TV-Tipp für den 10. März: Bram Stoker’s Dracula

März 10, 2019

Tele5, 20.15

Bram Stoker’s Dracula (Bram Stoker’s Dracula, USA 1992)

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: James V. Hart

LV: Bram Stoker: Dracula, 1897 (Dracula)

Francis Ford Coppolas Interpretation der bekannten Geschichte von Graf Dracula. Nicht schlecht und allein schon wegen der Besetzung einen Blick wert.

Anschließend, um 22.45 Uhr, zeigt Tele5 mit „Der Exorzist“ (USA 1973) einen weitern Horrorfilmklassiker.

mit Gary Oldman, Winona Ryder, Anthony Hopkins, Keanu Reeves, Richard E. Grant, Cary Elwes, Bill Campbell, Sadie Frost, Tom Waits, Monica Bellucci

Wiederholung: Dienstag, 12. März, 00.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatos über „Bram Stoker’s Dracula“

Wikipedia über „Bram Stoker’s Dracula“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 3. Januar: Bram Stoker’s Dracula

Januar 3, 2016

RTL II, 22.30
Bram Stoker’s Dracula (USA 1992, Regie: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: James V. Hart
LV: Bram Stoker: Dracula, 1897 (Dracula)
Francis Ford Coppolas Interpretation der bekannten Geschichte von Graf Dracula. Nicht schlecht und allein schon wegen der Besetzung einen Blick wert.
mit Gary Oldman, Winona Ryder, Anthony Hopkins, Keanu Reeves, Richard E. Grant, Cary Elwes, Bill Campbell, Sadie Frost, Tom Waits, Monica Bellucci
Hinweise
Rotten Tomatos über „Bram Stoker’s Dracula“
Wikipedia über „Bram Stoker’s Dracula“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Dracula Untold“ erzählt, wie alles begann

Oktober 2, 2014

Graf Dracula ist zurück im Kino. Sein letzter erinnerungswürdiger Kinoauftritt war 1992 in „Bram Stokers Dracula“. Zuletzt gab es, nur auf DVD, von Dario Argento „Dracula 3D“, aber der war nicht so toll. Und es gibt spaßige Neuinterpretationen der Geschichte, wie in „Abraham Lincoln, Vampirjäger“; wobei das Buch, das sich wie eine stinknormale Biographie über Abraham Lincoln liest, besser ist.
Gary Shores „Dracula Untold“ setzt setzt sich zwischen die Stühle. Einerseits will er die Geschichte von Graf Dracula, dem allseits bekanntem Vampir, erzählen. Also die Geschichte, wie Graf Dracula, der Herrscher über ein Fürstentum in Transsylvanien, Graf Dracula, der Fürst der Dunkelheit, wurde. Und es soll die echte Geschichte von Prinz Vlad III, auf seinen Wunsch „Dracula“ (Sohn des Drachen) genannt, erzählt werden. Dieser äußerst blutdurstige und brutale Herrscher ist das historische Vorbild für Bram Stokers Dracula. Naja, irgendwie. Immerhin gibt es über Vlad nur einige Legenden. Historisch verbürgt ist weniges. Also nahmen sie die Macher einige Freiheiten, wie halt die Behauptung, dass es Vampire wirklich gibt.
Einen solchen Vampir entdeckt Vlad (Luke Evans) in einer unzugänglichen Höhle in einem Berg. Als kurz darauf die eroberungswilligen Türken eine Hundertschaft seiner Untertanenkinder und seinen Sohn wollen, entschließt Vlad sich, gegen ihren Anführer Mehmed (Dominic Cooper) zu kämpfen. Als Kinder kämpften sie als gut ausgebildete Kindersoldaten unter dem Kommando von Mehmeds Vater, der immer Vlad bevorzugte, gegen fremde Völker.
Vlads einzige Möglichkeit, den Kampf im Alleingang gegen die türkische Übermacht zu gewinnen ist, dass er sich mit dem Monster in der Höhle verbündet. Der Master Vampire gibt ihm etwas von seinem Blut. Vlad ist jetzt unbesiegbar und er hat eine starke Sonnenallergie. Er kann allerdings tagsüber noch herumlaufen. Innerhalb von drei Tagen kann er die Transformation rückgängig machen, wenn er auf ein bestimmtes Nahrungsmittel verzichtet.
Ein Machthaber, der für seine Untertanen einen Pakt mit dem Teufel eingeht, der sich auf die Seite des Bösen begibt, um Gutes zu tun und um seine Familie zu beschützen. Was für ein Filmstoff – und was für ein vorhersehbarer Film, der sich mal wieder, wie es sich inzwischen für einen Blockbuster gehört, in dunklen Farben suhlt und Humor wie der Teufel das Weihwasser vermeidet. Ich gebe zu, inzwischen sehne ich mich wieder nach dem Comic Relief aus älteren Abenteuerfilmen.
Dabei kommt ein großer Teil der Vorhersehbarkeit von „Dracula Untold“ aus dem Wissen, wie die Geschichte ausgeht: der Fürst wird zum Vampir. Nur der Weg dorthin und wie er seine Familie verliert ist unklar, folgt aber den bekannten Blockbusterkinoregeln.
Dennoch ist „Dracula Untold“ ein überraschend gelungener Fantasy-Mittelalter-Film, der zwar nichts neu erfindet, aber seine düstere Geschichte ordentlich erzählt. Eigentlich ist sein größtes Problem, dass der Graf, der hier zum Vampir wird, der allseits bekannte Graf Dracula sein soll und daher im Rahmen einer Origin-Story vieles viel zu vorhersehbar ausfallen muss.
Wer etwas über das wahre historische Vorbild von Dracula erfahren möchte, sollte in einem Sachbuch nachschlagen. Denn um historische Wahrheiten kümmert „Dracula Untold“ sich nicht.

Dracula Untold - Plakat

Dracula Untold (Dracula Untold, USA 2014)
Regie: Gary Shore
Drehbuch: Matt Sazama, Burk Sharpless
mit Luke Evans, Sarah Gadon, Dominic Cooper, Art Parkinson, Charles Dance, Diarmaid Murtagh, Paul Kaye, William Houston
Länge: 92 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Dracula Untold“
Moviepilot über „Dracula Untold“
Metacritic über „Dracula Untold“
Rotten Tomatoes über „Dracula Untold“
Wikipedia über „Dracula Untold“ (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: „Dario Argentos Dracula“ saugt in 2D und 3D

September 10, 2014

Der Film beginnt mit einem Flug über eine nächtliche Kleinstadt, durch die beengten, menschenleern Gassen und endet in einem Haus, in dem eine junge, wohlproportionierte Frau die Holzfenster verschließt. Es ist Walpurgisnacht, draußen wird schlimmes Geschehen und die Einwohner von Passburg bleiben lieber in ihren sicheren vier Wänden.
Das ist eine typische Argento-Kamerafahrt, bei der man den Eindruck hat, dass die normalen physikalischen Gesetze nicht gelten. Auch später gibt es noch ein, zwei Argento-Momente, aber über weite Teile spult Dario Argento einfach die bekannte Geschichte des Grafen Dracula ab, wie wir sie aus Bram Stokers Roman und den zahlreichen Verfilmungen kennen, vor allem die Stummfilme („Nosferatu“ wird sogar namentlich erwähnt) und die heute noch bekannten Horrorfilme der dreißiger bis sechziger Jahre.
Jonathan Harker kommt nach Passburg. Er soll für Graf Dracula dessen Bibliothek katalogisieren. Harker erwartet seine Frau Mina in einigen Tagen und dann kommt auch noch der Vampirjäger Van Helsing, hübsch grantig von Rutger Hauer gespielt.
Ach ja, Dracula wird von Thomas Kretschmann gespielt. Asia Argento ist auch dabei.
Die größte Änderung zur bekannten Dracula-Geschichte, in der der blutsaugende Graf von Transsylvanien nach England reist und dort einige Damen in den Hals beißt, ist, dass hier die gesamte Geschichte in Transsylvanien spielt und die Dorfoberen sich irgendwie mit dem Schlossherrn arrangiert haben, was aber keinen Einfluss auf die Geschichte hat. Es ändert auch nichts an dem allumfassenden Ich-habe-das-schon-tausendmal-gesehen-Gefühl.
Dario Argentos Film sieht von der ersten bis zur letzten Minute wie ein verspäteter Nachschlag zu den Roger-Corman-Edgar-Allan-Poe-Verfilmungen aus, der in den frühen Siebzigern gedreht wurde. Damals präsentierten die Regisseure stolz immer wieder einen nackten Busen (es gibt einige schöne Busen zu bestaunen) und die Gewalt wurde graphischer. Da bohrt sich dann schon einmal ein Pfeil durch ein Auge, ein Kopf wird abgeschlagen, fliegt und kullert fotogen durch das Bild und alles wird kräftig in blutrote Farbe getunkt.
Wenn die wenigen, schlechten CGI-Effekte nicht wären, könnte man „Dario Argentos Dracula“ für einen dieser billigen Siebziger-Jahre-Horrorfilme halten, die mit etwas nackter Haut und Gewalt die Sensationslust des Publikums befriedigten, während die Spezialeffekte nicht so toll waren, die Dialoge primär debil und die Schauspieler kopflos durch das Set stolperten, während ein Mime, dessen Karrierehöhepunkt schon vor einigen Jahrzehnten war, immerhin einen sehr überzeugenden Was-habe-ich-hier-verloren-Gesichtsausdruck hat.
Auch die Optik erinnert an die Siebziger. In den Tag-für-Nacht-Szenen ist die Nacht nie dunkler als ein bewölkter Nachmittag. Die Farben sind alle einen Tick zu grell, wie auf einem Drogentrip, bei dem das Grün der Pflanzen noch grüner ist. Es wird wenig geschnitten und die Kamera beobachtet, wie in den frühen Tagen des Tonfilms, statisch die Schauspieler.
In seinem neuesten Film kann Dario Argento nie an seine besten Werke, die vor allem in den Siebzigern entstanden, anknüpfen. Aber diese Giallos spielten auch immer in der Gegenwart und basierten nicht auf bekannten Stoffen.
„Dario Argentos Dracula“ ist kein guter Film, aber fast schon sympathisch aus der Zeit gefallen. Jedenfalls wenn man sich mal wieder einen Siebziger-Jahre-Trahs-Horrorfilm ansehen will.
Das Bonusmaterial ist erstaunlich umfangreich ausgefallen. Ein über einstündiges „Making of“, das hier „Behind the Scenes“ genannt wird, informiert über den Film. In den ersten 45 Minuten werden die Menschen hinter der Kamera (vor allem Kamera, Special-Effects, Ausstattung und Kostüme) befragt, garniert mit einigen Bildern von den Dreharbeiten. Bei dem Making-of gibt es kein Interview mit Dario Argento. Dafür gibt es eine 35-minütige Dokumentation seines Auftritts beim Slash Filmfestival am 1. Mai 2014 in Wien.
P. S.: Ich habe den Film in 2D gesehen. Das hat sicher zum heimeligen Retro-Gefühl beigetragen.
Denn Argento drehte den Film auch in 3D.

Dario Argentos Dracula - DVD-Cover

Dario Argentos Dracula (Dracula 3D, Italien 2012)
Regie: Dario Argento
Drehbuch: Dario Argento, Antonio Tentori, Stefano Piani, Enrique Cerezo
LV: Bram Stoker: Dracula, 1897 (Dracula)
mit Thomas Kretschmann, Rutger Hauer, Marta Gastini, Asia Argento, Unax Ugalde, Miriam Giovanelli, Maria Cristina Heller, Giovanni Franzoni

DVD
Koch Media
Bild: 2,40:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Making of (genannt „Behind the Scenes“), Dario Argento beim Slash Filmfestival, Musikvideo (Simonetti Project: Kiss me Dracula), Kinotrailer (deutsch, englisch, italienisch), Fünf Teaser
Länge: 105 Minuten
FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Metacritic über „Dario Argentos Dracula“

Rotten Tomatoes über „Dario Argentos Dracula“

Wikipedia über „Dario Argentos Dracula“

Meine Besprechung von Michael Fintrop/Marcus Stigleggers (Hrsg.) „Dario Argento – Anatomie der Angst“

Lesetipp

Das wirklich umfassende, teilweise etwas zu akademisch geschriebene Buch „Dario Argento – Anatomie des Angst“ (2013), herausgegeben von Michael Flintrop und Marcus Stiglegger, mit Texten von Ivo Ritzer, Dominik Graf, Oliver Nöding und Thomas Groh und einem Vorwort von Jörg Buttgereit.

Flintrop-Stiglegger HRSG - Dario Argento - 2

Michael Flintrop/Marcus Stiglegger (Hrsg.): Dario Argento – Anatomie der Angst

Bertz + Fischer, 2013 (Deep Focus 16)

304 Seiten

25 Euro


TV-Tipp für den 31. März: Bram Stoker’s Dracula

März 31, 2014

Arte, 21.00
Bram Stoker’s Dracula (USA 1992, Regie: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: James V. Hart
LV: Bram Stoker: Dracula, 1897 (Dracula)
Francis Ford Coppolas Interpretation der bekannten Geschichte von Graf Dracula. Nicht schlecht und allein schon wegen der Besetzung einen Blick wert.
mit Gary Oldman, Winona Ryder, Anthony Hopkins, Keanu Reeves, Richard E. Grant, Cary Elwes, Bill Campbell, Sadie Frost, Tom Waits, Monica Bellucci
Wiederholung: Donnerstag, 3. April, 23.10 Uhr
Hinweise
Rotten Tomatos über „Bram Stoker’s Dracula“
Wikipedia über „Bram Stoker’s Dracula“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


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