TV-Tipp für den 20. Dezember: Misery

Dezember 20, 2015

RBB, 23.00

Misery (USA 1990, Regie: Rob Reiner)

Drehbuch: William Goldman

LV: Stephen King: Misery, 1987 (Sie)

Des Schriftstellers Alptraum (hilflos ans Bett gefesselt in den Händen eines fanatischen Fans), des Zuschauers Vergnügen. Eine der besten Verfilmungen des Grandmasters der Mystery Writers of America.

Kathy Bates erhielt für ihre furchterregende Darstellung der helfenden Krankenschwester den Oscar, den Chicago Film Critics Association Awards und den Golden Globe als beste Schauspielerin.

Mit James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth, Lauren Bacall, Frances Sternhagen

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Misery”

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung “Carrie” (Carrie, USA 2013)

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour

Meine Besprechung von Rob Reiners „Das grenzt an Liebe“ (And so it goes, USA 2014)


TV-Tipp für den 31. Oktober: Die Verurteilten

Oktober 30, 2015

Vox, 20.15
Die Verurteilten (USA 1994, Regie: Frank Darabont)
Drehbuch: Frank Darabont
LV: Stephen King: Rita Hayworth and the Shawshank Redemption, in Different Seasons, 1982 (Pin up; Die Verurteilten in „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“; einer Sammlung von vier Novellen)
Ein unschuldig verurteilter Bankmanager flüchtet nach jahrelanger Kleinarbeit aus dem Gefängnis.
Eindrucksvolles Gefängnisdrama, das beim Kinostart nicht als „Stephen-King-Film“ beworben wurde. Zu Recht, denn damals stand Kings Name fast ausschließlich für minderwertige Horrorfilme.
„Die Verurteilten“ ist inzwischen ein äußerst beliebter und erfolgreicher Film. In dem All-Time-Great-Ranking der Internet Movie Database steht er derzeit auf Platz 1; – was einen dann doch etwas an dieser Liste zweifeln lassen kanne. Auch wenn der zweite und dritte Platz von „Der Pate“ und „Der Pate 2“ belegt werden.
Mit Tim Robbins, Morgan Freeman, Bob Gunton, William Sadler, Clancy Brown, Gil Bellows, Mark Rolston, James Whitmore, Jude Ciccolella

Wiederholung: Sonntag, 1. November, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Verurteilten“

Wikipedia über „Die Verurteilten“ (deutsch, englisch)

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour

Bonushinweis

King - Finderlohn - 4
Für „Finderlohn“, den zweiten Roman mit Detektiv Bill Hodges, wird Stephen King keinen Edgar erhalten, weil er den bedeutenden Krimipreis dieses Jahr für „Mr. Mercedes“, den ersten Roman mit Hodges, erhielt.
Das sollte einen natürlich nicht davon abhalten, „Finderlohn“ („In Erinnerung an John D. MacDonald“ [Widmung]) zu lesen. Dieses Mal will Hodges einem Jungen helfen, der einen Schatz gefunden hat. Dummerweise wurde er von einem psychopathischen Mörder versteckt, der nach 35 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird und seinen Schatz wieder haben will.
Ach ja, „Mr. Mercedes“ erschien vor wenigen Tagen als Taschenbuch und der dritte Hodges-Roman ist bereits in Arbeit.

Stephen King: Finderlohn
(übersetzt von Bernhard Kleinschmidt)
Heyne, 2015
544 Seiten
22,99 Euro

Originalausgabe
Finders Keepers
Scribner, 2015


DVD-Kritik: „The Twilight Zone“ – unheimliche Geschichten in der finalen Staffel

September 25, 2015

Nachdem in der vierten Staffel der legendären Serie „The Twilight Zone“ (USA 1959 – 1964) das Format von halbstündigen auf einstündige Geschichten (mit Werbung) verändert wurde, was nicht unbedingt zum Vorteil der Geschichten war, ist in der fünften und letzten Staffel der Serie (es gab später Wiederbelebungen und Kinofilme) wieder die Welt in Ordnung. Wenn man Intro, Rod Serlings Ansagen und den Abspann weglässt, wird in etwas über zwanzig Minuten eine unwahrscheinliche, immer spannende Geschichte, die fast immer ein ebenso überraschendes, wie überzeugendes Ende hat, erzählt. Meistens handelt es sich dabei um eine Science-Fiction- oder Horrorgeschichte.
Dabei ist die Auftaktepisode „Ein Leben für ein Leben“ (In Praise of Pip) eher schwach geraten. Im Mittelpunkt steht ein Spieler, der, als er erfährt, dass sein über alles geliebter Sohn in Vietnam im Sterben liegt, Gott um einen Tauschhandel bittet, während er schwerverletzt und von Visionen geplagt über einen Vergnügungspark stolpert. Da ist das Ende dann doch arg absehbar. Aber Jack Klugman darf schauspielerisch brillieren.
Die zweite Folge „Ein Halbschwergewicht aus Stahl“ (Steel) ist dann ein kleiner Klassiker, der 2011 als „Real Steel“ (Real Steel) wieder verfilmt wurde. Lee Marvin spielt einen Ex-Boxer und Box-Promoter, der – nachdem Boxkämpfe zwischen Menschen verboten sind und menschenähnliche Roboter gegeneinander kämpfen –, weil er das Geld braucht, als „Roboter“ gegen einen anderen Roboter in den Ring steigt.
Auch die dritte Folge „Porträt eines ängstlichen Mannes“ (Nightmare at 20.000 Feet), ebenfalls von Richard Matheson geschrieben, erhielt 1983 in dem Spielfilm „Unheimliche Schattenlichter“ (Twilight Zone: The Movie) ein von „Mad Max“ George Miller inszeniertes Remake. Es geht um einen von William Shatner gespielten Mann, der panische Flugangst hat. Als er während des Fluges aus dem Fenster blickt, sieht er ein koboldähnliches Wesen, einen Gremlin, auf der Tragfläche herumwerkeln. Das kann doch nur ein Alptraum sein.
Wie auch in den 33 anderen Geschichten aus der Dimension zwischen Licht und Schatten konfrontieren sie in jeder neuen Geschichte einen anderen Protagonisten mit seinen Ängsten oder Wünschen und einem Twist-Ende. Dabei fällt Robert Enricos Verfilmung von Ambrose Pierces Kurzgeschichte „Zwischenfall an der Eulenfluss-Brücke“ (Occurence at Owl Creek Bridge) aus dem Rahmen. Denn es ist eine französische Produktion, die für die US-Ausstrahlung bearbeitet wurde, während die anderen Geschichten alle für ein überschaubares Budget in Hollywood realisiert wurden. Auch von Regisseuren, die heute noch bekannt sind.
Don Siegel, Jacques Tourneur, Ida Lupino, Elliot Silverstein, Robert Butler, Richard C. Sarafian, Ted Post, Joseph M. Newman und Richard Donner inszenierten teils mehrere Episoden.
Wie immer schrieb Rod Serling die meisten Geschichten. Manchmal kam auch ein anderer Autor zum Zug. Neben dem schon erwähnten Richard Matheson waren das Charles Beaumont, Martin M. Goldsmith (der auch das Drehbuch für den Noir-Klassiker „Detour“ schrieb) und, am Anfang seiner Karriere, Earl Hamner, Jr. (der Erfinder der langlebigen TV-Serien „Die Waltons“ und „Falcon Crest“).
Und neben den schon erwähnten Schauspielern hatten Mickey Rooney, Telly Savalas, James Coburn, Warren Oates, Greg Morris, Patrick O’Neal, Michael Constantine, Jackie Cooper, Martin Landau, Barry Nelson (der allererste James-Bond-Darsteller), George Takei, John Mitchum, Robert Lansing und Don Gordon (okay, die beiden sind als Nebendarsteller, als Ich-kenne-das-Gesicht-aber-nicht-den-Namen, bekannt) prägnante Auftritte.
Am Ende wurden in fünf Jahren 156 Geschichten erzählt, die durchweg sehenswert sind und die heute immer noch als Schule für Autoren dienen können. Rod Serling, der Erfinder und Präsentator der Serie, schrieb insgesamt 92 Geschichten, vierzehn davon für die fünfte, aus 36 Geschichten bestehende Staffel.
Die Staffelbox ist mit Bonusmaterial, das sich dieses Mal vor allem auf die zahlreichen Audiokommentare konzentriert, gewohnt gut ausgestattet. Bei so einer alten Serie muss man sogar von überragend sprechen. Wie die aus der „Twilight Zone“ gekommene Serie.

The Twilight Zone - Staffel 5 - DVD-Cover

The Twilight Zone – Staffel 5 (The Twilight Zone, USA 1963/1964)
Erfinder: Rod Serling

DVD
Koch Media
Bild: 1.33:1 (4:3) (SW)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Audiokommentare, isolierte Musikspure
Länge: 879 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „The Twilight Zone“ (deutsch, englisch)

The Rod Serling Memorial Foundation

PBS: American Masters: Rod Serling

The Guardian: Phelim O’Neill: Why The Twilight Zone puts today’ TV sci-fi to sham (7. Mai 2011)

Meine Besprechung von “The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 1″ (USA 1959/1960)

Meine Besprechung von “The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 3” (USA 1961/1962)

Meine Besprechung von „The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 4“ (USA 1963)

Die Doku „Rod Serling: The angry young Man of Hollywood“


DVD-Kritik: „The Twilight Zone – Staffel 4“, weniger Geschichten, dafür länger

Mai 5, 2015

Für die vierte Staffel der grandiosen und einflussreichen Anthologieserie „The Twilight Zone“ wurde die Episodenlänge von 25 Minuten auf 50 Minuten geändert, was nicht unbedingt ein Vorteil war. Denn bislang lag der Reiz der schwarzhumorigen ‚unwahrscheinlichen Geschichten“ in der Kürze, die ohne Umwege vom Set-Up zur meist schwarzhumorigen Pointe führt.
Bei der doppelten Länge hatten die Macher dann mehr Zeit, um ihre Charaktere zu charakterisieren und dabei immer noch deutlich unter der Länge eines Spielfilms zu bleiben. Das führt dazu, dass die achtzehn Geschichten der vierten Staffel nicht die Durchschlagkraft der kürzeren Geschichten haben, sondern oft wie eine gestreckte Kurzgeschichte (und mehr sind die klassischen „The Twilight Zone“-Geschichten nicht) mit einer dann absehbaren Pointe wirkt.
Das heißt jetzt nicht, dass die Geschichten schlecht sind. So lässt sich die Auftaktepisode „Wie ein Spiegelbild“ (In his Image) viel Zeit, um die Verunsicherung bei Alan Talbot zu zeigen, dessen Leben auseinanderfällt. Er ist ohne eine Erklärung zu spät bei seiner Freundin, die er in einigen Tagen heiraten will. Als sie in seinen Heimatort fahren, ist dort vieles anders, als er es in Erinnerung hat. Innerhalb einer Woche hat sich mehr verändert als in den letzten zwanzig Jahren und niemand erkennt ihn. Auch er kennt niemanden und das Labor, in dem er arbeitet, existiert nicht. Dann bemerkt er durch eine Verletzung, dass er ein Roboter ist. Das könnte jetzt das Ende der Episode sein, aber es gibt noch eine Drehung. Talbot findet seinen Erbauer und dieser erklärt ihm sehr ausführlich, warum er ihn geschaffen hat. Und es gibt darauf aufbauend eine hübsche Schlusspointe. Jedenfalls für Talbots Erbauer.
„Er ist zurück“ (He’s alive) ist ein Showcase für Dennis Hopper, der einen jungen Nazi spielt. Die Geschichte schildert seine Anfänge in der US-Provinz und wie er, inspiriert von einem zunächst unbekanntem Ratgeber, der sich später als ‚Geist‘ von Adolf Hitler zu erkennen gibt, eine Gefolgschaft um sich scharrt. Rod Serlings Geschichte ist eine psychologisch glaubwürdige Fallstudie zum Faschismus, wie er weiterlebt und auch was gegen Hassprediger jeder Couleur getan werden kann. Im Gegensatz zu den anderen „The Twilight Zone“-Geschichten ist hier der pädagogische Zeigefinger und die Botschaft überdeutlich zu sehen, weshalb „Er ist zurück“ als „The Twilight Zone“-Geschichte eher enttäuscht (denn unwahrscheinlich ist hier nichts, nur,, auch ohne Pegida, unheimlich in ihrer Alltäglichkeit), aber als zeitlose Warnung vor dem Faschismus, wie menschenfeindliches Denken sich ausbreitet und wer ihre Propagandisten sind, ist es eine gelungene Episode, die auch zeigt, wozu Fernsehen in der Lage ist. Außerdem vertrat Serling hier so offen wie selten seine politischen und philosophischen Überzeugungen.
Mehr Geschichten will ich jetzt nicht spoilern. Denn auch bei der doppelten Länge sind sie gut und unterhaltsam. Es gibt auch wieder einige noch heute bekannte Gesichter zu entdecken. „Hulk“ Bill Bixby, den schon erwähnten Dennis Hopper, Paul Mazursky (der heute als Regisseur bekannter ist), Jack Klugman, Robert Duvall, Burgess Meredith, Steve Forrest, Martin Balsam, Pat Hingle, James Whitmore, James Broderick und Burt Reynolds sind dabei. Teilweise noch am Anfang ihrer Karriere.
Einige Episoden wurden von Stuart Rosenberg, Don Medford, Buzz Kulik, David Lowell Rich, Lamont Johnson, die neben ihrer Serienarbeit, auch für frühere „The Twilight Zone“-Staffeln, auch einige erfolgreiche Spielfilme inszenierten.
Geschrieben wurden die Geschichten hauptsächlich von Rod Serling (sechs Geschichten, was deutlich weniger als in den früheren Staffeln ist) und Charles Beaumont (ebenfalls sechs Geschichten). Zwei Geschichten sind von Richard Matheson. Eine von Reginald Rose („Die zwölf Geschworenen“, „Die Wildgänse kommen“).
Die vierte „The Twilight Zone“-Staffel lag also weiterhin in den bewährten Händen. Dennoch wurde In der darauffolgenden fünften und letzten Staffel (bevor die Reihe später zweimal wiederbelebt wurde) wurde wieder auf das halbstündige Format, das besser zu den Horror- und Science-Fiction-Geschichten aus der Twilight Zone passt, zurückgegangen.
Das Bonusmaterial ist gewohnt überzeugend und umfangreich ausgefallen. Das Kernstück sind dabei die neunzehn Audiokommentare zu den achtzehn Episoden.
Weil die vierte Staffel nicht synchronisiert wurde und auch nicht im TV lief, gibt es die Geschichten nur im englischen Original mit ausblendbaren Untertiteln.

The Twilight Zone - Staffel 4 - DVD-Cover

The Twilight Zone – Staffel 4 (The Twilight Zone – Season 4, USA 1963)
Erfinder: Rod Serling

DVD
Koch Media
Bild: 1,33:1 (4:3, SW)
Ton: Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: 19 Audiokommentare, Isolierte Filmmusik zu allen 18 Episoden, Hörspielfassungen, Audio- und Videointerviews mit Cast & Crew, Sketch aus ‚Saturday Night Live‘, Outtakes, Clips, Promos
Länge: 904 Minuten (6 DVDs)
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „The Twilight Zone“ (deutsch, englisch)

The Rod Serling Memorial Foundation

PBS: American Masters: Rod Serling

The Guardian: Phelim O’Neill: Why The Twilight Zone puts today’ TV sci-fi to sham (7. Mai 2011)

Meine Besprechung von “The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 1″ (USA 1959/1960)

Meine Besprechung von „The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 3“ (USA 1961/1962)


DVD-Kritik: Über „The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 3“

April 10, 2015

Für ein Binge-Watching eignet sich die „The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten“ nicht wirklich. Denn normalerweise will man beim Binge-Watching ja unbedingt wissen, wie es weitergeht. Auch weil jede Folge der Serie mit einem fiesen Cliffhanger endet, der in der nächsten Folge schnell aufgelöst wird. Dieses Suchtgefühl stellt sich bei den Geschichten aus der Twilight Zone nicht ein. Denn jede Episode ist eine in sich abgeschlossene kurze mal mehr, mal weniger fantastische, mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit, mal in der Zukunft, mal in einer Parallelwelt spielende Geschichte. Jede Episode hat andere Charaktere. Sie können daher unabhängig von einander in jeder beliebigen Reihenfolge gesehen werden. Und auch wenn nicht jede Geschichte grandios ist, sind die Geschichten immer sehenswert und zeigen, wie gutes Geschichtenerzählen funktioniert. Bei den US-amerikanischen Science-Fiction-Fans war die Serie während der Erstausstrahlung so beliebt, dass sie im dritten Jahr in Folge den Hugo als ‚Best Dramatic Presentation‘ erhielt.
Die dritte Staffel unterscheidet sich nicht von den vorherigen beiden Staffeln und alles, was ich damals schrieb, stimmt immer noch. Es sind wieder verdammt gute, knapp halbstündige Geschichte mit einer meistens überraschenden Pointe. Denn bei einigen Geschichten ist die Pointe heute zu bekannt, um noch wirklich zu überraschen und manchmal ist die Pointe absehbar. Immerhin gibt es bei einer überschaubaren Zahl von Charakteren nur eine bestimmte Menge an Pointen. Serienerfinder und Präsentator Rod Serling schrieb wieder die meisten Geschichten. Zu den anderen Autoren zählen Richard Matheson, Charles Beaumont und Ray Bradbury. Er schrieb die einhundertste Episode und verarbeitete „Unsere Oma, der Roboter“ (I sing the Body Electric) später zu einer Kurzgeschichte.
Teilweise spielen heute noch bekannten Schauspieler mit, wie Charles Bronson, Robert Redford, Peter Falk, Leonard Nimoy, Jack Klugman, Cliff Robertson, Lee Marvin, Strother Martin, R. G. Armstrong, Donald Pleasence, Richard Kiel, Veronica Cartwright, Paul Mazursky (der ja eher als Regisseur bekannt ist) und Buster Keaton.
Die tolle SW-Bildqualität muss sich nicht vor neueren Produktionen verstecken.
Und es gibt wieder erstaunlich viel Bonusmaterial. Neben vierundreißig Audiokommentaren, verteilt auf siebenundreißig Episoden (also eigentlich gibt es für jede Episode einen Audiokommentar) gibt es eine sechste DVD mit Teaser und Werbetafeln (ein netter Blick in die Vergangenheit), neunzehn Hörspieladaptionen fürs Radio, Vorlesung des alternativen Endes der Episode 70 (Eine Runde Billard), Ausschnitte aus den in den Achtzigern entstandenen Remakes der Episode 70 (Eine Runde Billard) und 87 (In den Schuhen eines Toten), Interviews mit dem Schauspieler Edson Stroll und dem Kameramann George T. Clemens, ein Ausschnitt aus der „Garry Moore Show“ und ein Ausschnitt aus der „Tell it to Groucho“-Show, in denen „The Twilight Zone“-Erfinder Rod Serling zu Gast war.
Wie schon bei den ersten beiden Staffeln ist auch die DVD-Ausgabe der dritten „The Twilight Zone“-Staffel eine filmhistorisch vorbildliche Ausgabe einer vor über fünfzig Jahren gedrehten Serie, die sich vor neuen Serien nicht verstecken muss.
Das gleiche gilt für die Geschichten. Aber das habe ich schon gesagt?

The Twilight Zone - Staffel 3 - DVD-Cover

The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 3 (USA 1961/1962)
Erfinder: Rod Serling

DVD
Koch Media
Bild: 1,33:1 (4:3), SW
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: 34 Audiokommentare, Isolierte Musikspur zu allen Episoden, 19 Radio-Hörspiele, Interviews mit Cast & Crew, Rod Serlings Auftritte in den Sendungen „The Garry Moore Show“ und „Tell ti to Groucho“, Ausschnitte aus den Farb-Remakes der 80er Jahre
Länge: 912 Minuten (6 DVDs)
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „The Twilight Zone“ (deutsch, englisch)

The Rod Serling Memorial Foundation

PBS: American Masters: Rod Serling

The Guardian: Phelim O’Neill: Why The Twilight Zone puts today’ TV sci-fi to sham (7. Mai 2011)

Meine Besprechung von „The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 1“ (USA 1959/1960)

 


TV-Tipp für den 17. Januar: Die Verurteilten

Januar 17, 2015

Vox, 20.15
Die Verurteilten (USA 1994, Regie: Frank Darabont)
Drehbuch: Frank Darabont
LV: Stephen King: Rita Hayworth and the Shawshank Redemption, in Different Seasons, 1982 (Pin up; Die Verurteilten in „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“; einer Sammlung von vier Novellen)
Ein unschuldig verurteilter Bankmanager flüchtet nach jahrelanger Kleinarbeit aus dem Gefängnis.
Eindrucksvolles Gefängnisdrama, das beim Kinostart nicht als „Stephen-King-Film“ beworben wurde. Zu Recht, denn damals stand Kings Name fast ausschließlich für minderwertige Horrorfilme.
„Die Verurteilten“ ist inzwischen ein äußerst beliebter und erfolgreicher Film. In dem All-Time-Great-Ranking der Internet Movie Database steht er derzeit auf Platz 1; – was einen dann doch etwas an dieser Liste zweifeln lassen kanne. Auch wenn der zweite und dritte Platz von „Der Pate“ und „Der Pate 2“ belegt werden.
Mit Tim Robbins, Morgan Freeman, Bob Gunton, William Sadler, Clancy Brown, Gil Bellows, Mark Rolston, James Whitmore, Jude Ciccolella
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Die Verurteilten“
Wikipedia über „Die Verurteilten“ (deutsch, englisch)

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour


TV-Tipp für den 21. August: Meister des Grauens – Thomas Gottschalk präsentiert Stephen King

August 21, 2014

Vox, 20.15

Meister des Grauens – Thomas Gottschalk präsentiert Stephen King

Wenn es in den zwei Stunden (mit Werbung) nicht nur „Thomas Gottschalk präsentiert Stephen King“, sondern auch Interviews mit King und Weggefährten und Ausschnitte aus den Verfilmungen gibt, dann dürfte das mindestens eine okaye Sendung sein.

Im Anschluss läuft die grandiose King-Verfilmung „Misery“.

Wiederholung: Freitag, 22. August, 00.50 Uhr (Taggenau! – Und mit weniger Werbung.)

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung “Carrie” (Carrie, USA 2013)

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour


DVD-Roundup, Teil 2: TV-Serien und TV-Filme, alle sehenswert

März 19, 2014

Jetzt sind die TV-Serien dran. Ebenfalls durchgängig mindestens einen Blick wert.

Twilight Zone“ ist eine der klassischen TV-Serien. Rod Serling erfand sie 1959 und seitdem erlebte sie zwei erfolgreiche Neuauflagen im TV und einen Spielfilm. Außerdem gab es einige Nachahmer. Denn das Konzept war denkbar einfach: spannende Geschichten innerhalb einer halben Stunde erzählen. Sie waren das filmische Äquivalent zu einer Kurzgeschichte. Weitere Regeln gab es nicht, aber normalerweise waren es phantastische Geschichten, Horrorgeschichten und manchmal auch Kriminalgeschichten. Gerne auch in einem lockeren Genremix. Solange die Geschichte eine gute Pointe hatte, war alles möglich. Rod Serling schrieb fast alle „unwahrscheinliche Geschichten“ aus der „fünften Dimension jenseits der menschlichen Erfahrung – eine Dimension, so gewaltig wie der Weltraum und so zeitlos wie die Ewigkeit. Es ist das Zwischenreich, wo Licht in Schatten übergeht, Wissenschaft auf Aberglaube trifft. Sie liegt zwischen den Fallgruben unserer Furcht und den lichten Gipfeln unseres Wissens. Dies ist die Dimension der Fantasie, das Reich der Dämmerung“. Neben Serling schrieben auch Charles Beaumont und Richard Matheson einige Drehbücher für die erste Staffel.

Oh, und natürlich spielten die Geschichten mit wenigen Charakteren an wenigen Orten. Denn viel Geld war für die einzelnen Geschichten nicht vorhanden. Also beschränkten die Regisseure, wie Robert Parrish, Mitchell Leisen, Jack Smight, Stuart Rosenberg, William Claxton, Ted Post und Ralph Nelson, sich darauf, die Schauspieler möglichst wenig zu stören. In der ersten Staffel sind dann auch einige bekannte Namen dabei, die damals teils am Ende, teils am Anfang ihrer Karriere waren, wie Martin Landau, Dan Duryea, Ida Lupino, Martin Balsam, Burgess Meredith, Richard Conte, Rod Taylor, Fritz Weaver, Inger Stevens, Paul Mazursky, Warren Oates, Vera Miles, Claude Akins, Kevin McCarthy, Roddy McDowall, Jack Klugman, Anne Francis und Jack Warden.

Auch aus heutiger Perspektive sind die Geschichten – auch wenn wir einige Pointen früh erahnen – flott erzählt mit einer meist überraschenden, immer gelungenen Pointe.

Die DVD-Box mit der ersten Staffel ist eine Fundgrube für filmhistorisch Interessierte. Denn neben den 36 Folgen (in vorzüglicher Bildqualität) gibt es Tonnen von Bonusmaterial, unter anderem zu jeder Folge einen Audiokommentar, weitere Gespräche, Werbematerial und etwas Kleinkram.

Was soll ich sagen: eine phantastische Serie in einer rundum gelungenen Aufmachung.

Die zweite Staffel erscheint am 20. März 2014.

The Twilight Zone - Staffel 1 - DVD-Cover

The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 1 (The Twilight Zone, USA 1959/1960)

Erfinder: Rod Serling

DVD

Koch Media

Bild: 1.33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: 36 Audiokommentare und episodenbezogene Audiointerviews, Isolierte Musikspuren mit Musik von Bernard Herrmann, Jerry Goldsmith, Franz Waxman und anderen, Radio-Hörspielversionen einzelner Episoden, Werbetafeln der US-Erstausstrahlungen, Promotions zu einzelnen Episoden, Originalversion der Pilotfolte „Where is everybody“, Interviews mit den Darstellern Dana Dillaway, Suzanne Lloyd, Beverly Garland, Ron Masak und dem Kamermann George T. Clemens, Ausschnitte der Emmy Awards“-Verleihung, Deutscher Originalvorspann

Länge: 892 Minuten (36 Episoden auf 6 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „The Twilight Zone“ (deutsch, englisch)

The Rod Serling Memorial Foundation

PBS: American Masters: Rod Serling

The Guardian: Phelim O’Neill: Why The Twilight Zone puts today‘ TV sci-fi to sham (7. Mai 2011)

Im Gegensatz zur „Twilight Zone“ ist „Der Equalizer“ erstaunlich schlecht gealtert. „Der Equalizer“ war eine der prägenden Krimiserien der achtziger Jahre. In ihr spielte Edward Woodward in der Rolle seine Lebens Robert McCall, einen ehemaligen Geheimagenten, der jetzt in New York als „The Equalizer“ Menschen hilft, denen sonst niemand hilft. Er ist in einer von Gewalt und Verbrechern beherrschten New York ein altruistisches Ein-Mann-Gerechtigkeitsunternehmen mit einem Zeitungsinserat: „Gotta problem? Odds against you? Call The Equalizer“.

Aufgrund der Prämisse konnten die Macher (unter anderem Joel Surnow, der später einer der wichtigen Köpfe bei „Nikita“ und „24“ war) jede Art von Geschichte erzählen: mal hilft McCall einem Jugendlichen, der sich gegen eine Straßengang durchsetzen muss, mal einer Polizistin, die von ihren korrupten Kollegen bedroht wird, mal geht es gegen die Mafia, mal geht es um Geheimdienstintrigen, mal muss er alten Bekannten, wozu auch russische Überläufer und Profikiller gehören, helfen, und manchmal gerät er auch einfach so in einen riesigen Schlamassel und muss gehörig improvisieren. Manchmal hilft er dabei der Polizei, manchmal nicht. Manchmal hilft er seinen alten Bekannten beim Geheimdienst, manchmal nicht und McCall hat aus seiner Vergangenheit ein großes Netz sehr unterschiedlicher Freunde, die ihm manchmal helfen. Sobald ein Mensch sich in dem Sündenpuhl New York in einer ausweglosen Lage befindet, ist es ein Fall für den Equalizer, der mit allen Mitteln für Gerechtigkeit sorgt. Dabei verzichtet er nicht auf Gewalt, aber lieber setzt er seine kleinen grauen Zellen ein und überlistet die Bösewichter.

Zum Erfolg der Serie, die es auf vier Staffeln brachte, trug neben der Prämisse außerdem bei, dass viel in New York gedreht, das in „Der Equalizer“ schon in der Titelsequenz als ein Moloch des Verbrechens porträtiert wird. Naja, das war auch das kaputte New York der achtziger Jahre und nicht das heutige, friedliche, sanierte und gentrifizierte New York.

Im Zentrum der Geschichten steht dabei McCall, der von Edward Woodward herrlich ernsthaft als befehlsgewohnten Patriarchen der alten Schule spielt, der allein mit seiner Stimme alle zur Gefolgschaft bewegt; was natürlich vollkommen unglaubwürdig ist, aber Jack Bauer verfügte Jahre später über ein ähnliches Charisma. McCall ist auch immer Herr der Lage und mit seinem Jaguar fährt er selbst in die schlimmsten Slums. Dabei wird sein Auto nie geklaut, demoliert oder auch nur zerkratzt. Auch sein maßgefertigter Anzug wird nie schmutzig. Es ist halt ein wahrer Schutzengel.

Damals verbreitete die Serie einen grimmigen Realismus und war optisch das Anti-Programm zur ebenfalls sehr düsteren Krimiserie „Miami Vice“. Heute wirken die Geschichten doch arg betulich und gerade die cheesy Momente stören den angestrebten Realismus.

Die zweite Staffel ist für den 17. April angekündigt.

Der auf der Serie basierende Spielfilm (naja, wie gewohnt, sehr lose) mit Denzel Washington als Robert McCall soll in den USA am 26. September 2014 starten. Antoine Fuqua ist der Regisseur. Das Drehbuch ist von Richard Wenk. Könnte also ein guter Film werden.

The Equalizer - DVD-Cover D-2013

The Equalizer – Der Schutzengel von New York: Staffel 1 (The Equalizer, USA 1985/1986)

Erfinder: Michael Sloan, Richard Lindheim

mit Edward Woodward (Robert McCall), Robert Lansing (Control), Steven Williams (Lieutenant Burnett), Keith Szarabajka (Mickey Kostmayer), Mark Margolis (Jimmy), William Zabka (Scott McCall)

DVD

Koch Media

Bild: 1,33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial: –

Länge: 1025 Minuten (22 Episoden auf 6 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Fernsehserien über „The Equalizer“

Wikipedia über „The Equalizer“ (deutsch, englisch)

Überhaupt nicht realistisch oder grimmig will „Death in Paradise“ sein. Wir erinnern uns: Detective Inspector Richard Poole wurde vom beschaulichen London (Hey, immerhin hat die Stadt alles, was ein typischer Brite benötigt: Regen, Nebel, Tee und einen legeren Anzugzwang) nach Saint.-Marie, eine Insel in der Karibik versetzt. Für Poole die Hölle. Das beginnt schon mit der Kleidung. So ist seine Kollegin Camille Bordey immer sommerlich gekleidet und auch seine beiden Untergebenen Fidel Best und Dwayne Myers tragen eine eher leger-luftige Uniform, die perfekt ihre Dienstauffassung spiegelt. Außerdem muss er auf all die Annehmlichkeiten eines funktionierenden Polizeiapparates verzichten. Während er in London innerhalb weniger Stunden eine DNA-Analyse hat, dauert das auf St. Marie schon einmal einige Tage oder Wochen.

Aber Poole ist auch ein Ermittler alten Schlages. Ein grandioser Beobachter mit einer ebenso guten Kombinationsgabe und die wird auch gefordert bei den vielen Mordfällen, die sich jetzt auf der Insel ereignen. Normalerweise in der britischen Gemeinschaft oder unter mehr oder weniger halbseidenen Besuchern. So wird ein Plantagenbesitzer ermordet; in einer Schönheitsklinik ertrinkt eine Patientin im Pool; auf einem Ausflugdampfer wird eine Sängerin vergiftet; eine Querschnitgelähmte wird erwürgt und eine Schatzsuche nach einem legendären Piratenschatz geht mörderisch schief.

Death in Paradise“ ist eine witzige Crime-Comedy mit Fällen, die nach dem bewährten Agatha-Christie-Whodunit-Muster gestrickt sind. Aber während man in der ersten Staffel den Täter noch erraten konnte, gelingt das in der zweiten Staffel kaum noch. Das Sehvergnügen wird dadurch kaum gemindert.

Schade ist allerdings, dass auf der DVD nur die vom BBC bereits gekürzte internationale Fassung enthalten ist. In ihr sind die acht, im Original einstündigen Folgen nur jeweils fünfzig Minuten. Normalerweise werden Szenen gekürzt oder entfernt, die außerhalb Englands kaum verständlich oder für die Handlung unwichtig sind.

In England lief bereits die dritte, wieder aus acht Folgen bestehende Staffel.

Death in Paradise - Staffel 2 - DVD-Cover

Death in Paradise – Staffel 2 (Death in Paradise, Großbritannien 2013)

Erfinder: George Thorogood

mit Ben Miller (DI Richard Poole), Sara Martins (DS Camille Bordey), Danny John-Jules (Dwayne Myers), Gary Carr (Fidel Best), Don Warrington (Commisioner Selwyn Patterson), Elizabeth Bourgine (Catherine Bordey)

DVD

Edel

Bild: 16:9 PAL

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: –

Länge: 417 Minuten (8 Fälle auf 4 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

BBC über „Death in Paradise“

BBC Germany über „Death in Paradise“

Wikipedia über „Death in Paradise“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von “Death in Paradise – Staffel 1″ (Death in Paradise, GB/Fr 2011)

Zurück nach England. Genaugenommen in die Grafschaft Midsomer und zu den letzten Ermittlungen von Inspector Tom Barnaby, die in „Inspector Barnaby – Volume 20“ enthalten sind. Denn nach vierzehn Jahren und 81 Fällen beendete Barnaby-Darsteller John Nettles seinen Dienst. Dabei ist die Abschlussepisoden „Gesund, aber tot“ (Fit for Murder) ein schwacher Fall, bei dem nichts auf das Ende hindeutet. Barnabys Abschied aus dem Polizeidienst wirkt lieblos angepappt. Davor löste er, während eines Wellness-Urlaubs, auf den er gegen seinen erbitterten Widerstand von seiner Frau geschleppt wurde, eine Mordserie in dem Hotel. Denn unter zwei Toten ist ein Barnaby-Fall kein echter Barnaby-Fall. .

Mit „Geisterwanderung“ (The silent Land), „Mord von Meisterhand“ (Master Class), „Unter die Gürtellinie“ (The noble Art) und „Eine Schande für das Dorf“ (Not in my Backyard) sind auch die vorherigen vier Fälle in der Box enthalten.

Damit liegen jetzt alle Tom-Barnaby-Fälle auf Deutsch vor und schon für den 11. April ist die vierte und letze „Inspector Barnaby“-Collectors-Box angekündgt.

Inspector Barnaby - Volume 20

Inspector Barnaby – Volume 20

Regie: Peter Smith, Renny Rye, Richard Holthouse

Drehbücher: Peter J. Hammond, Nicholas Martin, Barry Purchese, John Wilsher, Andrew Payne

LV: Charakter von Caroline Graham

mit John Nettles (DCI Tom Barnaby), Jason Hughes (DS Ben Jones), Jane Wymark (Joyce Barnaby), Barry Jackson (Dr. Bullard), Laura Howard (Cully Barnaby)

DVD

Edel

Bild: 16:9 PAL

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Interviews mit John Nettles und Barry Jackson

Länge: 445 Minuten (5 Folgen auf 5 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

ITV über Inspector Barnaby

ZDF über „Inspector Barnaby“

Wikipedia über „Inspector Barnaby“ (deutschenglisch)

FAZ: Nina Belz trifft John Nettles (6. März 2011)

Krimi-Couch über Caroline Graham

Kaliber.38 über Caroline Graham

 Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 12“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 13“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 14“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 15“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 17“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Collector’s Box 1“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Collector’s Box 2“

Meine Besprechung von “Inspector Barnaby – Collector’s Box 3″

Fast schon prophetisch mutet „Secret State“ an. Nicht wegen der Geschichte: nachdem eine Kleinstadt durch eine Explosion zerstört wurde, es 19 Tote und 94 Verletzte gab, setzt sich der Stellvertretende Premierminister Tom Dawkins (Gabriel Byrne) bei dem US-Konzern PetroFex für eine Entschädigungszahlung ein. Der Konzern möchte nicht bezahlen. Es gibt Intrigen im Parlament und die Tötung eines Terroristen wächst sich zu einer veritablen diplomatischen Krise aus. Das ist alles Standard-Polit-Thriller-Stoff, der hier mit britischer Feinfühligkeit präsentiert wird und auch einen guten Einblick in das Politikgeschäft mit einer ordentliche Portion Konzernkritik vermittelt.

Nein, viel spannender ist der Blick auf die Arbeit der Geheimdienste, wie dem GCHQ, die in der vierteiligen TV-Miniserie „Secret State“ unkontrolliert jeden abhören. Das war 2012 und damit noch vor den Enthüllungen von Edward Snowden, die sich wie die Vorlage für „Secret State“ lesen. Denn Dawkins, der nach dem Absturz eines PedroFex-Flugzeuges in dem der Premierminister mitflog, zum Premierminister wird, glaubt zunehmend, dass er als Regierungschef nicht Herr der Lage ist, sondern von Geheimdiensten, Militärs, Banken und Konzernen, die die wahre Macht in den Händen halten, gesteuert wird.

Dabei ist „Secret State“ das Update des 1982 erschienenen Thrillers „A very british Coup“ von Chris Mullin, der bereits 1988 als „A very british Coup“ verfilmt wurde. Die Geschichte ist eine Anklage gegen Konzerne, Institutionen und Strukturen, die die Demokratie aushöhlen. Damals, als Mullin den Roman schrieb, entfaltete er seine These von einem geheimen Staat vor einem anderen Hintergrund. Heute ist sie, wie die 2012-er Version zeigt, aktueller denn je und, gerade wegen ihrem hoffnungslos pessimistischen Ende, ein Aufruf zum Handeln.

Secret State“ ist ein sehenswerter Polit-Thriller: gut erzählt, spannend, aufklärerisch.

Secret State - DVD-Cover

Secret State (Secret State, Großbritannien 2012)

Regie: Ed Fraiman

Drehbuch: Robert Jones

LV: Chris Mullin: A very british Coup, 1982

mit Gabriel Byrne, Ralph Ineson, Gina McKee, Douglas Hodge, Charles Dance, Rupert Grave, Sylvestra LeTouzel

DVD

Edel

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Behind the Scenes

Länge: 185 Minuten (2 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Channel 4 über „Secret State“

Wikipedia über „Secret State“ 

Homepage von Chris Mullin

In den USA läuft schon sehr erfolgreich die vierte Staffel von „The Walking Dead“, die fünfte und sechste Staffel der Zombieserie sind schon seit langem bestellt, und ich habe die dritte Staffel immer noch nicht abgefeiert. In ihr haben Rick Grimes und die anderen Überlebenden, nachdem sie nach einem Zombie-Angriff Herschels Farm verlassen mussten, in einem leerstehendem Gefängnis ein neues Zuhause gefunden. Die Mauern und Zäune, die früher Gefangene am Ausbruch hinderten, bieten jetzt einen guten Schutz gegen die Zombies. Vor allem, nachdem sie das Gefängnis von den Zombies geräumt haben.

In der Nähe residiert der Governor, der im Lauf der aus sechzehn Folgen bestehenden Staffel zu dem großen Gegner von Rick wird. Denn der Governor ist, wie die Leser der Vorlage wissen, ein ziemlich durchgeknallter Tyrann.

Das Gefängnis, der Governor und Michonne (yeah, wir „The Walking Dead“-Fans warteten schon die ganze zweite Staffel auf sie) sind aus der Comic-Vorlage bekannt und beliebt. Aber in der TV-Serie, die sich zunehmend von der Comic-Geschichte löst, aber ihrem Geist treu bleibt, gibt es viele Ereignisse und Charaktere, die neu sind. So erfahren wir in der Serie mehr über den Weg des Governors zum Tyrannen. Über große Strecken der Staffel, die wie ein Roman eine große Geschichte erzählt, erscheint er als ein durchaus vernünftig handelndes Stadtoberhaupt.

Nachdem die erste Staffel mit sechs Folgen arg kurz geraten war und bei der zweiten Staffel in der ersten Hälfte vollkommen unklar war, in welche Richtung die Macher die Geschichte erzählen wollen, haben sie jetzt ihren Rhythmus gefunden. Die Länge ist perfekt, die Geschichte, wobei sich die Ereignisse in der Stadt und im Gefängnis über weite Strecken parallel entwickeln, ist straff erzählt und langweilt nie.

Wie bei den vorherigen Staffeln ist auch hier das Bonusmaterial wieder erfreulich umfangreich und informativ ausgefallen. Oh, und wegen der Spoiler sollte man es erst nach der Serie ansehen.

The Walking Dead - Staffel 3 - 4

The Walking Dead – Staffel 3 (The Walking Dead, USA 2013)

Erfinder: Frank Darabont

LV: Comicserie von Robert Kirkman, Charlie Adlard und Tony Moore

mit Andrew Lincoln (Rick Grimes), Sarah Wayne Callies (Lori Grimes), Chandler Riggs (Carl Grimes), Laurie Holden (Andrea), Steven Yeun (Glenn Rhee), Norman Reedus (Daryl Dixon), Melissa McBride (Carol Peletier), Scott Wilson (Hershel Greene), Lauren Cohan (Maggie Greene), Emily Kinney (Beth Greene), David Morrissey (The Governor), Michael Rooker (Merle Dixon)

DVD

Entertainment One

Bild: 16:9

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: diverse Featurettes, Deleted Scenes (insgesamt 78 Minuten)

Länge: 663 Minuten (16 Folgen auf 5 DVDs)

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Hinweise

Offizielle „The Walking Dead“-Seite

Wikipedia über „The Walking Dead“ (deutsch, englisch)

AMC-Blog zu „The Walking Dead“

„The Walking Dead“-Fanseite

„The Walking Dead“-Wiki

Spiegel Online: Interview mit Charlie Adlard (21. Oktober 2011)

Kriminalakte: Meine Gesamtbesprechung der ersten zehn „The Walking Dead“-Bände

 Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte“ (The Walking Dead Vol. 11: Fear the hunters)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 12: Schöne neue Welt“ (The Walking Dead Vol. 12: Life among them)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 13: Kein Zurück“ (The Walking Dead Vol. 13: Too far gone, 2011)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 14: In der Falle“ (The Walking Dead Vol. 14: No way out, 2011)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns “The Walking Dead 15: Dein Wille geschehe” (The Walking Dead Vol. 15: We find ourselves, 2012)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead: Eine größere Welt (Band 16)“ (The Walking Dead, Vol. 16: A larger world, 2012)

 Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead: Fürchte dich nicht (Band 17)“ (The Walking Dead, Vol. 17: Something to Fear, 2013)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Tony Moore/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead – Die Cover, Volume 1“ (The Walking Dead: The Covers, Vol. 1, 2010)

Meine Besprechung der TV-Serie „The Walking Dead – Staffel 1“ (USA 2010)

Meine Besprechung der TV-Serie „The Walking Dead – Staffel 2“ (USA 2011/2012)

Kriminalakte: das Comic-Con-Panel zur TV-Serie

“The Walking Dead” in der Kriminalakte 

Meine Besprechung von Todd McFarlane (Tusche, Co-Creator)/Robert Kirkman (Autor, Co-Creator)/Ryan Ottley (Zeichner)/Greg Capullo (Zeichner) „Haunt – Band 1“ (Haunt, Vol 1 – 5, 2010)

Meine Besprechung von Todd McFarlane (Tusche, Co-Creator)/Robert Kirkman (Autor, Co-Creator)/Greg Capullo (Zeichner) „Haunt – Band 2“ (Haunt, Vol. 6 – 12, 2010)

Meine Besprechung von Todd McFarlane (Tusche, Co-Creator)/Robert Kirkman (Autor, Co-Creator)/Greg Capullo (Zeichner) “Haunt – Band 3″ (Haunt, Vol. 13 – 18, 2011)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Nick Spencer (Autoren)/Shawn Martinbroughs (Zeichner) „Dieb der Diebe: „Ich steige aus“ (Band 1)“ (Thief of Thieves # 1 – 7, 2012)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead: Grenzen (Band 18)“ (The Walking Dead, Vol. 18: What comes after, 2013)


TV-Tipp für den 11. Februar: Misery

Februar 11, 2014

WDR, 23.15

Misery (USA 1990, R.: Rob Reiner)

Drehbuch: William Goldman

LV: Stephen King: Misery, 1987 (Sie)

Des Schriftstellers Alptraum (hilflos ans Bett gefesselt in den Händen eines fanatischen Fans), des Zuschauers Vergnügen. Eine der besten Verfilmungen des Grandmasters der Mystery Writers of America.

Kathy Bates erhielt für ihre furchterregende Darstellung der helfenden Krankenschwester den Oscar, den Chicago Film Critics Association Awards und den Golden Globe als beste Schauspielerin.

Mit James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth, Lauren Bacall, Frances Sternhagen

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Misery“

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung „Carrie“ (Carrie, USA 2013)

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour


Neu im Kino/Filmkritik: Stephen Kings „Carrie“ – die neue Verfilmung

Dezember 5, 2013

 

Und noch ein Remake von einem Klassiker, das allein schon deshalb besonders genau seziert wird. Und weil Kimberly Peirce die Geschichte von Carrie White wiedererzählt, muss sie gegen Stephen Kings Roman „Carrie“ und Brian de Palmas legendäre Verfilmung ankämpfen. Denn während unserer Pubertät lasen oder sahen wir erstmals diese Geschichte eines von allen unterdrückten Mädchens und sie jagte uns einen höllischen Schrecken ein. Denn Carrie ist die Außenseiterin an der Schule, die von allen verspottet wird. Vor allem, nachdem sie in der Schuldusche ihre erste Blutung und eine Panikattacke hat. Ihre religiös-fanatische Mutter drangsaliert sie mit Gebetsstunden, ständigen Warnungen vor der bösen Welt, hält sie für vom Teufel besessen und möchte sie am liebsten Tag und Nacht einsperren.

Nach dem Ereignis in der Schuldusche hat eine ihrer Mitschülerinnen Mitleid mit ihr. Sie überredet ihren Freund, Carrie auf den Schulball zu begleiten. Er tut es und mitten während der Feierlichkeiten wird ein Eimer mit Schweineblut über ihr ausgeschüttet. Carrie dreht durch und bringt mit ihren telekinetischen Fähigkeiten alle, die in der Schulaula sind, um. Danach macht sie sich auf den Heimweg – und wir hatten Angst, dass es auch in unserer Klasse eine Carrie gibt.

Diesen Eindruck, den damals De Palmas Film auf uns Teenager machte, macht Peirces Film nicht. Immerhin sind wir keine Teenager mehr. Dabei ist Peirces Film auch im direkten Vergleich gar nicht so schlecht.

Peirce hält sich an die aus Buch und Film bekannte Geschichte und auch an die Struktur von De Palmas Film. Es gibt zwar noch eine 2002er-TV-Verfilmung von David Carson, die der Pilotfilm für eine TV-Serie sein sollte. Aber weil die fast niemand kennt und man auch nichts Gutes über sie hört, können wir sie ignorieren. Julianne Moore als Fanatikerin und Carries Mutter ist grandios. Sie strahlt wirklich diese beängstigende Ruhe von religiös überzeugten Menschen aus, die sich durch nichts in ihrem Irrglauben beirren lassen und jede Bestrafung für angemessen halten. Chloë Grace Moretz ist zwar im richtigen Alter (Sissy Spacek war bereits 27 Jahre alt, als sie Carrie spielte), aber als Hit-Girl hinterließ sie in den beiden „Kick-Ass“-Filmen einen so starken Eindruck, dass ich nie daran zweifelte, dass sie ihren vergnügungssüchtigen Mitschülern kräftig in den Arsch treten wird.

Die Ausstattung, vor allem Carries Wohnhaus, ist zeitlos, hat oft sogar ein Siebziger-Jahre-Retro-Feeling, das den Film, auch weil er insgesamt kaum aktualisiert wurde, etwas aus der Zeit herausgefallen sein lässt. Computer und Handys kommen kaum vor.

Er ist aber deutlich prüder geraten: während bei De Palma in der legendären Duschszene nackte Mädchen durch das Bild laufen und Carrie, als sie von ihren Mitschülern mit Tampons beworfen wird, nackt in einer Ecke der Dusche kauert, verhüllt sie in dem Remake züchtig mit einem weißen Handtuch ihren Körper, während sie von einer Mitschülerin gefilmt und von den anderen mit Tampons beworfen wird.

Carrie“ hat mich zwar nie wirklich gepackt oder in Angst und Schrecken versetzt. Dafür gab es dann doch zu viele Computereffekte bei Carries Zerstörungsorgie in der Kleinstadt und ich bin schon zu lange aus der Schule. Aber ich habe mich auch nicht, obwohl ich die Geschichte kenne, gelangweilt. Es ist ein ordentlicher, brav gefilmter Horrorfilm, der das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter weniger hysterisch gestaltet als Brian De Palma, aber es nicht wagte, die Geschichte konsequent in die Gegenwart zu übertragen.

Carrie - Plakat

Carrie (Carrie, USA 2013)

Regie: Kimberly Peirce

Drehbuch: Lawrence D. Cohen, Roberto Aguirre-Sacasa

LV: Stephen King: Carrie, 1974 (Carrie)

mit Chloë Grace Moretz, Julianne Moore, Gabriella Wilde, Portia Doubleday, Alex Russell, Zoë Belkin, Ansel Elgort, Samantha Weinstein, Karissa Strain, Judy Greer, Katie Strain, Barry Shabaka Henley

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage

King - Carrie - Neuausgabe 2013 - 4

Stephen King: Carrie

(übersetzt von Wolfgang Neuhaus)

Bastei-Lübbe, 2013

320 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Carrie

Doubleday, 1974

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Carrie“

Moviepilot übe „Carrie“

Metacritic über „Carrie“

Rotten Tomatoes über „Carrie“

Wikipedia über „Carrie“ 

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

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Stephen King unterwegs in Europa – die ersten Dokumentationen

November 22, 2013

 

Von Stephen Kings erster offizieller Frankreich- und Deutschland-Lesereise (wenn man das bei einer Drei-Städte-Tour so sagen kann) gibt es online die ersten Fanmitschnitte aus Frankreich. Das Bild ist – nun, da sagen wir besser nichts dazu, aber der Ton ist, immerhin verharrt bei Lesungen das Publikum immer in andächtiger Stille, anhörbar. Vielleicht gibt es noch eine richtig professionelle Dokumentation.

Bis dahin: beide Male die Lesung vom 16. November in Paris, aus verschiedenen Blickwinkeln:

Die Pressekonferenz in Paris vom 12. November:

Bei Markus Lanz ist dann das Bild zwar deutlich besser, aber…

Stephen King beehrt die Runde nach der 37. Minute.

Der aktuelle Grund (als bräuchten die Stephen-King-Fans einen aktuellen Anlass) ist natürlich die Veröffentlichung seines neuen Romans „Doctor Sleep“, in dem er die Geschichte von „Shining“ weitererzählt.

King - Doctor Sleep - 4

Stephen King: Doctor Sleep

(übersetzt von Bernhard Kleinschmidt)

Heyne, 2013

704 Seiten

22,99 Euro

Originalausgabe

Doctor Sleep

Scribner, 2013

Im Gepäck hat er natürlich noch sein davor erschienenes Buch „Joyland“, das mehr in Richtung Kriminalroman tendiert, im Original bei Hard Case Crime erschien und deshalb im Original schön pulpige Cover von Glen Orbik und Robert McGinnis hat.

King - Joyland - 4

Stephen King: Joyland

(übersetzt von Hannes Riffel)

Heyne, 2013

352 Seiten

19,99 Euro

King - Joyland - HardCaseCrime

Originalausgabe

Joyland

Hard Case Crime, 2013

Und das ist noch nicht alles!

Am 5. Dezember startet bei uns die Neuverfilmung von seinem Debütroman „Carrie“. Kimberly Peirce („Boys don’t cry“) verfilmte mit Chloë Grace Moretz als Carrie und Julianne Moore als ihrer Mutter den Roman durchaus gelungen.

Deshalb gibt es jetzt auch eine Neuauflage von „Carrie“ mit einem Nachwort von Willy Loderhose über den Roman und Brian de Palmas Verfilmung, die wir alle als Teenager gesehen haben und uns damals natürlich unglaublich beeindruckt hat.

Leider geht Loderhose nicht auf die jüngste Verfilmung des Romans ein und Filmbilder fehlen auch. Diese Bilder waren für mich früher, neben dem an das Filmplakat angelehntem Cover, der Grund, Filmausgaben wie besessen zu kaufen.

King - Carrie - Neuausgabe 2013 - 4

Stephen King: Carrie

(übersetzt von Wolfgang Neuhaus)

Bastei-Lübbe, 2013

320 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Carrie

Doubleday, 1974

Die aktuelle Verfilmung

Carrie - Teaser

Carrie - Plakat

Carrie (Carrie, USA 2013)

Regie: Kimberly Peirce

Drehbuch: Lawrence D. Cohen, Roberto Aguirre-Sacasa

LV: Stephen King: Carrie, 1974 (Carrie)

mit Chloë Grace Moretz, Julianne Moore, Gabriella Wilde, Portia Doubleday, Alex Russell, Zoë Belkin, Ansel Elgort, Samantha Weinstein, Karissa Strain, Judy Greer, Katie Strain, Barry Shabaka Henley

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Stephen King in der Kriminalakte und in seinem Trailer-Park

 


TV-Tipp für den 29. Juni: Duell

Juni 29, 2013

Wegen Richard Matheson

ZDF 00.05

 

Duell (USA 1971, R.: Steven Spielberg)

 

Drehbuch: Richard Matheson

 

LV: Richard Matheson: Duel (Kurzgeschichte, Playboy, April 1971)

 

Auf einem Highway irgendwo im Nirgendwo überholt Handelsvertreter David Mann einen Truck. Der König der Landstraße beginnt Mann zu verfolgen.

 

Steven Spielbergs erster Kinofilm. Naja, fast. Denn „Duell“ war zuerst ein in zwei Wochen gedrehter ABC-TV-Film (es werden mal 12, mal 13, mal 16 Drehtage genannt, wobei anscheinend nur 10 Drehtage geplant waren), der für die Kinoauswertung um einige Szenen erweitert wurde.

 

Duell“ ist ein kleiner, knackiger Highway-Thriller, bei dem die Geschichte auf das Gerüst reduziert wurde. Mit einer guten Idee und einem guten Drehbuch, beides von Richard Matheson.

 

Offen gesagt ist der Film voll technischer Spielereien und logischer Brüche. Aber am Ende der neunzig Minuten scheint kaum Zeit vergangen.“ (Fob, Variety)

 

mit Dennis Weaver, Eddie Firestone, Charles Seel, Lucille Benson

Hinweise

 

Arte über „Duell“

 

Wikipedia über „Duell“ (deutsch, englisch)

 

Fanseite zum Film

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

 

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

 

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

 

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Kriminalakte: Ein episch langes Interview mit Richard Matheson

 

Meine Besprechung der Richard-Matheson-Verfilmung „Real Steel” (Real Steel, USA 2011)

 

Meine Besprechung der Richard-Matheson-Verfilmung “Tanz der Totenköpfe” (The Legend of Hell House, GB 1973)

 

Meine Besprechung der Comic-Version der Richard-Matheson-Kurzgeschichte “Duell”


TV-Tipp für den 21. Juni: Ruhe sanft GmbH

Juni 21, 2013

Das Vierte, 20.15

Ruhe sanft GmbH (USA 1963, R.: Jacques Tourneur)

Drehbuch: Richard Matheson

Die Schwarze Komödie mit etlichen Morden und grotesk überzeichneten Typen ist ein kleiner Klassiker: um ein Bestattungsunternehmen vor der Pleite zu retten, sorgen der Schwiegersohn und sein Gehilfe für Nachschub. Mit allen Mitteln.

Mit Boris Karloff, Vincent Price, Peter Lorre, Basil Rathbone

Wiederholung: Samstag, 22. Juni, 00.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Richard Matheson (deutsch, englisch)

Phantastik-Couch über Richard Matheson

Times: Stephen King über Richard Matheson (22. Juli 2006)

Mystery File: Ed Gorman unterhält sich mit Richard Matheson (2006)

Archive of American Television: Interview mit Richard Matheson

Rod Serling Memorial Foundation: William Simmons interviewt Richard Matheson


DVD-Kritik: Ein Besuch in der „Folterkammer des Hexenjägers“ mit Vincent Price, Lon Chaney jr., Debra Paget, Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft und Roger Corman

Juli 6, 2012

Der deutsche Titel „Die Folterkammer des Hexenjägers“ für „The haunted palace“ ist höchst kreativer Unfug. „Das Spukschloss“ hätte es besser getroffen, aber in den Sechzigern waren die deutschen Verleiher (naja, die anderen auch) immer wieder sehr kreativ bei ihrer Titelsuche.

Der Horrorfilm mit Vincent Price in einer Doppelrolle gehört zu den neun Edgar-Allan-Poe-Verfilmungen von Roger Corman, die schon damals – immerhin hat Corman schon immer darauf geachtet, dass am Ende in der Buchführung eine schwarze Null stand – durch ihre Sets (Studio zwar, Zweitverwertung sowieso, aber WOW), die bekannten Schauspieler (die damals nicht auf dem Höhepunkt ihrer Karriere standen), die atmosphärische Kameraarbeit und die guten Drehbücher beeindruckten. Unter anderem schrieben Richard Matheson, Robert Wright Campbell, die auch als Romanautoren Erfolg hatten, und Robert Towne die Bücher, die eher wenig von Poes Geschichten, aber viel von deren Schaueratmosphäre übernahmen,

Auch „Die Folterkammer des Hexenjägers“ hat all das, aber keinen Hexenjäger und über die Folterkammer könnte man streiten. Es ist eher eine riesige Halle in dem riesigen, über der Neu-England-Gemeinde Arkham thronendem Schloss.

In diesem Schloss verschwanden 1765 die Töchter der Stadt. Die Gemeinde, angeführt von Weeden (Leo Gordon), verbrennt den Schlossherrn Joseph Curven (Vincent Price) auf einem Scheiterhaufen. Mit seinem letzten Atemzug verflucht er Arkham.

Hundertzehn Jahre später taucht Curvens Nachfahre Charles Dexter Ward (ebenfalls Vincent Price) mit seiner jungen Frau Ann (Debra Paget [ihr letzter Spielfilm]) in Arkham auf. Er bezieht das verlassene Schloss – und bald versucht der gar nicht so tote Geist von Joseph Curven von ihm Besitz zu ergreifen. Denn Curven will seine vor hundertzehn Jahren begonnenen Geisterbeschwörungen fortsetzen. Sein damaliger Helfer Simon Orne (Lon Chaney jr.), der als blässlicher Hausverwalter immer wieder wie ein Geist auftaucht, ist schon da. Als Lehrbuch für seine Rituale hat Curven/Ward das Necronomicon.

Genaugenommen ist „Die Folterkammer des Hexenjägers“ keine Edgar-Allan-Poe-Verfilmung (gut, als Originaltitel wurde ein Gedichttitel von Poe genommen), sondern eine, nein, die erste H.-P.-Lovecraft-Verfilmung. Charles Beaumont folgte ziemlich genau Lovecrafts posthum veröffentlichem Roman und Roger Corman verfilmte es mit den Insignien seiner Poe-Verfilmungen. Jedenfalls optisch und mit Vincent Price als Hauptdarsteller in einer Doppelrolle, Lon Chaney jr. (Der Wolfsmensch [The Wolf Man, 1941]) als Faktotum, dem als Nebendarsteller in vielen Filmen der Schwarzen Serie immer zuverlässigen Elisha Cook jr. und vielen aus anderen Corman-Produktionen bekannten Gesichtern auch gut besetzt.

Dazu kommt noch eine Dorfgemeinschaft, die ihre missgestalteten Kinder vor der Öffentlichkeit verbirgt. Curvens erste Begegnung, nachts auf offener Straße, wenn die blinden und missgestalteten Kinder sich ihm und seiner Frau im Nebel langsam nähern und einkreisen, schockiert als Urängste aufgreifendes Bild immer noch – und erinnert an ähnliche Szenen aus später gedrehten Zombiefilmen.

Auch die anderen Kinder, von denen oft wenig zu sehen ist, sind ziemlich erschreckend, während Cthulhu als grünes, sich in einer Flüssigkeit befindendes Wesen, gar nicht so furchterregend ist.

Die Folterkammer des Hexenjägers“ ist für die Freunde des altmodischen Gruselns ein großer Spaß.

Einige andere Stimmen

ein faszinierendes Gemeinschaftsprodukt von den beiden Horror-Meistern Amerikas“ meinen James Marriott und Kim Newman in „Horror – Meisterwerke des Grauens von Alien bis Zombie“ (2007)

Sogar Ronald M. Hahn und Volker Jansen fanden in ihrem „Lexikon des Horrorfilms“ (das mit solchen Filmen eher ungnädig umgeht) lobende Worte: „einer der wenigen B-Pictures, die man sich ansehen kann, ohne Bauchschmerzen zu bekommen.“

William K. Everson, ein erklärter Fan der klassischen Horrorfilme (also der Hollywood-Horrorfilme der dreißiger und vierziger Jahre), meinte zu diesem Film immerhin „einer der besseren Roger-Corman-Horrorfilme der sechziger Jahre, als Poe-Verfilmung ausgegeben, tatsächlich eher von Lovecraft inspiriert.“ (Klassiker des Horrorfilms, 1979)

Das „Lexikon des internationalen Films“ meint: „Formal zwar über dem Durchschnitt des Genres, gleichzeitig aber geschmäcklerisch und drastisch; oberflächlich in dem Versuch, die Grenzen vom Sinnlich-Begrifflichen zum Übersinnlichen zu überschreiten.“

Der deutsche Kinostart war am 24. Oktober 1969.

Die Folterkammer des Hexenjägers (The haunted palace, USA 1963)

Regie: Roger Corman

Drehbuch: Charles Beaumont

LV: Edgar Allan Poe: The haunted palace, 1839/H. P. Lovecraft: The Case of Charles Dexter Ward, 1941 (Der Fall des Charles Dexter Ward)

mit Vincent Price, Debra Paget, Lon Chaney jr., Frank Maxwell, Leo Gordon, Elisha Cook jr.

DVD

Black Hill

Bild: 2.35:1 (16:8)

Ton: Deutsch, Englisch (DD 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Originaltrailer

Länge: 84 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Filme

Die Verfluchten (The house of Usher, 1960)

Das Pendel des Todes (Pit and the pendulum, 1961)

Lebendig begraben (The premature burial, 1962)

Der grauenvolle Mr. X (Tales of terror, 1962)

Der Rabe – Duell der Zauberer (The raven, 1963)

Die Folterkammer des Hexenjägers (The haunted palace, 1963 – obwohl genaugenommen eine Lovecraft-Verfilmung)

The Terror – Schloss des Schreckens (The terror, 1963 – obwohl der Film auf keiner Poe-Geschichte beruht, wird er manchmal zu Cormans Poe-Filmen gezählt)

Satanas – Das Schloss der blutigen Begierde (The masque of the Red Death, 1964)

Das Grab der Lygeia (The Tomb of Ligeia, 1964)

Hinweise

Wikipedia über „Die Folterkammer des Hexenjägers“

TCM über „Die Folterkammer des Hexenjägers“

H. P. Lovecraft: The Case of Charles Dexter Ward

Edgar Allan Poe: The haunted palace (das Gedicht wurde in „The Fall of the House of Usher“ eingefügt)

AMCTV: Stacie Ponder über „Die Folterkammer des Hexenjägers“ (31. Oktober 2008)

TCM: John H. Miller über „Die Folterkammer des Hexenjägers“

Classic Horror: Julia Merriam über „Die Folterkammer des Hexenjägers“

Senses of View: Carsten Henkelmann über „Die Folterkammer des Hexenjägers (4. September 2003)

Thomas Wagner über Roger Cormans Poe-Verfilmungen

Bonusmaterial

Joe Dante (Piranhas, Die Gremlins, Small Soldiers) spricht über „Die Folterkammer des Hexenjägers“

Christopher Lee liest Edgar Allan Poes „The haunted Palace“


DVD-Kritik: Blöder Titel, guter Geisterhaushorror: „Tanz der Totenköpfe“

April 4, 2012

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, als die deutschen Verleiher bei der Titelsuche sehr kreativ waren. Aus dem doch eher undramatischen „The Legend of Hell House“ wurde marktschreierisch, vielleicht auch in Anlehnung an den „Tanz der Vampire“, der „Tanz der Totenköpfe“ und auf das deutsche Filmplakat wurde ein Totenschädel gemalt.

Nun, gut. Mit etwas Fantasie entdeckt man auch ein, zwei Totenköpfe in dem Horrorfilm. Aber einen „Tanz der Totenköpfe“ gibt es nicht. John Houghs Film, der nach einem Roman und Drehbuch von Richard Matheson (zuletzt die Vorlage für „Real Steel“), entstand, ist ein richtig altmodisch-zünftiger Geisterhaus-Thriller. Denn in dem titelgebendem Höllenhaus fanden in der Vergangenheit so viele schlimme Dinge statt, dass es in der Szene der „Mount Everest der Geisterhäuser“ genannt wird. Zuletzt schlug das übersinnliche Grauen vor zwanzig Jahren zu. Damals überlebte nur Ben Fischer (Roddy McDowall). Danach wurde das Haus versiegelt.

Erst jetzt, kurz vor seinem Tod, will der schwerreiche Besitzer herausfinden, ob sein Landhaus verflucht ist oder ob es eine rationale Erklärung für die damaligen Ereignisse gibt. Er gibt dem Physiker Dr. Lionel Barrett (Clive Revill), den Medien Ben Fischer und Florence Tanner (Pamela Franklin) viel Geld, damit sie innerhalb einer Woche herausfinden, was mit dem Haus los ist.

Die vier – Dr. Barrett wird von seiner Frau Ann (Gayle Hunnicutt) begleitet – betreten das Haus und schon bald treffen sie auf den ersten Geist. Oder spielt ihnen ihre Fantasie einen Streich und es gibt für alles eine rationale Erklärung?

Natürlich erinnert „Tanz der Totenköpfe“ an „Bis das Blut gefriert“ (The Haunting, USA 1960, R.: Robert Wise), den heute wohl bekanntesten Geisterhausfilm, dessen Story auch die Blaupause für zahlreiche weitere Filme und Bücher war. Aber Houghs Version weiß trotzdem gut zu unterhalten. Das liegt einmal an dem straffen Drehbuch von Richard Matheson, der geschickt die Sympathien zwischen den vier Hausgästen verteilt und der keine Zeit für Abschweifungen hat. Insofern ist der „Tanz der Tötenköpfe“ auch ein Beispiel für effektives Geschichtenerzählen.

Dazu kommen noch die expressionistische Farbkamera in ihrem grandiosen Siebziger-Jahre-Stil und die Musik von Brian Hodgson und Delia Derbyshire, die auch zu den Gründungsmitgliedern der einflussreichen Band „White Noise“ gehörten, deren experimentelle elektronische Klänge auch „Stereolab“ beeinflussten. Derbyshire schrieb 1962 die elektronische Version der Titelmelodie von „Dr. Who“. Die Musik für „Tanz der Totenköpfe“ war ihre letzte Komposition vor einer jahrelangen Pause vom Komponieren, die die 2001 verstorbene Musikerin erst kurz vor ihrem Tod beendete.

Die elektronischen Klangcollagen von Hodgson und Derbyshire tragen viel zum Schrecken bei – und wenn es damals schon Dolby Digital 5.1 in den Kinos gegeben hätte, wäre der Horror perfekt.

Der „Tanz der Totenköpfe“ ist ein feiner, kleiner Horrorfilm, der definitiv eine Wiederentdeckung lohnt. Denn wenn die Jungs von der OFDB recht haben, lief diese Genreperle seit fast zwanzig Jahren nicht mehr im TV.

 

Die DVD

 

Für die DVD wurde ein neues HD-Remaster genommen. Entsprechend gut ist das Bild des 1972 gedrehten Films. Als Bonusmaterial gibt es nur den Trailer. Da hätte man doch wenigstens noch einige Texttafeln mit Hintergrundinformation, eine kleine Bildergalerie und ein Wendecover liefern können.

 

Andere Meinungen

 

Ein primitives Schaubuden-Spektakel in seltsam unterkühlter, zuweilen fast steriler Atmosphäre, das selbst für Fans von modischem Okkultismus zu dürftig ausfällt.“ (Lexikon des Internationalen Films)

 

Außerdem strebt der Film zu methodisch auf seinen Höhepunkt zu, indem die mysteriösen Dinge sich häufen und ausweiten und die pyrotechnischen Kunststückchen der Spezialeffekte an Lautstärke und Heftigkeit immer mehr zunehmen und uns so auf eine Laboratoriumsfeuersbrunst am Schluss vorbereiten wie in den Horrorfilmen von anno dazumal. Wenn diese dann kommt – allerdings erst nach der heute obligatorischen Sexszene -, ist sie einigermaßen zufriedenstellend realisiert.“ (William K. Everson: Klassiker des Horrorfilms, 1979)

 

Den Produzenten muss der Schlag getroffen haben, als er sich das Machwerk vorführen ließ. Bleibt nachzutragen, dass die tanzenden Totenköpfe möglicherweise beim Transport der Filmspulen nach Deutschland in der Nordsee ertrunken sind. Im Film kommen sie jedenfalls nicht vor.“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Horrorfilms, 1985)

 

 

Tanz der Totenköpfe (The Legend of Hell House, GB 1973)

Regie: John Hough

Drehbuch: Richard Matheson

LV: Richard Matheson: Hell House, 1971 (Das Höllenhaus)

mit Pamela Franklin, Roddy McDowall, Clive Revill, Gayle Hunnicutt, Roland Culver, Peter Bowles

auch bekannt als „Kampf der Totenköpfe“ (TV-Titel und noch abstruser als der Kinotitel)

DVD

Black Hill Pictures/Koch Media

Bild: 16:9 (1,85:1)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bonusmaterial: Trailer

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „Tanz der Totenköpfe“

Rotten Tomatoes über „Tanz der Totenköpfe“

Cinefantastique Online über „Tanz der Totenköpfe“

Twitch Film über „Tanz der Totenköpfe“

Kriminalakte: Ein episch langes Interview mit Richard Matheson

Meine Besprechung der Richard-Matheson-Verfilmung „Real Steel“

Richard Matheson in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 11. März: Ufos, Sex und Monster – Das wilde Kino des Roger Corman

März 10, 2012

Arte, 21.40

Ufos, Sex und Monster – Das wilde Kino des Roger Corman (USA 2011, R.: Alex Stapleton)

Drehbuch: Alex Stapleton, Gregory Locklear

Spielfilmlange Doku über den Produzenten und Regisseur Roger Corman, der vor allem mit billig produzierten Horror- (vor allem seine Edgar-Allan-Poe-Verfilmungen), Science-Fiction-, Biker und Exploitationfilmen Geld machte und vielen jungen Regisseuren und heutigen Stars (wie Jack Nicholson, Robert De Niro und Sylvester Stallone) die ersten Schritte ermöglichte. Zu den noch heute bekannten Regisseuren gehören Francis Ford Coppola, Martin Scorsese, Monte Hellman, Jonathan Demme, Curtis Hanson, James Cameron, Peter Bogdanovich, John Sayles, Joe Dante, George Lucas, Ron Howard, Robert Zemeckis und Sylvester Stallone.

Es gab normalerweise nur zwei Auflagen bei seinen Filmen. Sie mussten billig sein und einige Szenen enthalten, die die Leute ins Kino bringen. Mit diesem Rezept schuf er einige Klassiker und verdiente viel Geld.

Gleichzeitig verlieh er in den USA Filme, die öfters den Oscar für den besten ausländischen Film erhielten, von Ingmar Bergman, François Truffaut, Federico Fellini und Akira Kurosawa.

Wahrhaft ein schillernder und einflussreicher Charakter.

Mit Roger Corman, Martin Scorsese, Robert De Niro, Quentin Tarantino, Jack Nicholson, Ron Howard, William Shatner, Eli Roth, David Carradine, Brett Ratner, Traci Lords, Paul W.S. Anderson, Eric Balfour, Clint Howard, Pam Grier, Peter Fonda, Timur Bekmambetov, Bruce Dern, Jonathan Demme, Peter Bogdanovich, James Wan, Joe Dante, Irvin Kershner, John Sayles, Nancy Sinatra, Darren Lynn Bousman, Gale Anne Hurd, Lloyd Kaufman, Richard Matheson, Jim Wynorski, Paul Bartel, Monte Hellman, David Crosby, Allan Arkush

Wiederholung: Samstag, 24. März, 02.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „Corman’s World“

Arte über die Doku

Wikipedia über Roger Corman (deutsch, englisch)

 


Neu im Kino/Filmkritik: Silly, awesome „Real Steel“

November 3, 2011

Das war jetzt genau der richtige Film für meine Stimmung“, meinte ich nachdem ich „Real Steel“ gesehen hatte. Das sagt allerdings mehr über meine Stimmung, als über die Qualitäten des Films aus, der als zitatenreicher Mix aus Underdog- und Vater-Sohn-Geschichte wahrlich keine Preise für innovatives Geschichten erzählen verdient und auf einer ziemlich bescheuerten Prämisse basiert, die auch nach dem Genuss etlicher „Transformers“-Filme und B-Movie-Gurken wie „Robo Warriors“ nicht glaubwürdiger wirkt. Denn in naher Zukunft gibt es keine Boxkämpfe mehr. Also: keine Boxkämpfe mehr, in denen Menschen sich die Birne einhauen. Jetzt gibt es Roboterkämpfe, in denen Roboter, die in den Kämpfen mehr oder weniger von Menschen gesteuert werden, sich die Schutzbleche abkloppen, Gliedmaße abschlagen (da fliegt dann schon einmal ein Arm oder ein Bein in die johlende Masse) und spätestens wenn der Kopf weggeschlagen wird, ist der Kampf zu Ende und ein Roboter reif für eine ordentliche Generalüberholung.

Der Ex-Profiboxer Charlie Kenton (Hugh Jackman) reist durch das amerikanische Hinterland und kommt mehr schlecht als recht über die Runden. Er hat einige Freunde und viele Schulden und er ist ein Posterboy für den „Sympathischen Loser des Jahres“. Als er erfährt, dass seine Ex-Frau gestorben ist und er jetzt das Sorgerecht für ihren elfjährigen Sohn Max (Dakota Goyo), den er bislang nicht gesehen hat (soviel zu „Vater des Jahres“), will er im Gericht nur kurz auftauchen und, mit einem Hinweis auf seinen Lebenswandel, das Sorgerecht ablehnen. Aber als er sieht, dass seine Schwester Debra (Hope Davis), die Max adoptieren möchte, den vermögenden Marvin Barnes (James Rebhorn) geheiratet hat, wittert er die Chance auf einen Batzen Geld. Charlie sagt Barnes, dass er das Sorgerecht gegen eine ordentliche Menge Geld nach dem Sommer, den er gemeinsam mit seinem Sohn verbringen will, abtreten werde.

Charlie will Max bei seiner ihn loyal unterstützenden Freundin Bailey (Evangeline Lilly), deren Vater sein Trainer war und die jetzt eine Boxroboterreparaturwerkstatt hat, abgeben und sich auf den Weg zum nächsten Roboterkampf machen. Aber Max hat seinen eigenen Kopf, ist ein Fan der Roboterkämpfe und schon hat der Kindskopf Charlie ein gewaltiges Problem. Vor allem, nachdem Max, der viel erwachsener als sein Vater ist, auf einem Schrottplatz einen alten Trainingsroboter entdeckt (der so menschlich wie E. T. wirkt [Hm, Steven Spielberg ist Executive Producer von „Real Steel“.]) und ihn auf Kämpfe schicken will. Auch gegen den scheinbar übermächtigen Zeus, den Champion der Roboterkämpfe.

Bei „Real Steel“, der keinen Hehl aus seinen Vorbildern macht, erstaunt immer wieder, wie gut es Shawn Levy gelingt, scheinbar disparate Plotelemente und Stile in einen typischen Boxerfilm à la „Rocky“ zu integrieren. Die Reise durch das Hinterland und die Vater-Sohn-Geschichte in „Real Steel“ imitiert durchaus gekonnt die Beziehung zwischen Ryan O’Neal und seiner Tochter Tatum O’Neal in „Paper Moon“. „The Wrestler“ und die Endzeit-Filme in der „Mad Max“-Tradition (mit der üblichen Portion Heavy Metal als Hintergrundgeräusch) haben unbestreitbar für die Nicht-Liga-Roboterkämpfe als Vorbild gedient, die Verteilung von Gut und Böse (Zeus wird von einem Japaner gesteuert und einer Russin finanziert) ist arg klischeehaft, die Botschaft erwartbar platt und bei den brutalen Roboterkämpfen möchte man, obwohl „Real Steel“ doch als Familienfilm gedacht war, kein Kind in den Film schicken.

Aber dennoch macht „Real Steel“, dank der Schauspieler, dem angenehm altmodischem Americana-Feeling (etwas mehr entsprechende Musik hätte mir gefallen) und dem straffen Erzähltempo, wirklich Spaß und die Effekte dienen, wie es sein sollte, der Geschichte. Daher fiebert man dann bei den Kämpfen auch mit.

Und warum ist so ein Film für die „Kriminalakte“ interessant?

Nun, die Vorlage stammt von Richard Matheson, einem Pulp-Autor (Horror, Krimi und Science-Fiction), der auch in Hollywood als Lieferant von Geschichten – Romane und Kurzgeschichten – und Drehbuchautor seine Spuren hinterließ. Sein bekanntestes Werk ist der Science-Fiction-Roman „I am Legend“ (einmal verfilmt mit Vincent Price, einmal mit Charlton Heston, einmal mit Will Smith). Aber auch bei Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Verfilmung „Der grauenvolle Mr. X“, Steven Spielbergs „Duell“, Terence Youngs „Kalter Schweiß“ und und zahlreichen Episoden der „Unglaubliche Geschichten“ (The Twilight Zone) steht sein Name im Vorspann.

Auch „Steel“, so der Titel von Mathesons Kurzgeschichte, von der für „Real Steel“ nur die Prämisse und einige Storyelemente sehr frei übernommen wurden, wurde für die „Twilight Zone“ verfilmt.

Real Steel (Real Steel, USA 2011)

Regie: Shawn Levy

Drehbuch: John Gatins (nach einer Geschichte von Dan Gilroy und Jeremy Leven)

LV: Richard Matheson: Steel, 1956 (Kurzgeschichte, zuerst publiziert in Fantasy & Science Fiction, Mai 1956)

mit Hugh Jackman, Dakota Goyo, Evangeline Lilly, Anthony Mackie, Kevin Durant, Hope Davis, James Rebhorn

Länge: 127 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Real Steel“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Real Steel“

Richard Matheson in der Kriminalakte

Bonusmaterial

Das „Real Steel“-Teaserplakat

 

Die erste Verfilmung von „Steel“


TV-Tipp für den 13. Oktober: Duell

Oktober 13, 2011

Arte, 20.15

Duell (USA 1971, R.: Steven Spielberg)

Drehbuch: Richard Matheson

LV: Richard Matheson: Duel (Kurzgeschichte, Playboy, April 1971)

Auf einem Highway irgendwo im Nirgendwo überholt Handelsvertreter David Mann einen Truck. Der König der Landstraße beginnt Mann zu verfolgen.

Steven Spielbergs erster Kinofilm. Naja, fast. Denn „Duell“ war zuerst ein in zwei Wochen gedrehter ABC-TV-Film (es werden mal 12, mal 13, mal 16 Drehtage genannt, wobei anscheinend nur 10 Drehtage geplant waren), der für die Kinoauswertung um einige Szenen erweitert wurde.

Duell“ ist ein kleiner, knackiger Highway-Thriller, bei dem die Geschichte auf das Gerüst reduziert wurde. Mit einer guten Idee und einem guten Drehbuch (Richard Matheson! Von ihm ist auch die Vorlage für den am 3. November startenden, empfehlenswerten SF-Boxerfilm „Real Steel“ [die Kritik gibt’s zum Filmstart]).

Offen gesagt ist der Film voll technischer Spielereien und logischer Brüche. Aber am Ende der neunzig Minuten scheint kaum Zeit vergangen.“ (Fob, Variety)

mit Dennis Weaver, Eddie Firestone, Charles Seel, Lucille Benson

Wiederholungen

Dienstag, 18. Oktober, 14.45 Uhr

Sonntag, 23. Oktober, 02.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Duell“

Wikipedia über „Duell“ (deutsch, englisch)

Fanseite zum Film

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. Juni: Ruhe sanft GmbH

Juni 8, 2011

Das Vierte, 20.15

Ruhe sanft GmbH (USA 1963, R.: Jacques Tourneur)

Drehbuch: Richard Matheson

Die Schwarze Komödie mit etlichen Morden und grotesk überzeichneten Typen ist ein kleiner Klassiker: um ein Bestattungsunternehmen vor der Pleite zu retten, sorgen der Schwiegersohn und sein Gehilfe für Nachschub. Mit allen Mitteln.

Mit Boris Karloff, Vincent Price, Peter Lorre, Basil Rathbone

Wiederholung: Donnerstag, 9. Juni, 03.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Richard Matheson (deutsch, englisch)

Phantastik-Couch über Richard Matheson

Times: Stephen King über Richard Matheson (22. Juli 2006)

Mystery File: Ed Gorman unterhält sich mit Richard Matheson (2006)

Archive of American Television: Interview mit Richard Matheson

Rod Serling Memorial Foundation: William Simmons interviewt Richard Matheson


TV-Tipp für den 24. März: Ruhe sanft GmbH

März 24, 2010

Das Vierte, 20.15

Ruhe sanft GmbH (USA 1963, R.: Jacques Tourneur)

Drehbuch: Richard Matheson

Die Schwarze Komödie mit etlichen Morden und grotesk überzeichneten Typen ist ein kleiner Klassiker: um ein Bestattungsunternehmen vor der Pleite zu retten, sorgen der Schwiegersohn und sein Gehilfe für Nachschub. Mit allen Mitteln.

Mit Boris Karloff, Vincent Price, Peter Lorre, Basil Rathbone

Wiederholung: Donnerstag, 25. März, 03.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Richard Matheson (deutsch, englisch)

Phantastik-Couch über Richard Matheson

Times: Stephen King über Richard Matheson (22. Juli 2006)

Mystery File: Ed Gorman unterhält sich mit Richard Matheson (2006)

Archive of American Television: Interview mit Richard Matheson

Rod Serling Memorial Foundation: William Simmons interviewt Richard Matheson


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