TV-Tipp für den 17. März: Das Urteil – Jeder ist käuflich

März 17, 2016

Kabel 1, 20.15

Dar Urteil – Jeder ist käuflich (USA 2003, Regie: Gary Fleder)

Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien, Rick Cleveland, Matthew Chapman

LV: John Grisham: The runaway jury, 1996 (Das Urteil)

Die Witwe eines bei einem Amoklauf erschossenen Geschäftsmannes verklagt die Waffenhersteller. Die Angeklagten engagieren Rankin Fitch, ihnen die passenden Geschworenen herauszusuchen. Aber der Geschworene Nick Easter spielt sein eigenes Spiel.

Der erste gemeinsame Film der seit Jahrzehnten befreundeten Stars Gene Hackman (in seinem vorletztem Film vor seinem selbstgewählten Ruhestand) und Dustin Hoffman ist ein spannender Verschwörungsthriller über die Käuflichkeit des us-amerikanischen Justizsystems. Während des Drehs bemerkten die Macher, dass sie zwar einen Hackman/Hoffman-Film drehten, aber keine Hackman/Hoffman-Szene hatten. Also wurde die Toiletten-Szene geschrieben.

Das Drehbuch zu dieser gelungenen Grisham-Verfilmung war 2004 für den Edgar Allan Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert.

Mit John Cusack, Gene Hackman, Dustin Hoffman, Rachel Weisz, Bruce Davison, Jennifer Beals

Wiederholung: Freitag, 18. März, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Das Urteil”

Homepage von John Grisham

Wikipedia über John Grisham (deutsch, englisch) und “Das Urteil” (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über John Grisham

John-Grisham-Fanseite

John Grisham in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Gary Fleders “Homefront” (Homefront, USA 2013)

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TV-Tipp für den 25. Februar: Das Urteil – Jeder ist käuflich

Februar 25, 2015

Kabel 1, 20.15

Dar Urteil – Jeder ist käuflich (USA 2003, Regie: Gary Fleder)

Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien, Rick Cleveland, Matthew Chapman

LV: John Grisham: The runaway jury, 1996 (Das Urteil)

Die Witwe eines bei einem Amoklauf erschossenen Geschäftsmannes verklagt die Waffenhersteller. Die Angeklagten engagieren Rankin Fitch, ihnen die passenden Geschworenen herauszusuchen. Aber der Geschworene Nick Easter spielt sein eigenes Spiel.

Der erste gemeinsame Film der seit Jahrzehnten befreundeten Stars Gene Hackman (in seinem vorletztem Film) und Dustin Hoffman ist ein spannender Verschwörungsthriller über die Käuflichkeit des us-amerikanischen Justizsystems. Während des Drehs bemerkten die Macher, dass sie zwar einen Hackman/Hoffman-Film drehten, aber keine Hackman/Hoffman-Szene hatten. Also wurde die Toiletten-Szene geschrieben.

Das Drehbuch zu dieser gelungenen Grisham-Verfilmung war 2004 für den Edgar Allan Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert.

Mit John Cusack, Gene Hackman, Dustin Hoffman, Rachel Weisz, Bruce Davison, Jennifer Beals

Wiederholung: Donnerstag, 26. Februar, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Das Urteil”

Homepage von John Grisham

Wikipedia über John Grisham (deutsch, englisch) und “Das Urteil” (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über John Grisham

John-Grisham-Fanseite

John Grisham in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Gary Fleders „Homefront“ (Homefront, USA 2013)


TV-Tipp für den 12. September: The Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls

September 12, 2014

3sat, 22.35
The Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls (The Girlfriend Experience, USA 2009)
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: David Levien, Brian Koppelman
Porno-Schauspielerin Sasha Grey spielt ein Luxus-Callgirl – und wer jetzt denkt, dass „The Girlfriend Experience“ viel nackte Haut zeigt, kann getrost den Fernseher auslassen. Denn Steven Soderbergh beobachtet das Leben von Chelsea: wie sie Kunden besucht, sich mit ihrem Freund unterhält und versucht über die Runden zu kommen.
Das ist weniger ein durchdachter Film oder eine zwingende Charakterstudie, sondern eine Skizze, ein Nebenwerk von Steven Soderbergh, eine Entspannungsübung und auch eine Vorstudie zu „Magic Mike“.
Mehr zum Film in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Sasha Grey, Chris Santos, Philip Eytan, T. Colby Trane, Peter Zizzo, David Levien

Hinweise

Homepage zum Film

Metacritic über „Girlfriend Experience“

Rotten Tomatoes über „Girlfriend Experience“

Wikipedia über „Girlfriend Experience“

Schnittberichte: Vergleich Kinofassung und Alternativer Director’s Cut

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Runner Runner“ in der Welt des Online-Pokers und auf Costa Rica

Oktober 18, 2013

 

Princeton ist eine noble Universität mit entsprechend hohen Studiengebühren, die über das elterliche Bankkonto, Stipendium oder Kredit bezahlt werden können. Doktorand Richie Furst (Justin Timberlake) probiert es anders. Er verdient, immerhin gehört er nicht zu den oberen Zehntausend, sein Geld als Vermittler. Was okay wäre, wenn er es nicht auf dem Uni-Campus tun würde und er seine Kommilitonen nicht an ein in den USA verbotenes Online-Glücksspiel vermitteln würde. Daher stellt ihm der Dekan vor die Wahl zwischen seinem Studium und seiner Arbeit. Furst, der sein Studium abschließen möchte, setzt alles auf eine Karte: in einer Nacht will er beim Online-Poker sein Vermögen so vermehren, dass er damit sein restliches Studium finanzieren kann.

Am Ende der Nacht hat er alles verspielt und als er sich später sein Spiel ansieht, stellt er fest, dass er betrogen wurde. Er reist nach Costa Rica, um dort Ivan Block (Ben Affleck) zu treffen. Block ist eine Zockerlegende, die das Online-Casino betreibt, dadurch sehr reich wurde und jetzt auf der Insel ein abgeschirmt mondänes Leben führt. Furst kann auf einer Party bis zu Block vordringen und ihm von dem Betrug in seinem Casino erzählen erzählen.

Block entdeckt in dem Jungen Potential und bietet ihm einen Job an, den Furst annimmt. Schnell schwimmt er im Geld und verliebt sich in Rebecca Shafran (Gemma Arterton), die Vertraute von Block.

Runner Runner“, der neue Film von Brad Furman, erinnert mit seiner langsamen Erzählweise und der Konzentration auf seine eher halbseidenen Charaktere, die alle in Teilen undurchschaubar bleiben und ihre dunklen Seiten haben, an die 70er-Jahre-Filme, in denen Antihelden im Mittelpunkt standen. So ist Richie Furst ein aus einer Spielerfamilie kommender Junge, der sich erstaunlich leicht von Block und der Botschaft des schnellen Geldes blenden lässt. Block, schön diabolisch von Ben Affleck gespielt, verführt ihn dabei in erbaulichen Sentenzen, die anscheinend aus dem letzten Selbsthilfeseminar stammen und immer zwischen Verführung des willigen Opfers und Demaskierung der Management-Plattitüden schwanken. Denn natürlich baut er Furst nur als möglichen Strohmann auf. Blocks rechte Hand Shafran findet den Neuling Furst zwar sympathisch, aber ob sie wirklich in ihn verliebt ist oder ihn nur zur sexuellen Entspannung benutzt, bleibt lange unklar. Und der FBI-Agent Shavers (Anthony Mackie) ist auch keine moralische Lichtgestalt. Er will Block unbedingt ins Gefängnis bringen und erpresst Furst dafür gnadenlos.

Das könnte, wenn wir akzeptieren, dass der geniale Bösewicht das Online-Casino von seinem Wohnort betreibt und auch dort, richtig old-school-mäßig, sein Geld bunkert, hochspannendes Kino vor exotischer Kulisse sein, wenn die Geschichte nicht so vorhersehbar wäre und Furman sich, nach einem Drehbuch von Brian Koppelman und David Levien („Das Urteil“, „Ocean’s Thirteen“, „The Girlfriend Experience“ und die kurzlebige Poker-TV-Serie „Tilt“), nicht am Anfang zu viel Zeit lassen würde. Denn nachdem lange Zeit die Geschichte gemütlich vor sich hinplätschernd immer düsterer wird, kommt das Ende dann viel zu überhastet.

Runner Runner“ erreicht nie die Qualität von Furmans vorherigem Film, der grandiosen Michael-Connelly-Verfilmung „Der Mandant“. Aber als vor exotischer Kulisse spielendes Spielerdrama, das auch einen kleinen Blick in die Welt des Online-Glücksspiels wirft und dies mit endlosen Partys vor südländischer Kulisse verknüpft, ist es goutierbar.

Allerdings wird einem auch schmerzlich bewusst, was in der Welt des Online-Glücksspiels fehlt: der Glamour der alten Casinos. Denn ein Raum voller Computer ist einfach nicht so sexy wie ein Casino in Las Vegas, Monte Carlo oder Kuba. Sogar Atlantic City hat mehr Charme.

Runner Runner - Plakat

Runner Runner (Runner Runner, USA 2013)

Regie: Brad Furman

Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien

mit Justin Timberlake, Ben Affleck, Gemma Arterton, Anthony Mackie, Michael Esper, Oliver Cooper, Christian George, Yul Vazquez, John Heard

Länge: 92 Minuten

FSK: ab 12 Jahren

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Runner Runner“

Moviepilot über „Runner Runner“

Metacritic über „Runner Runner“

Rotten Tomatoes über „Runner Runner“

Wikipedia über „Runner Runner“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Brad Furmans „Der Mandant“ (The Lincoln Lawyer, USA 2011)

 

 


DVD-Kritik: Steven Soderbergh wagt das „Girlfriend Experience“ mit Sasha Grey

März 23, 2013

Als Steven Soderbergh „The Girlfriend Experience“ ankündigte, sorgte vor allem die Besetzung der Hauptrolle für Aufsehen. Denn Sasha Grey war Adult Actress, vulgo Pornodarstellerin. Der Film sollte auch, so hieß es, in dem Milieu spielen. Einen deutschen Kinostart erlebte der Film nie und jetzt, vier Jahre nach der US-Premiere, liegt der Film auf DVD vor – und er wirkt inzwischen wie eine Vorstudie zu seinem letzten Film „Magic Mike“.

In beiden Filmen geht es um Menschen, die mit ihrem Körper Geld verdienen. Einmal um eine Escortdame, einmal um einen Stripper. Aber während „Magic Mike“ seine Geschichte, sehr züchtig, im gepflegten New-Hollywood-Stil erzählt und der Film ein Kinohit war, ist „Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls“ einer von Soderberghs experimentellen Filme. Wie „Voll Frontal“ (lief sogar in deutschen Kinos) und „Bubble“ (den er in den USA gleichzeitig im Kino, auf DVD und im Fernsehen präsentierte und in Deutschland noch nicht veröffentlicht wurde) improvisierten die Schauspieler und die Kameraführung und Bildqualität ist teilweise so schlecht, dass sogar ein Dokumentarfilmer vor Scham im Boden versinken würde. Eine herkömmliche Geschichte gibt es auch nicht. In „Girlfriend Experience“ gibt es Impressionen aus dem Leben einer von Sasha Grey glaubhaft gespielten Escortdame, die für ihre reichen Freier in der Öffentlichkeit die Freundin mimt, und ihres Umfeldes. Dabei drehen sich die Gespräche die sie mit Kunden, ihrem Freund, einer Freundin, einem Interviewer und möglichen Geschäftspartnern führt, letztendlich immer ums Geld. Beziehungen scheinen nur über ihren ökonomischen Nutzen und ihr ökonomisches Potential möglich zu sein. Diese, durchaus sehr amerikanische, Verkürzung aller Beziehungen auf eine Dimension macht die Charakterstudie zu einem ziemlich deprimierendem Gesellschaftsporträt.

Trotzdem sieht „Girlfriend Experience“ weniger wie ein durchdachter Film, sondern wie eine Notizsammlung, eine Skizze, aus, die keinen Anspruch auf eine letzte und gültige Aussage erhebt an. Deshalb schnitt Soderbergh in dem „Alternativen Director’s Cut“, der fast genausolang wie die Kinofassung ist, das Material, das er hatte, anders zusammen.

Diese Schnittfassung ist neben der Kinofassung auf der jetzt erschienenen DVD enthalten. Außerdem gibt es einen informativen Audiokommentar von Steven Soderbergh und Sasha Grey, in dem er sie ziemlich geschickt ausfragt, und ein kurzes Featurette, das sich in den üblichen Lobhuddeleien ergeht und wahrscheinlich als Werbematerial für den Film erstellt wurde.

Für die echten Steven-Soderbergh-Fans ist mit dieser DVD eine Lücke in ihrer Sammlung geschlossen. Für die Fans von Filmen wie „The Good German“, „Ocean’s Eleven“, den beiden Fortsetzungen und „Magic Mike“ (trotz thematischer Nähe) dürfte „Girlfriend Experience“ nichts sein. Dafür ist dieser Film dann doch zu experimentell und nicht-narrativ.

Girlfriend Experience

Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: David Levien, Brian Koppelman

mit Sasha Grey, Chris Santos, Philip Eytan, T. Colby Trane, Peter Zizzo, David Levien

DVD

Koch Media

Bild: 2.40:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1, DTS)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Alternativer Director’s Cut (73 Minuten), Audiokommentar mit Steven Soderbergh und Sasha Grey, Ein Blick hinter The Girlfriend Expererience, Original Kinotrailer, Wendecover

Länge: 75 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Metacritic über „Girlfriend Experience“

Rotten Tomatoes über „Girlfriend Experience“

Wikipedia über „Girlfriend Experience“

Schnittberichte: Vergleich Kinofassung und Alternativer Director’s Cut

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Magic Mike“ (Magic Mike, USA 2012)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


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