TV-Tipp für den 15. Juli: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis

Juli 14, 2017

Sat.1, 22.30

Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (USA 1987, Regie: Richard Donner)

Drehbuch: Shane Black

Erster Auftritt der Cops Martin Riggs (Mel Gibson), suizidgefährder und vollkommen durchgeknallter Single, und Roger Murtaugh (Danny Glover), besonnener, den Ruhestand herbeisehnender, glücklich verheirateter Familienvater. Sie untersuchen den Tod eines Callgirls, stoßen auf einen von Vietnam-Veteranen organisierten Drogenring und hinterlassen zu unserer Freude, gepfeffert mit flotten Sprüchen, ein Meer der Verwüstung.

Der Actionthriller war ein Kassenknüller und beeinflusste das Actionkino der späten achtziger und neunziger Jahre. In vier Fortsetzungen wurden die Sprüche und die Action noch weiter gesteigert.

„‚Zwei stahlharte Profis‘ ist ein hochgezüchtetes Action-Spektakel, das sich weniger um die stimmige Entwicklung von Charakteren oder Story bemüht, sondern effektvolle Szenen aneinanderreiht, in denen die Stuntmen ihre Waghalsigkeit beweisen können.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe, 1993)

mit Mel Gibson, Danny Glover, Gary Busey, Mitchell Ryan, Tom Atkins

Wiederholung: Sonntag, 16. Juli, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Lethal Weapon“

Wikipedia über „Lethal Weapon“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Shane Blacks „Iron Man 3“ (Iron Man 3, USA 2013)

Meine Besprechung von Shane Blacks „The Nice Guys“ (The Nice Guys, USA 2016) und der Blu-ray


DVD-Kritik: Unschöne Urlaubserinnerungen „Erpressung – Wie viel ist deine Familie wert?“

Juli 4, 2017

Während des Karibikurlaubs will Kevin Riley seinem Sohn etwas Besonderes bieten. Der Arzt leiht sich von einem Einheimischen ein Boot aus und fährt mit ihm und seiner Frau auf eine der zahlreichen einsamen und unbewohnten Inseln. Als sie wieder zum Hotel zurückkehren wollen, streikt der Motor. Und sie haben kein Wasser und kein Handy dabei.

Als letzte Hoffnung auf eine Rettung lassen sie sich im Boot von der Strömung wegtreiben. Sie haben Glück und werden, fast tot, von zwei Fischern gefunden. Der eine Fischer sieht die Chance, schnell an viel Geld zu gelangen. Er will von Riley für seine und die Rettung seiner Familie eine Million Dollar haben. Um das Geld von Riley zu bekommen, versteckt er Rileys Frau und Sohn auf einer Insel.

Nachdem der Erpresser einen Teil des Geldes hat (Riley ist halt kein Millionär), entschließt er sich, den unliebsamen Zeugen zu töten.

Riley kann aus der Kabine des auf offener See sinkenden Bootes entkommen. Er wird gerettet und erzählt der Polizei alles. Weil ihm die Suchaktion der Polizei zu lange dauert, beginnt er auf eigene Faust den Erpresser und seinen Freund zu suchen.

Erpressung“ ist ein kleiner, äußerst unterhaltsamer Thriller. Große Überraschungen gibt es in dieser Geschichte zwar nicht, aber sie ist gut entwickelt, schlüssig erzählt und der Protagonist wird in der zweiten Filmhälfte nicht zum waffenschwingenden und mordenden Supermann. Riley bleibt immer ein ganz normaler Familienvater ohne besondere Fähigkeiten, für den alles, streng nach Thriller-Lehrbuch, immer schlimmer wird. Denn obwohl er nichts wirklich falsch macht, wird es durch seine Handlungen immer unwahrscheinlicher, dass er seine Frau und seinen Sohn retten kann.

Phil Volken, der auch das Drehbuch schrieb, drehte den Film auf Puerto Rico und er bemüht sich, möglichst viel von der Landschaft und den Menschen einzufangen. Auch abseits des Luxushotels und der paradiesischen Strände.

Als Bonusmaterial gibt es eine Bildergalerie und ein siebenminütiges, informatives „Making of“.

Erpressung – Wie viel ist deine Familie wert? (Extortion, USA 2017)

Regie: Phil Volken

Drehbuch: Phil Volken

mit Eion Bailey, Barhad Abdi, Danny Glover, Bethany Joy Lenz, Tim Griffin, Mauricio Alemañy

DVD

Ascot Elite

Bild: 2,39:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of, Bildergalerie, Trailer, Wendecove

Länge: 105 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Erpressung“

Rotten Tomatoes über „Erpressung“

Wikipedia über „Erpressung“

 


TV-Tipp für den 5. März: Der einzige Zeuge

März 5, 2016

Servus TV, 20.15

Der einzige Zeuge (USA 1985, Regie Peter Weir)

Drehbuch: Earl W. Wallace, William Kelley (nach einer Geschichte von William Kelley, Pamela Wallace und Earl W. Wallace)

In Philadelphia beobachtet ein achtjähriger Amish-Junge einen Polizistenmord. Auf dem Polizeirevier kann der Junge die Mörder identifizieren: es sind Kollegen des ermittelnden Detective John Book. Book muss mit dem Zeugen und seiner Mutter bei den Amish untertauchen. Dort entdeckt er eine Welt, die das Gegenteil seiner Eigenen ist.

Polizeifilmklassiker, der im Genrekostüm die Geschichte eines Culture Clash erzählt.

„Weir hat einen überaus spannenden (Kriminal-)Film geschaffen, der auf Action – mit Ausnahme der gewalttätigen Schlusssequenz, die sich aber aus der Fabel völlig motiviert – weitgehend verzichten kann, weil er von Menschen handelt, die von sich aus faszinierend genug sind.“ (Fischer Film Almanach 1986)

Das Drehbuch erhielt den Edgar Allan Poe Award, den Writers Guild of America Award (WGA Award) und den Drehbuchoscar. Peter Weir und Harrison Ford waren für Oscars nominiert und als bester Film war „Der einzige Zeuge“ ebenfalls nominiert. Die Schmonzette „Jenseits von Afrika“ erhielt dann den Oscar als bester Film.

mit Harrison Ford, Kelly McGillis, Jan Rubes, Josef Sommer, Lukas Haas, Alexander Godunov, Danny Glover, Viggo Mortensen (Debüt)

Wiederholung: Sonntag, 6. März, 17.10 Uhr

Hinweise

Metacritic über “Der einzige Zeuge”

Rotten Tomatoes über “Der einzige Zeuge”

Wikipedia über „Der einzige Zeuge“ (deutsch, englisch)

Harrison Ford in der Kriminalakte

Wikipedia über Peter Weir (deutsch, englisch)

Senses of Cinema über Peter Weir

The Peter Weir Cave (eine Fanseite)

Meine Besprechung der “Peter Weir Collection” (mit “Die Autos, die Paris auffrassen”, “Picknick am Valentinstag”, “Die letzte Flut” und “Wenn der Klempner kommt”)

Peter Weir in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Robert De Niro ist „Dirty Grandpa“ – und das ist kein Witz

Februar 11, 2016

Nein!
Nein!
Nein!
Nein!
Nein!
Nein!
Nein!
.
.
.
Nein!
Außer Sie findet es witzig, wenn gut zwei Stunden der Grundschulwitz mit dem Furzkissen erzählt wird und wir uns wieder einmal über ein aufgemaltes männliches Geschlechtsteil amüsieren sollen.
Der Witz war schon beim ersten Mal nicht witzig, kommt aber in jeder pubertären US-Klamauk-Komödie mindestens einmal vor.
Dazu gibt es, auch keine Überraschung, altbacken-verklemmte Witze über Minderheiten, über die die Minderheiten gefälligst lachen sollen und dass das alles so wundervoll politisch unkorrekt und tabubrechend sein soll, glaubt auch niemand. Denn es ist vor allem peinlich und ungefähr so witzig wie Hämorrhoiden.
Dass Robert De Niro freiwillig und im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten die Hauptrolle des nach dem Tod seiner Frau heftig pubertierenden Großvaters auf Spring-Break-Tour übernommen hat, kann nur als der erfolgreiche Versuch gewertet werden, sein Lebenswerk möglichst vollumfänglich zu demolieren.
Was ihm gelungen ist.
„Dirty Grandpa“ ist der traurige Tiefpunkt eines eh schon seit Jahren, bis auf wenige Ausnahmen, nicht beeindruckenden Spätwerkes, das sich darauf konzentriert in schlechten Filmen seinen Gehaltsscheck einzustreichen. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.
Denn selbstverständlich gibt es auch für ältere Schauspieler gute Rollen. Seht euch die letzten Filme von Clint Eastwood, Robert Redford, Dustin Hoffman und Michael Douglas an. Um nur die wirklich bekanntesten Namen zu nennen.

Dirty Grandpa - Plakat

Dirty Grandpa (Dirty Grandpa, USA 2015)
Regie: Dan Mazer
Drehbuch: John M. Phillips
mit Robert De Niro, Zac Efron, Aubrey Plaza, Zoey Deutch, Julianne Hough, Jason Mantzoukas, Adam Pally, Dermot Mulroney, Danny Glover
Länge: 102 Minuten
FSK: ab 12 Jahre (in den USA gab’s immerhin ein R-Rating)

Hinweise
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Englische Homepage zum Film
Moviepilot über „Dirty Grandpa“
Metacritic über „Dirty Grandpa“
Rotten Tomatoes über „Dirty Grandpa“
Wikipedia über „Dirty Grandpa“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 24. Januar: Flucht von Alcatraz

Januar 24, 2016

Arte, 20.15
Flucht von Alcatraz (USA 1979, Regie: Don Siegel)
Drehbuch: Richard Tuggle
LV: J. Campbell Bruce: Escape from Alcatraz, 1963
Frank Lee Morris plant das Unmögliche: eine Flucht von Alcatraz. Und am 11. Juni 1962 gelingt es ihm; – jedenfalls verschwanden er und seinen beiden Mitflüchtlingen spurlos.
„Flucht von Alcatraz“ ist die fünfte und letzte Zusammenarbeit von Don Siegel und Clint Eastwood. Der auf einem wahren Fall beruhende, beklemmende und realistische Knastthriller wurde auf Alcatraz gedreht.
Danny Glover gab hier in einer Nebenrolle als Häftling sein Filmdebüt.
Mit Clint Eastwood, Patrick McGoohan, Roberts Blossom, Jack Thibeau, Fred Ward, Paul Benjamin, Larry Hankin, Bruce M. Fischer, Frank Ronzio, Danny Glover
Wiederholung: Montag, 25. Januar, 13.55 Uhr
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Flucht von Alcatraz“
Wikipedia über „Flucht von Alcatraz“ (deutsch, englisch)
Roger Ebert über „Escape from Alcatraz“

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “American Sniper” (American Sniper, USA 2014)

Clint Eastwood in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel


TV-Tipp für den 19. Oktober: Shooter

Oktober 18, 2014

Pro7, 23.05

Shooter (USA 2007, Regie: Antoine Fuqua)

Drehbuch: Jonathan Lemkin

LV: Stephen Hunter: Point of Impact, 1993 (Im Fadenkreuz der Angst; Shooter)

Actionhaltiger Thriller über den desillusionierten Ex-Marine-Scharfschützen Bob Lee Swagger, der als Strohmann für einen Anschlag auf ein Staatsoberhaupt herhalten soll. Er kann vor seiner Verhaftung flüchten und beginnt die wahren Täter zu jagen.

Viele tolle Actionszenen, grandiose Landschaftsaufnahmen (ein Treffen auf einem schneeweißen Berggipfel sieht schon toll aus) und eine Story, die ziemlich vorhersehbar den Konventionen des Verschwörungssthrillers folgt, machen „Shooter“ zu einem Thriller, bei dem man nicht vollkommen auf das Denken verzichten muss. Am Ende gibt es dann einige unnötige Twists.

mit Mark Wahlberg, Michael Peña, Danny Glover, Kate Mara, Elias Koteas, Rhona Mitra, Rade Sherbedgia, Ned Beatty

Wiederholung: Montag, 20. Oktober, 03.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über “Shooter”

Moviepilot über “Shooter”

Metacritic über “Shooter”

Rotten Tomatoes über “Shooter”

Wikipedia über “Shooter” (deutsch, englisch)

Stephen-Hunter-Fanseite

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Training Day” (Training Day, USA 2001)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest” (Brooklyn’s Finest, USA 2009)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr” (Olympus has fallen, USA 2013)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas „The Equalizer“ (The Equalizer, USA 2014)

Meine Besprechung von Stephen Hunters „Shooter“ (Point of Impact, 1993)


TV-Tipp für den 28. Dezember: Shooter

Dezember 28, 2013

Pro7, 23.30

Shooter (USA 2007, R.: Antoine Fuqua)

Drehbuch: Jonathan Lemkin

LV: Stephen Hunter: Point of Impact, 1993 (Im Fadenkreuz der Angst)

Actionhaltiger Thriller über den desillusionierten Ex-Marine-Scharfschützen Bob Lee Swagger, der als Strohmann für einen Anschlag auf ein Staatsoberhaupt herhalten soll. Er kann vor seiner Verhaftung flüchten und beginnt die wahren Täter zu jagen.

Viele tolle Actionszenen, grandiose Landschaftsaufnahmen (ein Treffen auf einem schneeweißen Berggipfel sieht schon toll aus) und eine Story, die ziemlich vorhersehbar den Konventionen des Verschwörungssthrillers folgt, machen „Shooter“ zu einem Thriller, bei dem man nicht vollkommen auf das Denken verzichten muss. Am Ende gibt es dann einige unnötige Twists.

mit Mark Wahlberg, Michael Peña, Danny Glover, Kate Mara, Elias Koteas, Rhona Mitra, Rade Sherbedgia, Ned Beatty

Wiederholung: Montag, 30. Dezember, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Shooter“

Moviepilot über „Shooter“

Metacritic über „Shooter“

Rotten Tomatoes über „Shooter“

Wikipedia über “Shooter” (deutsch, englisch)

Stephen-Hunter-Fanseite

Meine Besprechung von Antoine Fuquas „Training Day“ (Training Day, USA 2001)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas „Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest“ (Brooklyn’s Finest, USA 2009)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas „Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr“ (Olympus has fallen, USA 2013)


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