TV-Tipp für den 15. Januar: Selma

Januar 15, 2018

Nach der Mitternachtspremiere des Films am Samstag, läuft „Selma“ heute zu einer guten Uhrzeit (für Normalsterbliche)

One, 20.15

Selma (Selma, USA/Großbritannien 2014)

Regie: Ava DuVernay

Drehbuch: Paul Webb

Mit friedlichen Protestmärschen will Dr. Martin Luther King 1965 in Selma, Alabama, für das allgemeine Wahlrecht kämpfen. Denn dort ist die Diskriminierung der Afroamerikaner besonders deutlich. Und dort eskaliert die Situation in auch von King ungeahnter Weise. Ein Diakon wird von Weißen erschlagen. Auf der Edmund Pettus Bridge werden die friedlich Demonstrierenden mit Tränengas und nackter Gewalt zurückgedrängt. Die Bilder wurden im Fernsehen ausgestrahlt. An dem Abend schlagen Klu-Klux-Klan-Mitglieder drei weiße Geistliche zusammen. Einer stirbt an den Verletzungen.

Der dritte Versuch, friedlich von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama, zu marschieren wird dann zwischen dem 21. und 25. März 1965 zu einem Triumphzug für die Bürgerrechtsbewegung.

Das grandiose und wichtige Drama/Biopic „Selma“ setzt King und seinen Mitkämpfern ein würdiges Denkmal. DuVernays Film wurde von der Kritik abgefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit

Wiederholung: One, Samstag, 20. Januar, 23.10 Uhr

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Selma“
Moviepilot über „Selma“
Metacritic über „Selma“
Rotten Tomatoes über „Selma“
Wikipedia über „Selma“ (deutsch, englisch) und Martin Luther King (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Ava DuVernays „Selma“ (Selma, USA/Großbritannien 2014 – mit etlichen YouTube-Clips) und der DVD

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TV-Tipp für den 13. Januar: Selma

Januar 13, 2018

ARD, 23.55

Selma (Selma, USA/Großbritannien 2014)

Regie: Ava DuVernay

Drehbuch: Paul Webb

Mit friedlichen Protestmärschen will Dr. Martin Luther King 1965 in Selma, Alabama, für das allgemeine Wahlrecht kämpfen. Denn dort ist die Diskriminierung der Afroamerikaner besonders deutlich. Und dort eskaliert die Situation in auch von King ungeahnter Weise. Ein Diakon wird von Weißen erschlagen. Auf der Edmund Pettus Bridge werden die friedlich Demonstrierenden mit Tränengas und nackter Gewalt zurückgedrängt. Die Bilder wurden im Fernsehen ausgestrahlt. An dem Abend schlagen Klu-Klux-Klan-Mitglieder drei weiße Geistliche zusammen. Einer stirbt an den Verletzungen.

Der dritte Versuch, friedlich von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama, zu marschieren wird dann zwischen dem 21. und 25. März 1965 zu einem Triumphzug für die Bürgerrechtsbewegung.

Heute ist die TV-Premiere eines grandiosen und wichtigen Films zu einer unsäglichen Uhrzeit nach einer unerträglichen Sendung mit Überlänge („Schlagerchampions“ – würg).

Selma“ setzt King und seinen Mitkämpfern ein würdiges Denkmal.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit David Oyelowo, Tom Wilkinson, Tim Roth, Cuba Gooding Jr., Alessandro Nivola, Carmen Ejogo, Lorraine Toussaint, Ophrah Winfrey, Tessa Thompson, Giovanni Ribisi, Common, Dylan Baker, Wendell Pierce, Stan Houston

Wiederholungen

One, Montag, 15. Januar, 20.15 Uhr

One, Samstag, 20. Januar, 23.10 Uhr

Hinweise
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Film-Zeit über „Selma“
Moviepilot über „Selma“
Metacritic über „Selma“
Rotten Tomatoes über „Selma“
Wikipedia über „Selma“ (deutsch, englisch) und Martin Luther King (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Ava DuVernays „Selma“ (Selma, USA/Großbritannien 2014 – mit etlichen YouTube-Clips) und der DVD


DVD-Kritik: „John Wick: Kapitel 2“: Viele Leichen, Regeln und die Ehre unter Dieben

Juli 3, 2017

Vor drei Jahren war „John Wick“ ein Überraschungserfolg mit einem offenem Ende. Man konnte darüber diskutieren, ob er überlebt oder stirbt.

Er überlebte und in den ersten Minuten von „John Wick: Kapitel 2“ erledigt er einige weitere Schergen von Abram Tarasov und Tarasov. Sein Sohn hat in „John Wick“ Wicks Hund getötet und seinen 1969er Ford Mustang March 1 gestohlen. Wick, ein sich im Ruhestand befindender Über-Profikiller, begab sich auf eine Rachemission.

Jetzt, nachdem sie erledigt ist, will er endgültig seinen Ruhestand genießen. Deshalb lehnt er auch den mit einer Schuldmünze (Marker im Original) bekärftigten Auftrag von Santino D’Antonio ab. Dabei ist Wick durch den Kodex der Profikillervereinigung, zu der er gehört, verpflichtet, den Auftrag anzunehmen. Und hier kommen wir zu einem Problem des Films: John Wick muss sich mehrmals vollkommen unlogisch verhalten. Jedenfalls solange man ihm keinen verkappten Todeswunsch unterstellt. Das geschieht am Ende des Films, wenn das dritte Kapitel vorbereitet wird, wieder. Denn wieder verstößt er bewusst gegen eine der fundamentalen Regeln des Ordens. Und wieder muss der intelligente Killer sich unglaublich dumm verhalten.

Nachdem Wick den D’Antonios Auftrag ablehnt, zerstört dieser Wicks Haus. Angesichts der nach den Ordensregeln möglichen Bestrafung (D’Antonio dürfte Wick töten) ist das eine sehr milde Strafe. Der Obdachlose Wick übernimmt dann den Auftrag und fliegt nach Rom, um D’Antonios Schwester Gianna zu töten.

Sie nimmt ihm durch einen Suizid die Arbeit ab. Dennoch tötet er sie mit einem Kopfschuss (keine Ahnung warum) und, schon in Rom, kämpft er gegen D’Antonios Schergen, die ihn töten wollen.

Zurück in New York eskaliert der Kampf.

In „John Wick: Kapitel 2“, wieder geschrieben von David Kolstad und inszeniert von Chad Stahelski, einem Stuntman und Second Unit Director (zuletzt „Captain America: Civil War“), ist alles eine Spur größer als in „John Wick“. In diesem Fall gibt es einen willkommen Ausflug nach Rom und etliche Action-Set-Pieces in großen Locations mit vielen Statisten. Die schon im ersten Film etablierte Welt von John Wick wird liebevoll um einige weitere Details ergänzt. Es ist die Welt von Geheimgesellschaften, Verbindungen und Organisationen, die sich an ein jahrhundertelanges Regelwerk halten und so nur in Pulp-Romanen oder Comics existieren. Auch der Bildaufbau (Kamera: Dan Laustsen [„Crimson Peak“]) orientiert sich immer wieder gelungen an Comic-Panels. Im Finale wird auch die legendäre Spiegelkabinett-Szene aus dem Noir-Klassiker „Die Lady von Shanghai“ gelungen zitiert.

Und, wie im ersten Film gibt es etliche Actionszenen, in denen man die Stuntmänner bei der Arbeit beobachten kann. Neben den üblichen Kämpfen mit Fäusten, Messern, Schusswaffen und Autos gibt es, in Rom, auch einen langen Kampf, in dem John Wick und sein Gegner miteinander kämpfend eine Steintreppe hinunterrollen. Staheski inszeniert die Actionszenen wieder mit wenigen Schnitten.

Insgesamt ist „John Wick: Kapitel 2“ eine gute Fortsetzung, die mit einigen Storyschwächen (wenn Wick gegen die Regeln des Ordens der Auftragskiller verstößt) zu kämpfen hat. Aber die Action und die prägnanten Auftritte von bekannten Schauspielern, wie, dieses Mal, Franco Nero und Laurence Fishburne, reißt es dann heraus.

Ein drittes „John Wick“-Kapitel ist angesichts der positiven Resonanz und des überzeugenden Einspiels schon beschlossen. Es ist nur unklar, wann die Dreharbeiten beginnen.

Das Bonusmaterial der DVD besteht aus einem Audiokommentar von Chad Stahelski und Keanu Reeves und zwei Featurettes, die es auf insgesamt knapp neun Minuten Laufzeit bringen. Für die Blu-ray sind über siebzig Minuten Bonusmaterial angekündigt.

John Wick: Kapitel 2 (John Wick: Chapter 2, USA 2017)

Regie: Chad Stahelski

Drehbuch: Derek Kolstad

mit Keanu Reeves, Riccardo Scamarcio, Ian McShane, Ruby Rose, Common, Claudia Gerini, Lance Reddick, Laurence Fishburne, John Leguizamo, Bridget Moynahan, Franco Nero, Peter Stormare

DVD

Concorde Home Entertainment

Bild: 2,39:1 816:9)

Ton: Deutsch (Doly Digital 5.1, Dolby Digital 2.0, DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Audiokommentar von Keanu Reeves und Regisseur Chad Stahelski, RetroWick: Der unerwartete Erfolg von „John Wick“ (Featurette), Die Verbrecherwelt des John Wick (Featurette), Deutscher und Original-Kinotrailer

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „John Wick: Kapitel 2“

Metacritic über „John Wick: Kapitel 2“

Rotten Tomatoes über „John Wick: Kapitel 2“

Wikipedia über „John Wick: Kapitel 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Chad Staheskis „John Wick“ (John Wick, USA 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: Jetzt muss die „Suicide Squad“ die Welt retten

August 18, 2016

Suicide Squad“ zeigt fast schon exemplarisch die Möglichkeiten und Grenzen einer Comicverfilmung, die im Film möglichst genau einen Comic imitieren will. Denn viel näher als in „Suicide Squad“ kann ein Spielfilm einem Comic kaum kommen und in fast jedem Bild zeigen, dass Film und Comic zwei vollkommen verschiedene Medien sind. Was in dem einen Medium problemlos funktioniert, funktioniert in dem anderen nicht.

Beginnen wir mit der Geschichte. Die titelgebende „Suicide Squad“ sind eine Gruppe von Schurken, die von der Regierung erpresst werden, gegen andere Schurken und mehr oder weniger irdische Bedrohungen in Selbstmordmissionen vorzugehen. Es sind die im Hochsicherheitsgefängnis einsitzenden Schwerverbrecher Deadshot, Harley Quinn (die Freundin von dem Joker), Diablo, Killer Croc und Captain Boomerang – und kundige Comicleser kennen sie aus verschiedenen DC-Comics. Dort erscheinen auch die Geschichten von Superman und Batman.

Diese Prämisse erinnert natürlich an Robert Aldrichs Kriegsfilmklassiker „Das dreckige Dutzend“. Aber während Aldrich uns mit den zum Tode verurteilten Straftätern, die mit der Aussicht auf Begnadigung zu einer Selbstmordmission gezwungen werden, bekannt macht, wir jeden von ihnen als Individuum kennen lernen, wir sehen, wie aus den Individualisten eine Gruppe wird und wir bei der Schlacht am Filmende jeden Tod bedauern, führt David Ayer (zuletzt der Kriegsfilm „Herz aus Stahl“) die Charaktere arg hastig, teils mit Standbild, Mini-Biographie und Rocksong, ein und schickt sie in der zweiten Hälfte auf eine gefährliche Mission nach Midway City, wo sie problemlos miteinander gegen die Bösewichter kämpfen.

Den Teil, in dem aus den allein arbeitenden Individuen eine Einheit wird, also die Szenen mit dem gemeinsamen Training, in dem wir die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Bösewichter kennen lernen und sie uns ans Herz wachsen, überspringt Ayer einfach. Das führt dazu, dass sie uns, abgesehen von einigen persönlichen Marotten, wie besondere Coolness, latent unzurechnungsfähiges Verhalten und einen Teddybär als Kampfbegleiter, vollkommen egal sind. Egal wer stirbt, es würde uns nicht berühren; – falls jemand von ihnen sterben würde. Denn aus früheren Comicverfilmungen und Comics wissen wir: niemand ist ewig tot. Außer natürlich den namenlosen Gehilfen des Bösewichts.

Ayer liefert, auch weil er die Phase, in der aus den Individuen eine Gruppe wird, einfach überspringt, auch keine Erklärung, warum sie in Midway City zusammen bleiben und wie eine gut geölte Kampfmaschine, mit vielen dummen Sprüchen und Lebensweisheiten, miteinander gegen den Bösewicht kämpfen.

Und damit kommen wir zum nächsten Problem des Films: der oder die Bösewichter und die damit verbundene „Selbstmord“-Mission der Helden, die sie unternehmen müssen, weil die guten Superhelden gerade nicht können. Superman ist tot (Ähem, „Suicide Squad“ spielt kurz nach „Batman v Superman: Dawn of Justice“ und spoilert damit das Filmende) und Batman, der mehrere Kurzauftritte hat, ist gerade anderweitig beschäftigt. Dabei führt der Joker in Midway City gerade einen groß angelegten Überfall durch, die gesamte Stadt wird zerstört (mittels teils erschreckend schlechter CGI-Effekte) und ihre Bewohner werden off screen getötet. Und die Hexe Enchantress, die sich im Körper von Dr. June Moon (der Geliebten von Rick Flag, dem Aufpasser des Suicide Squads) befindet, will mit ihrem ebenfalls von den Toten auferstehender Bruder gerade einmal die Welt vernichten, weil Bösewichter in Superheldenfilmen, wenn den Machern nichts einfällt, immer die Welt vernichten wollen.

Außerhalb ihres Aussehens hinterlassen diese Bösewichter keinen großen Eindruck. Sie sehen als Panel in einem Comic gut aus. Für einen Film ist das dann zu wenig. Man hat sie schon vor dem Beginn des Abspanns vergessen.

Die Dramaturgie folgt dann auch nicht mehr der bewährten Drei-Akt-Struktur eines Films, sondern einer Vier-Hefte-Struktur. In den ersten beiden Heften wird die Gruppe mit einigen zynischen Sprüchen zusammengestellt, in den letzten beiden Heften wird sich mehr oder weniger sinnfrei gekloppt. In diesem Fall ebenfalls mit zynischen Sprüchen.

Weil jedes Heft eine mehr oder weniger in sich abgeschlossene Geschichte erzählen muss und der Käufer eines Heftes jederzeit die Möglichkeit haben muss, in die Geschichte einzusteigen, gibt es vier Höhepunkte, die dreimal zum Kauf des nächsten Heftes animieren sollen. Und, je nachdem, wie sehr das Heft mit anderen Heften, Charakteren und Reihen verknüpft ist, Querverweise auf die anderen Hefte enthält, die der geneigte Fan auch kaufen soll.

Eine durchgehende und in sich abgeschlossene Geschichte als Erzählung von aufeinander aufbauenden Ereignissen gibt es deshalb in „Suicide Squad“ nicht. Es gibt daher auch keine Einheit der Erzählung, sondern nur eine Abfolge von lauten, fast beliebig austauschbaren Episoden und Szenen, die jede als einzelne durchaus überzeugend und unterhaltsam ist. Insgesamt kommt der Film mit seinen zahlreichen Rückblenden nicht über eine inkohärente Nummernrevue, die sich nur auf die Oberfläche, die Optik, konzentriert, hinaus.

Und weil DC derzeit noch mehr als Marvel (das ist der andere Superheldencomicverlag, dessen Superheldenfilme ungleich besser sind) die Idee eines einheitlichen Kinouniversums verfolgt, gibt es in „Suicide Squad“ auch Hinweise auf die vorherigen DC-Filme „Man of Steel“ und „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (beide inszeniert von Zack Snyder) und eher kryptische Hinweise und Vorschauen auf die nächsten DC-Filme, die für Neueinsteiger oder Menschen, die einfach nur diesen einen Film sehen wollen, unverständlich sind.

Anscheinend will DC in seinem Kinouniversum keine Einzelfilme, sondern eine einzige große Erzählung präsentieren. Einerseits ist das natürlich eine gute Idee. Schwächere Werke werden auch gesehen, weil der Fan jeden Film sehen muss. Man sieht sich ja auch bei einer TV-Serie die schwachen Episoden an.

Andererseits führt eben diese filmübergreifende Erzählung dazu, dass man sich als Neueinsteiger fragt, weshalb man vor dem Ansehen eines Films zuerst ein Wochenende mit dem Ansehen der vorherigen Filme verbringen soll. Vor allem, wenn die nicht so grandios waren. Und wer sich die vorherigen Filme angesehen hat und enttäuscht war, wird sich ziemlich schnell fragen, warum er sich den nächsten Film ansehen soll.

Als Spielfilm funktioniert „Suicide Squad“ auf keiner Ebene, weil die Protagonisten und die Antagonisten noch nicht einmal eindimensional sind (Was wollen sie? Warum?), der Konflikt unklar ist (Weltvernichtung?) und die Dramaturgie schlampig ist.

Wer der Hauptverantwortliche für diese Probleme ist, ist unklar. Seit dem Filmstart in den USA gab es mehrere Artikel, in denen von Problemen während und nach dem Dreh berichtet wurde. So schrieb David Ayer das von ihm verfilmte Drehbuch in knapp zwei Monaten, die Produzenten mischten sich anscheinend massiv in die Dreharbeiten ein, es gab Nachdrehs und, nach dem Überraschungserfolg „Deadpool“, den Wunsch, den Film witziger zu gestalten. Wenn man sich David Ayers andere Werke ansieht, die ihn als den idealen Regisseur für „Suicide Squad“ empfehlen, scheinen die Einmischungen des Studios und die Nachdrehs eher geschadet zu haben.

Jedenfalls kommt jetzt in die Kinos ein hoffnungslos vermurkster Film, der auch daran scheitert, dass er möglichst nahe an einem Comic sein will.

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Suicide Squad (Suicide Squad, USA 2016)

Regie: David Ayer

Drehbuch: David Ayer

mit Will Smith, Jared Leto, Margot Robbie, Joel Kinnaman, Viola Davis, Jai Courtney, Jay Hernandez, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ike Barinholtz, Scott Eastwood, Cara Delevingne, Adam Beach, Karen Fukuhara, Common, Ezra Miller, Ben Affleck

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Suicide Squad“

Metacritic über „Suicide Squad“

Rotten Tomatoes über „Suicide Squad“

Wikipdia über „Suicide Squad“ (deutsch, englich)

Meine Besprechung von David Ayers “End of Watch” (End of Watch, USA 2012)

Meine Besprechung von David Ayers “Sabotage” (Sabotage, USA 2014)

Meine Besprechung von David Ayers „Herz aus Stahl“ (Fury, USA 2014)


TV-Tipp für den 4. Januar: Die Unfassbaren – Now You See Me

Januar 4, 2016

ZDF, 22.15
Die Unfassbaren – Now you see me (Now you see me, USA 2013)
Regie: Louis Leterrier
Drehbuch: Ed Solomon, Boaz Yakin, Edward Ricourt
Vier Illusionskünstler beginnen, im Auftrag eines Unbekannten, als „Die vier Reiter“ (The four Horsemen) verbrecherische Zauberkunststücke mit Robin-Hood-Touch auszuführen. Schnell werden sie vom FBI und einem Ex-Magier verfolgt.
Der Überraschungserfolg „Die Unfassbaren – Now you see me“ ist ein locker-lässiger Popcorn-Film, ein vergnüglicher Comic-Crime-Caper, der Spaß macht, solange man nicht zu genau über die Geschichte nachdenkt und das nach einem fulminanten ersten Trick zunehmend konventioneller wird. Denn ein Las-Vegas-Paris-Bankraub ist viel eindrucksvoller, als ein Geldtransfer von einem Konto zu anderen Konten; auch wenn dies während einer Show geschieht und sich dabei – dank unsichtbarer Schrift – der Kontostand auf den Papieren der Anwesenden verändert.
Die eigentlich überflüssige Fortsetzung (aber ich lasse mich gern überraschen) soll am 18. August in unseren Kinos starten.
mit Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Woody Harrelson, Dave Franco, Mark Ruffalo, Mélanie Laurent, Morgan Freeman, Michael Caine, Common, Michael J. Kelly

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Metacritic über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Rotten Tomatoes über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Wikipedia über „Die Unfassbaren – Now you see me“ (deutsch, englisch)

The Wrap: Interview mit den Drehbuchautoren Ed Solomon und Edward Ricourt (31. Mai 2013)

Schnittberichte: Vergleich der Kinofassung und der Extended Edition

Meine Besprechung von Louis Letteriers „Die Unfassbaren – Now you see me“ (Now you see me, USA 2013) und der DVD

Meine Besprechung von Boaz Yakins „Todsicher“ (Safe, USA 2012)

Meine Besprechung von Boaz Yakins „Max“ (Max, USA 2015)


DVD-Kritik: „Selma“ – das Martin-Luther-King-Biopic

Juli 7, 2015

Zum Kinostart schrieb ich über den Film:

Ob „Selma“ den Oscar als bester Film des Jahres gegen eine starke Konkurrenz gewinnt, wissen wir in wenigen Stunden. Immerhin sind bei der Academy historische Stoffe beliebt und letztes Jahr gewann das Sklavendrama „12 Years a Slave“. Im Gegensatz zu Steve McQueens formal strengem Film ist Ava DuVernays Film über Martin Luther King und seinen Kampf um das Wahlrecht für Afroamerikaner in Alabama und den USA deutlich gefälliger.
Sie schildert, nach einem Drehbuch von Paul Webb und mit David Oyelowo in der Hauptrolle, in über zwei mitreisenden Stunden, wie Martin Luther King Jr., nach seiner auch heute noch bekannten „I have a Dream“-Rede 1963 in Washington, D. C., und der Verleihung des Friedensnobelpreises am 11. Dezember 1964, mit seinen Kampfgefährten von der Bürgerrechtsbewegung in den ersten Monaten des Jahres 1965 ihre Aufmerksamkeit auf die Stadt Selma im Bundesstaat Alabama lenkt. Dort sollen ihre nächsten politischen Aktionen für das uneingeschränkte Wahlrecht für alle US-Amerikaner stattfinden.
Denn obwohl Afroamerikaner seit 1870 formal wählen dürfen, sind in Selma nur zwei Prozent der Afroamerikaner als Wähler registriert. Über die Hälfte der dortigen Bevölkerung sind Afroamerikaner. Sie werden durch absurde Tests („Wie heißen die Bezirksrichter?“), eine Kopfsteuer, die sie meist nicht bezahlen können, und einen Fürsprecher, der im Wahlregister eingetragen ist und sich für sie verbürgt, davon abgehalten. In Alabama gab es damals Wahlkreise, in denen in den letzten fünfzig Jahren keine einzige schwarze Person an einer Wahl teilgenommen hatte. Und nur registrierte Wähler dürfen vor Gericht Geschworene sein, was dazu führt, dass vor einem Geschworenengericht Weiße über Schwarze urteilen. Diese Ungerechtigkeit, die durch den rassistischen Polizeichef Jim Clark und den ebenso rassistischen Gouverneur George Wallace noch potenziert wird, ist für King – und das zeigt „Selma“ sehr genau – das ideale Schlachtfeld für seinen friedlichen Kampf. Mit öffentlichen Aktionen, Demonstrationen und Märschen will er das Klima so anheizen, dass US-Präsident Lyndon B. Johnson ein Gesetz unterzeichnet, das den Afroamerikanern das volle Wahlrecht ohne Wenn und Aber zugesteht. Auch wenn King keine Toten einplant, geht er davon aus, dass die Staatsmacht und die Weißen Gewalt anwenden werden. Kings erste Aktion in Selma führt am 2. Februar 1965 zur Verhaftung von ihm und mehreren hundert Menschen, die für das allgemeine Wahlrecht protestierten. Dennoch demonstrieren sie weiter.
Am 18. Februar 1965 wird der 26-jährige Diakon Jimmie Lee Jackson, der seine Mutter und seinen Großvater beschützen will, von State Troopern zusammengeschlagen und erschossen. Sein Tod ist die Initialzündung für den Marsch von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama.
Am 7. März 1965, als unter der Führung von John Lewis und Hose Williams, zwei Kampfgefährten von King, der an dem Tag nicht dabei sein kann, der Marsch von Selma nach Montgomery beginnt, werden die sechshundert friedlichen Demonstranten wenige Meter nach dem Beginn ihres Marsches auf der Edmund Pettus Bridge mit Tränengas und nackter Gewalt zurückgedrängt. Die brutale Aktion wird im Fernsehen übertragen und der „Bloody Sunday“ wird zu einem Wendepunkt im Kampf um das Wahlrecht. Denn danach schließen sich auch viele Weiße und Christen aus dem ganzen Land den von King geleiteten Märschen an.
Bei einem zweiten Marsch, am 9. März, kehrt King, obwohl die State Trooper den Weg räumen, auf der Brücke um, weil er eine Falle befürchtet. An dem Abend werden drei weiße Geistliche von Klu-Klux-Klan-Mitgliedern zusammengeschlagen. Einer von ihnen, James Reeb, stirbt kurz darauf an den Verletzungen.
In diesen Tagen erhöht King auch den Druck auf Präsident Johnson, der in dem Film „Selma“ etwas eindimensional als gutwilliger Zauderer gezeigt wird.
Nach einer Gerichtsverhandlung, die den Marsch erlaubt, will Alabama-Gouverneur Wallace den Marsch trotzdem verbieten. Präsident Johnson erläßt eine Verfügung, die die Nationalgarde in Alabama zur Bundessache macht und damit die Möglichkeit eröffnet, dass der friedliche Marsch ohne größere Zusammenstößre gelingen kann. Geschützt durch Bundestruppen gelingt den Demonstranten im dritten Versuch der Marsch von Selma, wo sie am 21. März mit 4000 Demonstranten loslaufen, nach Montgomery, wo sie am 25. März mit fast 25000 Teilnehmern ihr Ziel erreichen und King eine weitere seiner umjubelten Reden hält.
Am 9. August 1965 unterzeichnet Präsident Johnson den Voting Rights Act.
Diese kurze, für die Bürgerrechtsbewegung sehr wichtige Episode zeichnet Ava DuVernay in ihrem Biopic über Martin Luther King nach und, wie bei einigen anderen gelungen Biopics der letzten Jahre, führt diese Konzentration auf einen kurzen Abschnitt im Leben des Porträtierten zu einem vielschichtigen und äußerst gelungenem Porträt, das die übliche Biopic-Falle, nämlich das ganze Leben einer Person in knapp drei Stunden buchhalterisch abzuhandeln, vermeidet.
DuVernay zeichnet stattdessen die Dynamik politischer Prozesse zwischen öffentlichen Aktionen und Verhandlungen in Hinterzimmern genau nach. Dazu gehören auch die politischen Ränkespiele in Washington. Denn in der Politik kommt es nicht nur auf die richtige Meinung und Mehrheiten, sondern auch auf das Ergreifen von günstigen Gelegenheiten an. Dass sie dabei die Politik auf Präsident Johnson, seinen engsten Berater, den Gouverneur von Alabama und FBI-Chef J. Edgar Hoover konzentriert, kann verziehen werden. Vor allem weil diese Personen von Tom Wilkinson, Giovanni Ribisi, Tim Roth und Dylan Baker mit spürbarer Lust an den moralischen Untiefen der Politik und ihrer Charaktere gespielt werden. Denn während Johnson mit King über mögliche Kompromisse verhandelt, wirde King auch vom FBI ständig überwacht (Auszüge aus den Überwachungsprotokollen werden immer wieder eingeblendet) und Hoover schlägt Johnson in einem Nebensatz auch die Ermordung Kings vor. Johnson lehnte nicht empört ab.
Natürlich wird „Selma“ immer wieder pathetisch. Vor allem wenn King als Pfarrer eine seiner Reden hält.
Aber es wird auch der private King gezeigt und dass er Teil einer größeren Bewegung war. Er diskutiert mit seinen Vertrauten und Freunden über die Strategien und Ziele ihrer Aktionen und er ist sich durchaus unsicher, ob er den richtigen Weg beschreitet. In diesen Momenten wird aus der Symbolfigur ein Mensch mit ganz normalen Ängsten und Sorgen.
Und der Blick in die Vergangenheit schärft auch den Blick auf die Gegenwart. Vor einem halben Jahrhundert wurde in den USA um das Wahlrecht und die Gleichberechtigung gekämpft, die heute immer noch nicht erreicht ist. Der Film regt auch zum Nachdenken über die Verhältnisse hier in Deutschland an. Denn die Gastarbeiter und ihre Kinder, wenn sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, dürfen Steuern bezahlen, aber nicht wählen.
Das unterhaltsame und spannende Biopic „Selma“ ist ein Film, nach dem man das Kino klüger verläßt.

Nun, den Oscar als bester Film erhielt „Birdman“. „Selma“, der schon bei den Nominierungen weitgehend ignoriert wurde, erhielt nur einen Trost-Oscar für den besten Song. Dafür erhielt „Selma“ einige andere Preise, wie den AFI Award als bester Film, mehrere Preise der African-American Film Critics Association (u. a. bester Film, Regie, Hauptdarsteller), Black Film Critics Circle Award (dito), Black Reel Award (dito) und African-American Film Critics Association, die für den Film, sein Thema und seine Geschichte, wohl wichtiger sind als der Oscar.

Das Bonusmaterial

Auf der DVD gibt es genug Bonusmaterial, um gierig nach noch mehr zu werden. Wie einer historischen Dokumentation oder einem Audiokommentar eines Historikers oder von Zeitzeugen, die wahrscheinlich vor allem bestätigen würden, wie historisch genau der Film ist. Schon jetzt gibt es auf der DVD zwei Audiokommentare. Einen von Regisseurin Ava DuVernay und Hauptdarsteller David Oyelowo, einen von ihr, zusammen mit Kameramann Bradford Young und Cutter Spencer Averick. Es gibt ein knapp halbstündiges „Making of“ und das zwölfminütige Featurette „Die Entstehung von ‚Selma’“, die zusammen gesehen einen guten Einblick in die historischen Hintergründe (mit vielen Statements von Zeitzeugen), die Produktion und den Dreh liefern. Es gibt eine halbe Stunde „Geschnittene Szenen“, die dem Film nichts wesentlich neues hinzufügen; was auch daran liegt, dass es sich um erweiterte oder für den Film redundante Szenen handelt. Die meisten Szenen sind allerdings ungeschnittene Gerichtsaussagen, die als Hintergrundinformation interessant sich und die es niemals in den Film geschafft hätten.
Es gibt ein siebenminütes Featurette „Über das National Voting Rights Museum and Institute“, das sich mit den im Film gezeigten Ereignissen beschäftigt. Und es gibt als „Aus dem Archiv: Die Geschichte von ‚Selma’“ zwei Universal Newsreels, also damalige Berichte über die Ereignisse in Selma, bei denen vor allem auffällt, wie genau sie in „Selma“ nachgestellt wurden.
Und das ist noch nicht alles. Es gibt das Video von Commons „Glory“, der den Oscar als bester Song erhielt, und, als Pflichtprogramm nach der ausführlichen Kür, den Trailer.

Selma - Plakat

Selma (Selma, USA/Großbritannien 2014)
Regie: Ava DuVernay
Drehbuch: Paul Webb
mit David Oyelowo, Tom Wilkinson, Tim Roth, Cuba Gooding Jr., Alessandro Nivola, Carmen Ejogo, Lorraine Toussaint, Ophrah Winfrey, Tessa Thompson, Giovanni Ribisi, Common, Dylan Baker, Wendell Pierce, Stan Houston

DVD
Studiocanal/Arthaus
Bild: 2,40:1 (anamorph)
Ton: Deutsch, Englisch (5.1 DD)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Audiokommentar von Regisseurin Ava DuVernay und Hauptdarsteller David Oyelowo, Audiokommentar von Regisseurin Ava DuVernay, Kameramann Bradford Young und Cutter Spencer Averick, Making of, Die Entstehung von „Selma“, Über das National Voting Rights Museum and Institute, Aus dem Archiv: Die Geschichte von „Selma“, Geschnitte Szenen, Musikvideo „Glory“, Trailer
Länge: 123 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
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Rotten Tomatoes über „Selma“
Wikipedia über „Selma“ (deutsch, englisch) und Martin Luther King (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Ava DuVernays „Selma“ (Selma, USA/Großbritannien 2014 – mit weiteren YouTube-Clips)

DP/30 unterhält sich mit Ava DuVernay


Neu im Kino/Filmkritik: Über den feinen New-York-Gangsterthriller „Run all Night“

April 16, 2015

Vergessen wir einfach „96 Hours – Taken 3“ und wenden uns „Run all Night“ zu. Mit Liam Neeson als Mafiakiller, der in einer Dezembernacht in New York seinen Sohn, der zufällig Zeuge eines Mordes wurde, vor Gangstern und der Polizei beschützen will.
Jaa, das klingt jetzt nach „Taken 4“. Aber „Run all Night“ ist ein äußerst sehenswerter Gangsterthriller, der die Tradition und die Genreregeln kennt, sie gelungen variiert und mit einer ordentlichen Portion Action abschmeckt. Die Story erinnert Einige an „Road to Perdition“. Das stimmt. Aber „Road to Perdition“ ist mir auch viel zu prätentiös. „Run all Night“ will dagegen nur ein spannender Thriller sein, der nebenbei noch einige ernste Themen behandelt. Die nächtlichen Bilder von den weniger bekannten Ecken New Yorks und weil die Jagd quer durch die Millionenstadt geht, erinnern mich an Michael Manns „Collateral“, das ursprünglich ebenfalls in New York spielen sollte. Mann verlegte die Geschichte nach Los Angeles und genau wie „Collateral“ ein Porträt von Los Angeles ist, ist „Run all Night“ ein Porträt von Manhattan.
Weil Liam Neeson den irischen Mobkiller Jimmy Conlon spielt, porträtiert Jaume Collet-Serra in seinem Film auch den irischen Mob, der auch als „Westies“ bekannt ist. Wer will, kann als echtes Vorbild für Conlon den Mafiakiller Richard Kuklinski erkennen, der für Gambino-Familie mordete und der auch das entfernte Vorbild für den Erzähler in Dave Zeltsermans „Killer“ ist.
Auch die restliche Besetzung ist gut. Ed Harris spielt den irischen Mob-Boss, dessen Sohn von Conlon/Neeson erschossen wird, um seinen Sohn zu beschützen. Harris und Neeson haben euch einige tolle gemeinsame Szenen, in denen aus besten Freunden innerhalb weniger Stunden Todfeinde werden. Joel Kinnaman und Boyd Holbrook spielen die Söhne. Vincent D’Onofrio einen Polizisten, der seit Jahren Conlon verfolgt. Common einen eiskalten Killer, der nur an einer effektiven Erledigung seines Auftrages interessiert ist. Nick Nolte hat einen kurzen Auftritt als Neesons Bruder. Und Bruce McGill ist immer gut.
Brad Ingelsby („Auge um Auge – Out of the Furnace“ und, demnächst, das „The Raid“-Remake) schrieb das Drehbuch, in dem die Action die Handlung vorantreibt und auch einige ernste Themen fast schon nebenbei behandelt werden. Ich sage nur Familienbande, Freundschaft, Loyalität und die unterschiedlichen Lebensentwürfe von Vätern und Söhnen. Dabei gibt „Run all Night“ dann keine einfachen Antworten, sondern lässt alles, wie „Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones“, in einem wunderschönen Graubereich verschwinden. Das unterscheidet „Run all Night“, mit seinem durchaus sympathischen Siebziger-Jahre-Gefühl, dann auch von schlechteren Thrillern.
Insgesamt knüpft „Run all Night“ an „Unknown Identity“ und „Non-Stop“, die beiden vorherigen Filme des Teams Collet-Serra/Neeson, an.
Das war jetzt schon ziemlich lang, aber eigentlich sind das nur einige Ergänzungen zu meiner Filmbesprechung, die in der Stuttgarter Zeitung erschien.

Run all Night - Plakat

Run all Night (Run all Night, USA 2015)
Regie: Jaume Collet-Serra
Drehbuch: Brad Ingelsby
mit Liam Neeson, Ed Harris, Joel Kinnaman, Boyd Holbrook, Bruce McGill, Genesis Rodriguez, Vincent D’Onofrio, Lois Smith, Common, Beau Knapp, Patricia Kalember, Nick Nolte
Länge: 115 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
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Film-Zeit über „Run all Night“
Moviepilot über „Run all Night“
Metacritic über „Run all Night“
Rotten Tomatoes über „Run all Night“
Wikipedia über „Run all Night“
Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Non-Stop“ (Non-Stop, USA 2013)


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