Arnie-Festspiele im TV

Juli 25, 2017

Am 30. Juli feiert Arnold Schwarzenegger seinen siebzigsten Geburtstag und, nun, als er seinen ersten Pups ließ, hätte niemand gedacht, dass er als Bodybuilder fünfmal Mr. Universe und siebenmal Mr. Olympia wird, in Hollywood eine lange Karriere als Action-Star in Big-Budget-Filmen und Kassenschlagern hat (obwohl oder weil er kein guter Schauspieler ist und er einen unüberhörbaren Akzent hat), von 2003 bis 2011 Gouverneur von Kalifornien wird. Seitdem legt er ein interessantes, wenn auch kommerziell nicht so erfolgreiches Alterswerk vor und der Republikaner mischt sich wieder in die Politik ein.

Nur Präsident der USA kann er nicht werden, weil er kein gebürtiger US-Amerikaner ist.

Gezeigt werden, neben zwei TV-Premieren, vor allem seine bekannten Werke, die vor seinem Ausflug in die Politik entstanden:

Donnerstag, 27. Juli

Kabel 1, 20.15: Red Heat (USA 1988, Regie: Walter Hill) (Wiederholung um 00.30 Uhr)

Kabel 1, 22.20: Predator (USA 1987, Regie: John McTiernan) (Wiederholung um 02.25 Uhr)

Freitag, 28. Juli

RTL II, 20.15: Terminator 2 – Tag der Abrechnung (USA 1991, Regie: James Cameron) (Wiederholung um 01.10 Uhr) (Achtung: Am 29. August läuft die restaurierte 3D-Fassung im Kino und sie sieht prächtig aus. Die 3D-Effekte sind eher marginal. Am 5. Oktober erscheint diese Fassung in verschiedenen Ausgaben auf DVD und Blu-ray.)

RTL II, 23.05: Sabotage (USA 2014, Regie: David Ayer) (Wiederholung um 03.35 Uhr)

Samstag, 29. Juli

RTL II, 08.05: Conan, der Barbar (USA 1982, Regie: John Milius)

RTL II, 10.10: Conan, der Zerstörer (USA 1984, Regie: Richard Fleischer)

ZDFneo, 20.15: Kindergarten Cop (USA 1990, Regie: Ivan Reitman)

RTL II, 20.15: Last Action Hero (USA 1993, Regie: John McTiernan)

ZDFneo, 22.00: Junior (USA 1994, Regie: Ivan Reitman)

RTL II, 22.55: Maggie (USA 2015, Regie: Henry Hobson) (TV-Premiere, lief in Deutschland auf dem Fantasy Filmfest und kam dann auf DVD raus) (Wiederholung um 04.05 Uhr)

ZDFneo, 23.40: Twins – Zwillinge (USA 1988, Regie: Ivan Reitman)

Sonntag, 30. Juli

RBB, 01.20: Red Sonja (USA/Niederlande 1985, Regie: Richard Fleischer)

RTL II, 05.40: Conan, der Barbar (USA 1982, Regie: John Milius)

RTL II, 07.20: Conan, der Zerstörer (USA 1984, Regie: Richard Fleischer)

RTL II, 20.15: Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (USA/Deutschland/Großbritannien 2003, Regie: Jonathan Mostow) (Wiederholung um 03.10 Uhr)

RTL II, 22.20: Total Recall (USA 1990, Regie: Paul Verhoeven)

Montag, 31. Juli

RTL II, 00.40 Uhr: The 6th Day (USA 2000, Regie: Roger Spottiswoode)

Kabel 1, 20.15: Eraser (USA 1996, Regie: Charles Russell) (Wiederholung um 00.15 Uhr)

Kabel 1, 22.30: Pumping Iron (USA 1977, Regie: Robert Fiore, George Butler) (TV-Premiere der Semi-Doku über die Welt der Bodybuilder und die 1975er Wettbewerbe für Mr. Olympia und Mr. Universe.)

Mittwoch, 2. August

Kabel 1, 20.15: Terminator (USA 1984, Regie: James Cameron) (Wiederholung um 23.20 Uhr)

Kabel 1, 22.20: Die Arnold Schwarzenegger Story (Deutschland 2017, einstündige Doku über Arnie) (Wiederholung um 03.10 Uhr)

Donnerstag, 3. August

Kabel 1, 01.35: Pumping Iron (USA 1977, Regie: Robert Fiore, George Butler)

Freitag, 4. August

BR, 23.45: Red Sonja (USA/Niederlande 1985, Regie: Richard Fleischer)

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Terminator: Genisys“ – verlorenen in einer anderen Zeitlinie

Juli 8, 2015

Nachdem der vorherige „Terminator“-Film „Terminator: Die Erlösung“, höflich formuliert, nicht gut und die in einer anderen Zeitlinie spielende, bestenfalls durchwachsene TV-Serie „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ kurzlebig war, hofften die Fans der Serie, dass mit der Rückkehr von Arnold Schwarzenegger in seiner ikonischen Rolle wieder alles gut wird.
Aber schon schnell, ziemlich genau bei dem ersten Auftritt von Sarah Connor (Emilia Clarke), beschleicht einen ein beunruhiges Gefühl.
2029 kämpfen die letzten Menschen gegen Skynet und die Herrschaft der Roboter. John Connor (Jason Clarke), der tapfere, edle und heroische Anführer der Rebellen, will eine sehr wichtige Skynet-Zentrale vernichten. Aber in der allerletzten Sekunde kann ein Roboter mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1984 entkommen. Dort soll der Terminator die Mutter von John Connor töten. Kyle Reese (Jai Courtney) betritt ebenfalls die Zeitmaschine.
In der 1984-Vergangenheit sehen wir dann, im Vergleich zum ersten „Terminator“-Film nur minimal verändert, die Ankunft des Terminators und von Kyle Reese. Der Terminator sieht aus wie der originale Terminator T-800 und damit wie Arnold Schwarzenegger. Digital auf jung bearbeitet. Wenige Sekunden später taucht ein zweiter, deutlich älter aussehender, bekleideter Arnold Schwarzenegger auf, der sich mit dem Neuankömmling schlägt – und damit ist in der neuen Geschichte schon jetzt ein Terminator mehr als im ersten „Terminator“-Film vorhanden.
Zur gleichen Zeit flüchtet Kyle Reese, der in der 1984-Vergangenheit Sarah Connor, die Mutter des damals noch ungeborenen John Connor schützen soll, vor der Polizei und einem Polizisten-Terminator, der dann, abgesehen von der eher dämlichen Idee mit den zu Schwertern werdenden Armen, an den bösen und fast unbesiegbaren T-1000 (Robert Patrick) aus „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ erinnert.
Die Jagd findet eine kurze Verschnaufpause, wenn Sarah Connor Kyle Reese vor diesem Terminator rettet. Kurz darauf entdeckt Reese im Frachtraum des Kleintransporters den älteren T-800, der – und ungefähr hier müssen wir akzeptieren, dass „Terminator: Genisys“ auf einer vollkommen neuen Zeitlinie spielt – schon einige Jahre in der Vergangenheit ist. Denn es ist der gute T-800; also der Arnold-Schwarzenegger-Terminator, der in „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ Sarah Connor und ihren Sohn John vor dem bösen Terminator T-1000 schützen sollte. In dem neuen Film rettete er sie bereits als Kind vor einem anderen Terminator und wurde ihr Vaterersatz. Seitdem nennt sie ihn ‚Pops‘ und sie kämpfen gemeinsam gegen Skynet und die vielen Terminatoren, die diese Vergangenheit bevölkern.
Weil Kyle Reese bei seinem Sprung in die Vergangenheit eine Vision hatte, springt er mit Sarah Connor in das Jahr 2017. Weil wir in einer anderen Zeitlinie sind, haben in dieser Zukunft die Roboter die Menschheit noch nicht vernichtet. Aufgrund seiner Vision weiß Kyle Reese, dass Skynet jetzt (also in der Zukunft dieser Zeitlinie) „Genisys“ ist. Das Computerprogramm soll in Kürze online gehen. Genisys stellen wir uns am besten als eine Art Super-Facebook-Windows-All-in-one-Cloud-App vor, die dann die Menscheit vernichten wird, weil – – – nun Skynet die Menschheit vernichten will.
In diesem Moment wird offensichtlich, dass die Welt der ersten beiden „Terminator“-Filme vorbei ist und „Terminator 3: Rebellion der Machinen“ (2003) der letzte Film war, der noch glaubwürdig von einem Kampf der Roboter gegen die Menschen erzählen konnte, ohne das Internet zu erwähnen.
Heute, bzw. 2017, ist die damals porträtierte Kalter-Krieg-Welt, absolut anachronistisch. Als James Cameron in den frühen Achtzigern seinen ersten „Terminator“-Film schrieb, war
Skynet, ein Computer-Selbstverteidigungssystem des Militärs, das sich gegen die Menschen wendet und einen Atomkrieg auslöst. Das war eine bedrückende Vision, die an reale Ängste anknüpfte und das Denken des Kalten Krieges auf eine schwarzhumorige Spitze trieb. Das Internet hatte in damaligen Zukunftsvorstellungen keinerlei Relevanz. Dagegen wurde über autonome Roboter schon lange nachgedacht. Als Helfer oder als Bedrohung für die Menschen. Der Terminator ist ein solcher Roboter, der stumpf einen Befehl ausübt und der deshalb entsprechend bedrohlich ist. Vor allem wenn im Hintergrund die Roboter, ausgehend von ihrer Programmierung, die Macht übernehmen.
Heute – nach dem Ende des Kalten Krieges – funktioniert diese Vision nicht mehr. Aber anstatt in „Terminator: Genisys“ jetzt mit dem „Genisys“-Programm eine umfassende Neubetrachtung des Kampfes zwischen Menschen und Maschinen zu wagen, belassen es die Autoren Laeta Kalogridis („Wächter der Nacht“, „Shutter Island“) und Patrick Lussier („My Boody Valentine 3D“, „Drive Angry“; er ist vor allem als Regisseur bekannt) und Alan Taylor („Thor – The Dark Kingdom“ und viele TV-Serienepisoden) dabei, „Genisys“ als leere Chiffre zu benutzen. Entsprechend blass ist die Bedrohung, die als Skynet-Update so gar nichts mit unserer Gegenwart und unseren Ängsten zu tun hat. Es ist nur noch ein besonders inhaltsleerer Mac Guffin ohne irgendeine Bedeutung.
Sowiewo werden alle philosophischen Überlegungen und naturwissenschaftlichen Erklärungen des Zeitreise- und Zeitlinienproblems schnell weggewischt zugunsten eines Actionfeuerwerks, das alle vorherigen Actionszenen übertrumpfen möchte und spätestens während einer großen Autoverfolgungsjagd, die auf der Golden-Gate-Brücke endet, nur noch langweilt. Denn alles ist viel zu übertrieben und, nachdem ein Bus wie ein Spielzeug sich in der Luft mehrmals überschlägt, langweilig. Es ist eine computeranimierte Chose, die es nicht mit der grandiosen Action aus den früheren „Terminator“-Filmen aufnehmen kann. So wurde in „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ noch lustvoll ein ganzer Straßenzug zerdeppert und man sah, wie gefährlich die Dreharbeiten für die Szene waren. Jetzt verunziert kein Schweißtropfen die glatten Gesichter der Schauspieler.
„Terminator: Genisys“ ist einfach nur 08/15-Blockbuster-Handwerk der banalen Sorte mit einer bestenfalls mediokren Story, Plotlöchern (wenn man wirklich über die zwischen den verschiedenen Zeitlinien und vorherigen Filmen unnötig verwirrend werdende Story mit ihren lustigen Familienverhältnissen nachdenken will), etwas Humor (derzeit in Blockbustern ja extrem rar), übertriebener CGI-Action (in Blockbustern immer überreichlich vorhanden) und bekannten Gesichtern, die außer dem Einstreichen ihrer Gage nicht viel tun müssen. Da ist nichts, das hinter der glänzenden Oberfläche begeistert oder berührt.
Am Ende des Films, der der Beginn einer neuen Trilogie sein soll, bleibt die Erkenntnis, dass man spätestens nach dem dritten „Terminator“-Film hätte aufhören sollen.
P. S.: Hier ist der aktuelle Trailer, der einige Plotspoiler enthält. D. h.: Ansehen auf eigene Gefahr.

Terminator - Genisys - Plakat

Terminator: Genisys (Terminator: Genisys, USA 2015)
Regie: Alan Taylor
Drehbuch: Laeta Kalogridis, Patrick Lussier (basierend auf von James Cameron und Gale Anne Hurd erfundenen Charakteren)
mit Arnold Schwarzenegger, Jason Clarke, Emilia Clarke, Jai Courtney, J. K. Simmons, Matthew Smith, Byung-hun Lee, Courtney B. Vance
Länge: 126 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Amerikanische Homepage zum Film
Film-Zeit über „Terminator: Genisys“
Moviepilot über „Terminator: Genisys“
Metacritic über „Terminator: Genisys“
Rotten Tomatoes über „Terminator: Genisys“
Wikipedia über „Terminator: Genisys“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 26. Juni: Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Juni 26, 2015

Als Vorbereitung für „Terminator: Genisys“, der am 9. Juli anläuft

sehen wir noch einmal

RTL II, 20.15

Terminator 2 – Tag der Abrechnung (USA 1991, Regie: James Cameron)

Drehbuch: James Cameron, William Wisher Jr.

Genialer Plan: um John Connor, den zukünftigen Anführer der Widerstandsbewegung gegen die Roboter, zu beseitigen, schicken sie einen T-1000-Roboter in die Vergangenheit (also die Gegenwart) zurück. Er soll Connor töten. Und Connor schickt einen T-800 zurück. Den kennen wir noch aus dem ersten „Terminator“-Film, als er Connors Mutter töten sollte, aber jetzt kämpft er im Team der Guten.

Eine der wenigen gelungenen Fortsetzungen und ein Kassenknüller.

„Actionkino auf der Höhe des im Kino derzeit Möglichen, rasant, packend und innovativ.“ (Fischer Film Almanach 1992)

Debüt von Edward Furlong.

mit Arnold Schwarzenegger, Robert Patrick, Edward Furlong, Linda Hamilton, Earl Boen, S. Epatha Merkerson, Xander Berkeley

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“

Wikipedia über „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „The Expendables 3“ – Same procedure as last time

August 21, 2014

In den USA wird derzeit über das maue Einspielergebnis von „The Expendables 3“ diskutiert, weil der Film vor dem Kinostart bereits im Netz in guter Qualität verfügbar war und deshalb so wenige Menschen den Film im Kino ansahen. Immerhin wurde der Film in den USA für eine PG-13-Freigabe verharmlost und damit das potentielle Publikum enorm vergrößert. Das war der Plan.

Aber die Fans der ersten beiden nicht jugendfreien „Expendables“-Filme waren deshalb schon lange vor dem Kinostart verkrätzt. Denn der Charme der ersten beiden „Expendables“-Filme bestand gerade in seiner ungehemmten Glorifizierung der Achtziger-Jahre-Action-Filme mit den von damals bekannten Schauspielern. Sie zeigten noch einmal einfache handgemachte Action.

Für die PG-13-Freigabe wurde in der Originalfassung vor allem auf Schimpfworte, vor allem das immer einsetzbare „Fuck“, verzichtet. Wegen diesem Wort hatten auch „The King’s Speech“ und „Der Ghostwriter“ in den USA Probleme mit der Freigabe. „The King’s Speech“ wurde um einige Schimpfworte gekürzt. Bei „Der Ghostwriter“ führte das zu einer liebevoll erstellten US-Version, die mir sogar besser gefällt, weil es auch im englischen viele schöne Schimpfworte gibt, die nicht mit „f“ anfangen und „k“ enden.

In einem zweiten Schritt wurde dann auf jegliches spritzende Blut verzichtet. Ich habe nicht nachgezählt, aber mehr als drei Blutspritzer habe ich nicht gesehen. Die Action besteht sowieso hauptsächlich auf endlosen Endlosballereien, erledigt von Männern in schwarzen Anzügen. Da sieht man Blut und Einschusslöcher sowieso nicht.

Bei dem Gejammer über das schlechte Einspielergebnis – es reichte immerhin für den vierten Platz – wurde vergessen, dass nicht nur die Kritiker nicht begeistert waren, sondern auch die Begeisterung der Fans sich, wie ein Blick Richtung IMDB und Rotten Tomatoes, in überschaubaren Grenzen hält.

Und sie haben recht: „The Expendables 3“ ist ein überlanger, zugequasselter Action-Film. Der Film dauert epische 127 Minuten, während die beiden Vorgänger ihre Geschichte in hundert Minuten erzählten; also ungefähr der 80er-Jahre-Actionfilm-Länge, was auch für diesen Film eine deutlich bessere Laufzeit gewesen wäre.

Die Story ist noch vernachlässigbarer als in den ersten beiden Filmen. Es beginnt mit einer pompösenen Gefangenenbefreiung von Doctor Death (Wesley Snipes), bei der die „Expendables“-Söldner angführt von Barney Ross (Sylvester Stallone) und Lee Christmas (Jason Statham) einen fahrenden Zug entern, die Wachen töten (meisten erschießen), Doctor Death befreien und schließlich den Zug mit großem Wumm in den Zielbahnhof, ein einsam gelegenes Gefängnis, fahren lassen. Das Gebäude geht in die Luft. Die Bösewichter sind tot. Die Mission ist erfüllt.

Schon bei dieser Action-Szene fällt auf, dass Regisseur Patrick Hughes (Red Hill) so viele Schnitte setzt, dass man nicht mehr richtig nachverfolgen kann, wer was macht. Die weiteren Actionszenen, vor allem in einem Hafen und in einer stillgelegten Fabrik, sind ebenfalls reine Schnittgewitter, die mit Schnitten, Wackelkamera und Nahaufnahmen mal wieder nur ein Gefühl von der Action vermitteln, aber niemals zeigen, was die Stuntmänner wirklich leisten und wie fit die Schauspieler sind. Genau deshalb enttäuscht dann auch das große Action-Finale: es wird endlos geballert, Bomben gehen hoch, Raketen werden abgeschossen und Patrick Hughes schneidet atemlos zwischen den verschiedene Schauplätzen und ungefähr einem halben Dutzen gleichzeitig stattfindender Kämpfe gegen gesichtslose Bösewichter, vulgo „Expendables“-Kanonenfutter, hin und her. Das ist so laut wie langweilig.

In Somalia sollen sie, kurz nach Deaths Befreiung, im Hafen einen Waffendeal verhindern und Conrad Stonebanks (Mel Gibson), hm, ich glaube, in dem Moment noch töten. Bei dem Einsatz, der bombig schiefgeht, entdeckt Expendables-Chef Barney Ross, dass Stonebanks ein alter Kumpel und Gründungsmitglied der Expendables ist. Bis dahin glaubte Ross, dass er Stonebanks vor Jahren, als Stonebanks auf die schiefe Bahn geriet, tötete.

Jetzt will Ross den skrupellosen Stonebanks erledigen, aber CIA-Mann Max Drummer (Harrison Ford) sagt ihm, dass sie Stonebanks lebendig wollen, um ihn als Kriegsverbrecher anzuklagen (Yeah, etwas Suspension of Disbelief ist in dem Moment nötig).

Ross entlässt, weil Stonebanks ein so schlimmer Gegner ist, seine alten Expendables (auch hier ist etwas Suspension of Disbelief hilfreich) und heuert eine Gruppe neuer Expendables an, die dann sofort von Stonebanks gefangen genommen werden.

Also müssen wieder die alten Expendables ran und es kommt zu einer großen Schlacht in einem einsam gelegenem Fabrikgelände, das dem Erdboden gleich gemacht werden kann.

Zwischen den raren Action-Szenen, die eigentlich alles Baller-Szenen sind, gibt es dann, wieder einmal, viele Gespräche der Söldner über ihren Beruf und ihr Leben. Da sind die Rekrutierungen der neuen Expendables fast schon eine willkommene Entspannung.

Wie schon bei den ersten beiden „Expendables“-Filmen beruht ein großer Teil des Charmes der Filme auf der großen Starparade, die dieses Mal aus Sylvester Stallone, Jason Statham, Antonio Banderas, Jet Li, Wesley Snipes, Dolph Lundgren, Kelsey Grammer, Randy Couture, Mel Gibson, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Kellan Lutz, Ronda Roosey, Glen Powell, Victor Ortiz und Robert Davi besteht. Dabei haben die meisten Auftritte ungefähr die Länge eines längeren Cameos und gerade die neuen Expendables (vulgo die Neuzugänge) bleiben vollkommen austauschbar. Auch die aus den vorherigen Filmen bekannten Stars, wie Jason Statham, Dolph Lundgren und Jet Li, kommen kaum über Cameo-Länge hinaus.

Antonio Banderas spielt einen hyperagilen, ewig plappernden und extrem begeisterten Söldner. Das ist anfangs als Comic-Relief witzig, wird aber mit der Zeit nervig. Wenn die Söldner sich durch ein Waldgebiet anschleichen und er dabei endlos plappert, dann ist wieder einmal viel Suspension of Disbelief gefragt.

Mel Gibson als meistens schweigsamer Bösewicht überzeugt; – aber in „Machete Kills“ konnte er ja schon für die Rolle als Bösewicht üben.

Am Ende von „The Expendables 3“ fühlt man sich wie einer der Söldner im Film: man hat die Schlacht überlebt, sie war größtenteils chaotisch und man ist nur froh, noch am Leben zu sein.

The Expendables 3 - Plakat

 

The Expendables 3 (The Expendables 3, USA 2014)

Regie: Patrick Hughes

Drehbuch: Sylvester Stallone, Creighton Rothenberger, Katrin Benedikt (nach einer Geschichte von Sylvester Stallone)

mit Sylvester Stallone, Jason Statham, Antonio Banderas, Jet Li, Wesley Snipes, Dolph Lundgren, Kelsey Grammer, Randy Couture, Mel Gibson, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Kellan Lutz, Ronda Roosey, Glen Powell, Victor Ortiz, Robert Davi (für jeden eine Szene, einmal Ballern, einmal Abtreten)

Länge: 127 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Expendables 3“

Moviepilot über „The Expendables 3“

Metacritic über „The Expendables 3“

Rotten Tomatoes über „The Expendables 3“

Wikipedia über „The Expendables 3“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Simon Wests „The Expendables 2“ (The Expendables 2, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: Die Neustarts „Sabotage“, „SuperHypochonder“, „Spuren“ und „Die Poetin“

April 12, 2014

Zwischen schneuzen und husten und nach einem Brüssel-Ausflug, bei dem ich, vor allem im Zug, viel weniger tun konnte, als ich tun wollte, gibt es jetzt einige Kurzkritiken zu den Neustarts der Woche:

„Sabotage“ heißt der neue Arnold-Schwarzenegger-Film. Er spielt John „Breacher“ Wharton, den Leiter eines Special Operations Team der Anti-Drogen-Behörde DEA. Mit seinem Team klaut er bei einem Einsatz gegen einen Drogenbaron zehn Millionen Dollar. Dummerweise ist das Geld, als sie es abholen wollen, verschwunden. Die Untersuchung der Internen Ermittler, die vermuten, dass Breachers Team Geld geklaut hat, überstehen sie, aber danach beginnt jemand sie der Reihe nach umzubringen.
David Ayer, der auch „Training Day“, „Dark Blue“, „Street Kings“ und „End of Watch“ machte, inszeniert Arnold Schwarzenegger. Das weckt Erwartungen, die der Film in keiner Sekunde erfüllt. Anstatt eines intelligenten Noir-Cop-Thrillers ist „Sabotage“ ist ein dumpfes Macho-Abenteuer (auch die einzige Frau in Breachers Team ist ein Vorzeigemacho), das seine wahre Heimat irgendwo im TV-Spätprogramm hat.
Denn der Gegner ist ohne Gesicht, die Konflikte im Team sind banal, ihre nie glaubwürdige Kameradie peinlich dick aufgetragen, die Handlung schleppt sich zäh wie erkaltete Lava vor sich hin. Nein, das alles hat man schon unzählige Male besser gesehen in unzähligen Cop-Thrillern, auch von Ayer, oder der grandiosen TV-Serie „The Shield“, die ähnliche Themen ungleich gelungener durchbuchstabiert. Dass der Film nicht, wie Ayers vorherige Filme, in Los Angeles, sondern in Atlanta, Georgia, spielt, erfährt man durch einige Wald- und Brückenbilder. Dabei lebten Ayers bisherige Filme gerade von seiner symbiotischen Beziehung zwischen Handlungsort und Filmgeschichte. „Sabotage“ könnte dagegen überall spielen.
Nein, von dem Team Ayer-Schwarzenegger hatte ich mehr erwartet. So ist „Sabotage“ der schlechteste Film von Arnold Schwarzenegger nach seiner politikverordneten Pause und ein Werk der verschenkten Möglichkeiten.

Sabotage - Plakat - 4

Sabotage (Sabotage, USA 2014)
Regie: David Ayer
Drehbuch: Skip Woods, David Ayer
mit Arnold Schwarzenegger, Sam Worthington, Joe Manganiello, Josh Holloway, Terrence Howard, Max Martini, Kevin Vance, Mark Schlegel, Martin Donovan, Mireille Enos, Olivia Williams
Länge: 109 Minuten
FSK: ab 18 Jahre

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Sabotage“
Moviepilot über „Sabotage“
Metacritic über „Sabotage“
Rotten Tomatoes über „Sabotage“
Wikipedia über „Sabotage“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von David Ayers „End of Watch“ (End of Watch, USA 2012)


„Super-Hypochonder“ ist der neue Film der „Willkommen bei den Sch’tis“-Macher und während mir die Prämisse von „Willkommen bei den Sch’tis“ zu altmodisch und damit für einen zeitgenössischen Film zu weit hergeholt war, hat mir „Super-Hypochonder“ wesentlich besser gefallen. Dabei basiert auch diese Geschichte in der guten alten Komödien- und Klamauk-Tradition der fünfziger und sechziger Jahre: Romain Faubert ist der titelgebende Superhypochonder, dessen sozialen Kontakte sich hauptsächlich auf seine Treffen mit seinem Arzt Dr. Dimitri Zvenka beschränken. Der will jetzt seinen besten Patienten, der kerngesund ist, endlich loswerden. Die Idee mit einer Freundin schlägt fehl. Als er ihn mit zu einem Flüchtlingsschiff schleppt, auf dem er und andere Ärzte ehrenamtlich die Flüchtlinge medizinisch versorgen, geraten die Dinge außer Kontrolle. Faubert wird nach einem dummen Zufall für Anton Miroslav, den Anführer der Revolution in Tscherkistan gehalten – und Zvenkas revolutionsbegeisterte Schwester Anna verliebt sich sofort in den sympathischen Revolutionär, den sie, vor seinen Verfolgern, bei sich zu Hause versteckt.
Der Revolutionär versteckt sich währenddessen, schwer verletzt, in Fauberts Wohnung und ist von der gut ausgestatteten Hausapotheke begeistert. Natürlich fliegt der Schwindel auf. Dennoch wird Faubert nach Tscherkistan ausgeliefert.
Ein kurzweiliger Klamauk.

SuperHypochonder - Plakat

Super-Hypochonder (Supercondriaque, Frankreich 2013)
Regie: Dany Boon
Drehbuch: Dany Boon
mit Dany Boon, Alice Pol, Kad Merad, Jean-Yves Berteloot, Judith El Zein, Valérie Bonneton, Bruno Lochet
Länge: 108 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Französische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Super-Hypochonder“
Moviepilot über „Super-Hypochonder“
Wikipedia über „Super-Hypochonder“ (deutsch, französisch)


Und dann gibt es noch zwei Biopics.
In „Spuren“ wird die Geschichte der 27-jährigen Robyn Davidson erzählt, die 1977 mit vier Kamelen in neun Monaten die australische Wüste von Alice Springs bis zum Indischen Ozean durchquerte. Die Reportage über ihre Reise wurde zu einem Verkaufserfolg für das „National Geographic“-Magazin. Ihr kurz darauf geschriebenes Buch ein Bestseller.
Der Film selbst ist eine höchst zwiespältige Angelegenheit. Denn den Machern gelingt es nie, zu zeigen, warum Davidson die gefährliche Reise unternimmt. In den anderen Ein-Personen-Stücken, die in letzter Zeit im Kino liefen, wie „Buried“, „Gravity“ und „All is Lost“ war das klar: der Protagonist wollte überleben. Aber bei Davidson ist es unklar. Am Filmanfang sagt sie, fast schon schnippisch: „Warum nicht?“ Denn warum soll eine Frau nicht auch eine Reise unternehmen können, wenn ein Mann das kann? Ein guter Punkt, der allerdings nicht über einen ganzen Film trägt, sondern, als Gegenfrage, eine klassische Nicht-Antwort ist.
Außerdem scheint in „Spuren“ die einsame Wüste ein Ort des Lebens zu sein. Denn es gibt kaum eine Szene, in der Davidson allein ist. Immer wieder trifft die Frau, die die Einsamkeit sucht, Menschen. Aber auch aus diesem Konflikt schlägt der Film keine dramaturgischen Funken.
Immerhin gibt es einige schöne Landschaftsaufnahmen und Mia Wasikowska in der Hauptrolle.

Spuren - Plakat

Spuren (Tracks, Australien 2013)
Regie: John Curran
Drehbuch: Marion Nelson
LV: Robyn Davidson: Tracks, 1980 (Spuren – Eine Reise durch Australien)
mit Mia Wasikowska, Adam Driver, Rainer Bock, Rolley Mintuma, John Flaus, Robert Coleby, Tim Rodgers
Länge: 113 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Spuren“
Moviepilot über „Spuren“
Metacritic über „Spuren“
Rotten Tomatoes über „Spuren“
Wikipedia über „Spuren“
Meine Besprechung von John Currans “Stone” (Stone, USA 2010)


In „Die Poetin“ ist dagegen die dramaturgische Klammer sehr deutlich: „The art of losing isn’t hard to master.“
Es ist die erste Zeile von Elizabeth Bishops Gedicht „The art of losing“ und der Film erzählt, wie sie das lernte: 1951 ist sie in einer Schaffenskrise. Als sie mit diesem Gedicht nicht weiterkommt, entschließt sie sich zu einer Reise. In Rio de Janeiro besucht sie ihre alte Studienfreundin Mary, die mit Lota de Macedo Soares liiert ist. Die burschikose Architektin kann zuerst nichts mit der sanften Dichterin und ihrem elitärem Künstlergehabe anfangen. Sie verlieben sich dann doch ineinander und der Film zeichnet ihre Beziehung, die am Anfang auch eine lesbische Dreiecksbeziehung ist, nach.
Lota de Macedo Soares (1910 – 1967) schuf später den zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Flamengo Park in Rio de Janeiro.
Elizabeth Bishop (1911 – 1979) erhielt 1956 den Pulitzer-Preis für ihrem Gedichtzyklus „North & South – A Cold Spring“. Weitere wichtige Literaturpreise folgten.
Konventionell, fast schon unterkühlt inszeniert, bietet das Biopic, das sich auf Bishops fünfzehnjährigen Aufenthalt in Brasilien konzentriert, einen gelungenen Einblick in das Leben von zwei Frauen – und wie Bishop „the art of losing“ erlernte.

Die Poetin - Plakat

Die Poetin (Flores Raras/Reaching for the Moon, Brasilien 2013)
Regie: Bruno Barreto
Drehbuch: Matthew Chapman, Julie Sayres (basierend auf dem Drehbuch von Carolina Kotscho)
mit Miranda Otto, Glória Pires, Tracy Middendorf, Marcello Airoldi, Treat Williams
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Poetin“
Moviepilot über „Die Poetin“
Metacritic über „Die Poetin“
Rotten Tomatoes über „Die Poetin“
Wikipedia über „Die Poetin“


DVD-Kritik: Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone haben den „Escape Plan“

April 2, 2014

Wer einmal amoklaufende Fanboys erleben will, muss sich bei Amazon die Kommentare zu „Escape Plan“, dem ersten wirklich gemeinsamen Film von Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone durchlesen. In den beiden „Expendables“-Filmen hatte Arnie ja nur Cameos. Das Problem für die Fanboys bei „Escape Plan“ ist dabei nicht die Story, sondern die deutsche Synchronstimme von Arnie. Denn, was bislang kein Problem war: Arnie und Sly haben den gleichen Synchronsprecher und jetzt hat der deutsche Verleih sich erdreistet, eine der beiden Hauptdarsteller des Films von einem anderen Sprecher synchronisieren zu lassen. Weltuntergang für die Fanboys.
Mir selbst ist es dagegen ziemlich egal, weil ich inzwischen die meisten Filme im Original sehe – und da haben die beiden Action-Recken dann eh eine andere Stimme. Und vielleicht deshalb störte mich – ich habe mir wegen der Fanboy-Stampede die deutsche Fassung angesehen – die deutsche Synchronisation absolut nicht.
Also, liebe Fanboys, seht euch die Originalfassung an – und die ganzen elitären Typen, die immer wieder sagen „Filme muss man im Original sehen, weil die deutschen Synchronisationen so schlecht sind“, sollten sich wenigstens einige dieser Amazon-Kritiken durchlesen, die zeigen, dass die deutschen Synchronisationen wohl doch nicht so schlecht sind.
Nach dieser langen Vorrede kommen wir jetzt endlich zum „Escape Plan“.
In dem Thriller spielt Sylvester Stallone Ray Breslin, der in Gefängnissen Sicherheitlücken aufspürt, indem er sich unter einer Tarnidentität inhaftieren lässt und aus den Hochsicherheitsgefängnissen ausbricht. Ein, wie ein Blick in den Firmensitz zeigt, einträgliches Geschäft.
Jetzt soll er die Lücken in einem geheimen Regierungsgefängnis, das nach seinen Ratschlägen gebaut wurde, aufspüren. Was er nicht weiß: er soll, aus ziemlich unbekannten Gründen, überhaupt nicht ausbrechen, sondern dort bis zu seinem Tod versteckt werden. Im gut gefüllten Gefängnis trifft er den Österreicher Rottmayer (Arnold Schwarzenegger), der mit ihm flüchten will.
„Escape Plan“ ist ein grundsolider Gefängnisthriller, prominent besetzt – Jim Caviezel spielt den hundsgemeinen Gefängnisdirektor, Sam Neill einen Arzt, Vincent D’Onofrio Breslins Geschäftspartner, Curtis ’50 Cent‘ Jackson und Amy Ryan Kollegen von Breslin, Faran Tahir einen Insassen und Vinnie Jones den Oberaufseher – mit einer interessanten, futuristischen Gefängnisarchitektur und einem angenehm verwickeltem Plot, inclusive einer gelungenen Überraschung am Ende.
Schade ist, dass die eigentlichen Ausbrüche von Breslin mehr mit Überraschungen spielen und so nur eine oberflächliche Spannung entwickeln. Da sind die vorherigen Planungen und das Katz-und-Maus-Spiel mit dem aasigen Gefängnisdirektor und seinen weitgehend gesichtslosen Wärtern im Geheimgefängnis deutlich spannender. Denn hier müssen die beiden Muskelprotze ihre kleinen grauen Zellen arbeiten lassen, beobachten und täuschen.
Die beiden Actionhelden der achtziger Jahre hätten für ihren ersten gemeinsamen Film wahrlich ein schlechteres Drehbuch finden können. Sowieso macht Arnold Schwarzenegger bei seiner derzeitigen Last-Farewell-Tour, nach seiner politikbestimmten Auszeit und bevor er altersbedingt als Action-Held in Rente geht, ein erfreulich gutes Bild. In „Escape Plan“ kann er sogar schauspielerisch punkten.

 

Das Bonusmaterial

Mit einem kurzweiligen Audiokommentar von Regisseur Mikael Håfström und Drehbuchautor Miles Chapman und über einer Stunde an Featurettes ist es erfreulich umfangreich und informativ ausgefallen. Es gibt ein zwanzigminütiges „Making of“, das einen guten Einblick in die Dreharbeiten gibt. Ergänzend erzählen die beiden Hauptdarsteller in „Zwei Legenden treffen aufeinander“ von den Dreharbeiten und geben einen kleinen Rückblick auf ihre Karriere. Die gut neun Minuten an „Entfallenen Szenen“ sind nett, aber es ist auch sofort verständlich, warum sie am Ende geschnitten wurden. Sie hätten den Film einfach nur verlangsamt.
Die zwanzigminütige Kurzdoku „Maximale Sicherheit: Die echten Gräber“ gibt einen Einblick in die US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnisse und an ein, zwei Punkten wird auch gesagt, wo der Film sich künstlerische Freiheiten nahm.
Insgesamt ist das ein gut geschnürtes Bonusmaterial-Paket, bei dem eindeutig die Information an erster Stelle steht.

Escape Plan - DVD-Cover

Escape Plan (Escape Plan, USA 2013)
Regie: Mikael Håfström
Drehbuch: Miles Chapman, Arnell Jesko (Pseudonym von Jason Keller) (nach einer Geschichte von Miles Chapman)
mit Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Jim Caviezel, Faran Tahir, Amy Ryan, Sam Neill, Vincent D’Onofrio, Vinnie Jones, Matt Gerald, Curtis ’50 Cent‘ Jackson, Caitriona Balfe

DVD
Concorde Home Entertainment
Bild: 2,40:1 (16:9)
Sprachen: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Audiokommentar mit Regisseur Mikael Håfström und Drehbuchautor Miles Chapman, Making of: Der Plan entsteht, Maximale Sicherheit: Die echten Gräber, Zwei Legenden treffen aufeinander, Entfallen Szenen, Kinotrailer
Länge: 111 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Escape Plan“
Moviepilot über „Escape Plan“
Metacritic über „Escape Plan“
Rotten Tomatoes über „Escape Plan“
Wikipedia über „Escape Plan“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 26. September: Terminator 2 – Tag der Abrechnung

September 26, 2013

 

Vox, 22.05

Terminator 2 – Tag der Abrechnung (Director’s Cut) (USA 1991, R.: James Cameron)

Drehbuch: James Cameron, William Wisher Jr.

Genialer Plan: um John Connor, den zukünftigen Anführer der Widerstandsbewegung gegen die Roboter, zu beseitigen, schicken sie einen T-1000-Roboter in die Vergangenheit (also die Gegenwart) zurück. Er soll Connor töten. Und Connor schickt einen T-800 zurück. Den kennen wir noch aus dem ersten „Terminator“-Film, als er Connors Mutter töten sollte, aber jetzt kämpft er im Team der Guten.

Eine der wenigen gelungenen Fortsetzungen und ein Kassenknüller.

Actionkino auf der Höhe des im Kino derzeit Möglichen, rasant, packend und innovativ.“ (Fischer Film Almanach 1992)

Debüt von Edward Furlong.

mit Arnold Schwarzenegger, Robert Patrick, Edward Furlong, Linda Hamilton, Earl Boen, S. Epatha Merkerson, Xander Berkeley

Wiederholung: Freitag, 27. September, 02.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“

Wikipedia über „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ (deutsch, englisch)


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