Die Krimibestenliste November 2020

November 2, 2020

Sehen wir das Positive: Jetzt ist viel Zeit zum lesen guter Bücher. Eine Entscheidungshilfe bei der Wahl guter Krimis bietet die monatliche Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur. Aktuell empfiehlt sie:

1. Denise Mina – Götter und Tiere (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englisch von Karin Gerwig, Ariadne im Argument Verlag, 352 Seiten, 21 Euro..

2. Garry Disher – Hope Hill Drive (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 334 Seiten, 22 Euro..

3. Un-Su Kim – Heißes Blut (Plazierung im Vormonat: 9)

Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Europaverlag, 582 Seiten, 24 Euro.

4. Joachim B. Schmidt – Kalmann (Plazierung im Vormonat: 5)

Diogenes, 352 Seiten, 22 Euro.

5. Sara Sligar – Alles, was zu ihr gehört (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Ulrike Brauns. Hanserblau, 432 Seiten, 16 Euro.

6. Robert Brack – Dammbruch (Plazierung im Vormonat: /)

Ellert & Richter, 240 Seiten, 12 Euro.

7. Marcie Rendon – Stadt, Land, Raub (Plazierung im Vormonat: 8)

Aus dem Englischen von Jonas Jakob. Ariadne im Argument Verlag, 238 Seiten, 13 Euro.

8. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Plazierung im Vormonat: 4)

Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.

9. Steph Cha – Brandsätze (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Ars Vivendi, 336 Seiten, 22 Euro.

10. Éric Plamondon – Taqawan (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Anne Thomas. Lenos, 208 Seiten, 22 Euro.

Und dann gibt es noch James Ellroys gut tausendseitiges Epos „Jener Sturm“ (This Storm, 2019) (Ullstein, 35 Euro), das letzten Monat ein kurzes Gastspiel auf der Liste gab.


Die Krimibestenliste Oktober 2020

Oktober 4, 2020

An einem sonnigen Oktobersonntag erscheint die neue Krimibestenliste, wie immer präsentiert von der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur. Für die Herbstabende empfehlen die Damen und Herren Kritiker:

1. Garry Disher – Hope Hill Drive (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 334 Seiten, 22 Euro.

2. Steph Cha – Brandsätze (Plazierung im Vormonat: 5)

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Ars Vivendi, 336 Seiten, 22 Euro.

3. Sara Sligar – Alles, was zu ihr gehört (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ulrike Brauns. Hanserblau, 432 Seiten, 16 Euro.

4. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Plazierung im Vormonat: 1)

Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.

5. Joachim B. Schmidt – Kalmann (Plazierung im Vormonat: /)

Diogenes, 352 Seiten, 22 Euro.

6. Parker Bilal – London Burning (Plazierung im Vormonat: 4)

Aus dem Englischen von Ulrike Thiesmeyer. Rowohlt, 494 Seiten, 12 Euro.

7. James Ellroy – Jener Sturm (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Stephen Tree. Ullstein, 976 Seite, 35 Euro.

8. Marcie Rendon – Stadt, Land, Raub (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Jonas Jakob. Ariadne im Argument Verlag, 238 Seiten, 13 Euro.

9. Un-Su Kim – Heißes Blut (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Europaverlag, 582 Seiten, 24 Euro.

10. Scott Thornley – Der gute Cop (Plazierung im Vormonat: 10)

Aus dem Englischen von Karl-Heinz Ebnet und Andrea O’Brien. Suhrkamp, 524 Seiten, 16 Euro.

Disher, Rendon, Thornley (über 500 Seiten) und Ellroy (gut 1000 Seiten sind schon eine Herausforderung. Vor allem weil Ellroys vorherige Romane mich nicht so wahnsinnig überzeugten. Und dann schreibt Tobias Gohlis auch noch, dass sich die Lektüre nicht lohnt) liegen bei mir auch oben auf dem Zu-lesen-Stapel.

Davon abgesehen hätte ich gerne Sam Hawkens „Vermisst“ auf der Liste gesehen.


Offener Brief unabhängiger deutscher Filmverleiher und die „Leipziger Erklärung“

Oktober 1, 2020

Heute wurde ein Offener Brief unabhängiger deutscher Filmverleiher veröffentlicht, in dem sie die aktuell schwierige Verleihsituation, die von zahlreichen Verschiebungen von Startterminen und überschaubaren Zuschauerzahlen bestimmt ist, thematisieren.

Ergänzend dazu poste ich, weiter unten (noch weiter unten) die „Leipziger Erklärung“. Sie wurde vor einigen Tagen, während der 20. Filmkunstmesse Leipzig, einem Treffen von über siebenhundert Kinobetreibern, Filmverleihern und Filmschaffenden aus ganz Deutschland, veröffentlicht.

Der Offene Brief unabhängiger deutscher Filmverleiher:

Es ist eine gute Nachricht, dass den Kinos in der Corona-Krise von BKM, FFA und den Länderförderern zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden. Diese Gelder sind zum Teil schnell und unbürokratisch geflossen. Ohne diese Förderungen und Billigkeitsleistungen wäre das Überleben vieler Kinos nicht möglich gewesen.

Doch die Hilfe für die Kinos wurde von den Verantwortlichen bei BKM, FFA und Länderförderern nicht zu Ende gedacht. Es fehlt bis heute die Gesamtsicht auf die Filmwirtschaft und Filmkultur und deren Repräsentanten. Der Kulturort Kino ist ein wichtiges Glied der Filmwirtschaft. Verkürzt man aber im Wesentlichen alle Bemühungen auf diesen einen Ort, werden Filmwirtschaft und Filmkultur insgesamt geschädigt. Hierdurch würde letztlich auch der Kulturort Kino, trotz aller gut gemeinten Förderung, in Mitleidenschaft gezogen. Ohne Filme kein Kino.

Bereits in der Vergangenheit lagen die wirtschaftlichen Risiken eines Filmstarts weitgehend auf den Schultern der Verleiher. Wir starten Filme mit hohem finanziellem und persönlichem Engagement. Dieses Risiko hat sich durch die pandemiebedingte Reduzierung der Sitzplätze vervielfacht. Dennoch sind wir in Vorleistung gegangen. Ohne uns hätten insbesondere die Arthousekinos, die im Fokus der Rettungsbemühungen stehen, seit der Wiedereröffnung der Kinos kein attraktives Filmangebot zu bieten.

Wir alle starten diese Filme in dem Bewusstsein, dass in diesen besonderen Zeiten nur noch ein kleiner Teil der Besucherzahlen möglich ist, die vor Corona möglich waren. Dies liegt nicht nur an den Platzbeschränkungen, sondern auch an der Zurückhaltung des Publikums. Massive Umsatzrückgänge sind die Folge, unter denen alle Verleiher, Produzenten und Kinobetreiber zu leiden haben.

Die Filmbranche ist eng verknüpft – weder startet die Wertschöpfung im Kino noch endet sie dort. Dies ist ein fundamentales Problem, auf das wir seit Beginn des Corona-Lockdowns im März immer wieder aufmerksam gemacht haben und das durch eine reine Risikopufferung althergebrachter Verleihförderung nicht gelöst wird. Die Konsequenz, die wir nun am Markt erleben, sind regelmäßige Startverschiebungen auf 2021 und danach oder gar der Verzicht auf Kinostarts zugunsten von Streaming-Angeboten.

In Deutschland wurden für die Bereiche der Kino- und der Produktionsförderung pragmatische Lösungen gefunden und neue Förderinstrumente aufgesetzt. Für den zentralen Bereich des Filmverleihs haben sich FFA und BKM jedoch entgegen unserer Expertise dazu entschieden, nur auf Fördermodelle aus der Zeit vor Corona zurückzugreifen. Eine Mittelaufstockung der alten Modelle ist aber zur Lösung der aktuellen Aufgaben ungeeignet, denn:

– Das Modell ausschließlich projektbezogener Förderung in Abhängigkeit von oftmals subjektiv geprägten Förderentscheidungen wird den Herausforderungen in der derzeitigen Situation nicht gerecht. Eine übergreifende strukturelle Unterstützung, in Anlehnung an die Förderung der Filmtheater, wäre hier zielführend.

– Die vorhandenen Förderinstrumente der BKM kommen ausschließlich deutschen Filme zugute, bei der FFA erweitert um deutsche Koproduktionen. Unsere Aufgabe besteht aber darin, die Kinos mit einem attraktiven und vielfältigen Filmprogramm zu versorgen: Kino ist ein Tor zur Welt. Mit ausschließlich deutschen Filmen lässt sich kein attraktives Programm kuratieren. Aus diesem Grund ist die Vergabe von Fördermitteln an die Kinos ja auch nicht an das ausschließliche Abspiel deutscher Filme gebunden.

Wenn Kulturstaatsministerin Monika Grütters, wie vor kurzem auf der Filmkunstmesse Leipzig, die Filme „Systemsprenger“ und „Parasite“ hervorhebt, müssen wir sie daran erinnern, dass die Herausbringung eines Films wie „Parasite“ von deutschen Verleihfördermitteln ausgeschlossen ist. Und wenn FFA-Vorstand Peter Dinges bei der gleichen Veranstaltung zum wiederholten Male die Ansicht äußert, eine erhöhte Förderquote bei der Herausbringung deutscher Filme käme auch der Herausbringung internationaler Filme zugute, muss man diese Aussage mindestens kritisch hinterfragen.

Um der eklatanten Abwärtsspirale schwindender Kinozuschauer, verschobener Filmstarts und reduzierter Verleihbudgets entgegenzuwirken, braucht es Mut und Expertise. Beides hat die bisherige Ausgestaltung des BKM-Programms „Neustart Kultur“ bisher vermissen lassen. Wir wollen nicht akzeptieren, dass die bisher begangenen Fehler erst im Nachhinein evaluiert werden, um dann die nicht mehr reparablen, strukturellen Schäden für die gesamte Kinobranche zu begutachten.

Wir unabhängigen Verleiher wollen starke Filme in die Kinos bringen, um den Stellenwert, den das Kino beim Publikum genießt, weiterhin zu ermöglichen! Wir wollen das Publikum begeistern und dazu bewegen, das Sofa zu verlassen und endlich wieder ins Kino zu gehen! Wir wollen weiterhin Produzenten verlässliche Partner sein und auch in Zukunft neue Projekte mit finanziellem und personellem Engagement ermöglichen!

Wir fordern deshalb dringend Gespräche zur Rettung der Kino- und Verleihbranche, mit dem Ziel, neue und angemessene Modelle zu entwickeln, die es der Filmwirtschaft ermöglicht, diese noch lange nicht ausgestandene Krise zu überleben. Eines dieser Modelle kann konkret die Einführung einer der französischen Referenzförderung entsprechenden Förderung sein, welche das CNC innerhalb weniger Wochen umgesetzt hat und das Anreize für Verleiher schaffte, Filme mit großem Zuschauerpotential auch unter den derzeitigen prekären Bedingungen zu starten. Der Erfolg dieser Notfall-Referenzförderung ließ sich eindrücklich beim Vergleich der aktuellen französischen und deutschen Kino-Besucherzahlen ablesen.

Die 14 Millionen Euro aus dem Paket „Neustart Kultur“, die als Unterstützung für den Verleih Produktionen von Produktionen mit deutscher Beteiligung zugesagt wurden, sind ein erster Schritt. Jedoch ist das ausschließliche Festhalten an den althergebrachten Förderinstrumenten nicht zielführend. Es braucht darüber hinaus zusätzliche Mittel sowie eine Unterstützung in Anlehnung an das erfolgreiche französische Modell. Nur so sind wir Verleiher aktuell überhaupt in der Lage dazu, das immense Risiko von Neustarts einzugehen, und es nicht den internationalen Studios gleichzutun, die viele Filme auf 2021 verschieben.

Es geht darum, schnelle und tatsächlich wirkungsvolle Hilfen bereit zu stellen, die der gesamten Wertschöpfungskette der Branche dienen. Es darf nicht sein, dass aus Mangel an Zeit oder Kenntnis zwar gut gemeinte, aber völlig unzureichende und ineffiziente Maßnahmen umgesetzt werden.

Es ist uns allen bewusst, dass es in einer Demokratie nicht immer einfach ist, schnell die richtigen Lösungen umzusetzen. Aber gerade hier zeigt sich die Stärke und die Fachkenntnis der Verantwortlichen, die bereitgestellten Mittel, auch effektiv einzusetzen und damit die Wiederbelebung der Kinos einzuleiten und die Vielfalt der Kultur zu schützen.

Die Erstunterzeichnenden dieses offenen Briefes sind:

Alamode Filmdistribution – Fabien Arséguel, Tobias Lehmann

Camino Filmverleih – Thomas Reisser, Marcus Machura

Cine Global – Daniel Ó Dochartaigh

déjà-vu film UG – Peter Stockhaus, Jutta Meier

Eksystent Filmverleih – Jakob Kijas

farbfilm verleih GmbH – Alexandre Dupont-Geisselmann, Reno Koppe

Film Kino Text – Jürgen Lütz

Filmpalette Köln oHG – Dirk Steinkühler

FILMPERLEN Filmverleih – Claudia Oettrich

FOUR GUYS Filmdistribution – D. Utz, M. Schwimmer, M. Rößler, E. Lluca

GMfilms – Michael Höfner

Grandfilm GmbH – Patrick Horn

Kinostar Filmverleih – Matthias Roesch, Michael Roesch, Kristian Kossow

Koch Media GmbH – Moritz Peters

Kurzfilm Agentur Hamburg e.V. – Alexandra Gramatke

Majestic Filmverleih GmbH – Benjamin Herrmann

MFA+ FilmDistribution e.K. – Christian Meinke

mindjazz pictures – Holger Recktenwald

Neue Visionen Filmverleih GmbH – Torsten Frehse, Sylvia Müller

Nordlichter Film – Daniel Karg

Pandora Film Medien GmbH – Björn Hoffmann

Piffl Medien GmbH – Hans-Christian Böse

Port au Prince Pictures GmbH – Jan Krüger, Jörg Trentmann

PRO-FUN MEDIA – Marc Putman

Prokino Filmverleih GmbH – Stephan Hutter

Rapid Eye Movies HE GmbH – Stephan Holl, Antoinette Köster

Real Fiction Filmverleih e.K. – Joachim Kühn

RENDEZVOUS Filmverleih und Schwarz Weiss Filmverleih – Matthias Keuthen

Salzgeber & Co. Medien GmbH – Björn Koll

Tobis Film GmbH – Theo Gringel, Peter Eiff, Timm Oberwelland

Splendid Film GmbH – Dr. Dirk Schweitzer

Weltkino Filmverleih GmbH – Dietmar Güntsche, Michael Kölmel

Wild Bunch Germany – Marc Gabizon, Christoph Liedke

W-Film – Stephan Winkler

X Verleih AG – Leila Hamid, Martin Kochendörfer

Die „Leipziger Erklärung“:

Wir, die Kinobetreiber in Deutschland, bekennen uns zum Gesundheitsschutz und zum Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-­‐Virus. Sicherheit und Gesundheit gehen vor und als sozialer Ort sind wir uns unserer Verantwortung voll und ganz bewusst. Die Kinos haben ihre Lüftungszyklen mit maximalem Frischluftanteil erhöht, die natürliche Lüftung ausgeweitet, die Zeiten zwischen den Vorstellungen entzerrt, Plexiglaswände eingezogen, Abstandsmarkierungen angelegt und ganze Saalreihen gesperrt. Über die Kontaktverfolgung und hohe Online-­‐Ticket-­‐Quoten stellen wir zuverlässig und nachweisbar sicher, dass all unsere Gäste im Verdachtsfall kontaktier-­‐und nachvollziehbar sind. Und wir haben die Einhaltung dieser Regeln im Alltag strikt reguliert und kontrolliert. Dank klarer, logischer und nachvollziehbarer Regeln konnten wir unser Publikum nicht nur wiedergewinnen, sondern auch schnell an die Befolgung der neuen Abläufe gewöhnen. Trotz all dieser Bemühungen gilt noch immer in den meisten Bundesländern der Abstand von 1,50 Metern zwischen den Besuchern im Saal, so dass die Auslastung auf 25 bis 30 Prozent beschränkt bleibt. Dies kommt praktisch einem Berufsverbot gleich.

Gerade die kleinen Kinos und Säle sind häufig „ausverkauft“. Mit Besucherzahlen, die oftmals unter 20 liegen. Dies trifft vor allem kulturell anspruchsvolle Filme, Programme für junges Publikum und Produktionen aus der Region. Deshalb appellieren wir an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films. Im Kino hat jeder einen festgelegten Sitzplatz, schaut gleichgerichtet nach vorne und spricht nicht. Angesichts der Raumhöhe und der Umsetzung von Lüftungskonzepten ist das Risiko einer Ansteckung quasi ausgeschlossen. Dies wurde auch bei Gesprächen mit Vertreterinnen der Charité deutlich: Die von uns diskutierte Lösung, zwischen Besuchergruppen einen Sitzplatz bzw. mindestens einen Meter freizulassen (in den meisten Kinos wären es bei der Bestuhlung mindestens 1,20 Meter) wird als Regelung mit Augenmaß angesehen.

Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-­‐Westfalen haben eine solche Regelung umgesetzt. Auch in vielen unserer Nachbarländer gelten diese Abstandsregelungen. Ebenso verliefen die Festspiele in Salzburg nach unserer Kenntnis ohne Zwischenfälle. Es ist kein einziger Fall weltweit bekannt, in dem sich jemand im Kino infiziert hätte. Mit Fortdauer der Pandemie müssen wir nachvollziehbare und faire Regelungen für alle Lebensbereiche finden. Es geht auch darum, die Eigenverantwortung der Besucher wie der Wirtschaftstreibenden wieder zu stärken. Mit der geforderten Regelung erreichen die Kinos eine Auslastung von ca. 50 Prozent und liegen damit noch immer weit unterhalb jeder Normalität. Diese Auslastung ist aber das Minimum, um den deutschen und europäischen Filmmarkt wenigstens im Ansatz wieder zu beleben. Die Filmverleiher*innen können Filme nur dann ins Kino bringen, wenn zumindest die Chance auf eine angemessene Anzahl von Besuchern besteht. Die Kinos brauchen aber die Filme, um als Kulturorte ein vielfältiges Programm anzubieten und so in der Öffentlichkeit wieder wahrgenommen zu werden. Wir appellieren an die Verantwortlichen in der Politik, mit den Abstandsregeln die Grundlage für die Wiederbelebung des Kinomarkts in Deutschland mit seinen über 1.400 mittelständischen Betrieben zu schaffen. Es muss aber auch allen Beteiligten klar sein, dass auch mit einer Auslastung um 50 Prozent noch kein wirtschaftlicher Kinobetrieb möglich ist. Deshalb brauchen wir flankierend Förderprogramme, die den Kulturort Kino nachhaltig sichern. Andernfalls wird die Filmwirtschaft insgesamt großen Schaden nehmen.

Die mittelständischen deutschen und europäischen Produzenten und Verleiher werden von Algorythmus-getriebenen Großproduktionen verdrängt und die kulturelle Vielfalt bleibt auf der Strecke. „Kino ist Kultur und Kultur ist unverzichtbar für eine lebendige Demokratie“, sagte Bundespräsident Frank Walter Steinmeier anlässlich eines Kinobesuchs im Juli. Gerade angesichts der gesellschaftlichen Verwerfungen und der Angriffe auf unsere demokratischen Werte braucht es deshalb nicht nur einen „Wumms“ für die Industrie. Wir müssen die Kultur, auch die Kino-­‐und Filmwirtschaft sichern.


Die „Morduntersuchungskommission“ erhält den Crime Cologne Award 2020

September 7, 2020

Der „Crime Cologne Award 2020“ ging an „Morduntersuchungskommission – Der Fall Teo Macamo“ von Max Annas.

Die Jury begründet ihre Wahl so: „Krimis waren in der DDR sehr beliebt und obwohl sie bei den Offiziellen ein ungeliebtes Genre waren, ließ man ihre Veröffentlichung zu. Verbrechen wurden dem Kapitalismus zugeschrieben und kamen im Sozialismus nicht.

Da in den offiziellen Statistiken der DDR kaum Morde verzeichnet wurden, sollten auch die Autoren möglichst auf Morde in den Romanen verzichten, bzw. den Schauplatz notfalls in den Westen verlegen.

Max Annas ‚Morduntersuchungskommission – Der Fall Teo Macamo‘ schließt 30 Jahre nach der Wiedervereinigung eine Lücke, indem er seinen Roman im letzten Jahrzehnt der DDR ansiedelt. Durch seinen fast protokollarischen Stil unterstreicht er in einer fast objektiv wirkenden Art und Weise, wie die Lebensverhältnisse in der DDR waren und wie die Menschen sich dort auf diese Lebensverhältnisse einstellten. Gewalt gegen Andere scheint hier beinahe die logische Konsequenz.

Mit dem Ermittler Otto Castorp hat er eine Figur geschaffen, deren Welt langsam in sich zusammenfällt, deren baldiges Ende aber noch nicht spürbar ist. Immer wieder muss sich der Leser innerhalb der Geschichte selbst positionieren. Wie hätte man sich selber in dem System verhalten?

Annas bedient sich bei dem historischen und bis heute nicht geklärten Mord an dem Mozambikaner Manuel Diogo, dem der Roman auch gewidmet ist. Er verdeutlicht, dass rassische Verbrechen in der DDR kein Einzelfall waren, aber eben auch kein DDR-Phänomen sind. Vielmehr stellt sich beim Lesen die Frage, wie wir heute mit „Anderen“ umgehen. Damit verleiht Max Annas dem Roman und der Thematik eine enorme Aktualität.“


Die Krimibestenliste September 2020

September 7, 2020

Auf der Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur stehen im September folgende Werke:

1. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Plazierung im Vormonat: 6)

Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.

2. Garry Disher – Hope Hill Drive (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 334 Seiten, 22 Euro.

3. Lauren Wilkinson – American Spy (Plazierung im Vormonat: 9)

Aus dem Englischen von Antje Althans, Anne Emmert, Katrin Harlaß, Jenny Merling. Tropen, 366 Seiten, 16 Euro.

4. Parker Bilal – London Burning (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ulrike Thiesmeyer. Rowohlt, 494 Seiten, 12 Euro.

5. Steph Cha – Brandsätze (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Ars Vivendi, 336 Seiten, 22 Euro.

6. Zoë Beck – Paradise City (Plazierung im Vormonat: 1)

Suhrkamp, 280 Seiten, 10 Euro.

7. Lee Child – Der Bluthund (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Wulf Bergner. Blanvalet, 448 Seiten, 22 Euro.

8. James Lee Burke – Blues in New Iberia (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger. Pendragon, 586 Seiten, 22 Euro.

9. Tommie Goerz – Meier (Plazierung im Vormonat: 10)

Ars Vivendi, 164 Seiten, 18 Euro.

10. Scott Thornley – Der gute Cop (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Karl-Heinz Ebnet und Andrea O’Brien. Suhrkamp, 524 Seiten, 16 Euro.

Ich lese gerade Sam Hawkens „Vermisst“ (Polar Verlag, sehr vielversprechender Anfang). Danach liegen James Ellroys „Jener Sturm“ (Ullstein; sollte schon im Frühjahr erscheinen und wurde dann coronabedingt auf den 14. September verschoben) und Marcie Rendons „Stadt Land raus“ (ariadne, ihr erster Cash-Blackbear-Roman gefiel mir ausnehmend gut) ganz oben auf meinem Zu-lesen-Stapel. Das liegt auch daran, dass sie zuletzt bei mir eingetroffen sind.

Am Ende lese ich dann ein, zwei, drei andere Krimis. Oder diesen in Afrika spielenden Scienc-Fiction-Roman, der es niemals auf diese Bestenliste schaffen wird.


Später als erwartet kommt er: am 5. September ist der Gratis Comic Tag 2020

September 4, 2020

Am zweiten Samstag im Mai sollte der zehnte Gratis Comic Tag für viel Leben in den spezialisierten Comicgeschäften, normalen Buchläden und Stadtbüchereien (die Comics nicht verkaufen, aber Bildergeschichten verleihen und auch Veranstaltungen über grafische Literatur machen) sorgen. Aber am 9. Mai 2020 stand das Leben still.

Weil in dem Moment die 700.000 Gratis-Comics schon gedruckt waren und nur noch auf ihre Verteilung an 650 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz warteten, war klar, dass es auch dieses Jahr einen Gratis Comic Tag geben wird. Nur wann und in welcher Form war unklar.

Am Ende entschieden die Macher sich für eine Verschiebung des Termins auf den 5. September. An diesem Samstag sollen dann, natürlich unter Beachtung der Hygiene-Auflagen, die Gratis-Comics verteilt werden. Mit begleitenden Aktionen und die Fans dürfen selbstverständlich verkleidet kommen. Dabei sind einige Outfits bekannt-beliebter Comicfiguren, wie Spider-Man, perfekte Kostüme für die Pandemie.

Zum diesjährigen Gratis Comic Tag gibt es 34 verschiedene Hefte, die zeigen, wie vielfältig die Comicwelt ist. Denn Comics sind nicht nur die Bildergeschichten, mit denen man als Kind anfing zu lesen, oder Superheldengeschichten oder, wenn man als Erwachsener wieder einen Comic in die Hand nimmt, „Werner“-Blödeleien (dieses Jahr mit einem Heft dabei). Sondern Comics sind heute auch Geschichten für Erwachsene, die sich mit ihrem Leben beschäftigen. Stilistisch und thematisch ist in der inzwischen schon zehnten Ausgabe des Gratis Comic Tags wieder alles vertreten. Dabei gibt es einige speziell für den Tag zusammengestellte Hefte, einige Hefte, die eine abgeschlossene Geschichte erzählen und für meinen Geschmack zu viele Hefte, die nur den Anfang einer längeren Geschichte erzählen. Sie spekulieren offen darauf, dass das kostenlose Heft zum Kauf der weiteren Hefte führt. Denn, und das ist kein Geheimnis, der Gratis Comic Tag ist auch eine Verkaufsveranstaltung, die Menschen zum Kauf von Comics bewegen soll. In den vergangenen Jahren erzielten die Buchhandlungen an dem Tag hohe Umsätze. Jedes Jahr beteiligten sich mehr Geschäfte und es wurden mehr Hefte gedruckt.

Wer einen Blick auf die Umschläge der 34 Gratis-Hefte wirft, wird viele aus den vorherigen Gratis Comic Tagen bekannte Figuren, Serien und Verlage wieder sehen (selbstverständlich sind die „Horrorschocker“ wieder dabei) und etliche neue Comics und Mangas sehen. Einige, wie der französische Slapstick-Comic „Valerian“ (von René Goscinny und Jean Tabary, die ihren sympathischen Landstreicher durch eine wüste Kriminalgeschichte stolpern lassen) und „Onkel Dagobert und Donald Duck“ (Don Rosas 1987 erschienene Geschichte „Der Sohn der Sonne“ [vielleicht für einige schon keine Kindheitserinnerung mehr]) wecken wohlige Erinnerungen an die Kindheit.

Blueberry“ ist zwar nicht für Kinder, aber ein Klassiker, der seit über fünfzig Jahren immer wieder neu aufgelegt wird und den guten Ruf des francobelgischen Comics mit begründete. Als Gratis-Comic wird heuer die von Jean ‚Moebius‘ Giraud und Jean-Michael Charlier erzählte Geschichte „Der Sheriff“ präsentiert.

Für Westernfans gibt es außerdem Paolo Eleuteri Serpieris unveröffentlichte Geschichte „Der Bote“. Sie ist Teil der „Serpieri Collection“ und ziemlich düster. Weniger düster ist der erste Auftritt von „Lincoln“. Das liegt aber daran, dass der maulfaule Verbrecher Lincoln in „Auf Teufel komm raus“ ständig schlecht gelaunt ist und Gott und der Teufel mit ihm böse Spiele treiben.

Im Bereich „Comics für Kids“ gibt es außerdem die „Minions“, die von Fußballspieler Cristiano Ronaldo erfundene Serie „Strike Force 7“ (mit dem Fußballer als Helden; naja) und in den Heften „Hallo Justice League“ und „Harley Quinn“ gibt es jeweils drei Leseproben in denen bekannte Superhelden kindgerechte Abenteuer erleben.

Die Superhelden sind auch bei den Erwachsenen vertreten mit „Spider-Man“ (zwei abgeschlossene Geschichten), „Invincible“ (eine neue Serie von „The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman) und dem ersten Auftritt der „Teenage Mutant Ninja Turtles“. Der war 1984. Damals waren die Turtles noch kein infantiles Hollywoodabenteuer, sondern tiefster Underground.

Bei den Superhelden gibt es auch bayerische und österreichische Gewächse wie „Tracht Man“ und „Ash Austrian Superheroes“, die für mich dann doch zu sehr in den altbekannten Klamauk gehen, bei dem regionale Befindlichkeiten und Traditionen starkbierig mit Superhelden aufgehübscht werden. Das war mir schon als Jugendlicher zu infantil.

Werke wie das Historienepos „ Die Ilias“ (Teil 1 von 3), „Ein Leben für den Fußball – Die Geschichte von Oskar Rohr“ (ein deutscher Torschützenkönig, der 1932 für den FC Bayern spielte, nach Frankreich ging und später in eine Konzentrationslager interniert wurde; auch hier gibt es leider nur die ersten Seiten) und, ebenfalls nur die ersten Seiten von Pénélope Bagieus Roald-Dahl-Interpretion „Hexen hexen“ sind dann nur der vielversprechende Anfänge.

Auch „Pik As – Die fantastische Detektei“ (die erste Hälfte des ersten Falls, der um die Jahrhundertwende in Paris spielt und in dem eine junge naseweise Frau Detektivin sein möchte und daher mit dem Meisterdetektiv Auguste Dupin ermitteln möchte. Der glaubt allerdings, auf weibliche Hilfe verzichten zu können) und das von Alan Moore initiierte Projekt „Cinema Purgatorio“ fungieren vor allem als Appetitanreger.

Das kann über die höchst vergnügliche „Die Rückkehr auf Land: Das wahre Leben“, in dem Jean-Yves Ferri und Manu Larcenet ihre Stadtflucht humorvoll verarbeiten, nicht gesagt werden. Eine dicke Empfehlung für diesen Comic.

Insgesamt zeigen die 34 Hefte, wie vielfältig die aktuelle Comicwelt ist.

Hier geht es direkt zu den teilnehmenden Orten.

Und als Einstimmung eine Covergalerie:

 


Neuigkeiten zum neuen James-Bond-Film

September 4, 2020

Ohne weitere Worte: das Plakat

der neue Trailer


Die Shortlist für den Crime Cologne Award 2020

August 7, 2020

Beginnen wir mit den nicht wirklich überraschenden Meldungen: Das Krimifestival Crime Cologne wurde verschoben. Die Preisverleihung des „Crime Cologne Award 2020“ findet als Live-Stream statt. Das war und ist bei anderen Preisverleihungen im Moment ja normal.

Und nun kommen wir zur Neuigkeit: die Shortlist für den Crime Cologne Award wurde heute veröffentlicht. Nominiert sind:

Max Annas: Morduntersuchungskommission – Rowohlt Hundert Augen

Horst Eckert: Im Namen der Lüge – Heyne Verlag

Tom Hillenbrand: Qube – Verlag Kiepenheuer & Witsch

Petra Ivanov: Entführung – Unionsverlag

Thomas Ziebula: Der rote Judas – Wunderlich Verlag

Die Preisverleihung ist am 6. September.


Die Krimibestenliste August 2020

August 4, 2020

Die Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur präsentieren pünktlich zum Monatsbeginn ihre Liste der besten Krimis für diesen Sommer(ferien)monat (obwohl es schon spürbar früher dunkel wird):

1. Zoë Beck – Paradise City (Plazierung im Vormonat: 4)

Suhrkamp, 280 Seiten 10 Euro.

2. Lee Child – Der Bluthund (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Wulf Bergner. Blanvalet, 448 Seiten, 22 Euro.

3. Guillermo Martinez – Der Fall Alice im Wunderland (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Eichborn, 320 Seiten, 16 Euro.

4. William Boyle – Eine wahre Freundin (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf. Polar, 364 Seiten, 22 Euro.

5. Hideo Yokoyama – 50 (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Japanischen von Nora Bartels. Atrium, 352 Seiten, 22 Euro.

6. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Plazierung im Vormonat: /)

Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.

7. James Lee Burke – Blues in New Iberia (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger. Pendragon, 586 Seiten, 22 Euro.

8. Joseph Incardona – One-Way-Ticket ins Paradies (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Lydia Dimitrow. Lenos, 310 Seiten, 22 Euro.

9. Lauren Wilkinson – American Spy (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Antje Althans, Anne Emmert, Katrin Harlaß, Jenny Merling. Tropen, 366 Seiten, 16 Euro.

10. Tommie Goerz – Meier (Plazierung im Vormonat: /)

Ars Vivendi, 164 Seiten, 18 Euro.


Die Krimibestenliste Juli 2020

Juli 12, 2020

Seitdem es Probleme mit dem Erhalt der Infomail zur monatlichen Bestenliste der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur gibt, kann die Liste schon einmal für einige Tage in Vergessenheit geraten. Daher etwas verspätet die Juli-Empfehlungen der Damen und Herren Krimikritiker:

1. Guillermo Martinez – Der Fall Alice im Wunderland (Plazierung im Vormonat: 4)

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Eichborn, 320 Seiten, 16 Euro.

2. Hideo Yokoyama – 50 (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Japanischen von Nora Bartels. Atrium, 352 Seiten, 22 Euro.

3. Sara Paretsky – Altlasten (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Laudan und Szelinski. Ariadne im Argument Verlag, 544 Seiten, 24 Euro.

4. Zoë Beck – Paradise City (Plazierung im Vormonat: /)

Suhrkamp, 288 Seiten 16 Euro.

5. Emma Viskic – No Sound – Die Stille des Todes (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Ulrike Brauns. Piper, 286 Seiten, 15 Euro.

6. Angie Kim – Miracle Creek (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Marieke Heimburger. Hanserblau, 510 Seiten, 22 Euro.

7. Benjamin Whitmer – Flucht (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Alf Mayer. Polar, 408 Seiten, 22 Euro.

8. Philip Kerr – Trojanische Pferde (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Axel Merz. Wunderlich, 492 Seiten, 24 Euro.

9. Felix Weber – Staub zu Staub (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Niederländischen von Simone Schroth. Penguin, 400 Seiten, 15 Euro.

10. Nicholas Shakespeare – Boomerang (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Englischen von Anette Grube. Hoffmann und Campe, 400 Seiten, 25 Euro.

Paradise City“ fand ich nicht so toll. Warum dürfte ich in einigen Tagen erklären. „Flucht“ und „Trojanische Pferde“ (der vorletzte Bernhard-Gunther-Roman des zu früh verstorbenen Philip Kerr) stehen auch auf meiner Zu-Lesen-Liste.

Im Moment lese ich Thomas Gallis „Weggesperrt – Warum Gefängnisse niemandem nützen“. Ein Sachbuch. Empfehlenswert und zum Nachdenken anregend.


„One World Berlin – Menschenrechte aktuell“: Gespräch zu „Im inneren Kreis“ und zur Problematik von Verdeckten Ermittlern

Juni 16, 2020

Als Moderator bin ich selbstverständlich begeistert über den Film (Er ist wirklich gut!) und voller Vorfreude auf das Gespräch. Daher gibt es jetzt ein Copy&Paste der Ankündigung:

‚Sie war eine Freundin.‘

(eine von der Überwachung betroffene Frau)

Am Mittwoch, den 17. Juni, unterhalten wir uns um 20.00 Uhr mit Prof. Dr. Hartmut Aden (HWR Berlin) und den Regisseuren Hannes Obens und Claudia Morar über ihren Dokumentarfilm „Im inneren Kreis“ und die Problematik von polizeilichen und geheimdienstlichen Undercover-Einsätzen in friedlichen linken Zusammenhängen.

Das Gespräch findet in https://bigblue.minuskel.de/b/axe-vcz-r9k bzw. https://vk1.minuskel.de/b/axe-r43-an7 statt.

Die Macher schreiben über ihren Film

Iris P. führte enge Freundschaften und ging intime Beziehungen mit Menschen ein, die sie zugleich ausspionierte. Als Verdeckte Ermittlerin „Iris Schneider“ forschte sie jahrelang die linke Szene und die „Rote Flora“ in Hamburg aus. Nach ihrer medienwirksamen Enttarnung im Jahr 2014 flogen innerhalb von 18 Monaten zwei weitere Verdeckte Ermittlerinnen in Hamburg auf: Maria B. (Tarnname „Maria Block“) und Astrid O. (alias Astrid Schütt). Auch sie arbeiteten mit ähnlichen Methoden wie Iris P. und waren viele Jahre undercover in der linken Szene unterwegs.

Und auch im idyllischen Heidelberg hat sich der Polizist Simon B. 2010 eigens an der Universität immatrikuliert, um linke Studierende auszuspähen, die nicht im Traum damit gerechnet hätten, einmal ins Fadenkreuz staatlicher Überwachung zu geraten.

Eindrucksvoll erzählen die Protagonisten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre Geschichten. Überwachte Menschen aus dem Umfeld der „Roten Flora“ in Hamburg und junge Studierende aus Heidelberg, aber auch politisch und juristisch Verantwortliche kommen zu Wort, wie der frühere Generalbundesanwalt Kay Nehm.

Was bedeutet die meist abstrakt scheinende Überwachung wirklich? „Im inneren Kreis“ nähert sich dieser aktuellen gesellschaftlichen Fragen auf eine sehr persönliche und konkrete Art: Welche Folgen hat Überwachung für den Einzelnen und für die gesamte Gesellschaft? Wie frei können überwachte Menschen sein?

Zur Filmreihe

Die monatliche Filmreihe im Lichtblick-Kino, mit Dokumentarfilmen über Bürger- und Menschenrechte. Filmemacher*innen und Expert*innen diskutieren mit dem Publikum über Fragen, die Menschen in der Stadt bewegen, lokal und global: Rassismus und Diskriminierung, Überwachung und Datenspeicherung, Teilhabe an einer gerechten Gesellschaft – Menschsein und Menschenrechte in der digitalen Welt. Die Filmreihe versteht sich auch als Plattform für Berliner Bürger und Menschenrechts-Initiativen, die zu den in den Filmen verhandelten Fragen arbeiten.

Die Filmreihe wird organisiert von der Humanistischen Union, Deutschlands ältester Bürgerrechts-Organisation (mitbegründet von Fritz Bauer), One World Berlin – Human Rights Film Festival, das sich seit 2004 durch Menschenrechts-Filmarbeit engagiert, und dem Lichtblick-Kino.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen Schließung von Kinos führen wir die Filmreihe aktuell im Netz fort.

Hinweise zum Gespräch

Weil das Gespräch aufgezeichnet wird, sollte, wie bei allen Videokonferenzen, folgendes beachtet werden:

– Mit Firefox oder Chrome sollte die Teilnahme problemlos funktionieren. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die neueste Version des Browsers zu verwenden. Werbe- und Pop-up-Blocker müssen unter Umständen deaktiviert werden.

– Die Anmeldung erfolgt direkt über den Browser mit einem beliebigen Namen.

– Bitte Mikrophon und Kamera ausschalten. Beides kann, wenn nötig, später eingeschaltet werden.

– Wenn möglich ein Headset verwenden.

– Mit der Teilnahme an der Veranstaltung bist Du mit einer späteren Veröffentlichung einverstanden.

Dieser Punkt ist wichtig, wenn Du dich mit Ton und Bild zu Wort meldest.

Im Chat ist auch eine anonyme Wortmeldung möglich.

Weiterführende Links

zur Veranstaltung

als Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/203754774082907/

Filmhomepage: http://www.iminnerenkreis-doku.de

Homepage von Prof. Dr. Hartmut Aden: https://www.hwr-berlin.de/prof/hartmut-aden/

zu den Veranstaltern

One World Berlin: http://www.oneworld-berlin.de oder https://www.facebook.com/groups/oneworldberlin/

Lichtblick-Kino (Kastanienallee 77, Prenzlauer Berg): http://www.lichtblick-kino.org oder https://www.facebook.com/lichtblickkino/

Humanistische Union – Landesverband Berlin-Brandenburg: berlin.humanistische-union.de


Die Krimibestenliste Juni 2020

Juni 8, 2020

Mit Altlasten beginnt dieses Mal die monatliche Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur:

1. Sara Paretsky – Altlasten (Plazierung im Vormonat: 4)

Aus dem Englischen von Laudan und Szelinski. Ariadne im Argument Verlag, 544 Seiten, 24 Euro.

2. Emma Viskic – No Sound. Die Stille des Todes (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ulrike Brauns. Piper, 286 Seiten, 15 Euro.

3. Young-Ha Kim – Aufzeichnungen eines Serienmörders (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Koreanischen von Inwon Park. Cass, 152 Seiten, 20 Euro.

4. Guillermo Martinez – Der Fall Alice im Wunderland (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Eichborn, 320 Seiten, 16 Euro.

5. Lisa Sandlin – Family Business (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf. Suhrkamp, 358 Seiten, 10 Euro.

6. Cai Jun – Rachegeist (Plazierung im Vormonat: 5)

Aus dem von Chinesischen von Eva Schestag. Piper, 512 Seiten, 16 Euro.

7. Nicholas Shakespeare – Boomerang (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Anette Grube. Hoffmann und Campe, 400 Seiten, 25 Euro.

8. Matthias Wittekind – Die Brüder Fournier (Plazierung im Vormonat: 10)

Edition Nautilus, 272 Seiten, 18 Euro.

9. Deepa Anappara – Die Detektive vom Bhoot-Basar (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von pociao und Roberto de Hollanda. Rowohlt, 400 Seiten, 24 Euro.

10. Jérôme Leroy – Der Schutzengel (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Edition Nautilus, 352 Seiten, 20 Euro.

Und ich habe zuletzt begeistert den neuen Wilsberg-Roman „Sag niemals Nein“ von Jürgen Kehrer gelesen und lese gerade die neue Übersetzung von Rex Stouts Nero-Wolfe-Roman „Die goldenen Spinnen“, einem Roman der wegen der Keine-Wiederveröffentlichungen-Regel nicht auf die Liste kann. Obwohl, bei einer Neuübersetzung…

P. S.: Schade, dass Horst Eckerts „Im Namen der Lüge“ schon wieder rausgeflogen ist.


TV-Tipp für den 28. Mai: Dark Blue (+ ein Hinweis auf den neuen Schmöker von James Ellroy)

Mai 27, 2020

Servus TV, 22.10

Dark Blue (Dark Blue, USA 2002)

Regie: Ron Shelton

Drehbuch: David Ayer

LV: James Ellroy (Originalstory)

April 1992: Während Los Angeles sich in den letzten Tagen vor dem Urteil im Rodney-King-Prozess langsam zu einem Pulverfass entwickelt, muss der korrupte Polizist Eldon Perry mit seinem jungen Partner Bobby Keough einen Vierfach-Mord in einem koreanischen Geschäft aufklären.

„Dark Blue“ ist einer der besten Cop-Thriller der nuller Jahre. Das Buch stellt Fragen nach Schuld und Sühne, individueller Verantwortung und wie Verbrechen bekämpft werden sollen. Die Schauspieler agieren fantastisch. Die Kamera ist immer bei ihnen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen.

James Ellroys Anteil war dabei relativ klein. Er schrieb in den frühen Neunzigern das Drehbuch „The Plague Season“, das vor dem Hintergrund der 1965er Watts-Unruhen spielte. In den folgenden Jahren wurde es entwickelt (So nennen Filmproduzenten ein ständiges Herumschreiben an einem Buch. Nicht immer unbedingt zum Vorteil des Buches.) und letztendlich von „Training Day“-Autor David Ayer umgeschrieben. Anscheinend überlebte wenig bis nichts von Ellroys ursprünglichem, nicht veröffentlichtem Skript. Trotzdem enthält „Dark Blue“ etliche Ellroy-Themen und der Polizeithriller ist ein extrem düsterer Spielfilm.

Das Los Angeles Police Department hat eine lange Geschichte von Polizeiskandalen. Nach dem Rodney-King-Skandal kam es in den späten Neunzigern zum Rampart-Skandal. Im Bezirk Rampart wurden Polizisten der Elite-Einheit CRASH, um Drogenhändler zu bekämpfen, selbst zu Verbrechern. Der Rampart-Skandal löste eine große Umgestaltung des LAPD aus.

Filmischen Widerhall fand Rampart unter anderem in „Training Day“ und der grandiosen Polizeiserie „The Shield“ (bei uns vor allem grandios gefloppt).

Mit Kurt Russell, Scott Speedman, Ving Rhames, Brendan Gleeson, Lolita Davidovich

Wiederholung: Freitag, 29. Mai, 02.55 Uhr (Taggenau!)

Lese-Empfehlung für den September

Wegen der Coronaviruskrise erscheint die deutsche Ausgabe von „Jener Sturm“ (This Storm, 2019), der zweite Band seines zweiten L.A.-Quartetts am 14. September.

Die 1942 in Los Angeles spielende, Wahrheit und Fiktion vermischende Story schließt an „Perfidia“, den ersten Band an. „Der Schock von Pearl Harbour sitzt tief. Ansässige Japaner werden zusammengetrieben und interniert. Es gibt ein mörderisches Feuer und einen Goldraub. Es gibt einen Verrat subversiver Kräfte auf amerikanischem Boden. Es gibt einheimische Nazis, Kommunisten und Betrüger. Es ist der Aszendent des Populismus. Es gibt zwei tote Polizisten in einer Spelunke auf dem Jazz-Club-Strip. Und drei Männer und eine Frau haben ein heißes Date mit der Geschichte.“ (so der Verlag vielversprechend über das Buch)

James Ellroy: Jener Sturm (Das zweite L.A.-Quartett 2)

(aus dem Amerikanischen übersetzt von Stephen Tree)

Ullstein, 2020

912 Seiten

35 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Dark Blue“

Wikipedia über „Dark Blue“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung der James-Ellroy-Verfilmung “Rampart – Cop außer Kontrolle” (Rampart, USA 2011)

Meine Besprechung von James Ellroys Underworld-USA-Trilogie (Ein amerikanischer Thriller, Ein amerikanischer Albtraum, Blut will fließen)

Meine Besprechung von James Ellroys „Der Hilliker-Fluch – Meine Suche nach der Frau“ (The Hilliker Curse – My Pursuit of Women, 2010)

Meine Teilbesprechung von James Ellroys “Perfidia” (Perfidia, 2014)

James Ellroy zum siebzigsten Geburtstag

James Ellroy in der Kriminalakte


Gratis Comic Tag 2020 dieses Jahr im Herbst

Mai 7, 2020

Normalerweise würde ich jetzt die Comics und das Pressematerial für den Gratis Comic Tag lesen. Der sollte nämlich am 9. Mai stattfinden. An 650 Orten (hauptsächlich natürlich Buch- und Comicläden) sollten 700.000 Comics verteilt werden.

Schon seit Wochen war klar, dass der diesjährige Gratis Comic Tag nicht im gewohnten Rahmen stattfinden kann. Das wäre nämlich eine lauschige Massenveranstaltung geworden von alten und jungen Comicfans, teils verkleidet, die mindestens eines der 34 verschiedenen Hefte abgreifen wollen und Veranstaltern, die ein abwechslungsreiches Begleitprogramm anbieten. Während sie über Comics reden. Es wurde überlegt, kleinere Veranstaltungen zu machen oder die 700.000 gedruckten Comics den Fans zuzusenden oder sie über mehrere Tage zu verteilen. Alles möglich, aber auch nicht so wahnsinnig prickelnd. Schließlich soll der Gratis Comic Tag an einem Tag die Aufmerksamkeit auf den Comic und seine Vielfalt lenken. Und währenddessen war unklar, ob die Geschäfte und Bibliotheken überhaupt an dem Tag öffnen dürfen.

Jetzt wurde der große, konsequente und (jedenfalls von mir) auch so erwartete Schritt verkündet:

Liebe Comic-Freundinnen und Comic-Freunde,

nach intensiver Beratung mit den Teilnehmern und Partnern des Gratis Comic Tages wurde beschlossen, den Termin für den GCT 2020 auf den Herbst zu verschieben, so dass dieser nicht jetzt am 9. Mai stattfinden wird.

Diese Entscheidung ist uns schwer gefallen. Auch wenn es momentan sehr nach einer Entspannung der Situation aussieht, so ist der GCT für die meisten Standorte doch eine “Großveranstaltung” und diese sind für den Sommer noch untersagt. Befragt dazu gern beim nächsten Besuch eure Händlerinnen und Händler, sicher kann man euch dort noch einmal besser erklären, wie sich die Situation aus Händlersicht darstellt.

Wir werden uns im Juli noch einmal mit allen Beteiligten beraten und dann hoffentlich bis Anfang August ein neues Datum bekannt geben können.

Vielleicht seid auch Ihr von den aktuellen Maßnahmen betroffen, dann wünschen wir euch alles Gute für diese schwierige Zeit!

Wir freuen uns auf euch beim Gratis Comic Tag 2020
Die Verlage beim Gratis Comic Tag


Die Krimibestenliste Mai 2020

Mai 3, 2020

Für spannende Lesestunden muss man nicht vor die Tür gehen – und bei dem Wetter ist es auch zu kühl, um im Garten zu lesen. Für die dem Wetter angemessen länglichen Couchsitzungen empfiehlt die Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur in ihrer aktuellen Krimibestenliste:

1. Young-Ha Kim – Aufzeichnungen eines Serienmörders (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Koreanischen von Inwon Park. Cass, 152 Seiten, 20 Euro.

2. Michael Connelly – Late Show (Plazierung im Vormonat: –)

Aus dem Englischen von Sepp Leeb. Kampa, 432 Seiten, 19,90 Euro.

3. Lisa Sandlin – Family Business (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf. Suhrkamp, 358 Seiten, 10 Euro.

4. Sara Paretsky – Altlasten (Plazierung im Vormonat: –)

Aus dem Englischen von Laudan und Szelinski. Ariadne im Argument Verlag, 544 Seiten, 24 Euro.

5. Cai Jun – Rachegeist (Plazierung im Vormonat: –)

Aus dem von Chinesischen von Eva Schestag. Piper, 512 Seiten, 16 Euro.

6. Jan Costin Wagner – Sommer bei Nacht (Plazierung im Vormonat: 2)

Galiani, 314 Seiten, 20 Euro.

7. Jérôme Leroy – Der Schutzengel (Plazierung im Vormonat: 5)

Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Edition Nautilus, 352 Seiten, 20 Euro.

8. Angie Kim – Miracle Creek (Plazierung im Vormonat: –)

Aus dem Englischen von Marieke Heimburger. Hanserblau, 510 Seiten, 22 Euro.

9. Horst Eckert – Im Namen der Lüge (Plazierung im Vormonat: –)

Heyne, 576 Seiten, 12,99 Euro.

10. Matthias Wittekind – Die Brüder Fournier (Plazierung im Vormonat: –)

Edition Nautilus, 272 Seiten, 18 Euro.


Deutscher Filmpreis 2020: Die Gewinner

April 25, 2020

Coronabedingt erfolgte die Preisverleihung des 70. Deutschen Filmpreises am Freitag ohne Publikum. Das änderte nichts daran, dass sie im Fernsehen übertragen wurde und dass viel Geld verteilt wurde. In den meisten Kategorien waren nur drei Personen bzw. Filme nominiert. Allein schon angesichts dieses überschaubaren Wettbewerbs, konnte man sich, im Gegensatz zu den Oscars, die potentiellen Gewinner schon vor der Preisverleihung ausrechnen. Insofern überraschen mich die vielen, durchaus verdienten Preise für „Systemsprenger“ nicht. Auch die Ignoranz gegenüber „Lara“ und „Undine“ (demnächst im Kino) überrascht nicht. Das war schon so bei den Nominierungen.

Die Gewinner sind:

Bester Spielfilm

Gold: „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt

Silber: „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani (läuft irgendwann im Kino)

Bronze: „Es gilt das gesprochene Wort“ von Ilker Çatak

Bester Dokumentarfilm

Born in Evin“ von Maryam Zaree

Bester Kinderfilm

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Caroline Link

Beste weibliche Hauptrolle

Helena Zengel („Systemsprenger“)

Beste männliche Hauptrolle

Albrecht Schuch („Systemsprenger“)

Beste weibliche Nebenrolle

Gabriela Maria Schmeide („Systemsprenger“)

Beste männliche Nebenrolle

Albrecht Schuch („Berlin Alexanderplatz“)

Beste Regie

Nora Fingscheidt („Systemsprenger“)

Bestes Drehbuch

Nora Fingscheidt („Systemsprenger“)

Beste Kamera

Yoshi Heimrath („Berlin Alexanderplatz“)

Bester Schnitt

Stephan Bechinger und Julia Kovalenko („Systemsprenger“)

Beste Musik

Dascha Dauenhauer („Berlin Alexanderplatz“)

Bestes Szenenbild

Silke Buhr („Berlin Alexanderplatz“)

Bestes Kostümbild

Sabine Böbbis („Lindenberg! Mach dein Ding“)

Bestes Maskenbild

Astrid Weber und Hannah Fischleder („Lindenberg! Mach dein Ding“)

Beste Tongestaltung

Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stiebitz und Gregor Bonse („Systemsprenger“)

Beste visuelle Effekte und Animation

Jan Stoltz und Claudius Urban („Die Känguru-Chroniken“)

Besucherstärkster Film des Jahres

Das perfekte Geheimnis“ von Bora Dagtekin

Ehrenpreis

Edgar Reitz


Die Glauser-Gewinner 2020

April 20, 2020

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:

a) diesen Text lesen und sofort erfahren, wer dieses Jahr vom Syndikat, dem Autorennetzwerk zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur, die Glauser-Preise erhielt

(Hinweis: Namensgeber für den Preis ist Friedrich Glauser. Im Unionsverlag erschienen seine grandiosen Wachtmeister-Studer-Romane vor einigen Tagen in einer preiswerten Gesamtausgabe, die auf der Werkausgabe des Limmat Verlags beruht.)

b) sich die Aufzeichnung der Preisverleihung ansehen:

Also dann:

Bester Kriminalroman

Jürgen Heimbach: Die Rote Hand, weissbooks.w

nominiert

Lena Avanzini: Am Ende nur ein kalter Hauch, Haymon

Ludwig Cardano: Die Glocke, braumüller

Romy Hausmann: Liebes Kind, dtv

Hoeps & Toes: Die Cannabis-Connection, unionsverlag

Bestes Debüt

Lioba Werrelmann: Hinterhaus, Bastei Lübbe

nominiert

Kai Havaii: Rubicon, Rütten & Loening

Thorsten Kirves: Der Aussteiger, Droemer

Patrick Lorenz: Zwei Millionen in kleinen Scheinen, Emons

Ricarda Oertel: Nordfinsternis, Emons

Bester Kurzkrimi

Sunil Mann mit Der Watschenmann, in: Blutige Lippe 3, Ventura Verlag

nominiert

Raoul Biltgen mit Harmlos, in: Mordsmäßig Münchnerisch 2, Hirschkäfer Verlag

Katja Bohnet mit D für Drive, in: Lametta, Lichter, Leichenschmaus, Knaur Verlag

Richard Fliegerbauer mit Nachtschicht, in: Woidbluad, HePeLo Verlag, Edition Golbet

Julia Hofelich mit Opfer, in: Geschmackvoll morden, Wellhöfer Verlag

Bester Kinderkrimi

Charlotte Habersack: Bitte nicht öffnen, Feurig, Carlsen Verlag

nominiert

Jonathan Cole: Dracula Junior, Vorsicht Vampirjäger, Edel Verlag

Andrea Martin: Die Geheimnisse von Oaksend – Die Monsterprüfung, CBJ Verlag

Jana Scheerer: Gefahr ist unser Geschäft, Verlag Woow Books

Annelies Schwarz: Aprilregen, Obelisk Verlag

Bester Jugendkrimi

Wulf Dorn: 21 Dunkle Begleiter, CBJ Verlag

nominiert

Marie Golien: Cainstorm Island – Der Gejagte, Verlag dtv

Andreas Gruber: Code Genesis . sie werden dich finden, CBJ Verlag

Ehren-Glauser

Nina George


Die Krimibestenliste April 2020

April 11, 2020

Das ging, weil die Liste nicht in meinem Postfach landete, etwas unter. Denn selbstverständlich gibt es auch im April die von der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur präsentierte monatliche Bestenliste:

1. Young-Ha Kim – Aufzeichnungen eines Serienmörders (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Koreanischen von Inwon Park. Cass, 152 Seiten, 20 Euro.

2. Jan Costin Wagner – Sommer bei Nacht (Plazierung im Vormonat: 1)

Galiani, 314 Seiten, 20 Euro.

3. Lisa Sandlin – Family Business (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf. Suhrkamp, 358 Seiten, 10 Euro.

4. Attica Locke – Heaven, My Home (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Susanna Mende.Polar, 322 Seiten, 22 Euro.

5. Jérôme Leroy – Der Schutzengel (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Cornelia Wendt. Edition Nautilus, 352 Seiten, 20 Euro.

6. Davide Longo – Die jungen Bestien (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. Rowohlt, 412 Seiten, 22 Euro.

7. Xavier-Marie Bonnot – Der erste Mensch (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Französischen von Gerhard Meier. Unionsverlag, 348 Seiten, 19 Euro.

8. Oyinkan Braithwaite – Meine Schwester, die Serienmörderin (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer. Blumenbar, 240 Seiten, 20 Euro.

9. Tom Hillenbrand: Qube (Plazierung im Vormonat: /)

Kiepenheuer & Witsch, 556 Seiten, 12 Euro.

10. Richard Lorenz – Hinter den Gesichtern (Plazierung im Vormonat: 10)

Luzifer, 294 Seiten, 13,95 Euro.

Der Kim und der Leroy müssten auf dem Weg zu mir sein. Die neuen Romane von Sara Paretsky (Altlasten, ariadne), Laura Lippman (Die Frau im grünen Regenmantel, Kampa), Michael Connelly (Late Show, Kampa), Don Winslow (Broken, HarperCollins), Benjamin Whitmer (Flucht, polar Verlag), Jorge Zepeda Patterson (Die Korrupten, Elster) und Mercedes Rosende (Falsche Ursula, Unionsverlag) dürften nächsten Monat auf der Liste stehen (Auf meiner Leseliste stehen sie schon jetzt!) und Horst Eckert wird in der Bestenliste notorisch ignoriert. Ist trotzdem ein lesenswerter Thriller.


Die Finalisten für den Hugo-Preis 2020

April 9, 2020

Das haben die Science-Fiction-Fans nicht vorhergesehen: die 78. WorldCon findet jetzt nicht wie geplant vom 29. Juli bis zum 2. August 2020 in Neuseeland, sondern im Internet statt. Damit verläuft die jährliche Verleihung der Hugos auch anders als geplant – und wir können sie wahrscheinlich zum Frühstück verfolgen.

Die Finalisten sind:

Best Novel

The City in the Middle of the Night, von Charlie Jane Anders (Tor; Titan)

Gideon the Ninth, von Tamsyn Muir (Tor.com Publishing)

The Light Brigade, von Kameron Hurley (Saga; Angry Robot UK)

A Memory Called Empire, von Arkady Martine (Tor; Tor UK)

Middlegame, von Seanan McGuire (Tor.com Publishing)

The Ten Thousand Doors of January, von Alix E. Harrow (Redhook; Orbit UK)

Best Novella

Anxiety Is the Dizziness of Freedom”, von Ted Chiang (Exhalation (Borzoi/Alfred A. Knopf; Picador)

The Deep, von Rivers Solomon, mit Daveed Diggs, William Hutson & Jonathan Snipes (Saga Press/Gallery)

The Haunting of Tram Car 015, von P. Djèlí Clark (Tor.com Publishing)

In an Absent Dream, von Seanan McGuire (Tor.com Publishing)

This Is How You Lose the Time War, von Amal El-Mohtar und Max Gladstone (Saga Press; Jo Fletcher Books)

To Be Taught, If Fortunate, von Becky Chambers (Harper Voyager; Hodder & Stoughton)

Best Novelette

The Archronology of Love”, von Caroline M. Yoachim (Lightspeed, April 2019)

Away With the Wolves”, von Sarah Gailey (Uncanny Magazine: Disabled People Destroy Fantasy Special Issue, September/October 2019)

The Blur in the Corner of Your Eye”, von Sarah Pinsker (Uncanny Magazine, July-August 2019)

Emergency Skin, von N.K. Jemisin (Forward Collection (Amazon))

For He Can Creep”, von Siobhan Carroll (Tor.com, 10 July 2019)

Omphalos”, von Ted Chiang (Exhalation (Borzoi/Alfred A. Knopf; Picador))

Best Short Story

And Now His Lordship Is Laughing”, von Shiv Ramdas (Strange Horizons, 9 September 2019)

As the Last I May Know”, von S.L. Huang (Tor.com, 23 October 2019)

Blood Is Another Word for Hunger”, von Rivers Solomon (Tor.com, 24 July 2019)

A Catalog of Storms”, von Fran Wilde (Uncanny Magazine, January/February 2019)

Do Not Look Back, My Lion”, von Alix E. Harrow (Beneath Ceaseless Skies, January 2019)

Ten Excerpts from an Annotated Bibliography on the Cannibal Women of Ratnabar Island”, von Nibedita Sen (Nightmare Magazine, May 2019)

Best Series

The Expanse, von James S. A. Corey (Orbit US; Orbit UK)

InCryptid, von Seanan McGuire (DAW)

Luna, von Ian McDonald (Tor; Gollancz)

Planetfall series, von Emma Newman (Ace; Gollancz)

Winternight Trilogy, von Katherine Arden (Del Rey; Del Rey UK)

The Wormwood Trilogy, von Tade Thompson (Orbit US; Orbit UK) (HINWEIS: Bei Golkonda erschien kürzlich „Rose Water“, der erste Band der Wormwood-Trilogie.)

Best Related Work

Becoming Superman: My Journey from Poverty to Hollywood, von J. Michael Straczynski (Harper Voyager US)

Joanna Russ, von Gwyneth Jones (University of Illinois Press (Modern Masters of Science Fiction))

The Lady from the Black Lagoon: Hollywood Monsters and the Lost Legacy of Milicent Patrick, von Mallory O’Meara (Hanover Square)

The Pleasant Profession of Robert A. Heinlein, von Farah Mendlesohn (Unbound)

2019 John W. Campbell Award Acceptance Speech”, von Jeannette Ng

Worlds of Ursula K. Le Guin, produziert und gedreht von Arwen Curry

Best Graphic Story or Comic

Die, Volume 1: Fantasy Heartbreaker, von Kieron Gillen und Stephanie Hans, Lettering von Clayton Cowles (Image)

LaGuardia, geschrieben von Nnedi Okorafor, gezeichnet von Tana Ford, Farben von James Devlin (Berger Books; Dark Horse)

Monstress, Volume 4: The Chosen, geschrieben von Marjorie Liu, gezeichnet von Sana Takeda (Image)

Mooncakes, von Wendy Xu und Suzanne Walker, Lettering von Joamette Gil (Oni Press; Lion Forge)

Paper Girls, Volume 6, geschrieben von Brian K. Vaughan, gezeichnet von Cliff Chiang, Farben von Matt Wilson, Lettering von Jared K. Fletcher (Image)

The Wicked + The Divine, Volume 9: Okay, von Kieron Gillen und Jamie McKelvie, Farben von Matt Wilson, Lettering von Clayton Cowles (Image)

Best Dramatic Presentation, Long Form

Avengers: Endgame, Drehbuch von Christopher Markus und Stephen McFeely, Regie Anthony Russo und Joe Russo (Marvel Studios)

Captain Marvel, Drehbuch von Anna Boden, Ryan Fleck und Geneva Robertson-Dworet, Regie Anna Boden und Ryan Fleck (Walt Disney Pictures/Marvel Studios/Animal Logic (Australia))

Good Omens, Drehbuch von Neil Gaiman, Regie Douglas Mackinnon (Amazon Studios/BBC Studios/Narrativia/The Blank Corporation)

Russian Doll (Season One), erfunden von Natasha Lyonne, Leslye Headland und Amy Poehler, Regie Leslye Headland, Jamie Babbit und Natasha Lyonne (3 Arts Entertainment/Jax Media/Netflix/Paper Kite Productions/Universal Television)

Star Wars: The Rise of Skywalker, Drehbuch von Chris Terrio und J.J. Abrams, Regie J.J. Abrams (Walt Disney Pictures/Lucasfilm/Bad Robot)

Us, Drehbuch und Regie Jordan Peele (Monkeypaw Productions/Universal Pictures)

Best Dramatic Presentation, Short Form

The Good Place: “The Answer”, Drehbuch von Daniel Schofield, Regie Valeria Migliassi Collins (Fremulon/3 Arts Entertainment/Universal Television)

The Expanse: “Cibola Burn”, Drehbuch von Daniel Abraham & Ty Franck und Naren Shankar, Regie Breck Eisner (Amazon Prime Video)

Watchmen: “A God Walks into Abar”, Drehbuch von Jeff Jensen und Damon Lindelof, Regie Nicole Kassell (HBO)

The Mandalorian: “Redemption”, Drehbuch von Jon Favreau, Regie Taika Waititi (Disney+)

Doctor Who: “Resolution”, Drehbuch von Chris Chibnall, Regie Wayne Yip (BBC)

Watchmen: “This Extraordinary Being”, Drehbuch von Damon Lindelof und Cord Jefferson, Regie Stephen Williams (HBO)

Best Editor, Short Form

Neil Clarke

Ellen Datlow

C.C. Finlay

Jonathan Strahan

Lynne M. Thomas and Michael Damian Thomas

Sheila Williams

Best Editor, Long Form

Sheila E. Gilbert

Brit Hvide

Diana M. Pho

Devi Pillai

Miriam Weinberg

Navah Wolfe

Best Professional Artist

Tommy Arnold

Rovina Cai

Galen Dara

John Picacio

Yuko Shimizu

Alyssa Winans

Best Semiprozine

Beneath Ceaseless Skies, editor Scott H. Andrews

Escape Pod, editors Mur Lafferty and S.B. Divya, assistant editor Benjamin C. Kinney, audio producers Adam Pracht and Summer Brooks, hosts Tina Connolly and Alasdair Stuart

Fireside Magazine, editor Julia Rios, managing editor Elsa Sjunneson, copyeditor Chelle Parker, social coordinator Meg Frank, publisher & art director Pablo Defendini, founding editor Brian White

FIYAH Magazine of Black Speculative Fiction, executive editor Troy L. Wiggins, editors Eboni Dunbar, Brent Lambert, L.D. Lewis, Danny Lore, Brandon O’Brien and Kaleb Russell

Strange Horizons, Vanessa Rose Phin, Catherine Krahe, AJ Odasso, Dan Hartland, Joyce Chng, Dante Luiz and the Strange Horizons staff

Uncanny Magazine, editors-in-chief Lynne M. Thomas and Michael Damian Thomas, nonfiction/managing editor Michi Trota, managing editor Chimedum Ohaegbu, podcast producers Erika Ensign and Steven Schapansky

Best Fanzine

The Book Smugglers, editors Ana Grilo and Thea James

Galactic Journey, founder Gideon Marcus, editor Janice Marcus, senior writers Rosemary Benton, Lorelei Marcus and Victoria Silverwolf

Journey Planet, editors James Bacon, Christopher J Garcia, Alissa McKersie, Ann Gry, Chuck Serface, John Coxon and Steven H Silver

nerds of a feather, flock together, editors Adri Joy, Joe Sherry, Vance Kotrla, and The G

Quick Sip Reviews, editor Charles Payseur

The Rec Center, editors Elizabeth Minkel and Gavia Baker-Whitelaw

Best Fancast

Be The Serpent, presented by Alexandra Rowland, Freya Marske and Jennifer Mace

Claire Rousseau’s YouTube channel, produced & presented by Claire Rousseau

The Coode Street Podcast, presented by Jonathan Strahan and Gary K. Wolfe

Galactic Suburbia, presented by Alisa Krasnostein, Alexandra Pierce and Tansy Rayner Roberts, producer Andrew Finch

Our Opinions Are Correct, presented by Annalee Newitz and Charlie Jane Anders

The Skiffy and Fanty Show, presented by Jen Zink and Shaun Duke

Best Fan Writer

Cora Buhlert

James Davis Nicoll

Alasdair Stuart

Bogi Takács

Paul Weimer

Adam Whitehead

Best Fan Artist

Iain Clark

Sara Felix

Grace P. Fong

Meg Frank

Ariela Housman

Elise Matthesen

Lodestar Award for Best Young Adult Book

Catfishing on CatNet, by Naomi Kritzer (Tor Teen)

Deeplight, by Frances Hardinge (Macmillan)

Dragon Pearl, by Yoon Ha Lee (Disney/Hyperion)

Minor Mage, by T. Kingfisher (Argyll)

Riverland, by Fran Wilde (Amulet)

The Wicked King, by Holly Black (Little, Brown; Hot Key)

Astounding Award for the Best New Science Fiction Writer, sponsored by Dell Magazines

Sam Hawke (2nd year of eligibility)

R.F. Kuang (2nd year of eligibility)

Jenn Lyons (1st year of eligibility)

Nibedita Sen (2nd year of eligibility)

Tasha Suri (2nd year of eligibility)

Emily Tesh (1st year of eligibility)

1945 Retro Hugo Award Finalists

Best Novel

The Golden Fleece, von Robert Graves (Cassell)

Land of Terror, von Edgar Rice Burroughs (Edgar Rice Burroughs, Inc.)

Shadow Over Mars” (The Nemesis from Terra), von Leigh Brackett (Startling Stories, Fall 1944)

Sirius: A Fantasy of Love and Discord, von Olaf Stapledon (Secker & Warburg)

The Wind on the Moon, von Eric Linklater (Macmillan)

The Winged Man”, von A.E. van Vogt and E. Mayne Hull (Astounding Science Fiction, May-June 1944)

Best Novella

The Changeling”, von A.E. van Vogt (Astounding Science Fiction, April 1944)

A God Named Kroo”, von Henry Kuttner (Thrilling Wonder Stories, Winter 1944)

Intruders from the Stars”, von Ross Rocklynne (Amazing Stories, January 1944)

The Jewel of Bas”, von Leigh Brackett (Planet Stories, Spring 1944)

Killdozer!”, von Theodore Sturgeon (Astounding Science Fiction, November 1944)

Trog”, von Murray Leinster (Astounding Science Fiction, June 1944)

Best Novelette

Arena”, von Fredric Brown (Astounding Science Fiction, June 1944) (HINWEIS: deutscher Titell „Arena“, zuletzt erschienen bei Golkonda in Robert Silverberg, Hrsg.: Hall of Fame Science-Fiction – Die besten Storys 1934 – 1948)

The Big and the Little” (“The Merchant Princes”), von Isaac Asimov (Astounding Science Fiction, August 1944)

The Children’s Hour”, von Lawrence O’Donnell (C.L. Moore and Henry Kuttner) (Astounding Science Fiction, March 1944)

City”, von Clifford D. Simak (Astounding Science Fiction, May 1944)

No Woman Born”, von C.L. Moore (Astounding Science Fiction, December 1944)

When the Bough Breaks”, von Lewis Padgett (C.L. Moore and Henry Kuttner) (Astounding Science Fiction, November 1944)

Best Short Story

And the Gods Laughed”, von Fredric Brown (Planet Stories, Spring 1944)

Desertion”, von Clifford D. Simak (Astounding Science Fiction, November 1944)

Far Centaurus”, von A. E. van Vogt (Astounding Science Fiction, January 1944)

Huddling Place”, von Clifford D. Simak (Astounding Science Fiction, July 1944) (HINWEIS: deutscher Titel „Zuflucht“, zuletzt erschienen bei Golkonda in Robert Silverberg, Hrsg.: Hall of Fame Science-Fiction – Die besten Storys 1934 – 1948)

I, Rocket”, von Ray Bradbury (Amazing Stories, May 1944)

The Wedge” (“The Traders”), von Isaac Asimov (Astounding Science Fiction, October 1944)

Best Series

Captain Future, von Brett Sterling

The Cthulhu Mythos, von H. P. Lovecraft, August Derleth, und anderen

Doc Savage, von Kenneth Robeson/Lester Dent

Jules de Grandin, von Seabury Quinn

Pellucidar, von Edgar Rice Burroughs

The Shadow, von Maxwell Grant (Walter B. Gibson)

Best Related Work

Fancyclopedia, von Jack Speer (Forrest J. Ackerman)

42 To ’44: A Contemporary Memoir Upon Human Behavior During the Crisis of the World Revolution, von H.G. Wells (Secker & Warburg)

Mr. Tompkins Explores the Atom, von George Gamow (Cambridge University Press)

Rockets: The Future of Travel Beyond the Stratosphere, von Willy Ley (Viking Press)

The Science-Fiction Field”, von Leigh Brackett (Writer’s Digest, July 1944)

The Works of H.P. Lovecraft: Suggestions for a Critical Appraisal”, von Fritz Leiber (The Acolyte, Fall 1944)

Best Graphic Story or Comic

Buck Rogers: “Hollow Planetoid”, von Dick Calkins (National Newspaper Service)

Donald Duck: “The Mad Chemist”, von Carl Barks (Dell Comics)

Flash Gordon: “Battle for Tropica”, von Alex Raymond (King Features Syndicate)

Flash Gordon: “Triumph in Tropica”, von Alex Raymond (King Features Syndicate)

The Spirit: “For the Love of Clara Defoe”, von Manly Wade Wellman, Lou Fine und Don Komisarow (Register and Tribune Syndicate)

Superman: “The Mysterious Mr. Mxyztplk”, von Jerry Siegel und Joe Shuster (Detective Comics, Inc.)

Best Dramatic Presentation, Short Form

The Canterville Ghost, Drehbuch von Edwin Harvey Blum, nach einer Geschichte von Oscar Wilde, Regie Jules Dassin (Metro-Goldwyn-Mayer (MGM))

The Curse of the Cat People, Drehbuch von DeWitt Bodeen, Regie Gunther V. Fritsch und Robert Wise (RKO Radio Pictures)

Donovan’s Brain, adaptiert von Robert L. Richards, nach einer Geschichte von Curt Siodmak, Regie William Spier (CBS Radio Network)

House of Frankenstein, Drehbuch von Edward T. Lowe, Jr., nach einer Geschichte von Curt Siodmak, Regie Erle C. Kenton (Universal Pictures)

The Invisible Man’s Revenge, Drehbuch von Bertram Millhauser, Regie Ford Beebe (Universal Pictures)

It Happened Tomorrow, Drehbuch und Adaption von Dudley Nichols und René Clair, Regie René Clair (Arnold Pressburger Films)

Best Editor, Short Form

John W. Campbell, Jr.

Oscar J. Friend

Mary Gnaedinger

Dorothy McIlwraith

Raymond A. Palmer

W. Scott Peacock

Best Professional Artist

Earle Bergey

Margaret Brundage

Boris Dolgov

Matt Fox

Paul Orban

William Timmins

Best Fanzine

The Acolyte, edited by Francis T. Laney and Samuel D. Russell

Diablerie, edited by Bill Watson

Futurian War Digest, edited by J. Michael Rosenblum

Shangri L’Affaires, edited by Charles Burbee

Voice of the Imagi-Nation, edited by Forrest J. Ackerman and Myrtle R. Douglas

Le Zombie, edited by Bob Tucker and E.E. Evans

Best Fan Writer

Fritz Leiber

Morojo/Myrtle R. Douglas

J. Michael Rosenblum

Jack Speer

Bob Tucker

Harry Warner, Jr.

(via Tor)


Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2020

März 11, 2020

Vor einigen Minuten die Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Filmpreis wurden bekannt gegeben. Die 70. Verleihung des Deutschen Filmpreises wird von Edin Hasanovic moderiert und am Freitag, den 24. April, um 22.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Nominiert sind:

BESTER SPIELFILM

Berlin Alexanderplatz (Besprechung zum Filmstart)

Es gilt das gesprochene Wort

Lara

Lindenberg! Mach dein Ding

Systemsprenger

Undine (Besprechung zum Filmstart)

BESTER DOKUMENTARFILM

Born in Evin

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

BESTER KINDERFILM

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

BESTE REGIE

Ilker Çatak (Es gilt das gesprochene Wort)

Nora Fingscheidt (Systemsprenger)

Burhan Qurbani (Berlin Alexanderplatz)

BESTES DREHBUCH

Martin Behnke, Burhan Qurbani (Berlin Alexanderlatz)

Nora Fingscheidt (Systemsprenger)

Nils Mohl, Ilker Çatak (Es gilt das gesprochene Wort)

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Anne Ratte-Polle (Es gilt das gesprochene Wort)

Alina Serban (Gipsy Queen)

Helena Zengel (Systemsprenger)

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Jella Haase (Berlin Alexanderplatz)

Lisa Hagmeister (Systemsprenger)

Gabriela Maria Schmeide (Systemsprenger)

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Jan Bülow (Lindenberg! Mach dein Ding)

Welket Bungué (Berlin Alexanderplatz)

Albrecht Schuch (Systemsprenger)

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Pasquale Aleardi (Ich war noch niemals in New York)

Godehard Giese (Es gilt das gesprochene Wort)

Albrecht Schuch (Berlin Alexanderplatz)

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG

Yoshi Heimrath (Berlin Alexanderplatz)

Frank Lamm (Deutschstunde)

Jieun Yi (O Beautiful Night)

BESTER SCHNITT

Stephan Bechinger, Julia Kovalenko (Systemsprenger)

Bettina Böhler (Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien)

Heike Gnida (Pelikanblut)

Andreas Menn (Mein Ende. Dein Anfang.)

BESTES SZENENBILD

Silke Buhr (Berlin Alexanderplatz)

Matthias Müsse (Ich war noch niemals in New York)

Sebastian Soukup (Narziss und Goldmund) (Besprechung zum Filmstart)

Tim Tamke (Freies Land)

BESTES KOSTÜMBILD

Ingken Benesch (Freies Land)

Sabine Böbbis (Lindenberg! Mach dein Ding)

Thomas Oláh, Nora Bates (Ich war noch niemals in New York)

BESTES MASKENBILD

Helene Lang (Narziss und Goldmund)

Astrid Weber, Hannah Fischleder (Lindenberg! Mach dein Ding)

Gerhard Zeiss (Ich war noch niemals in New York)

BESTE FILMMUSIK

Lorenz Dangel (Deutschstunde)

Dascha Dauenhauer (Berlin Alexanderplatz)

John Gürtler (Systemsprenger)

BESTE TONGESTALTUNG

Simone Galavazi, Michel Schöpping (Berlin Alexanderplatz)

Andreas Mücke-Niesytka, Martin Steyer, Dominik Schleier, Benjamin Hörbe, Bettina Böhler (Undine)

Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stieblitz, Gregor Bonse (Systemsprenger)

BESTE VISUELLE EFFEKTE UND ANIMATION

Frank Kaminski (Berlin Alexanderplatz)

Sven Martin (Ich war noch niemals in New York)

Jan Stoltz, Claudius Urban (Die Känguru-Chroniken)

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES

Edgar Reitz

BESUCHERSTÄRKSTER FILM

Das perfekte Geheimnis (Regie: Bora Dagtekin)

Wie immer sind auch etliche Filme für den Deutschen Filmpreis nominiert, die noch nicht im Kino angelaufen sind. Wie „Undine“ und „Berlin Alexanderplatz“, der mit Nominierungen überschüttet wurde. Da ich den Film schon gesehen habe und ich nicht sonderlich begeistert von dem Drei-Stunden-Opus bin, verstehe ich diesen Nominierungsregen nicht. Systemsprenger“ hat vielleicht ein, zwei Nominierungen zu viel erhalten und „Lara“ viel zu wenige. „Nur eine Frau“ (Kinostart 9. Mai 2019 und damit nach der Verleihung des letztjährigen Filmpreises) war ja schon letztes Jahr im Rennen um den Deutschen Filmpreis. .


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