TV-Tipp für den 20. Juni: Winchester ’73

Juni 20, 2016

Arte, 20.15

Winchester ’73 (USA 1950, Regie: Anthony Mann)

Drehbuch: Robert L. Richards, Borden Chase (nach einer Geschichte von Stuart N. Lake)

Lin will seine Winchester zurück haben. Aber dieses Gewehr geht durch viele Hände, die Anthony Mann liebevoll zeigt.

Einer der unumstrittenen Western-Klassiker und die erste Zusammenarbeit von Regisseur Anthony Mann und James Stewart.

mit James Stewart, Shelley Winters, Dan Duryea, Stephen McNally, Millard Mitchell, Charles Drake, Will Geer, Jay C. Flippen, Rock Hudson, Tony Curtis

Wiederholung: Dienstag, 21. Juni, 13.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Winchester ’73“

Turner Classic Movies über „Winchester ’73“

Wikipedia über „Winchester ’73“ (deutsch, englisch)

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DVD-Kritik: Vier Noirs, gut abgehangen und immer noch sehenswert

Juli 20, 2015

Die Filme habe ich schon vor einiger Zeit gesehen, aber aus Gründen, die ausschließlich bei mir lagen (Planung, Planung und 5-Jahres-Pläne) komme ich erst jetzt dazu, „Unter Verdacht“, „Der unheimliche Gast“, „Ministerium der Angst“ und „Die Killer“ abzufeiern. Sie sind alle in der uneingeschränkt lobenswerten „Film Noir“-Collection von Koch Media erschienen und sie sind, auch wenn nicht jeder Film ein Klassiker ist, einen Blick wert. Bild und Ton sind, immerhin sind die Filme schon etwas älter, gewohnt gut. Die Zusatzinformationen sind, wie bei den vorherigen Veröffentlichungen, informativ und gut gewählt. Es gibt immer ein 16-seitiges Booklet mit einem Essay von Thomas Willmann über den Film, den Trailer, eine Bildergalerie und, manchmal noch mehr, wie ein parallel zum Film entstandenes Radiohörspiel.
Und es ist eine der Gelegenheiten, einige fast schon vergessene Filme von Größen wie Fritz Lang und Robert Siodmak (mehr über den inzwischen wieder fast vergessenen Regisseur könnt ihr in „Robert Siodmak“ lesen) wieder oder erstmals zu entdecken.

Robert Siodmak ist vor allem bei Noir-Fans hochgeschätzt und mit „Unter Verdacht“ und „Die Killer“ liegen jetzt zwei seiner großen Noirs vor.
„Die Killer“ ist die erste Verfilmung von Ernest Hemingways gleichnamiger Kurzgeschichte, die eigentlich nur aus einer Situation besteht: ein Mann wartet in einem Hotelzimmer auf seine Killer. Warum erfahren wir nicht in Hemingways Geschichte, aber Robert Siodmak und später Don Siegel (der die Geschichte 1964 verfilmte) bieten eine Erklärung an.
In dem Dorf Brentwood tauchen zwei Killer auf. Sie suchen einen Mann, finden und töten ihn. Während die Polizei den Fall als Auseinandersetzung zwischen auswärtigen Verbrechern zu den Akten legt, beginnt Versicherungsdetektiv Reardon mit seinen Ermittlungen. Dabei entdeckt er eine Versicherungspolice des Toten Pete Lunn, genannt „der Schwede“, den dieser auf ein Zimmermädchen ausgestellt hatte. Als Reardon weiter in Lunns Vergangenheit stöbert, erfährt er, wie der Boxer in kriminelle Gesellschaft geriet. Wegen einer Frau anderen Frau.
Siodmaks Film ist ein unumstrittener Noir-Klassiker voll grandioser Szenen und verzweifelter Menschen. Das mit dem Edgar-Allan-Poe-Award ausgezeichnete Werk war damals in den USA ein Kassenhit, der Robert Siodmaks Marktwert in Hollywood ungemein steigerte. Burt Lancaster, der in „Die Killer“ sein Leinwanddebüt als der Schwede gab, hätte keinen besseren Einstand haben können. Ava Gardner, die davor kleine, unwichtige Rollen spielte und hier die Femme Fatale war, wurde ebenfalls zum Star.
Ernest Hemingway, der die meisten Verfilmungen seiner Werke hasste, war begeistert von Siodmaks Verfilmung. Sie nennt zwar einen Grund für Lunns regloses Warten auf seinen Tod, nimmt aber nichts vom Fatalismus der Vorlage weg.


„Unter Verdacht“ ist vor allem eine Paraderolle für Charles Laughton, der Philip Marshall, einen reichen, unglücklich verheirateten Geschäftsmann spielt, der 1902 in London eine andere Frau kennenlernt. Kurz darauf stirbt Marshalls Frau bei einem Unfall. Scotland-Yard-Inspektor Huxley glaubt zwar an einen Mord, aber er hat gegen Marshall keine Beweise. Kurz darauf heiratet Marshall Mary Grey – und spätestens wenn Marshall seinen Nachbarn, der ihn erpressen wollte, vergiftet, wissen wir, dass hinter der jovialen Maske des Geschäftsmannes ein kaltblütiger Mörder ist.
Ein mit der Atmosphäre des viktorianischen Londons, in dem wenige Jahre früher Jack the Ripper mordete, badender Noir, der vor allem Dank Charles Laughton sehenswert ist.

Fritz Lang ist natürlich allgemein bekannt. „Metropolis“, „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ und die ersten„Dr. Mabuse“-Filme sind einflussreiche Filme, die jeder Filmfan gesehen hat (oder es behauptet und schnellstens nachholen sollte).
„Ministerium der Angst“ gehört zu seinen unbekannteren Werken. Er drehte den Thriller 1944 nach einem Roman von Graham Greene und Buch und Film sind natürlich eine unmittelbare Reaktion auf den 2. Weltkrieg und den London und halb England verwüstenden Bombenkrieg.
Stephen Neale (Ray Milland) wird aus einer ländlich gelegenen Irrenanstalt entlassen. Schon auf dem Weg nach London wird er von seltsamen Männern verfolgt. Dass er nicht an einer paranoiden Wahnvorstellung leidet, beweisen die Leichen, die plötzlich seinen Weg pflastern und die ihn als Mörder verfolgende Polizei, die noch gar nicht mitbekommen hat, dass ein Nazi-Agentenring in London arbeitet.
Die actionreiche Jagd mit einem von allen verfolgten, unschuldigen Normalbürger ist inzwischen immer noch als typischer Alfred-Hitchcock-Stoff bekannt. Schon Jahrzehnte vor „Der unsichtbare Dritte“ drehte Hitchcock, noch in England mehrere Filme mit einer ähnlichen Geschichte. Am bekanntesten dürfte seine John-Buchan-Verfilmung „Die 39 Stufen“ sein. Dicht gefolgt von „Der Mann, der zu viel wusste“ (wobei hier das Remake mit James Stewart bekannter ist). Diese Hitchcock-Filme sind dann auch das größte Problem für Langs Film, weil Hitchcock schon in den Dreißigern deutlich flottere Thriller inszenierte.
Dennoch, oder gerade deswegen und weil es hier nicht um Thriller, sondern um Noirs geht: empfehlenswert, wenn auch nicht so gut wie „Die Killer“.
„Obwohl Fritz Lang den Film nicht besonders mochte, gehört er zu den besten seiner Films noirs. Die Orientierungslosigkeit des Helden, der als Spielball unbekannter Mächte in einer Welt verborgener Identitäten seine eigene Identität sucht, stellt Lang mit äußerster formaler Geschlossenheit dar.“ (Paul Werner: Film noir)


Im Gegensatz zu Fritz Lang und Robert Siodmak ist Lewis Allen deutlich unbekannter. Nach einigen Spielfilmen, u. a. „Desert Fury – Liebe gewinnt“ (der ebenfalls in der Film Noir Collection erschien), die alle keine große Aufmerksamkeit erregten, arbeitete er seit den Fünfzigern vor allem für das Fernsehen, wo er zahlreiche TV-Episoden inszenierte, unter anderem für die Serien „Auf der Flucht“, „Kobra, übernehmen Sie“ und „Bonanza“.
Sein Spielfilmdebüt „Der unheimliche Gast“ ist eigentlich kein Noir. Da helfen auch einige Noir-Einstellungen, wenn die Kerzen im Haus große Schatten werfen, nicht. Es ist ein Geisterfilm und ein Liebesfilm, der nie wirklich gruselt. Über weite Strecken ist der Geist einfach ein Hausgeist, ein weiterer Bewohner, den man halt akzeptiert. Also wie „Beetlejuice“, nur ohne den Tim-Burton-Humor und ohne die Verbrüderung der Bewohner mit den Geistern.
1937 kaufen Komponist Patrick Fitzgerald (Ray Milland) und seine Schwester Pamela (Ruth Hussey) das einsam an der Küste in Cornwall gelegene, erstaunlich günstige Windward House. Schon bald bemerken sie, ihr Schoßhund und die Hauskatze, dass sie einen nicht eingeladenen Hausgast haben, der sie aus dem Haus verjagen will.
Trotz allem hat der doch inzwischen arg altmodische Grusler seine Fans. Martin Scorsese und Guillermo Del Toro nahmen den Film in ihre Listen der schaurigsten Horrorfilme auf – und allein das rechtfertigt schon einen Blick.

Unter Verdacht - DVD-Cover
Unter Verdacht (The Suspect, USA 1944)
Regie: Robert Siodmak
Drehbuch: Bertram Millhauser, Arthur T. Horman (Adaptation)
LV: James Ronald: This Way Out, 1939
mit Charles Laughton, Ella Raines, Dean Harens, Stanlec C. Ridges

DVD
Koch Media (Film Noir Collection 16)
Bild: 1.37:1
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Bildergalerie, Booklet, Einstündiges Hörspiel mit Charles Laughton und Ella Raines
Länge: 82 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Rotten Tomatoes über „Unter Verdacht“
Turner Classic Movies über „Unter Verdacht“
Wikipedia über „Unter Verdacht“ (deutsch, englisch)

Filmportal über Robert Siodmak

Senses of Cinema über Robert Siodmak

Noir of the Week über Robert Siodmak

Meine Besprechung von Robert Siodmaks “Zeuge gesucht” (Phantom Lady, USA 1943)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks “Der schwarze Spiegel” (The dark mirror, USA 1946)

Meine Besprechung von Deutsches Historisches Museum (Hrsg.) „Robert Siodmak“ (2015)

Der unheimliche Gast - DVD-Cover

Der unheimliche Gast (The Uninvited, USA 1944)
Regie: Lewis Allen
Drehbuch: Dodie Smith, Frank Partos
LV: Dorothy Macardle: Uneasy Freehold, 1941 (US-Titel „The Uninvited“)
mit Ray Milland, Ruth Hussey, Gail Russel, Alan Napier, Cornelia Otis Skinner

DVD
Koch Media (Film Noir Collection 17)
Bild: 1.37:1 (4:3)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
Bonusmaterial: Trailer, Bildergalerie, Booklet, Zwei jeweils halbstündige Radio-Hörspiele zum Film mit Ray Milland von 1944 und 1949
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Rotten Tomatoes über „Der unheimliche Gast“
Turner Classic Movies über „Der unheimliche Gast“
Wikipedia über „Der unheimliche Gast“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Lewis Allens „Desert Fury – Liebe gewinnt“ (Desert Fury, USA 1947)
Ministerium der Angst - DVD-Cover

Ministerium der Angst (Ministry of Fear, USA 1944)
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Seton I. Miller
LV: Graham Greene: Ministry of Fear, 1943 (Zentrum des Schreckens)
mit Ray Milland, Marjorie Reynolds, Dan Duryea, Percy Waram, Erskine Sanford, Alan Napier

DVD
Koch Media (Film Noir Collection 18)
Bild: 1.37:1 (4:3)
Ton: Deutch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
Bonusmaterial: Trailer, Bildergalerie, Booklet
Länge: 83 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Rotten Tomatoes über „Ministerium der Angst“
Turner Classic Movies über „Ministerium der Angst“
Wikipedia über „Ministerium der Angst“ (deutsch, englisch)

Senses of Cinema: Dan Shaw über Fritz Lang

BFI über Fritz Lang

MovieMaker: Interview von 1972 mit Fritz Lang

Manhola Dargis: Making Hollywood Films Was Brutal, Even for Fritz Lang (New York Times, 21. Januar 2011)

Meine Besprechung von Fritz Langs “Du und ich” (You and me, USA 1938)

Meine Besprechung von Fritz Langs “Auch Henker sterben” (Hangman also die, USA 1943)

Meine Besprechung von Astrid Johanna Ofner (Hrsg.): Fritz Lang – Eine Retrospektive der Viennale und des Österreichischen Filmmuseums (2012 – Sehr empfehlenswert!)

Fritz Lang in der Kriminalakte

Wikipedia über Graham Greene (deutsch, englisch)

Kirjasto über Graham Greene

Greeneland – The World of Graham Greene (Fanseite)

Meine Besprechung von Graham Greenes “Am Abgrund des Lebens” (Brighton Rock, 1938) und den englischen Verfilmungen von 1947 und 2010

Die Killer - DVD-Cover
Die Killer (The Killers, USA 1946)
Regie: Robert Siodmak
Drehbuch: Anthony Veiller, John Huston (ungenannt), Richard Brooks (ungenannt)
LV: Ernest Hemingway: The Killers, 1927 (Die Killer, Kurzgeschichte)
mit Burt Lancaster, Ava Gardner, Edmond O’Brien, Albert Dekker, Sam Levene, William Conrad
auch bekannt als „Rächer der Unterwelt“

DVD
Koch Media (Film Noir Collection 19)
Bild: 1.37:1 (4:3)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
Bonusmaterial: Trailer, Bildergalerie, Booklet, Radioadaption von 1949 mit Burt Lancaster, Shelley Winters und William Conrad
Länge: 98 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Rotten Tomatoes über „Die Killer“
Turner Classic Movies über „Die Killer“
Wikipedia über „Die Killer“ (deutsch, englisch)
Noir of the Week über „Die Killer“


TV-Tipp für den 23. März: Gewagtes Alibi

März 23, 2015

Arte, 20.15
Gewagtes Alibi (USA 1949, Regie: Robert Siodmak)
Drehbuch: Daniel Fuchs
LV: Don Tracy: Criss Cross, 1934
Als Steve Thompson, Fahrer bei einem Geldtransport-Unternehmen, seine Ex-Frau Anna wieder trifft, verlieben sie sich wieder ineinander. Dummerweise ist sie inzwischen mit dem Gangster Slim Dundee zusammen. Als Dundee die beiden miteinander erwischt, schlägt Steve ihm einen Überfall auf einen Geldtransporter vor.
Ein Noir-Klassiker von Robert Siodmak, der seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief, und der einer „der tragischsten und stärksten Film Noirs“ (Alain Silver/Elizabeth Ward: Film Noir) mit einem grandios inszeniertem Überfall ist.
„Während die Story weiterhin klassischer Film Noir ist, ist das kontrollierte Hell/Dunkel des Studios von Filmen wie ‚The Killers‘ oder ‚Phantom Lady‘ in ‚Criss Cross‘ den harten Schatten der kalifornischen Sonne gewichen. Und wenn der von Burt Lancaster gespielte Steve nach Jahren des Umherziehens bei seiner Familie in Bunker Hill, Downtown Los Angeles ankommt, dann ist eine Unmittelbarkeit erlebbar, wie sie auch ‚Menschen am Sonntag‘ auslöst.“ (Deutsches Historisches Museum, Herausgeber: Robert Siodmak)
1995 inszenierte Steven Soderbergh das weitgehend überflüssige Remake „Die Kehrseite der Medaille“ (Underneath).
mit Burt Lancaster, Yvonne De Carlo, Dan Duryea, Stephen McNally, Richard Long, Raymond Burr, Tony Curtis (fast sein Debüt)
Wiederholungen
Donnerstag, 26. März, 13.50 Uhr
Dienstag, 31. März, 13.50 Uhr
Hinweise
Arte über „Gewagtes Alibi“
Rotten Tomatoes über „Gewagtes Alibi“
Wikipedia über „Gewagtes Alibi“ (deutsch, englisch)
Noir of the Week über „Gewagtes Alibi“ (der erste Blick, der zweite Blick)
Vintage Hardboiled Reads über Don Tracys „Criss Cross“

Meine Besprechung von Robert Siodmaks „Zeuge gesucht“ (Phantom Lady, USA 1943)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks „Der schwarze Spiegel“ (The dark mirror, USA 1946)


DVD-Roundup, Teil 2: TV-Serien und TV-Filme, alle sehenswert

März 19, 2014

Jetzt sind die TV-Serien dran. Ebenfalls durchgängig mindestens einen Blick wert.

Twilight Zone“ ist eine der klassischen TV-Serien. Rod Serling erfand sie 1959 und seitdem erlebte sie zwei erfolgreiche Neuauflagen im TV und einen Spielfilm. Außerdem gab es einige Nachahmer. Denn das Konzept war denkbar einfach: spannende Geschichten innerhalb einer halben Stunde erzählen. Sie waren das filmische Äquivalent zu einer Kurzgeschichte. Weitere Regeln gab es nicht, aber normalerweise waren es phantastische Geschichten, Horrorgeschichten und manchmal auch Kriminalgeschichten. Gerne auch in einem lockeren Genremix. Solange die Geschichte eine gute Pointe hatte, war alles möglich. Rod Serling schrieb fast alle „unwahrscheinliche Geschichten“ aus der „fünften Dimension jenseits der menschlichen Erfahrung – eine Dimension, so gewaltig wie der Weltraum und so zeitlos wie die Ewigkeit. Es ist das Zwischenreich, wo Licht in Schatten übergeht, Wissenschaft auf Aberglaube trifft. Sie liegt zwischen den Fallgruben unserer Furcht und den lichten Gipfeln unseres Wissens. Dies ist die Dimension der Fantasie, das Reich der Dämmerung“. Neben Serling schrieben auch Charles Beaumont und Richard Matheson einige Drehbücher für die erste Staffel.

Oh, und natürlich spielten die Geschichten mit wenigen Charakteren an wenigen Orten. Denn viel Geld war für die einzelnen Geschichten nicht vorhanden. Also beschränkten die Regisseure, wie Robert Parrish, Mitchell Leisen, Jack Smight, Stuart Rosenberg, William Claxton, Ted Post und Ralph Nelson, sich darauf, die Schauspieler möglichst wenig zu stören. In der ersten Staffel sind dann auch einige bekannte Namen dabei, die damals teils am Ende, teils am Anfang ihrer Karriere waren, wie Martin Landau, Dan Duryea, Ida Lupino, Martin Balsam, Burgess Meredith, Richard Conte, Rod Taylor, Fritz Weaver, Inger Stevens, Paul Mazursky, Warren Oates, Vera Miles, Claude Akins, Kevin McCarthy, Roddy McDowall, Jack Klugman, Anne Francis und Jack Warden.

Auch aus heutiger Perspektive sind die Geschichten – auch wenn wir einige Pointen früh erahnen – flott erzählt mit einer meist überraschenden, immer gelungenen Pointe.

Die DVD-Box mit der ersten Staffel ist eine Fundgrube für filmhistorisch Interessierte. Denn neben den 36 Folgen (in vorzüglicher Bildqualität) gibt es Tonnen von Bonusmaterial, unter anderem zu jeder Folge einen Audiokommentar, weitere Gespräche, Werbematerial und etwas Kleinkram.

Was soll ich sagen: eine phantastische Serie in einer rundum gelungenen Aufmachung.

Die zweite Staffel erscheint am 20. März 2014.

The Twilight Zone - Staffel 1 - DVD-Cover

The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten: Staffel 1 (The Twilight Zone, USA 1959/1960)

Erfinder: Rod Serling

DVD

Koch Media

Bild: 1.33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: 36 Audiokommentare und episodenbezogene Audiointerviews, Isolierte Musikspuren mit Musik von Bernard Herrmann, Jerry Goldsmith, Franz Waxman und anderen, Radio-Hörspielversionen einzelner Episoden, Werbetafeln der US-Erstausstrahlungen, Promotions zu einzelnen Episoden, Originalversion der Pilotfolte „Where is everybody“, Interviews mit den Darstellern Dana Dillaway, Suzanne Lloyd, Beverly Garland, Ron Masak und dem Kamermann George T. Clemens, Ausschnitte der Emmy Awards“-Verleihung, Deutscher Originalvorspann

Länge: 892 Minuten (36 Episoden auf 6 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „The Twilight Zone“ (deutsch, englisch)

The Rod Serling Memorial Foundation

PBS: American Masters: Rod Serling

The Guardian: Phelim O’Neill: Why The Twilight Zone puts today‘ TV sci-fi to sham (7. Mai 2011)

Im Gegensatz zur „Twilight Zone“ ist „Der Equalizer“ erstaunlich schlecht gealtert. „Der Equalizer“ war eine der prägenden Krimiserien der achtziger Jahre. In ihr spielte Edward Woodward in der Rolle seine Lebens Robert McCall, einen ehemaligen Geheimagenten, der jetzt in New York als „The Equalizer“ Menschen hilft, denen sonst niemand hilft. Er ist in einer von Gewalt und Verbrechern beherrschten New York ein altruistisches Ein-Mann-Gerechtigkeitsunternehmen mit einem Zeitungsinserat: „Gotta problem? Odds against you? Call The Equalizer“.

Aufgrund der Prämisse konnten die Macher (unter anderem Joel Surnow, der später einer der wichtigen Köpfe bei „Nikita“ und „24“ war) jede Art von Geschichte erzählen: mal hilft McCall einem Jugendlichen, der sich gegen eine Straßengang durchsetzen muss, mal einer Polizistin, die von ihren korrupten Kollegen bedroht wird, mal geht es gegen die Mafia, mal geht es um Geheimdienstintrigen, mal muss er alten Bekannten, wozu auch russische Überläufer und Profikiller gehören, helfen, und manchmal gerät er auch einfach so in einen riesigen Schlamassel und muss gehörig improvisieren. Manchmal hilft er dabei der Polizei, manchmal nicht. Manchmal hilft er seinen alten Bekannten beim Geheimdienst, manchmal nicht und McCall hat aus seiner Vergangenheit ein großes Netz sehr unterschiedlicher Freunde, die ihm manchmal helfen. Sobald ein Mensch sich in dem Sündenpuhl New York in einer ausweglosen Lage befindet, ist es ein Fall für den Equalizer, der mit allen Mitteln für Gerechtigkeit sorgt. Dabei verzichtet er nicht auf Gewalt, aber lieber setzt er seine kleinen grauen Zellen ein und überlistet die Bösewichter.

Zum Erfolg der Serie, die es auf vier Staffeln brachte, trug neben der Prämisse außerdem bei, dass viel in New York gedreht, das in „Der Equalizer“ schon in der Titelsequenz als ein Moloch des Verbrechens porträtiert wird. Naja, das war auch das kaputte New York der achtziger Jahre und nicht das heutige, friedliche, sanierte und gentrifizierte New York.

Im Zentrum der Geschichten steht dabei McCall, der von Edward Woodward herrlich ernsthaft als befehlsgewohnten Patriarchen der alten Schule spielt, der allein mit seiner Stimme alle zur Gefolgschaft bewegt; was natürlich vollkommen unglaubwürdig ist, aber Jack Bauer verfügte Jahre später über ein ähnliches Charisma. McCall ist auch immer Herr der Lage und mit seinem Jaguar fährt er selbst in die schlimmsten Slums. Dabei wird sein Auto nie geklaut, demoliert oder auch nur zerkratzt. Auch sein maßgefertigter Anzug wird nie schmutzig. Es ist halt ein wahrer Schutzengel.

Damals verbreitete die Serie einen grimmigen Realismus und war optisch das Anti-Programm zur ebenfalls sehr düsteren Krimiserie „Miami Vice“. Heute wirken die Geschichten doch arg betulich und gerade die cheesy Momente stören den angestrebten Realismus.

Die zweite Staffel ist für den 17. April angekündigt.

Der auf der Serie basierende Spielfilm (naja, wie gewohnt, sehr lose) mit Denzel Washington als Robert McCall soll in den USA am 26. September 2014 starten. Antoine Fuqua ist der Regisseur. Das Drehbuch ist von Richard Wenk. Könnte also ein guter Film werden.

The Equalizer - DVD-Cover D-2013

The Equalizer – Der Schutzengel von New York: Staffel 1 (The Equalizer, USA 1985/1986)

Erfinder: Michael Sloan, Richard Lindheim

mit Edward Woodward (Robert McCall), Robert Lansing (Control), Steven Williams (Lieutenant Burnett), Keith Szarabajka (Mickey Kostmayer), Mark Margolis (Jimmy), William Zabka (Scott McCall)

DVD

Koch Media

Bild: 1,33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial: –

Länge: 1025 Minuten (22 Episoden auf 6 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Fernsehserien über „The Equalizer“

Wikipedia über „The Equalizer“ (deutsch, englisch)

Überhaupt nicht realistisch oder grimmig will „Death in Paradise“ sein. Wir erinnern uns: Detective Inspector Richard Poole wurde vom beschaulichen London (Hey, immerhin hat die Stadt alles, was ein typischer Brite benötigt: Regen, Nebel, Tee und einen legeren Anzugzwang) nach Saint.-Marie, eine Insel in der Karibik versetzt. Für Poole die Hölle. Das beginnt schon mit der Kleidung. So ist seine Kollegin Camille Bordey immer sommerlich gekleidet und auch seine beiden Untergebenen Fidel Best und Dwayne Myers tragen eine eher leger-luftige Uniform, die perfekt ihre Dienstauffassung spiegelt. Außerdem muss er auf all die Annehmlichkeiten eines funktionierenden Polizeiapparates verzichten. Während er in London innerhalb weniger Stunden eine DNA-Analyse hat, dauert das auf St. Marie schon einmal einige Tage oder Wochen.

Aber Poole ist auch ein Ermittler alten Schlages. Ein grandioser Beobachter mit einer ebenso guten Kombinationsgabe und die wird auch gefordert bei den vielen Mordfällen, die sich jetzt auf der Insel ereignen. Normalerweise in der britischen Gemeinschaft oder unter mehr oder weniger halbseidenen Besuchern. So wird ein Plantagenbesitzer ermordet; in einer Schönheitsklinik ertrinkt eine Patientin im Pool; auf einem Ausflugdampfer wird eine Sängerin vergiftet; eine Querschnitgelähmte wird erwürgt und eine Schatzsuche nach einem legendären Piratenschatz geht mörderisch schief.

Death in Paradise“ ist eine witzige Crime-Comedy mit Fällen, die nach dem bewährten Agatha-Christie-Whodunit-Muster gestrickt sind. Aber während man in der ersten Staffel den Täter noch erraten konnte, gelingt das in der zweiten Staffel kaum noch. Das Sehvergnügen wird dadurch kaum gemindert.

Schade ist allerdings, dass auf der DVD nur die vom BBC bereits gekürzte internationale Fassung enthalten ist. In ihr sind die acht, im Original einstündigen Folgen nur jeweils fünfzig Minuten. Normalerweise werden Szenen gekürzt oder entfernt, die außerhalb Englands kaum verständlich oder für die Handlung unwichtig sind.

In England lief bereits die dritte, wieder aus acht Folgen bestehende Staffel.

Death in Paradise - Staffel 2 - DVD-Cover

Death in Paradise – Staffel 2 (Death in Paradise, Großbritannien 2013)

Erfinder: George Thorogood

mit Ben Miller (DI Richard Poole), Sara Martins (DS Camille Bordey), Danny John-Jules (Dwayne Myers), Gary Carr (Fidel Best), Don Warrington (Commisioner Selwyn Patterson), Elizabeth Bourgine (Catherine Bordey)

DVD

Edel

Bild: 16:9 PAL

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: –

Länge: 417 Minuten (8 Fälle auf 4 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

BBC über „Death in Paradise“

BBC Germany über „Death in Paradise“

Wikipedia über „Death in Paradise“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von “Death in Paradise – Staffel 1″ (Death in Paradise, GB/Fr 2011)

Zurück nach England. Genaugenommen in die Grafschaft Midsomer und zu den letzten Ermittlungen von Inspector Tom Barnaby, die in „Inspector Barnaby – Volume 20“ enthalten sind. Denn nach vierzehn Jahren und 81 Fällen beendete Barnaby-Darsteller John Nettles seinen Dienst. Dabei ist die Abschlussepisoden „Gesund, aber tot“ (Fit for Murder) ein schwacher Fall, bei dem nichts auf das Ende hindeutet. Barnabys Abschied aus dem Polizeidienst wirkt lieblos angepappt. Davor löste er, während eines Wellness-Urlaubs, auf den er gegen seinen erbitterten Widerstand von seiner Frau geschleppt wurde, eine Mordserie in dem Hotel. Denn unter zwei Toten ist ein Barnaby-Fall kein echter Barnaby-Fall. .

Mit „Geisterwanderung“ (The silent Land), „Mord von Meisterhand“ (Master Class), „Unter die Gürtellinie“ (The noble Art) und „Eine Schande für das Dorf“ (Not in my Backyard) sind auch die vorherigen vier Fälle in der Box enthalten.

Damit liegen jetzt alle Tom-Barnaby-Fälle auf Deutsch vor und schon für den 11. April ist die vierte und letze „Inspector Barnaby“-Collectors-Box angekündgt.

Inspector Barnaby - Volume 20

Inspector Barnaby – Volume 20

Regie: Peter Smith, Renny Rye, Richard Holthouse

Drehbücher: Peter J. Hammond, Nicholas Martin, Barry Purchese, John Wilsher, Andrew Payne

LV: Charakter von Caroline Graham

mit John Nettles (DCI Tom Barnaby), Jason Hughes (DS Ben Jones), Jane Wymark (Joyce Barnaby), Barry Jackson (Dr. Bullard), Laura Howard (Cully Barnaby)

DVD

Edel

Bild: 16:9 PAL

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Interviews mit John Nettles und Barry Jackson

Länge: 445 Minuten (5 Folgen auf 5 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

ITV über Inspector Barnaby

ZDF über „Inspector Barnaby“

Wikipedia über „Inspector Barnaby“ (deutschenglisch)

FAZ: Nina Belz trifft John Nettles (6. März 2011)

Krimi-Couch über Caroline Graham

Kaliber.38 über Caroline Graham

 Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 12“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 13“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 14“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 15“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 17“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Collector’s Box 1“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Collector’s Box 2“

Meine Besprechung von “Inspector Barnaby – Collector’s Box 3″

Fast schon prophetisch mutet „Secret State“ an. Nicht wegen der Geschichte: nachdem eine Kleinstadt durch eine Explosion zerstört wurde, es 19 Tote und 94 Verletzte gab, setzt sich der Stellvertretende Premierminister Tom Dawkins (Gabriel Byrne) bei dem US-Konzern PetroFex für eine Entschädigungszahlung ein. Der Konzern möchte nicht bezahlen. Es gibt Intrigen im Parlament und die Tötung eines Terroristen wächst sich zu einer veritablen diplomatischen Krise aus. Das ist alles Standard-Polit-Thriller-Stoff, der hier mit britischer Feinfühligkeit präsentiert wird und auch einen guten Einblick in das Politikgeschäft mit einer ordentliche Portion Konzernkritik vermittelt.

Nein, viel spannender ist der Blick auf die Arbeit der Geheimdienste, wie dem GCHQ, die in der vierteiligen TV-Miniserie „Secret State“ unkontrolliert jeden abhören. Das war 2012 und damit noch vor den Enthüllungen von Edward Snowden, die sich wie die Vorlage für „Secret State“ lesen. Denn Dawkins, der nach dem Absturz eines PedroFex-Flugzeuges in dem der Premierminister mitflog, zum Premierminister wird, glaubt zunehmend, dass er als Regierungschef nicht Herr der Lage ist, sondern von Geheimdiensten, Militärs, Banken und Konzernen, die die wahre Macht in den Händen halten, gesteuert wird.

Dabei ist „Secret State“ das Update des 1982 erschienenen Thrillers „A very british Coup“ von Chris Mullin, der bereits 1988 als „A very british Coup“ verfilmt wurde. Die Geschichte ist eine Anklage gegen Konzerne, Institutionen und Strukturen, die die Demokratie aushöhlen. Damals, als Mullin den Roman schrieb, entfaltete er seine These von einem geheimen Staat vor einem anderen Hintergrund. Heute ist sie, wie die 2012-er Version zeigt, aktueller denn je und, gerade wegen ihrem hoffnungslos pessimistischen Ende, ein Aufruf zum Handeln.

Secret State“ ist ein sehenswerter Polit-Thriller: gut erzählt, spannend, aufklärerisch.

Secret State - DVD-Cover

Secret State (Secret State, Großbritannien 2012)

Regie: Ed Fraiman

Drehbuch: Robert Jones

LV: Chris Mullin: A very british Coup, 1982

mit Gabriel Byrne, Ralph Ineson, Gina McKee, Douglas Hodge, Charles Dance, Rupert Grave, Sylvestra LeTouzel

DVD

Edel

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Behind the Scenes

Länge: 185 Minuten (2 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Channel 4 über „Secret State“

Wikipedia über „Secret State“ 

Homepage von Chris Mullin

In den USA läuft schon sehr erfolgreich die vierte Staffel von „The Walking Dead“, die fünfte und sechste Staffel der Zombieserie sind schon seit langem bestellt, und ich habe die dritte Staffel immer noch nicht abgefeiert. In ihr haben Rick Grimes und die anderen Überlebenden, nachdem sie nach einem Zombie-Angriff Herschels Farm verlassen mussten, in einem leerstehendem Gefängnis ein neues Zuhause gefunden. Die Mauern und Zäune, die früher Gefangene am Ausbruch hinderten, bieten jetzt einen guten Schutz gegen die Zombies. Vor allem, nachdem sie das Gefängnis von den Zombies geräumt haben.

In der Nähe residiert der Governor, der im Lauf der aus sechzehn Folgen bestehenden Staffel zu dem großen Gegner von Rick wird. Denn der Governor ist, wie die Leser der Vorlage wissen, ein ziemlich durchgeknallter Tyrann.

Das Gefängnis, der Governor und Michonne (yeah, wir „The Walking Dead“-Fans warteten schon die ganze zweite Staffel auf sie) sind aus der Comic-Vorlage bekannt und beliebt. Aber in der TV-Serie, die sich zunehmend von der Comic-Geschichte löst, aber ihrem Geist treu bleibt, gibt es viele Ereignisse und Charaktere, die neu sind. So erfahren wir in der Serie mehr über den Weg des Governors zum Tyrannen. Über große Strecken der Staffel, die wie ein Roman eine große Geschichte erzählt, erscheint er als ein durchaus vernünftig handelndes Stadtoberhaupt.

Nachdem die erste Staffel mit sechs Folgen arg kurz geraten war und bei der zweiten Staffel in der ersten Hälfte vollkommen unklar war, in welche Richtung die Macher die Geschichte erzählen wollen, haben sie jetzt ihren Rhythmus gefunden. Die Länge ist perfekt, die Geschichte, wobei sich die Ereignisse in der Stadt und im Gefängnis über weite Strecken parallel entwickeln, ist straff erzählt und langweilt nie.

Wie bei den vorherigen Staffeln ist auch hier das Bonusmaterial wieder erfreulich umfangreich und informativ ausgefallen. Oh, und wegen der Spoiler sollte man es erst nach der Serie ansehen.

The Walking Dead - Staffel 3 - 4

The Walking Dead – Staffel 3 (The Walking Dead, USA 2013)

Erfinder: Frank Darabont

LV: Comicserie von Robert Kirkman, Charlie Adlard und Tony Moore

mit Andrew Lincoln (Rick Grimes), Sarah Wayne Callies (Lori Grimes), Chandler Riggs (Carl Grimes), Laurie Holden (Andrea), Steven Yeun (Glenn Rhee), Norman Reedus (Daryl Dixon), Melissa McBride (Carol Peletier), Scott Wilson (Hershel Greene), Lauren Cohan (Maggie Greene), Emily Kinney (Beth Greene), David Morrissey (The Governor), Michael Rooker (Merle Dixon)

DVD

Entertainment One

Bild: 16:9

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: diverse Featurettes, Deleted Scenes (insgesamt 78 Minuten)

Länge: 663 Minuten (16 Folgen auf 5 DVDs)

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Hinweise

Offizielle „The Walking Dead“-Seite

Wikipedia über „The Walking Dead“ (deutsch, englisch)

AMC-Blog zu „The Walking Dead“

„The Walking Dead“-Fanseite

„The Walking Dead“-Wiki

Spiegel Online: Interview mit Charlie Adlard (21. Oktober 2011)

Kriminalakte: Meine Gesamtbesprechung der ersten zehn „The Walking Dead“-Bände

 Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte“ (The Walking Dead Vol. 11: Fear the hunters)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 12: Schöne neue Welt“ (The Walking Dead Vol. 12: Life among them)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 13: Kein Zurück“ (The Walking Dead Vol. 13: Too far gone, 2011)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead 14: In der Falle“ (The Walking Dead Vol. 14: No way out, 2011)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns “The Walking Dead 15: Dein Wille geschehe” (The Walking Dead Vol. 15: We find ourselves, 2012)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead: Eine größere Welt (Band 16)“ (The Walking Dead, Vol. 16: A larger world, 2012)

 Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead: Fürchte dich nicht (Band 17)“ (The Walking Dead, Vol. 17: Something to Fear, 2013)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Tony Moore/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead – Die Cover, Volume 1“ (The Walking Dead: The Covers, Vol. 1, 2010)

Meine Besprechung der TV-Serie „The Walking Dead – Staffel 1“ (USA 2010)

Meine Besprechung der TV-Serie „The Walking Dead – Staffel 2“ (USA 2011/2012)

Kriminalakte: das Comic-Con-Panel zur TV-Serie

“The Walking Dead” in der Kriminalakte 

Meine Besprechung von Todd McFarlane (Tusche, Co-Creator)/Robert Kirkman (Autor, Co-Creator)/Ryan Ottley (Zeichner)/Greg Capullo (Zeichner) „Haunt – Band 1“ (Haunt, Vol 1 – 5, 2010)

Meine Besprechung von Todd McFarlane (Tusche, Co-Creator)/Robert Kirkman (Autor, Co-Creator)/Greg Capullo (Zeichner) „Haunt – Band 2“ (Haunt, Vol. 6 – 12, 2010)

Meine Besprechung von Todd McFarlane (Tusche, Co-Creator)/Robert Kirkman (Autor, Co-Creator)/Greg Capullo (Zeichner) “Haunt – Band 3″ (Haunt, Vol. 13 – 18, 2011)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Nick Spencer (Autoren)/Shawn Martinbroughs (Zeichner) „Dieb der Diebe: „Ich steige aus“ (Band 1)“ (Thief of Thieves # 1 – 7, 2012)

Meine Besprechung von Robert Kirkman/Charlie Adlard/Cliff Rathburns „The Walking Dead: Grenzen (Band 18)“ (The Walking Dead, Vol. 18: What comes after, 2013)


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