TV-Tipp für den 4. Dezember (+ Buchtipp): Der Knochenjäger

Dezember 3, 2019

Kabel 1, 20.15

Der Knochenjäger (The Bone Collector, USA 1999)

Regie: Philip Noyce

Drehbuch: Jerome Iacone

LV: Jeffery Deaver: The bone collector, 1997 (Die Assistentin, Der Knochenjäger)

Der fast vollständig gelähmte Superdetektiv Lincoln Rhyme sucht mit seinem Assistenten, der Streifenpolizistin Amelia Donaghy, einen Serienkiller.

Nach all den grandiosen Serienkiller-Filmen der neunziger Jahre ist der Whodunit „Der Knochenjäger“ ziemlich langweilige Kost. Der Roman ist eine andere Angelegenheit.

Mit Denzel Washington, Angelina Jolie, Ed O´Neill, Michael Rooker, Queen Latifah, Luis Guzman

Wiederholung: Donnerstag, 5. Dezember, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Frisch aus der Druckerpresse

Der Todbringer“ heißt der gerade auf Deutsch erschienene vierzehnte Lincoln-Rhyme-Thriller. Dieses Mal suchen der immer noch bettlägerige Lincoln Rhyme und seine die Tatorte besichtigende Assistentin Amelia Sachs einen Killer, der Liebespaare in ihren glücklichsten Momenten ermordet. So schnitt der Killer einem jungen Liebespaar und einem Diamanthändler in seinem Geschäft die Kehlen durch. Die Diamanten ließ er am Tatort liegen.

Das klingt nach gewohnt spannender Unterhaltung von Deaver mit seinen beiden bekanntesten Figuren.

Außerdem wird es wieder eine Lincoln-Rhyme-Verfilmung geben. Beginnend mit „Der Knochenjäger“ verfilmt NBC mit Russell Hornsby und Arielle Kebbel Deavers Romane als TV-Serie. „Lincoln Rhyme: Hunt for the Bone Collector“ startet am Freitag, den 10. Januar 2020, im US-TV und wenn die Knochen eingesammelt sind, wissen wir auch, ob Lincoln Rhyme und Amelia Sachs im TV weiter ermitteln dürfen.

Jeffery Deaver: Der Todbringer

(übersetzt von Thomas Huafschild)

Blanvalet, 2019

576 Seiten

20 Euro

Originalausgabe

The cutting Edge (Lincoln Rhyme 14)

Grand Central Publishing, 2018

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Der Knochenjäger”

Wikipedia über “Der Knochenjäger” (deutsch, englisch)

Homepage von Jeffery Deaver

Meine Besprechung von Jeffery Deavers Kurzroman „Auf ewig“ (Forever, 2005)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers Kurzgeschichtensammlung “Gezinkt” (More twisted, 2006)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Die Menschenleserin“ (The sleeping doll, 2007)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Lautloses Duell“ (The blue nowhere, 2001)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers “Der Täuscher” (The broken window, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers “Carte Blanche Ein James-Bond-Roman” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Die Angebetete“ (XO, 2012)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Todeszimmer“ (The Kill Room, 2013)

Jeffery Deaver in der Kriminalakte


Lincoln Rhyme sucht das „Todeszimmer“

Juli 16, 2014

Deaver - Todeszimmer - 2

Auf den Bahamas wird in einem Hotelzimmer ein radikaler US-Kritiker, sein Leibwächter und ein Journalist, der ihn gerade interviewen wollte, erschossen.
Wenige Tage später bittet die New Yorker Bezirksstaatsanwältin Nance Laurel Lincoln Rhyme um Hilfe. Der fast vollständig gelähmte Ermittler, der die Polizei immer wieder in schwierigen Fällen berät und dabei vor allem an Spuren, an kleinste forensische Beweise, glaubt, soll ihr helfen, das Attentat aufzuklären. Sie will vor allem Shreve Metzger anklagen. Dieser ist Chef der New Yorker Niederlassung der NIOS (National Intelligence and Operations Service), einer Mischung aus CIA und NSA. Er gab den Tötungsbefehl auf den US-Bürger Roberto Moreno, der als radikaler politischer Aktivist gegen die Ausbeutung der Dritten Welt durch die USA kämpfte. Für diesen Tötungsbefehl, so Laurel, überschritt Metzer seine Kompetenzen, manipulierte Beweise, machte aus einem friedlichem Aktivisten einen gemeingefährlichen Terroristen und plante die Tat in New York. Er kann deshalb in New York wegen der Verabredung zur Verübung einer Straftat angeklagt werden. Rhyme soll die nötigen Beweise besorgen, die die Anklage wasserdicht machen.
Wenige Seiten später verrät Jeffery Deaver uns in seinem neuem Roman „Todeszimmer“ auch den Namen des Killers. Es ist Jacob Swann, der jetzt beginnt, alle Zeugen und potentiellen Zeugen des Anschlages bestialisch zu ermorden. In diesem Moment – wir sind noch im ersten Zehntel des Romans – ist die weitere Geschichte von „Todeszimmer“ erschreckend eindeutig vorgezeichnet. Denn natürlich wird Metzger Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs ausspionieren und all die freiheitsgefährdenden Kompetenzen nutzen, die die Geheimdienste seit 9/11 haben und die seit den Snowden-Enthüllungen allgemein bekannt sind. Und der sadistische Killer Swann wird versuchen Sachs und Rhyme zu töten. Es wird auf eine große Konfrontation zwischen ihnen hinauslaufen und der Geheimdienst wird dabei viele Informationen nicht oder vollkommen falsch lesen. Auch das ist spätestens seit den mit Drohnen ausgeführten Anschlägen auf Terroristen, vermeintliche Terroristen und Pechvögel bekannt.
Für einen handelsüblichen Polit-Thriller ist dieser Kampf zwischen einem allmächtigen, skrupellosem Geheimdienst und einem Einzelnen, der gegen die übermächtige Regierung kämpt, ein guter Fahrplan.
Aber für einen Jeffery-Deaver-Roman? Immerhin ist er für seine Storytwists, vor allem am Romanende, bekannt und berüchtigt. Und seine Lincoln-Rhyme-Romane sind vor allem hochspannende Rätselkrimis. Whodunits, bei denen die Suche nach dem Mörder im Mittelpunkt steht und der Mörder sich anhand von Spuren, die er am Tatort hinterlässt, verrät.
Nun, diese Überraschungen gibt es auch und sie machen „Todeszimmer“, den zehnten Lincoln-Rhyme-Roman, zu einem echten Deaver; – und mehr zu verraten, würde doch etliche Überraschungen unnötig spoilern.
Trotzdem würde sich eine ausführliche Diskussion über das Ende und die damit mehr oder weniger verbundenen Botschaften lohnen…

Jeffery Deaver: Todeszimmer
(übersetzt von Thomas Haufschild)
Blanvalet, 2014
608 Seiten
19,99 Euro

Originalausgabe
The Kill Room
Grand Central Publishing, 2013

Jeffery Deaver über „Todeszimmer“



Hinweise

Homepage von Jeffery Deaver

Deutsche Homepage von Jeffery Deaver

Wikipedia über Jeffery Deaver (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers Kurzroman „Auf ewig“ (Forever, 2005)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers Kurzgeschichtensammlung “Gezinkt” (More twisted, 2006)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Die Menschenleserin“ (The sleeping doll, 2007)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Lautloses Duell“ (The blue nowhere, 2001)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers “Der Täuscher” (The broken window, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers “Carte Blanche Ein James-Bond-Roman” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers „Die Angebetete“ (XO, 2012)

Jeffery Deaver in der Kriminalakte

 


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