TV-Tipp für den 6. Februar: Nachtschicht: Reise in den Tod

Februar 6, 2020

ZDFneo, 21.45

Nachtschicht: Reise in den Tod (Deutschland 2012)

Regie: Lars Becker

Drehbuch: Lars Becker

Während einer Polizeikontrolle verliert ein Schleuser einen Teil seiner aus Afrika kommenden Fracht, eine aus Afrika kommende Hausangestellte beschwert sich bei der Polizei über ihre Arbeitgeber und das bewährte „Nachtschicht“-Team erlebt wieder eine unruhige Nacht, in der alles mit allem zusammen hängt.

Das Lexikon des internationalen Films meint: „Dicht inszenierter und gut gespielter (Fernseh-)Kriminalfilm.“ Besser hätte ich es auch nicht sagen können.

Ach ja: gewohnt gut besetzt.

mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Götz George, Jeanette Hain, Peter Kremer, Hadnet Tesfai, Dominique Siassia, Clemens Schick, Filip Peeters, Christian Redl, Jan-Gregor Kremp

Hinweise

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. Dezember: Das finstere Tal

Dezember 19, 2019

3sat, 22.25
Das finstere Tal (Österreich/Deutschland 2013)
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Martin Ambrosch, Andreas Prochaska
LV: Thomas Willmann: Das finstere Tal, 2010
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reitet ein einsamer Fremder in ein abgelegenes Alpental, das von dem Patriarchen Brenner und seinen Söhnen beherrscht wird. Der Fremde will, so sagt er, über den Winter bleiben und fotografieren. Schon bald sterben die Leute.
Äußerst gelungener Alpenwestern. Während der Roman mehr in Richtung Ludwig Ganghofer geht, geht der Film mehr in Richtung Sergio Leone.
mit Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer, Clemens Schick, Erwin Steinhauer, Hans-Michael Rehberg, Carmen Gratl, Helmuth A. Häusler, Martin Leutgeb, Florian Brückner

Die lesenswerte Vorlage

Willmann - Das finstere Tal - 2

Thomas Willmann: Das finstere Tal
Ullstein, 2014
320 Seiten
9,99 Euro

Erstausgabe
Liebeskind, 2010

Hinweise

Perlentaucher über den Roman „Das finstere Tal“

Film-Zeit über „Das finstere Tal“

Moviepilot über „Das finstere Tal“

Wikipedia über „Das finstere Tal“

Meine Besprechung von Andreas Proschaskas „Das finstere Tal“ (Österreich/Deutschland 2013)


TV-Tipp für den 28. Dezember: Das finstere Tal

Dezember 28, 2018

ZDF, 00.25
Das finstere Tal (Österreich/Deutschland 2013)
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Martin Ambrosch, Andreas Prochaska
LV: Thomas Willmann: Das finstere Tal, 2010
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reitet ein einsamer Fremder in ein abgelegenes Alpental, das von dem Patriarchen Brenner und seinen Söhnen beherrscht wird. Der Fremde will, so sagt er, über den Winter bleiben und fotografieren. Schon bald sterben die Leute.
Äußerst gelungener Alpenwestern. Während der Roman mehr in Richtung Ludwig Ganghofer geht, geht der Film mehr in Richtung Sergio Leone.
mit Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer, Clemens Schick, Erwin Steinhauer, Hans-Michael Rehberg, Carmen Gratl, Helmuth A. Häusler, Martin Leutgeb, Florian Brückner

Die lesenswerte Vorlage

Willmann - Das finstere Tal - 2

Thomas Willmann: Das finstere Tal
Ullstein, 2014
320 Seiten
9,99 Euro

Erstausgabe
Liebeskind, 2010

Hinweise

Homepage zum Film

Perlentaucher über „Das finstere Tal“

Film-Zeit über „Das finstere Tal“

Moviepilot über „Das finstere Tal“

Wikipedia über „Das finstere Tal“

Meine Besprechung von Andreas Proschaskas „Das finstere Tal“ (Österreich/Deutschland 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Renegades – Mission of Honor“ ist diese Schatzsuche

Juni 28, 2018

Renegades – Mission of Honor“ ist der mehr oder weniger neue Film aus Luc Bessons Filmfabrik und, wie man es von ihm gewohnt ist, hat er am Drehbuch mitgeschrieben. Die Regie übernahm dieses Mal „Storm Hunters“- und „Final Destination 5“-Regisseur Steven Quale. Die Geschichte ist, wie man es von Besson gewohnt ist, eine sattsam bekannte Geschichte, die er mit viel Action und Humor einfach noch einmal präsentiert und sich dabei nicht sonderlich um Originalität und Plausibilität bemüht. Denn sonst müsste man in diesem Fall überlegen, warum die Nazis 1944 einen Goldschatz und wertvolle Gemälde aus Deutschland nach Jugoslawien befördern. Die Fahrt der Deutschen endet in einem Dorf in der Nähe von Sarajewo. Dort wird der Staudamm gesprengt und das Dorf befindet sich fortan auf dem Grund eines Sees. Die Goldbarren ebenso.

1995 werden fünf Navy Seals nach einem in Sarajewo etwas aus dem Ruder gelaufenem Einsatz vom Dienst suspendiert. Anstatt ihren Auftrag still und heimlich zu erledigen, verballerten sie etliche Magazine und zerstörten mit einem geklauten Panzer, den sie auch als U-Boot benutzten, die kriegsversehrte Stadt weiter.

Während ihrer freien Tage erzählt ihnen die Einheimische Lara von dem Schatz, der seit einem halben Jahrhundert auf dem Boden des Sees liegt und der beim Wiederaufbau des Landes eine entscheidende Rolle spielen könnte.

Die Navy-Seals Matt, Stanton, Ben, Jackson und Duffy wollen ihr helfen und anschließend die Beute fifty-fifty teilen.

Das ist ein Unterschied zu den bekannten Vorbildern von „Renegades – Mission of Honor“. In „Stoßtrupp Gold“ (Kelly’s Heroes, USA 1970) und „Die Glorreichen“ (Les Morfalous, Frankreich/Tunesien 1983) wollten die Soldaten die Goldbarren für sich. Ein weiterer Unterschied ist, dass diese prominent besetzten Filme vom Anfang bis zum Ende Action und Humor haben. „Renegades – Mission of Honor“ hat Action nur am Anfang und danach in homöopathischen Dosen. Humor ist ebenfalls dünn gesät. Da helfen auch nicht die wenigen, kurzen Auftritte von J. K. Simmons als cholerischen Vorgesetzten mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Er poltert zunächst pflichtgemäß und lobt seine Jungs anschließend. Immerhin stimmt das Ergebnis des Einsatzes.

Renegades – Mission of Honor“ ist nicht das versprochene wirklichkeitsferne Actionfeuerwerk, sondern ein ziemlicher Langweiler, der nie auch nur versucht, sein Potential auszuschöpfen.

Da war „Das A-Team“ unterhaltsamer.

Gedreht wurde „Renegades – Mission of Honor“ bereits im Frühjahr 2015 im Studio Babelsberg, Belgien, Malta und Kroatien und danach mehrmals angekündigt. Letztendlich hatte der Film am 31. August 2017 in Taiwan seine Premiere. In Frankreich soll er am 29. August starten.

Renegades – Mission of Honor (Renegades, Frankreich/Deutschland 2017)

Regie: Steven Quale

Drehbuch: Richard Wenk, Luc Besson

mit J. K. Simmons, Sullivan Stapleton, Clemens Schick, Sylvia Hoeks, Charlie Bewley, Joshua Henry, Diarmaid Murtagh, Dimitri Leonidas, Ewen Bremner

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Moviepilot über „Renegades“

Metacritic über „Renegades“

Rotten Tomatoes über „Renegades“

Wikipedia über „Renegades“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Quales „Storm Hunters“ (Into the Storm, USA 2014)


TV-Tipp für den 20. Juli: Das finstere Tal

Juli 20, 2017

3sat, 22.25
Das finstere Tal (Österreich/Deutschland 2013)
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Martin Ambrosch, Andreas Prochaska
LV: Thomas Willmann: Das finstere Tal, 2010
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reitet ein einsamer Fremder in ein abgelegenes Alpental, das von dem Patriarchen Brenner und seinen Söhnen beherrscht wird. Der Fremde will, so sagt er, über den Winter bleiben und fotografieren. Schon bald sterben die Leute.
Äußerst gelungener Alpenwestern. Während der Roman mehr in Richtung Ludwig Ganghofer geht, geht der Film mehr in Richtung Sergio Leone.
mit Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer, Clemens Schick, Erwin Steinhauer, Hans-Michael Rehberg, Carmen Gratl, Helmuth A. Häusler, Martin Leutgeb, Florian Brückner

Die lesenswerte Vorlage

Willmann - Das finstere Tal - 2

Thomas Willmann: Das finstere Tal
Ullstein, 2014
320 Seiten
9,99 Euro

Erstausgabe
Liebeskind, 2010

Hinweise

Homepage zum Film

Perlentaucher über „Das finstere Tal“

Film-Zeit über „Das finstere Tal“

Moviepilot über „Das finstere Tal“

Wikipedia über „Das finstere Tal“

Meine Besprechung von Andreas Proschaskas „Das finstere Tal“ (Österreich/Deutschland 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Overdrive“ – röhrende Motoren, hübsche Jungs, hübsche Mädels

Juni 29, 2017

Andrew Foster (Scott Eastwood) und sein Halbbruder Garrett (Freddie Thorp), der nervende Sidekick, sind Autofanatiker und professionelle Autodiebe. Bevorzugt klauen sie im „Fast & Furious“-Stil die besonders teuren Autos, die locker für einige Millionen verkauft werden.

In Südfrankreich verärgern sie mit einem Autodiebstahl die lokale Gangstergröße Jacomo Morier (Simon Abkarian). Er will sie, nach einer dieser pompösen Bösewichtreden, umbringen. Sie schlagen ihm den Diebstahl von wertvollen Autos aus dem Anwesen von seinem Erzfeind Max Klemp (Clemens Schick), einem wirklich, wirklich bösem deutschen Verbrecher, vor. Morier gibt ihnen nur wenige Stunden für die Planung und Ausführung des extrem schwierigen Diebstahls, für den sie einige örtliche Verbrecher anheuern müssen.

Auf den ersten Blick sieht „Overdrive“ wie ein weiteres Werk aus Luc Bessons kommerziell erfolgreicher Firma aus: Frankreich, vor allem das fotogene Südfrankreich, als Handlungsort, eine vertraute Geschichte, viel Action und ein bekannter, aber bezahlbarer Hollywood-Star. Der heißt in diesem Fall Scott Eastwood. Er war zuletzt in „Fast & Furious 8“ (The Fate of the Furious) als Little Nobody der willkommene Watschenmann. Er ist ein Sohn von Clint Eastwood. Und in „Overdrive“ soll er als Hauptdarsteller seinem Vater möglichst ähnlich sehen. Darum muss er durchgehend wie ein junger Clint Eastwood aussehen. Aber er hat nicht das Charisma seines Vaters. In „Overdrive“ hat er noch nicht einmal das Charisma eines Brötchens vom Vortag.

Die Story der von Antonio Negret inszenierten Actionplotte ist von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur haarsträubend abstrus. Das beginnt mit dem ersten Autodiebstahl der Foster-Brüder. Andrew will aus einem auf einer Autobahn fahrendem LKW einen sehr wertvollen Oldtimer stehlen. Der Diebstahl ist dann eine Actionsause, die es nur darauf anlegt, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen und es billigend in Kauf nimmt, dass der Oldtimer als ein Haufen Schrott endet. Wobei schon ein Kratzer oder eine Beule den Wert des Autos drastisch minimieren würde.

Später gibt es dann noch einige Überraschungen, die überraschend wären, wenn man sich wenigstens für einen Charakter interessieren würde. Wobei diese „Überraschungen“ im Rahmen eines Heist-Movies auch gar nicht so überraschend sind. Betrug, Verrat und Doppelspiele sind ein essentieller Bestandteil ihrer DNA. Um den Genrefan zu unterhalten, müssen sie einfach nur richtig ausgespielt werden. In „Overdrive“ wird das noch nicht einmal im Ansatz versucht.

Aber in einem Besson-Film fragt man ja auch nie nach der Logik oder einer feinsinnig durchdachten Geschichte. Solange die ganze Schose Spaß macht, war, siehe „The Transporter“, alles in Ordnung.

Und genau der fehlt in „Overdrive“. Denn „Overdrive“ ist kein Besson-Film. Da hilft auch nicht die Beteiligung von „96 Hours – Taken“-Regisseur Pierre Morel als einer der Produzenten. Er kommt aus Bessons Actionschmiede. Wobei unklar ist, wie sehr Morel trotz Produzentennennung in den jetzigen Film involviert ist. Als die Verfilmung des Drehbuchs von Michael Brandt und Derek Haas („Todeszug nach Yuma“, „Wanted“ [beide Male mit einem weiteren Autor]) im Mai 2011 angekündigt war, wurde Morel als Produzent und Antonio Negret als Regisseur genannt. Seitdem ging der Film durch einige Hände und etliche bekannte Schauspieler waren als Hauptdarsteller im Gespräch.

Regisseur Antonio Negret inszenierte die letzten Jahre Episoden für Serien wie „The Flash“, „Arrow“, „Lethal Weapon“ und „MacGyver“. Und wie ein x-beliebiges Auftragswerk, das man mit minimalem persönlichem Einsatz herunterreißt, wirkt der gesamte Film. Die Teile sind da, aber es fehlt die Besson-Essenz. Selbst in den vielen schlechten, beliebigen, austauschbaren, hemmungslos von Klassikern und Kinohits mehr schlecht als recht stehlenden Besson-Filmen, die hier nicht genannt werden müssen, weil sie ja allgemein bekannt sind, vermitteln Besson als Produzent (seltener als Regisseur) und seine wechselnden Regisseure immer auch ein Gefühl von Dringlichkeit und von Freude am Werk. Sie treten auf, als sei der Film ein Meisterwerk und der beste Film, den man für sein Geld sehen kann. Immer ist auch eine ehrliche, kindische Begeisterung für den Film spürbar.

Und genau dieses Engagement vermisst man bei „Overdrive“. Dann wäre es immer noch kein guter Film, aber ein vergnüglicher Film, der einen mit schönen Landschaften, schönen Autos, schonen Menschen, lauter Action und Klischees über französische Verbrecher unterhält. Man könnte sich sogar über den Film ärgern.

Bei „Overdrive“ langweilt man sich nur.

Overdrive (Overdrive, Frankreich/USA 2017)

Regie: Antonio Negret

Drehbuch: Michael Brandt, Derek Haas

mit Scott Eastwood, Freddie Thorp, Clemens Schick, Ana de Armas, Gaia Weiss, Simon Abkarian

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Overdrive“

Metacritic über „Overdrive“

Rotten Tomatoes über „Overdrive“

Wikipedia über „Overdrive“ 


TV-Tipp für den 12. Januar: Nachtschicht: Reise in den Tod

Januar 12, 2017

ZDFneo, 20.15
Nachtschicht: Reise in den Tod (Deutschland 2012, Regie: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
Während einer Polizeikontrolle verliert ein Schleuser einen Teil seiner aus Afrika kommenden Fracht, eine aus Afrika kommende Hausangestellte beschwert sich bei der Polizei über ihre Arbeitgeber und das bewährte „Nachtschicht“-Team erlebt wieder eine unruhige Nacht, in der alles mit allem zusammen hängt.
Das Lexikon des internationalen Films meint: „Dicht inszenierter und gut gespielter (Fernseh-)Kriminalfilm.“ Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
Ach ja: gewohnt gut besetzt.
mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Götz George, Jeanette Hain, Peter Kremer, Hadnet Tesfai, Dominique Siassia, Clemens Schick, Filip Peeters, Christian Redl, Jan-Gregor Kremp

Wiederholung: Freitag, 13. Januar, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

ZDF über „Nachtschicht: Wir sind alle keine Engel“

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


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