TV-Tipp für den 19. Oktober: Die Träumer

Oktober 19, 2018

Tele 5, 22.00

Die Träumer (The Dreamers, Großbritannien/Italien/Frankreich 2002)

Regie: Bernardo Bertolucci

Drehbuch: Gilbert Adair

LV: Gilbert Adair: The holy innocents – A Romance, 1988 (später überarbeitet zu „The Dreamers“ und dann auf Deutsch als „Träumer“ erschienen)

Paris, Frühling 1968: Die Cinémathèque Francaise wird geschlossen. Drei Studenten, Matthew und die Zwillinge Isabelle und Theo, ziehen sich in die riesige Wohnung der Zwillinge zurück und spielen anfangs Filme nach. Später wird es immer mehr zu einem Spiel sexueller Obsessionen.

Bertoluccis Liebeserklärung an das Kino und sein bester Film seit langem. Adair meinte, so sein Agent in einem Gespräch, Bertolucci habe in dem Film das gesagt, was er in seinem Roman habe sagen wollen. Ein schöneres Kompliment hat wahrscheinlich noch kein Regisseur gehört.

Mit Michael Pitt, Eva Green, Louis Garrel, Anna Chancellor, Robin Renucci, Jean-Pierre Kalfon, Jean-Pierre Léaud

Hinweise

Film-Zeit über „Die Träumer“

Moviepilot über „Die Träumer“

Metacritic über „Die Träumer“

Rotten Tomatoes über „Die Träumer“

Wikipedia über „Die Träumer“ (deutsch, englisch)

The Oxonian Review: Jenni Quilter über „The holy innocents“, die Verfilmung, das Buch „The Dreamers“ und Gilbert Adair

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TV-Tipp für den 25. August: Die Träumer

August 25, 2016

Arte, 22.30

Die Träumer (Großbritannien/Italien/Frankreich 2002, Regie: Bernardo Bertolucci)

Drehbuch: Gilbert Adair

LV: Gilbert Adair: The holy innocents – A Romance, 1988 (später überarbeitet zu „The Dreamers“ und dann auf Deutsch als „Träumer“ erschienen)

Paris, Frühling 1968: Die Cinémathèque Francaise wird geschlossen. Drei Studenten, Matthew und die Zwillinge Isabelle und Theo, ziehen sich in die riesige Wohnung der Zwillinge zurück und spielen anfangs Filme nach. Später wird es immer mehr zu einem Spiel sexueller Obsessionen.

Bertoluccis Liebeserklärung an das Kino und sein bester Film seit langem. Adair meinte, so sein Agent in einem Gespräch, Bertolucci habe in dem Film das gesagt, was er in seinem Roman habe sagen wollen. Ein schöneres Kompliment hat wahrscheinlich noch kein Regisseur gehört.

Mit Michael Pitt, Eva Green, Louis Garrel, Anna Chancellor, Robin Renucci, Jean-Pierre Kalfon, Jean-Pierre Léaud

Hinweise

Film-Zeit über „Die Träumer“

Moviepilot über „Die Träumer“

Metacritic über „Die Träumer“

Rotten Tomatoes über „Die Träumer“

Wikipedia über „Die Träumer“ (deutsch, englisch)

The Oxonian Review: Jenni Quilter über „The holy innocents“, die Verfilmung, das Buch „The Dreamers“ und Gilbert Adair


TV-Tipp für den 16. Januar: Die Träumer

Januar 16, 2015

3sat, 22.35

Die Träumer (Großbritannien/Italien/Frankreich 2002, Regie: Bernardo Bertolucci)

Drehbuch: Gilbert Adair

LV: Gilbert Adair: The holy innocents – A Romance, 1988 (später überarbeitet zu „The Dreamers“ und dann auf Deutsch als „Träumer“ erschienen)

Paris, Frühling 1968: Die Cinémathèque Francaise wird geschlossen. Drei Studenten, Matthew und die Zwillinge Isabelle und Theo, ziehen sich in die riesige Wohnung der Zwillinge zurück und spielen anfangs Filme nach. Später wird es immer mehr zu einem Spiel sexueller Obsessionen.

Bertoluccis Liebeserklärung an das Kino und sein bester Film seit langem. Adair meinte, so sein Agent in einem Gespräch, Bertolucci habe in dem Film das gesagt, was er in seinem Roman habe sagen wollen. Ein schöneres Kompliment hat wahrscheinlich noch kein Regisseur gehört.

Mit Michael Pitt, Eva Green, Louis Garrel, Anna Chancellor, Robin Renucci, Jean-Pierre Kalfon, Jean-Pierre Léaud

Wiederholung: Sonntag, 18. Januar, 02.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „Die Träumer“

Moviepilot über „Die Träumer“

Metacritic über „Die Träumer“

Rotten Tomatoes über „Die Träumer“

Wikipedia über „Die Träumer“ (deutsch, englisch)

The Oxonian Review: Jenni Quilter über „The holy innocents“, die Verfilmung, das Buch „The Dreamers“ und Gilbert Adair


DVD-Kritik: „Fleming“ – mehr Bond-Metafilm als Biopic

November 5, 2014

Manchmal muss man dem Geheimhaltungsbedürfnis des Militärs wirklich dankbar sein. Es ist schon lange bekannt, dass James-Bond-Erfinder Ian Fleming im Zweiten Weltkrieg persönlicher Assistent von Konteradmiral John H. Godrey, dem Chef des Marinegeheimdienstes, war, er gegen die Deutschen kämpfte und später in seinen James-Bond-Romanen auch Erlebnisse aus dieser Zeit verarbeitete. Aber was er genau tat und wie er in welche Missionen involviert war, wissen wir nicht. Als Schriftsteller musste er sich nicht um Fakten kümmern und die Bond-Romane spielen auch nicht während des Zweiten Weltkriegs, sondern danach und so kann man der Behauptung der Serienmacher, dass die Bond-Romane auf seinen damaligen Erlebnissen basieren glauben. Oder auch nicht. Jedenfalls ist es eine gute Story, die sich nicht sonderlich um die Fakten kümmern muss und bislang wurden Flemings Kriegserlebnisse filmisch und literarisch kaum ausgeschlachtet.
Jetzt, nach zwei ziemlich vergessenen TV-Filmen aus den späten Achtzigern, die anscheinend auch grottenschlecht waren, gibt es einen weiteren Versuch, Flemings Erlebnisse während des Krieges als die Blaupause für seine James-Bond-Romane und Filme, die ja seit Ewigkeiten nur noch sehr lose auf den Romanen und Kurzgeschichten von Fleming basieren, zu nehmen.
In der dreistündigen TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ erzählen die Macher die Geschichte von Flemings Jahren beim Militär.
Dabei besteht ein großer Teil des Spaßes beim Ansehen der vier Episoden am Enträtseln der filmischen und literarischen Vorbilder. Denn die TV-Miniserie ist ein James-Bond-Film im Kleinstformat mit Admiral John Godfrey als M, Second Officer Monday als Miss Moneypeney (Tendenz: die aktuelle Ausgabe, die auch mal im Feld arbeitet) und Ian Fleming als James Bond, der zu seinem Missvergnügen an dem Schreibtisch verbannt wird und der zahlreiche Sex-Affären hat. Diese Affären und seine sexuellen Vorlieben nehmen dann auch die meiste Erzählzeit ein, während die Missionen eher kurz gestreift werden, was auch daran liegt, dass Fleming viele unorthodoxe Ideen hatte (die er teilweise direkt aus Spionageromanen klaute), aber nicht im Feld arbeiten durfte, weil er, wie wir in einigen Übungen sehen können, einfach kein Soldat war. Ein kaltblütiger Killer war er auch nicht. Wenn er in der vierten Episode, die während der letzten Kriegstage spielt, doch nach Deutschland darf und hinter die feindlichen Linien gelangt, macht er nicht unbedingt die beste Figur. Aber er erzählt nachher, wie auch Admiral Godrey meint, eine verdammt gute Geschichte, für die es leider keine Beweise gibt.
Obwohl „Fleming“ eine aus vier Episoden bestehende Miniserie ist, spannen die Macher keinen großen erzählerischen Bogen. Sie erzählen strickt im 45-Minuten-Format, immer in einem anderen Kriegsjahr, von Affären und Geheimdienstaktionen, die, so sollen wir glauben fast unverändert in die James-Bond-Geschichten, in denen James Bond alles richtig macht, was Ian Fleming falsch macht, eingeflossen sind. Die Tricks sind mau, aber die Ausstattung – es wurde hauptsächlich in Innenräumen gedreht – gefällt, weil es etwas vom Charme eines Vierziger-Jahre-Films verspürt. Und Ian-Fleming-Schauspieler Dominic Cooper macht auch keine schlechte Figur als spionagebegeisterter Frauenheld und Spieler.

Fleming - DVD-Cover 4

Fleming – Der Mann, der Bond wurde (Großbritannien 2014)
Regie: Mat Whitecross
Drehbuch: John Brownlow, Don MacPherson
mit Dominic Cooper, Lara Pulver, Samuel West, Anna Chancellor, Rupert Evans, Lesley Manville, Pip Torrens, Camilla Rutherford
auch bekannt als „Mein Name ist Fleming, Ian Fleming“ (TV-Titel)

DVD
Polyband
Bild: 1,78:1 (16:9)
Ton Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
Bonusmaterial: –
Länge: 180 Minuten (4 x 45 Minuten)
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

BBC America über „Fleming“

Rotten Tomatoes über „Fleming“

Metacritic über „Fleming“

Wikipedia über „Fleming“

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

 


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