Neu im Kino/Filmkritik: Wieder in „Jumanji: The next level“ stellt neue Herausforderungen

Dezember 12, 2019

Als vor zwei Jahren „Jumanji: Welcome to the Jungle“ im Kino lief, war der Film zuerst für die Kritik und dann für den Verleih eine erfreuliche Überraschung. Denn das Reboot des Originalfilms von 1995 (mit Robin Williams) ist ein rundum unterhaltsamer Abenteuerfilm mit einer glänzend aufgelegten Besetzung. An der Kasse schlug sich der Film, dem man gegen „Star Wars: Die letzten Jedi“ nur geringe Chancen einräumte, ausgezeichnet. Am Ende spielte er eine gute Milliarde US-Dollar ein und war der fünfterfolgreichste Film des Jahres 2017.

Das sich nahtlos an den ersten Film anschließende „The next level“ zeigt die Jugendlichen aus dem ersten „Jumanji“-Film getrennt. Spencer (Alex Wolff) studiert in New York. Er kommt über die Weihnachtstage zurück in seine alte Heimat Brantford, New Hampshire. Noch bevor er seine Freunde treffen kann, muss er akzeptieren, dass sein gesundheitlich angeschlagener Großvater Eddie (Danny DeVito, großartig grummelig) in seinem Kinderzimmer schläft.

Weil Spencer nicht einschlafen kann, startet er das von ihm im Keller versteckte Jumanji-Videospiel. Eigentlich hatten er und seine Freunde nach den Erlebnissen in „Jumanji: Welcome to the Jungle“ beschlossen, das lebensgefährliche Videospiel zu zerstören. Es saugt seine Spieler in das Spiel und sie können es nur verlassen, wenn sie das Spiel erfolgreich zu Ende spielen. Wenn sie Pech haben, stecken sie für immer im Spiel fest oder sterben im Spiel.

Als Spencer am nächsten Morgen spurlos verschwunden ist, machen sich seine Freunde

Martha (Morgan Turner), Bethany (Madison Iseman) und Fridge (Ser’Darius Blain) auf den Weg zu ihm. Sie entdecken das Spiel und beschließen, ihn zu retten.

Martha, Fridge, Großvater Eddie und sein zufällig anwesender alter Geschäftspartner Milo (Danny Glover) werden in das Spiel hineingezogen.

Bethany wird nicht in das Spiel hineingezogen. Die einzige Person, die ihr helfen kann, in das Spiel zu gelangen und die ihren Freunden im Spiel helfen kann, ist Alex (Colin Hanks), der zwanzig Jahre in dem Spiel gefangen war als Flugzeugpilot Seaplane (Nick Jonas).

In dem Spiel sind die alten Avatare Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Dr. Shelly Oberon (Jack Black), Mouse Finbar (Kevin Hart) und Ruby Roundhouse (Karen Gillan) noch vorhanden. Weil es dieses Mal mehr Spieler als im ersten Film gibt, gibt es auch neue Avatare, wie Spencers Avatar Ming (Awkwafina), und nicht jeder Spieler hat seinen alten Avatar. Dr. Bravestone ist jetzt der Avatar von Eddie, Dr. Oberon von Fridge, Finbar von Milo und Roundhouse wieder von Martha. Die besonderen Fähigkeiten und Schwächen haben sich teilweise geändert. Aber, keine Panik, Dr. Bravestone hat immer noch seinen unwiderstehlichen Blick und Ruby Roundhouse ist immer noch eine außergewöhnlich gute Kämpferin mit atemberaubender Beinarbeit.

Die Erfahrungen aus dem letzten Spiel können sie im aktuellen Spiel nur sehr begrenzt verwenden. Denn in „The next level“ startet ein neues Spiel mit neuen Aufgaben, Gefahren und Welten. Auch die Aufgabe, die sie lösen müssen, ist neu.

Jurgen the Brutal (Rory McCann) hat das riesige lebensspendende Falkenjuwel geklaut und bringt es in seine in den Bergen liegende Burg. Dr. Bravestone, Dr. Oberon, Finbar und Roundhouse sollen das Falkenjuwel zurückstehlen. Wenn es ihnen nicht gelingt, wird Jumanji untergehen.

Auf ihrer Jagd nach Jurgen the Brutal und dem Juwel geht es von Level zu Level schwuppdiwupp vom Dschungel in die Wüste in verschneite Berge. Gezeigt wird eine Steampunk-Fantasiewelt, die mühelos Mittelalter- und Orient-Fantasievorstellungen mit Fahrzeugen aus dem nächsten „Mad Max“-Film verbindet. Aber den Machern gelingt es, auch durch die Struktur des doch ziemlich einfachen „Jumanji“-Spiels, dass mich das nicht sonderlich störte.

Störender sind dagegen die in vielen Actionszenen überhand nehmenden Computereffekte. Sie sind der schwächste Teil des Films. Dafür ist das Spiel der gut aufgelegten Schauspieler – so muss Dwayne Johnson Danny DeVito channeln – immer vergnüglich.

Jumanji: The next level“ ist ein kurzweiliger Abenteuerfilm mit viel Situationskomik, Sprüchen und Action, der beim Weitererzählen der Geschichte von „Welcome to the Jungle“ die richtige Balance zwischen Bewahrung und Innovation findet.

Außerdem kommt Jake Kasdans Abenteuerkomödie nicht mit dem ganzen mythischen Ballast und den hohen Erwartungen des neuen „Star Wars“-Films, in dem das Ende einer vor Jahrzehnten begonnenen Geschichte erzählt werden soll. „Jumanji: The next level“ ist dagegen nur das neue Level in einem Computerspiel. Am dritten Level, so heißt es, wird bereits gearbeitet.

Jumanji: The next level (Jumanji: The next level, USA 2019)

Regie: Jake Kasdan

Drehbuch: Jake Kasdan, Jeff Pinkner, Scott Rosenberg (basierend auf Chris Van Allsburgs „Jumanji“)

mit Dwayne Johnson, Jack Black, Karen Gillan, Kevin Hart, Nick Jonas, Awkwafina, Alex Wolff, Morgan Turner, Madison Iseman, Ser’Darius Blain, Danny DeVito, Danny Glover, Marin Hinkle, Colin Hanks, Rory McCann

Länge: 124 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Jumanji: The next level“

Metacritic über „Jumanji: The next level“

Rotten Tomatoes über „Jumanji: The next level“

Wikipedia über „Jumanji: The next level“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jake Kasdans „Sex Tape“ (Sex Tape, USA 2014)

Meine Besprechung von Jake Kasdans „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ (Jumanji: Welcome to the Jungle, USA 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: Der Horror! Der Horror in „Hereditary – Das Vermächtnis“

Juni 15, 2018

Hereditary – Das Vermächtnis“, der Debütfilm von Ari Aster, gehört zu den Horrorfilmen, die schon von der ersten Minute an erkennbar höhere Ambitionen haben, als der üblicher Slasher-Jumpscare-Found-Footage-Horrorfilm für Teenager, in denen Sex die Vorstufe für Tod ist.

Asters Film beginnt mit einer Beerdigung, die wie unzählige andere Beerdigungen ist: eine Ansammlung trauernder Menschen, die sich teilweise zum ersten und letzten Mal sehen. Die Verstorbene ist Annie Grahams Mutter. Über sie erfahren wir während des Films wenig, außer dass sie eine dominante Person war. So dominant, dass Annie (Toni Collette) zu Lebzeiten nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte und sich jetzt förmlich zum Trauern zwingen muss. Trotzdem will sie später, während einer Séance, Kontakt zu ihr aufnehmen – und man muss keine Myriaden von Horrorfilmen gesehen haben, um zu wissen, wie das ausgeht. In dem Moment bewegt sich Annies Familie – ihre beiden Kinder Peter (Alex Wolff), kurz vor dem Erwachsenwerden, und seine noch vor der Pubertät stehende, einzelgängerische Schwester Charlie (Milly Shapiro) und ihr Mann Steve (Gabriel Byrne in einer Nebenrolle) – bereits wie traumatisiert durch den Film und das einsam gelegene große Haus der Grahams.

In dem Haus arbeitet Annie als Künstlerin. Sie baut Modellwelten mit Miniaturfiguren. Dabei sind ihre Landschaften keine Fantasielandschaften, sondern fotorealistische Darstellungen von Ereignissen aus ihrem Leben. Oft geht es um das Sterben und den Tod von Menschen, zu denen sie eine enge Beziehung hatte. Wie ihrer Mutter.

Aster lässt schon in den ersten Filmminuten die Grenze zwischen der Realität und den Miniaturlandschaften verschwimmen. Bereits in diesem Moment bewegen die Grahams sich in ihrem Haus wie in einem Puppenhaus, das zu einer Bühne umfunktioniert wurde und sie zu Marionetten macht. Die Inszenierung unterstreicht diesen Effekt durchgehend. Die Kamera ist oft so unnatürlich positioniert, dass die Zimmer im Grahamschen Haus immer wie ein sorgfältig arrangierter Teil einer Theaterbühne aussehen. Es wird selten geschnitten und die Szenen dauern meisten länger, als man es gewohnt ist. Manchmal quälend lang. Und dabei geht es nicht um Bilder von herausquellenden Gedärmen, sondern um Bilder von Gesichtern, die etwas sehen. All das trägt, neben dem Spiel der Schauspieler, zur irrealen Feel-Bad-Atmosphäre bei.

Die Themen die Aster dabei anspricht – Trauer, Schuld und Schuldgefühle in einer unangenehm verkorksten Familie – steigern das. Denn die Familie Graham will über ihre Geheimnisse nicht sprechen.

Mit zunehmender Laufzeit wird allerdings auch ein erzählerischer Stillstand deutlich. Anstatt sich für einen Charakter zu entscheiden und dann dessen Geschichte zu erzählen, mutiert „Heriditary“ zu einem Best-of des Okkult-Horrors. Jeder Charakter darf sich mit dem Dämon seiner Wahl herumschlagen. Wie diese Bedrohungen miteinander zusammenhängen und welcher Dämon der fieseste ist, bleibt unklar. Und nach zwei Stunden gibt es eine kryptische Erklärung, die doch aus ziemlich heiterem Himmel kommt.

So ist „Heriditary“ ein Horrorfillm für Menschen, die auch etwas Nachdenken wollen, inszeniert von einem Regisseur, der seine Vorbilder genau studiert hat und sie jetzt mit einem beträchtlichen Gestaltungswillen innerhalb einer Familienaufstellung verarbeitet. Es ist allerdings auch ein Feel-Bad-Film, der im Vergleich zu anderen aktuellen und hochgelobten Horrorfilmen nicht so packend ist, wie er sein könnte.

Und, ja, ich habe um den Plot herumgeschrieben und keine anderen Filme genannt, um keine Hinweise auf den Verlauf und das Ende der Geschichte zu geben. Die entwickelt sich nämlich an mehreren Stellen konträr zu allen Erwartungen.

Darüber können wir dann zum DVD-Start sprechen.

Hereditary – Das Vermächtnis (Hereditary, USA 2018)

Regie: Ari Aster

Drehbuch: Ari Aster

mit Toniy Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro, Ann Dowd

Länge: 128 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Hereditary“

Metacritic über „Hereditary“

Rotten Tomatoes über „Hereditary“

Wikipedia über „Hereditary“ (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: „Boston“ – zur Heimkinoveröffentlichung des grandiosen Thrillers über den Anschlag auf den Boston Marathon 2013

September 13, 2017

Vor einigen Monaten schrieb ich (mit weiteren Videoclips) zum Kinostart von Peter Bergs Thriller „Boston“:

Am 15. April 2013 endet der jährliche Boston Marathon in einem Blutbad. Zwei in Rucksäcken versteckte selbstgebaute Bomben explodieren. Drei Menschen werden getötet. 264 Zuschauer und Läufer teilweise schwer verletzt.

In den folgenden Tagen sucht das FBI und die Polizei die Täter. Es sind die Brüder Dschochar (19 Jahre) und Tamerlan Zarnajew (26 Jahre). Sie stammen aus einer tschetschenisch-awarischen Einwandererfamilie, die 2002 Asyl in den USA beantragt hat.

Tamerlan wird nach einem Schusswechsel mit der Polizei von seinem Bruder getötet. Dschochar wird am 19. April 2013 verhaftet. Er hatte sich in einem Hinterhof in einem Boot versteckt.

Die Bilder des Anschlags und der Verhaftung gingen um die Welt.

Jetzt hat Peter Berg mit „Boston“ (wie der eher nichtssagende deutsche Titel von „Patriots Day“ lautet) einen packenden Thriller darüber gedreht. Wie in seinem vorherigen Film „Deepwater Horizon“, ebenfalls mit Mark Wahlberg, bleibt er nah bei den Fakten und er konzentriert sich auf einen kleinen Teil der großen Geschichte.

In „Deepwater Horizon“ waren es die Stunden vor der Explosion und der anschließenden Rettung der Bohrarbeiter von der brennenden Bohrinsel. Die durch die Explosion verursachte Umweltkatastrophe wird nur im Abspann angesprochen.

In „Boston“ ist es die Jagd auf die beiden Täter. Also die Zeit zwischen Anschlag und Verhaftung, erzählt fast ausschließlich aus der Sicht der beteiligten Polizisten. Weil in der Realität über tausend Beamte von Bundesbehörden, dem Staat Massachusetts und der Stadt Boston direkt in die Ermittlungen involviert waren und kein Beamter an allen entscheidenden Orten war, wurde mit dem von Wahlberg gespielten Boston Police Sergeant Tommy Saunders ein waschechter bodenständig-proletarischer Polizist erfunden, der zufällig fast immer am Ort des Geschehens ist. Das verleiht dem Film eine konventionelle Struktur und auch einen durchgehend präsenten Sympathieträger, der durch die gesamte Geschichte führt, ohne den zahlreichen realen Charakteren, die im Film ebenfalls auftauchen, allzuviel Raum zu nehmen. Denn Berg gibt all den anderen Menschen, die zur erfolgreichen Verhaftung beitrugen, und den beiden Terroristen genügend Raum. Sie alle sind dreidimensionale Charaktere, die von Schauspielern gespielt werden, die den realen Vorbildern sehr ähnlich sehen.

Die Action ist gewohnt gelungen. Das gilt vor allem für die nächtliche Schießerei in Watertown, einer kleinen, verschlafenen Vorstadt von Boston, bei der Beamte von über hundert Einheiten beteiligt waren. Es war eine der größten Schießereien in der Geschichte von Boston. In diesem Minuten zeigt Berg, dass er derzeit einer der wenigen Regisseure ist, die Action-Szenen inszenieren können. Ihm gelingt es, das Chaos der Schießerei so zu inszenieren, dass wir niemals den Überblick über das Geschehen verlieren und gleichzeitig einen Eindruck von dem Chaos bekommen, das damals die Schießerei beherrschte.

Der straff erzählte Thriller endet mit Statements von Ermittlern und Opfern des Anschlags, die eine klare, nicht auf Rache oder Vergeltung ausgerichtete Botschaft haben.

 

Diese Statements der Opfer, Ermittler und Politiker über das Gemeinschaftsgefühl von Boston nach dem Attentat gab es, wie ich jetzt erfahren habe, nur in der Originalfassung. In der deutschen Kinoversion wurden diese vier Minuten herausgekürzt. Sie sind jetzt im Bonusmaterial als „Erweitertes Ende“ enthalten. Warum der deutsche Verleih diese sinnlose und auch die Botschaft des Films verändernde Kürzung vornahm, ist unklar und auch nicht wirklich nachvollziehbar. Immerhin geht es den Machern des Films, um es etwas pathetisch zu sagen, nicht um ‚Hass‘, sondern um ‚Liebe‘ und das füreinander einstehen, was in dem Motto „Boston Strong“ versinnbildlicht wurde. Oder weniger pathetisch, um die Ablehnung des „Auge um Auge“-Prinzips, um Rechtsstaatlichkeit und die Werte, die eine Gemeinschaft im Positiven ausmachen.

Das restliche Bonusmaterial ist mit über hundert Minuten ungewöhnlich lang und, mit sehr wenigen Doppelungen (so im Bereich von einer Minute) ungewöhnlich informativ geraten. Es besteht aus der dreiteiligen, insgesamt zwanzigminütigen Dokumentation „Boston Strong“ (in der der Chirurg Jeffrey Kalish, Dun Meng und Watertown-Polizeichef Jeffrey Pugliese vorgestellt werden) und mehreren Featurettes zwischen fünf und einundzwanzig Minuten. In zwei Featurettes reden die Schauspieler mit den realen Vorbildern: John Goodman mit Boston-Polizeichef Ed Davis (der das Projekt von Anfang an unterstüzte und den Filmemachern etliche Kontakte vermittelte), Jimmy O. Yang mit Dun Meng, der in seinem Auto von den Attentätern als Geisel genommen wurde, flüchten konnte und der Polizei den entscheidenden Hinweis für den Aufenthaltsort der Attentäter und deren nächstes Ziel verraten konnte.

In dem mit fünf Minuten kürzesten Featurette „Die Schauspieler erinnern sich“ erzählen die Hauptdarsteller, wo sie während des Anschlags waren. In den drei anderen Featurettes (von elf, neunzehn und einundzwanzig Minuten) geht es um verschiedene Aspekte der Dreharbeiten und wie die Filmemacher vor dem Dreh recherchierten und wie sehr sie sich der Verantwortung für die Betroffenen und die Stadt Boston bewusst waren. Neben den Schauspielern (wobei Hauptdarsteller und Mitproduzent Mark Wahlberg sehr wenig sagt), Produzenten, Drehbuchautoren und Regisseur Berg sind auch einige der im Film porträtierten Personen in den Featurettes vertreten. Insgesamt vermitteln sie einen sehr guten Einblick in die Dreharbeiten und die Botschaft des Films, der auch beim zweiten Ansehen überzeugt.

Boston (Patriots Day, USA 2016)

Regie: Peter Berg

Drehbuch: Peter Berg, Matt Cook, Joshua Zetumer (nach einer Geschichte von Peter Berg, Matt Cook, Paul Tamasy und Eric Johnson)

mit Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. J. Simmons, Michelle Monaghan, Alex Wolff, Themo Melikidze, Jake Picking, Jimmy O. Yang, Rachel Brosnahan, Christopher O’Shea, Khandi Alexander

DVD

Studiocanal

Bild: 2,40:1 (anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Dokumentation „Boston Strong“, Featurettes „Die realen Vorbilder“/“Researching the Day – Der Dreh“/“Boston – Die Stadt der Champions“/“Die Schauspieler erinnern sich“/“Die Helden vor Ort“, Erweitertes Ende, Trailer, Wendecover

Länge: 124 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Boston“

Metacritic über „Boston“

Rotten Tomatoes über „Boston“

Wikipedia über „Boston“ (deutsch, englisch) und den Anschlag (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Boston“

Meine Besprechung von Peter Bergs „Battleship“ (Battleship, USA 2012)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Lone Survivor“ (Lone Survivor, USA 2013)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Deepwater Horizon“ (Deepwater Horizon, USA 2016)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Boston“ (Patriots Day, USA 2016)

 

 


Wer hat „Boston“ gewonnen?

September 11, 2017

Die Frist ist abgelaufen, die Glücksfee hat sich durch die 111 (Schnapszahl!) Einsendungen gewühlt, Doppelungen aussortiert, den Lostopf fünfmal umgerührt und der glückliche Gewinner der „Boston“-DVD (inclusive Poster) ist

Reinhold H. aus Waldkraiburg.

Ein Filmplakat hat

Dagmar D. aus Süßen

gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinne sind unterwegs.

Der Actionthriller „Boston“ ist nach „Lone Survivor“ und „Deepwater Horizon“ der dritte Film, den Regisseur Peter Berg und mit Schauspieler Mark Wahlberg als Hauptdarsteller inszenierte. „Boston“ erzählt packend, immer entlang der Fakten und mit grandiosen Actionszenen die wahre Geschichte des Bombenanschlags auf den Boston Marathon am 15. April 2013 und der anschließenden Jagd auf die Täter.

Die einzige wirklich große Abweichung von der wahren Geschichte ist der von Mark Wahlberg gespielte Boston-Cop Tommy Saunders. Er verkörpert die Seele von Boston und er führt, als mehr oder weniger passiver Beobachter, durch die Geschichte.

Die DVD hat über zwei Stunden Bonusmaterial.

Boston (Patriots Day, USA 2016)

Regie: Peter Berg

Drehbuch: Peter Berg, Matt Cook, Joshua Zetumer (nach einer Geschichte von Peter Berg, Matt Cook, Paul Tamasy und Eric Johnson)

mit Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. J. Simmons, Michelle Monaghan, Alex Wolff, Themo Melikidze, Jake Picking, Jimmy O. Yang, Rachel Brosnahan, Christopher O’Shea, Khandi Alexander

DVD

Studiocanal

Bild: 2,40:1 (anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Dokumentation „Boston Strong“, Featurettes „Die realen Vorbilder“/“Researching the Day – Der Dreh“/“Boston – Die Stadt der Champions“/“Die Schauspieler erinnern sich“/“Die Helden vor Ort“, Erweitertes Ende, Trailer, Wendecover

Länge: 124 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Boston“

Metacritic über „Boston“

Rotten Tomatoes über „Boston“

Wikipedia über „Boston“ (deutsch, englisch) und den Anschlag (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Boston“

Meine Besprechung von Peter Bergs „Battleship“ (Battleship, USA 2012)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Lone Survivor“ (Lone Survivor, USA 2013)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Deepwater Horizon“ (Deepwater Horizon, USA 2016)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Boston“ (Patriots Day, USA 2016)

 


Verlosung: Wer will „Boston“ haben?

September 4, 2017

Am 7. September erscheint der Actionthriller „Boston“. Es ist nach „Lone Survivor“ und „Deepwater Horizon“ der dritte Film, den Regisseur Peter Berg und mit Schauspieler Mark Wahlberg als Hauptdarsteller inszenierte. „Boston“ erzählt packend, immer entlang der Fakten und mit grandiosen Actionszenen die wahre Geschichte des Bombenanschlags auf den Boston Marathon am 15. April 2013 und der anschließenden Jagd auf die Täter.

Die einzige wirklich große Abweichung von der wahren Geschichte ist der von Mark Wahlberg gespielte Boston-Cop Tommy Saunders. Er verkörpert die Seele von Boston und er führt, als mehr oder weniger passiver Beobachter, durch die Geschichte.

Die DVD hat über zwei Stunden Bonusmaterial und sieht sehr gut aus.

Zum Kinostart widmete ich dem Film eine ausführliche Kritik. Das Bonusmaterial wird die Tage besprochen.

Bis dahin dürft ihr euch an der Verlosung von DVD und Poster beteiligen.

Die Verlosung endet am Freitag, den 8. September, um Mitternacht (also um 23.59 Uhr).

In den Betreff müsst ihr „Verlosung Boston“ schreiben und in der Mail an info@axelbussmer.de muss eine deutsche Postadresse stehen.

Boston (Patriots Day, USA 2016)

Regie: Peter Berg

Drehbuch: Peter Berg, Matt Cook, Joshua Zetumer (nach einer Geschichte von Peter Berg, Matt Cook, Paul Tamasy und Eric Johnson)

mit Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. J. Simmons, Michelle Monaghan, Alex Wolff, Themo Melikidze, Jake Picking, Jimmy O. Yang, Rachel Brosnahan, Christopher O’Shea, Khandi Alexander

DVD

Studiocanal

Bild: 2,40:1 (anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Dokumentation „Boston Strong“, Featurettes „Die realen Vorbilder“/“Researching the Day – Der Dreh“/“Boston – Die Stadt der Champions“/“Die Schauspieler erinnern sich“/“Die Helden vor Ort“, Erweitertes Ende, Trailer, Wendecover

Länge: 124 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „Boston“

Metacritic über „Boston“

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Meine Besprechung von Peter Bergs „Battleship“ (Battleship, USA 2012)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Lone Survivor“ (Lone Survivor, USA 2013)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Deepwater Horizon“ (Deepwater Horizon, USA 2016)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Boston“ (Patriots Day, USA 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: „Boston“, Patriots Day – der Spielfilm über den Anschlag auf den Boston-Marathon 2013

Februar 24, 2017

Am 15. April 2013 endet der jährliche Boston Marathon in einem Blutbad. Zwei in Rucksäcken versteckte selbstgebaute Bomben explodieren. Drei Menschen werden getötet. 264 Zuschauer und Läufer teilweise schwer verletzt.

In den folgenden Tagen sucht das FBI und die Polizei die Täter. Es sind die Brüder Dschochar (19 Jahre) und Tamerlan Zarnajew (26 Jahre). Sie stammen aus einer tschetschenisch-awarischen Einwandererfamilie, die 2002 Asyl in den USA beantragt hat.

Tamerlan wird nach einem Schusswechsel mit der Polizei von seinem Bruder getötet. Dschochar wird am 19. April 2013 verhaftet. Er hatte sich in einem Hinterhof in einem Boot versteckt.

Die Bilder des Anschlags und der Verhaftung gingen um die Welt.

Jetzt hat Peter Berg mit „Boston“ (wie der eher nichtssagende deutsche Titel von „Patriots Day“ lautet) einen packenden Thriller darüber gedreht. Wie in seinem vorherigen Film „Deepwater Horizon“, ebenfalls mit Mark Wahlberg, bleibt er nah bei den Fakten und er konzentriert sich auf einen kleinen Teil der großen Geschichte.

In „Deepwater Horizon“ waren es die Stunden vor der Explosion und der anschließenden Rettung der Bohrarbeiter von der brennenden Bohrinsel. Die durch die Explosion verursachte Umweltkatastrophe wird nur im Abspann angesprochen.

In „Boston“ ist es die Jagd auf die beiden Täter. Also die Zeit zwischen Anschlag und Verhaftung, erzählt fast ausschließlich aus der Sicht der beteiligten Polizisten. Weil in der Realität über tausend Beamte von Bundesbehörden, dem Staat Massachusetts und der Stadt Boston direkt in die Ermittlungen involviert waren und kein Beamter an allen entscheidenden Orten war, wurde mit dem von Wahlberg gespielten Boston Police Sergeant Tommy Saunders ein waschechter bodenständig-proletarischer Polizist erfunden, der zufällig fast immer am Ort des Geschehens ist. Das verleiht dem Film eine konventionelle Struktur und auch einen durchgehend präsenten Sympathieträger, der durch die gesamte Geschichte führt, ohne den zahlreichen realen Charakteren, die im Film ebenfalls auftauchen, allzuviel Raum zu nehmen. Denn Berg gibt all den anderen Menschen, die zur erfolgreichen Verhaftung beitrugen, und den beiden Terroristen genügend Raum. Sie alle sind dreidimensionale Charaktere, die von Schauspielern gespielt werden, die den realen Vorbildern sehr ähnlich sehen.

Die Action ist gewohnt gelungen. Das gilt vor allem für die nächtliche Schießerei in Watertown, einer kleinen, verschlafenen Vorstadt von Boston, bei der Beamte von über hundert Einheiten beteiligt waren. Es war eine der größten Schießereien in der Geschichte von Boston. In diesem Minuten zeigt Berg, dass er derzeit einer der wenigen Regisseure ist, die Action-Szenen inszenieren können. Ihm gelingt es, das Chaos der Schießerei so zu inszenieren, dass wir niemals den Überblick über das Geschehen verlieren und gleichzeitig einen Eindruck von dem Chaos bekommen, das damals die Schießerei beherrschte.

Der straff erzählte Thriller endet mit Statements von Ermittlern und Opfern des Anschlags, die eine klare, nicht auf Rache oder Vergeltung ausgerichtete Botschaft haben.

boston-plakat

Boston (Patriots Day, USA 2016)

Regie: Peter Berg

Drehbuch: Peter Berg, Matt Cook, Joshua Zetumer (nach einer Geschichte von Peter Berg, Matt Cook, Paul Tamasy und Eric Johnson)

mit Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. J. Simmons, Michelle Monaghan, Alex Wolff, Themo Melikidze, Jake Picking, Jimmy O. Yang, Rachel Brosnahan, Christopher O’Shea, Khandi Alexander

Länge: 129 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Boston“

Metacritic über „Boston“

Rotten Tomatoes über „Boston“

Wikipedia über „Boston“ (deutsch, englisch) und den Anschlag (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Boston“

Meine Besprechung von Peter Bergs „Battleship“ (Battleship, USA 2012)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Lone Survivor“ (Lone Survivor, USA 2013)

Meine Besprechung von Peter Bergs „Deepwater Horizon“ (Deepwater Horizon, USA 2016)

DP/30 unterhält sich mit Peter Berg über den Film und den ganzen Rest

Peter Berg, Mark Wahlberg (auch einer der Produzenten) und Ed Davis, Polizeichef von Boston, sprechen im AOL Building über den Film

 


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