schwer zu glauben, dass es 25 Jahre her ist, seit Schindlers Liste in die Kinos kam. Die wahren Geschichten über das Ausmaß und die Tragödie des Holocaust dürfen nie vergessen werden, und die Lehren des Films über die entscheidende Bedeutung der Bekämpfung des Hasses hallen auch heute noch nach. Ich fühle mich geehrt, dass das Publikum die Reise noch einmal auf der großen Leinwand erleben kann.“

mit Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes, Caroline Goodall, Jonathan Sagalle, Embeth Davidtz

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Schindlers Liste“

Wikipedia über „Schindlers Liste“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Käfer „Bumblebee“ ist ein guter Transformer

Dezember 20, 2018

Nach fünf „Transformers“-Spielfilmen, in denen Michael Bay seine Form subtiler Unterhaltung präsentierte, weiß man, wie ein an der Kinokasse erfolgreicher „Transformers“-Film aussieht: hirnlose Action, eine von Film zu Film zunehmend chaotischere Handlung, konsequent unterforderte Schauspieler (die dafür viel Schmerzensgeld erhalten) und junge Damen, deren für den Film notwendige Fähigkeiten sich in ihrem vollbusigen Aussehen erschöpfen.

Dass das bei dem neuen „Transformers“-Film anders wird, hat niemand wirklich erwartet. Schließlich hat Bay den Film produziert und der von ihm für diesen „Transformers“-Film engagierte Regisseur hat vorher nur den Animationsfilm „Kubo – Der tapfere Samurai“ gedreht.

Die ersten Minuten sind dann auch im bekannten Michael-Bay-Stil inszeniert: Es beginnt mit einer riesigen Schlacht. Auf dem Planeten Cybertron kloppen sich die Autobots mit den Deceptions. Als die Autobots die Schlacht verlieren, schickt Optimus Prime Bumblebee (aka B-127) auf die Erde. Er soll den Planeten bewachen und alles für die friedliche Ankunft der Autobots vorbereiten.

Auch auf der Erde geht es gleich mit viel Kampfgetöse weiter. Denn Bumblebee landet, verfolgt von den terminatormäßig auf ihr Ziel fokussierten Deceptions Shatter und Dropkick, mitten auf einem Militärübungsplatz und das Militär geht mit der bewährten Militärtaktik „erst ballern, dann weiterballern“ vor.

Bumblebee kann, schwer lädiert, entkommen und jetzt nimmt der von Travis Knight inszenierte Film eine sehr erfreuliche Wendung hin zu kindgerechter, ihre Protagonisten ernst nehmender herzerwärmender Disney-Unterhaltung.

Jetzt ist auch die Zeit, um kurz zu erklären, dass die Autobots und die Deceptions Roboter sind, die sich schwuppdiwupp in Autos verwandeln können. Bumblebee verwandelt sich in einen gelben VW Käfer und versteckt sich in dem nordkalifornischen Küstenort Brighton Falls auf einem Schrottplatz.

Dort lebt auch Charlie Watson (Hailee Steinfeld). Die Einzelgängerin gehört nicht zur angesagten Clique in der Schule. Lieber fährt sie mit ihrem Moped herum (ohne Helm), schraubt in der Garage an der 1959er Corvette ihres verstorbenen, über alles geliebten Vaters herum, trauert ihm immer noch nach und verdient sich etwas Geld hinzu. Sie ist definitiv kein Bay-Babe, sondern ein erfrischend normal aussehender Teenager mit alltäglichen Problemen und Sorgen. Wobei Jungs nicht dazu gehören.

Auf einem Schrottplatz entdeckt sie einen alten, gelben, hundertfünfzigprozentig schrottreifen VW Käfer. Sie verliebt sich in das Auto und kann den Besitzer des Schrottplatzes überzeugen, ihn ihr zum 18. Geburtstag zu schenken.

Als sich, kurz darauf, in der heimischen Garage, Bumblebee ihr gegenüber als Autobot zu erkennen gibt, reagiert sie erstaunlich gefasst. Denn der 1987 spielende Film spielt vor den anderen „Transformers“-Filmen und damals waren Transformers auf der Erde noch unbekannt. Schnell schließt sie den sehr herzigen Bumblebee in ihr Herz. Er wird, soweit man das bei einem Auto sagen kann, zu ihrem ständigen Begleiter, der auch in ihr Leben eingreift.

Die Idylle zwischen Charlie und Bumblebee ist allerdings nur von kurzer Dauer. Die Deceptions und das Militär wollen Bumblebee unbedingt finden und vernichten. Ein in Charlie verliebter Nachbarjunge entdeckt das Geheimnis des Käfers. Und dann ist da noch Charlies Familie, – ihr kleiner Bruder, ihre Mutter und ihr neuer Vater – , die sich fragt, was Charlie in der Garage treibt.

Weil Bumblebee ein VW Käfer mit besonderen Fähigkeiten ist, werden sofort Erinnerungen an vor Ewigkeiten gesehene Filme mit Herbie (Disneys Superkäfer) und Dudu (die deutsche Ausgabe in gelb) wach. Der 80er-Jahre-Soundtrack mit all den Hits, die man damals an jeder Straßenecke hörte, verbreitet ebenfalls ein angenehmes Retro-Gefühl. Die Songs sind dabei auch ein Teil des Gesprächs zwischen Bumblebee und Charlie. Weil Bumblebee nicht sprechen kann, drückt er seine Gedanken über das Autoradio mit Musik aus. Auch optisch und erzählerisch knüpft Travis Knight mit seinem Film an die achtziger Jahre an, als John Hughes, Steven Spielberg und die von ihm in seiner Firma Amblin Entertainment produzierten Filme, an der Kinokasse triumphierten. Man kann „Bumblebee“ ohne große Mühe als gelungene Neuinterpretation von „E. T. – Der Außerirdische“ sehen.

Das Zielpublikum des neuen Films aus dem „Transformers“-Universum sind dieses Mal eindeutig Kinder bis vierzehn Jahre. Für sie gibt es, im Rahmen einer in sich abgeschlossenen Geschichte sympathische Charaktere, Humor (zum Beispiel wenn Bumblebee tapsig das Haus der Watsons zerlegt) und, wenn die Transformers gegeneinander kämpfen, auch mehr als handfeste Action. Im Zentrum steht allerdings immer die glaubwürdige Beziehung zwischen Charlie und ihrem neuen Gefährten Bumblebee.

Bumblebee“ ist der sympathischste, erfreulichste und gelungenste „Transformers“-Film. Dass Travis Knight einen hundertprozentigen Anti-Michael-Bay-Film abliefert, hätte vor wenigen Wochen niemand erhofft und erwartet.

Bumblebee (Bumblebee, USA 2018)

Regie: Travis Knight

Drehbuch: Christina Hodson

mit Hailee Steinfeld, John Cena, Jorge Lendeborg Jr., Jason Drucker, Pamela Adlon, Stephen Schneider, Ricardo Hoyos, John Ortiz, Glynn Turman, – und im Original den Stimmen von Dylan O’Brien, Peter Cullen, Angela Bassett, Justin Theroux, David Sobolov

Länge: 114 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Instagram-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Bumblebee“

Metacritic über „Bumblebee“

Rotten Tomatoes über „Bumblebee“

Wikipedia über „Bumblebee“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Michael Bays „Transformers: Ära des Untergangs (Transformers: Age of Extinction, USA 2014)

Meine Besprechung von Michael Bays „Transformers: The Last Knight“ (Transformers: The Last Knight, USA 2017)


TV-Tipp für den 24. Juni: Catch me if you can

Juni 24, 2018

Sat.1, 20.15

Catch me if you can (Catch me if you can, USA 2002)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeff Nathanson

LV: Frank Abagnale (mit Stan Redding): Catch me if you can: The Amazing True Story of the Youngest and Most Daring Con Man in the History of Fun and Profit, 1980 (Mein Leben auf der Flucht, Catch me if you can)

Spielberg erzählt kurzweilig die wahre Geschichte des Hochstaplers Frank Abagnale. Der Film „ist eine swingende, schwerelose Krimikomödie, die durch Tempo, Charme und Verspieltheit überzeugt.“ (Berliner Zeitung, 30. Januar 2003)

Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Christopher Walken, Martin Sheen, Nathalie Baye, James Brolin, Jennifer Garner

Wiederholung: Montag, 25. Juni, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über “Catch me if you can” (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Catch me if you can”

History vs. Hollywood überprüft den Wahrheitsgehalt der Hochstaplergeschichte

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. Mai: Sugarland Express

Mai 4, 2018

3sat, 22.25

Sugarland Express (The Sugarland Express, USA 1974)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Hal Barwood, Matthew Robbins (nach einer Geschichte von Steven Spielberg, Hal Barwood und Matthew Robbins)

Die junge Mutter Lou Jean befreit ihren Mann aus dem Gefängnis. Gemeinsam wollen sie ihr Baby vor einer Zwangsadoption bewahren. Auf ihrer Fahrt zu den Pflegeeltern werden sie, verfolgt von einer Polizeiarmada, zu Volkshelden.

Steven Spielbergs erster Spielfilm (denn „Duell“ war ein Fernsehfilm, der auch im Kino ausgewertet wurde) ist einer seiner schönsten Filme.

„‘The Sugarland Express’ ist größtenteils eine ausgelassene, verrückte, kapriolenreiche Verfolgungskomödie – eine lebendige Situationskomödie nach Art der Roadrunner-Zeichentrickfilme, nur in Spielfilmlänge.“ (Variety)

Sein nächster Film war „Der weiße Hai“ und der Rest ist Geschichte.

mit Goldie Hawn, Ben Johnson, Michael Sacks, William Atherton, Gregory Walcott, Harrison Zanuck, Louise Latham

Hinweise

Wikipedia über „Sugarland Express“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Sugarland Express“

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „A quiet Place“, wegen der Monster

April 12, 2018

Damit haben die Macher wohl nicht gerechnet: in den USA eroberte letztes Wochenende die Horrordystopie „A quiet Place“ mit großem Abstand den ersten Platz der Kinocharts. Mit über 50 Millionen US-Dollar spielte der Film doppelt so viel wie der zweitplatzierte Film, Steven Spielbergs bunter Science-Fiction-Kracher „Ready Player One“, ein. Inzwischen dürfte der US-Umsatz von „A quiet Place“ den von „Pacific Rim: Uprising“ übertreffen. Das ist ein schöner Erfolg für einen von der US-Kritik abgefeierten Film. Aber Kritikerlob schlägt sich normalerweise nicht so überzeugend in Einspielergebnissen nieder. Denn im Gegensatz zu einem hoch budgetierten Film, der dann auch entsprechend viel Geld einspielen muss, ist „A quiet Place“ ein kleiner Film. Ein an einem Ort spielendes Vierpersonenstück.

Die Familie Abbott – Vater Lee (John Krasinski), seine schwangere Frau Evelyn (Krasinskis Ehefrau Emily Blunt) und ihre Kinder, die gehörlose Tochter Regan (Millicent Simmonds) und ihr jüngerer Bruder Marcus (Noah Jupe) – leben in den USA in einem abgelegenem Bauernhaus. Es sieht paradiesisch aus. Trotzdem verhalten die Abbotts sich seltsam. Sie schweigen. Manchmal flüstern sie. Meistens verständigen sie sich in der Gebärdensprache. Sie bemühen sich, keine Geräusche zu verursachen.

Denn Geräusche sind, wie wir schon in den ersten Minuten „A quiet Place“ sehen, tödlich.

In einem verlassenen Gemischtwarenladen holen sie einige Dinge, die sie brauchen. Auf dem Heimweg das von ihrem jüngsten Sohn aus dem Geschäft geklaute Spielzeug ein Geräusch von sich und seine Familie kann nur entsetzt beobachten, wie ein Alien ihn in Sekunden förmlich massakriert.

Diese Aliens reagieren auf Geräusche und töten die Verursacher der Geräusche. In den vergangenen Jahren haben sie fast die gesamte Menschheit vernichtet.

Das ist eine faszinierende Ausgangsidee, die an die Prämisse von Trey Edward Shults‘ „It comes at Night“ (It comes at Night, USA 2017) erinnert. Auch in dem Horrorfilm hatten die Bewohner eines einsam gelegenen Farmhauses Angst vor einer tödlichen Bedrohung, die sich nach Einbruch der Dunkelheit nähert und auf Geräusche reagiert. Shults lässt allerdings das genaue Wesen der Bedrohung im Dunkeln.

John Krasinski, der aktuell in der Ende August startenden TV-Serie „Jack Ryan“ den Helden spielt, geht in seiner dritten Spielfilmregie einen leicht anderen Weg: bei ihm zeigt sich die Gefahr sehr schnell sehr deutlich. Deshalb sind die Maßnahmen, die die Abbotts zu ihrem Schutz ergreifen, sehr vernünftig. Um ihr Haus haben sie die Wege, die sie gefahrlos benutzen können mit Sand markiert. Im Haus sind knarzende Dielen markiert. Sie haben ein Lichtsystem, um über Entfernungen miteinander zu kommunizieren. Abends sehen sie die Leuchtfeuer der anderen Überlebenden. Für Evelyns Baby hat Lee einen provisorischen schalldichten Raum angelegt. Ein schreiendes Baby würde die todbringenden Kreaturen scharenweise anlocken.

Ein Baby, nämlich die zweite Tochter seiner Ehefrau, war für Krasinski eine Inspiration für die geräuschlose Welt, in der sein Film spielt. Einerseits, weil Eltern ihre Kinder beschützen wollen und die ewige Sorge um das Wohlergehen des Babys das gemeinsame Leben bestimmt. Andererseits weil sie Geräusche vermieden, um ihr Baby nicht zu wecken. In ihrem Alltag wurde das Vermeiden von Geräuschen dann auch ein Spiel zwischen Krasinski und Blunt.

(Wir wollen jetzt nicht das Baby als die tödliche, alles vernichtende Kreatur betrachten.)

Jedenfalls malt Krasinski, nach einem Drehbuch von ihm, Bryan Woods und Scott Beck, diese Situation mit viel Liebe zum Detail aus. Danach bringt er seine Charaktere in Lebensgefahr. Diese Szenen sind dann Suspensekino par excellence. Vor allem wenn in einer Nacht alle denkbaren Katastrophen über der Familie zusammenkommen. Dann versuchen Regan und Marcus im Kornsilo nicht in den Maiskörnern zu versinken. Wegen der Monster können sie nicht um Hilfe rufen oder sich mit Geräuschen bemerkbar machen. Das gleiche gilt für ihre Mutter, die im Haus festgehalten wird. Vor und nach der Geburt ihres Babys. Und ihr Vater versucht sie alle zu retten. Natürlich ebenfalls ohne die Aufmerksamkeit der Kreaturen auf sich zu lenken.

Das ist höllisch spannend, aber auch unlogisch. Denn warum haben die Abbotts nicht einfach irgendwo eine Geräuschquelle installiert? Dort könnten sie die Kreaturen in aller Ruhe töten; falls die Kreaturen sich nicht gleich selbst gegenseitig töten. Oder sie könnten mit der Geräuschquelle die Kreaturen von ihrem Haus weglocken und im Schutz des Lärms ungestört leben.

A quiet Place (A quiet Place, USA 2018)

Regie: John Krasinski

Drehbuch: John Krasinski, Bryan Woods, Scott Beck (nach einer Geschichte von Bryan Woods und Scott Beck)

mit John Krasinski, Emily Blunt, Millicent Simmonds, Noah Jupe

Länge: 90 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „A quiet Place“

Metacritic über „A quiet Place“

Rotten Tomatoes über „A quiet Place“

Wikipedia über „A quiet Place“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik (+ Buchtipps): „Ready Player One“, das Spiel beginnt

April 5, 2018

2045: der Waise Wade Watts (Tye Sheridan) lebt in den Stacks in Columbus, Ohio, bei seiner Tante und ihrem Freund. Die Gegend ist ein wahres ’shithole‘; – wenn der amtierende US-Präsident die Bezeichnung nicht für Gegenden reserviert hätte, die lebenswerter als Wades Müllkippe-Trailerbehausung sind.

Aber Wade kann, wie Millionen anderer Menschen, mit einer Brille in die OASIS abtauchen. Die OASIS ist eine riesige virtuelle Welt, in der das, ähem, wahre Leben stattfindet. Und deshalb verbringen die Menschen einen immer größer werdenden Teil ihres Lebens in der OASIS, in der sie alles sein können und in der sie von ihren alltäglichen Problemen befreit sind.

Nach dem Tod von OASIS-Schöpfer James Halliday (Mark Rylance) sind alle OASIS-Besucher in der virtuellen Welt auf der Jagd nach einem ganz besonderen Easter Egg, das Halliday vor seinem Tod versteckte. Um das Easter Egg zu finden, müssen drei Aufgaben gelöst werden. Wer das schafft, wird die Kontrolle über die OASIS haben und, was für den bettelarmen Wade keine Motivation ist, erhält eine halbe Billion Dollar. Wade will als großer James-Halliday-Bewunderer das letzte Geheimnis seines Idols lösen.

Das ist die Prämisse von Steven Spielbergs neuem Film „Ready Player One“ und die Jagd nach dem Easter Egg ist die Geschichte des Science-Fiction-Films, der zwischen realer und virtueller Welt hin und her wechselt. Es ist eine altbekannte Schatzsuche, die Spielberg allerdings mit so viel Lust am Erzählen präsentiert, dass die 150 Minuten wie im Flug vergehen. Dazu tragen auch die detailreich gezeigten Welten und, in der OASIS, die vielen Anspielungen auf die achtziger Jahre bei. Ein Jahrzehnt, in dem wir in Deutschland Angst vor der Apokalypse und dem Waldsterben hatten. In den USA war es für die Teenager wohl ein sicheres Jahrzehnt und es ist das Jahrzehnt, in dem Steven Spielbergs eigene Filme („E. T. – Der Außerirdische“, die Indiana-Jones-Filme) und die von seiner Firma Amblin Entertainment produzierten Filme (wie „Zurück in die Zukunft“, „Gremlins“, „Die Goonies“, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“) immer wieder gern gesehene Kinohits waren. Um nur die Filme zu nennen, in die Spielberg direkt involviert war. Für Filmfans gibt es außerdem, bei der Schlüsselsuche von Wade und seinen Freunden, einen ausführlichen Ausflug in das aus „Shining“ bekannte Overlook-Hotel und unzählige, mehr oder weniger versteckte Hinweise auf die 80er-Jahre-Popkultur, die im Internet von Fans der Reihe nach entschlüsselt werden.

Die OASIS ist nämlich der wahrgewordene feuchte Traum eines Nerds.

Es ist allerdings ein jugendfreier Traum. Als habe ein Kind kurz vor der Pubertät sein Paradies entworfen. Mädchen gibt es in dieser Welt nicht und die wenigen weiblichen Charaktere sind dann vor allem asexuelle Kumpels. Früher nannte man sie Mädchen, mit denen man Pferde stehlen kann. Aber in der OASIS gibt es keine Pferde. Und auch keine anderen Tiere. Sex und Vergnügungsmeilen fehlen ebenso. Es ist halt eine jugendfreie Ausgabe der Welt von „Total Recall“.

Auch die Geschichte – und damit wahrscheinlich auch Ernest Clines gleichnamige Romanvorlage, ein gefeierter Bestseller – bedient mit seinen jugendlichen Protagonisten eher ein jugendliches Publikum, das sich wenig für philosophische Reflexionen interessiert. Ihre Antagonisten sind mehr oder weniger fiese Erwachsene. Als Hauptbösewicht darf, wieder einmal, Ben Mendelsohn überzeugen.

Die Anspielungen auf die achtziger Jahre erfreuen das Publikum, auch wenn es schon etwas seltsam ist, dass in knapp dreißig Jahren alle ungefähr dreißig bzw. für die OASIS-Spieler sechzig Jahre zurück in die Vergangenheit wollen. Die OASIS ist eine Schöpfung, die nostalgische Fantasien befriedigt. Es ist in diesem Fall auch eine Welt, die in jedem Moment und in jeder Figur absolut spielbergianisch ist.

Am Ende ist Spielbergs Science-Fiction-Blockbuster ein gut gemachter Erster-Klasse-Nostalgietrip, der trotz der140-minütigen Laufzeit, kurzweilig, aber mit wenig Tiefgang unterhält.

Ready Player One (Ready Player One, USA 2018)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Zak Penn, Ernest Cline

LV: Ernest Cline: Ready Player One, 2011 (Ready Player One)

mit Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, Lena Waithe, T. J. Miller, Philip Zhao, Win Morisaki, Hannah John-Kamen, Simon Pegg, Mark Rylance

Länge: 140 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Ready Player One“

Metacritic über „Ready Player One“

Rotten Tomatoes über „Ready Player One“

Wikipedia über „Ready Player One“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Die Vorlage

Ernest Cline: Ready Player One

(übersetzt von Hannes und Sara Riffel)

Fischer TOR, 2018 (Filmausgabe)

544 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Ready Player One

Crown Publishing, 2011

Der zweite Roman von Ernest Cline, der auf den ersten Blick doch sehr an „Enders Game“ erinnert: Jugendliche, die in Computerspielen erfolgreich gegen Aliens kämpften, müssen feststellen, dass es die fiesen Außerirdischen wirklich gibt und nur sie, dank ihrer Gamer-Fertigkeiten, die Erde retten können.

Ernest Cline: Armada

(übersetzt von Sara Riffel)

Fischer TOR, 2018

416 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Armada

Crown Publishing, 2015

Hinweise, Runde zwei

Homepage von Ernest Cline

Wikipedia über Ernest Cline (deutsch, englisch)

Immer noch erhältlich

Georg Seeßlen Steven Spielberg und seine Filme

(2., überarbeitete und aktualisierte Auflage)

Schüren Verlag, 2016

304 Seiten

29,90 Euro

Das Teaserplakat

Das IMAX-Plakat


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