Neu im Kino/Filmkritik: „Film Stars don’t die in Liverpool“, aber verlieben darf man sich

April 8, 2018

Gloria Grahame ist eine Noir-Ikone, die heute nur noch Noir-Fans kennen. Dabei erhielt sie 1953 für „Stadt der Illusionen“ (The Bad and the Beautiful) den Oscar als beste Nebendarstellerin und spielte in Filmen wie „Ein einsamer Ort“ (In a lonely place), „Heißes Eisen“ (The big Heat), „Im Kreuzfeuer“ (Crossfire), „Schwaches Alibi“ (Naked Alibi) und, kein Noir, aber bekannt und beliebt, „Ist das Leben nicht schön?“ (It’s a wonderful Life) mit. Einige davon laufen regelmäßig im TV.

Trotzdem kennt sie heute fast niemand mehr und kurz vor ihrem Tod war sie schon lange kein Hollywood-Star mehr, aber sie hat immer noch einige liebevoll gepflegte Hollywood-Starallüren. Sie tritt auf kleinen Theaterbühnen auf und hat 1978 in London ein Zimmer im Primrose Hill Guesthouse. Zu den anderen Mietern gehört der fast dreißig Jahre jüngere Peter Turner, ein junger Schauspieler, der sie und ihre Filme nicht kennt. 1986 wird er in seinen Memoiren „Film Stars don’t die in Liverpool“ ihre gemeinsame Geschichte erzählen. Denn sie verlieben sich ineinander und nachdem sie 1981, vor einem Auftritt, in Lancaster in einem Hotel zusammenbricht, wird Turner angerufen. Er solle sich um sie kümmern. Er holt die damals schon todkranke Schauspielerin zu sich nach Liverpool. In das elterliche Haus.

Während er und seine Mutter den Hollywood-Star pflegen, erinnert er sich an seine Beziehung zu Gloria Grahame: wie sie sich kennen lernen, über das Schauspiel näher kommen, er mit ihr in die USA zieht und sie sich trennen. Sie wirft ihn aus ihrem New-Yorker-Apartment. Turner versteht damals nicht, warum. Regisseur Paul McGuigan, der jetzt Turners Memoiren mit einer sentimentalen Note verfilmte, zeigt diese Situation später aus Grahames Perspektive: sie hatte kurz vorher erfahren, dass sie Krebs hat, sie lehnt eine Behandlung ab und sie will nicht, dass Turner sie sterben sieht.

McGuigan ist als Regisseur von Filmen wie „Gangster No. 1“, „Lucky Number Slevin“, „Viktor Frankenstein – Genie und Wahnsinn“ und vier „Sherlock“-Filmen vor allem als stilbewusster und experimentierfreudiger Regisseur von Kriminalfilmen, gerne mit einem Noir-Touch, bekannt. Da verwundert auf den ersten Blick sein neuer Film. Denn im Mittelpunkt steht eine damals schockierende, heute immer noch ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einer älteren Frau und einem deutlich jüngeren Mann.

Diese Liebesgeschichte garniert er mit einigen Fakten aus Grahames Leben, spitzen Bemerkungen, die aus einem Noir stammen könnten, und einem liebevoll-nostalgischen Blick auf das damalige Leben der Arbeiterklasse in London und Liverpool. Da erscheint das Leben in Zimmern in einem Guesthouse oder der beengten elterlichen Wohnung, in der noch die Möbel aus den fünfziger Jahren stehen und sich die Großfamilie regelmäßig in der Küche trifft, fast schon begehrenswert. Das liegt auch an McGuigans Inszenierung, die an die Filme des klassischen Hollywood-Kinos, zu dem Grahame gehörte, erinnert, ohne sie zu imitieren. Er benutzt auch damals gebräuchliche Inszenierungstechniken. So verleiht er seinem Film die Patina des Alten und aus zahlreichen Filmen heimelig-vertrauten. Weil er außerdem, immer wieder, bruchlos zwischen Gegenwart und Vergangenheit und den verschiedenen Handlungsorten hin und hergleitet, wirkt „Fim Stars don’t die in Liverpool“ am Ende doch sehr zeitgenössisch.

Peter Turners große Liebe Gloria Grahame (geb. am 28. November 1923 in Los Angeles) starb am 5. Oktober 1981 in New York. Denn in Liverpool sterben keine Filmstars.

McGuigans Film ist ein sentimentaler, warmherziger und liebevoller Nachruf auf eine vergessene Schauspielerin, deren Arbeiten man sich wieder ansehen könnte.

Von Annette Bening könnte man sich auch einige ältere Filme mal wieder ansehen. Zum Beispiel den Noir „The Grifters“. Für ihre Rolle als Freundin eines Betrügers ließ sie sich von Gloria Grahames Spiel inspirieren.

Film Stars don’t die in Liverpool (Film Stars don’t die in Liverpool, Großbritannien 2017)

Regie: Paul McGuigan

Drehbuch: Matt Greenhalgh

LV: Peter Turner: Film Stars don’t die in Liverpool, 1986

mit Annette Bening, Jamie Bell, Julie Walters, Vanessa Redgrave, Kenneth Cranham, Stephen Graham, Frances Barber, Peter Turner

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Film Stars don’t die in Liverpool“

Metacritic über „Film Stars don’t die in Liverpool“

Rotten Tomatoes über „Film Stars don’t die in Liverpool“

Wikipedia über „Film Stars don’t die in Liverpool“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul McGuigans „Viktor Frankenstein – Genie und Wahnsinn“ (Victor Frankenstein, USA 2015)

Die SAG-AFTRA Fondation bittet Paul McGuigan, Peter Turner, Jamie Bell und Annete Benning auf die Bühne

BFI Screen Talk unterhält sich eine Stunde mit Annette Benning über den Film und ihre Karriere

Paul McGuigan beantwortet eine halbe Stunde Fragen


Neu im Kino/Filmkritik: „Regeln spielen keine Rolle“ glaubt Warren Beatty

Mai 5, 2017

Howard Hughes (1905 – 1976) ist eine Legende. Vor dreizehn Jahren inszenierte Martin Scorsese das Biopic „The Aviator“ über ihn und die Kenntnis des Films, wenn man nicht ein halbes Dutzend Howard-Hughes-Biographien gelesen hat, hilft beim Verständnis von „Regeln spielen keine Rolle“. Dem neuen Film von Warren Beatty, der vor einem halben Jahrhundert mit „Bonnie & Clyde“ so viel Geld verdiente, dass er sich seitdem seine Rollen und Projekte aussuchen kann.

Das sind Projekte wie seine Spielfilme „Reds“ (1981), ein Biopic über den sozialistischen US-Journalisten John Reed und die Oktoberrevolution von 1917 (und damals in den USA der Film gegen den konservativen Zeitgeist), die Comicverfilmung „Dick Tracy“ (1990), die damals verrissen wurde und floppte und inzwischen wesentlich milder beurteilt wird, und die knallige Polit-Satire „Bulworth“ (1998), die man sich unbedingt ansehen sollte. Wenn sie mal im Fernsehen läuft. Oder den Polit-Thriller-Klassiker „Zeuge einer Verschwörung“ (1974) oder das Gangster-Biopic „Bugsy“ (1991) über Bugsy Siegel. Dazwischen spielte er in einigen Komödien und Satiren mit. Oft, auch auf dem Höhepunkt seines Ruhms, zog er sich immer wieder für längere Zeit zurück und festigte seinen Ruf als Frauenschwarm. Zuletzt spielte er 2001 in dem Totalflop „Stadt, Land, Kuss“ (Town & Country) mit. Danach erzog der heute Achtzigjährige seine Kinder.

Jetzt kehrt er als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und, uhm, Hauptdarsteller (oder wichtigster Nebendarsteller) zurück ins Kino. Er spielt Howard Hughes, der 1958 schon ein sehr zurückgezogen lebender, unglaublich reicher Exzentriker war, der damals immer noch seinen nächsten Film plante. Immerhin hatte er mit „Hell’s Angels“, „Scarface“ und „Geächtet“ (The Outlaw, auch Regie) einige legendäre Hits gelandet.

Jetzt beschäftigt er eine Hundertschaft von Fahrern, die ebenso viele junge Schauspielerinnen, die alle exclusiv bei ihm unter Vertrag stehen. Sie wollen in einem Hughes-Film ihre Filmkarriere starten. Er lässt sie zu endlosen Screentest in sein Studio fahren.

Einer der Fahrer ist Frank Forbes (Alden Ehrenreich), ein Methodist, der seine Schulfreundin heiraten will und der in Hughes‘ Imperium nach Höherem strebt. Den Job als Chauffeur sieht er nur als den Einstieg. Er fährt Marla Mabrey (Lily Collins), eine jungfräuliche Baptistin, zu den Screentests. Sie wird begleitet von ihrer ebenfalls gläubigen, sittenstrengen Mutter. Gemeinsam leben sie in einem Hughes gehörendem Haus in den Hollywood Hills. Die Screentest verlaufen, weil Hughes sich für keine Schauspielerin und kein Filmprojekt entscheiden kann, auch bei Mabrey ergebnislos. Mabreys Mutter wird schon unruhig, weil ihre Tochter als eines von Hughes‘ Mädchen ihre Zeit und ihre potentielle Filmkarriere vertrödelt.

Während der zahlreichen Autofahrten lernen sich Forbes und Mabrey besser kennen. Sie verlieben sich auch ineinander. Dummerweise besagt eine von Howard Hughes zahlreichen Regeln, dass es keine Intimitäten zwischen seinen Angestellten geben darf.

In dem Moment ist die Saat für eine Romantic Comedy gelegt. Allerdings ist „Regeln spielen keine Rolle“ keine Romantic Comedy, sondern die Antithese dazu. Die zwischen 1958 und 1964 spielende, vor sich hin plätschernde Liebesgeschichte bleibt immer nebensächlich und konfliktfrei. Sie hat keine dramatische Fallhöhe. Warren Beatty erzählt eher eine Anti-Liebesgeschichte.

Denn er interessiert sich viel mehr für den erratischen, launenhaften und furchteinflößenden Tycoon, der jeden seiner Spleens ungehemmt ausleben kann. Hughes ist auch ein viel interessanterer Charakter als Forbes und Mabrey. „Regeln spielen keine Rolle“ ist allerdings auch kein Biopic, sonder die Antithese dazu. Denn Beatty zeigt nur einige Schlaglichter und Anekdoten aus dem Leben von Hughes, ohne sie in eine größeren Zusammenhang, der für ein Biopic nötig wäre, zu stellen. Die Szenen aus dem Leben von Hughes sind ohne auch nur ein minimales Wissen über das Leben von Hughes ziemlich unverständlich. Entsprechend kryptisch, nichtssagend (wenn man die Anspielungen nicht versteht) und oft vollkommen unklar zwischen Legende, Fantasie und Realität oszillierend ist das Porträt von Howard Hughes.

Beide Handlungsstränge entwickeln sich vor dem Hintergrund des Puritanismus, den damaligen gesellschaftlichen Veränderungen und dem Ende des Hollywood-Studiosystems, das Warren Beatty als junger Mann in Hollywood selbst miterlebte. Insofern ist der Film auch autobiographisch.

Am Ende ist „Regeln spielen keine Rolle“ ein betont altmodisch inszenierter Film, der besser darüber beschrieben wird, was er nicht ist und was er hätte sein können, als das was er auf den ersten Blick ist. Er ist kein Biopic. Er ist keine Romantic Comedy. Er ist kein Drama. Er umschifft die Konflikte, stolpert zwischen den Genres und Stilen hin und her, ohne jemals seine Melodie oder Geschichte zu finden. Er ist eine Sammlung oft schöner und gelungener Szenen und Momente, die sich nie zu seinem einheitlichen Ganzen zusammenfügen und dem die Leichtigkeit von, beispielsweise, Woody Allens „Café Society“ fehlt.

Regeln spielen keine Rolle (Rules don’t apply, USA 2016)

Regie: Warren Beatty

Drehbuch: Warren Beatty (nach einer Geschichte von Warren Beatty und Bo Goldman)

mit Lily Collins, Alden Ehrenreich, Warren Beatty, Alec Baldwin, Annette Bening, Haley Bennett, Candice Bergen, Matthew Broderick, Dabney Coleman, Steve Coogan, Taissa Farmiga, Ed Harris, Megan Hilty, Oliver Platt, Martin Sheen

Länge: 127 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Regeln spielen keine Rolle“

Metacritic über „Regeln spielen keine Rolle“

Rotten Tomatoes über „Regeln spielen keine Rolle“

Wikipedia über „Regeln spielen keine Rolle“


TV-Tipp für den 25. März: Open Range – Weites Land

März 25, 2017

In die Sommerzeit mit

ARD, 23.55

Open Range – Weites Land (USA 2003, Regie.: Kevin Costner)

Drehbuch: Craig Storper

LV: Lauran Paine: The Open Range Man, 1990 (später auch „Open Range“)

Als der tyrannische Rancher Baxter die Herde der beiden seit Ewigkeiten zusammen reitenden Cowboys Spearman und Waite stehlen will, hat er sich mit den falschen angelegt.

Schöner Western, der angenehm altmodisch auf jeglichen modernen Schnickschnack verzichtet und ruhig seine Geschichte erzählt.

mit Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter, Diego Luna, James Russo, Kim Coates

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Open Range”

Wikipedia über „Open Range“ (deutsch, englisch)

Fantastic Ficton über Lauran Paine

David Whitehead über Lauran Paine


TV-Tipp für den 28. August: Mars Attacks!

August 28, 2016

Arte, 20.15

Mars Attacks (USA 1996, Regie: Tim Burton)

Drehbuch: Jonathan Gems, Tim Burton (ungenannt)

LV: Topps Company: 55-teilige Sammelkartenserie aus den Sechzigern (Neuauflage 1994)

Außerirdische besuchen die Erde. Der Präsident und einige Wissenschaftler glauben an ein friedliches Zusammenleben der Welten, aber die Marsmenschen wollen einfach nur alles kaputtmachen.

Schön schräge, respektlose Satire und Liebeserklärung an die S-F-Filme der Fünfziger. Burtons Werk wurde damals als Gegenentwurf zu dem patriotisch-ironiefreien Roland Emmerich-Werk „Independence Day“ gesehen. Einmal dürfen sie raten, welcher Film der bessere ist. Und einmal, welcher Film das bessere Einspielergebnis hat.

„Eine der kompromisslosesten Demontagen des Hollywood-Kinos.

Zuerst wären da die Schauspieler zu nennen, eine Crew voller Berühmtheiten, denen nacheinander Schreckliches passiert: Sie alle scheiden in kürzester Zeit dahin, sterben einen wenig ruhmreichen Tod. (…) Mars Attacks! Karikiert nicht nur die patriotische, militaristische Variante des Invasionsfilms, sondern auch die ‚liberale’ Spielart, die den Außerirdischen mit pazifistisch und neuerdings esoterisch motiviertem Wohlwollen begegnet.“ (Helmuth Merschmann: Tim Burton)

Mit Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening, Pierce Brosnan, Danny DeVito, Martin Short, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox, Rod Steiger, Tom Jones (als er selbst), Lukas Haas, Natalie Portman, Jim Brown, Sylvia Sidney, Pam Grier, Joe Don Baker, Christina Applegate, Jerzy Skolimonkski (Regisseur, als Dr. Zeigler), Barbet Schroeder (Regisseur, als französischer Präsident),

Wiederholung: Dienstag, 30. August, 15.30 Uhr

Hinweise

Die Vorlage für den Film: die Sammelkarten der Topps Company 

Rotten Tomatoes über „Mars Attacks“

Wikipedia über „Mars Attacks“ (deutsch, englisch)

Senses of Cinema-Artikel von Ben Andac über Tim Burton (2003)

Meine Besprechung von Tim Burtons “Frankenweenie” (Frankenweenie, USA 2012, nach einem Drehbuch von John August)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Big Eyes“ (Big Eyes, USA 2014)

Tim Burton in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Januar: Open Range – Weites Land

Januar 26, 2016

Pro7 Maxx, 20.15

Open Range – Weites Land (USA 2003, Regie.: Kevin Costner)

Drehbuch: Craig Storper

LV: Lauran Paine: The Open Range Man, 1990 (später auch „Open Range“)

Als der tyrannische Rancher Baxter die Herde der beiden seit Ewigkeiten zusammen reitenden Cowboys Spearman und Waite stehlen will, hat er sich mit den falschen angelegt.

Schöner Western, der angenehm altmodisch auf jeglichen modernen Schnickschnack verzichtet und ruhig seine Geschichte erzählt.

mit Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter, Diego Luna, James Russo, Kim Coates

Wiederholung: Mittwoch, 27. Januar, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Open Range”

Wikipedia über „Open Range“ (deutsch, englisch)

Fantastic Ficton über Lauran Paine

David Whitehead über Lauran Paine


TV-Tipp für den 9. Dezember: Mars Attacks!

Dezember 9, 2015

Kabel 1, 20.15

Mars Attacks (USA 1996, Regie: Tim Burton)

Drehbuch: Jonathan Gems, Tim Burton (ungenannt)

LV: Topps Company: 55-teilige Sammelkartenserie aus den Sechzigern (Neuauflage 1994)

Außerirdische besuchen die Erde. Der Präsident und einige Wissenschaftler glauben an ein friedliches Zusammenleben der Welten, aber die Marsmenschen wollen einfach nur alles kaputtmachen.

Schön schräge, respektlose Satire und Liebeserklärung an die S-F-Filme der Fünfziger. Burtons Werk wurde damals als Gegenentwurf zu dem patriotisch-ironiefreien Roland Emmerich-Werk „Independence Day“ gesehen. Einmal dürfen sie raten, welcher Film der bessere ist. Und einmal, welcher Film das bessere Einspielergebnis hat.

„Eine der kompromisslosesten Demontagen des Hollywood-Kinos.

Zuerst wären da die Schauspieler zu nennen, eine Crew voller Berühmtheiten, denen nacheinander Schreckliches passiert: Sie alle scheiden in kürzester Zeit dahin, sterben einen wenig ruhmreichen Tod. (…) Mars Attacks! Karikiert nicht nur die patriotische, militaristische Variante des Invasionsfilms, sondern auch die ‚liberale’ Spielart, die den Außerirdischen mit pazifistisch und neuerdings esoterisch motiviertem Wohlwollen begegnet.“ (Helmuth Merschmann: Tim Burton)

Mit Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening, Pierce Brosnan, Danny DeVito, Martin Short, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox, Rod Steiger, Tom Jones (als er selbst), Lukas Haas, Natalie Portman, Jim Brown, Sylvia Sidney, Pam Grier, Joe Don Baker, Christina Applegate, Jerzy Skolimonkski (Regisseur, als Dr. Zeigler), Barbet Schroeder (Regisseur, als französischer Präsident),

Wiederholung: Donnerstag, 10. Dezember, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Die Vorlage für den Film: die Sammelkarten der Topps Company 

Rotten Tomatoes über „Mars Attacks“

Wikipedia über „Mars Attacks“ (deutsch, englisch)

Senses of Cinema-Artikel von Ben Andac über Tim Burton (2003)

Meine Besprechung von Tim Burtons “Frankenweenie” (Frankenweenie, USA 2012, nach einem Drehbuch von John August)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Big Eyes“ (Big Eyes, USA 2014)

Tim Burton in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 24. Juni: Open Range – Weites Land

Juni 24, 2014

Proz7 Maxx, 20.15

Open Range – Weites Land (USA 2003, R.: Kevin Costner)

Drehbuch: Craig Storper
LV: Lauran Paine: The Open Range Man, 1990 (später auch „Open Range“)

Als der tyrannische Rancher Baxter die Herde der beiden seit Ewigkeiten zusammen reitenden Cowboys Spearman und Waite stehlen will, hat er sich mit den falschen angelegt.

Schöner Western, der angenehm altmodisch auf jeglichen modernen Schnickschnack verzichtet und ruhig seine Geschichte erzählt.

mit Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter, Diego Luna, James Russo, Kim Coates

Wiederholung: Mittwoch, 25. Juni, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Open Range“

Wikipedia über „Open Range“ (deutsch, englisch)

Fantastic Ficton über Lauran Paine

David Whitehead über Lauran Paine


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