Neu im Kino/Buch- und Filmkritik (und ein Hinweis): Über die Stephen-King-Verfilmung „Der dunkle Turm“

August 10, 2017

Jetzt, endlich, nachdem schon seit Jahren, darüber gesprochen wurde, wahrscheinlich alle wichtigen Menschen in Hollywood, außer Clint Eastwood, irgendwann, mehr oder weniger ernsthaft, mit einer Verfilmung assoziiert wurden, Stephen King vor zehn Jahren die Verfilmungsrechte verkaufte und der Film dann mit verschiedenen Machern assoziiert wurde, ist die Verfilmung von „Der dunkle Turm“, Kings epischer, über Jahrzehnte geschriebener Fantasy-Saga, fertig.

Eine TV-Serie, die in einer noch unklaren Verbindung zum Film steht, – wahrscheinlich wird die Origin-Geschichte von Roland erzählt -, und ein weiterer Spielfilm, der sich irgendwie auch auf die TV-Serie beziehen soll, sind geplant. Ob den derzeit noch sehr schwammigen offiziellen Ankündigungen Taten folgen, wird die Zukunft zeigen.

In den USA ist der Film letzte Woche angelaufen. Aktuell steht er, was vor allem an der schwachen Konkurrenz liegt, auf dem ersten Platz der Kinocharts. Von der Kritik wurde er mit einem Furor verrissen, den zuletzt „Die Mumie“ erleben durfte.

Dabei ist „Der dunkle Turm“ nicht so schlecht, wie die Kritiken befürchten lassen. Ein guter Film ist er auch nicht. Sondern nur ein zutiefst durchschnittlicher, weit unter seinem Potential bleibender Film, der sich etliche Freiheiten gegenüber Kings Fantasy-Saga nimmt. Der Film ist nämlich eine einführende Interpretation in die von King über inzwischen acht Romane entworfene Welt,

Der vierzehnjährige Jake Chambers (Tom Taylor) lebt in New York. Seine Mutter hat einen neuen Freund und er ist in psychiatrischer Behandlung, weil er den Verlust seines Vaters noch nicht überwunden hat und Alpträume hat. Er träumt von einem dunklen Turm, einem Mann in Schwarz, einem Revolverhelden und einer untergehenden Welt. Er zeichnet seine Träume auf. Als er auf den Straßen von Manhattan und in seiner Wohnung Gestalten aus seinen Träumen begegnet, glaubt er, endgültig wahnsinnig zu werden.

Durch ein Portal betritt er Mittwelt, eine archaische Steampunk-Westernlandschaft. Dort erhofft er sich Antworten auf seine Alpträume, die doch keine Alpträume, sondern Bilder einer ihm unbekannten Realität sind. Er trifft den Revolvermann Roland Deschain (Idris Elba), der den Mann in Schwarz (Matthew McConaughey) verfolgt. Walter O’Dim hat übernatürliche Kräfte und eine große Gefolgschaft. Er will den dunklen Turm, der im Zentrum vieler verschiedener Welten steht, zum Einsturz bringen und so gleichzeitig alle Welten vernichten.

Roland will das verhindern und die Zeichnungen von Jake können ihm den Weg zum Mann in Schwarz und zum dunklen Turm weisen.

Ein klarer Konflikt, gute Schauspieler, beeindruckende Locations (gedreht wurde in Südafrika und New York) und trotzdem kann „Der dunkle Turm“ nicht wirklich begeistern. Die Tricks und die Actionszenen sind zwar gut, aber nicht grandios. Kein Dialoge bleibt im Gedächtnis. Alles wirkt etwas lieblos hingeschludert und fahrig. Deshalb hat man immer das Gefühl, dass mit etwas mehr Zeit beim Dreh und einer ruhigeren und konzentrierteren Erzählweise beim Erzählen der Filmgeschichte ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen wäre.

Für einen Kinofilm wirkt alles immer eine Nummer zu klein. So als habe man den neunzigminütigen Pilotfilm für eine TV-Serie inszeniert.

Die Geschichte hat zwar ein klares Ende und keinen irgendwie gearteten Cliffhanger zum nächsten Film, aber trotzdem wirkt „Der dunkle Turm“ immer wieder wie ein Set-up, wie eine erste Begegnung mit einer Welt, in der noch viele Geschichten spielen können.

Idris Elba und Matthew McConaughey spielen weit unter ihrem Niveau. In Nikolaj Arcels Film haben sie nie die Präsenz, die sie in anderen Filmen und TV-Serien (ich sage nur „Luther“ und „True Detective“) haben. Das ist vor allem bei Idris Elba bedauerlich. Schon wieder hat er eine Rolle in einem Hollywood-Big-Budget-Film (auch wenn bei „Der dunkle Turm“ das Budget mit sechzig Millionen Dollar erstaunlich gering ist), schon wieder wird er unter Wert verkauft und schon wieder ärgert man sich darüber, dass Hollywood nicht die richtigen Rollen für Elba findet.

Insofern ist „Der dunkle Turm“ weit ab von dem Desaster, das man nach den ersten Kritiken befürchten konnte. Es ist aber auch nie ein Film, der unbedingt auf die große Leinwand drängt und der an irgendeinem Punkt beeindruckt. Er ist einfach in jeder Beziehung gewöhnlich und vorhersehbar.

Der dunkle Turm (The dark Tower, USA 2017)

Regie: Nikolaj Arcel

Drehbuch: Akiva Goldsman, Jeff Pinkner, Anders Thomas Jensen, Nikolaj Arcel

LV: basierend auf den „Der dunkle Turm“-Romanen von Stephen King

mit Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Katheryn Winnick, Nicholas Hamilton, Jackie Earle Haley, Abbey Lee, Dennis Haysbert, José Zúñiga

Länge: 95 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die Vorlage

Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“

Mit diesen Worten beginnt „Der dunkle Turm: Schwarz“. Der Roman erschien ursprünglich zwischen 1978 und 1981 im „The Magazine of Fantasy and Science Fiction“ als fünfteiliger Fortsetzungsroman. Er bildet der Auftakt zu Stephen Kings langlebigster Serie, die Fantasy munter mit allen möglichen Genres verknüpft. Neben den acht Romanen, Kurzgeschichten, zahlreichen Querverweisen zu und von seinen anderen Büchern und einer Comicserie ist „Der dunkle Turm“ vor allem ein sich in alle Richtungen ausdehnendes Werk.

In „Schwarz“ verfolgt der Revolvermann Roland, mit etlichen Zeitsprüngen (oder Erinnerungen), den Mann in Schwarz durch eine an einen Italo-Western erinnernde Steampunk-Wüstenlandschaft. Er erzählt einem Grenzbewohner, wie er eine ganze Stadt auslöschte. Er trifft Jake Chambers, ein aus unserer Gegenwart kommender Junge, der sich nur an Bruchstücke seines früheren Lebens erinnert. Jake lebt allein in einem verlassenen Gasthaus. Roland nimmt ihn mit und nach einigen gefährlichen Begegnungen mit mehr übernatürlichen als natürlichen Wesen steht er dem Mann in Schwarz gegenüber. Und diese Begegnung verläuft anders als im Film. Das liegt auch daran, dass Roland im Roman noch nicht weiß, was der dunkle Turm ist und was der Mann in Schwarz will.

Schwarz“ ist eine Sammlung von lose zusammenhängenden Impressionen und Episoden, die in einer prä-/postapokalyptischen Westernlandschaft spielen. Manche dieser Impressionen spielen in einer anderen Zeit. Oft ist der Zusammenhang zwischen diesen Episoden und der Hauptgeschichte nur erahnbar. Das liegt auch daran, dass sie für die aktuelle Geschichte bedeutungslos sind, und dass die Hauptgeschichte eine Ansammlung fast beliebig austauschbarer, folgenloser Begegnungen ist.

Schwarz“ ist ein wirklich schwer verständlicher, fast schon unverständlicher und damit unnötig konfuser Einstieg in die Welt des dunklen Turms.

Bei meiner grundsätzlichen Abneigung gegen Fantasy gehört der Roman zu den Büchern, mit denen ich absolut nichts anfangen kann.

Zum Kinostart veröffentlichte der Heyne-Verlag den ersten Band der „Der dunkle Turm“-Saga mit einem neuen Cover.

Stephen King: Der dunkle Turm: Schwarz

(Erweiterte und überarbeitete Neuausgabe)

(übersetzt von Joachim Körber)

Heyne, 2017 (Filmausgabe)

352 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe der ursprünglichen Fassung

The Dark Tower: The Gunslinger

Donald M. Grant Publisher, Inc., 1982

2003 erstellte Stephen King eine überarbeitete und leicht erweiterte Fassung, in der er einige Details an die weiteren Ereignisse seiner „Der dunkle Turm“-Serie anpasste, die er damals mit „Savannah“ (Song of Savannah) und „Der Turm“ (The Dark Tower) abschloss. Für den Moment. Denn 2012 erschient mit „Wind“ (The Wind through the Keyhole) ein achter Roman, der zwischen den „Der dunkle Turm“-Romanen „Glas“ und „Wolfsmond“ spielt.

Die Neuausgabe folgt der 2003er-Ausgabe des Romans.

Bonushinweis

Vor wenigen Wochen erschien die Taschenbuchausgabe von „Basar der bösen Träume“, der sechsten Sammlung von Kurzgeschichten von Stephen King. Zusätzlich zur gebundenen Ausgabe enthält das Taschenbuch die neue Geschichte „Die Keksdose“ (knapp vierzig Seiten). Insgesamt enthält die Taschenbuchausgabe 21 Geschichten, die in den vergangenen Jahren bereits an verschiedenen Orten erschienen und für die Buchausgabe von King überarbeitet wurden.

Stephen King: Basar der bösen Träume

(übersetzt von vielen, sehr vielen,unglaublich vielen Übersetzern)

Heyne, 2017

816 Seiten

12,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Heyne, 2016

Originalausgabe

The Bazar of Bad Dreams

Scribner, New York, 2015

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Der dunkle Turm“

Metacritic über „Der dunkle Turm“

Rotten Tomatoes über „Der dunkle Turm“

Wikipedia über „Der dunkle Turm“ (Film: deutsch, englisch; Romanserie: deutsch, englisch) und Stephen King (deutsch, englisch)

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung “Carrie” (Carrie, USA 2013)

Meine Besprechung von Tod Williams‘ Stephen-King-Verfilmung „Puls“ (Cell, USA 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: „Men & Chicken“ & Klamauk

Juli 2, 2015

Trotz einer ähnlich missgestalteten Nase und Hasenscharte sind Gabriel und Elias als Brüder vollkommen unterschiedlich. Während Gabriel frustriert Evolutionspsychologie und Philosophie an der Universität lehrt, masturbiert Elias fast ohne Unterbrechung. Talente sind halt unterschiedlich verteilt. Da ist die Videobotschaft von ihrem gerade verstorbenem Vater, dass er nicht ihr leiblicher Vater war und dass sie nur Halbbrüder sind, für Gabriel eine Erleichterung. Ihr leiblicher Vater, der Forscher Evilio Thanos, soll hochbetagt auf der entlegenen Insel Ork in einem von ihm betriebenem Sanatorium leben.
Die Brüder machen sich auf den Weg zu der 41-Seelen-Gemeinde Ork, die, wenn ihre Einwohnerzahl unter die magische Zahl vierzig sinkt, keine Gemeinde mehr ist. Sie wollen erfahren, wer ihre Mutter ist.
Dort treffen sie ihre drei Brüder, von denen sie bislang nichts wussten, die sie aber sofort an der tierischen Nase und der Hasenscharte als Brüder erkennen. Außerdem sind sie, wie Elias, nicht gerade die Hellsten. Daran ändert auch ihr Spezialwissen nichts. Sie verhalten sich wie Fünfjährige und fast jedes Gespräch endet in einer Prügelei, in der sie sich mit Holzlatten und allen anderen Gegenständen, die gerade zur Hand sind, schlagen.
Trotzdem wollen Elias und Gabriel ihre Brüder besser kennen lernen. Sie quartieren sich bei ihnen in dem verfallenem Sanatorium ein und fragen sich, welches Geheimnis hinter der verschlossenen Kellertür liegt. Und natürlich was das Geheimnis ihrer Erzeugung ist. Beides erahnen wir schnell.
„Men & Chicken“ ist ein schnell redundant werdender Klamauk. Denn dass jedes Gespräch in einer Schlägerei endet, dass sich alle auf verschiedene Art kindisch und tierisch verhalten, dass der gleiche Witz mit minimalen Variationen immer wieder und wieder wiederholt wird, langweilt schnell.
Da helfen die guten Schauspieler nicht weiter. So ist, um nur die beiden uns bekanntesten zu nennen, Mads Mikkelsen als masturbierend-blöd-naiver Elias grandios und zuerst unter der Maske kaum erkennbar. Nikolaj Lie Kaas als nicht minder depperte Bruder ist ebenfalls herrlich in seiner geistigen Beschränktheit. Auch die anderen Schauspieler beweisen einen großen Mut zur Hässlichkeit und zur Blödheit. Das erinnert dann an die ebenfalls infantile Flodder-Familie; wobei hier die ordnende Hand der Flodder-Mutter fehlt. Es ist halt ein Männerhaushalt, mit vielen Hühnern und einigen anderen Haustieren, die teilweise wie fehlgeschlagene Experimente aussehen.
Auch die Ausstattung, gedreht wurde die Co-Produktion mit dem Studio Babelsberg, unter anderem in den Beelitz-Heilstätten in Brandenburg, überzeugt mit ihrer großen Liebe zum ornamentalen Detail.
Aber wer geht schon wegen der Ausstattung in einen Film?

Men and Chicken - Plakat
Men & Chicken (Mænd & høns, Dänemark/Deutschland 2014)
Regie: Anders Thomas Jensen
Drehbuch: Anders Thomas Jensen
mit Mads Mikkelsen, David Dencik, Nikolaj Lie Kaas, Søren Malling, Nicolas Bro, Ole Thestrup, Bodil Jørgensen, Kirsten Lehfeldt, Lisbeth Dahl, Rikke Louise Andersson
Länge: 104 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Film-Zeit über „Men & Chicken“
Moviepilot über „Men & Chicken“
Wikipedia über „Men & Chicken“
Meine Besprechung von Anders Thomas Jensens (Drehbuch) „Zweite Chance“ (Un chance til, Dänemark 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: Hat Susanne Bier eine „Zweite Chance“ verdient?

Mai 14, 2015

Andreas ist Polizist, glücklich verheiratet und ebenso glücklicher Vater. Wenn sein Sohn nachts schreit, kümmert er oder seine Frau Anne sich abwechselnd um ihn. Sie sind vorbildliche Eltern, die in einem ebenso vorbildichem Haus am See leben. Auch auf der Arbeit ist Andreas der ruhige, besonnene Polizist mit dem funktionierendem moralischen Kompass, der wild ausschlägt, als er, wieder einmal, auf Tristan trifft.
Tristan ist das Gegenteil von ihm: ein kleiner Drogenhändler mit vielen Vorstrafen, gewalttätig, dumm wie Brot und jetzt liiert mit der Junkiebraut Sanne, die in einer vermüllten Mietwohnung hausen. Aber wirklich schockiert ist Andreas, als sie in dieser Wohnung ein Baby entdecken. Andreas will es in staatliche Obhut geben, aber weil das Baby kerngesund ist, darf es bei seiner Mutter bleiben.
Außerdem kümmert sich Andreas um seinen Kollegen Simon, der nach einer Scheidung zwischen Suff und Strip-Club herumpöbelt und der seine Dienstmarke als Entschuldigung für schlechtes Verhalten benutzt.
Eines Nachts entdeckt Andreas, dass ihr Kind tot ist. Um Anne nicht zu verlieren, vertauscht er sein totes Kind mit Tristans lebendigem Kind und er versucht Anne davon zu überzeugen, dass ihr Kind noch lebt. Gleichzeitig versucht er Tristan hinter Gitter zu bringen. Dummerweise lieben Tristan und Sanne ihr Kind abgöttisch.
Das könnte jetzt der Auftakt für eine schwarzhumorige Komödie im Stil von „Arizona Junior“ von den Coen-Brüdern sein. Aber in „Zweite Chance“ gibt es nichts zu Lachen und auch nichts ist ironisch gemeint.
Es könnte auch der Auftakt für einen veritablen Kriminalfilm sein. Immerhin haben wir ein totes Baby, mehrere Verbrechen, Verbrecher und Polizisten, polizeiliche Ermittlungen und einen Polizist, der alles tut, um die zu ihm führenden Spuren zu verschwischen. Aber die Ausgangslage von „Zweite Chance“ ist viel zu konstruiert und die sich daraus entwickelnde Geschichte so krude, dass kein Krimi-Autor sich trauen würde, ernsthaft eine solche Kolportage anzubieten.
Aber als Drama über Vater- und Mutterschaft funktioniert der gut besetzte Film. Susanne Bier erzählt diese Geschichte voller Unwahrscheinlichkeiten über tote und lebendige Babys, die mehrmals vertauscht werden und einem alles toppendem Ende, nämlich so konzentriert, dass man mit den Charakteren und ihren Konflikten mitfiebert.
„Zweite Chance“ hat nämlich einen klar konturierten Konflikt. Die damit verbundenen moralischen Fragen sind auch ebenso klar erkennbar. Das Drama ist damit nah bei einem Philosophieseminar, das ernsthaft ein hypothetisches und extrem zugespitztes Problem diskutiert und sogar überraschend unterhaltsam ausfällt. Nur sollte man das Problem von „Zweite Chance“ nicht mit der Wirklichkeit verwechseln (Wer ist schon Polizist und hat gerade ein Ersatzbaby zur Hand?) – und auch nicht nachahmen.

Zweite Chance - Plakat

Zweite Chance (Un chance til, Dänemark 2014)
Regie: Susanne Bier
Drehbuch: Anders Thomas Jensen (nach einer Geschichte von Anders Thomas Jensen und Susanne Bier)
mit Nikolaj Coster-Waldau, Nikolaj Lie Kaas, Ulrich Thomsen, Maria Bonnevie, Lykke May Andersen
Länge: 98 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Zweite Chance“
Moviepilot über „Zweite Chance“
Metacritic über „Zweite Chance“
Rotten Tomatoes über „Zweite Chance“
Wikipedia über „Zweite Chance“ (dänisch, englisch)
Meine Besprechung von Susanne Biers „Serena“ (Serena, USA/Frankreich 2014)


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