TV-Tipp für den 10. Juni: Das Leben ist ein Spiel

Juni 9, 2020

Arte, 20.15

Das Leben ist ein Spiel (Rien ne va plus, Frankreich/Schweiz 1997)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

Ein ungleiches Gaunerpärchen erleichtert reiche Herren. Als sie auf einen Geschäftsmann mit fünf Millionen Schweizer Franken im Reisegepäck stoßen, wird ihre Loyalität auf eine harte Probe gestellt. Denn das Geld gehört der Mafia.

Chabrols nach offizieller Zählung fünfzigster Film ist eine witzige Gaunerkomödie, die vor allem Dank dem Ganovenduo Huppert/Serrault Spaß macht.

Ein unfeierliches Jubiläum, so ganz in der Manier des Meisters. Der alte Zyniker stellt dem Publikum darin wie eh und je hinterlistige Fallen in einem Vexierspiel zwischen Schein und Sein. Ein frivoles Spiel sowohl mit Identitäten und Identifikationen als auch mit den Normen und Genres des Mediums Film.“ (Fischer Film Almanach 1999)

D. h.: „Sehenswert.“ (Lexikon des internationalen Films)

Mit Isabelle Huppert, Michel Serrault, François Cluzet, Jean-François Balmer

Hinweise

AlloCiné über „Das Leben ist ein Spiel“

Rotten Tomatoes über „Das Leben ist ein Spiel“

Wikipedia über „Das Leben ist ein Spiel“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 19. Juni: Süßes Gift

Juni 18, 2019

Arte, 20.15

Süßes Gift (Merci pur le chocolat, Frankreich/Schweiz 2000)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff

LV: Charlotte Armstrong: The Chocolate Cobweb, 1948

Die Direktorin eine Schokoladendynastie am Genfer See führt nicht nur ihr Unternehmen, sondern auch die Familie mit teils drastischen Mitteln.

Claude Chabrol (24. Juni 1930 – 12. September 2010) bei seinem Lieblingsobjekt: dem Bürgertum und ihrem sorgenfreien Leben. „Ein kühles, unaufgeregtes, im besten Sinne sprödes Meisterstück über die Lügen und Geheimnisse der Großbürger.“ (Tip 1/2001)

Mit Isabelle Huppert, Jacques Dutronc, Anna Mouglalis, Rodolphe Pauly, Michel Robin

Wiederholung: Donnerstag, 20. Juni, 13.45 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Süßes Gift“

Rotten Tomatoes über „Süßes Gift“

Wikipedia über „Süßes Gift“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 3. Juni: Das Biest muß sterben

Juni 3, 2019

Arte, 20.15

Das Biest muß sterben (Que la bête meure, Frankreich/Italien 1969)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Paul Gégauff, Claude Chabrol

LV: Nicholas Blake: The Beast must die, 1938 (Mein Verbrechen)

Ein unbekannter Raser überfährt in einem bretonischen Dorf den neunjährigen Sohn des Kinderbuchautors Charles Thénier. Weil die Polizei den Täter nicht überführt, beginnt Thénier ihn auf eigene Faust zu suchen. Anschließend will er ihn umbringen.

Ein schon lange nicht mehr gezeigter Chabrol-Klassiker, der damals einen bemerkenswerten Film nach dem nächsten drehte.

Klassisch sind auch die ersten Zeilen von Blakes Roman: “Ich will einen Menschen töten. Ich weiß nicht, wie er heißt, ich weiß nicht, wo er wohnt, ich habe keine Ahnung, wie er aussieht. Aber ich werde ihn finden und ihn töten.”

mit Michel Duchaussoy, Caroline Cellier, Jean Yanne, Maurice Pialat

Wiederholung: Dienstag, 4. Juni, 14.00 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das Biest muß sterben“

Wikipedia über „Das Biest muß sterben“ (deutsch, englisch, französisch) und über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte

Wikipedia über Nicholas Blake (deutsch, englisch)

Kirjasto über Nicholas Blake


TV-Tipp für den 18. Februar: Der Schlachter/Vor Einbruch der Nacht

Februar 18, 2019

Heute: Ein Claude-Chabrol-Double-Feature

Arte, 20.15

Der Schlachter (Le boucher, Frankreich/Italien 1969)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

In der Provinz verliebt sich eine Lehrerin in einen Schlachter. Dieser ist allerdings auch der in der Gegend gesuchte Kindermörder.

Ein Chabrol-Klassiker über zwei beschädigte Menschen, die nicht zueinander finden können.

Mit Stéphane Audran, Jean Yanne, Roger Rudel

Hinweise

AlloCiné über „Der Schlachter“

Rotten Tomatoes über „Der Schlachter“

Wikipedia über „Der Schlachter“ (deutsch, englisch, französisch)

Arte, 21.45

Vor Einbruch der Nacht (Juste avant la nuit, Frankreich 1971)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

LV: Edward Atiyah: The thin line, 1951 (später Murder, my Love)

Bei einem SM-Spiel tötet Charles Masson seine Geliebte. Er gesteht die Tat seiner Frau und dem Mann seiner Geliebten. Der ist zugleich sein bester Freund. Beide raten ihm davon ab, zur Polizei zu gehen. Aber kann Masson mit seiner Schuld leben?

Chabrol rechnet mal wieder mit der Moral der Bourgeoisie ab. Ein mehr als selten gezeigter Chabrol-Klassiker.

Masson „ist ein Gefangener seiner eigenen Welt, der er letztlich zum Opfer fällt. Chabrol inszeniert dies mit der analytisch-sezierenden Brillanz eines Chirurgen, er nutzt die Kamera und ihre Bewegungen über ihren ästhetischen Aspekt hinaus zur psychologischen Beweisführung. Darin ist er seinem Vorbild Alfred Hitchcock sehr nahe.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms, 1985/1993)

mit Michel Bouquet, Stéphane Audran, Jean Carmet, Francois Périer, Henri Attal

Hinweise

AlloCiné über „Vor Einbruch der Nacht“

Rotten Tomatoes über „Vor Einbruch der Nacht“

Wikipedia über „Vor Einbruch der Nacht“ (deutsch, englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 17. Februar: Biester

Februar 16, 2019

Arte, 20.15

Biester (La cérémonie, Frankreich/Deutschland 1995)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff

LV: Ruth Rendell: A Judgment in Stone, 1977 (Urteil in Stein)

Die wohlhabenden Lelièvres schätzen Sophie als Hausmädchen. Dabei wissen sie nichts über ihre Perle. Ganz im Gegensatz zur Postbeamtin Jeanne.

Chabrols ruhiger Thriller blickt einmal mehr hinter die Kulissen der Provinz-Bourgeoisie. Der Ausgang seines „marxistischen Thrillers“ (Chabrol über Biester) ist letal. „Der sozialen Hinrichtung der Repräsentanten der Unterschicht folgt die körperliche Hinrichtung der Bourgeoisie. Das ist der totale Krieg zwischen den Klassen. Und Chabrol setzt ihn unverhüllt in Szene.“ (Fischer Film Almanach 1996)

Anschließend, um 22.00 Uhr, zeigt Arte die einstündige Doku „Claude Chabrol, Filmemacher des stillen Skandals“ (Frankreich 2018).

Mit Isabelle Huppert, Sandrine Bonnaire, Jean-Pierre Cassel, Jacqueline Bisset

Wiederholung: Freitag, 1. März, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Biester”

Wikipedia über “Biester” (deutsch, englisch, französisch), Ruth Rendell (deutsch, englisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 11. Februar: Blutige Hochzeit

Februar 11, 2019

Arte, 21.45

Blutige Hochzeit (Les noces rouges, Frankreich/Italien 1972)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

Pierre und Lucienne sind verliebt. Dummerweise sind beide unglücklich verheiratet und, ebenfalls dummerweise, ist er in der Loire-Kleinstadt ein sozialistischer Stadtrat und Luciennes Mann der Bürgermeister und ein Gaullist. Oh, und dummerweise kennt hier jeder jeden. Trotzdem will Pierre seine Frau umbringen.

Ein schon ewig nicht mehr gezeigter, auf einer wahren Begebenheit beruhender Chabrol-Klassiker, in dem er das französische Bürgertum attackiert.

Demnächst zeigt Arte einige weitere Chabrol-Fime. Nämlich „Biester“ (Sonntag, 17. Februar, 20.15 Uhr), „Der Schlachter“ (Montag, 18. Februar, 20.15 Uhr) und „Vor Einbruch der Nacht“ (Montag, 18. Februar, 21.45 Uhr).

mit Stéphane Audran, Michel Piccoli, Claude Piépiu, Clotilde Joano, Elinia De Santis, Francois Robert

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Blutige Hochzeit“

Wikipedia über „Blutige Hochzeit“ (deutsch, englisch, französisch)

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. März: Die untreue Frau

März 28, 2018

Arte, 22.45 (laut Arte-Homepage, müsste aber 21.55 Uhr sein, weil „Babettes Fest“ nur 100 Minuten dauert und danach nichts anderes angekündigt ist)

Die untreue Frau (La Femme infidéle, Frankreich/Italien 1968)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

Als Hommage an die am 27. März verstorbene Schauspielerin Stéphane Audran zeigt Arte heute um 20.15 Uhr „Babettes Fest“ und danach „Die untreue Frau“.

Charles glaubt, dass seine Frau Hélène ihn betrügt. Ein von ihm engagierte Privatdetektiv bestätigt Charles‘ Verdacht. Er besucht den Nebenbuhler und tötet ihn im Affekt. Wie wird seine Frau darauf reagieren?

Ein Chabrol-Klassiker

mit Stéphane Audran, Michel Bouquet, Maurice Ronet, Michel Duchaussoy, Guy Marly, Serge Bento

Hinweise

Arte über „Die untreue Frau“

Rotten Tomatoes über „Die untreue Frau“

Wikipedia über „Die untreue Frau“ (deutsch, englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. Februar: Betty

Februar 27, 2017

Arte, 21.55

Betty (Frankreich 1991, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Claude Chabrol

LV: Georges Simenon: Betty, 1960 (Betty)

Die vermögende Witwe Laure nimmt die Alkoholikerin Betty bei sich auf. Ein böser Fehler.

Chabrol übernimmt für seine Zustandsbeschreibung die Romanstruktur mit wenigen Ereignissen in der Gegenwart und vielen Rückblenden. Das ist oft schematisch, oft nahe an der Idee eines Filmes ohne Geschichte, und grandios gespielt.

Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Arte „Die Hölle“ (Frankreich 1994), ebenfalls von Claude Chabrol. Ebenfalls sehenswert.

Mit Marie Trintignant, Stéphane Audran

Wiederholung: Samstag, 11. März, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Betty“ (deutsch, englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. Februar: Die Brautjungfer

Februar 12, 2017

Arte, 22.00

Die Brautjungfer (Frankreich/Deutschland 2004, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Pierre Leccia, Claude Chabrol

LV: Ruth Rendell: The Briedesmaid, 1989 (Die Brautjungfer)

Auf der Hochzeitsfeier seiner Schwester verliebt sich Philippe in die Brautjungfer Senta. Ein böser Fehler, denn sie fordert von ihrem Liebhaber als Beweis seiner Liebe einen Mord.

Wie gewohnt seziert Chabrol auch in „Die Brautjungfer“ das Bürgertum. Hier konzentriert er sich auf eine fatale Liebesbeziehung und zeigt wieder einmal, wie schnell ganz normale Menschen bereit sind andere umzubringen. Natürlich ist „Die Brautjungfer“, trotz einer unglaubwürdigen Liebesbeziehung und der Konzentration auf zwei Personen, auf dem gewohnt hohen Standard seines Spätwerks

Mit Benoit Magimel, Laura Smet, Aurore Clément

Wiederholung: Dienstag, 14. Februar, 14.05 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Brautjungfer“

Wikipedia über „Die Brautjungfer“ (deutsch, englisch), Ruth Rendell (deutsch, englisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 9. August: Biester

August 9, 2016

ZDFkultur, 20.15
Biester (Frankreich/Deutschland 1995, Regie: Claude Chabrol)
Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff
LV: Ruth Rendell: A Judgment in Stone, 1977 (Urteil in Stein)
Die wohlhabenden Lelièvres schätzen Sophie als Hausmädchen. Dabei wissen sie nichts über ihre Perle. Ganz im Gegensatz zur Postbeamtin Jeanne.
Chabrols ruhiger Thriller blickt einmal mehr hinter die Kulissen der Provinz-Bourgeoisie. Der Ausgang seines „marxistischen Thrillers“ (Chabrol über Biester) ist letal. „Der sozialen Hinrichtung der Repräsentanten der Unterschicht folgt die körperliche Hinrichtung der Bourgeoisie. Das ist der totale Krieg zwischen den Klassen. Und Chabrol setzt ihn unverhüllt in Szene.“ (Fischer Film Almanach 1996)
Mit Isabelle Huppert, Sandrine Bonnaire, Jean-Pierre Cassel, Jacqueline Bisset

Wiederholung: Mittwoch, 10. August, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Biester”

Wikipedia über “Biester” (deutsch, englisch, französisch), Ruth Rendell (deutsch, englisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. April: Champagner-Mörder

April 4, 2016

Arte, 21.50

Champagner-Mörder (Frankreich 1966, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Claude Brûlé, Derek Prouse, Paul Gégauff

Der vermögende Playboy Paul leidet siet einem Unfall an Gedächtnisstörungen. Als er glaubt, während dieser Phasen mehrere Morde begangen zu haben, bittet er seine Cousine um Hilfe. Die sieht die Möglichkeit, so endlich an sein Vermögen zu kommen.

Ein selten gezeigter Chabrol und eine seiner internationalen Produktionen, die dann zwar mit Hollywood-Stars punkten, aber nie zu seinen stärksten Werken gehörten.

Chabrol, der Moralist und unnachgiebige Kritiker bürgerlicher Fassadenmalerei, huldigte hier seinen bevorzugten Regisseur Hitchcock und stülpte sich eine Maske über, die den Spötter ein wenig aus dem Gleichgewicht brachte. Ein Kuriosum.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

mit Anthony Perkins, Maurice Ronet, Yvonne Furneaux, Stéphane Audran, Suzanne Lloyd

Wiederholung: Mittwoch, 13. April, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Champagner Mörder“ (englisch, französisch)

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 12. Oktober: Hühnchen in Essig

Oktober 11, 2015

Arte, 20.15

Hühnchen in Essig (Frankreich 1985, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Dominique Roulet, Claude Chabrol

LV: Dominique Roulet: Un mort en trop, 1982 (Gegenmaßnahmen)

Inspektor Lavardin soll in einem kleinen Dorf einen Mord aufklären. Dabei ist er nicht besonders zimperlich.

Zynisches Porträt einer Provinzstadt und ihrer honorigen Bewohner, die alle mindestens ein Geheimnis haben. Aufgrund des Erfolges drehte Chabrol einen weiteren Lavardin-Spielfilm und es entstand eine kleine Fernsehreihe, die nicht mehr den gemeinen Humor des Originals hatte.

„Inspektor Lavardin ist (…) ein sorgfältiger Beobachter bourgeoiser Dekadenz, steht den Figuren mit galligem Sarkasmus gegenüber und scheint geradezu eine Schadenfreude daran zu haben, den ehrbaren Bürger eines Verbrechens zu überführen.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

„Dass alle Personen ihre Ziele mit radikalen Mitteln verfolgen (selbst die gutmütige Hélène stiehlt ungeniert Geld aus der Portokasse), schafft eine Art moralisches Niemandsland, und wie in dieser verkehrten Welt schließlich doch das Gute heranwächst, das verleiht ‚Hühnchen in Essig’ (Poulet au vinaigre) trotz des burlesken Grundtons märchenhafte Züge, darin vergleichbar mit ‚Der Riss’ (La rupture).“ (Claude Chabrol, Hanser Reihe Film 5)

Mit Jean Poiret, Stéphane Audran, Michel Bouquet, Caroline Cellier

Wiederholung: Dienstag, 13. Oktober, 14.00 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Hühnchen in Essig”

Wikipedia über “Hühnchen in Essig”

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. September: Inspektor Lavardin oder Die Gerechtigkeit

September 20, 2015

Arte, 20.15
Inspektor Lavardin oder Die Gerechtigkeit (Frankreich/Schweiz 1986, Regie: Claude Chabrol)
Drehbuch: Claude Chabrol, Dominique Roulet
In der Bretagne wird die nackte Leiche eines Schriftstellers gefunden. Inspektor Lavardin soll den Fall aufklären.
Nach dem Erfolg des ersten Lavardin-Filmes „Hühnchen in Essig“ entschloß sich Chabrol einen zweiten Film mit Lavardin zu drehen. Dominique Roulet, der die Vorlage zu dem ersten Film schrieb, arbeitete am Drehbuch mit und schrieb die Dialoge.
Chabrol zum Film: „Während Hühnchen in Essig die Adaption eines Romans war, ist Inspektor Lavardin ein freieres Spiel der Fantasie um diesen Helden herum. Ich habe meine eigene Welt und meine Ticks wiedergefunden, Voyeurismus und Heuchelei – das eine ist die Kehrseite des anderen – in den kleinen Provinzstädten, das ist eine kleine Welt, die mir gehört: mit der homosexuellen lustigen Witwe oder dem verlogenen katholischen Schriftsteller, die sehr wohl meine Geschöpfe sind.“ Und Inspektor Lavardin sorgt mit seinem eigenwilligen Gerechtigkeitssinn für eine Lösung.
Ein galliges Vergnügen
Mit Jean Poiret, Jean-Claude Brialy, Bernadette Lafont, Jean-Luc Bideau, Jacques Dacqmine
Wiederholung: Montag, 21. September, 14.00 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Inspektor Lavardin oder Die Gerechtigkeit“ (englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. August: Biester

August 10, 2015

ZDFkultur, 20.15/23.40
Biester (Frankreich/Deutschland 1995, Regie: Claude Chabrol)
Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff
LV: Ruth Rendell: A Judgment in Stone, 1977 (Urteil in Stein)
Die wohlhabenden Lelièvres schätzen Sophie als Hausmädchen. Dabei wissen sie nichts über ihre Perle. Ganz im Gegensatz zur Postbeamtin Jeanne.
Chabrols ruhiger Thriller blickt einmal mehr hinter die Kulissen der Provinz-Bourgeoisie. Der Ausgang seines „marxistischen Thrillers“ (Chabrol über Biester) ist letal. „Der sozialen Hinrichtung der Repräsentanten der Unterschicht folgt die körperliche Hinrichtung der Bourgeoisie. Das ist der totale Krieg zwischen den Klassen. Und Chabrol setzt ihn unverhüllt in Szene.“ (Fischer Film Almanach 1996)
Mit Isabelle Huppert, Sandrine Bonnaire, Jean-Pierre Cassel, Jacqueline Bisset

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Biester”

Wikipedia über “Biester” (deutsch, englisch, französisch), Ruth Rendell (deutsch, englisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. Mai: Biester

Mai 19, 2015

ZDFkultur, 22.20
Biester (Frankreich/Deutschland 1995, Regie: Claude Chabrol)
Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff
LV: Ruth Rendell: A Judgment in Stone, 1977 (Urteil in Stein)
Die wohlhabenden Lelièvres schätzen Sophie als Hausmädchen. Dabei wissen sie nichts über ihre Perle. Ganz im Gegensatz zur Postbeamtin Jeanne.
Chabrols ruhiger Thriller blickt einmal mehr hinter die Kulissen der Provinz-Bourgeoisie. Der Ausgang seines „marxistischen Thrillers“ (Chabrol über Biester) ist letal. „Der sozialen Hinrichtung der Repräsentanten der Unterschicht folgt die körperliche Hinrichtung der Bourgeoisie. Das ist der totale Krieg zwischen den Klassen. Und Chabrol setzt ihn unverhüllt in Szene.“ (Fischer Film Almanach 1996)
Mit Isabelle Huppert, Sandrine Bonnaire, Jean-Pierre Cassel, Jacqueline Bisset

Wiederholung: Mittwoch, 20. Mai, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Biester“

Wikipedia über „Biester“ (deutsch, englisch, französisch), Ruth Rendell (deutsch, englisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 23. November: Masken

November 23, 2014

Tele5, 00.55

Masken (Frankreich 1987, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Odile Barski, Claude Chabrol

Der Pariser Journalist Roland Wolf will den berühmten, für seine Wohltätigkeit bekannten Showmaster Christian Legagneur auf dessen Landsitz interviewen. Dabei blickt er hinter Legagneurs Fassade. Außerdem will Wolf herausfinden, was dort mit seiner Schwester geschah.

„Die Deformation beim Tanz um das goldene Kalb, die behaglich rosa getönte Fassade von Habgier und rücksichtsloser Menschenverachtung, die Verlogenheit in den Unterhaltungsmedien. Typische Themen in Chabrols Oeuvre, das mit diesem Film um ein unterhaltsames Meisterwerk reicher geworden ist.“ (Fischer Film Almanach 1988)

…das nur alle Jubeljahre im Fernsehen gezeigt wird.

Mit Philippe Noiret, Robin Renucci, Bernadette Lafont, Monique Chaumette

Hinweise

Wikipedia über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 16. November: Hühnchen in Essig

November 15, 2014

Tele 5, 00.10

Hühnchen in Essig (Frankreich 1985, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Dominique Roulet, Claude Chabrol

LV: Dominique Roulet: Un mort en trop, 1982 (Gegenmaßnahmen)

Inspektor Lavardin soll in einem kleinen Dorf einen Mord aufklären. Dabei ist er nicht besonders zimperlich.

Zynisches Porträt einer Provinzstadt und ihrer honorigen Bewohner, die alle mindestens ein Geheimnis haben. Aufgrund des Erfolges drehte Chabrol einen weiteren Lavardin-Spielfilm und es entstand eine kleine Fernsehreihe, die nicht mehr den gemeinen Humor des Originals hatte.

„Inspektor Lavardin ist (…) ein sorgfältiger Beobachter bourgeoiser Dekadenz, steht den Figuren mit galligem Sarkasmus gegenüber und scheint geradezu eine Schadenfreude daran zu haben, den ehrbaren Bürger eines Verbrechens zu überführen.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

„Dass alle Personen ihre Ziele mit radikalen Mitteln verfolgen (selbst die gutmütige Hélène stiehlt ungeniert Geld aus der Portokasse), schafft eine Art moralisches Niemandsland, und wie in dieser verkehrten Welt schließlich doch das Gute heranwächst, das verleiht ‚Hühnchen in Essig’ (Poulet au vinaigre) trotz des burlesken Grundtons märchenhafte Züge, darin vergleichbar mit ‚Der Riss’ (La rupture).“ (Claude Chabrol, Hanser Reihe Film 5)

Mit Jean Poiret, Stéphane Audran, Michel Bouquet, Caroline Cellier

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Hühnchen in Essig“

Wikipedia über „Hühnchen in Essig“

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. August: Die verrückten Reichen

August 20, 2014

Für den Videorecorder:

ARD, 02.25

Die verrückten Reichen (Frankreich/Deutschland/Italien 1975, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Claude Chabrol, Norman Enfield

LV: Lucie Faure: Le Malheur fou, 1970

Ami-Autor William Brandeis und dessen Gattin Claire nehmen am oberflächlichen Gesellschaftleben teil und betrügen sich gegenseitig. Als sie auf Claire Wunsch in ein Landhaus ziehen, bröckelt der Schein.

Ein eher schwacher Chabrol, der ziemlich schnell aus dem Gedächtnis verschwindet.  Trotz der zahlreichen parodistischen Elemente und Slapstick-Ästhetik.

Interessant ist „Die verrückten Reichen“ wegen des Aufwandes: große Besetzung bis in die Nebenrollen und reale Ausstattung (die Türen des Studioapartments sind aus massivem Holz). Das war wegen des kanadischen Filmfinanzierungssystem möglich.

Mit Bruce Dern, Stéphane Audran, Sydney Rome, Jean-Pierre Cassel, Ann Margaret, Maria Schell, Charles Aznavour, Curd Jürgens, Tomas Milan, Sybil Danning, Claude Chabrol (als Mann im Verlagsbüro)

Hinweise

Wikipedia über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Kriminalakte: Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 17. August: Blutsverwandte

August 16, 2013

MDR, 00.00

Blutsverwandte (F/Can 1977, R.: Claude Chabrol)

Drehbuch: Claude Chabrol, Sydney Banks

LV: Ed McBain: Blood relatives, 1975 (Blutschwestern)

Carella vom 87. Revier untersucht den Überfall auf die 15-jährige Patricia und den Mord an ihrer Cousine.

Chabrol inszenierte eine hochkarätig besetzte, psychologische Kriminalgeschichte. Ein selten gezeigter Film

Mit Donald Sutherland, Stéphane Audran, Donald Pleasence, David Hemmings

Hinweise

Homepage von Ed McBain

Meine Besprechung des von Ed McBain herausgegebenen Buches „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions)

Meine Besprechung von Ed McBains „Die Gosse und das Grab“ (The Gutter and the Grave, 2005, Originalausgabe: Curt Cannon: I’m Cannon – For Hire, 1958)

Wikipedia über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Kriminalakte: Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 3. Juli: Die Hölle von Henri-Georges Clouzot

Juli 3, 2013

BR, 23.05

Die Hölle von Henri-Georges Clouzot (Fr 2009, R.: Serge Bromberg, Rucandra Medrea)

Drehbuch: Serge Bromberg

Spielfilmlange Doku über den Spielfilm „Die Hölle“ von Henri-Georges Clouzot („Lohn der Angst“, „Die Teuflischen“) mit Romy Schneider und Serge Reggiani. Der Dreh wurde nach wenigen Wochen abgebrochen und die wenigen Aufnahmen verschwanden im Archiv.

1994 verfilmte Claude Chabrol Clouzots Drehbuch.

Die Hölle von Henri-Georges Clouzot“ gewann den César als beste Dokumentation.

mit Romy Schneider, Serge Reggiani, Henri-Georges Clouzot

Hinweise

Wikipedia über „Die Hölle“ (deutsch, englisch, französisch)

BR über „Die Hölle von Henri-Georges Clouzot“

Schnitt über “Die Hölle von Henri-Georges Clouzot”


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