TV-Tipp für den 22. Juni: Captain Phillips

Juni 22, 2019

RTL II, 20.15

Captain Phillips (Captain Phillips, USA 2013)

Regie: Paul Greengrass

Drehbuch: Billy Ray

Vorlage: Captain Richard Phillips/Stephan Talty: A Captain’s Duty: Somali Pirates, Navy SEALS, and Dangerous Days at Sea, 2010 (Höllentage auf See – In den Händen von somalischen Piraten – gerettet von Navy Seals)

Am 8. April 2009 entern somalische Piraten die „Maersk Alabama“ und schnell beginnt ein Psychoduell zwischen Captain Richard Phillips und Muse, dem Anführer der Piraten.

Spannendes, auf Tatsachen basierendes Geiseldrama, das auch die Seite der Piraten zeigt.

mit Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed, Mahat M. Ali, Michael Chernus, David Warshofsky, Corey Johnson, Max Martini

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Captain Phillips“

Metacritic über „Captain Phillips“

Rotten Tomatoes über „Captain Phillips“

Wikipedia über „Captain Phllips“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Captain Phillips“

Meine Besprechung von Paul Greengrass’ “Captain Phillips” (Captain Phillips, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Greengrass‘ „Jason Bourne“ (Jason Bourne, USA 2016)

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Buch- und DVD-Kritik: Die China-Miéville-Verfilmung „The City & The City“

März 6, 2019

Die Idee ist gleichzeitig faszinierend und idiotisch und innerhalb des Romans und der Verfilmung als vierteilige TV-BBC-Miniserie funktioniert sie ausgezeichnet. Denn die Städte Beszel und Ul Qoma sind zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Sie sind miteinander verfeindet. Die Bewohner der einen Stadt dürfen die Bewohner der anderen Stadt nicht sehen. Ihr ganzes Leben üben und praktizieren sie dieses Nicht-Sehen. Selbstverständlich dürfen sie auch keine Beziehungen zu einem Bewohner der anderen Stadt haben und sie dürfen die andere Stadt auch nicht betreten (Okay, hier gibt es einige wenige Ausnahmen).

Und dann gibt es noch eine alte Legende, dass neben Beszel und Ul Qoma noch eine dritte Stadt, genannt Orciny, auf dem gleichen Gebiet läge, aber die Bewohner von Beszel und Ul Ooma die Bewohner von Orciny nicht sähen.

In dem Moment fragte ich mich nicht mehr, wie es den Bewohner von Beszel und Ul Qoma gelingt, nicht ständig ineinander zu laufen und Autounfälle zu verursachen, sondern wie überbevölkert die Stadt sein muss, wenn gleichzeitig die Bewohner von drei Städten sich nicht wahrnehmen dürfen.

Aber man kann Beszel und Ul Qoma auch einfach als interpretationsoffene Metapher sehen. Schließlich übersehen und ignorieren wir täglich Menschen und Dinge.

Außerdem ist „Die Stadt & Die Stadt“ ein von China Miéville geschriebener Science-Fiction-Roman. Dass er sein Gedankenexperiment in der Gegenwart spielen lässt und die beiden Städte mehr oder weniger unpräzise nach Osteuropa verlegt (im Roman schreibt er nie, wo die Städte genau liegen, aber durch die verschiedenen Wege, wie man die Städte besuchen kann, ist das ungefähr die Lage der Städte), ändert daran nichts.

Die in schönster Hardboiled-Tradition von Kommissar Tyador Borlú (David Morrissey) erzählte Geschichte beginnt mit einer toten Frau, deren Name und Wohnort zunächst unbekannt sind. Seine Ermittlungen ergeben, dass sie Mahalia Geary heißt und in Ul Qoma als Doktorandin an einer historischen Forschungsstätte arbeitete. Die vierundzwanzigjährige, amerikanische Doktorandin glaubte an die Theorie, dass es noch die dritte Stadt Orciny gebe. Und sie versuchte sie zu beweisen. Diese Theorie verfocht Professor David Bowden in seinem im Roman weniger, im Film mehr verbotenem Buch „Zwischen der Stadt und der Stadt“. Inzwischen distanziert er sich von seinem Buch.

Aufgrund der strengen Regeln, die das Leben zwischen Beszel und Ul Qoma regeln, hätte Geary niemals, weder tot noch lebendig, in Beszel sein dürfen. Es ist ein Grenzbruch, der damit in die Zuständigkeit von Ahndung fällt. Ahndung ist eine mächtige, niemals von den Bewohnern von Beszel und Ul Qoma gesehene Polizeieinheit, die sich in und zwischen den beiden Städten bewegen darf. Ihre Aufgabe ist es Menschen, die ohne Erlaubnis die Grenze ignorieren, zu verhaften und zu bestrafen.

Aber Ahndung will den Fall nicht übernehmen. Stattdessen erhält Borlú die Erlaubnis, in Ul Qoma zu ermitteln.

Spätestens in dem Moment wissen gestandene Krimifans, dass Borlú nicht in einem einfachen Mordfall ermittelt.

Miévilles SF-Krimi räumte nach seinem Erscheinen 2009 bei den wichtigen Science-Fiction-Preisen groß ab. Er wurde mit dem Arthur C. Clarke Award, dem Hugo Award als Bester Roman, dem Locus Award als Best Fantasy Novel, dem World Fantasy Award, dem BSFA Award (der British Science Fiction Association), dem Kitschies Red Tentacle und dem deutschen Kurd-Laßwitz-Preis als bester ausländischer SF-Roman ausgezeichnet. Außerdem war er für den Nebula Award und den John W. Campbell Memorial Award nominiert.

Tom Shankland, der für „Dirk Gently“, „Ripper Street“, „The Missing“, „House of Cards“, „The Punisher“ und, aktuell, die Miniserie „Les Misérables“ Regie führte, verfilmte Miévilles Roman jetzt als vierstündige Miniserie.

Drehbuchautor Tony Grisoni schrieb bereits die Bücher für die „Red Riding“-Trilogie (basierend auf den unverfilmbaren Romanen von David Peace) und, zusammen mit Terry Gilliam, „Fear and Loathing in Las Vegas“, „Tideland“ und „The Man Who Killed Don Quixote“.

Kameramann Stephan Pehrsson hatte die Aufgabe, Miévilles Vision in Bilder zu übersetzen, die eben dieses Nicht-Sehen illustrieren. Das gelingt ihm, indem er mit der Schärfe spielt. Außerdem unterscheiden sich in beiden Orten die Farben, Architektur und Kleider. Immer wieder in einem Bild. Optisch orientiert sich die Miniserie an „Blade Runner“ und Bildern, die man aus ebenso beklemmenden Kalter-Kriegs-Filmen kennt. Die aus allen Nähten platzende Filmstadt sieht wie eine nicht genau spezifizierbare osteuropäisch-asiatische Metropole aus, in der zu viele Menschen in einem zu engem Raum miteinander auskommen müssen. Eine Außenwelt gibt es, im Gegensatz zum Roman, nicht mehr. Dass die Miniserie in Manchester und Liverpool gedreht, will man angesichts dieser Bilder nicht glauben.

Zugunsten dieser rundum überzeugenden Inszenierung wurde die Story, die gegenüber dem Roman durchaus eigene Wege beschreitet, vernachlässigt. So verfolgt man, emotional involviert wie ein Insektenforscher, die Ermittlungen und die persönliche Reise von Borlú, der auf dem Papier genug Probleme und Konflikte für mindestens zwei Serien hat. Dabei unterscheiden sich im Roman und im Film Borlús Probleme.

Am Ende ist die Miniserie „The City & The City“ ist optisch überzeugendes, emotional nie wirklich packendes SF-TV-Kino.

P. S.: in „Das Science Fiction Jahr 2010“ (herausgegeben von Sascha Mamczak und Wolfgang Jeschke) gibt es ein von Uwe Kramm mit China Miéville geführtes Interview zu seinem Roman „Die Stadt & Die Stadt“. Wer das Buch in die Finger bekommt, sollte das Interview lesen.

The City & The City (The City & The City, Großbritannien 2018)

Regie: Tom Shankland

Drehbuch: Tony Grisoni

LV: China Miéville: The City & The City, 2009 (Die Stadt & Die Stadt)

mit David Morrissey, Mandeep Dhillon, Maria Schrader, Lara Pulver, Christian Camargo, Ron Cook, Danny Webb, Morfyod Clark, Andrea Deck, Paprika Steen, Corey Johnson

DVD

Pandastorm

Bild: 2,66:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Französisch/Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bonusmaterial: –

Länge: 240 Minuten (4 Folgen à 60 Minuten) (2 DVD)

FSK: ab 12 Jahre

Die Vorlage

China Miéville: Die Stadt & Die Stadt

(übersetzt von Eva Bauche-Eppers)

Bastei-Lübbe, 2010

432 Seiten

7,99 Euro (E-Book)

Taschenbuch nur noch antiquarisch erhältlich.

Originalausgabe

The City & The City

Macmillan, 2009

Hinweise

BBC über „The City & The City“

Moviepilot über „The City & The City“

Rotten Tomatoes über „The City & The City“

Wikipedia über „The City & The City“ (deutsch, englisch) und China Miéville (deutsch, englisch)

Blog von China Miéville

Meine Besprechung von Tom Shanklands „The Fades“ (The Fades, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Tom Shanklands „Ripper Street – Staffel 1“ (Ripper Street, Großbritannien 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: „Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft“ zwischen Lektor Max Perkins und Autor Thomas Wolfe

August 11, 2016

Lektoren. Wer kennt schon ihre Namen? Zwar wird niemand bestreiten, dass sie wichtig sind, aber am Ende steht der Name des Autors groß auf dem Buchumschlag und der des Lektors wird oft noch nicht einmal im Impressum (das ist der Teil, den ihr nicht lest) erwähnt. Inzwischen werden sie öfter in den Danksagungen des Autors erwähnt, aber auch die werden nicht gelesen. Widmungen werden wegen ihrer prominenten Platzierung schon öfter gelesen und Thomas Wolfe widmete seinen zweiten Roman „Von Zeit und Strom“ (Of Time and the River, 1935) seinem Lektor Max Perkins.

Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft“ von Theaterregisseur Michael Grandage in seinem Filmdebüt, nach einem Drehbuch von John Logan („Aviator“, „James Bond: Skyfall“, „James Bond: Spectre“), der sich schon vor fast zwanzig Jahren die Rechte an A. Scott Bergs Max-Perkins-Biographie sicherte und die treibende Kraft bei diesem Film war, erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Perkins und Wolfe.

1929 treffen sie sich zum ersten Mal. Perkins ist bei dem renommierten Buchverlag Charles Scribner’s Sons der Lektor von F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway, die er beide gegen Widerstände in das Verlagsprogramm hob. Wolfe ist ein Autor, der bislang Absagen sammelte, weil sein Manuskript unglaublich lang und sein Stil ungewöhnlich ist. Aber Perkins ist begeistert. Das Manuskript muss halt noch überarbeitet und auf eine verträgliche Länge gekürzt werden. Also um ein knappes Drittel auf immerhin noch achthundert Manuskriptseiten,

Es gelingt ihnen. Noch im gleichen Jahr wird der Roman „Schau heimwärts, Engel“ (Look Homeward Angel) veröffentlicht und ein Bestseller.

Kurz darauf schickt Wolfe seinen neuen Roman an Perkins. Es ist ein fünftausendseitiges handgeschriebenes Opus, das in mehreren Holzkisten angeliefert wird. Und der Kampf um jedes Wort beginnt zwischen Wolfe und Perkins.

Von Zeit und Strom“ wird 1935 veröffentlicht. Danach wechselt er den Verlag.

1938 stirbt der 1900 geborene Thomas Wolfe und damit endet der Film, der einen Einblick in die Beziehung von Lektor und Autor bietet, die auch viel von der zwischen einem Arzt zu seinem Patienten hat.

Auf dem Papier klingt das, auch weil F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway kurz auftreten, nach einer spannenden Geschichte. Dummerweise ist sie es nicht. Denn wenn Perkins und Wolfe um jedes Wort und jeden Absatz ringen, ist das für uns Zuschauer nicht allzu spannend. Allein schon, weil wir nicht wissen, warum der Absatz, außer dem offensichtlichem Grund dass das Manuskript zu lang ist, gekürzt werden muss.

Dieser Konflikt, der für einen Literaturwissenschaftler beim Textvergleich hochinteressant ist, ist im Kino als emotionales Erlebnis dröge. Für die beteiligten Personen geht es aus der Zuschauerperspektive bei diesem Konflikt um nichts Wichtiges. Denn für Perkins geht es einfach nur um die Publikation eines weiteren Romans. Wenn er nicht „Von Zeit und Strom“ veröffentlicht, dann veröffentlicht er eben ein anderes Buch.

Für Wolfe ist die Situation ähnlich: Wenn er seinen zweiten Roman nicht bei Scribner’s veröffentlicht, dann halt eben bei einem anderen Verlag.

Für einen Film ist diese Abwesenheit eines Konflikts, der von den Charakteren wichtige Entscheidungen verlangt, die ihr weiteres Leben beeinflussen, fast immer ein großes Problem. Ein Roman und vor allem ein Sachbuch kann dagegen prächtig funktionieren.

Dabei hat „Genius“ gute Schauspieler – Colin Firth als Max Perkins (grandios, wenn er am Filmanfang während einer Zugfahrt Wolfes Manuskript liest und wir in seinem Gesicht seine sehr subtile Reaktion auf den Text lesen), Jude Law als exaltiert-egomanisch-egozentrischer Thomas Wolfe, Nicole Kidman als seine deutlich ältere Freundin und Geldgeberin Aline Bernstein, Laura Linney als Perkins Frau Louise, Guy Pearce als F. Scott Fitzgerald (drei Szenen), Dominic West als Ernest Hemingway (eine Szene) -, eine gute Ausstattung, gute Kameraarbeit und eine sich bewusst am klassischen Hollywoodkino orientierende Inszenierung. Das ist gut gemacht, aber in seiner Illustration der Arbeitsbeziehung zwischen Perkins und Wolfe auch biederes Ausstattungs- und Schauspielerkino.

Am Ende des Films wissen wir zwar einiges über Thomas Wolfe, aber wir können nicht sagen, um was es in seinen Büchern geht und warum er einer der Großen der US-Literatur ist. Immerhin wissen wir, dass er wahnsinnig dicke Bücher schrieb, die vorher noch länger waren.

Über Max Perkins, seine Familie und seine Arbeit erfahren wir mehr. Auch F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway treten kurz auf. Aber dass er, so Berg in seiner mit dem National Book Award ausgezeichneten Perkins-Biographie, der erste Lektor war, der kreativ in die Texte eingriff und schon während der Manuskripterstellung als Lektor mit dem Autor zusammen arbeitete, erfahren wir nicht in dem Film. Wir sehen es. Wir sehen auch, dass er sich intensiv um seine Autoren kümmerte. An einigen Beispielen, ohne zu wissen, ob er das nur manchmal oder immer machte. Perkins war für seine Autoren, so Biograph Berg, „Freund, Eheberater, Psychiater und Geldverleiher. Das galt nicht nur für Fitzgerald, Hemingway und Wolfe, sondern für hundert andere seiner Schützlinge auch.“ Das relativiert dann die in dem Film gezeigte Beziehung zwischen Perkins und Wolfe noch mehr.

Diese nur auf Englisch erhältliche Biographie könnte als ein umfassender Einblick in das US-amerikanische Verlagsgewerbe in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wirklich eine sehr lesenswerte Lektüre sein.

Der Film streift nur die Oberfläche.

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Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft (Genius, USA/Großbritannien 2016)

Regie: Michael Grandage

Drehbuch: John Logan

LV: A. Scott Berg: Max Perkins: Editor of Genius, 1978

mit Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman, Laura Linney, Guy Pearce, Dominic West, Yanessa Kirby, Corey Johnson, Harry Attwell

Länge: 105 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Genius“

Metacritic über „Genius“

Rotten Tomatoes über „Genius“

Wikipedia über „Genius“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Genius“


TV-Tipp für den 14. Februar: Captain Phillips

Februar 14, 2016

RTL, 20.15/23.40
Captain Phillips (Captain Phillips, USA 2013)
Regie: Paul Greengrass
Drehbuch: Billy Ray
Vorlage: Captain Richard Phillips/Stephan Talty: A Captain’s Duty: Somali Pirates, Navy SEALS, and Dangerous Days at Sea, 2010 (Höllentage auf See – In den Händen von somalischen Piraten – gerettet von Navy Seals)
Am 8. April 2009 entern somalische Piraten die „Maersk Alabama“ und schnell beginnt ein Psychoduell zwischen Captain Richard Phillips und Muse, dem Anführer der Piraten.
Spannendes, auf Tatsachen basierendes Geiseldrama, das auch die Seite der Piraten zeigt.
Am 11. August 2016 läuft „Jason Bourne“, der neue Film von Paul Greengrass, bei uns an.
mit Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed, Mahat M. Ali, Michael Chernus, David Warshofsky, Corey Johnson, Max Martini

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Captain Phillips“

Moviepilot über „Captain Phillips“

Metacritic über „Captain Phillips“

Rotten Tomatoes über „Captain Phillips“

Wikipedia über „Captain Phllips“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Captain Phillips“

Meine Besprechung von Paul Greengrass’ “Captain Phillips” (Captain Phillips, USA 2013)


TV-Tipp für den 7. August: Black Gold

August 6, 2014

ZDF, 23.15

Black Gold (Frankreich/Katar 2011, Regie: Jean-Jacques Annaud)

Drehbuch: Menno Meyjes, Jean-Jacques Annaud (Adaption), Alain Godard (Adaption)

LV: Hans Ruesch: The Great Thirst, 1957 (anscheinend auch als “South of the heart” und “The Arab” veröffentlicht. Deutscher Titel “Der schwarze Durst”)

Damals, vor über achtzig Jahren, stritten sich zwei Beduinenführer über ein Stück Land, auf dem das schwarze Gold Öl gefunden wurde. Der eine will, dass alles so bleibt, wie früher. Der andere will Geld verdienen. Und dann gibt es da noch den jungen, belesenen Prinz Auda, Sohn von einem der Beduinenführer, der versucht, den Streit für sich zu entscheiden.

Episches und episch einfaches, aber prominent besetztes, farbenprächtiges Wüstendrama von Jean-Jacques Annaus (Der Name der Rose, Sieben Jahre im Tibet), der schon deutlich bessere Filme drehte. Hier verklärt er die Vergangenheit der Ölscheichs und liefert viel Orient-Kitsch ab.

mit Tahar Rahim, Freida Pinto, Antonio Banderas, Mark Strong, Riz Ahmed, Jamal Awar, Lotfi Dziri, Eriq Ebouaney, Mostafa Gaafar, Akin Gazi, Ziad Ghaoui , Corey Johnson, Liya Kebede

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Black Gold“

Rotten Tomatoes über „Black Gold“

Wikipedia über „Black Gold“

 

Meine Besprechung von Jean-Jacques Annauds „Black Gold“ (Black Gold, Frankreich/Katar 2011)


Neu im Kino/Filmkritik: „Captain Phillips“ – das Bonusmaterial

November 14, 2013

 

Meine ausführliche Besprechung gibt es an einem anderen Ort.

Daher die Ein-Wort-Kritk: Sehenswert!

Und jetzt einige Worte zur Vorlage: In „Höllentage auf See“ erzählt Captain Richard Phillips seine Version der Entführung. Wir erfahren auch viel über ihn, – seine wilden Jugendjahre, wie er seine spätere Frau Andrea kennenlernte, die Ausbildung bei der Massachussetts Maritime Academy und seine Jahre auf See -, und wie Andrea sich während der Entführung fühlte. Das lässt sich, obwohl nicht besonders elegant geschrieben, flott runterlesen, hat aber – wie eigentlich alle Erlebnisberichte – den Nachteil, dass halt nur die Version des Ich-Erzählers erzählt wird, während ein Reporter auch andere Sichtweisen und Beurteilungen heranziehen würde. Wir erfahren daher fast nichts über die Hintergründe der Piraterie, die Entführer, die US-amerikanische Rettungsaktion und was sich nach der Rettung von Richard Phillips veränderte.

Insofern vermittelt der Film ein reichhaltigeres und detaillierteres Bild der Entführung.

Captain Phillips - Plakat

Captain Phillips (Captain Phillips, USA 2013)

Regie: Paul Greengrass

Drehbuch: Billy Ray

Vorlage: Captain Richard Phillips/Stephan Talty: A Captain’s Duty: Somali Pirates, Navy SEALS, and Dangerous Days at Sea, 2010 (Höllentage auf See – In den Händen von somalischen Piraten – gerettet von Navy Seals)

mit Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed, Mahat M. Ali, Michael Chernus, David Warshofsky, Corey Johnson, Max Martini

Länge: 134 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die Vorlage

Phillips - Höllentage auf See - 4

Captain Richard Phillips (mit Stephan Talty): Höllentage auf See – In den Händen von somalischen Piraten – gerettet von Navy Seals

Heyne, 2013

336 Seiten

14,99 Euro

Originalausgabe

A Captain’s Duty – Somali Pirates, Navy SEALs, and Dangerous Days at Sea

Hyperion Books, 2010

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Captain Phillips“

Moviepilot über „Captain Phillips“

Metacritic über „Captain Phillips“

Rotten Tomatoes über „Captain Phillips“

Wikipedia über „Captain Phllips“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Captain Phillips“


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