TV-Tipp für den 10. September: Magic Mike

September 10, 2017

Weil am Donnerstag „Logan Lucky„, der neue Kinofilm von Steven Soderbergh (nach seiner kurzen Spielfilmauszeit), mit Channing Tatum, Adam Driver, Daniel Craig undundund anläuft

RTL II, 20.15
Magic Mike – Die ganze Nacht (Magic Mike, USA 2012)
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Reid Carolin
Mike ist im sonnigen Florida tagsüber ein netter Bauarbeiter und nach Sonnenuntergang ein Stripper. Ein wundervolles Leben, wenn er nicht ein eigenes, seriöses Geschäft eröffnen möchte und sich verlieben würde.
Wundervoller Film von Steven Soderbergh über das Milieu der männlichen Stripper und den amerikanischen Traum, inszeniert im dokumentarischen New-Hollywood-Stil.
mit Channing Tatum, Alex Pettyfer, Matthew McConaughey, Cody Horn, Olivia Munn, Matt Bomer, Riley Keough, Joe Manganiello, Kevin Nash, Adam Rodriguez, Gabriel Iglesias

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Magic Mike“

Metacritic über „Magic Mike“

Rotten Tomatoes über „Magic Mike“

Wikipedia über „Magic Mike“

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Elvis & Nixon“, „Salt and Fire“, Michael Shannon und Kevin Spacey, Michael Shannon und Veronica Ferres

Dezember 9, 2016

Wann schläft Michael Shannon eigentlich? Am 22. Dezember kommt der Arthouse-Thriller „Nocturnal Animals“ mit ihm in einer Nebenrolle in die Kinos. Vor einigen Monaten lieferte er ein „Midnight Special“ und diese Woche laufen zwei Filme mit ihm als Hauptdarsteller an. In „Elvis & Nixon“ spielt er Elvis Presley. In „Salt and Fire“, dem neuen Werner-Herzog-Film, spielt er den Entführer Matt Riley.

Er entführt Prof. Dr. Laura Sommerfeld (Veronika Ferres). Sie ist die Leiterin einer wissenschaftlichen Delegation. Im Auftrag der Vereinten Nationen sollen sie in Bolivien herausfinden, was und wer eine große Umweltkatastrophe auslöste, durch die sich der Salzsee Diablo Blanco unerbittlich ausdehnt. Sie glaubt, dass ein global agierender Konzern dafür verantwortlich ist. Riley ist der CEO dieser Firma.

Nachdem Werner Herzogs letzter Film „Königin der Wüste“ mit Nicole Kidman als Gertrude Bell nur 08/15-Hollywood-Schnulzenkino war, ist „Salt and Fire“ wieder ein richtiger Herzog-Film, der uns in eine fremde Landschaft entführt. Denn die zweite Hälfte des Films spielt auf dem Salzsee Diablo Blanco. Dort wird Sommerfeld mit zwei blinden, einheimischen Kindern auf einer kleinen Felseninsel ausgesetzt. Sie haben Lebensmittel für eine Woche. Sie können sich nicht miteinander verständigen. Und Sommerfeld hat keine Ahnung, warum sie zu der kleinen Felseninsel im Salzsee gebracht wurde.

Das ist, gedreht wurde in der riesigen Salzlandschaft der Salar de Uyuni in Bolivien, der visuell beeindruckendere Teil des betont eigenwilligen, aber letztendlich auch idiotischen Films. Denn Riley und seine Helfer führen die Entführung von Sommerfeld und ihrem Team professionell durch und auch in dem abgelegenem Haus, in dem sie gefangen gehalten werden, verhalten sie sich sehr vernünftig. Die Situation und auch die Machtspiele zwischen Geisel und Geiselnehmer schildert Herzog spannend. Auch die Gespräche zwischen Sommerfeld und Riley, der Philosophen zitiert, Weisheiten von sich gibt und an seiner Existenz und seinem Leben zweifelt, sind spannend, weil Riley die Erwartungen, die man an den Chef eines umweltzerstörenden Konzerns hat, unterläuft und er eher wie ein umweltschützender Philosoph wirkt.

Aber dann kommt die seltsame zweite Hälfte, in der man sich fragt, was Riley erreichen will. Denn der Ökoterrorist setzt die Person mitten in der Salzwüste aus, die schon aufgrund ihres Auftrages verpflichtet ist, sein Anliegen zu unterstützen. Und wenn er sie nicht wieder aus dieser Lage befreit, wird seine potentielle Verbündete sterben.

So hat „Salt and Fire“ zwar durchgehend den Herzog-Touch, aber der letztendlich interessant gescheiterte Film zerfällt in zwei Teile und hat, wenn man traditionelle Beurteilungsmaßstäbe anlegt, eine unglaubwürdige Geschichte. Herzog selbst nennt „Salt and Fire“ allerdings einen „Tagtraum, der den Regeln des Kinos nicht folgt“. Das verdeutlicht er schon in den ersten Minuten, wenn das Forscherteam entführt und dabei höflich wie Staatsgäste behandelt wird. Es ist ein gesittetes Theater, bei dem sich dann auch die Überraschung, wenn einer der Entführer, der zunächst im Rollstuhl saß, plötzlich steht, in Grenzen hält. Er ist nicht behindert; er hat nur manchmal keine Lust, alleine zu gehen. Und Herzog hat dieses Mal keine Lust, eine konventionelle Kinogeschichte zu erzählen.

Salt and Fire“ folgt eher einer Traumlogik und dem absurden Theater. Mit einprägsamen Bildern aus Bolivien, die man sich in einer Mischung aus Staunen und ungläubigem Kopfschütteln ansieht.

 

Unglaubwürdig, aber wahr (mehr oder weniger) ist die Geschichte von „Elvis & Nixon“. Am 21. Dezember 1970 traf sich US-Präsident Richard Nixon im Oval Office mit Elvis Presley. Von dem Treffen gibt es ein Bild, aber keinen Tonmitschnitt. Denn Nixon begann seine paranoide Alles-aufnehmen-Politik erst im Februar 1971.

Liza Johnson erzählt jetzt, schön pointiert, mit viel Zeitkolorit und liebevoll die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Politik und Pop, zwischen den ähnlich gestressten Helfern des Präsidenten und des Rockstars ausspielend, wie es zu dem Treffen kam. Denn Elvis Presley war von der Jugendkultur, der Gegenkultur, den Hippies und ihrem Drogenkonsum angeekelt. Er will etwas dagegen tun und möchte Nixon vorschlagen, dass er als Bundesagent für das Land arbeitet und undercover die kommunistische Gegenkultur und ihre Drogenringe infiltrieren möchte.

Nixon, hübsch grantig von Kevin Spacey gespielt, möchte sich allerdings nicht mit dem Entertainer treffen. Aber seine Tochter hätte gerne ein Autogramm.

Michael Shannon spielt Presley und bleibt dabei letztendlich immer Michael Shannon. Das liegt allerdings auch an den unzähligen Elvis-Imitatoren und den unzähligen bekannten Bildern von Elvis in seinen verschiedenen Lebensphasen und seinen vielen Spielfilmen, die immer wieder im Nachmittagsprogramm laufen. Da fällt in jeder Sekunde auf, dass Elvis Presley und Michael Shannon, der Elvis auf dem schmalen Grad zwischen Mensch und Parodie spielt, verschieden aussehen.

Ein viel größeres Problem von „Elvis & Nixon“ ist allerdings die eingesetzte Musik. Es gibt kein einziges Elvis-Lied (wobei seine für die Popgeschichte wichtigen Songs in den Fünfzigern erschienen und er damals, nach seiner Hollywood-Karriere, vor allem in Las Vegas live spielte und belanglosen Breitwand-Pop ablieferte). Stattdessen werden Songs von Blood, Sweat & Tears, Creedence Clearwater Revival und Otis Redding gespielt. Es sind heute immer noch coole Songs, die Elvis in dem Film eine vermeintliche Hipness verleihen, die er damals nicht hatte. Für die Jugendkultur war er ein Teil des verhassten Establishments – und seine Wunsch, als Undercover-Agent den Drogensumpf der Gegenkultur trockenzulegen, bestätigt ihre Einschätzung. Auch wenn Elvis‘ selbstgewählte Mission nie mehr als eine spinnerte Idee eines von der Welt abgehobenen Stars war.

Elvis & Nixon“ erzählt eine in jeder Beziehung unbedeutende Anekdote, die zu einem neunzigminütigem Spielfilm aufgeblasen wird und Elvis inszeniert, als sei er noch ein Teil des jugendlichen Aufbegehrens gegen die Gesellschaft.

salt-and-fire-plakat

Salt and Fire (Salt and Fire, Deutschland/USA/Frankreich/Mexiko 2016)

Regie: Werner Herzog

Drehbuch: Werner Herzog

LV: Tom Bissell: Aral (Kurzgeschichte, erschienen in „God Lives in St. Petersburg: Short Stories“, 2006)

mit Veronica Ferres, Michael Shannon, Gael Garcia Bernal, Lawrence Krauss, Volker Michalowski, Danner Ignacio Marquez Arancibia, Gabriel Marquez Arancibia

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Filmportal über „Salt and Fire“

Moviepilot über „Salt and Fire“

Metacritic über „Salt and Fire“

Rotten Tomatoes über „Salt and Fire“

Wikipedia über „Salt and Fire“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Werner Herzogs „Königin der Wüste“ (Queen of the Desert, USA/Marokko 2015)

Werner Herzog in der Kriminalakte

elvis-und-nixon-plakat

Elvis & Nixon (Elvis & Nixon, USA/Deutschland 2016)

Regie: Liza Johnson

Drehbuch: Joey Sagal, Hanala Sagal

mit Michael Shannon, Kevin Spacey, Alex Pettyfer, Johnny Knoxville, Colin Hanks, Evan Peters, Sky Ferreira, Tracy Letts

Länge: 87 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Moviepilot über „Elvis & Nixon“

Metacritic über „Elvis & Nixon“

Rotten Tomatoes über „Elvis & Nixon“

Wikipedia über „Elvis & Nixon“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 18. April: Magic Mike

April 18, 2015

Pro7, 20.15
Magic Mike – Die ganze Nacht (Magic Mike, USA 2012)
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Reid Carolin
Mike ist im sonnigen Florida tagsüber ein netter Bauarbeiter und nach Sonnenuntergang ein Stripper. Ein wundervolles Leben, wenn er nicht ein eigenes, seriöses Geschäft eröffnen möchte und sich verlieben würde.
Wundervoller Film von Steven Soderbergh über das Milieu der männlichen Stripper und den amerikanischen Traum, inszeniert im dokumentarischen New-Hollywood-Stil.
Der Film war ein Kassenhit. Deshalb gibt es im Kino ab dem 23. Juli auch die Fortsetzung „Magic Mike XXL“. Inszeniert von Gregory Jacobs, der bei vielen Soderbergh-Filmen Second-Unit-Regisseur war, wieder nach einem Drehbuch von Reid Carolin, mit Channing Tatum und einigen anderen bekannten Gesichtern. Oh, und ein gewisser Steven Soderbergh ist für die Kamera und den Schnitt verantwortlich. Das heißt: diese Fortsetzung könnte gut sein.
mit Channing Tatum, Alex Pettyfer, Matthew McConaughey, Cody Horn, Olivia Munn, Matt Bomer, Riley Keough, Joe Manganiello, Kevin Nash, Adam Rodriguez, Gabriel Iglesias

Wiederholung: Sonntag, 19. April, 16.00 Uhr

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Magic Mike“

Metacritic über „Magic Mike“

Rotten Tomatoes über „Magic Mike“

Wikipedia über „Magic Mike“

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


%d Bloggern gefällt das: