TV-Tipp für den 10. März: Black Tiger

März 10, 2015

Herzlichen Glückwunsch zum 75. Geburtstag, Chuck Norris!
Deshalb


Tele 5, 20.15
Black Tiger (USA 1979, Regie: Ted Post)
Drehbuch: Bruce Cohn, Mark Medoff (nach einer Geschichte von Joseph Fraley)
1973, während der Friedensverhandlungen zur Beendigung des Vietnamkrieges, geht eine Befreiung von amerikanischen Kriegsgefangenen aus einem nordvietnamesischem Lager schief. Einige Jahre später erfährt John T. Booker (Chuck Norris), dass seine Einheit verraten wurde und jetzt auch seine damals überlebenden Kameraden sterben sollen. Das – ähem – gefällt ihm überhaupt nicht.
„Black Tiger“ (Good Guys wear black) war einer der ersten „Missing in Action“-Filme, die einige Jahre später äußerst populär waren. Davon abgesehen ist Ted Posts Film ein nicht sonderlich bemerkenswerter billiger Action-Film, der immerhin mit Siebziger-Jahre-Flair punkten kann.
Eigentlich hat sich Chuck Norris 2001, nach dem Ende der TV-Serie „Walker, Texas Ranger“, die es immerhin auf gut zweihundert Folgen und neun Staffeln brachte, zur Ruhe gesetzt. In „The Expendables II“ hatte er dann seinen bislang letzten Auftritt, der vor allem ein Fan-Service war (und er für seine actionarme Rolle einen eigenen Stuntman hatte). Seine popkulturell wichtigste Zeit waren die achtziger Jahre, als er zuverlässig einen Action-Kracher nach dem nächsten ablieferte, oft mit einer politisch bedenklichen Botschaft: „Missing in Action“ (mehrere Filme), „Invasion U. S. A.“, „Delta Force“, „McQuade, der Wolf“ und „Cusack, der Schweigsame“ sind seine bekanntesten Werke.
Im Anschluss, um 22.05 Uhr, läuft – anscheinend zum ersten Mal im TV und vielleicht sogar ungekürzt – mit „Octagon – Die Rache der Ninja“ (The Octagon, USA 1980) ein weiterer Chuck-Norris-Film.
mit Chuck Norris, Anne Archer, James Franciscus, Lloyd Haynes, Dana Andrews, Jim Backus
Wiederholung: Freitag, 13. März, 00.20 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Black Tiger“
Wikipedia über „Black Tiger“ und Chuck Norris
Chuck Norris in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 11. März: Delta Force

März 11, 2013

Ein leicht verspätetes Geburtstagsgeschenk

Kabel 1, 22.40

Delta Force (USA 1986, R.: Menahem Golan)

Drehbuch: James Bruner, Menahem Golan

Musik: Alan Silvestri

Terroristen entführen ein US-Passagierflugzeug. Die Delta Force rückt aus, um den Entführern Manieren beizubringen.

Obwohl „Delta Force“ auf der Entführung des TWA Flug 847 am 14. Juni 1985 basiert, ist Menahem Golans Werk „ein weiteres Monument der Ramb-Ideologie“ (Fischer Film Almanach 1987) und wäre nicht besonders bemerkenswert, wenn die Produzenten Menahem Golan und Yoram Globus, die Cannon-Chefs, die damals als B-Actionfilmschmiede das Bild das Actionkinos bestimmte („Missing in Action“, „Invasion U. S. A.“, „Die City-Cobra“ und viele mehr), nicht so viele Stars für ihren Film verpflichtet hätten. Der Film selbst zerfällt in zwei Hälften: in der ersten wird ziemlich realistisch die Entführung und die Reaktionen der Passagiere gezeigt; in der zweiten entwickelt sich eine abstruse Befreiungsorgie, die komplett auf jegliche Logik verzichtet. Immerhin lernen wir die Chuck-Norris-Methode des effizienten Umbringen des Bösewichts kennen.

Der Rest sind Hurra-Patriotismus für die USA (typisch für Golan/Globus-Filme) und Israel (sehr untypisch), arabische Klischee-Bösewichter und viel Action.

Der Film war bis Juli 2011 indiziert. Nachdem er vom Index genommen und neu geprüft wurde, erhielt er eine „FSK ab 16 Jahre“-Freigabe.

„Delta Force“ ist auch der letzte Film von Lee Marvin.

mit Chuck Norris, Lee Marvin, Martin Balsam, Joey Bishop, Hanna Schygulla, Robert Foster, Lainie Kazan, George Kennedy, Susan Strasberg, Bo Svenson, Robert Vaughn, Shelley Winters, Kim Delaney, Liam Neeson (ungenannt, als Delta-Force-Mitglied)

Wiederholung: Dienstag, 12. März, 23.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Delta Force“

Wikipedia über „Delta Force“ (deutsch, englisch)

Film Monthly über “Delta Force” (28. Juni 2012)


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