TV-Tipp für den 7. Januar: Eine dunkle Begierde

Januar 7, 2017

3sat, 23.30
Eine dunkle Begierde (A dangereous method, Deutschland/Kanada/Großbritannien/Schweiz 2011)
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: Christopher Hampton (nach dem Roman „A dangerous method“ von John Kerr und dem Theaterstück „The talking cure“ von Christopher Hampton)
Auf Tatsachen basierender Film über die Beziehung zwischen C. G. Jung, seiner Patientin Sabina Spielrein (die später eine geachtete Psychologin wird) und Sigmund Freud.
Ein toller Schauspielerfilm, der aber mehr wie eine besonders gute Arte-Produktion und weniger wie ein David-Cronenberg-Film wirkt.
mit Viggo Mortensen, Keira Knightley, Michael Fassbender, Vincent Cassel, Sarah Gadon, André Hennicke, Arndt Schwerin-Sohnrey, Anna Thalbach
Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Eine dunkle Begierde“

Rotten Tomatoes über „Eine dunkle Begierde“

Wikipedia über „Eine dunkle Begierde“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Stigleggers “David Cronenberg” (2011)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Cosmopolis“ (Cosmopolis, Frankreich/Kanada 2012)

Meine Besprechung von David Cronenbergs “Maps to the Stars” (Maps to the Stars, Kanada/USA/Deutschland/Frankreich 2014) (und die DVD-Kritik)

David Cronenberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. Januar: Eine dunkle Begierde

Januar 28, 2015

Arte, 20.15
Eine dunkle Begierde (A dangereous method, Deutschland/Kanada/Großbritannien/Schweiz 2011)
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: Christopher Hampton (nach dem Roman „A dangerous method“ von John Kerr und dem Theaterstück „The talking cure“ von Christopher Hampton)
Auf Tatsachen basierender Film über die Beziehung zwischen C. G. Jung, seiner Patientin Sabina Spielrein (die später eine geachtete Psychologin wird) und Sigmund Freud.
Ein toller Schauspielerfilm, der aber mehr wie eine besonders gute Arte-Produktion und weniger wie ein David-Cronenberg-Film wirkt.
Sein neuester Film „Maps to the Stars“ erscheint am 23. Februar (Verleih) und am 3. März (Verkauf) auf Blu-ray und DVD. Als Bonusmaterial sind Interviews mit David Cronenberg, Julianne Moore, Mia Wasikowska, John Cusack, Robert Pattinson, Olivia Williams, Evan Bird, Bruce Wagner, Martin Katz; B-Roll; Trailer; Audiodeskription und Untertitel für Hörgeschädigte angekündigt.
mit Viggo Mortensen, Keira Knightley, Michael Fassbender, Vincent Cassel, Sarah Gadon, André Hennicke, Arndt Schwerin-Sohnrey, Anna Thalbach
Wiederholung: Freitag, 30. Januar, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Eine dunkle Begierde“

Rotten Tomatoes über „Eine dunkle Begierde“

Wikipedia über „Eine dunkle Begierde“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Stigleggers “David Cronenberg” (2011)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Cosmopolis“ (Cosmopolis, Frankreich/Kanada 2012)

Meine Besprechung von David Cronenbergs “Maps to the Stars” (Maps to the Stars, Kanada/USA/Deutschland/Frankreich 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: Schöne „Tage am Strand“ mit schönen Müttern und schönen Söhnen

November 28, 2013

Roz und Lil sind seit ihrer Kindheit Freundinnen und während sie am Strand liegen, sehen sie bewundernd und zufrieden ihre Kinder an. Denn Ian und Tom sind zwei gutaussehende Surfer, die auch etwas im Kopf haben und sich eigentlich demnächst eine Freundin aus den Schönheiten des Ortes suchen müssten. Das tun sie auch, aber anders als es nach den bürgerlichen Moralvorstellungen gewünscht wird.

Denn Lils Sohn Ian (Xavier Samuel) geht mit Roz (Robin Wright) ins Bett und Roz‘ Sohn Tom (James Frecheville) geht mit Lil (Naomi Watts) ins Bett und Regisseurin Anne Fontaine behandelt diese beiden Liebesgeschichten als ob es das normalste auf der Welt wäre, mit der besten Freundin seiner Mutter ins Bett zu gehen; – wobei natürlich zwei extrem gutaussehende Mütter gewählt wurden und auch die beiden Söhne extrem gutaussehend sind. Auch die Landschaft, – gedreht wurde in dem australischen Küstenort Seal Rocks -, sieht traumhaft aus. Und so schleicht sich schnell mehr als eine Spur Seifenoper in diese auf einer Kurzgeschichte der am 17. November 94-jährig verstorbenen Doris Lessing basierenden unglaubwürdigen Liebesgeschichte. Auch die hölzernen Dialoge gehen in Richtung Seifenoper.

Drehbuchautor Christopher Hampton („Gefährliche Liebschaften“, „Der stille Amerikaner“, „Eine dunkle Begierde“, „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“) und Regisseurin Anne Fontaine („Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“) gelingt es nie, die Idee der doppelten Liebesgeschichte in eine glaubwürdige Form zu bringen. „Tage am Strand“ bleibt immer ein Konstrukt. Es bleibt ein lebloses Gedankenexperiment, qualitativ hübsch angerichtet, aber emotional nicht berührend, fast schon eine leichte Ennui auslösend.

Da helfen auch nicht mehr die elegante, auf jedes Skandalisierung verzichtende Inszenierung und die guten Schauspieler. Ben Mendelsohn hat dabei für seine Nebenrolle eine Extra-Erwähnung verdient. Er spielt den Ehemann von Roz, der in Sydney eine Professur annimmt und sich von ihr trennt, weil Roz den Küstenort nicht verlassen will, als entspannten, lebensklugen Wissenschaftler, der spätestens nachdem Roz lieber ihn als Lil verlässt, weiß, dass er in dieser Freundschaft immer die zweite Geige spielen wird. Trotzdem bleiben sie freundschaftlich miteinander verbunden. Mendelsohn spielte zuletzt in „Killing them softly“ und „The Place beyond the Pines“ ganz anders gelagerte, aber nicht minder prägnante Nebenrollen.

Tage am Strand - Plakat

Tage am Strand (Adore, Australien/Frankreich 2013)

Regie: Anne Fontaine

Drehbuch: Christopher Hampton

LV: Doris Lessing: The Grandmothers, 2003 (Die Großmütter, Erzählung)

mit Naomi Watts, Robin Wright, Xavier Samuel, James Frecheville, Sophie Lowe, Jessica Tovey, Gary Sweet, Ben Mendelsohn

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Anmerkung: Bei der FSK ist „Two Mothers“ als Originaltitel genannt, was auch daran liegt, dass die Macher verschiedene Titel probierten und „Tage am Strand“ je nach Land und Zeitpunkt verschiedene Titel hat.

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Tage am Strand“

Moviepilot über „Tage am Strand“

Metacritic über „Tage am Strand“

Rotten Tomatoes über „Tage am Strand“

Wikipedia über „Tage am Strand“ und Doris Lessing (deutsch, englisch)

 

 


%d Bloggern gefällt das: