TV-Tipp für den 1. Oktober: Contagion

Oktober 1, 2016

Vox, 20.15

Contagion (Contagion, USA 2011)

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Scott Z. Burns

Toller quasi-dokumentarischer Thriller über eine weltweite Pandemie. Ein Ensemblestück, bei dem auch Starpower nicht vor einem vorzeitigen Ableben schützt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Marion Cotillard, Matt Damon, Laurence Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow, Kate Winslet, Bryan Cranston, Jennifer Ehle, Sanaa Lathan, John Hawkes, Armin Rohde, Elliott Gould, Enrico Colantoni, Chin Han

Wiederholung: Sonntag, 2. Oktober, 03.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Contagion“

Moviepilot über „Contagion“

Metacritic über „Contagion“

Rotten Tomatoes über „Contagion“

Wikipedia über „Contagion“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. September: Veronica Mars

September 8, 2016

Pro7, 20.15

Veronica Mars (Veronica Mars, USA 2014)

Regie: Rob Thomas

Drehbuch: Rob Thomas, Diane Ruggiero (nach einer Geschichte von Rob Thomas)

Veronica Mars kehrt nach Neptune, Kalifornien, zurück. Nicht wegen des zehnjährigen Klassentreffens, sondern um ihrer Highschoolliebe zu helfen. Logan soll seine Freundin ermordet haben. Veronica, die kurz vor einer Karriere als Anwältin in einer großen Kanzlei in New York steht, beginnt wieder, während sie ihre alten Freunde trifft, als Privatdetektivin zu arbeiten.

Veronica Mars“ ist die Spielfilm-Fortsetzung der gleichnamigen TV-Serie, die vor allem als Fan-Service funktioniert und eben deshalb kurzweilig unterhält.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung; auch zu den Fans und der Finanzierung des Films.

mit Kristen Bell, Jason Dohring, Krysten Ritter, Ryan Hansen, Francis Capra, Percy Daggs III, Chris Lowell, Tina Majorino, Enrico Colantoni, Sam Huntington, Jerry O’Connell, Jamie Lee Curtis, James Franco

Wiederholung: Freitag, 9. September, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Veronica Mars“

Moviepilot über „Veronica Mars“

Metacritic über „Veronica Mars“

Rotten Tomatoes über „Veronica Mars“

Wikipedia über „Veronica Mars“

Thrilling Detective über Veronica Mars

Homepage von Rob Thomas

Facebook-Seite zu den Veronica-Mars-Romanen

Rob Thomas Book Club

Word & Film: Kurzes Interview mit Jennifer Graham (25. März 2014)

PopBytes: Längeres Interview mit Jennifer Graham (31. März 2014)

Wikipedia über Veronica Mars

Thrilling Detective über Veronica Mars

Englische Veronica-Mars-Fanseite

Meine Besprechung von Rob Thomas’ „Veronica Mars“ (Veronica Mars, USA 2014)

Meine Besprechung von Rob Thomas’ „Veronica Mars“ (Veronica Mars, USA 2014) (DVD-Besprechung)

Meine Besprechung von Rob Thomas/Jennifer Grahams „Veronica Mars: Zwei Vermisste sind zwei zu viel“ (Veronica Mars: The Thousand Dollar Tan Line, 2014)

Meine Besprechung von Rob Thomas/Jennifer Grahams „Veronica Mars: Mörder bleiben nicht zum Frühstück“ (Mr. Kiss and Tell, 2015)


TV-Tipp für den 26. September: James Dean – Ein Leben auf der Überholspur

September 26, 2015

ServusTV, 20.15
James Dean – Ein Leben auf der Überholspur (USA 2001, Regie: Mark Rydell)
Drehbuch: Israel Horovitz
Durchaus gelungenes Biopic über James Dean (8. Februar 1931 – 30. September 1955).
James Franco erhielt für sein Spiel einen Golden Globe.
mit James Franco, Michael Moriarty, Valentina Cervi, Enrico Colantoni, John Pleshette, Barry Primus
Wiederholung: Sonntag, 27. September, 15.35 Uhr
Hinweise
Rotten Tomatoes über „James Dean“
Wikipedia über James Dean (deutsch, englisch) und „James Dean“ (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: „Veronica Mars“ ist wieder zurück Neptune, Kalifornien

August 2, 2014

Für die „Veronica Mars“-Fans bestanden die letzten Jahren aus persönlichen Wiederholungen der DVDs auf dem heimischen Bildschirm. Aber jetzt gibt es neues Futter. Nämlich einen Spielfilm, der nach einem kurzen Gastspiel in den Kinos jetzt auf DVD erschien und den Roman „Zwei Vermisste sind zwei zu viel“, der am 11. August erscheint. Bis dahin kann man sich den Spielfilm „Veronica Mars“ ansehen. Zum Kinostart schrieb ich:

Was bisher geschah: Als TV-Serie lief „Veronica Mars“ von 2004 bis 2007 im US-TV und sie hatte eine überschaubare, aber sehr treue Fanbasis, zu der auch Stephen King und Ed Brubaker gehörten. In der Serie ist die Heldin eine Privatdetektivin, die auch Schülerin ist und das Ganze wird aus der Hardboiled-Noir-Perspektive, mit einer Prise Humor, erzählt. Eine einfache, aber ziemlich geniale Idee.

Im deutschen TV lief die Serie ab 2006 im ZDF. Zuerst am Samstag Nachmittag, dann Freitag Nacht, beide Male gut versteckt, mit wechselnden Anfangszeiten, vor einem überschaubarem Publikum, das nicht das Zielpublikum der Serie, nämlich Teenager, war. Ich gab bei dieser „Sopranos“-würdigen Programmierung schnell auf.

Nach dem Ende der Serie ließ die Beliebtheit von „Veronica Mars“ nicht nach, die Macher und Schauspieler wurden immer wieder auf die Serie angesprochen – und als Serienerfinder Rob Thomas auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eine Seite veröffentlichte, um das echte Interesse der Fans an einer „Veronica Mars“-Neuauflage zu testen, war, wie bei „Stromberg“, das Spendenziel schnell erreicht. Genaugenommen sollten bei der Kickstarter-Kampagne zwei Millionen Dollar gesammelt werden. Das erreichten sie innerhalb eines Tages. Am Ende wurden es 5,7 Millionen, die Kampagne brach sämtliche Rekorde und einem „Veronica Mars“-Spielfilm, der neun Jahre nach dem Ende der Serie spielt, stand nichts mehr im Weg.

Die Gegenwart: Veronica arbeitet schon lange nicht mehr als Privatdetektivin. Sie hat ihr Studium abgeschlossen, einen gut dotierten Job in einer Kanzlei in Manhattan in Aussicht und sie hat einen Freund. So einen richtig braven Typen. Kurz: ihr Leben verläuft endlich in ruhigen und gesitteten Bahnen. Da erfährt sie, dass Bonnie DeVille, früher Klassenkameradin, später Sängerin, ermordet wurde und ihr Ex-Freund Logan verdächtigt wird, sie getötet zu haben. Veronica fliegt von der Ostküste zurück nach Neptune, Kalifornien. Eigentlich will sie Logan nur bei der Suche nach einem Anwalt helfen, aber dann beginnt sie doch mit der Mörderjagd.

Außerdem steht das zehnjährige Klassentreffen an, bei dem sie unter keinen Umständen dabei sein will.

Aber auch ohne das Klassentreffen (bei dem sie – das ist jetzt nicht wirklich überraschend – teilnimmt) ist der Spielfilm „Veronica Mars“ vor allem eine Begegnung mit alten Bekannten, die man mehrere Jahre nicht gesehen hat, und die man jetzt, wenn man wieder seinen Heimatort besucht, wieder trifft, sich mit ihnen über die Vergangenheit und die Gegenwart, in der die damaligen Träume an der Gegenwart gemessen werden, unterhält und bemerkt, was sich in den vergangenen Jahren veränderte. In der „Red Harvest“-Kommune Neptune veränderte sich wenig und die Seriennostalgie wird auch dadurch befördert, dass viele alte Serienbekannte wieder dabei sind.

Diese Reunion ist dann schon fast wichtiger als der vernachlässigbare Fall – und knüpft nahtlos an die „Veronica Mars“-TV-Serie an, die ja auch immer ein selbstironischer und stilbewusster Clash zwischen Teenager-Drama und Hardboiled-Privatdetektivkrimi (inclusive dem Voice-Over) ist und die Fälle (jedenfalls in den mir bekannten Episoden) eher mau sind.

Auch optisch bewegt sich „Veronica Mars“ immer auf dem gewohnten TV-Standard, der auf der Kinoleinwand doch etwas deplatziert wirkt.

So ist der Spielfilm nur eine überlange Auftaktepisode für eine neue „Veronica Mars“-TV-Serie, die auch als Einzelfilm, als Nachklapp zur Serie, eigentlich ins Fernsehen gehört, aber wegen der Vorgeschichte im Kino läuft.

Veronica Mars“ ist von der ersten bis zur letzten Minute Fanservice, der kaum geeignet ist, neue Fans zu gewinnen.

Die Zukunft: In jedem Fall erscheint am 25. März der Roman „The Thousand Dollar Tan Line“ von Rob Thomas und Jennifer Graham. Es ist er erste „Veronica Mars“-Roman einer geplanten Serie und er spielt nach dem Ende des Films. Eine deutsche Übersetzung ist noch nicht angekündigt.

 

Nun, die Zukunft zeichnet sich jetzt etwas deutlicher ab. Denn die deutsche Übersetzung von „The Thousand Dollar Tan Line“ erscheint in wenigen Tagen. Ob es weitere Film-Auftritte von Veronica Mars gibt, ist dagegen immer noch unklar. Jedenfalls wären die Macher und Veronica-Mars-Darstellerin Kristen Bell bereit.

Und der Spielfilm, der eine sehr vergnügliche Angelegenheit für die „Veronica Mars“-Fans und Fans von angenehm altmodischen Privatdetektiv-Krimis ist (wie ich, der ohne seine jährliche Dosis Continental Op, Sam Spade, Philip Marlowe, Lew Archer, Jim Rockford undsoweiter nicht leben kann), bei denen Wortwitz wichtiger als Action sind (vor allem Action von der unrealistischen Sorte), funktioniert auf dem inzwischen gar nicht mehr so kleinem kleinen Bildschirm besser als im Kino.

Als Bonusmaterial gibt es auf der DVD (die Blu-ray hat etwas mehr) die 53-minütige Doku „Von den Fans: Das Making-of Veronica Mars“, in dem die Geschichte des Films von der Kickstarter-Kampagne über die Dreharbeiten bis zur Präsentation auf der San Diego Comic-Con erzählt wird. Der Schwerpunkt liegt dabei bei den Fans, denen es wirklich gelang, den Film Realität werden zu lassen. Einige waren auch bei den Dreharbeiten als Statisten dabei und bei der Vorstellung auf der Comic-Con feierten sie die Schauspieler und Rob Thomas frenetisch, bei einem Panel in der für 5000 Leute ausgelegten, vollbesetten Halle H. In der Doku kommen einige der Fans ausführlicher zu Wort. Außerdem werden die Macher, vor allem „Veronica Mars“-Erfinder Rob Thomas und die Schauspieler, die größtenteils auch schon bei der Serie dabei waren, nicht müde, die große Bedeutung der Fans für die Serie zu betonen. Und man muss ihnen zustimmen: denn „Veronica Mars“ ist das erste Beispiel für eine im TV gecancelte Serie, die durch den Willen der Fans, die sich hier auch finanziell am Film beteiligten, wieder zum Leben erweckt wurde.

Veronica Mars - DVD-Cover - 4

 

Veronica Mars (Veronica Mars, USA 2014)

Regie: Rob Thomas

Drehbuch: Rob Thomas, Diane Ruggiero (nach einer Geschichte von Rob Thomas)

mit Kristen Bell, Jason Dohring, Krysten Ritter, Ryan Hansen, Francis Capra, Percy Daggs III, Chris Lowell, Tina Majorino, Enrico Colantoni, Sam Huntington, Jerry O’Connell, Jamie Lee Curtis, James Franco

DVD

Warner Home Video (Warner Brothers)

Bild: 2,40:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch, Spanisch (5.1)

Untertitel: Spanisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch

Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch, Englisch

Bonusmaterial: Von den Fans: Das Making of Veronica Mars

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Der erste „Veronica Mars“-Roman erschien in den USA Ende März und bei uns am 11. August. Zeitlich spielt er nach dem Spielfilm. Veronica arbeitet jetzt als Privatdetektivin in Neptune und ihr Vater ist davon nicht sonderlich begeistert. In „Zwei Vermisste sind zwei zu viel“ sucht sie, im Auftrag der Handelskammer von Neptune, zwei während des Spring-Break-Besäufnisses verschwundene Teenager.

Ich bin gerade beim Lesen und die erste Hälfte hat sich sehr angenehm weggelesen. Die – wenn kein Unglück geschieht – Jubelrezension gibt es dann in einigen Tagen.

Der zweite“Veronica Mars“-Roman „Mr. Kiss and Tell“ (wieder ein schöner Originaltitel) erscheint am 28. Oktober und wenn die Verkaufszahlen gut sind, wird es sicher weitere Romane mit der Privatdetektivin gegen.

Thomas - Veronica Mars - 4

Rob Thomas/Jennifer Graham: Veronica Mars: Zwei Vermisste sind zwei zu viel

(übersetzt von Silvia Kinkel)

script 5, 2014

336 Seiten

14,95 Euro

Originalausgabe

Veronica Mars: The Thousand Dollar Tan Line

Alloy Entertainment, 2014

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Veronica Mars“

Moviepilot über „Veronica Mars“

Metacritic über „Veronica Mars“

Rotten Tomatoes über „Veronica Mars“

Wikipedia über „Veronica Mars“

Thrilling Detective über Veronica Mars

Meine Besprechung von Rob Thomas‘ „Veronica Mars“ (Veronica Mars, USA 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: Der Fanservice „Veronica Mars“

März 13, 2014

 

Was bisher geschah: Als TV-Serie lief „Veronica Mars“ von 2004 bis 2007 im US-TV und sie hatte eine überschaubare, aber sehr treue Fanbasis, zu der auch Stephen King und Ed Brubaker gehörten. In der Serie ist die Heldin eine Privatdetektivin, die auch Schülerin ist und das Ganze wird aus der Hardboiled-Noir-Perspektive, mit einer Prise Humor, erzählt. Eine einfache, aber ziemlich geniale Idee.

Im deutschen TV lief die Serie ab 2006 im ZDF. Zuerst am Samstag Nachmittag, dann Freitag Nacht, beide Male gut versteckt, mit wechselnden Anfangszeiten, vor einem überschaubarem Publikum, das nicht das Zielpublikum der Serie, nämlich Teenager, war. Ich gab bei dieser „Sopranos“-würdigen Programmierung schnell auf.

Nach dem Ende der Serie ließ die Beliebtheit von „Veronica Mars“ nicht nach, die Macher und Schauspieler wurden immer wieder auf die Serie angesprochen – und als Serienerfinder Rob Thomas auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eine Seite veröffentlichte, um das echte Interesse der Fans an einer „Veronica Mars“-Neuauflage zu testen, war, wie bei „Stromberg“, das Spendenziel schnell erreicht. Genaugenommen sollten bei der Kickstarter-Kampagne zwei Millionen Dollar gesammelt werden. Das erreichten sie innerhalb eines Tages. Am Ende wurden es 5,7 Millionen, die Kampagne brach sämtliche Rekorde und einem „Veronica Mars“-Spielfilm, der neun Jahre nach dem Ende der Serie spielt, stand nichts mehr im Weg.

Die Gegenwart: Veronica arbeitet schon lange nicht mehr als Privatdetektivin. Sie hat ihr Studium abgeschlossen, einen gut dotierten Job in einer Kanzlei in Manhattan in Aussicht und sie hat einen Freund. So einen richtig braven Typen. Kurz: ihr Leben verläuft endlich in ruhigen und gesitteten Bahnen. Da erfährt sie, dass Bonnie DeVille, früher Klassenkameradin, später Sängerin, ermordet wurde und ihr Ex-Freund Logan verdächtigt wird, sie getötet zu haben. Veronica fliegt von der Ostküste zurück nach Neptune, Kalifornien. Eigentlich will sie Logan nur bei der Suche nach einem Anwalt helfen, aber dann beginnt sie doch mit der Mörderjagd.

Außerdem steht das zehnjährige Klassentreffen an, bei dem sie unter keinen Umständen dabei sein will.

Aber auch ohne das Klassentreffen (bei dem sie – das ist jetzt nicht wirklich überraschend – teilnimmt) ist der Spielfilm „Veronica Mars“ vor allem eine Begegnung mit alten Bekannten, die man mehrere Jahre nicht gesehen hat, und die man jetzt, wenn man wieder seinen Heimatort besucht, wieder trifft, sich mit ihnen über die Vergangenheit und die Gegenwart, in der die damaligen Träume an der Gegenwart gemessen werden, unterhält und bemerkt, was sich in den vergangenen Jahren veränderte. In der „Red Harvest“-Kommune Neptune veränderte sich wenig und die Seriennostalgie wird auch dadurch befördert, dass viele alte Serienbekannte wieder dabei sind.

Diese Reunion ist dann schon fast wichtiger als der vernachlässigbare Fall – und knüpft nahtlos an die „Veronica Mars“-TV-Serie an, die ja auch immer ein selbstironischer und stilbewusster Clash zwischen Teenager-Drama und Hardboiled-Privatdetektivkrimi (inclusive dem Voice-Over) ist und die Fälle (jedenfalls in den mir bekannten Episoden) eher mau sind.

Auch optisch bewegt sich „Veronica Mars“ immer auf dem gewohnten TV-Standard, der auf der Kinoleinwand doch etwas deplatziert wirkt.

So ist der Spielfilm nur eine überlange Auftaktepisode für eine neue „Veronica Mars“-TV-Serie, die auch als Einzelfilm, als Nachklapp zur Serie, eigentlich ins Fernsehen gehört, aber wegen der Vorgeschichte im Kino läuft.

Veronica Mars“ ist von der ersten bis zur letzten Minute Fanservice, der kaum geeignet ist, neue Fans zu gewinnen.

Die Zukunft: In jedem Fall erscheint am 25. März der Roman „The Thousand Dollar Tan Line“ von Rob Thomas und Jennifer Graham. Es ist er erste „Veronica Mars“-Roman einer geplanten Serie und er spielt nach dem Ende des Films. Eine deutsche Übersetzung ist noch nicht angekündigt.

Veronica Mars - Plakat 4

Veronica Mars (Veronica Mars, USA 2014)

Regie: Rob Thomas

Drehbuch: Rob Thomas, Diane Ruggiero (nach einer Geschichte von Rob Thomas)

mit Kristen Bell, Jason Dohring, Krysten Ritter, Ryan Hansen, Francis Capra, Percy Daggs III, Chris Lowell, Tina Majorino, Enrico Colantoni, Sam Huntington, Jerry O’Connell, Jamie Lee Curtis, James Franco

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Veronica Mars“

Moviepilot über „Veronica Mars“

Metacritic über „Veronica Mars“

Rotten Tomatoes über „Veronica Mars“

Wikipedia über „Veronica Mars“ 

Thrilling Detective über Veronica Mars


DVD-Krititk: Das Ende von „Flashpoint – Das Spezialkommando“

September 2, 2013

Heute stirbt niemand“ ist das Motto von Sergeant Greg Parker und der von ihm in Toronto geleiteten Strategic Response Unit (SRU), dem kanadischen Äquivalent zu einem US-amerikanischem SWAT-Team oder einer deutschen SEK-Einheit. Es ist eine Gruppe von gut trainierten und ausgebildeten Polizisten, die als Team funktionieren und gerufen werden, wenn schnell reagiert werden muss. Meistens werden sie daher bei Geiselnahmen, bei Amokläufen oder auch Attentaten gerufen. Manchmal müssen sie Kollegen bei einer Razzia oder einer Überwachung unterstützen, einen Gefangenen begleiten, eine Veranstaltung oder eine wichtige Person beschützen.

Schon seit, in der deutschen Zählung, fünf Staffeln erzählt die von Mark Ellis und Stephanie Morgenstern erfundene, vielfach ausgezeichnete kanadische Polizeiserie „Flashpoint – Das Spezialkommando“ von der Arbeit des Teams um Greg Parker und Ed Lane. Dabei boten die einzelnen Folgen immer einen guten Einblick in die Polizeiarbeit. Die Fälle waren realistisch und am Ende versteht man den Täter oft viel zu gut. Denn die Polizisten versuchen immer, die Situation friedlich zu lösen. Dafür müssen sie in Verhandlungen mit ihm und Gesprächen mit Betroffenen herausfinden, warum es zu der Geiselnahme gekommen ist und einen emotionale Verbindung zu ihm knüpfen. Entsprechend unblutig enden die meisten der 75 „Flashpoint“-Episoden und, verglichen mit anderen Serien, in denen Beerdigungsinstitute Überstunden schieben müssen, ist das angenehm anders.

Auch dass bis zur letzten Folge der Polizeiserie das Team, die Arbeit und damit der aktuelle Einsatz im Mittelpunkt stehen, unterscheidet die Serie von anderen Krimi-Serien, in denen das Privatleben der Ermittler einen immer breiteren Raum einnimmt oder sie mehr Probleme mit sich herumtragen, als man einem einzelnen Menschen zumuten möchte. Trotzdem gibt es, vor allem bei den späteren Episoden, immer wieder Episoden, in denen wir mehr über einzelne Teammitglieder erfahren.

Die kürzlich erschienene sechste Staffel unterscheidet sich kaum von den vorherigen Staffeln. Aber in der jetzt erschienenen siebten und letzten Staffel der Serie kommt nie das bekannte „Flashpoint“-Feeling auf, das einem von der ersten Sekunde an vermittelt, dass man in den Händen von Profis ist, die wissen, was sie tun und die brenzlige Situation friedlich entschärfen können. Die Auftaktepisode „Zerstörter Frieden“ endet mit einem Schock: Ed Lane muss die Tochter eines Geiselnehmers, der sie und ihre Mutter stalkte, erschießen. Nur so konnte er verhindern, dass sie ihren Vater erschoss. Nach den Regeln eine eindeutige Situation, die allerdings im Konflikt mit dem normalen moralischen Empfinden steht und Ed Lane belastet. Immerhin musste er dieses Mal einen Teenager erschießen.

Von dieser Episode, die eher holprig auf ihr Ende zusteuert, erholte sich die Serie nicht mehr und in fast allen Episoden, bis zum zweiteiligen Staffelfinale, in dem mehrere Bomben in Toronto gezündet werden, wirkt die SRU immer von den Ereignissen getrieben. Meistens hetzt sie, wie bei einer Schnitzeljagd, atemlos dem Täter von einem Ort zum nächsten hinterher. Nie hat sie das Heft des Handelns in der Hand. Anstatt zu agieren und das Geschehen zu bestimmen, reagieren sie immer nur. Das ist dann, auch weil jetzt öfter geschossen wird und damit die Folgen mit einem oder mehreren Toten enden, enttäuschend. Auch werden die Fälle auf dem Papier spektakulärer. Eine einfach Geiselnahme reicht nicht mehr. Damit wird „Flashpoint“ auch unrealistischer; auch weil in den späteren Fällen der Serie öfter auf normaler Thrillerspannung gebaut wird. Dann taucht hinter dem ursprünglichen Täter noch ein Hintermann oder sogar ein zweiter Hintermann auf, der den ursprünglichen Täter zu seinen Verbrechen erpresste. Das kennen wir aber aus zahlreichen anderen Krimiserien, mal mit mehr Action, mal mit mehr Humor und auch mal mit viel Forensik-Zauber.

Davon abgesehen ist „Flashpoint – Das Spezialkommando“ über die gesamte Strecke von 75 Episoden eine sehenswerte Serie, die – abgesehen von der schwachen letzten Staffel – auf konstant hohem Niveau unterhält.

Die Staffeln…

Zum Abschluss noch ein Wort zur Staffelnummerierung: „Flashpoint“ lief zuerst erfolgreich im kanadischen TV, danach in den USA. Ebenfalls erfolgreich. Allein schon die Liste von 20 gewonnenen Preisen und 57 Nominierungen, laut IMDB, ist beeindruckend und verrät einiges über die Qualität der Serie. In den USA wurden die Folgen zwar auch chronologisch gezeigt, aber die Staffeln hatten eine andere Länge. Koch Media folgt bei der deutschen Veröffentlichung der kanadischen Staffeleinteilung, vergibt aber für jede DVD-Box eine eigene Nummer. Danach sieht die Einteilung so aus:

Deutsche Staffel 1 entspricht der ersten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 1 bis 13.

Deutsche Staffel 2 entspricht der ersten Hälfte der zweiten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 14 bis 22.

Deutsche Staffel 3 entspricht der zweiten Hälfte der zweiten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 23 bis 31.

Deutsche Staffel 4 entspricht der dritten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 32 bis 44.

Deutsche Staffel 5 entspricht der ersten Hälfte der vierten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 45 bis 54, aber ohne Folge 52 (Tödliche Zwischenlandung).

Deutsche Staffel 6 entspricht der zweiten Hälfte der vierten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 55 bis 62, inclusive der fehlenden Episode 52.

Deutsche Staffel 7 entspricht der fünften kanadischen Staffel und enthält die letzten dreizehn Episoden, also die Episoden 63 bis 75.

Flashpoint – Das Spezialkommando (Kanada, 2011/2012)

Erfinder: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

mit Hugh Dillon (Ed Lane), Enrico Colantoni (Sgt. Gregory Parker), Amy Jo Johnson (Julianna ‘Jules’ Callaghan), David Paetkau (Sam Braddock), Sergio Di Zio (Mike Scarlatti), Michael Cram (Kevin ‘Wordy’ Wordsworth), Mark Taylor (Lewis Young), Olunike Adeliyi (Leah Kerns) Clé Bennett (Rafik “Raf” Rousseau)

Flashpoint - Staffel 6

Flashpoint – Das Spezialkommando – Staffel 6

Koch Media

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 361 Minuten (9 Episoden auf 3 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

Die Einsätze des Spezialkommandos in der sechsten Staffel

Alles auf eine Karte (Wild Card)

Regie: Brett Sullivan

Drehbuch: Karen Walton

Ein neues Leben (A new life)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Adam Barken

Tödliche Zwischenlandung (Grounded)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Karen Walton

China Town (A call to Arms)

Regie: Erik Canuel

Drehbuch: Alex Levine

Teamplayer (Team Player)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Michael MacLennan

Tag der Abrechnung (Day Game)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Aubrey Nealon

Ein Profi im Netz (Blue on Blue)

Regie: Stefan Pleszczynski

Drehbuch: Adam Barken

Tödlicher Impfstoff (Priority of Life)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern, Alex Levine

Feuerteufel (Slow Burn)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

Flashpoint - Staffel 7

Flashpoint – Das Spezialkommando – Staffel 7

Koch Media

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Abschiedsspecial „Ein letzter Salut“ (22 Minuten)

Länge: 530 Minuten (13 Episoden auf 4 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

Die Einsätze des Spezialkommandos in der letzten Staffel

Zerstörter Frieden (Broken Peace)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

Keine Art zu leben (No Kind of Life)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Aubrey Nealon

Sterne in der Wüste (Run to me)

Regie: Stefan Pleszczynski

Drehbuch: Adam Barken

Fremde Augen (Eyes in)

Regie:David Frazee

Drehbuch: Aubrey Nealon

Söhne des Vaters (Sons of the Father)

Regie: Stefan Pleszczynski

Drehbuch:Larry Bambrick

Unter Wasser (Below the Surface)

Regie: Brett Sullivan

Drehbuch: Daniel Godwin

Die perfekte Waffe (Forget Oblivion)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

Ein sicheres Haus (We take care of our own)

Regie: Stefan Pleszczynski

Drehbuch: Larry Bambrick

Männer des Gesetzes (Lawmen)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Alex Levine, Aubrey Nealon (nach einer Geschichte von Aubrey Nealon)

In einer besseren Welt (A World of their own)

Regie: Stefan Pleszczynski

Drehbuch: Alex Levine

Die schwarzen Löcher der Seele (Fit for Duty

Regie: David Frazee

Drehbuch: Adam Barken

Den Frieden bewahren (Teil 1) (Keep the Peace – Part 1)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

Den Frieden bewahren (Teil 2) (Keep the Peace – Part 2)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

Hinweise

CTV über die Serie

Wikipedia über „Flashpoint“ (deutsch, englisch) und die ETF

Polizei von Toronto über die ETF

Running with my eyes closed: Interview mit Stephanie Morgenstern und Mark Ellis (Oktober 2008, Teil 1, Teil 2)

Complications Ensue: Interview mit Stephanie Morgenstern und Mark Ellis (21. Juli 2009)

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 1“

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 2“

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 3“

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 4“

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 5“


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